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Weiterbildung für Initiativen

instruments & effects   >>www.instrumentsandeffects.de    info@instrumentsandeffects.de  BUPNET GmbH, Am Leinekanal 4, 37073 Gö, 54707-0, www.bupnet.de ,  und  zoom, Gesellschaft für prospektive Entwicklungen Theaterstr. 8, 37073 Gö Tel.: 5084512

Es gibt eine Veranstaltungsreihe, mit der allen, die sich in Vereinen und Initiativen in den Bereichen Kultur, Soziales sowie Sport engagieren, konkrete Informationsangebote zu den Themen Finanzierung, Organisation und Kommunikation angeboten werden. Darüber hinaus werden Veranstaltungen zu den aktuellen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen der sozialen und kulturellen Infrastruktur angeboten und der Austausch sowohl zwischen Trägern aus den unterschiedlichen Bereichen als auch mit Zuwendungsgebern und der Öffentlichkeit angeregt. Die Veranstaltungen dauern in der Regel zwei bis drei Stunden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wenn jemand in den Veranstaltungen bestimmte Themen berücksichtigt haben möchte, kann er/sie dieses bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Termin mitteilen, die Anregungen werden dann an die ReferentInnen weitergeleitet.

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Veranstaltungen 2004

Akquise von Stiftungsgeldern
Unter diesem Titel referierte Renate Streuer von der Beratungsfirma "Unternehmer-Tun" am Di, den 23.03.04 17-19 Uhr bei Bupnet. Die TeilnehmerInnen kamen aus den Bereichen Göttinger Tafel, Aidshilfe, Kore, Initiative Soziales Zentrum, Integra,  Regionalforschung.
Das Geld in den gemeinnützigen Vereinen ist überall knapp bestätigte noch einmal die kurze Vorstellungsrunde. Ein Grund also nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau zu halten, wie sie Renate Streuer referierte. Dabei ging sie schwerpunktmäßig auf Stiftungen ein, von denen es allein in Niedersachsen über 1000 gibt, allein mehr als 100 neue im letzten Jahr kamen dazu. Hierzu gabs jeweils hilfreiche Tipps zu vielen Internetquellen wie z.B. www.stiftungsindex.de und Hinweise auf den Umgang mit Stiftungen, die gegenwärtig in einer Flut von Anträgen ertrinken und falsch gestellte  Anträge gleich wieder weglegen. Zwischendurch kam der Gedanke auf, warum eigentlich nicht selbst von den Initiativen her eine Stiftung gründen oder warum nicht selbst ein Resourcen-Sharing anzusteuern indem mehrere Gruppen eine Fundraising-Service-Stelle gemeinsam nutzen. Denn eins ist klar: Stiftungsgelder, Spenden und Sponsering akquirieren kostet Zeit, Aufwand und personelle Resourcen.

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Renate Streuer mit einer Liste von phantasievollen weiteren Geldbeschaffungsmethoden, die mit ihren Erläuterungen zu einigen Ideen anregten.

Anmerkung / Kommentar der Redaktion:
Bei aller Dringlichkeit der Geldbeschaffung und Umorientierung auf private Geldgeber sollte jedoch grundsätzlich nicht vergessen werden, Methoden zu entwickeln, die öffentlichen, politischen Druck mit der Forderung nach Umverteilung der öffentlichen Mittel macht. Denn Geld ist da, es ist nur falsch verteilt - und Aufgaben wie sie von Aidshilfe, Integra, Tafel, Kore, Frauenhaus, usw. wahrgenommen werden sind so eminent gesellschaftliche Angelegenheiten, dass hierfür allemal eher Steuergelder gerechtfertigt sind als Steuergeschenke an Großunternehmen und SpitzenverdienerInnen. Dieses zu behandeln war jedoch nicht Aufgabe der Veranstaltung sondern wäre ein Auftrag an die Veranstaltungseihe, das Thema "Politische Strategien zur Sicherung sozialer Einrichtungen mit öffentlichen Fördermitteln." Dann würde sicherlich stärker die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der verschiedenen Träger betont werden müssen.

 

Absage der Veranstaltung
"Ansätze zur Finanzierung sozialer und kultureller Infrastruktur", die am Fr, den 16.04.04 17-20 Uhr stattfinden sollte In der Debatte um die Zukunft gemeinnütziger Arbeit werden unterschiedliche Vorschläge zur Finanzierung dieser Arbeit gemacht. Diese Finanzierungsvorschläge sind häufig den Bereichen Beschäftigungspolitik, Genossenschaften, bürgerschaftliches Engagement oder Fondsmodellen entnommen, sie stehen in der Diskussion allerdings häufig unverbunden nebeneinander. Welche Formen der Finanzierung im Non-Profit-Bereich sind sinnvoll? Gibt es anderenorts Ideen und Projekte, die zukunftsweisend sind? Wir wollen im Rahmen dieser Veranstaltung drei Praxisbeispiele aus anderen Städten vorstellen, um anschließend die verschiedenen Konzepte miteinander in Bezug zu setzen. Referent: N. N. Holbornsches Haus (Rote Str. 34)

