goettinger stadtinfo > Migration
/ Integration (Leitseite) Tag
der offenen Gartentür 2011
Entstehungsgeschichte und Entwicklung Flüchtlingsfrauen
begannen 1995 sich bei einer Gartennutzung zusammenzuschließen. Im Kalten Born
in Geismar auf einer Baulücke fand einer der ersten Versuche statt. Dort mußte
man weg, weil sich die Nachbarn gestört fühlten. Später wurde daraus der Verein
"Internationale Gärten" als von der Evangelischen Kirche ein Grundstück
zur Verfügung gestellt wurde. 2004 umfaßt der Verein 79 Mitglieder, insgesamt
mit Kindern und Familienangehörigen waren es dann schon 400 Personen. Die Menschen
stammen aus ca. 15 verschiedenen Ländern. Flüchtlinge aus den verschiedenen Ländern
und Deutsche bauen gemeinsam Obst, Gemüse und Kräuter an, verbringen gemeinsam
Zeit mit Gartenarbeit und Festen. In der Selbstdarstellung
wird betont "Das Projekt "Internationale Gärten" ist ein selbstorganisiertes
Projekt zur sozialen und beruflichen Integration von Migranten- und Flüchtlingsfamilien
in Deutschland". Deshalb finden auch "Alphabetisierungskurse" und
Kurse zur handwerklichen, künstlerischen Gestaltung statt. Im Winter ging es zB
um Brotbacken. |
Aktuelles Problem Das Projekt ist zwar überregional anerkannt, wird bewundert, nachgeahmt und erhält Auszeichnungen, aber die Existenz des Friedengartens in Grone am Siekanger ist nicht ungefährdet. Zum einen handelt es sich nur um gepachtetes Land, das nur 3 Monate Kündigungsfrist gewährt; zum anderen hat sich eine Bedrohung dadurch ergeben, dass seitens der Stadt eine Überlegung existiert 30 Meter des Gartens wegzunehmen um eine Straße zu bauen. Nicht unwahrscheinlich scheint eine Verbindung zu dem geplanten Güterverkehrszentrum III auf dem Siekanger zu sein. Da nach Abzug von 30 Meter ab Eingangsbereich die Gärten einen großen Teil der Fläche verlieren würden, hat man ihnen eine Ausgleichfläche in einem anderen Stadtteil angeboten. Dies, so der Vereinsvorsitzende mache aber keinen Sinn, da die Leute in der Umgebung des Gartens wohnen und der Auwand einen Garten neu aufzuziehen mit den Aufbauten usw. sei auch kostenmäßig nicht zu bewältigen. Schließlich kann man einen Garten nicht einfach irgendwo hin schieben, es wachsen ja Pflanzen da und z.B. der Affenbrotbaum hat erst nach 6 Jahren die ersten Früchte getragen. Wie soll das einfach in einen anderen Stadtteil verlagert werden. Tag der Offenen Tür 2011 Die Einladung lautete diesmal: "Die Internationalen Gärten Göttingen werden dieses Jahr 15 Jahre alt. Wir laden Sie herzlich ein Jubiläumsfeier am 16. September 2011 von 15 -18 Uhr im Friedensgarten – Grone: Bei der Jubiläumsfeier möchten wir mit allen, die in den vergangenen Jahren mit uns die Idee der Internationalen/ Interkulturellen Gärten mitgetragen und -verbreitet haben, die Entwicklung Revue passieren lassen, neue Projekte und Mitglieder kennenlernen." Wie auch beim ersten Besuch 2004 war die Offenheit überraschend mit der BesucherInnen empfangen und in Gespräche eingebunden wurden. So kam es diesmal zum lockeren Gespräch am Tisch mit einem Mann aus China (ungefähre Region Shanghai) seit 9 Jahren in Gö, einer Frau aus Mecklenburg-Vorpommern, einem Hessen, einem Iraner (?) - und die einzige echte Göttingerin - weil in Göttingen geboren war eine junge Frau (in der Bildmitte) mit familiären Wurzeln im Irak.
|