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Spieleautoren-Treffen in Göttingen

1982 wurde das "Spieleautorentreffen" vom Göttinger Spieleautor Reinhold Wittig initiiert und es sich inzwischen zur weltweit größten Veranstaltung dieser Art entwickelt. Es handelt sich um eine Ideenbörse für zukünftige Spielentwicklungen, bei der Prototypen neuentwickelter Spiele in handgebastelten Mustern zu sehen sind.

Reinhold Wittig / 2009

Der Reiz der Veranstaltung liegt in immer wieder unerwartet neuen Ideen der SpieleautorInnen. Besonders sympatisch ist die Einschätzung der VeranstalterInnen, dass viele AutorInnen ihre Prototypen ohne Rücksicht auf Marktmechanismen und Materialbeschränkungen präsentieren, also echte Leidenschaft zeigen.

Über 7000 Prototypen sind während der bisherigen SpielautorInnentreffen vorgestellt worden. Mehrere hundert davon sind zum Teil in hohen Auflagen produziert und verkauft worden. Alle wesentlichen Auszeichnungen für Spielautoren werden während dieses Autorentreffens vergeben. So der "Förderpreis für Nachwuchsautoren", der von der Jury "Spiel des Jahres" mit 2.500 Euro ausgestattet ist.

Spieleautorentreffen 5. und 6. Juni 2010

Die Spielewelt blickt am 5. und 6. Juni 2010 nach Göttingen. In der Stadthalle treffen sich zum 29. Mal bekannte und unbekannte Spieleautoren. Für das interessierte Publikum besteht am Sonntag, 06.Juni 2010, von 10.00 bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, etwa 300 Spieleneuheiten zu testen und einige auch schon zu kaufen. Ermöglicht wird ein Blick hinter die Kulissen. Spieleunikate werden vorgestellt, um dann irgendwann in ein oder zwei Jahren in die Kaufhausregale zu kommen. Der Vergleich lohnt und fällt meist gar nicht so schlecht für die etwa 200 Autoren aus ganz Europa und den USA aus, die in Göttingen ihre Neuheiten vorstellen. Daneben stehen Autorenpreise im Vordergrund des Treffens in Göttingen. Alle entscheidenden Auszeichnungen für Spielautoren werden während des Autorentreffens in Göttingen vergeben. Wie in den letzten Jahren stellen mehr als 30 Nachwuchskräfte zum ersten Mal ihre Spielideen in Göttingen vor. Für sie hat die Jury "Spiel des Jahres" den "Förderpreis für junge Autoren" ausgeschrieben, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 6. Juni, um 10.30 Uhr in der Stadthalle statt. Ebenfalls am Sonntag werden die Preisträger des „Wettbewerbs für Spielautoren“, der seit nunmehr 22 Jahren erfolgreich in Herne durchgeführt wird, ihre Auszeichnung in Göttingen erhalten. Aus diesem Wettbewerb sind viele erfolgreiche Spiele hervorgegangen, u. a. das Spiel des Jahres 1997 „Mississippi Queen“. -
Außerdem verleiht die Stadt Göttingen zum vierzehnten Mal den „INNO-SPATZ“ für besonders innovative Leistungen im Spielebereich. Ideell handelt es sich dabei um die wichtigste Auszeichnung für Spieleautoren, mit der ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden ist. Gewürdigt wird 2010 „BoardGameGeek“, die größte Spieledatenbank, die Spiele, Spieleautoren und Spieleverlage katalogisiert. Weltweit greifen Spielinteressierte bei der Suche nach Informationen über Spiele auf diese Seite zurück, deren Macher am 5. Juni um 14.00 Uhr im großen Saal der Stadthalle den „INNO-SPATZ“ erhalten.

