Betroffenenorganisation fordert erneut nachdrückliche Konsequenzen gegen Pater Schneider 16.11.11 / Es scheint als ob sich die katholische Gemeinde St. Michael und das Bistum Hildesheim die Proteste gegen eine Beschäftigung von Pater Schneider schlichtweg ignorieren möchte. Von den OrganisatorInnen der Protestaktion vor der St. Michaelkirche wurde nun eine Stellungnahme der Betroffenenorganisation "Eckiger Tisch" zugeschickt, die in scharfer Form noch einmal einen Rücktritt des Pater Schneider verlangt. Dabei schreiben die Göttinger OrganisatorInnen die diese Erklärung des "Eckigen Tischs" an die goest-Redaktion weitergeleitet haben folgenden Begleittext: "Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir, die Organisatorinnen und Organisatoren der Protestaktion am 4.9. vor der Kirche, sind keine Geschädigten des Jesuitenordens und wir sind auch nicht beim Eckigen Tisch organisiert. Wir stehen aber in engem Kontakt zum Eckigen Tisch, denn als wir erfuhren, dass mit Theo Schneider einmal mehr ein belasteter Amtsträger der Katholischen Kirche nach Göttingen entsorgt werden soll (nach Peter Riedel und Rudolf Algermissen), wollten wir - in Gegensatz zu vielen Anderen - wissen, wie die Opfer zu diesem Vorgang stehen." Dokumentation
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Schon wieder zeigt die katholische Kirche dass sie Täter deckt und weiterbeschäftigt Wegen sexuellen Übergriffs verdächtigte, angeblich verrenteter Pfarrer taucht plötzlich wieder als Seelsorger in der Göttinger Gemeinde St. Paulus auf. (Der Name des Pfarrers wurde zwar andernorts z.B. in der Hildesheimer Chronik in diesem Zusammenhang veröffentlicht, im vorliegenden Artikel allerdings durch [xxxxxxxx] ersetzt ) Der überregional tätige Göttinger Verein "Gegen-Missbrauch e.V." wurde von einem Gemeindemitglied der katholischen >>St. Paulusgemeinde darüber informiert, "dass Pfarrer [xxxxxxxx] , der sich bereits in Frührente befindet, den für dieses Amt eigentlich zuständigen Herrn Hans-Reinhard Haase in dessen Abwesenheit vertreten soll. Es handelt sich dabei um Gottesdienste und andere seelsorgerische Aufgaben, die [xxxxxxxx] dann bei Bedarf übernehmen würde und dass, obwohl die Verantwortlichen der Pfarrei sowie die Öffentlichkeit davon ausgehen, dass dieser in seiner Vergangenheit ihm anvertraute Jugendliche sexuell belästigt habe." Daher
hat sich der Vorsitzende des Vereins Ingo Fock mit einem Brief an das Bistums
Hildesheim Hauptabteilung Personal/Seelsorge Herr Heinz-Günter Bongartz Domhof
gewandt und noch einmal folgendes klargestellt was zum Teil in öffentlichen Nachrichten
des Bistums Hildesheim selbst nachzulesen sei: Dies
wird im Brief des kommentiert mit: "Es müsste Ihnen doch bewusst sein,
dass er bei diesen Aufgaben immer wieder auch Kontakt zu Messdienern hat und dass
so mancher Gottesdienst durchaus einer Vorbereitung bedarf, wo der jeweilige Priester
die Messdiener zum Üben bestellt. Nicht nur das Gemeindemitglied, sondern auch
wir fragen uns nun irritiert und kopfschüttelnd, wie diese Vorgehensweise mit
den Worten des Bistums zum „Fall Salzgitter“ zu vereinbaren ist, wo verkündet
