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© Impressum Documenta
für die Ohren (und
andere Sinne) "Festival
Linien - ein Festival für Neue Musik" - Die Stadt akustisch neu erfahren
Neue Musik ? 25.6.10
/ Musik überschreitet schon lange die Grenzen des klassischen Bildes: "Vorne
das Orchester - davor das Publikum - Hören - Ende - nachhause gehen".
Beuys hat die bildende Kunst in den Alltag getragen und sagte: "Jede/r ist
Künstler/in". Dies hat sich in der Kasseler Documenta niedergeschlagen
und mit jeder Documenta die Seh-Sinne verändert. In ähnlicher Weise
erfolgt eine Erweiterung des Musik-Begriffes durch dessen Ausweitung auf "Klangwelten".
Deshalb schien uns der Titel "Documenta für die Ohren" ein passender
Begriff für eine Klangweltveranstaltung zu sein. Musikwissenschaftlich wird
"Neue Musik" etwas komplizierter mit 12 Ton-Musik, mit Atonalität
als Befreiung von der Tonalität beschrieben worüber sich dann die Leute
die Köpfe heissreden , incl. Th. W. Adorno. Am besten einfach mal anhören.
Programm
27. bis 30. August 2010 Lokhalle Göttingen Freitag,
27.8 Göttinger
Symphonie Orchester 20 Uhr "Entwicklungslinien" /Eröffnungskonzert,
Leitung: Christoph Maria Müller GEORGE CHADWICK (1854 -1931): Symphonic
Sketches CHARLES IVES (1874-1954): Unanswered Question CHARLES IVES arr. Schuman:
Variations on America JOHN CAGE (1912-1992): The Seasons (Auszüge) [1947] JOHN
CAGE: Atlas Eclipticalis [1961] JOHN ADAMS (*1947): Chairman Dances (aus der
Oper „Nixon in China“ ) [1987] Karten: 20 Euro (ermäßigt: 10 Euro) Samstag,
28.8. Nomos-Quartett
- Samstag 20 Uhr "Linien"
STEVE
REICH „Violin Phase“ for violon and tape [1967] STEVE REICH: Different Trains
[1988] ISABEL MUNDRY : Linien – Zeichnungen [2002] EINTRITTSPREIS: 15 Euro
(ermäßigt: 8 Euro)
"Spielwiese"
| 13:45 |
Unsworth
- Wilding Duo (Cheltenham): "Warp and Weft" Musikimprovisation
Bühne Foyer | |
14:15 |  Göttinger
Balettschule Art la Danse/Judith Kara: "Visual Lines - 21 minutes" 30 Tänzerinnen
werden eine Tanzperformance zu Neuer Musik von Honegger, Ott und Scelsi in der
riesigen Halle gestalten.Große Halle
|
| 14:45 |
Studenten
d. musikwissenschaftlichen Seminars I:"musica viva" Neue Musik Bühne Foyer
- Neue experimentelle Musik amerikanischer Komponisten Studenten des musikwissenschaftlichen
Seminars am Samstaghaben die Umsetzung der Stücke ebenso mit Prof. Morag-Josephine
Grant entwickelt | |
15:15 |
Isabelle
Krötsch: "Nur 2 Dinge" Projektions-Performance mit Live-Zeichnungen Große
Halle. Die in Göttingen von Inszenierungen im Deutschen Theater bekannte
Künstlerin und Bühnenbildnerin Isabelle Krötsch wird mit einer
Licht- und Projektionsperformance an die Decke der Lokhalle Linien durch den Raum
ziehen – die Zuschauer können diese auf Wolldecken liegend vom Hallenboden
aus betrachten. |  Hati
(Thorun): "Music - the line of life"improvisierte Musik mit zahlreichen Gongs,
Metallplatten und Eisenbahnschienen. am Pfeiler Nähe Bühne |
| 16:15 |
Tadashi
Endo: "Lebens-Linien mit Lebens-Sound"Butoh-Tanz zu Göttinger Sounds
Große Halle . Tadashi Endo wird die Geräusche der in Göttingen
gesammelten 15 Hörpunkte des sounding D-Projekts in Tanz umsetzen. |
| 16:45 |
Studenten