Reinhold Wittig bei der Spieleerprobung für Publikum in der Wasserscheune Erbsen 2009

Beispiele für 2010 beteiligte Autorinnen und Autoren und ihre Spiele:

  • Ganz mathematisch geht es zu, wenn Christoph Lackmann aus dem oberfränkischen Frensdorf Würfelergebnisse mittels eines eigens konstruierten Würfelturms in ein Dreieckgitter verteilen lässt. Sein „Würfelfux“ ermöglicht interessante Kniffel-Variationen.
  • Um Zahlen geht es auch bei „Memo Pi“ des Nörten-Hardenbergers Bilian Proffen, der ein Merkspiel mit Zahlen, Farben und geometrischen Figuren rund um die Zahl Pi entwickelt hat.
  • Eine ganz neue Dimension von „Vier gewinnt“ eröffnet das Spiel „Vier“ des Veranstalters Reinhold Wittig, bei dem es gilt, den Überblick über die unterschiedlichsten Vierervarianten zu behalten. Eine pfiffige Idee, die mit viel Taktik und etwas Glück zum Spielsieg führt.
  • Ganz außergewöhnliche Spiele stellt Samantha Neustädter aus Bremen vor. Die bildende Künstlerin schafft spielerische Kunstwerke in limitierten Auflagen. Sie verbindet mit ihren Ideen strategische Elemente und Zufallsprinzipien. Herausgekommen sind dabei das einfache Laufspiel „Teleportation“ mit unterschiedlichen Spielplänen, das an Rommé angelehnte „5x10“ mit eindrucksvoll gestalteten Künstlerkarten und die Schachvariante „Geldschach“, an der sich auch mehr als zwei Spieler beteiligen können.
  • Eine weitere Schachvariation bringt die Berlinerin Simone Schmidt mit „Zebrazone“ mit nach Göttingen. Ihr gelingt eine Umsetzung, die auch als Raumdekor dienen kann. -Auf ihrem Schachbrett bewegen sich ausschließlich Springerfiguren, ergänzt durch schwarz-weiße Zebras, die Jokerfunktion in ihrer raffinierten Spielidee übernehmen.
  • Wer es komplexer möchte, wird bei den Düsseldorfern Stephan Rensing und Dietrich Potthoff fündig. Die beiden Autoren entführen in ihrem strategischen Geschichtsspiel „Ränke der Fürsten“ in die mittelalterliche Königswahl. Dabei gilt es, die Kontrolle über die zur Wahl wichtigen Kurfürsten zu gewinnen.
  • Wer lieber Science Fiction mag, dem gefällt wahrscheinlich „Space Corporations“ von Andreas Wolfsteller aus Leipzig. So wie der Mond in Schätzings neuem Roman „Limit“ Energie für die Erde liefert, so suchen Bergbauunternehmen bei Wolfsteller in einem bisher unerschlossenen Asteroidenfeld nach Rohstoffen.
  • Auf ganz andere Spuren begibt sich der Kölner Andreas Verweyen, der der „DNA“ nachspürt., der Trägerin der Erbinformation. Und um die Paarbildung geht es in dem Spiel, in dem vier richtige Teile so schnell wie möglich gefunden werden müssen.
  • Den kritischen Blicken der Verlagsredakteure und der spielinteressierten Göttinger Bevölkerung stellen sich auch die Niedersachsen Benedikt und Martin-Ernst Kraus. Bei ihnen dreht es sich nicht um die Bausteine des Lebens, sondern um Virenbekämpfung in einem Labor, also in einem geschützten Raum. Virenbausteine dürfen dabei nicht mit der bloßen Hand berührt werden, stattdessen werden sie mit Hubgreifern in den Raum gesetzt und dort zusammengebaut. Das Ziel des Spiels besteht darin, allein oder im Team in einer vorgegebenen Zeit einen Antikörper zu entwickeln, bevor eine Epidemie um sich greift.
Spielesammlung ...

Veranstalter: Reinhold Wittig, Edition Perlhuhn, Wieland Herold, www.spielundautor.de

 

 

Rückblicke auf frühere Spieleautorentreffen

Spieleautorentreffen 2. und 3. Juni 2007 .

