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Startseite - Goettinger Stadtinfo- GOEST Erbe des Weltkriegs : Bomben rund um Bahnhof und Schützenplatz 2011:
Bombenfund in der Güterbahnhofstraße und Evakuierung 1998
Staatsanwaltschaft
verhinderte Aufklärung einer Explosion
Verdachtspunkte Rinschenrott und Lappenberg: keine Bombenfunde 7.7.11 / pm stadt / Nach der Auswertung weiterer Luftaufnahmen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen hat die Stadt Göttingen die Untersuchung von insgesamt sechs Verdachtspunkten veranlasst, die im Bereich der Straße „Am Rinschenrott“ sowie auf dem Gelände des sogenannten „Lappenbergs“ liegen. Die Arbeiten zur Suche von Blindgängern haben am Montag begonnen und sollen am Donnerstag, 7. Juli 2011, abgeschlossen werden. Bei den Sondierungsbohrungen hat sich bislang kein Verdacht bestätigt.
2011: Bombenfund in der Güterbahnhofstraße und Evakuierung Dienstag 26.4.11 - In der Güterbahnhofstraße auf einer Baustelle neben dem Nettomarkt wurde eine Bombe (vermutlich 5-Zentner-Bombe) gefunden. Es fanden Evakuierungen in der Sicherheitszone im Radius von 1000 Metern statt. Sammelstellen für angeblich 12000 Evakuierte wurden im Klinikum und in Schulen eingerichtet. Die Entschärfung sollte um 23 Uhr beginnen. Dann war auch die Bahnstrecke gesperrt. Für Nachfragen wurde eine "Bürgertelefon"-Nummer 0551 / 70 75 75 / eingerichtet.
Pressemitteilung Stadt Göttingen 27.4.11: "Ein US-Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, der am Dienstagnachmittag, 26. April 2011, auf einem Baugelände in der Güterbahnhofstraße entdeckt worden war, konnte gegen 01:15 Uhr am frühen Mittwochmorgen erfolgreich entschärft werden. Es handelte sich nach Angaben des Niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes um eine Fünf - Zentner - Bombe amerikanischer Bauart, die nach dem Urteil von Fachleuten unverzüglich zu entschärfen war. Gegen 15:30 Uhr erfolgte die Alarmierung der Technischen Einsatzleitung. In den folgenden Stunden arbeitete der bei der Berufsfeuerwehr zusammengetretene Einsatzstab unter Hochdruck an der Evakuierung der Menschen, die in einem Radius von rund 1.000 Metern rund um das Gebiet leben und arbeiten. Für sie waren Betreuungspunkte in der Mensa des Universitätsklinikums und in der Geschwister - Scholl - Gesamtschule vorbereitet und eingerichtet worden. Ein Bus – Shuttle – Dienst brachte die Anwohner/innen des Sperrgebietes zu den Sammelplätzen. Ab 18.00 Uhr stand bei der Berufsfeuerwehr Göttingen ein Bürgertelefon zur Verfügung. Der letzte ICE - Zug passierte den Göttinger Bahnhof gegen 23:05 Uhr. Anschließend wurde der Bahnhof wie zuvor bereits andere öffentliche Einrichtungen, Firmen, Hotels und Universitätsgebäude im Sperrgebiet geräumt und geschlossen. Nach vollständiger Evakuierung des Sperrgebietes wurde der zweite Zünder freigelegt. Der Sprengmeister konnte beide Zünder rasch und problemlos entfernen. Im Anschluss wurde die Bombe nach Munster abtransportiert. Die sehr kurzfristig erforderliche und binnen weniger Stunden umgesetzte Evakuierung von ca. 12.000 Menschen verlief nach Angaben der Stadt fast problemlos. Insgesamt wirkten dabei rund 700 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, aller 13 Göttinger Ortswehren und der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises, der Polizei, des Technischen Hilfswerks, der Deutschen Bahn AG, der Göttinger Verkehrsbetriebe sowie der Rettungs- und Sanitätsdienste und der Stadtverwaltung mit. „Allen beteiligten Einsatzkräften gebührt ein herzlicher Dank für ihr Engagement, das eine reibungslose Evakuierung ermöglichte“, betone der Leiter des Einsatzstabes, Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann."
