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Butoh: Mit dem Körper das Leid, das Mitgefühl und die Liebe ausdrücken 13.2.12
/ Butoh
ist noch sehr jung. Diese Tanzform ist nach dem 2.ten Weltkrieg entstanden. Butoh
ist zwar "typisch für japanische Körperausdrucksformen" hat aber nichts
mit traditioneller japanischer Kunst zu tun. Die "Butohtanz-Bewegung" hat sich
gegen die Einengung durch traditionelle japanische Vorgaben gewandt, war aber
auch gegen die Amerikanisierungswelle in Japan gerichtet. Butoh wurde in Japan
von offziellen Veranstaltern ausgegrenzt. Es war "zu wild", es war Aussenseiterkunst,
es war Underground. Endo selbst hat nicht als Tänzer, sondern mit einer Theaterausbildung begonnen und zunächst auschließlich "Sprechtheater" gemacht. In den 70er Jahren arbeitete er am damaligen Jungen Theater, dann am Deutschen Theater in Göttingen und später In Hannover am Theater. Irgendwann wollte er nicht mehr in der "Institution" arbeiten. Grundsätzlich sind ihm die Vorgänge zuwider gewesen, die sich routinehaft ständig wiederholten, das erschien ihm zu zwanghaft. Er wählte den Weg als Künstler, um mehr Freiheit für seine Entwicklung zu haben. Dabei entwickelte er sich vom Theater immer mehr hin zur Bewegung. Jedoch trat er zunächst nicht bei Tanzfestivals auf sondern hatte Performances auf Jazzfestivals. Bei der Begegnung mit dem über 80 Jahre alten Kazuo Ohno beeindruckte Endo zwar dessen Tanz, vielmehr aber noch dessen schamanisch, charismatische Erscheinung. Sie unterhielten sich über das Leben, die Liebe und wenig über Butoh. Butoh, so Endo ist Austausch, er suche Austausch - Butoh ist mehr als Tanz, es ist Lebensphilosophie. Fukushima: Am 11.3.2011 hielt sich Endo ins Sao Paulo auf und sah nebenbei Fernsehbilder bei denen er vermutete, es handele sich um eine Dokumentation über die Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki. Als Schüler hatte er einmal das Hiroshimamuseum besucht und konnte sich danach tagelang nicht beruhigen (In dem Film Hiroshima Mon Amour sind Bilder aus dem Museum verarbeitet und machen diese Verstörung begreifbar). Nun in Sao Paulo erfuhr er, dass diese Bilder, die derart jenen von damals glichen von der aktuellen Katastrophe stammten. Er rief seine Mutter an die in Tokio lebt und sie, die immer mochte dass er sie besucht riet ihm diesmal nicht zu kommen. Während des Pressegespräches vermittelte Endo, was Butoh bedeutet: den Ausdruck eines absoluten Gefühls. Es wird nicht etwas auf der Bühne dargestellt, vorgespielt, sondern das was gezeigt wird korrespondiert mit etwas echtem, was in ihm dem Butohtänzer vor sich geht. Er macht keine Show, oder wie er sagt "keine Agit-Propkunst". Die Forderung nach Authentizität erinnert an die Kompromißlosigkeit Antonin Artauds mit seinem "Theater der Grausamkeit". Wikipedia schreibt richtig von Artauds "Idee eines "nicht-repräsentativen" Theaters". Was auf der Bühne gezeigt wird soll das wahre Gefühl sein, das tatsächlich empfunden wird also nicht gespielt sondern GEZEIGT Tadishi Endo ist bis ins Mark vom Entsetzen über Hiroshima, Nagasaki und nun Fukushima getroffen. Er wird am 19.2.12 im Jungen Theater bei einer Benefizveranstaltung im Jungen Theater auftreten, bei freiem Eintritt um Spenden für Fukushima bitten. Die Veranstaltung ist gleichzeitig die Eröffnung der Reihe "Ein Jahr nach Fukushima - Gedenk- und Aktionstage in Göttingen, veranstaltet vom Jungen Theater und der Anti-Atom-Initiative Göttingen" ...mehr Infos
Tanz: Tadashi Endo, James Ashraf, Nane Knüppel, Ossman Hayfield, Lydia Scharf,
Sonja Seng, Christoph Schütz, Ulrike Grell, Deodatt Persaud, Seda Büyüktürkler,
Elke van der Kelen. Idee, Choreographie, Regie: Tadashi Endo.
