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Drogenberatungszentrum
Göttingen Mauerstr. 3 http://www.drobz-goe.de/
Fon: 0551-45 0 33 Fachstelle
für Sucht und Suchtprävention Drogenberatungszentrum Diakonieverband Göttingen
e- info@drobz-goe.de , mit Drobs
Drogenberatungsstelle und Kontaktladen
für Drogengebraucher | Hilfe
für Kinder bei Familien mit Drogenproblemen Mai
2008 / Eine Kooperationsvereinbarung zur Koordinierung von Hilfen für Kinder aus
suchtmittelbelasteten Familien wurde am Mittwoch, 14. Mai 2008 unterzeichnet.
Fachleute und Vertreter/innen von Organisationen, die in der psychosozialen und
medizinischen Versorgung engagiert sind arbeiten auf dieser Grundlage zusammen.
Zu den Unterzeichnern zählen die Stadt Göttingen, der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt
und der Diakonieverband Göttingen. Kinder aus suchtbelasteten Familien sind
besonderen Belastungen, Gefährdungen und Entwicklungseinschränkungen ausgesetzt.
Staatliche Beratungs- und Unterstützungsangebote werden von Eltern oft aus Unkenntnis,
Scham oder Angst vor Kontrolle und Sanktionen nicht genutzt. Um Eltern und Kindern
die notwendigen Hilfen zugänglich zu machen, ist eine systematische Vernetzung
der in der Betreuung tätigen Institutionen und eine gute Kenntnis der jeweiligen
Arbeitsweise und der Leistungsangebote erforderlich. Eine bessere Vernetzung und
Kooperation im Einzelfall ermöglicht gut aufeinander abgestimmte Behandlungs-
und Förderkonzepte und damit eine höhere Wirksamkeit der Hilfen. Die Kooperationsvereinbarung
stellt eine Selbstverpflichtung der beitretenden Institutionen dar. Sie stellt
keinen Vertrag im juristischen Sinne dar. Die Zustimmung der Eltern ist Voraussetzung,
um die interdisziplinäre Kooperation wirksam werden zu lassen. Wer zwischen 18 und 35
Jahren alt ist und Schwierigkeiten mit der Abhängigkeit von Cannabis, Amphetaminen,
Opiaten, Kokain, Ecstasy, Alkohol oder Medikamenten hat, kann die Therapie in
OPEN für eine Dauer von 2 bis 12 Monaten in Anspruch nehmen. Es gibt 64 Behandlungsplätze:
18 Plätze Fachklinik Frauen, ebenso 18 Plätze Fachklinik Männer, davon ein rollstuhlgerechter
Behindertenplatz. Zusätzlich 6 Plätze für Kinder unter 6 Jahren, 16 Adaptions-
sowie 6 Tagesklinik-Plätze. Die Anerkennung nach § 35 BtmG liegt vor. (ehemaliges)
Therapiezentrum Göttingen Waldhaus Södderich Aus
der "Hauszeitung" des Therapiezentrums Jahrgang 1, Ausgabe 3 / DO Suchthilfe,
Therapiezentrum
Göttingen Waldhaus Södderich 37136 Waake / Tel.:
05507 837,, Bei Fragen zur Aufnahme im Haus an Sven Schrader wenden. Sozialarbeiter
Michael K. Seit 1979 bestand das
Waldhaus Södderich als Therapieeinrichtung. Es liegt an der B 27 östlich von Göttingen.
Früher beherbergte dieses Haus ein Ausflugsrestaurant und ein Hotel. Inzwischen
hat sich dieses Anwesen zu einem Therapiezentrum entwickelt. Innerhalb des Hauses
befindet sich neben einem größeren Wohnbereich, zwei weitere Wohnungen. Für die
Adaptionsphase steht ein weiteres Haus auf dem Grundstück. Einen großen Teil der
Anlage macht der Garten mit einer Grillmöglichkeit aus. Ein Volleyballfeld, eine
hier sehr begehrte Sportart, runden das Gesamtbild ab. In der näheren Umgebung
stehen ein Fußballfeld und ein See der aktiven Freizeitgestaltung zur Verfügung.
Seit 1997 haben wir einen neuen Träger, das DOH, und damit verbunden
unseren Namen verändert. Zum Therapiebeginn
schreibt Stefan M. folgendes: Der Gedanke
daran, eine Therapie zu machen, hat mich über Jahre hinweg begleitet. Allerdings
habe ich es nie geschafft alles Notwendige anzuschieben und mich zu informieren.
Es ging mal aufwärts und mal abwärts, bis ich wegen meiner Straftaten im April
99 in Haft landete. Nach einiger Zeit und so manchen Gedanken wendete ich mich
erneut an die Drobs. Ein paar Gespräche später war es dann soweit und alles Notwendige
war angeschoben und genehmigt. Von dem Tag an machte ich mir nur noch nen Kopf
darüber wie es wohl in der Einrichtung sein würde Man hatte ja einiges gelesen,
aufgeschnappt oder in Unterhaltungen mitbekommen. Positive und negative Aspekte
krachten bei mir aufeinander und das Gefühl in meinem Magen wurde flauer und flauer...
In der Einrichtung angekommen, traf mich dann erst einmal der Schlag und ich dachte:
,,Wo bist du denn hier gelandet?"... Aber nach einigen Tagen Eingewöhnung
stellte sich für mich persönlich heraus, dass alles aushaltbar und mit ein wenig
Toleranz zu bewältigen ist. Ich weiß jetzt für mich, dass dieser Entschluß von
mir, das Beste war, was mir passieren konnte. Hier arbeite ich an mir und letztendlich
meinem Leben. Auch wenn es nicht so ist, wie man es gerne hätte; im Alltag draußen
passiert nix anderes. Tschau.. Stefan (seit drei Wochen im Waldhaus Södderich) Thema
Rückfall Am Anfang meiner Therapie war ich sehr verschwiegen und
häbe meine Probleme und Angste verdrängt. Meine Meinung habe ich in den Gruppen
nie geäußert, obwohl ich sehr viel Arger und Druck in mir hatte. Das hat sich
ungefähr drei Monate~kiingezogen. An dem Tag als der Rückfall eintrat ging es
mir eigentlich sehr gut. Ich hatte keinen Suchtdruck oder sonst irgendwelche Sorgen.
Der Tag verlief sehr gut. Bis mich zwei Mitklienten fragten, ob ich nicht mitkommen
möchte einen Spaziergang zu machen. Sie steckten mir schon vorab, dass wir eventuell
etwas trinken gehen. Was ich natürlich als Scherz auffaßte, aber in mir drin war
doch eine gewisse Vortreude zu spüren so nach dem Motto ,,Hoffentlich trinken
wir doch etwas". Wie der Zufall es dann so wollte saßen wir dann doch inne
Kneipe. Nach dem Rückfall hat sich das Blatt für mich gewendet und ich war ein
völlig neuer Mensch geworden. Nun kann ich meine Meinung vertreten, kann über
Probleme und Ängste sprechen. Für mich hat die Therapie erst nach dem Rückfall
begonnen. Ich hoffe, dass nicht jeder einen Rückfall haben muß um mit der Therapie
anfangen zu können. Es kann ganz schnell zu spät sein. (Michael H.)
 | Informationsstand
des Therapiezentrums Göttingen Waldhaus Södderich (da
der junge Mann nicht so gerne abgebildet werden wollte ist sein Gesicht mit einem
Smilie verdeckt) |
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