wurde, „Wir tun alles, um weitere Missbrauchsfälle zu verhindern.“ Verein für Partner, Betroffene und Gegner von sexuellem Kindesmissbrauch Gegen-Missbrauch e.V. Am Menzelberg 10 37077 Göttingen Tel. 0551- 500 65 699 Fax. 0551- 20 54 803 info@gegen-missbrauch.de www.gegen-missbrauch.de Anmerkungen
goest: |
Protest vor der St.Michaelkirche gegen den Auftritt des Jesuitenpaters Schneider 4.9.11
// Während der
Protestaktion vor der Michaelkirche versuchten KirchenvertreterInnen und KirchgängerInnen
im Gespräch die sexuell motivierten Übergriffe und Mißbräuche
sowie die allgemeine körperliche und psychische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
zu leugnen, zu ignorieren oder zu relativieren. In Gesprächen und Reden wurde
seitens der Kirche viel von der Notwendigkeit des "Vergeben-Könnens"
gesprochen. Bislang vermissen die Opfer des Mißbrauchsystems im Jesuitenorden
den Versuch, um Vergebung für das Leid zu bitten. Mitwisser
und Täterschützer, geben mit ihrer Weigerung mit Opfern zu sprechen
ein schlechtes Signal für den Umgang der Kirche bei der Verarbeitung von
Straftaten. Dabei wurde von einer Kundgebungsteilnehmerin eingewendet, dass auch
von den Beteiligten Jesuiten erst einmal demutsvoll um Vergebung gebeten werden
müsse und auf keinen Fall umstandslos eine neue Tätigkeit evtl. sogar
als Betreuer in der katholischen Hochschulgemeinde angestrebt werden solle.
Die oben abgebildeten Plakate mit den Schäfchen, die nichts sagen, nichts hören und nichts sehen wollen, wurden auf Schildern vor der Kirche den KirchgängerInnen entgegengehalten. Ironie der Geschichte: Als das Flugblatt der Protestkundgebung später von einer Gruppe in der Kirche laut verlesen wurde, gab es einige KirchenbesucherInnen, die sich dabei die Ohr zuhielten. Allerdings gab es auch von einem Teil der Gemeinde - manchmal auch nur verschämten - Beifall.
Eine
Teilnehmerin der Kundgebung berichtete anschliessend wie KirchgängerInnen
auf das Verteilen der Flugblätter sinngemäßt reagiert hatten.
Etwas kleinlich
zeigten sich die beiden Polizisten, die die Anmeldung der Kundgebung überprüften
und einen Aufenthalt nur am Haus gegenüber der Kirche und nicht
vor der Kirche als genehmigten Kundgebungsort deklarierten, was im weiteren
Verlauf aber keine Rolle spielte. Seit Amtsantritt des neuen Polizeipräsidenten
(Ex BKA und Verfassungsschutz) ist zu beobachten, dass Polizeibeamte immer eifrig
Notizen währen Kundgebungen machen.
Medienlinks
nach der Protestaktion Merkwürdigerweise
war der GT-Journalist Jörn Barke, der sich mit der Thematik schon mehrmals
intensiv beschäftigt hat, diesmal auf die Kirmesberichterstattung in Grone
geschickt worden. Sein erster Artikel über die Berufung von Herrn Schneider
hatte die Angelegenheit bekannt gemacht. Dabei
sind die alten Geschichten noch nicht verarbeitet |
Kommentar
goest / G. Schäfer /
21.7.11 Die
Beschönigungen der begangenen Verbrechen an Jugendlichen mit lebenslang wirkenden
Verletzungen und Traumata sind unerträglich. Nach
der umfassenden Befragung ehemaliger Schüler des Aloisius-Kollegs wurde ein
