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Startseite - Goettinger Stadtinfo- GOEST Höchstspannungsleitungen 380 KiloVolt Kohlekraftwerksbau
und AKW-Verlängerung in die Diskussion mit einbeziehen!
Erdverkabelung für Göttingen 12.11.10
// Die ergänzenden Antragsunterlagen zur „Untersuchung der Machbarkeit möglicher
Teilerverkabelungen in Göttingen“ im Rahmen des Raumordnungsverfahrens für die
neue 380 kV – Höchstspannungsleitung zwischen Wahle und Mecklar werden ab 22.
November dieses Jahres im 11. Obergeschoss des Neuen Rathauses öffentlich ausgelegt
und können dort bis zum 22. Dezember 2010 während der Sprechzeiten der Verwaltung
eingesehen werden. Kohlekraftwerksbau und AKW-Verlängerung in die Diskussion mit einbeziehen! Kohlekraftwerke im Norden ein Grund für die Erweiterung des Leitungsnetzes - ein weiterer Grund, die CO²-Schleudern und Klimakiller abzulehnen E.ON behauptet, der Neubau der etwa 190 Kilometer langen Leitung sei "erforderlich, um den an den Küsten erzeugten Strom aus Windenergieanlagen in Verbrauchsschwerpunkte in Deutschland zu transportieren." und beruft sich dabei auf den Bedarfsplan des im August 2009 verabschiedeten Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) . Das führt bei oberflächlicher Betrachtungsweise dazu. dass man meint, als Befürworter/in von Windkraft müsse man ja dann diesen Leitungsausbau akzeptieren. Auch
die Niedersächsische
Staatskanzlei begründet den Leitungnetzsausbau mit der "Entwicklung
der Windkraft". Das allein wäre aber kein Problem, weil das Kernkraftwerk
Brunsbüttel seit 2007 abgeschaltet ist und die angeschlossenen Stromtrassen
Kapazität frei haben. Problematisch wird es erst dadurch, dass mehrere 800
MegaWatt-Kohlekraftwerke neu gebaut werden sollen - von denen eines ca. 1 Milliarde
Euro Baukosten bedeutet. Im Bayer-Industriepark will das Unternehmen Getec Kraftwerk
ein 800-Megawatt-Steinkohlekraftwerk bauen. Kosten: eine Milliarde Euro. Außerdem
plant GDF Suez (ehemals Electrabel) in Brunsbüttel ein Steinkohlekraftwerk mit
einer Leistung von ebenfalls 800 Megawatt. ) Fossile Brennstoffkraftwerke, obwohl
doch wegen des klimaschädlichen CO²-Ausstosses den Klima das Ende der
fossilen Brennstoffe angesagt ist? Für den von Windkraftparks UND Kohlekraftwerke
produzierten Strom reichen die bisherigen Trassen nicht. Der kostspielige und
Umweltbelastende Bau einer neuen Höchstspannungstrasse wäre als vermeidbar,
wenn die ebenfalls umweltschädlichen Kohlekraftwerke nicht gebaut würden.