d. musikwissenschaftlichen Seminars II: "musica viva" Neue Musik Bühne Foyer |
| 17:15 |
Gentle Speed:
"Verspätung" Musikimprovisation Bühne Foyer |
Sonntag,
29. 8. Ensemble
Modern 17
Uhr "American
Lines" - und Bundespreisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert"
- Abschlusskonzert des Meisterkurses Epoche
F – Neue Musik Göttingen "Spielwiese"
Bilder, Skulpturen, Klanginstallationen, Performances, Tanz, Konzertbeiträge
und improvisierte Musik vorwiegend von Göttinger KünstlerInnen
 | Ute
Wieder an ihrem Projekt "Fadenscheinwelt" Viele
Kinder damit beschäftigt, Bänderrollen über das Netz zu werfen
und damit einen neuen Teil zum Verweben beizutragen. |
| Vortrag
Prof. Morag-Josephine Grant "American Lines" Einführung in die
Neue und experimentelle Musik amerikanischer Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts

|
| 13:45 |
Unsworth
- Wilding Duo (Cheltenham): "Warp and Weft" Musikimprovisation,
Bühne Foyer | |
14:15 |
Göttinger
Balettschule Art la Danse/Judith Kara:"Visual Lines - 21 minutes"moderner Tanz
zu Neuer Musik, Große Halle | |
14:45 |
Schüler
der Kinder-Uni: "musica viva" Neue Musik, Bühne Foyer |
| 15:15 |
Isabelle
Krötsch: "Nur 2 Dinge" Projektions-Performance mit Live-Zeichnungen, Große
Halle | |
15:45 |
 Hati
(Thorun): "Music - the line of life" improvisierte Musik mit Metall und
Gongs, am Pfeiler Nähe Bühne
|
| 16:15 |
 Ray
Kaczynski - Ove Volquartz - Duo: "Linienpläne" Musikimprovisation, Ray Kazcynskis
selbst gebaute "It`s" – elektronisch verstärkte Percussionsinstrumente
aus Drähten, Steinen und Schrauben Bühne Foyer
|
Montag,
30. 8. Sounding-D-Klangzug
11.30
Uhr "Klanglinie" - Empfang des "sounding D"-Klangzuges am Bahnhof Göttingen,
Gleis 11 durch Musiker der Göttinger Initiative SHOPPING MUSIC -
 Bild links: Ove Volquartz
und Kollege treiben übermütige Improvisationsspässe mit den Infocontainern,
Bild rechts Andreas Düker Gitarre mit Kollegen und Elke Moltrecht (Musik21)
Ein Zug fährt
durch das Land, sammelt Töne und bringt sie mit an den nächsten Ort
Das Göttinger Festival ist Teil des bundesweiten Projekts "Sounding
D" des "Netzwerk für Neue Musik", welches vom 25.8.-12.9.10 mit
einem "Klangzug" 15 Orte und Projekte in ganz Deutschland abfahren wird.
 | Der
Zug birgt eine Klanginstallation des kanadischen Komponisten Robin Minard und
Abteile mit speziell präparierten Hör-Sitzen. Die Installation "Outside In (Blue)"
besteht nur aus Klang und Licht und ist speziell für den sounding D-Zug des Netzwerk
Neue Musik entwickelt worden. Ein leerer Zugwagon wurde mit Hilfe eines riesigen
Lautsprechersystems und gefiltertem Tageslicht in ein begehbares Kunstwerk verwandelt.
|
Das
Klangmaterial für die Installation besteht neben Ausschnitten von Werken der Neuen
Musik auch aus den Klängen der 15 Städte, in denen der Zug halten wird. Mit dem
Start des Zuges werden die Göttinger Hörpunkte auf der virtuellen Soundmap der
Internetseite des Projektes sounding D veröffentlicht (www.sounding-D.net).
 Bild links: Soundwalk-Ergebnisse
aus den verschiedenen Städte-Stationen des Zuges Das Bild rechts zeigt einen
Besucher, der die Übertragung der Musik durch die Ellenbogenknochen zu den
Händen abhört. Die Botschaft: Hören ist eine körperliche Angelegenheit.