Bericht
(Zinsmeisterbericht) angefertigt in dem es u.a. hieß: "Uns liegen Angaben
von 36 Personen vor, die Pater "Georg" betreffen. Die Berichte umfassen Aussagen
zu . Duschen . FKK, Saunabesuchen . rektalem Fiebermessen . körperlicher
Gewalt . sexuellem Missbrauch . Gewalt gegen Sachen . entwürdigen Erziehungsmaßnahmen
. Freiheitsbeschränkungen . Fotografieren". Die berichteten Vorfälle
waren nach Einschätzung der Berichterstatter auch strafrechtlich relevant. |
Stellungnahme
der Organisation "Eckiger Tisch"
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Jesuitenpater Theo Schneider, ehemaliger Leiter des Aloisius-Kollegs soll in Göttingen seelsorgerische Aufgaben übernehmen
Zur
St. Michaelkirche in Göttingen (Kurze Straße) gehört eine sogenannte
"Jesuiten-Kommunität" in der die Jesuiten nach den Regeln ihres
Ordens leben: "Neben den üblichen drei Ordensgelübden – Armut, Ehelosigkeit
und Gehorsam – verpflichten sich Ordensangehörige durch das vierte Gelübde
zu besonderem Gehorsam gegenüber dem Papst." Vorgeschichte I : Mißbrauchsvorwürfe gegen "Jugendseelsorger" der Jesuiten in Göttingen Die
Praxis des Vertuschens durch Versetzungen brachte einen des Mißbrauchs verdächtigten
Täter vom Berliner Canisus-Kolleg als "Jugend-Seelsorger" 1982-1989 nach
Göttingen. 1986 wurde dieser Pater von einem ehemaligen Berliner Canisius-Schüler
in Göttingen aufgesucht und mit einer Stichwaffe angegriffen. Der Jesuitenpater
gab an, es sei um Geld gegangen und lehnte eine Einschaltung der Polizei ab. Der
Jugendliche hat danach angeblich Selbstmord begangen. "Nach
Angaben eines Kaplans kursierten damals nicht nur Gerüchte unter Eltern und
Jugendlichen über die Missbrauchs-Vorwürfe, sondern es gab auch schriftliche
Hinweise, die der Ordensleitung zugegangen sind. So berichtet Damian Sassin, von
1987 bis 1990 Kaplan an St. Michael, er habe an den damaligen Leiter der Jesuiten-Provinz
einen Brief geschrieben und in diesem auf die Vorwürfe von zwei jungen Frauen
hingewiesen." Vorgeschichte II: Sexuelle Übergriffe am Aloisius-Kolleg Schon 1991 hatten sich Eltern von Schülern des Aloisios-Kollegs wegen sexuellen Bedrängungen ihrer Kinder beschwert - ohne Erfolg. 2004 hatte der ehemalige Aloisius-Kolleg-Schüler Miguel Abrantes Ostrowski ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: "Sacro Pop. Ein Schuljungen-Report". Darin schilderte er jahrelange sexuelle Übergriffe von Jesuitenpatern am Aloisius-Kolleg. Auch dies blieb ohne Konsequenzen. Die schuldig gewordenen Jesuitenpater blieben weiterhin ungehindert am Aloisiuskolleg. Der hauptsächlich beschuldigte Pater zeitweise auch Rektor und Herrscher des Kollegs, hatte sogar bis 2007 im Internat ungehinderten Umgang mit Kindern. Darüberhinaus konnte er sich bis Ende 2008 / Anfang 2009 in der Schule aufhalten. Inzwischen ist er in ein Pflegeheim umgezogen und eine Befragung wurde damals abgelehnt, weil er an Demenz leide.
An
eben jenem Aloisius-Kolleg in Bonn-Bad-Godesberg arbeitete auch Jesuitenpater
Theo Schneider. Ab
1984
war er Leiter des Aloisius-Internats und ab 2007 Rektor des Aloisius-Kollegs.