Bombenfunde am und um den Schützenplatz 1998 Explosion in der Pfalz-Grona-Breite Da nur noch von einer Untersuchung des Schützenplatzes auf Bomben die Rede ist, sei hier an das Problem erinnert, dass auch in den anderen Gebieten die an den Schützenplatz angrenzen Bombentrichter auf alten Luftbildern zu sehen sind. Und die angeblich immer noch ungeklärte Ursache einer Explosion in der Pfalz-Grona-Breite veranlasst uns, dieses Thema hier an erster Stelle auf der Themenseite zu behalten damit dies nicht unter den Teppich gekehrt wird.
Explosion
1998 Seismologische Untersuchung spricht für Bombe als Ursache
2010 Suche
nach weiteren Bomben-Blindgängern auf dem und um den Schützenplatz
Suche nach weiteren Blindgängern im Boden 25.6.10 / pm Stadt / "Die Vermessung der Verdachtspunkte ist inzwischen ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass die von der Stadt beauftragte Firma mit den nachfolgenden Untersuchungen in der kommenden Woche beginnen kann. Am Montag (28. Juni) werden vermutlich der Antransport und die Einrichtung der erforderlichen Geräte sowie weitere Arbeitseinweisungen im Mittelpunkt stehen. Mit den Bohrungen kann voraussichtlich am Dienstag (29. Juni) im Bereich des Schützenplatzes begonnen werden." 22.6.10
/ pm Stadt / "Die exakte Vermessung der 30 nach Auswertung neu beschaffter
Luftbilder ermittelten Blindgänger - „Gefahrenpunkte“ im Bereich des Göttinger
Schützenplatzes und angrenzender Straßen hat nach Angaben der Stadtverwaltung
begonnen. Die nachfolgenden Untersuchungen können unter Umständen noch in dieser
Woche einsetzen. Mit einem dafür spezialisierten Unternehmen hat die Stadt Göttingen
grundsätzlich bereits Einigung über eine möglichst zeitnahe Aufnahme der Arbeit
erzielt. Die förmliche Auftragserteilung konnte allerdings noch nicht erfolgen.
Bei den Untersuchungen geht es um Bohrungen zum Einsatz von Metallsonden. Das
Unternehmen wird vermutlich mit zwei Teams für mehrere Wochen in Göttingen tätig
sein. Die sogenannte Einmessung der Gefahrenpunkte nach Messkoordinaten erfolgt
durch einen Sachverständigen, der im Auftrag des Kampfmittelräumdienstes der Polizei
Niedersachsen bereits die Begutachtung der aus einem niederländischen Archiv stammenden
Luftfotos der US – Luftwaffe aus dem April 1945 übernommen hatte. Über seine neuen
Erkenntnisse hat der Kampfmittelräumdienst die Stadtverwaltung am 16. Juni 2010
informiert. " (Pressemitteilung Stadt Göttingen, 16.6.10 / "Die Auswertung weiterer Luftbilder vom Göttinger Schützenplatz und seiner Umgebung hat zur Ermittlung von insgesamt 30 sogenannten Verdachtspunkten geführt, bei denen Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg im Erdreich zur Zeit nicht ausgeschlossen werden können. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs mit Vertretern des Kampfmittelräumdienstes der Polizei Niedersachsen, das am Mittwoch, 16. Juni 2010, im Neuen Rathaus stattgefunden hat. Alle Verdachtspunkte sollen nach Angaben der Stadtverwaltung sobald wie möglich vor Ort vermessen werden. Die Stadt wird darüber hinaus umgehend ein Spezialunternehmen beauftragen, an allen Punkten Bohrungen zum Einsatz von Metallsonden vorzunehmen. Sollte sich nach diesen Untersuchungen in Einzelfällen der Verdacht auf einen Blindgänger erhärten, werde umgehend wieder der Kampfmittelräumdienst eingeschaltet. „Im Augenblick reden wir wirklich nur über Verdachtsmomente. Ob dort jeweils eine nicht gezündete Fliegerbombe zu finden ist, weiß niemand,“ erklärte der Verwaltungssprecher. Die Untersuchungen sollen ebenso gründlich wie zügig erfolgen. Zur Sorge über eine akute Gefahr bestehe allerdings auch nach Bestätigung durch die Experten des Kampfmittelräumdienstes kein Anlass, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Auch in Göttingen, das unter einer vergleichsweise geringen Zahl von Fliegerangriffen zu leiden hatte, müsse man allerdings wie in vielen anderen deutschen Großstädten noch nach 65 Jahren mit den Folgen des Krieges leben und umgehen. Etwas mehr als die Hälfte der Verdachtspunkte lassen sich unmittelbar dem Schützenplatz, dem benachbarten Leinebett sowie dem Schützenanger und dem Maschmühlenweg zuordnen. Die weiteren Standorte betreffen die Godehardstraße westlich der Leine. Die Bohrungen sollen nach dem Wunsch der Stadt möglichst durch zwei Spezialistenteams erfolgen und nicht länger als zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Die Bohrtiefe soll mindestens fünf bis sechs Meter unter den gewachsenen Boden reichen. Bei den ausgewerteten Fotos handelt es sich um Aufnahmen der US - Luftwaffe vom 8. und 11. April 1945 – gemacht also nach den letzten Fliegerangriffen am 6. und 7. April 1945. Sie waren in einem niederländischen Archiv aufgefunden worden."
