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Goettinger Stadtinfo Sozialpass / SocialCard >
Soziales (Leitseite) Bereits November 2004 war auch in Göttingen die Forderung von Arbeitslosen laut geworden, dass die Nutzung öffentlicher Einrichtungen und Verkehrsmittel durch ein "Sozialticket" vergünstigt werden müssen, ansonsten wären ALG 2 EmpfängerInnen von der Gesellschaft ausgeschlossen. Nun gibt es dankenswerterweise eine neuerliche Initiative in dieser Richtung die wir gerne hier veröffentlichen. Es wäre wünschenswert, dass dieses Thema genügend Aufmerksamkeit im Kommunalwahlkampf erfährt, weil dann vielleicht eine Durchsetzung der Forderung nach einem Sozialpass gelingt. "Einladung für
einen Runden Tisch zur Erstellung eines Konzeptes für die Teilhabe am gesellschaftlichen
und kulturellen Leben in Göttingen am 27.02.2006 um
18.30 im Gemeindesaal der Katholischen St. Michael-Kirche" 20.000 Menschen in Göttingen sind betroffen "Für mindestens 20.000 Menschen in Göttingen, d.h. jede/n sechsten BewohnerIn ist das Leben von Erwerbslosigkeit und/oder materieller Armut geprägt! Rentnerin oder ALG II-Empfänger, als alleinerziehender Geringverdienerin oder als erwerbsunfähiger Handwerker, als Schülerin im sozialen Brennpunkt oder Migrant mit Gutschein, als Student ohne Einkommen oder als insolvente Existenzgründerin, sie alle sind aus materieller Not von einer gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt.
Die Forderung Sozialpass kommt auf die kommunale Tagesordnung "Wir
laden daher alle Instanzen des sozialen und kulturellen Leben und die Institutionen
und AkteurInnen der Anbieter von gesellschaftlicher Teilhabe und Mobilität
ein, in einer der Städte, in denen es ein "Bündnis für Familie"
gibt, auch das Thema Sozialpass aufzugreifen. Dabei sollen Beispiele aus anderen
Städten aus Deutschland und Österreich ebenso vorgestellt werden, wie
bereits vorhandene Regelungen und Erfahrungen in der Stadt und in den jeweiligen
Einrichtungen. Dabei sollen auch die Teilhabe an gesundheitsförderlichen
Dienstleistungen der Kassen und Leistungserbringer angesprochen werden, da Armut
nicht nur kränkt sondern auch krank macht. Und Krankheit ist nur teuer, sondern
behindert auch die Chancen einer auskömmlichen Selbstversorgung durch Erwerbstätigkeit. |
| Konkrete
Vorschläge zur Sozialcard 16.5.05 Die AG Sozialpass des Göttinger Sozialforums hat nach der öffentlichen Debatte und den Sitzungen bei der Stadt Göttingen ihre Vorschläge zur Einführung eines Sozial- oder Familienpasses (Vorschläge in den Ratsgremien) nun im Folgenden zusammengefasst:
Aktion "Kuckt – der Sozialpass kommt!" des Göttinger Sozialforums i.A. Manfred Grönig/Marco Kniephoff/Robert Schmiedl Aus
der längeren Begründung ein Auszug zum Thema Ausgrenzung verhindern: "Die Verwaltung
stellt, wie bereits in einer ersten Vorlage im Sozialausschuss geschehen, nach
dem Beispiel anderer Städte eine Liste der Vergünstigungen und Befreiungen
städtischer oder stadtnaher Einrichtungen zusammen, die über die Medien
und alle relevanten Beratungseinrichtungen öffentlicher und freier Träger
und bei Antragstellung oder Nachfrage direkt an die Anspruchsberechtigten ausgehändigt
bzw. verschickt wird. Diese Vorgehensweise ermöglicht unter anderen Trägern
von Angeboten, die es den KuckT-NutzerInnen ermöglicht, wieder aktiv am Gemeinwohl
teilzuhaben und Angebote speziell auf Kuckt-NutzerInnen auszurichten. Dieses ermöglicht
KuckT-Besitzern eine Partizipation am gesellschaftlichen Leben trotz prekärer
finanzieller Situation und sollte abdriften in Frustration und Langeweile verhindern,
soweit es durch minimalen Aufwand, der durch KuckT betrieben wird, überhaupt
möglich ist. |
| GÖSF streicht Ermäßigung für SozialhilfeempfängerInnen Schwimmbäder
in Göttingen Bei einer Versammlung im Foyer des Arbeitsamtes im November 2004 stellten die dort zusammengekommenen Arbeitslosen u.a.folgende Forderungen auf: Freier oder ganz stark ermäßigter Zugang zu Kultureinrichtungen / Sozialtickets für öffentliche Einrichtungen sowie Zug und Bus Die
GöSF sackt städtische Gelder ein - dafür muß sie auch soziale
Kritierien berücksichtigen Tennisplätze
für Arbeitslose vergünstigt zugänglich machen oder verkaufen! Politik
ist gefragt und kommt in Bewegung Die
Verantwortlichen |
| Protest
gegen Erhöhung der Schwimmbadpreise >>
Infos der BI Bei den Freizeit- und Breitensportlern sind es gerade Schüler, Studenten und Rentner, denen durch die steigenden Kosten das regelmäßige Ausüben der populären Freizeitsportart Schwimmen zu angemessenen Preisen unmöglich gemacht wird. Dieses Vorgehen ist zutiefst unsozial! Darüber hinaus steht die geplante Abschaffung der Dauerkarten in krassem Widerspruch zu den unter Punkt 2.3.6 des Sportkonzepts der Stadt formulierten Ziele: "Eine verstärkte Mobilisierung der ungebunden und nichtsporttreibenden Bevölkerung soll durch entsprechende Marketingaktivitäten - u.a. auch des Sport- und Bäderamtes - erreicht werden." Diesem Anspruch wird mit den viel zu teuren Badetarifen ein Riegel vorgeschoben. Die Möglichkeit zu verträglichen Preisen regelmäßig schwimmen zu können, sowie Dauerkarten für die Freibadsaison zu erwerben, sind u.a. in Northeim, Osterode, Hannover und Braunschweig gegeben. Göttingen würde sich durch die geplanten Maßnahmen einmal mehr auf einen Abstiegsplatz manövrieren." | |
| Samstag
den 2.2.02 war die "Bürgerinitiative Göttingen" mit einem Infostand
am Marktplatz vor dem Alten Rathaus und sammelte Unterschriften gegen die Erhöhung
der Schwimmbadpreise. Hauptforderung: | |
| In
einer Gegenüberstellung macht sie deutlich, dass die Einzeleintritte bei "Erwachsenen"
um 22,3 % erhöht werden sollen, bei "Ermäßigten" sogar um 46,5 %. Gravierender
sei jedoch die ersatzlose Streichung der Dauer- und Fünferkarten. Das geplante
neue Rabattsystem ist eine schlechte Kompromisslösung. Die Besucher der Freibäder
können sich ab Mai 2002 "Spar Cards" kaufen, wie sie bereits im Badeparadies
in Benutzung sind.
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