14.00 Uhr Eröffnung des 26. Spieleautorentreffens in Göttingen, Großer Saal, Stadthalle, Albaniplatz 2 2.6. + 3.6. Spieleautorentreffen

Rund 200 Spieleautoren aus ganz Europa treffen sich am 2. und 3. Juni 2007 in der Stadthalle zum Spielautorentreffen. Die Preisverleihung "Spiel des Jahres" erfolgt am Sonntag, 3. Juni, um 10.30 Uhr in der Stadthalle . Zum fünften Mal erhalten ebenfalls am Sonntag die Preisträger des "Wettbewerbs für Spielautoren", der seit nunmehr 19 Jahren erfolgreich in Herne durchgeführt wird, ihre Auszeichnung in Göttingen. Zum elften Mal wird der von der Stadt Göttingen gestiftete "INNO-SPATZ" für besonders innovative Leistungen im Spielebereich vergeben. Ideell handelt es sich dabei um die wichtigste Auszeichnung für Spieleautoren, materiell ist damit ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden. Erstmalig erhält diesen Preis ein Autor, der schon 1995 mit dem "Förderpreis für Nachwuchsautoren" ausgezeichnet wurde. Jens Peter Schliemann gehört zu den erfolgreichen jungen Autoren, die ausgefallene Spielentwicklungen vorzuweisen haben, z.B. sein Spiel "Nacht der Magier", ein Spielerlebnis im Dunkeln. Nach der Eröffnung der Veranstaltung am 2. Juni um 14 Uhr durch Bürgermeister Wilhelm Gerhardy im großen Saal der Stadthalle würdigt Prof. Dr. Ingo Althöfer von der Universität Jena die Arbeit Schliemanns. Während der Eröffnungsveranstaltung vergibt die Spieleautorenzunft den Medienpreis "ALEX", BesucherInnen haben am Sonntag, 3. Juni 2007, von 10 bis 14 Uhr die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Spielentwicklungen zu werfen.

 

Spieleautorentreffen 24. und 25. Juni 2006 Stadthalle.

"Erwartet werden rund 200 Teilnehmer aus Europa, Australien und Nordamerika. Inzwischen sind während der Veranstaltungen in Göttingen rund 7.000 Prototypen für Spiele präsentiert worden. Mehrere hundert gingen den Weg vom selbst gebastelten Muster zur professionellen Produktion. Mit einer kleinen Zeitungsnotiz hat 1982 alles angefangen. Der Geologe Reinhold Wittig, einer der bekanntesten Spielautoren Deutschlands, lud Kollegen zu einem Erfahrungsaustausch nach Göttingen ein. 50 Autoren, Journalisten und Verlagsredakteure folgten der Einladung. Niemand ahnte damals, dass daraus eine Erfolgsgeschichte für die Spieleautoren-Zunft werden sollte. Das Göttinger Spieleautorentreffen lebt seit Beginn von der Ideenvielfalt der ausstellenden Autoren. Ein scheinbar nie versiegender Quell schöpferischer Kraft fasziniert jedes Jahr neu die Besucher. Die Unbekümmertheit, mit der gerade die neuen Autoren ihre Prototypen ohne Rücksicht auf Marktmechanismen und Materialbeschränkungen präsentieren, zeigt, wohin die Spielelandschaft sich entwickeln kann. Die Erfolge können sich sehen lassen: Dauerbrenner wie das "Ver-Rückte Labyrinth" von Max Kobbert, "Barbarossa" und "Adel Verpflichtet" von Klaus Teuber sind in Göttingen entdeckt worden. Die in Göttingen gezeigten Prototypen des Jahres 2006 werden die Verlagsprogramme 2007 und 2008 entscheidend prägen. Alle wichtigen Auszeichnungen für Spieleautoren werden seit einigen Jahren während des Autorentreffens in Göttingen vergeben: So der "Förderpreis für junge Autoren", der von der Jury "Spiel des Jahres" mit 2500 Euro ausgestattet ist. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 25. Juni, um 10.30 Uhr in der Stadthalle statt. Zum vierten Mal erhalten ebenfalls am Sonntag die Preisträger des "Wettbewerbs für Spieleautoren", der seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich in Herne durchgeführt wird, ihre Auszeichnung in Göttingen. Ein Jubiläum feiert auch der von der Stadt Göttingen gestiftete "INNO-SPATZ", der zum 10. Mal für besonders innovative Leistungen im Spielebereich vergeben wird. Ideell handelt es sich dabei um die wichtigste Auszeichnung für Spieleautoren, materiell ist damit ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden. Erstmalig wird mit der Universität Jena eine Institution ausgezeichnet, die sich im besonderen Maße um das Spiel verdient gemacht hat. Die Leistungen der Universität würdigt zur Eröffnung der Veranstaltung am 24. Juni um 14.00 Uhr im großen Saal der Stadthalle Peter Lemcke, der Leiter des Deutschen Spielemuseums. Für Besucher besteht am Sonntag (25. Juni 2006) von 10.00 bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Spielentwicklungen zu werfen.