Er wurde von Betroffenen der Mitwisserschaft beschuldigt, nahm aber lange Zeit
nicht öffentlich dazu Stellung. Der
Generalanzeiger
meinte 21.4.10 er "weigerte sich beharrlich, in irgendeiner Weise durch
eigene Stellungnahmen zur Aufklärung beizutragen." Der letztdokumentierte Fall des sexuellen Mißbrauchs am Aloisiuskolleg datiert aus dem Jahr 2005 und ist noch nicht verjährt wie die anderen Fälle. Jesuitenpater Theo Schneider müßte erklären, "warum der des vielfachen sexuellen Missbrauchs beschuldigte heute 82-jährige Ako-Pater, der jetzt im Pflegeheim wohnt, auch nach Erscheinen des ihn belastenden Buches eines Ex-Schülers (2004) und nach einem durch die Anwältin Raue vermittelten Austausch mit einem Opfer (2006) noch bis 2007 im Internat ungehindert mit Unterstufenschülern zusammen sein und bis Ende 2008 unbehelligt auf dem Ako-Gelände bleiben konnte." Ebba Hagenberg-Miliu im >>Generalanzeiger 17.3.10 In einem von den Jesuiten selbst in Auftrag gegebenen >>Untersuchungsbericht heißt es auf S. 57: "Noch bis Ende des Jahres 2006 sei Pater „Georg“ als einziger Erzieher zur Nachtaufsicht auf der Stella Rheni gewesen. Auch nach seinem Auszug soll er bis Mitte 2007 nach Angaben von Zeugen gelegentlich noch stundenweise dort Dienst verrichtet und dabei auch die Duschaufsicht geführt haben." Die >>Süddeutsche Zeitung vom 9.2.10 stellte den Rücktritt Schneiders in direkten Zusammenhang: "Missbrauchsskandal - Erdrückende Vorwürfe: Jesuiten-Rektor geht . Erste personelle Konsequenz im Missbrauchsskandal: Der Rektor des Bonner Aloisiuskollegs gibt sein Amt auf. Pater Theo Schneider war wegen des Verdachts der Mitwisserschaft an Ako-Missbrauchsfällen in die Kritik geraten, er trat 2010 von seinem Amt als Rektor des Aloisius-Kollegs zurück" Die einzig gefundene Stellungnahme von Theo Schneider strotzt nur so von Relativierungen: aber ein wenig gibt er doch zu: "Was den an mich gerichteten Vorwurf unzureichender Aufklärung von Fehlverhalten Dritter angeht, so erkenne ich heute in der Rückschau, dass es solches Fehlverhalten gegeben hat. Jenseits aller juristischen Fragen hätte ich viel früher die Perspektive unserer betroffenen Schüler stärker einnehmen müssen. Spätestens als Rektor 2007 hätte ich das Gesprächsergebnis zwischen Frau Raue und P. Stüper zu unakzeptablen Fotografien zum Anlass nehmen müssen, um nähere Aufklärung auch über damals unbekannte Sachverhalte zu suchen (...). Ich bitte alle Betroffenen um Verzeihung, von denen ich persönlich leidvolle Erfahrungen nicht abgewendet habe, sei es durch mangelnde Sensibilität, sei es durch eine fehlende Radikalität, aus der Schülerperspektive zu empfinden, oder durch ungenügende Konsequenzen." >>Erklärung Theo Schneiders 27.5.2010 In der Versenkung verschwunden, in München angeboten aber abgelehnt und jetzt in Göttingen präsentiert : Jesuitenpater Theo Schneider für seelsorgerische Aufgaben Nach seinem
Rücktritt war Schneider "Ende Mai 2010 in die interne Mannheimer Verwaltung
versetzt worden als "so etwas wie ein Hausmanager". Thomas Busch, Pressesprecher
der Jesuiten bestätigte im März 2011, Schneider wechsele am 1.4.11 in
die Kommunität nach München. "Nach Informationen des General-Anzeigers
soll Schneider in München in der Abteilung Glaubensorientierung arbeiten.
Sie lädt an dieser wichtigen Citykirche zum persönlichen Gespräch,
Informationsveranstaltungen und Kursen ein und ist offizieller Ansprechpartner
für den Kircheneintritt." (Generalanzeiger
25.3.2011) In der katholischen Kirche Sankt Michael Göttingen , so ist geplant , soll der Jesuitenpater Theo Schneider als Superior (= Oberhaupt") am 4. September 2011 eingeführt werden.
