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Weihnachten

Weihnachten Fest mit verschiedenen Wurzeln
Notizen zu Weihnachten in Göttingen
Weihnachtsgedicht
Urbi et Orbi


> Weihnachtsmarkt

> Nikolausparty/Feuerzangenbowle
> Schokoladen-Weihnachtsmänner-Demolierung
> Die Weihnachtsgeschichte in 8 Dialekten
> Ratsherr lehnt Weihnachstgaben ab
> Kirchen in Gö an Weihnachten
> Bild: Weender an Weihnachten 2003
> Bild: kletternde Weihnachtsmänner 2000
>> "Buy Nothing Christmas"-Aktion

Weihnachten, Fest mit verschiedenen Wurzeln

Weihnachten ist neben Ostern eines dieser heidnischen Feste, die vom Christentum umgebogen wurden: das Datum "Christi Geburt am 25. Dezember" ist eine willkürliche Festlegung - wer weiß schon wann Maria genau Jesus zur Welt brachte. Zu dieser Zeit fanden heidnische Sonnenfeste statt mit den üblichen Ausschweifungen. Und es machte der Kirche große Probleme, dagegen anzugehen.  Das heidnische Rom im 2ten Jahrhundert feierte vom 17.12. bis Neujahr zu Ehren von Saturn; die Leute betranken sich, feierten und tanzten.
Die Traditionen der Lichterketten bis hin zu Kerzen auf dem Baum entstammen dem Julfest, der Wintersonnenwende; daraus ist das Weihnachtsfest hervorgegangen. Das Anzünden von Kerzen die das Wiederkehren des Lichtes beschwören, Kerzenkronen der Mädchen beim Luciafest, Kerzen am Weihnachtsbaum ... Ergebnis alter Riten!
Die Kirche kam gegen die Feste des Mithras-(Sonnen) Kultes nicht an und legte deshalb die Geburt Christi einfach auf den 25. Dezember fest; definierte auf diese Weise die Feiern einfach um in eine Feier zur Geburt von Jesus Christus, Gottes Sohn.  Damit erklärten sie diese Zeit, in der ohnehin schon ausgelassen gefeiert wurde zu ihrem höchsten Feiertag und die Feierlichkeiten somit für christlich. Auch Theaterspiele waren übrigens Bestandteil der heidnischen Feierlichkeiten, dem wurden christliche Krippenspiele entgegengesetzt. Also war die Erfindung von Weihnachten das Ergebnis christlicher Herrschaftssicherung.
Heutzutage ist Weihnachten u.a. gekennzeichnet durch einen kollektiven Anfall von Warenfetischismus. Außerdem taucht alle Jahre wieder der zwanghafte Gedanke an die heile (nicht der heiligen) Familie auf. In Konfrontation mit der Realität führt dies oft genug binnen Stunden zu Tragödien.

 

Notizen zu Weihnachten in Göttingen

Weihnachtsbaum-Diebstähle jedes Jahr

10.12.2011 Diesmal wurde dem Polizeibericht nach zu urteilen sowohl auf Quantität als auch aufQualität geachtet und der forstbotanische Garten für die Tannenbaumbeschaffung ausgewählt. Ausgerechnet auch noch eine griechische Tanne (abis cephalonica) und in beachtlicher Größe von 5 Metern haben die Diebe ausgegraben und entwendet. Der Polizeibericht: "Die Tanne ist etwa fünf Jahre alt und besitzt eine Höhe von etwa fünf Metern. Der Wert wird mit 5.000 Euro beziffert. Der oder die Täter müssen den Baum über die Umzäunung gehoben und mit einem größeren Fahrzeug abtranspotiert haben."

2006 "Mit eingeschaltetem Blaulicht hat eine Funkstreife der Göttinger Polizei am 19.12.06 gegen 1.10 Uhr einen roten Seat Ibiza aus Göttingen verfolgt, in dem sich vier mutmaßliche Diebe und das vorweihnachtliche Corpus Delicti - ein Weihnachtsbaum- befanden. Ein Zeuge hatte zuvor beobachtet, wie sich die vier jungen Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren mit einer Kneifzange an der Umzäunung eines Weihnachtsbaumverkaufsstandes in der Lotzestraße/Ecke Sandweg "vergingen" und wenig später die Fichte in dem Wagen verstauten. Die herbeieilende Funkstreife konnte das gesuchte Auto wenig später in der Lotzestraße/Höhe Walkemühlenweg erspähen und nahm sofort die Verfolgung auf. Vermutlich als der 21-jährige Fahrer die unliebsamen Verfolger mit dem eingeschalteten Blaulicht bemerkte, beschleunigte er seinen Seat und flüchtete mit erhöhter Geschwindigkeit über die Reinhäuser Landstraße bis in den Walkemühlenweg. Hier war die Fahrt für Männer und Fichte dann endgültig zu Ende. Bei der Überprüfung des Wagens fanden die Ordnungshüter den Baum zwischen den vier Insassen arrangiert vor.

