Goettinger
Stadtinfo Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
Neues
Bundesbüro der GfbV in der Geiststrasse |
Rahmenveranstaltungen zur Jahreshauptversammlung 2010 der GfbV Veranstaltungsort: Ballettschule "art la Danse", Geiststraße 6, Nachbarhaus der GfbV Samstag, den 09.10.2010, 20 Uhr "Ist Frieden möglich?" -- Podiumsdiskussion der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Dr. Ahmed Tibi, arabisches Mitglied der Knesset in Jerusalem, und einem Vertreter des Zentralrates der Juden in Deutschland Eintritt frei Samstag, den 09.10.2010, 21 Uhr "Lasst die jüdische Sprache nicht verstummen/Farstumt nit doss jiddische loschn" Liederabend mit dem Trio Felicitas Niegisch (Gesang), Hanno Botsch (Klavier/Violine) und Andres Buchholz (Kontrabass) Eintritt frei Sonntag, den 10.10.2010, 10 Uhr Menschenrechts-Workshops: 1. Sahara: Das Leid der Tuareg, 2. Chile: Die Unterdrückung der Mapuche, 3. Pulverfass Nahost -- Haben Mandäer, Assyrer-Chaldäer-Aramäer, Yeziden und Kurden eine friedliche Zukunft? 4. Bosnien-Herzegowina und Südsudan/Darfur: Strategien gegen Völkermord, 5. Afghanistan: "Warlords im Visier" Eintritt frei Sonntag, den 10.10.2010, 12.30 Uhr Jürgen Trittin, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Bundesminister a.D.: "Außenpolitik und Menschenrechtsarbeit für Minderheiten" Eintritt frei
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Victor-Gollancz-Preis 2009 Die
GfbV vergibt den Victor-Gollancz-Preis seit dem Jahr 2000. Er ist 2009 mit einem
symbolischen Preisgeld von je 2.500 Euro verbunden. Unter den bisherigen Preisträgern
sind die Mütter von Srebrenica (Bosnien), der frühere russische Menschenrechtsbeauftragte
Sergej Kowaljow und Dr. Halima Bashir (Darfur/Westsudan). Der Preis ist nach dem
britisch-jüdischen Humanisten, Verleger und Schriftsteller Victor Gollancz (1893-1967)
benannt, der Zeit seines Lebens Verbrechen gegen die Menschlichkeit bekannt machte
und Hilfe für Überlebende mobilisierte. Der Preis wird im Rahmen der diesjährigen
Mitgliederversammlung der GfbV verliehen, zu der am 14. und 15.11.2009 rund 150
Delegierte in Göttingen erwartet werden. Sie werden in Arbeitsgruppen über Strategien
künftiger GfbV-Menschenrechtskampagnen diskutieren. Für den katholischen Indianermissionsrat CIMI aus Brasilien wird dessen Generalsekretär José Eden Pereira Magalhães (Brasilia), den Preis entgegennehmen. 1972 von der Brasilianischen Bischofskonferenz gegründet und von Befreiungstheologen getragen, arbeiten heute mehr als 300 Laien, Ordensleute und Priester für CIMI. Sie scheuen keine Strapazen, sich persönlich ein Bild von den Problemen indigener Gemeinschaften auch mitten im unzugänglichen Amazonasgebiet zu machen. Sie notieren Klagen und Vorwürfe der Indianer gegen Eindringlinge, dokumentieren Landrechtsverletzungen, entwerfen zusammen mit Betroffenen Strategien des Widerstandes, treten bei Behörden oder in politischen Gremien als ihr Anwalt auf und suchen weltweit Verbündete für die Ureinwohner. MEMORIAL bekommt die Auszeichnung als "Verneigung vor dem beispiellosen Mut ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für ihr aufopferungsvolles Menschenrechtsengagement in einer feindlich gesinnten Umgebung täglich ihr Leben riskieren". Die russische Menschenrechtsorganisation wurde während der Perestroika 1988 gegründet und besteht heute aus 80 unabhängigen Organisationen vor allem in den GUS-Staaten. Memorial widmet sich sowohl der Bewältigung der stalinistischen Vergangenheit als auch der Recherche, Dokumentation und Veröffentlichung gegenwärtiger Menschenrechtsverletzungen u.a. in Tschetschenien und Inguschetien. Mitarbeiter werden deshalb immer wieder mit dem Tod bedroht. Auch die beiden Mordopfer Anna Politkowskaja und Natalja Estemirowa arbeiteten für MEMORIAL 11.11.09/
