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Antifa / GfbV

(2.10.03) Am 20.9.03 startete eine Antifa-Demonstration um 14 Uhr am Platz der Synagoge um gegen die Gesellschaft für bedrohte Völker zu demonstrieren. (Der Aufruf dazu war auf der Webseite der autonomen Antifa dokumentiert, aber Seite http://puk.de/aam/kampagnen2003.htm gibt es nicht mehr - die aam hat sich aufgespalten, das Flugblatt ist aber dokumentiert bei indymedia

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Tilman Zülch, Generalsekretär der GfbV, 30.1.04 im IWF mit einem Bericht über die GfbV-Arbeit im Kosovo

Tilman Zülchs Auffassung und Aktivitäten bezüglich eines "Zentrums gegen Vertreibung" wie es der rechts stehende Bund der Vertriebenen  errichten will, sind scharf zu kritisieren. 
Die Arbeit der GfbV reduziert sich allerdings nicht auf auf dieses Thema und nicht auf Generalsekrektär Tilman Zülch, sondern umfaßt Kampagnen zum Schutz von Minderheiten, die rassistischen Angriffen ausgesetzt sind. Diesen Teil der Arbeit zu desavouieren mit der Begründung, "bedrohte Völker" zu schützen sei "völkische Gesinnung", ist demagogisch. Hier sollte man stattdessen die Projekte und Forderungen der GfbV im Einzelnen bewerten, z.B.:

Roma und Aschkali aus dem Kosovo weiter Schutz gewähren!

Kritik an Kroatien wegen Unterdrückung der serbischen Minderheit im Lande unter dem Titel "Gestern Opfer, heute Täter")

Residenzpflicht abschaffen Flüchtlinge in Deutschland menschenwürdig behandeln!

Freilassung von 6.500 kurdischen politischen Gefangenen in der Türkei von GfbV gefordert

Kritik an US-Regierung wegen Unterdrückung der Indianer

Kritik an Menschenrechtsverletzungen Israels und der palästinensischen Autonomiebehörde, zit: GfbV-Webseite: "Seit der Regierungsübernahme durch Ariel Sharon herrscht in Israel und Palästina die nackte Gewalt. Sharon steht nicht für Frieden, sondern für Abenteurertum und Fortsetzung der israelischen Expansion"  in der Zeitschrift Pogrom finden sich aber auch Sätze wie "Das Paradoxe an der Lage der Palästinenser ist, dass auch die palästinensische Autonomiebehörde die Menschenrechte der eigenen Landsleute verletzt."

Wie die Diskussionsseiten in Indymedia zeigen, scheint der erste Vorstoß in Form einer Demonstration gegen die GfBV anscheinend von der Berliner Gruppe aano gekommen zu sein, auf deren Webseite das Transparent "Solidarität mit Israel - Für den Kommunismus" zu finden ist. Völker hört die Signale!  der Ursprung der Kampagne kommt aus dem antideutschen Lager. Aber warum wurde nicht gegen den Hauptverursacher, den Bund der Vertriebenen sondern gegen die GfbV demonstriert?
Seit 1993 hat die Gesellschaft für bedrohte Völker einen Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Dazu vermerkt die GfbV auf ihrer Webseite: "Eine Gruppe der häufig von Kritik betroffenen Staaten setzen alles daran, um ihnen (den Nicht Regierungs Organisationen) – und damit auch uns - die aktive Teilnahme so schwierig wie nur möglich zu bereiten."
Die GfbV gewinnt durch ihren Beratungsstatus bei der UNO internationalen Einfluß. Nun möge man sich klarmachen, dass die GfbV  im Palästina-Konflikt  auch Israels Menschenrechtsverletzungen kritisiert. Das muß der israelischen Regierung und folglich auch den Antideutschen ein Dorn im Auge sein. Das scheint eine mögliche Erklärung für die Kampagne der antideutschen Antifa gegen die GfbV zu sein, denn durch die Kampagne der Antifa gegen die GfbV wird deren Ansehen geschwächt, und wenn die GfbV im Rahmen des Palästina-Konfliktes Menschenrechtsverletzungen Israels anprangert, könnten ihre Erklärungen eher als "antisemitische Position einer rechten Gruppierung" denunziert werden.
Vermutlich deshalb wurde nicht allein die Person Tilmann Zülch, oder, was noch richtiger gewesen wäre, direkt der Bund der Vertriebenen kritisiert, sondern die "GfbV" wurde als "völkisch" in die rechte Ecke gestellt:
"Völkische Ideologien bekämpfen, GfbV schließen! ZGV verhindern!" (Forderungen auf dem Flugblatt der Antifa). "Unser Ziel, die völkische Politik der GfbV ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren, ist aufgegangen." (Presseerklärung  der aam).

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TeilnehmerInnenzahl: Von einer Randbemerkung zur never ending story (8.10.03)
Eine Anmerkung von uns am 2.1.0.03 lautete:
"In der Berichterstattung fiel auf, dass von 170 Demonstranten berichtet wurde, auf den entsprechenden Fotos, die im Lokalblatt aber auch bei der aano veröffentlicht wurden, nur ca. 45 Leute zu zählen sind."
Dieser obige Absatz bezog sich auf ein Foto auf dem recht deutlich nur 45 Leute zu sehen waren,  in der Bildunterschrift aber von 120 Personen die Rede war. Nachdem überregional dann von 170 Demonstranten berichtet wurde, wollten wir auf diese wahrnehmbare Differenz hinweisen.
Damit mochten sich einige Leute nicht abfinden, behaupteten goest würde falsch berichten und wiese als Beweis dafür auf ein paar Fotos bei indymedia hin. Das aben wir nachgeprüft und diese Fotos genauer angeschaut, haben sie vergrößert und gezählt Das Resultat ist: es sind einfach nicht mehr als 55 Leute auf den Bildern gewesen.

2 Aufnahmen von der Demonstration wie sie bei indymedia als Beleg für falsche Berichterstattung von goest veröffentlicht wurden:
http://www.de.indymedia.org/2003/09/62057.shtml
Suchbild 1: ca. 42 Personen - suche die fehlenden 128 indymedia
Suchbild 2: ca. 55 Personen - suche die fehlenden 115 indymedia
Suchbild 3: ca. 45 Personen (Foto im Göttinger Tageblatt)

So nun ists aber gut !