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goettinger stadtinfo Feuerzangenbowle - Nikolausfeier
in der Uni Göttingen
Karten Allgemeine Auskunft ist zu bekommen bei der UNIFILM-Agentur Friedländer Weg 3 , Göttingen. Die Karten kosteten in den letzten Jahren sieben Euro. Es wird wieder genauso ablaufen wie immer oder zumindest sehr ähnlich. 5 Hörsäle in denen insgesamt 20 Vorstellungen der Feuerzangenbowle laufen, die von bis zu 10.000 Leuten gesehen werden. Z.B. so : um 18.30 Uhr spielten die New Orleans Syncopators, 20.15 Uhr und 21.45 Uhr XYJazz Unibigband, 21.00 Uhr und 2.30 Uhr Göttinger Symphonieorchester, 23.15 Uhr Soul Cake & Horns Deelite ab 1:00 Disco ... und natürlich in allen Hörsälen Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG) läuft der gleiche Film "Die Feuerzangenbowle". Die Karten á 7 Euro - überall die Zigarettenwerbung vom Sponsor und die Bierwerbung. Am Ende werden wieder 6-8.000 Karten oder mehr verkauft sein. Die Leute singen, der Nikolaus tanzt auf dem Podium, die Engel wackeln mit dem Hintern, Musik, ah ja der Film, Wunderkerzen, Heidelbeerwein.
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| Göttinger Kinodienstleister-Firma Unifilm mit Zugriff auf 57 Hochschulen 23.10.07 / Uni-Film-Agentur ist ein Zulieferbetrieb für universitäre Filmclubs Dienstleistungen / Lieferung von Hard- und Software. Sie hat insgesamt 57 Studentenkinos an deutschen Hochschulen installiert, u.a. in: Bamberg, Berlin, Bielefeld, Bochum, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Frankfurt am Main, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Jena, Kiel, Köln, Konstanz, Magdeburg, Marburg, München, Münster, Trier und Tübingen. Die kooperierende Brauerei freute sich im Februar 2007 über einen Vertrag für 2 weitere Jahre exklusiven Zugang zu den Filmveranstaltungen in 57 Unikinos. Sie erreicht bei den 1.500 wöchentlichen Filmvorführungen von Unifilm jede Woche ca. 800.000 Studierende. Im Internet taucht die Firma auf unter: campusfilm, Memofilm, Oscarfilm >>
http://www.unifilm.de/ Gegen die Kommerzialisierung der studentischen Filmarbeit Ausschnitt
aus dem Aachener Bekenntnis des "Bundesverband für Studentische Kulturarbeit:
Filmfachtagung der studentischen Filmkreise vom 11.-13.April 1997 in Aachen Bedrängung
und Verdrängung der freien Film-Initiativen an den Unis |
| So
siehts dann aus ...brechend voller Hörsaal ... |
Vorausgeschickt sei, dass für diese Veranstaltung z.B im Jahr 2000 rund 10.000 Karten verkauft wurden! Vor der Filmvorführung pushen Animateure in Nikolaus-, Engels, und Osterhasekostümen die Stimmung hoch. Die Leute singen und johlen mit, machen Aloa-Wellen und es werden Bonbonpackungen in die Menge geworfen, wenn diese vorher eine Aufgabe erfüllt hat wie zB mindestens eine Strophe von "O Tannenbaum" zu singen. Der Auftritt eines der Engelchen wurde prompt mit "Ausziehen, Ausziehen"- Rufen begleitet - es blieb aber beim Wackeln mit dem Hintern. Der Film dann wird durch die Zuschauer aktiv begleitet. In der Szene, in der Chemie-Lehrer seiner Klasse den berühmten Heidelbeerwein zum Trinken verabreicht, trinken gleichzeitig Besucher des Kinos ebenso den aus der Vorhalle mitgebrachten Heidelbeerwein. Bei passender Gelegenheit brennen im Hörsaal Wunderkerzen und Feuerzeuge. An der Stelle wo ein Lehrer im Film einen Wcker hört, klingeln Wecker im Hörsaal mit, Dialoge des Films werden vom Publikum mitgesprochen. Der Auftritt des "Göttinger Symphonie Orchesters" während der Feuerzangenbowlenparty vor den Hörsälen war eher eine humorvolle Show unter Anleitung des Dirigenten Christian Simonis denn ein Konzert. Im Foyer sind Stände für Essen- und Getränkeverkauf aufgebaut, u.a. Heidelbeerwein in Reagenzgläsern mit dem Aufdruck "Feuerzangenbowle". Ansonsten nerven noch einige Werbeaktionen z.B. einer Zigarettenfirma die während der Veranstaltung Hunderte von Luftballons losläßt.
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| Kritikwürdige Film-Hintergründe Seit jemand darauf hinwies, Rühmann habe seine "halb-jüdische" Frau alleine ausweisen lassen ... macht der Feuerzangenbowlefilm nicht mehr so ein Spass
Die Göttinger Geschichtswerkstatt z.B. oder das Zentrum für interdisziplinäre Lernaufgaben der Universität Giessen (1) formulieren kritische Anmerkungen zum Film, der den Nazis zur Volksbelustigung und Beruhigung diente, z.B. wird die "subtile Ventilation von Rebellion bei gleichzeitiger Akzeptanz der Autoritäten" analysiert. Auch die Person Heinz Rühmanns ist, wie an diesen Stellen hingewiesen wird nicht in jedem Punkte rühmlich: ...er hatte dem Drängen der Nazis nachgegeben und sich von seiner Frau getrennt, weil sie "Halbjüdin" war. Seine Frau mußte anschließend nach Skandinavien flüchten während Rühmann weiter lustige Filme machte. Aber auch ein moderater Kritiker wie Georg Seeßlen kommt in "epd film" 3/94 zu dem Schluß: Die Feuerzangenbowle ist weder ein „guter" noch ein „böser" Film, er ist, leider, auch kein unschuldiger. (...) Die Feuerzangenbowle gehört zu jenen schizophrenen Filmen aus der Spätzeit des Nationalsozialismus, die zugleich dem Regime dienen und über sein Ende hinausblicken wollen, die voller offener oder unterschwelliger Nazi-Ideologeme sind, und zugleich von einer Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung zeugen, die sozusagen schon mit der Verdrängung der Schuld beginnt, während sie noch geschieht. " (Quelle) (1) ehemals erreichbar unter http://www.bildung.hessen.de/mversuch/tv-weiser/fzb/fzb_int.htm
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