Aktuelle nachträgliche Meldung:
Memorial-Preisträger vor Gericht |
Afghanistan
24. März 2010 Victor-Gollanz-Haus: Geiststraße 7, um 19:30 Uhr "Afghanistan - Warlords im Visier" Vortragsabend mit dem ARD-Radio-Journalisten Marc Thörner und dem GfbV-Referenten Tillmann Schmalzried über die verdrängte zweite Front des Afghanistankonfliktes, den Kampf gegen die Warlords. Dabei gefährdet besonders diese mächtige Gruppe den Aufbau eines Rechtsstaates - sie lassen Kritiker und ethnische Minderheiten verfolgen. Durch Drogen-,Waffenhandel und bewaffnete Milizen gefährden sie gleichzeitig die Sicherheitslage in Afghanistan. Als Gouverneure sind sie sowohl zu Partnern der vor Ort tätigen NGOs als auch der ausländischen ISAF Truppen sowie Teil der afghanischen Regierung geworden. Deutschland kooperiert eng mit den Kriegsfürsten und schaut bei Menschenrechtsverletzungen im eigenen Zuständigkeitsbereich weg. Die jetzige Afghanistanstrategie der Bundesregierung bietet keine Lösungsansätze für eine Eindämmung der durch den Machtmissbrauch der Warlords geschaffenen Probleme. Der Einfluss der Warlords wird in der deutschen Presse und Politik nur selten thematisiert und ist der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt. Marc Thörner füllt diese Lücke. Er wird unter anderem aus seinem neu erschienenen Buch "Afghanistan Code" (Edition Nautilus) lesen und von seinen Recherchen in Afghanistan für das Radiofeature "Morde im Norden" berichten. (Sein Feature "Wir respektieren die Kultur", das der Arbeit an dem Buch voranging, wurde mit dem Otto-Brenner Preis für kritischen Journalismus 2009 ausgezeichnet.). Tillmann Schmalzried wird über seine Arbeit für afghanische Menschenrechtler informieren und auf Hintergründe der Warlordherrschaft eingehen. Gemeinsam werden beide mögliche Lösungsansätze diskutieren und Fragen des Publikums beantworten. Der Eintritt ist frei. > Afghanistan-Seite in GOEST Indianer Mittwoch,
4. März 2009 um 20 Uhr, Auf seiner Vortragsreise durch Deutschland, Österreich
und die Schweiz macht Henry Red Cloud, in 5. Generation Nachfahre des berühmten
historischen Chief Red Cloud, am kommenden Mittwoch (10. März) in Göttingen
Station. Er wird uns von dem Leben auf der Reservation, der Lakota Kultur und
seinen Erfahrungen mit der Bisonzucht sowie den Projekten zur Landnutzung des
traditionellen Landes seines Volkes berichten. Vor Schülern des Göttinger
Felix-Klein-Gymnasium wird er am folgenden Tag einen Vortrag halten und dann am
Nachmittag das Bioenergiedorf Jühnde besuchen. Village
Earth setzt sich dafür ein, der Ausbeutung ökonomischer wie natürlicher Ressourcen
auf der Lakota-Reservation ein Ende zu setzen, indem es den Lakota Ranchern. Bei
der Rückgewinnung ihrer Landtitel juristisch berät und unterstützt. Dieses sehr
bürokratische Verfahren dauert zwischen einem und eineinhalb Jahren. Insgesamt
hat Village Earth bis heute über 75 Bisons auf der Pine Ridge Reservation angesiedelt
und den Familien übergeben. Fünf Lakota Bison Rancher haben sich offiziell zur
"Lakota Bison Caretaker Association" zusammen geschlossen. Gemeinsam arbeiten
sie mit Village Earth daran einen Businessplan zur Vermarktung des Bisonfleisches
zu erarbeiten. Sie wollen sich auf eigenem Land eine Existenz aufbauen. Ihre Pläne
reichen von weiteren Bisonzuchten über Gartenbau bis hin zu Pensionen für Ökotourismus.
