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Goettinger Stadtinfo Muttertag
Muttertag
bei den Nazis (2006
/ 2007 / 2008 / 2009 jeweils leicht überarbeitet - 2009 ergänzt um 2
neue Artikel / 2011 ein neuer Artikel) Vorwort Der zweite Sonntag im Mai ist in Deutschland Muttertag. Es ist kein gesetzlicher Feiertag und auch kein religiöser Feiertag. Dennoch ist er in Kalendern als Muttertag gekennzeichnet. Abgesehen von früheren muttermäßig angehauchten Bräuchen tauchte der Muttertag zuerst in den USA 1907 auf und wurde 1914 dort offiziell eingeführt. Mehrere europäische Länder folgten, in Deutschland wurde er 1922/23 angeblich durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber eingeführt. Muttertag bei den NazisDie Nazis haben den Muttertag nicht erfunden, aber sie haben ihn als offiziellen Gedenktag in ihre rassistische Ideologie eingebaut. Die Frau wurde als Gebärinstrument für die Herrenrasse definiert, deren Leistung für die Gemeinschaft mit dem Mutterkreuz eine Auszeichnung erhielt. 1938 wurde das "Ehrenkreuz der deutschen Mutter" eingeführt und Müttern mit der "richtigen Rassenzugehörigkeit" nach einem "Ariernachweis" verliehen, wenn sie besonders viele Kinder zur Welt brachten. Bezeichnenderweise erfolgte dies kurz vor Kriegsausbruch, da liegt die Vermutung nahe, dass man die biologische Produktion von Soldaten fördern wollte. Das Mutterkreuz in Gold gab es erst ab 8 Kindern. >> Mutterkreuz / Bild Die feministische
Mütterfraktion Einfach
erkennbare Irrwege Schwierige
Frage: Transgender, Mütter und Feminismus
Schwierige
Frage: Reproduktionsmedizin und Mutterschaft Einerseits / Andrerseits Einerseits:
Muttertag als "Tag der Gebärmaschine" abschaffen!
Andererseits:
Mamas darf man/frau aber auch lieb haben! |
Zwang zur Mutterschaft 5.5.09 / Die Äußerung eines positiven Bezugs zum Kinderkriegen gerät in Gefahr von scheinheiligen "Abtreibungsgegnerinnen" und "Abtreibungsgegnern" ausgenutzt zu werden. Dies gilt es zu verhindern ohne sich den positiven Bezug zum Kinderkriegen nehmen zu lassen. Vielmehr muß die Scheinheiligkeit der "Pro-Life" bzw. "Ja-zum-Leben" Propagandisten in ihrer Lebensfeindlichkeit gegenüber der Mutter entlarvt und die Verbindungen zu rechtsradikalen Organisationen / Publikation bzw. fundamentalistischen kirchlichen Kreisen aufgezeigt werden. Am 28.4.09 hatte die Burschenschaft Hannovera ihren "Verbandsbruder Manfred Libner" zu einem Vortrag in das Verbindungshaus hinter der Stadthalle, Herzberger Landstraße 9 eingeladen. Manfred Libner (>>Foto) ist Geschäftsführer der Stiftung "Ja zum Leben". Diese Stiftung ist verbunden mit der CDU und rückwärtsgewandten kirchlichen Kreisen. Johanna Gräfin von Westphalen (Foto) hat 1988 diese Stiftung gegründet und ist deren Vorsitzende. 1985-2002 war sie auch Vorsitzende der CDL Christdemokraten für das Leben eine "Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU und Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL)."
2002 erhielt die Leiterin der CDL "auf Anregung von Joseph Ratzinger (damals noch Kardinal) eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes: das Großkreuz des Heiligen-Gregorius-Ordens." (laut Internetmagazin kath.net ) Das vom Vatikan akzeptierte Internetmagazin kath.net auf katholischer Seite, und idea.de auf evangelischer Seite hat keine Berührungsängste zu diesen Richtungen. Die
Organisation "Ja zum Leben" unterstützt extreme Propaganda gegen Schwangerschaftsabbrüche.
Auf der Internetseite www.babycaust.de (Webseite
des Herrn Annen) werden die Schwangerschaftsabbrüche auf widerliche Weise
mit der Ermordung von Menschen in den Gefangenenlagern der Nazis gleichgestellt.
Annen veranstaltete Proteste vor den Arztpraxen und nannte die MedizinerInnen
Mörder. Diesem Menschen leisteten Manfred Libner von "ja zum Leben" und Claudia
Kaminski vom "Bundesverband für das Leben" Schützenhilfe nachdem er
vom Gericht in seine Schranken verwiesen wurde. >>
Stiftung
Ja-zum-Leben
Zur Demonstration gegen die Hannovera hatte die studentische Gruppe "Olafa" aufgerufen. Deren Flugblatt trug allerdings die recht geschmacklose Überschrift "Hätt Maria abgetrieben wär uns das erspart geblieben". Bei aller Kritik ist die Rücksicht auf die religiösen Gefühle ein Bestandteil von Toleranz auf die nicht verzichtet werden sollte. Muttertagsanzeige aus politischen Gründen abgelehnt 5.5.09
/ Mit einer Muttertagsanzeige wollte jemand in der Samstagsausgabe am 9.5. im
Göttinger Tageblatt einen politisch geprägten Gruß zum Muttertag unterbringen.
Für den gleichen Tag waren bekanntermaßen eine Nazidemo und Gegendemonstrationen
angesagt worden. Die Anzeige mit dem Text "Liebe Mama, ich bin stolz auf Dich,
dass Du trotz Deiner 75 Jahre noch immer gegen Nazis auf die Straße gehst. Den
Blumenstrauß gibt' s nachher in Friedland! Deine Silke" wurde vom Göttinger Tageblatt
abgelehnt. Das GT weigerte sich die Anzeige abzudrucken, riefen bei der Auftraggeberin
an und teilten ihr mit "dass dieser Text "verboten" sei!!" Tatsächlich wurde sie dann doch nach dem ganzen Theater wirklich auf der Muttertagsseite im Magazin am 9.5.09 abgedruckt Der Text "Liebe Mama, ich bin stolz auf Dich, dass Du trotz Deiner 75 Jahre noch immer gegen Nazis auf die Straße gehst. Den Blumenstrauß gibt' s nachher in Friedland! Deine Silke" war noch in der Vorlage mit roten und rosa Herzchen eingerahmt. 2011 Wiener Ansatz für einen neuen Muttertag 5.5.11
Wiener Aktivistinnen machen am Muttertag die >>weltweite
Müttersterblichkeit zum Thema: Aktion 20.000 Frauen: "Strukturdebatte mit Herz statt Muttertagskommerz Für eine politische Mütterlichkeit Wir sind sehr gerne Mütter. Mutter-Sein ist eine der tiefsten Empfindungen und Erfahrungen, die uns geprägt haben. Dennoch sind wir immer wieder, jede für sich individuell und situationsabhängig, überlastet, denn wir werden für jede Art von gesellschaftlichem Versagen als Mütter verantwortlich gemacht. Das spaltet uns. Und das ist eine Zumutung." AktivistInnen
und KünstlerInnen setzen "sich kritisch mit dem Begriff der Mütterlichkeit
auseinandersetzen" ein >>"Müttermanifest
der Neuen Frauenbewegung"
ist im Umlauf. |