 

Spieleautorentreffen 2005
05.06.05 Stadthalle: Stadthalle: 24. Göttinger Spieleautorentreffen Zum 24. Mal treffen sich rund 200 unbekannte und bekannte Spieleautoren zum Gedankenaustausch und zum Spieletest mit interessierten Gästen.
Das von dem Göttinger Spieleerfinder Reinhold Wittig in den achtziger Jahren initiierte Autorentreffen zieht immer weitere Kreise, wird internationaler. Neben Spieleautoren aus England kommen in diesem Jahr Gäste aus Italien, Frankreich, Österreich, Holland, Belgien Luxemburg und den Vereinigten Staaten. Darunter viele bekannten Autoren wie Dr. Reiner Knizia, der aus England anreist und Niek Neuwahl aus Italien. Aus den USA kommt Alan Moon, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Spielautoren (SAZ). Alle entscheidenden Auszeichnungen für Spielautoren werden inzwischen während des Autorentreffens in Göttingen vergeben.
Wie in den letzten Jahren stellen mehr als 30 Nachwuchskräfte zum ersten Mal ihre Spielideen in Göttingen vor. Für sie hat die Jury "Spiel des Jahres" den "Förderpreis für junge Autoren" ausgeschrieben, der mit 2500 Euro dotiert ist. Die Preisverleihung findet am Sonntag, dem 5. Juni, um 10.30 Uhr in der Stadthalle statt. Zum dritten Mal erhalten ebenfalls am Sonntag die Preisträger des "Wettbewerbs für Spielautoren", der seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich in Herne durchgeführt wird, ihre Auszeichnung in Göttingen. Aus diesem Wettbewerb sind viele erfolgreiche Spiele hervorgegangen, u. a. das Spiel des Jahres 1997 "Mississippi Queen". In diesem Jahr geht der erste Preis nach Japan.
Außerdem verleiht die Stadt Göttingen zum neunten Mal den "INNO-SPATZ" für besonders innovative Leistungen im Spielebereich. Ideell handelt es sich dabei um die wichtigste Auszeichnung für Spieleautoren, materiell ist damit ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden. Der Preis geht in diesem Jahr an Peter Lemcke, den Direktor des Deutschen Spielemuseums in Chemnitz.
Die Eröffnung der Veranstaltung am 4. Juni um 14.00 Uhr im großen Saal der Stadthalle ist ihm gewidmet, die Laudatio hält der Spieleautor und SPATZ-Preisträger des Vorjahres Niek Neuwahl. Erstmalig vergibt die Spielautoren-Zunft (SAZ) einen mit 1000 Euro dotierten Medienpreis, den ALEX. Mit dem ALEX werden Journalisten geehrt, die durch ihre Arbeit das Erlebnis Spielen und die gesellschaftliche Bedeutung des Spiels auf verständliche Weise darstellen und einer breiten Öffentlichkeit näher bringen. Der Preisträger wird während der Eröffnungsveranstaltung bekannt gegeben. Die Ehrung findet am Abend durch den Amerikaner Alan Moon im Holbornschen Haus statt.

Für Besucher besteht am Sonntag von 10.00 bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, Spieleneuheiten zu testen und einige auch schon zu kaufen. Interessenten des Treffens bietet sich ein Blick hinter die Kulissen der Spielentwicklung. Rund 300 Spieleunikate werden vorgestellt, um dann irgendwann in ein oder zwei Jahren in die Kaufhausregale zu kommen. Das "Spiel des Jahres" 2006 wird vielleicht dabei sein.

 

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