"Frieden
und Freiheit für die Kurden in der Türkei"
Donnerstag, 14. Januar 2010 Uhrzeit: 20:00 Uhr Ort: Victor-Gollancz-Haus für Menschenrechte,
Geiststraße 7, 37073 Göttingen Eintritt frei. Spenden erwünscht!
Tibetinitiative
Deutschland e.V. und GfbV Tibeterin singt Lieder über ihre Heimat und stellt ihre Biographie vor. Die Tibeterin Soname Yangchen wird am Donnerstag bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) besonders bewegende Kapitel aus ihrem Autobiographie "Wolkenkind" lesen und Lieder über ihre Heimat vortragen. ein. In ihrem Buch "Wolkenkind" schildert die 1973 in der tibetischen Provinz Yarlung geborene Soname Yangchen ihr abenteuerreiches Leben und den langen Weg, den sie zur Freiheit gehen musste. Die Kindheit und Jugend von Soname Yangchen war von Gewalt, Einsamkeit und Sklaverei geprägt. Ihre Eltern, die aus altem tibetischen Adel stammten, waren während der Kulturrevolution in China 1966-1976 besonderer Repression und Verfolgung ausgesetzt. Als Sechsjährige wurde Soname Yangchen nach Lhasa geschickt, um ihr eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Doch dort verhinderten Behörden, dass sie die Schule besucht. Stattdessen musste sie wie eine Gefangene als Haushaltshilfe arbeiten. Mehrmals floh sie zurück zu ihren Eltern. Ihr faszinierender Mut und ihre Unerschrockenheit halfen ihr schließlich bei der Flucht über den Himalaya. Schon in frühen Jahren war die Musik ihr innerer Fluchtweg aus ihrem traurigen Dasein. Heute lebt sie in Großbritannien und wirbt mit ihrer Stimme für ein freies Tibet. Wir freuen uns auf die musikalische Kostprobe ihrer selbst komponierten und getexteten Lieder, die sie uns im Anschluss an ihre Lesung geben wird. Den Vortrag und die Lesung hält der Tibetexperte und Übersetzer Alfred Röwer.
Tibetabend
Tibetabend
/ GfbV, Geiststraße 7, 20 Uhr, Tibet-Abend ,
22.09.2009 / Pressetext und Fotos des Verlags / Lungta Verlag – Verlag der Tibet Initiative Deutschland e.V. Greifswalder Str. 4 , 10405 Berlin www.lungta-verlag.de Eine Chronologie der Ereignisse 2008 in Tibet Als am 10. März 2008 in Lhasa Unruhen ausbrechen, beginnt die tibetische Schriftstellerin Tsering Woeser – zunächst als Blog – die täglichen Proteste, ihre Ausdehnung über ganz Tibet und die Reaktionen der chinesischen Sicherheitskräfte zu dokumentieren. Zu einer Zeit, als ausländische Beobachter des Landes verwiesen werden und China nur die eigene Propaganda über die Zustände in Tibet an die Öffentlichkeit lässt, wird Woesers Blog für ihre Landsleute in Tibet, China und im Exil zu einer Nachrichtenquelle von unermesslichem Wert. Heute sind ihre Berichte ein aufrüttelndes Zeugnis der anhaltenden Unterdrückung in Tibet. Taschenbuch, ca. 300 Seiten, € 16,95, ISBN 978-3-00-028220-1 Erscheinungstermin: Oktober 2009 Tsering Woeser wurde 1966 in Lhasa geboren. Im Anschluss an ihr Studium der chinesischen Literatur hat sie als Journalistin in Tibet gearbeitet, bis sie 2003 aus politischen Gründen nach Peking ziehen musste. Ihr 2003 erschienenes Buch "Notes on Tibet" wurde wegen "ernsthafter politischer Fehler" von der chinesischen Regierung verboten. Seither publiziert sie in Taiwan und den USA und hat mit ihren Gedichten, Essays und Prosa internationale Berühmtheit erlangt. 2007 wurde ihr der "Freedom of Expression Award" der Norwegian Authors' Union verliehen. Tsering Woeser gilt gegenwärtig als die bedeutendste tibetische Schriftstellerin in Tibet und China. In Peking lebt sie mit ihrem Mann, dem chinesischen Schriftsteller und Tibetologen Wang Lioxing. Die chinesischen Behörden haben sie wiederholt unter Hausarrest gestellt und verweigern ihr die Ausreise. 7.