Joan
Laage, a dancer is visiting from Seattle, Washington (USA) for a short tour. She
will be performing in the SHOPPING MUSIC series with Ray Kaczynski in APEX on
8. January 2011 13.00 to 13.30, Burgstr. 46 Göttingen. Special Thanks: to Josef
Hilker for kindly giving this date which he had originally reserved for a project
of his own.
Choreograph, Regisseur
und Tänzer - 1947 in Peking geborener Japaner, ist Butoh Tänzer, Choreograph,
Direktor des Butoh Centrum MAMU in Göttingen und künstlerischer Leiter
der Butoh Festivals MAMU in Göttingen. Nach seinem Regiestudium am berühmten
Max-Reinhardt-Seminar in Wien, ging TADASHI ENDO jahrelang auf Tournee als Solo-Tanz-Performer
in Zusammenarbeit mit den bekanntesten Jazz-Musikern der Welt. 1989 begegnete
er zum ersten Mal dem großen Altmeister Kazuo Ohno, der schon damals Endos
Tanz als Butoh Tanz erkannte. Seit dem entwickelte Tadashi Endo seinen ästhetischen,
expressiven, sehr eigenen Butoh-Stil. Sein Tanz ist wie eine Gratwanderung, zwischen
den östlichen und westlichen Kulturen und den Kunstrichtungen Theater, Performance
und Tanz, wobei er mit einem Minimum an Bewegung ein Maximum an Spannung und Gefühl
im Wandel seiner Bilder erreicht - Butoh MA. Tadashi Endo tanzt sein Leben, seine
Träume, seine Gefühle mit ihm eigenen Bewegungen, die sich in den langen
Jahren der Suche nach authentischer Expression entwickelt haben.
Tadashi
Endo ist weltweit auf Tourneen mit seinen Solo-Stücken Ma, Tasogare, Quai
Dan, One Nine Four Seven, Kara Da Kara und synapsis (Einladung zum "German
Year 2005, Tokyo/Japan) Er choreographierte Tanztheaterstücke mit seiner
Company, dem MAMU DANCE THEATER, z.B. Metasequoia, Senro, Minotaurus, MIGRATION
01, BACK PACK und KI ME RA, sowie SHI ZEN mit der brasilianischen Company LUME,
(nominiert für den Shell-Preis für Tanztheater und Lichtdesign 2004/Brasilien
und für No Ballett Ludwigshafen 2006) und SOPRO mit Carlos Simioni/LUME/Brasilien. Als nächstes Projekt wird Tadashi Endo im Oktober am Teatro Nationale in Rom mit der italienischen Primaballerina Carla Fracci ein neues Tanzstück erarbeiten zum 100. Jubiläum der italienischen Musikrichtung Futurismo. Tadashi Endo ist Gastdozent, The Academy of Music and Dance in Jerusalem/Israel sowie am Nucleo Interdisciplinar de Pesquisas Teatrais an der Universität Campinas/Sao Paolo/Brasilien. (Pressetext / Endo)
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IKIRU - LIFE / hommage à PIna Bausch Solo von und mit TADASHI ENDO Weltpremiere: 25. April 2010 , in Salvador / Bahia/Brasil, auf dem Festival Viva la Danza Deutschlandpremiere: 08.01.2011 im Deutschen Theater Göttingen Weitere Vorstellungen in Deutschland: 13. - 15.01.2011 Gallus Theater Frankfurt am Main 19. + 20.01.2011 Theaterwerkstatt Hannover 28. + 29.01.2011 LOT Theater Braunschweig
1.11.10 // Mitteilung von Gabriele Endo:
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Projektworkshop
mit Tadashi Endo 5.8.07 / Anläßlich seines 60.Lebensjahres wird Tadashi Endo im Rahmen der Jubiläumsfeiern des Jungen Theater Göttingen ein Tanztheater Spektakel kreieren. KIMERA Premiere ist der 1.12.2007, 20 Uhr im Jungen Theater Göttingen. Neben seiner Company, dem MAMU DANCE THEATRE und weiteren internationalen ProfitänzehrInnen sucht Tadashi noch dringend 20 Statisten aus Göttingen. Probezeiten sind ab 18.11.2007 jeweils 18 Uhr Projekt: KIMERA Die
Idee: Eigene Kindheitserinnerungen und der Film "Träume" von Akira
Kurusawa haben Tadashi Endo inspiriert ein Tanz-Theater-Spektakel zu kreieren.