##########################LINK - Dossier ################################ Mißbrauchsopfer Berichte
von Mißbrauchsopfern in den Einrichtungen der Jesuiten Bericht von Mißbrauch Betroffenen des Aloisius Kollegs eckiger-tisch.de / Betroffenen-Netzwerk eckiger-tisch: "ehrung-für-den-täter-missachtung-für-die-opfer"
Ankündigung: Theo Schneider (Ax Aloisius Leiter) wird nach Göttingen versetzt Bonner Generalanzeiger "Ehemaliger Ako-Rektor leitet Seelsorge in Göttingen" 8.7.11 das Erzbistum München und Freising hat Pater Schneider im März 2011 kurzfristig wieder ausgeladen. Er war dort vom Orden als Leiter der Glaubensorientierung an der Münchener Citykirche St. Marien empfohlen worden .jesuiten.org 7.7.2011 Theo Schneider wird Superior in Göttingen Hildesheim/Göttingen (bph) - Jesuitenpater Theo Schneider SJ (64) wird neuer Superior der Jesuiten-Kommunität in Göttingen. Dazu hat ihn Pater Stefan Kiechle SJ, der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, ernannt. GT 8.7.2011 "Vom Aloisiuskolleg nach Göttingen"
Aloisiuskolleg Untersuchungsbericht "Schwere Grenzverletzungen zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen im Aloisiuskolleg Bonn - Bad Godesberg. Abschlussbericht zur Untersuchung im Auftrag der Deutschen Provinz der Jesuiten" Februar 2011 " Der Bericht belegt ein erschreckendes Spektrum von Grenzverletzungen in Form von physischer, psychischer oder sexualisierter Gewalt. GA Theo Schneider schweigt zu Missbrauchsvorfällen 21.04.2010 Theo Schneider, ehemaliger Schulleiter am Aloisiuskolleg, steht in der Kritik.. Pater Theo Schneider, der wegen des Missbrauchsskandals Anfang Februar zurückgetretene Rektor des Aloisiuskollegs (Ako), wird sich nun doch nicht öffentlich erklären. ... Express: Missbrauch-Skandal nun auch am Aloisiuskolleg 4.2.10 Dem Leiter des Aloisiuskollegs, Pater Theo Schneider, waren ebenfalls keine Missbrauchsfälle an der Bonner Schule bekannt. "Ich hatte keinerlei Kenntnis. Mich haben diese Anschuldigungen genau so überrascht, wie jeden anderen auch. Daher kann ich dazu nichts weiter sagen", erklärte er gegenüber EXPRESS. Express: Missbrauch straffrei, weil Kirche schwieg? 1.2.10 Schon 30 Opfer (darunter auch eine Frau) haben sich gemeldet, sie alle sollen von den ehemaligen Jesuiten-Paters Wolfgang S. (65) und Peter R. (69) missbraucht worden sein. Jetzt kommt raus: Die Kirche wusste schon seit Jahrzehnten Bescheid – und unternahm nichts. Generalanzeiger
Ako-Abschlussbericht Artikel vom 16.02.2011 Die
Kölner Rechtsprofessorin Julia Zinsmeister hatte einen über 230 Seiten
dicken Bericht vorgelegt. Zinsmeister wies auf strukturelle Risikofaktoren wie
das jesuitische Normensystem hin. Es hätten sich dem Team insgesamt 175 Personen
anvertraut, darunter Altschüler, ehemalige und gegenwärtige Mitglieder
des Ordens und des Kollegs. 58 Ex-Schüler seien als "Berichterstatter" zu
werten: also selbst als Opfer oder direkte Zeugen. Den vollständigen Abschlussbericht