2005 brachte der Diebstahl eines Tannenbaums einer 34-jährigen Rosdorferin eine Strafanzeige ein. Die Frau wurde beobachtet, wie sie einen Tannenbaum über den Zaun des geschlossenen Verkaufsgeländes hob, in einen bereitstehenden Pkw lud und damit wegfuhr. Bei der über das Kennzeichen ermittelten Adresse konnte "das Fahrzeug mit Tannennadel im Innenraum festgestellt werden". Die Frau gab auf Befragen die Tat zu. Der Tannenbaum wurde von der Polizei sichergestellt.

Weihnachstbäume 2010
Die Stadtverwaltung nennt folgende Verkaufsstellen ab 10.12.10 : am Parkplatz Albaniplatz, in der Kiessesstraße (Höhe Friedhof und Hermann-Hanker-Straße), im Leinetal (Höhe Weserstraße), Sandweg (Stettiner Straße und Leine), sowie in der Reinhäuser Landstraße 200. - Scheint aber nur eine Auswahl zu sein.
Letztes Jahr 2009 gabs die Bäume auch Am Steinsgraben 40, Kasseler Landstraße/ Salinenweg, Kiesseestraße/Höhe Hermann-Hanker-Str, Sandweg, Hauptstraße/ Kerllsgasse in Geismar. Aber es sollte uns wundern, wenn an traditionell weiteren Standorten keine Bäume mehr zu haben wären als da z.B. sind: Ewaldstraße, Godehardstraße, Königsallee/Hagenweg, usw. Die Bäume werden nach Weihnachten wieder weggeworfen. Dafür gibt es Sammelstellen Anfang Januar.

Kostenlos mit dem Bus vom Parkplatz in die Innenstadt
An den vier Adventssamstagen fahren im Zehn – Minuten – Takt mit Niederflurbussen mit den Haltestellen „Schützenplatz“, „Weender Straße“, „Markt“ und „Groner Straße“, „Schützenplatz“. Autos können kostenlos an den Abfahrtstellen auf dem Schützenplatz geparkt werden . Die erste Fahrt startet jeweils am Schützenplatz um 9.40 Uhr. Der letzte Bus aus der Groner Straße Richtung Schützenplatz startet neuerdings erst um 21.20 Uhr, eine Stunde später als in den Vorjahren.

> Zusätzliche Parkplätze in der Innenstadt und am Rand während der Advent-Samstage

Alternative für Weihnachtsmuffel
Spät am Weihnachtsabend den 24.12. machen einige Discos und Kneipen wieder auf, darunter das Exil unter dem traditionellen Motto "Der Baum brennt". Der Theaterkeller ist "Zentralstelle für die heimliche Versammlung von Weihnacht-Extrem-IgnoriererInnen, die in schweigender Übereinstimmung aber locker und innerlich heiter warten, bis es vorüber ist." In Bovenden/Billingshausen findet am 1. Weihnachtsfeiertag traditionellerweise ein "Weihnachtsrock-Feier" mit Live-Bands statt.

"Keine/r soll einsam sein"
Seitens der Stadt wird nachmittags in der Stadthalle ein "Offener heiliger Abend" (Keiner soll einsam sein) vorwiegend für ältere Leute angeboten.
Sozial orientierte Menschen mit muslimischer Religion, die das Weihnachtsfest nicht feiern, nutzen, wie wir hörten die Gelegenheit helfend in der Stadthalle tätig zu werden


Bild der Woche
im Dezember 2004

Nikoläuse am Arbeitsamt
Arbeitslose im Arbeitsamt Göttingen am Nikolaustag hängten 2004 die von einer Arbeitslosenversammlung beschlossenen Forderungen an den Weihnachtsbaum nachdem sie gemeinsam ihre Alg2-Anträge abgegeben haben.

Nikolaus wegen Vermummun angeklagt 2006
Später gab es auch eine Demo mit Nikoläusen gegen Überwachung - da wurde doch glatt ein Nikolaus wegen des Vermummungsverbots vor Gericht gestellt - siehe den Bericht über diese juristische Lachnummer

 

"X-mas-chillen"
Die Mode-Trend-Scene-Kneipen bringen nicht mehr das Wort "Weihnachten" in ihren Werbetexten über die Finger am Keyboard, sondern nur noch "x-mas". Ansonsten wird hinter oder vor das übliche Programm einfach ein x-mas gehängt. Manche könnten auch einfach "Saufen an Weihnachten" hinschreiben, das wäre ehrlicher. Beim 6 Mio$Club hieß es "24.12., 23 Uhr am heiligen Tresen". Interessant dass eine Kneipenöffnungszeit sogar  "Santa Chill Out" genannt wird, so als wäre Weihnachten eine Techno-Party. Andererseits ätzt es auch, wenn die Gläubigen den Ungläubigen die Begriffe "Heiliger Abend" oder "Geburt des Herrn" aufdrängen.

