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 Eislaufen
auf dem Kiessee - darauf warten jedes Jahr viele Menschen...
Januar
2009 2009
gab es eine unabhängige Messung im Beisein der goest-redaktion. Am 6.1.09
um 17.20 Uhr fand die Messung
in der Mitte des Sees statt. Durch eine wenige Millimeter messende Bohrung durch
die Eisdecke wird ein Draht mit einem umgebogenen Ende eingeführt um die
Unterseite des Eises einzuhaken. Die Drahtlänge von der schneefreien Eisoberfläche
bis zur Eisunterseite betrug 10,8 cm. Am 6.1.09 wurde morgens niedersächsischer
Kälterekord von - 21 ° C in Göttingen gemessen. Mittags 6.1. ,14.30
Uhr teilt die städtische Göttinger
Sport und Freizeit GmbH auf Anfrage mit, das Eis sei noch keine 10 cm dick,
der Grund dafür sei der Schnee, wodurch die Kälte nicht direkt an die
Eisfläche herankäme, daher sei das Schlittschuhlaufen immer noch verboten.
Auch am 2010 war am 27.12.10 nach 11 Tagen Frost
der Kiessee immer noch gesperrt und die Eisfläche sollte nicht betreten werden
... so die Meldung der zuständigen städtischen Sport und Freizeit gmbH
auf ihrer Webseite mit Datum vom 2.12. (!) . "Die
DLRG Niedersachsen würde es begrüßen, wenn Kommunen, die Ihre Eisflächen aus haftungsrechtlichen
Gründen nicht freigeben, zumindest Empfehlungen über die Stärke des Eises herausgeben.
Eine hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben. Die DLRG empfiehlt bei stehenden
Gewässern eine Eisstärke von 15 cm und bei fließenden Gewässern eine Eisstärke
von 20 cm." Während die DLRG 15 cm Eisdicke als Voraussetzung für
eine Freigabe ansieht schreibt z.B. die
Stadt
Nürnberg z.B.: "Freigegeben werden die Eisflächen ab einer Eisdicke
von 10 cm, von den Mitarbeitern des SportService bei Bedarf zum Schlittschuhlaufen
vorbereitet und geräumt."
Die unterschiedliche Handhabung der Eisdicken-Grenzen lassen auf eine gewisse
Willkür schließen. Januar
2010: wie jedes Jahr ein zähes Warten 11.1.10
/ Das Eis ist nur nach acht Zentimeter dick, also zwei Zentimeter weniger als
noch am vergangenen Freitag. Wie erwartet haben die isolierende Wirkung der Schneedecke,
die nicht allzu tief gesunkenen Temperaturen des Wochenendes und der ständige
Zulauf wärmeren Wassers aus der Leine verhindert, dass die Eisdecke weiter an
Festigkeit gewinnen konnte. Deshalb ist nach augenblicklichem Erkenntnisstand
davon auszugehen, dass die Eisfläche des Kiessees auch in den nächsten Tagen nicht
freigegeben werden kann. Nach Meinung von Fachleuten müssten unter den aktuellen
Rahmenbedingungen mindestens 15 Zentimeter gemessen werden. Daher der eindringliche
Appell der Stadt und der Göttinger Sport und Freizeit GmbH: Kein Risiko eingehen!
Auf die Beflaggung am Kiesseeufer achten! Die aufgezogene rote Flagge bedeutet:
Betreten der Eisfläche verboten! Lebensgefahr! Die
Eisstärke hatte am 7. Januar 2010 an der „schwächsten“ Stelle neun Zentimeter
betragen. In einer Pressemitteilung der Stadt hieß es dann ominös:
"Bei der Messung wurde außerdem festgestellt: Die Eisqualität ist schlecht."
Der Schnee isoliert die Eisfläche, so dass der Eiszuwachs gebremst wird. Unter
diesen Voraussetzungen muss die Eisstärke für eine Freigabe nach Meinung von Fachleuten
auf mindestens 15 Zentimeter anwachsen." (Letztes Jahr haben noch 10 cm gereicht,
jetzt hat man die Empfehlung der DLRG übernommen). Zum Vergleich: Die Stadt
Nürnberg hat ebenfalls 2009 bei 10 cm freigegeben.
2009
Warten, warten und dann ohne ausreichende Schneeräumung der Eisfläche 8.1.09
/ Nachdem eine inoffzielle Messung bereits am 6.1. mehr als 10 cm ergeben hat,
wurde am 8.1. die Eisfläche des Kiessees endlich zum Betreten freigegeben.
Die zuständige Göttinger Sport und Freizeit gmbH schreibt: "Bitte
beachten Sie, dass der Aufenthalt nur in den abgesperrten Bereichen erlaubt ist.
Sollte das Betreten nicht mehr möglich sein, wird dies durch die rote Fahne signalisiert.