Dem Argument, die Trasse sei nötig, weil der im Norden erzeugte Stromin den Süden transportiert werden müsse könnte man entgegnen, dass dann doch die Kraftwerke dort gebaut werden sollten, wo der Strom gebraucht werde. Es müssen übrigens auch keine Kohlekraftwerke sein, wie Kiel gezeigt hat, es kann auch ein Gaskraftwerk sein die flexibler in der Energieproduktion sind und die Windkraftanlagen nicht zum Abschalten zwingen nur weil sie wie die modernen Kohlekraftwerke auf Volllastbetrieb ausgelegt sind (siehe dazu die >>Arbeit von Frauke Wiese 2008) . Warum also baut man nicht die Kraftwerke im Süden, wo der Strom gebraucht wird? Weil man Kohlekraftwerke haben will und es billiger ist, die Steinkohle mit Schiffen anzuliefern. Dafür setzen sich in Brunsbüttel Kommunalpolitiker von CDU und SPD gemeinsam ein, während die SPD-Leute in Göttingen nun gegen die Höchstspannungstrasse agieren. Wenn
den aber irgendwo doch Höchstspannungsleitungen notwendig würden bleibt
das Problem der Landschaftsbelastung bzw. -zerstörung sowie der Gefahren
durch die Nähe zu Wohnbereichen. Die allein seeligmachende Alternative ist
dabei auch nicht immer die Erdverkabelung.Damit handelt man sich allerdings eine
Reihe anderer Probleme ein - von den höheren Kosten ganz zu schweigen. So
ist z.B. der Landverbrauch an Fläche erheblich mehr als sich manche vorstellen,
da ein ca. 50 Meter breiter Erdstreifen zur Baustelle wird. Reparaturen an Erdkabeln
dauern nach Angaben der Betreiber mehrere Monate, während dies bei Freileitungen
nach Tagen erledigt werden könne. Bei der Querung von Wohngebieten oder bei der Vorbeiführung in der Nähe können jedoch auf keinen Fall Freileitungen gesetzt werden, sondern muß die Erdverkabelung durchgesetzt werden. Leider drückten sich die VertreterInnen von Transpower um eine klare Stellungnahme bezüglich der Erdverkabelung zwecks Berücksichtigung von Abständen zu Wohnhäusern. BUND Landesverband Niedersachsen e. V. lehnt 380 kV-Leitung ab
Gekürzte Pressemitteilung vom 31.8.10 / "Der Landesverband Niedersachsen
des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) lehnt die 380 kV-Leitung von Wahle
im Kreis Peine nach Mecklar im hessischen Landkreis Herfeld-Rotenburg ab, weil
ein Bedarfsnachweis fehlt. Der Umweltverband befürchtet, dass die neue Leitung
vor allem die Atom- und Kohlestrom-Produktion zementiert, die Macht der großen
Stromkonzerne sichert und den Ausbau erneuerbarer Energien behindert. Der BUND
fordert die schnelle und vollständige Umstellung der Energieerzeugung auf Erneuerbare
Energien. Den Ausbau des Höchstspannungsnetzes würde der BUND nur befürworten,
wenn erwiesen wäre, dass der Ausbau Voraussetzung ist für die vollständige Umstellung
der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien. Dies ist bei der geplanten Leitung
jedoch nicht der Fall: Sie soll sowohl dem Transport des Windstroms (onshore und
offshore) von Nord- nach Süddeutschland als auch dem steigenden Transport von
Kohle- und Atomstrom aus den vorhandenen und geplanten Großkraftwerken im Norden
dienen. E.ON in Bedrängnis Stadt und Landkreis fordern Erdverkabelung
Nun fordert auch der Landrat "kreisweite Erdverkabelung"
Die Stadt Göttingen will neue Höchstspannungsleitung erdverkabelt Die Stellungnahme der Stadt zum Raumordnungsverfahren für die geplante 380 kV Höchstspannungsleitung ist Thema des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am Donnerstag, 19. August 2010. 16.00 Uhr im Sitzungssaal 118 im 1. Obergeschoss des Neuen Rathauses Trassenführung Gelbe Flächen sind in der Diskussion
Die Karte zeigt dass u.a. Grone, Elliehausen, Groß Ellershausen, Hetjershausen, Knutbühren, Settmarshausen, Rosdorf, Mengershausen, Lenglern, Holtensen, Obernjesa, Mariengarten, Friedland usw. betroffen sind. Die JVA Rosdorf und Klinik Tiefenbrunn liegen in zu geringen Abstand vom geplanten Leitungsverlauf, ebenso die Autobahnraststätte, die allerdings nicht als Wohnbebauung gilt und wo deshalb die Grenzwerte zum Abstand nicht beachtet werden sollen. Die Bevölkerung muß über die Auswirkungen solcher Baumaßnahmen informiert werden und ein Mitspracherecht erhalten. Die möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch elektromagnetischer Felder der Freileitungen, laute Geräusche der Höchstspannungsleitungen bei bestimmten Wetterlagen müssen gegen Erdverkabelung und die Frage ob überhaupt ein Leitungsausbau notwendig ist abgewogen werden. Die Masten der 380 KV Höchstspannungsleitung sind mit 60 Meter fast so hoch wie das Neue Rathaus (69 Meter) verändern das Landschaftsbild gravierend .