Weihnachten, italienisch, kroatisch und polnisch.
sind z.B. die Weihnachtsmesse in italienischer Sprache bei der katholischen Kirche St. Michael, die Christmette in St.Paulus für die Kroatische Gemeinde und in der Geismarer Kirche "Maria Frieden" die Christmette für die polnische Gemeinde. Siehe > Kirchen in Gö an Weihnachten

Weihnachsmänner und - frauenausstellung
Im Hann. Mündener Museum der Arbeit, Radbrunnenstraße, zeigt die "weltweit größte Herstellungsfirma für Schokoladen-Weihnachtsmänner-Verpackungen" in einer Ausstellung internationale Modelle von Weihnachtsmännern und -frauen sowie die Entstehung der Weihnachtsmänner und -frauen, vom Entwurf bis zum Druck des Staniolkleides


Bühne am Weihnachtsmarkt 2008 / Extra Seite zum > Weihnachtsmarkt

Die Weihnachtsgeschichte in 8 Dialekten
Das ist eine Benefizveranstaltung im Literarisches Zentrum zusammen mit St. Michael die zur Tradition werden könnte
. ....mehr Infos


Zwei Beispiele aus der breiten Palette unterschiedlicher Nikoläuse (2008)

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Weihnachtsgedicht
Ausschnitt einer Schaufensterdekoration einer Apotheke (!) 2003 am Advent, gesehen in der Nikolaistraße. Der Rest des Gedichtes der das ganze Schaufenster bedeckt ist noch ärger, da wird der Mann waidgerecht zerlegt und zur Speisung der Armen weitergegeben.  Am Ende noch das Schild "Unser Team wünscht Ihnen ein fröhlichen Advent" oder so ähnlich.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
Drum kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muß es sein.  ... usw.

 

(das ganze Gedicht ist auch im Internet zu finden ....das ganze Adventsgedicht )

weihnachten03_apotheke.JPG (28363 Byte)

Weihnachtssegen "Urbi et Orbi" in der Endlosschleife

Wer die Fernsehübertragung des päpstlichen "Urbi et Orbi"-Segens zur Jahreswende nicht sah, hat eben Pech gehabt. NEIN halt ! Schon 1985 hat der "Großpönitentiar" der katholischen Kirche, Kardinal Luigi Dadaglio erklärt, dass auch ein über Fernsehen oder Rundfunk übertragener Segen des Papstes oder eines Bischofs Gültigkeit besitze. Sogar ein "Ablaß", der mit diesem Segen verbunden sei, habe Gültigkeit. Die "Apostolische Pönitentiarie" ist ein vatikanischer Gerichtshof, der über das "Ablaßwesen" zu entscheiden hat und eben diese Institution sah sich zu einer Entscheidung gezwungen nachdem verschiedene Bischofskonferenzen nachgefragt hatten, ob ein Segen auch per Fernsehübertragung wirksam sei.
Wer so einen Segen inclusive Ablaß erhalten will, muß also entweder persönlich vor Ort sein, oder sich die Sache im Fernsehen angucken. Aber was tun, wenn der Fernseher kaputtgegangen ist, muß man dann ohne Segen bleiben? Aber nein - An Weihnachten, dem Fest der Liebe teilen wir medial. Alles was nötig ist, ist eine Videoaufzeichnung. Man kann den Segen auf Video oder DVD Urbi denjenigen zur Verfügung stellen, die nicht anders drankommen. Intensivsünder/innen können sich mehrmals segnen lassen und einen porentief reinigenden Sündenablaß kassieren. Allerdings wird bei einer Videoaufzeichnung durch das Kopieren die Qualität schlechter, vielleicht wird daher auch die Segenswirkung schwächer - aber Hauptsache alle bekommen überhaupt etwas davon ab.
Vielleicht könnte man auch in den Fotokabinen am Bahnhof den Segen gegen Entgelt abrufbar machen oder auf dem Weihnachtsmarkt eine Ablasskabine mit einem Videorecorder bzw. DVD-Player aufstellen. Ach was red ich - einfach auf >>youtube abrufen - schon ist der Ablass geregelt und der Weg ist frei für neue Sünden!
( modernisierte Fassung eines ursprünglichen Artikels aus Computer & Medien)

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