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Verdistreiks 2008 Warnstreik im öffentlichen Dienst 2002
. Ganztägiger Streik an der Uni 23.11.05 21.11.05
/ Für den 23. November 2005 ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
in Südniedersachsen die Beschäftigten der Universität Göttingen (ohne Bereich
Humanmedizin !) zum Streik auf. Zentrale Streikkundgebung ist um 12 Uhr auf
dem Wilhelmsplatz. Die bisherigen Streiks im Bereich der Länder haben dazu geführt,
dass auf der Arbeitsebene Gespräche geführt werden um auszuloten, ob die Tarifverhandlungen
mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) wieder aufgenommen werden können. „Ob
es dazu kommen wird ist noch nicht klar. Insbesondere im Teilbereich wissenschaftsspezifischer
Regelungen , die am 26. Oktober erstmalig besprochen wurde, zeigten sich erhebliche
inhaltliche Differenzen“, so Horst Roth, stellv. Geschäftsführer ver.di Süd-Niedrsachsen.
Zu den Regelungen für befristete Arbeitsverträgen, flexiblen Arbeitszeiten, Eingruppierung
und Leistungsbezahlung will die Arbeitgeberseite deutlich schlechtere Regelungen
als im mit Bund und Kommunen abgeschlossenen TvöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst).
Ganztägiger Streik am Uni-Klinikum 16.11.05 Das Klinikum wurde nur noch im Notbetrieb gefahren. Dazu wurde zwischen Kliniksleitung und Verdi eine Notvereinbarung getroffen. 550 Streikende demonstrierten! Die
Beschäftigten des Landesdienstes fordern nach wie vor den Erhalt von Weihnachts-
und Urlaubsgeld, die Rückkehr zur 38,5 Stunden-Woche sowie die Übernahme des neuen
Tarifrechts des öffentlichen Dienstes auch für die Länder.
Sybille Stamm, Landesleiterin von Verdi in Baden-Württemberg, wo Verdi die Kliniksleitungen mit unbefristeten Streiks in die Knie zwang und nach zweiwöchigem Steik den Tarifvertrag durchgesetzt hatte: "Ein Tag stillgelegter Zentral-OP, das kostet 600.000 Euro, das tut weh - aber das hilft" Die Kollegin versprach: Wenn Ihr uns braucht helfen wir Euch, wir lassen Euch nicht allein. Besonders wichtig, meinte sie, sei auch ein Versuch mit dem Marburger Bund (Ärztebund) in Göttingen eine Absprache zu treffen, damit dieser den Streik unterstützt.
" 'Unsere Geduld ist erschöpft", sagte ver.di-Tarifexperte Joachim Lüddecke auf der Streikkundgebung in Göttingen. Sollten die heutigen Streiks beim TdL-Vorsitzenden Hartmut Möllring nicht zum Einlenken führen, werde sich der Tarifkonflikt noch weiter zuspitzen, mahnte der Gewerkschafter. Für diesen Fall kündigte er Urabstimmungen im Januar an. "Die Kolleginnen und Kollegen sollen bei immer weniger Lohn immer länger arbeiten. Das machen wir nicht mit." Ein unbefristeter Arbeitskampf wie in den Universitätskliniken Baden-Württembergs sei auch in Niedersachsen möglich." (Verdi/Pressemitteilung, 16.11.) 5.10.2005 / Am Donnerstag den 6.10.05 wird es in der Region Südniedersachsen mit Schwerpunkt in Göttingen zu Streiks in den Landesdienststellen kommen. Zu ganztätigen Streiks ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten in den Straßen- und Autobahnmeistereien in Göttingen und Northeim auf. Die Beschäftigten des Göttinger Klinikums und der Universität werden zu vierstündigen Warnstreiks ab Beginn der Frühschicht um 5:30 Uhr aufgerufen. Auf der um 8:00 stattfindenden Kundgebung in der Zimmermannstraße vor der Anlieferung des Lebensmittellagers im Klinikum wird die Bundesfachbereichsvorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, Ellen Paschke aus Berlin zu den Streikenden sprechen. Die Beschäftigten der Straßen- und Autobahnmeistereien werden im Rahmen ihres ganztätigen Streiks an der Streikversammlung am Klinikum teilnehmen. Die Streikenden verlangen von der Tarifgemeinschaft der Länder die Streichung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes zurückzunehmen sowie den Erhalt der 38,5 Stunden-Woche. Außerdem fordern die Streikenden von den Ländern die Übernahme des seit dem 1. Oktober geltenden Tarifrechts für die Beschäftigten in den Kommunen und Bundesbehörden. Zur gleichen Zeit treten die Beschäftigten von Kliniken in Baden-Württemberg in einen UNBEFRISTETEN Streik. Verdi rechnet mit mehreren Wochen Streik. Die Tarifverhandlungen für 25.000 Beschäftigten waren für gescheitert erklärt worden. Von Arbeitgeberseite aus wollte man nur Einmalzahlungen von 300 Euro leisten und gleichzeitig die 40-Stunden-Woche einführen. Dagegen steht die Forderung 38,5-Stunden-Woche und 50 Euro monatlich mehr. 450 Beschäftigte aus dem Klinikum , dem LKH Moringen sowie den Straßen- und Autobahnmeistereien Göttingen/Northeim haben sich am Streik beteiligt. Zu einem ganztätigen Streik haben sich die Beschäftigten in den Straßen- und Autobahnmeistereien in Göttingen und Northeim zum Kundgebungsplatz in der Zimmermannstraße begeben. Die Beschäftigten des Klinikums undLKH Moringen sind mit Beginn der Frühschicht in einen vierstündigen Warnstreik getreten. Auf der Kundgebung in der Zimmermannstraße vor der Anlieferung des Lebensmittellagers im Klinikum hat die Verdi-Bundesfachbereichsvorsitzende Ellen Paschke aus Berlin ein Einlenken der Tarifgemeinschaft der Länder, mit dem nieders. Finanzminister Hartmut Möllring an der Spitze ,in der gefordert. „Es könne nicht angehen, dass es in den Landesbehörden und Ämtern seit einiger Zeit zwei Klassen von Beschäftigten gäbe (...) Die Neueingestellten müssten in Niedersachsen 40 Stunden arbeiten und würden kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld mehr bekommen. Das bedeutet eine Kürzung von 12 % gegenüber den alten Bedingungen.(...) Der seit 1.10. geltenden Tarifvertrages Öffentlicher Dienst (TVÖD) müsse nun auch endlich von den Ländern übernommen werden. Insbesondere müsse die Streichung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes zurückgenommen werden und in der Arbeitszeitregelung müsse wieder zur 38,5 Stunden-Woche zurückgekehrt werden. Solange die Arbeitgeber nicht Einlenken wird die Gewerkschaft Ihre Aktionen weiterführen und ausdehnen. Die Beschäftigten seien „stinksauer“ erklärte der örtliche Streikleiter Horst Roth aus Göttingen die Stimmung unter der Beschäftigten. „Wir sind mit unseren Aktionen noch sehr steigerungsfähig.“ |