E.ON und die von E.ON abhängigen Tochter- und Beratungsfirmen "beraten" die Bevölkerung
Erdverkabelung ist den Betreibern zu teuer Die Einschränkung des sogenannten "Elektrosmog" (siehe >goest-Dossier Elektrosmog) durch die Überlagerung vieler verschiedener elektromagnetischer Wellen (Rundfunk, Fernsehen, Funk, Mobilfunk, Stromleitungen) würde erhebliche Kosten verursachen. Die Gesundbeterei und Ignorierung der Risiken wird mit der Formulierung "Es ist noch nicht abschließend entschieden ob es schädlich ist" betrieben. Die elektromagnetischen Felder von Hoch- und Höchstspannungsleitungen gehören zu den Gefahrenpotentialen, die deshalb einen Mindestabstand zu Wohnhäusern halten müssen. Besser wäre es, die Leitungen unterirdisch zu verlegen. Dies ist jedoch teuerer und die Betreiberfirma Transpower macht deshalb zu dem Vorhaben auch Werbeveranstaltungen in den betroffenen Regionen. Wie solche Veranstaltungen ablaufen, konnte man auch bei der "Info"-Veranstaltung zu Mobilfunk im Rathaus sehen. Die Betreiber verharmlosen, was das Zeug hält. >> Betreiber Vattenfall berichtet in einem Film über Probleme mit einer Erdverkabelung Pressetexte von Transpower (E.ON) "Das Raumordnungsverfahren für die Leitung zwischen den Umspannwerken Wahle (Landkreis Peine) und Mecklar (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) wurde Mitte Juni von den zuständigen Genehmigungsbehörden in Niedersachsen und Hessen eingeleitet. transpower bringt etwa 650 Kilometer Trassenvarianten in das Verfahren ein. In Niedersachsen werden fünf Hauptvarianten in einem detaillierten Variantenvergleich untersucht, in Hessen sind es zwei Hauptvarianten. Die Genehmigungsunterlagen werden ab 7. Juni im Internet unter www.rov-wahle-mecklar-online.de veröffentlicht. Zuständig für das Raumordnungsverfahren ist die Regierungsvertretung Braunschweig. Im Bereich Raumordnung und Landesentwicklung nehmen die Regierungsvertretungen Aufgaben des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung (Oberste Landesplanungsbehörde) wahr.
In dem Verfahren werden die Träger öffentlicher Belange, das sind v. a. die Gemeinden
und Kreise, beteiligt. Ihre Stellungnahmen werden im Verfahren an Erörterungsterminen
diskutiert.
Im Raumordnungsverfahren wird die Vereinbarkeit der geplanten Höchstspannungsleitung
mit den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung geprüft. Besonderes Augenmerk wird
dabei auf die Themen Immissionsschutz und Siedlungsentwicklung, Natur- und Landschaftsschutz
sowie Freiraumnutzung und Erholung gelegt. Des Weiteren bestimmten insbesondere
die Bündelung mit bereits bestehenden Freileitungen, Verkehrswegen oder anderen
liniengebundenen Infrastruktureinrichtungen die Entwicklung der Planungskorridore,
mit dem Ziel, die neue Trasse weitestgehend an vorhandene Infrastruktur anzulehnen.
Im Laufe des Verfahrens werden die betroffenen Kreise und Kommunen und weitere
so genannte Träger öffentlicher Belange sowie anerkannte Verbände beteiligt.
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