gab es auf www.jesuiten.org - wurde inzwischen aber leider entfernt GA Missbrauch am Aloisiuskolleg: Zwei Patres im Visier 9.3.10 Die meisten bei Ursula Raue und dem Ako gemeldeten Missbrauchsfälle gehen aber aufs Konto des derzeit im Pflegeheim lebenden 82-jährigen Ex-Internats- und Schulleiters. Gegen ihn wird, wie berichtet, nach der Opferaussage eines heutigen Ako-Schülers wegen eines Falls aus dem Jahr 2005 bei der Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt. "Die Kontrahenten hätten nie an einem Tisch gesessen. Das Opfer habe anonym bleiben wollen. Und warum durfte ein in Verdacht geratener Pater bis 2007 im Internat und bis Anfang 2009 auf dem Ako-Gelände bleiben? "Da habe ich ganz auf Pater Schneider vertraut", sagt Raue nachdenklich. GA Jesuitenorden reagiert verhalten auf Aufklärungsarbeit 17.3.10 Von Ebba Hagenberg-Miliu / Bad Godesberg. Prescht das Aloisiuskolleg in der Aufklärungsarbeit seiner Missbrauchsvorfälle schneller voran, als es der katholischen Kirche derzeit lieb ist? Veröffentlichung
einer Unterschriftenliste in den "Finanznachrichten" für
Pater Schneider Erklärung des Aloisiuskollegs vom November 2010 u.a. mit dem Hinweis, dass die Interessengemeinschaft von Missbrauchsopfern ‚Eckiger Tisch’ angekündigt hat, Strafanzeige gegen P. Theo Schneider SJ, P. Ulrich Rabe SJ, P. Stefan Kiechle SJ, P. Stefan Dartmann SJ und Frau Ursula aue zu stellen Generalanzeiger (GA) 23.2.11 Schüler zeigt einen sexuellen Übergriff aus dem Jahr 2005 an Das ist der "worst case", der schlimmstmögliche Fall, den die Verantwortlichen des Aloisiuskollegs (Ako) befürchtet hatten. Am Montagabend musste Kollegssprecher Robert Wittbrodt eingestehen, dass ein jetziger Oberstufenschüler einen noch im Jahr 2005 verübten sexuellen Übergriff durch den heute 82-jährigen ehemaligen Schulleiter bei der Bonner Staatsanwaltschaft anzeigen werde.
Göttingen GT 2.2.10 Missbrauchsfälle in Göttingen? Blutiger Überfall auf Jesuitenpater...Bestätigt ist hingegen eine Messerattacke – andere Quellen sprechen von einem Schraubenzieher als Tatwaffe – auf Peter R. im Jahr 1986. Damals griff ein ehemaliger Canisius-Schüler, nach Angaben von Mitschülern ebenfalls Opfer des Paters, den Geistlichen in dessen Büro in der Nikolaistraße an und verletzte ihn. ....Nach seinem Weggang aus Göttingen wurde Peter R. Pfarrverwalter der Hildesheimer Pfarrgemeinde "Guter Hirt". GT 3.2.2010 " Kaplan: Habe Missbrauchsvorwürfe per Brief gemeldet" es gab auch schriftliche Hinweise, die der Ordensleitung zugegangen sind. So berichtet Damian Sassin, von 1987 bis 1990 Kaplan an St. Michael, er habe an den damaligen Leiter der Jesuiten-Provinz einen Brief geschrieben und in diesem auf die Vorwürfe von zwei jungen Frauen hingewiesen. Thomas Busch, Öffentlichkeitsreferent der Jesuiten bestätigt, dass Höfer 1988/89 Hinweise auf Übergriffe in Göttingen bekommen habe. Persönliche
Erklärung des ehemaligen Rektor am Canisius-Kolleg Berlin Persönliche
Erklärung des ehemaligen Provinzials Alfons Höfer SJ zu Riedel in Göttingen Stellungnahme des Bischofs (Bistum Hildesheim) zu Mißbrauchsfällen zu verlesen in den Gottesdiensten am Sonntag, dem 7. Februar 2010, und in den jeweiligen Vorabendmessen Liebe Schwestern und Brüder! Sie alle haben in den letzten Tagen von den Missbrauchsfällen durch drei katholische Priester gehört oder gelesen. ..... Ihr + Norbert Trelle Bischof von Hildesheim |