Aufarbeitung nach dem Unglück 2.6.10 Im Anschluß an die gemeinsame Pressekonferenz von Polizei, Feuerwehr und Stadt haben sich einige neue Informationen ergeben, die wir im folgenden zusammenfassen. Die 3 tödlich verletzten, 2 schwer und mehrere leicht verletzten Personen gehörten ausnahmslos zu dem Kampfmittelräumdienst der Niedersächsischen Zentralen Polizeidirektion Hannover (>>ZPD ) Personen außerhalb des Schützenplatzes sind durch die Explosion nicht zu Schaden gekommen.
Wieso
nicht gesprengt statt Entschärfungsversuch? Kriminaltechnik
und Staatsanwaltschaft
Sachschäden? Sperrungen Wie
gehts weiter? | ||||||||||
Tragisches Ende der Bombenräumung: 3 Tote und 2 Schwerverletzte 2.6.2010 / Der Versuch, eine zweite Bombe auf dem Schützenplatz zu entschärfen, hat ein trauriges Ende genommen. Während der Vorarbeiten für ein Abtrennen des "Säure"-Zünders explodierte die Bombe. Die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes hielten sich zwar nicht direkt an der Bombe aber in der Nähe auf. 3 Männer starben , 2 Personen wurden schwer verletzt und weitere leicht verletzt. Die beiden Schwerverletzten sind nach Auskunft der Uniklinik inzwischen außer Lebensgefahr.
Die
Bombe befand sich in einem mehrere Meter tiefen Loch in dem Grundwasser eingesickert
war. Einige Stunden vor der Explosion war das Grundwasser abgepumpt worden, um
mit den Arbeiten an der Bombe beginnen zu können. Die Explosion macht die
Gefährlichkeit der Blindgänger mit Langzeitzündern deutlich. Die
Zeitverzögerung bei der Explosion wird bei diesen Zündern dadurch erreicht,
dass Aceton auf eine Zelluloidscheibe träufelt und diese zersetzt und damit
die Halterung des Zündbolzens auflöst. Nach der langen Lagerung solcher
Blindgänger im Boden sind die Zünder oft durch Korrosion der Halterung
und/oder Materialzersetzung einer Zelluloidscheibe derart instabil geworden, dass
sie bei der kleinsten Erschütterung oder Lageveränderung hochgehen können.
Nach Auskunft eines
Kampfmittelräumers handelte es sich um eine Bombe des Typs SAP 1000 lbs (1
lb = 454 g), die mit einem chemischen Langzeitzünder 125 ausgestattet war.
(>> Quelle).
Säurezünder werden auch als "chemisch-mechanische Langzeitzünder"
bezeichnet.
Erneute Evakuierung am Dienstag 1.6.10 1.6.10 / Nachdem am Dienstag den 1.6.10 das Grundwasser aus dem Loch abgepumpt worden war bestätigte sich die Vermutung, dass dasseine zweite Bombe liegt. Es handelt sich wiederum um eine Bombe amerikanischer Bauart mit einem Säurezünder. Die Stadtverwaltung (Ordnungsamt, Berufsfeuerwehr etc.) bereiten nun die erneute Evakuierung vor. Mit dem Transport kranker, bettlägeriger und gehbehinderter Menschen soll unmittelbar begonnen werden. Spätestens um 20.00 Uhr starten die erforderlichen Evakuierungs- und Absperrmaßnahmen vor Ort. Dazu werden wie am vergangenen Donnerstag hunderte von Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Wehren, von Polizei und Bundespolizei sowie von verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen und städtischer Dienststellen aufgeboten. Als
Notunterkünfte und Betreuungsorte sind die Heinrich-Heine-Schule und die
Sporthalle des Max-Planck-Gymnasiums vorgesehen . Ab 19 Uhr werden diese Unterkünfte
von der Göttinger Verkehrsbetriebe im Shuttle-Service über alle Haltestellen im
Sperrbereich angefahren. Um 20 Uhr werden die Straßen gesperrt und wird
mit der Evakuierung begonnen. Die Evakuierung soll nach Entschärfung der Bombe
spätestens um Mitternacht beendet sein. In
einer Pressemeldung spricht die Stadtverwaltung Göttingen von einem Evakuierungsradius
von 1000 Metern. Bei der Entschärfung von Zehn-Zentnerbomben wird unterschiedlich
von einer Evakuierungszone im Radius von 500 Metern, von 300 Metern oder nur von
250 Metern berichtet. (Wohlgemerkt jeweils 10 Zentnerbomben). Man unterscheidet
auch "Gefahrenzone" (näher dran) von "Sicherheitszone".