In dem Film verwandeln sich Puppen in Geister und Lebewesen. In Japan sind die
Puppen nicht zum Spielen gedacht. Sie stehen in "Glashäusern" an einem bestimmten
Platz im Haus, gekleidet in wunderschönen Kimonos, unnahbar, majestätisch,
und treten nur einmal im Jahr in den Mittelpunkt der Familie, nämlich am
"Tag der Mädchen" oder am "Tag der Jungen". Sie sind wie Götter und
an ihrer Ausstattung oder Machart erkennt man den Wohlstand der Familie. Die Menschen
bewundern diese Puppen, sie bringen Glück und ihre Unnahbarkeit läßt
den Betrachter in Meditation oder in eine Traumwelt versinken. Butoh Centrum
. VIII. Internationales BUTOH-Festival MAMU 2004 Das
VIII. INTERNATIONALE BUTOH-FESTIVAL MAMU wird mit zwei Premieren und weltberühmten
Vertretern des Butoh-Tanzes das Publikum wieder in emotionale Wechselbäder versetzen.
Das Programm ist vielseitig: von komisch, über lustig, bis hin zur Satire, Tragik
und exotisch. Tagesübersichten: Donnerstag, 22.Januar 2004, 20.00 Uhr Kompanie LUME (Brasilien) SHI ZEN - seven bowls (Premiere) (Choreographie und Regie Tadashi Endo) Die Mitwirkenden sind: Carlos Simioni, Naomi Silman, Ricardo Pucetti, Renato Ferracini, Raquel Scotti Hirson, Ana Cristina Colla und Jesser de Souza.
Freitag, 23.Januar 2004, 20.00 Uhr TADASHI ENDO (Jp., Germ.) SYNAPSIS- art meets science. Multimediales Solo SYNAPSIS - art meets science - mit Sainkho Namtchylak (Oberton-Gesang), Akira Endo (3D-Animationen und Medienart), Johannes Strobl und Sam Auinger (Kompositionen) und Dr. Frank Kirchhoff (wissenschaftliches Material und Konzept) aufführen. Synapsis ist eine Reise in die Welt unserer Nervenzellen, ein Versuch Kunst und Wissenschaft zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen zu lassen. Samstag,
24. Januar 2004, 20.00 Uhr Sonntag, 25.Januar 2004, 20.00 Uhr KO MUROBUSHI (Japan) "EDGE 01" abschließender Höhepunkt KO MUROBUSHI, weltberühmt, eckig, kantig, sphärisch, einfach ästhetisch - sein Solo EDGE 01. Ko Murobushi ehemals Mitglied der legendären Dai Raku Da Kan von Akaji Maro, Mitbegründer und Choreograph der Company Ariadone von Carlotta Ikeda, choreographierte viele Stücke für Carlotta Ikeda selbst und hat eine erstaunliche Solo-Karriere hinter sich. workshops: TänzerInnen
eines Butoh-Tanz-Workshops mit Tadashi Endo .
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