Wir bitten dies unbedingt zu beachten. Die Flutlichtanlage vor dem Restaurant
Seezauber ist täglich bis 21.00 Uhr in Betrieb,
so dass es bis in die frühen Abendstunden möglich ist, sich auf dem Eis aufzuhalten." Kiessee
am 9.1.09: 



KIESSEEORDNUNG
vom 25. Juni 1974 (Auszüge) §
2 Arten des Gemeingebrauchs Nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen
wird das Befahren mit kleinen Wasserfahrzeugen ohne Eigenantrieb und das Eislaufen
zugelassen. § 3 Boote (1) Das Befahren des Kiessees durch Schlauch-,
Ruder- und Paddelboote sowie Kanus wird mit folgenden Einschränkungen zugelassen: a)
Die Boote dürfen nicht mehr als die übliche Größe eines Vierer-Bootes
aufweisen. b) Die Boote dürfen im
Kiesseegebiet weder geankert noch sonst dauernd untergebracht werden; dies gilt
nicht für Liegeplätze an Bootsstegen von Pächtern. (2)
Segelboote sind nur aufgrund von Pachtverträgen zwischen den Benutzern des
Kiessees und dem Eigentümer zugelassen. Die Zulassung bedarf der Genehmigung
der Wasserbehörde. Die Genehmigung gilt für Pachtverträge als erteilt,
die vor Inkrafttreten dieser Verordnung abgeschlossen worden sind. § 5 Eislaufen
(1) Der Kiessee ist für den Eislauf ganz oder
teilweise freigegeben, wenn die Freigabe in den lokalen Tageszeitungen öffentlich
bekanntgemacht wird. Die Freigabe wird von der Stadt Göttingen durch Aufziehen
von weißen Fahnen am Ufer angezeigt. (2) Die Sperrung
des Kiessees wird durch Aufziehen von roten Fahnen am Ufer angezeigt; für
die Bekanntgabe der Sperrung gilt Abs. 1 entsprechend. §
6 Verbote Unzulässig ist es, a) die Vogelschutzinsel
zu betreten, b) die Eisfläche mit Fahrzeugen, auch Eisseglern, zu befahren, c)
Löcher in das Eis zu schlagen, d) im Kiessee zu baden. § 8 Rettungsgeräte
An den Ufern des Kiessees von der verkehrssicherungspflichtigen
Stadt Göttingen ausgelegte Rettungsgeräte (Eisleitern, Stangen, Rettungsringe
etc.) können im Falle der Gefahr von jedermann benutzt werden. |
 Kiessee
z.B. im WInter 2005
Sicherheistregeln
beim Betreten von Eisflächen (nach einer
Auflistung der DLRG (auszugsweise und etwas umformuliert) 1)
Nie allein aufs Eis, weil sonst niemand helfen kann wenn Du einbrichst. 2)
Eis bei stehenden Gewässern trägt erst, wenn das Eis 15 Zentimeter dick
ist, bei fließenden Gewässer erst, wenn das Eis 20 Zentimeter dick
ist. 3) Wenn das Eis beim Betreten knistert und knackt ist das ein bedenkliches
Zeichen und es besteht die Gefahr des Einbrechens also besser runter vom Eis. 4)
Wenn die Eisfläche beginnt einzubrechen, sofort das Gewicht auf eine größere
Fläche verteilen und sich flach aufs Eis legen um dann vorsichtig auf dem
Weg in Richtung Ufer zu rutschen. Möglichst den Weg nehmen auf dem du vom
Ufer gekommen bist und wo das Eis getragen hat. 5) Wenn jemand eingebrochen
ist müssen die Helfer/innen sich selbst vor dem Einbrechen schützen
indem sie sich auf eine Leiter, auf Bretter oder umgedrehten Schlitten über
das Eis bewegen. [ Ein Eisrettungsbericht
zeigt auf was alles noch geachtet werden muß Für die eingebrochene
Person: brüchiges Eis so rasch als möglich abbrechen, um am Rand tragfähigeres
Eis zu haben! Dem Verunglückten niemals die Hand reichen. Er zieht dich rein!
Äste, Stangen od. Abschleppseil verwenden. Immer Zwischenstück einsetzen (Jacke,
Pullover,...) Helfer muss gesichert sein! ] 6)
Nach einer Rettung aus dem eiskalten Wasser muß die gerettete Person sofort
gewärmt werden mit Decken und trocknen Kleidern versorgt und in einen beheizten
Raum gebracht werden. Man sollte heißen, zuckerhaltige Getränke reichen
aber auf keinen Fall mit Alkohol (von wegen Schnäpschen zum Aufwärmen
- wäre falsch!) 7) Nach der Rettung einen Notarzt über 110 oder
112 rufen. Eine Unterkühlung kann lebensbedrohlich sein.
Wenn
der Kiessee richtig zugefroren gibt er eine phantastische Fläche fürs Schlittschuhlaufen
her 
Randnotizen
Wer am 20.1. 2001 z.B vormittags in
der Naturumgebung Schlittschuh laufen wollte, mußte allerdings in Kauf nehmen,
dass die "Agentur GBS" die Natur mit ziemlich starken Lautsprechern
beschallte. So als könnten es die Leute einfach
nicht mehr ertragen irgendwo ohne ein Gedudel im Hintergrund zu existieren. Kombiniert
war dieser akustische Angriff mit einer Bierbude auf dem Eis. Zugegeben, die Musik
war nicht schlecht und tanzbar - aber Himmel nochmal, darf es den kein Fleckchen
mehr geben, das unbeschallt bleibt? Ein
andermal hat ein Bierstand auf dem Eis auch noch einen Grill (!) aufgebaut.

nur am Wasserzulauf gibt es noch eine kleine Wasserstelle in der sich die Enten
tummelten. Diese Stellen sind aus Sicherheitsgründen absolut zu meiden und
sind auch abgesperrt durch Flatterband. 
Mann
mit Hund testet das Eis während noch die rote Fahne vor dem Betreten warnt.
 Redakteur
testet am Rand mit mulmigem Gefühl
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