Die Gefahrenzone muß evakuiert werden, in der Sicherheitszone dürfen
sich die Leute nur in Wohnungen, nicht aber im Freien aufhalten.
Rechtsgrundlagen: BOMBE Nr. 1, Donnerstag 27.5.10 : Stadtteile evakuiert, Bombe entschärft Im Zuge der Bauvorbereitungen für eine Sporthalle auf dem Schützenplatz wurden vorsichtshalber Sondenbohrungen vorgenommen und schließlich am 27.5.10 eine schwere noch nicht explodierte Bombe im Boden entdeckt, die mit einem Langzeit-Säurezünder versehen war.
Seit 50 Jahren fanden über der Bombe Schützenfeste und seit einigen Jahren Flohmärkte statt. Täglich wurde der Schützenplatz als Parkplatz genutzt. Glück,dass die Bombe in all dieser Zeit nicht hochgegangen ist, denn Bomben mit >>"Säure"zünder (Aceton) können nach Jahren plötzlich von selbst explodieren, falls Teile am Zünder durchgerostet sind oder durch Erschütterung das Glasröhrchen mit der Säure zerbrochen ist. (Siehe >> Beispiel in Österreich ) .
Der ganze Bereich um den Schützenplatz war im Krieg das Ziel von Bombenangriffen gewesen, weil hier die Lokhalle stand und im heutigen Industriegebiet Flughafenanlagen waren. In der Pfalz-Grona-Breite war vor Jahren eine Bombe im Erdreich hochgegangen als gerade ein Bus darüber fuhr (für diese Einschätzungen sprechen nach Fachleuten die seismischen Aufzeichnungen der Geo-Institute) allerdings wurde immer wieder die Möglichkeit einer Gasexplosion infolge einer defekten Leitung dagegen gestellt, was das Entschädigungsverfahren für den Busfahrer in die Länge zog. Das Foto unten zeigt einen Ausschnitt aus einer Luftaufnahme, die bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg entstand. In der Mitte von oben nach unten verlaufend ist die Leine zu sehen, das dunkle Feld rechts daneben ist der Schützenplatz mit den Bombentrichtern und Baracken in denen Zwangsarbeiter/innen für die Arbeit in der Lokhalle untergebracht waren. Das linke helle Feld ist der damals noch nicht bebaute Teil des Blümchenviertels. Nicht im Ausschnitt zu sehen ist ein brennendes Gebäude des damaligen Flughafens in der Grätzelstraße.
Nach der Evakuierung
im Umkreis Hagenweg, Pfalz-Grona-Breite, Godehardstraße, Königsallee,
Egelsberg wurde die Bombe in der Nacht entschärft (lt. Mitteilung der Stadt
um 0:55 Uhr). Die BewohnerInnen wurden mit Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen
ihrer Wohnungen aufgefordert, ein Hubschrauber kreiste permanent über dem
Bereich und schließlich gingen u.a. Feuerwehrleute die Häuser ab und
klingelten in allen Wohnungen um auch die letzten Verbliebenen zum Verlassen der
Wohnungen zu bewegen. Wer nicht bei Freunden oder Verwandten in anderen Stadtteilen
unterkam blieb auf der Straße ausserhalb des Sperrgebietes stehen oder mußte
in die Sammelunterkünfte gehen bzw. fahren oder gefahren werden. (Sporthallen
der Heinrich-Heine-Schule/Grone, des Max-Planck-Gymnasiums/Innenstadt und Stadthalle)
. U.a. war auch die Musa betroffen; dort mußte das Konzert mit "Rockapella"
ausfallen, was viele Angereiste erst vor der Musa erfuhren.
Lautsprecherwagen
mit Ansagen Hannoversche / Kreuzbergring
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