 Die
live aufgenommenen Geräusche werden beim Soundwalk auf Kopfhörer übertragen
und führen zu einer anderen Wahrnehmung der Alltagsgeräusche (Zur Verkabelungstechnik
meinte einer der Teilnehmer ".... wir hängen da dran wie am Rattenfänger
in Hameln"
| Wer
live in die Göttinger Hörpunkte eintauchen möchte, kann sie auch in einem Soundwalk
ablaufen. Direkt, unbearbeitet und unvermittelt dringen die Klänge der 15 ausgewählten
Orte ans Ohr - variiert einzig durch die Umgebung, die örtliche Bebauung, die
Höhe der Häuser, den Verkehr, das Wetter. Man kann man diesen Alltagsgeräuschen
lauschen als wären sie Musik: «Wo immer wir auch sein mögen, meistens hören wir
Geräusche. Beachten wir sie nicht, stören sie uns. Hören wir sie uns an, finden
wir sie faszinierend.» [John Cage, 1937] |
Flyer
mit der Karte des Göttinger Soundwalks bekommen Sie am Info-Stand des Festivals
"Linien" vor dem Alten Rathaus (Mi-Fr von 12-16h) sowie bei allen Festival-Veranstaltungen
und natürlich auch am 30.August am Göttinger Bahnhof. >>Darstellung
des Projektes im Film >>
http://www.sounding-d.net/index.php (Interaktive Karte mit anwählbaren
Hörpunkten) "Klangraum
Lokhalle" Montag,
30. 8. 20 Uhr
Ensemble
Daniel Ott & Kantorei Leer/ Ubbo Emmius-Chor
Als
großes Highlight des Festivals wird am 30.6.10 während des Aufenthaltes des
Sounding-D Zuges erstmals nach der Uraufführung vor sechs Jahren wieder die eigens
für die Lokhalle geschriebene Raumkomposition "beschleunigung.lokhalle.9/04" des
Schweizer Komponisten Daniel Ott (Foto rechts 2004) aufgeführt. >
goest-Seite zur damaligen Aufführung von Daniel Ott
| Daniel
Ott |
Räume
und OrganisatorInnen Zentraler
Festivalort ist die Lokhalle. Dort wird das 4tägige Festival "Linien - ein Festival
für Neue Musik" wird vom 27. - 30. August 2010 stattfinden. Die Lokhalle -
wird zu den vielfältigsten Veranstaltungen jeweils spezifisch ausgestaltet
. Klaus Hoffman ist Vertreter des stadteigenen Betriebes GWG
- Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen
mbH, der die Verwaltung der Lokhalle untersteht.  Blick
in die leere Lokhalle |  Klaus
Hoffmann |
Nils
König | Kultur-Event-Organisator
Nils König Die
Organisation in Göttingen liegt bei Nils König, der auch das Projekt
"Experiment Geschwindigkeit" und damit verbunden die Aufführung
des John Cage - Projektes "il treno" sowie
das Raum-Klang-Projekt von Dieter Ott auf den Weg nach Göttingen brachte.
Nils König gehört mit zu den Haupt-InitiatorInnen des Projektes
Kultur unterstützt Stadt K.U.N.S.T mit dem die kulturellen Gruppen unterstützt
werden wo die Stadt die Unterstützung versagt. Zuletzt hatte er bei der Organisation
des Albani-Büchertages seine Hand im Spiel. Inzwischen ist Nils König
bei Klang-Inprovisations-Performances zusammen mit Dr. Volquartz zu hören,
der Jazz und Improvisationsmusik in der Reihe Shoppingmusik präsentiert und
auch beim Festival dabei sein wird. |
Sounding
D Organisation / Netzwerk für Neue Musik "Die
Neue Musik besitzt in Deutschland einen einmaligen, historisch gewachsenen Facettenreichtum
und ist eine der lebendigsten Gegenwartskünste. Sie wird aber zurzeit nur von
einem geringen Teil des kulturell interessierten Publikums als solche wahrgenommen.
Will man also Neue Musik als wichtige zeitgenössische Kulturpraxis in Deutschland
heute unterstützen, so geht es in erster Linie darum, sie in ihrer ganzen Vielfalt
und Produktivität zu vermitteln.  | Sounding
D ist ein in Vielfalt und Größe einmaliges Fördervorhaben von Bund, Ländern und
Gemeinden für Neue Musik. Bojan Budisavljevic ist Künstlerischer Leiter des >>Netzwerks
für Neue Musik , Finanziert
wird das Netzwerk Neue Musik und dessen Projekt Sounding D von der Kulturstiftung
des Bundes. Die Kulturstiftung
des Bundes hat 2006 das Förderprojekt Netzwerk Neue Musik ins Leben gerufen
und fördert es in den Jahren 2008 bis 2011 mit insgesamt 12 Mio. Euro." |
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