Mitteilung der Absage
"Ansätze zur Finanzierung sozialer und kultureller Infrastruktur" Leider müssen wir die für den 16. April angekündigte Veranstaltung   im Rahmen der Reihe "soziale und kulturelle Projekte in der Krise?" zum jetzigen Zeitpunkt absagen. Das mit der Veranstaltung verfolgte Anliegen, Praxisberichte aus anderen Städten vorzustellen und damit Diskussionsstränge zum Thema "Dritter Sektor" aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Beschäftigungsförderung, bürgerschaftliches Engagement, Genossenschaften..) zusammenzubringen, greifen wir jedoch bei der internationalen Tagung wieder auf, die wir am 16. und 17. September 2004 in Göttingen veranstalten werden. Dazu sind insbesondere die vor Ort tätigen MitarbeiterInnen aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport und Umwelt eingeladen. Im Rahmen der Tagung wird es ausgiebig Möglichkeiten geben, verschiedene, praxiserprobte Ansätze zur Stabilisierung gemeinnütziger Arbeit kennen zu lernen und intensiv zu diskutieren. (siehe auch www.instrumentsandeffects.de)."

project instruments & effects, Zoom e.V., Theaterstr. 8, 37073 Göttingen, 0551/54084513

Gemeinwohl Arbeit - Öffentlicher Beschäftigungs Sektors (ÖBS)
Dienstag, 25.11.2003,  im APEX, Burgstr. 46 berichtete Wirtschaftswissenschaftler Dr. Axel Troost (Progress-Institut für Wirtschaftsförderung Bremen) Geschäftsführerder Memorandumgruppe, über das in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführte Unternehmen "Gemeinwohlorientierter Arbeitsförderprojekte" (GAP).
Unter der SPD-PDS-Landesregierung waren in der Region Rostock ein Versuch zur Minderung der Arbeitslosigkeit unternommen worden: Durch die Schaffung öffentlich geförderter Arbeitsplätze, deren Tätigkeiten am Gemeinwohl orientiert waren. In 112 Projekten wurden 500 ArbeitnehmerInnen untergebracht, wovon zwei Drittel über 50 Jahre alt und 60% Frauen waren. Man wollte gesellschaftlich nützliche Arbeit organisieren, ohne dadurch andere bezahlte Arbeitsstellen zu ersetzen.
Das Geld für die Löhne kam damals vom Land (47 %) vom Arbeitsamt (44 %) von den jeweiligen Projektträgern 7 %, aus kommunalen Mitteln ein kleinerer Betrag von 200.000 Euro. Aber auch die NutzerInnen der Leistungen die von den Projekten erbracht wurden sollten kleine Beiträge zahlen.
Beteiligte Träger waren Vereine, Ämter, Verbände, die Projekte liefen in den Bereichen Soziales, Jugend, Integration, Selbsthilfegruppen, Touristik und Umwelt. Das Spektrum der Beteiligten war äußerst breit, es reichte von Gewerkschaften bis Arbeitgeberverbänden, von Selbsthilfegruppen bis Kirchen, Industrie- und Handelskammer bis Integrationsgruppe.
Die Finanzierung eines solchen Projektes ist heutzutage schon nicht mehr denkbar, da überall Gelder gestrichen werden, aber was von dem Projekt zu lernen ist, das ist das Organisationsmodell, das sind die Erfahrungen mit der öffentlichen Diskussion um die Zielbestimmung für "gemeinwohl orientierte Arbeit" und die Erfahrung, dass das dann auch klappen kann.
Im Fall des Consièrge-Projektes (Wohnblockbetreuung) wurde ein derart dringender Bedarf gedeckt, dass das Projekt auch nach dem Auslaufen der Finanzierung vom Träger der Maßnahme (Wohnungbauunternehmen) weitergeführt werden mußte, weil die Leute in den Wohnblocks das vehement verlangten. Eigentlich müßte für die Verteilung der kommunalen Mittel insgesamt in jeder Kommune eine solche Beteiligungsdiskussion darüber laufen, wie die vorhandenen Mittel "gemeinwohlorientiert" ausgegeben werden können.

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Axel Troost (>>Geschäftsführer Progress Institut für Wirtschaftsforschung PIW (Bremen) und Geschäftsführer Momorandumgruppe) und Sandra Kotlenga (Instruments & Effects) am 25.11.03 im Apex

mehr infos über GAP, u.a. Machbarkeitsstudie und Zusammenfassung von Troost unter >>http://www.memo.uni-bremen.de/memofor/gap.htm