12.08, Aula am Wilhelmsplatz 10-14 Uhr Victor-Gollancz-Haus
der Gesellschaft für bedrohte Völker Geiststraße 7 , 3.3.08 , 20 Uhr Veranstaltertext : "Es berichten Almir Suruí, Sprecher der nur höchstens noch 350 Suruí-Indianer im brasilianischen Bundesstaat Rondônia und Vorsitzender ihrer Organisation "Metareilá" sowie Direktor der Umweltabteilung beim "Dachverband der indigenen Organisationen des brasilianischen Amazonasgebiets" (COIAB) und Dr. Márcio Meira, Präsident der staatlichen Behörde Brasiliens für indigene Angelegenheiten (FUNAI). Das Überleben der Surui-Indianer, die sich selbst Paiter nennen, ist extrem gefährdet. Beinahe wäre ihnen in Rondonia der erste Kontakt mit Weißen 1968 zum Verhängnis geworden. Durch eingeschleppte Krankheiten starben damals in kürzester Zeit 95 Prozent der rund 5.000 Surui. Nur 250 überlebten. Seit dieser Katastrophe hat sich die Zahl der Surui kaum erhöht. Jetzt ist ihre kleine Gemeinschaft erneut bedroht. Illegale Holzfäller und Viehzüchter drängen in ihr Gebiet, das auch für den Bergbau interessant ist. Die Errichtung eines Wasserkraftwerks am Rio Madeira und einer Gaspipeline von Urucu gefährdet sie zusätzlich. Doch gegen diese neuen Gefahren haben die Surui Gegenstrategien entwickelt und sich starke Partner gesucht: In Zusammenarbeit mit Google Earth ermitteln sie, wo auf ihrem Gebiet illegal Holz eingeschlagen wurde, und gemeinsam mit dem brasilianischen Umweltministerium und der FUNAI führen sie Wiederaufforstungsprogramme durch. Denn immer schneller fällt der Amazonas-Regenwald den Kettensägen legaler und illegaler Holzfäller zum Opfer. Je höher der Weltmarktpreis für Soja oder Zuckerrohr steigt, umso mehr dehnen sich die Plantagen auch auf indianisches Land aus. Denn beide sind wichtige Rohstoffe für den weltweit boomenden Markt für Biodiesel und Ethanol. Riesige Waldflächen verschwinden auch in Stauseen oder werden für Viehweiden abgeholzt. Eintritt ist frei." |
Neues Bundesbüro der GfbV in der Geiststrasse Am 22.9.07 erfolgte die offizielle Einweihung des neuen Bundesbüros der Gesellschaft für bedrohte Völker in der Geiststraße 7. Der Kauf des Gebäudes incl. des 1000 qm großen Grundstückes wurde durch großzügige Spende zweier Sponsoren möglich, die zwei Drittel der Kaufsumme aufbrachten. (Wir schätzen mal grob, dass die Kaufsumme ca. 800.000 Euro betragen haben dürfte - Infos liegen dazu nicht vor). Die umgebauten Räume der ehemaligen Kleintierklinik bieten auf zwei Etagen mehrere Büros, einen großen ca. 120 Personen fassenden Veranstaltungsraum und einige Wohnmöglichkeiten für PraktikantInnen der Gesellschaft.
Bei der Begrüssung der Gäste am Eröffnungstag hatte der Vorsitzende der Gesellschaft, Tilman Zülch eine lange Liste zu verlesen: u.a. waren der Prudencio Magne Veliz, dem (ersten indigenen) Botschafter der Republik, Chinar Abdullah, Ministerin der Bundesstaates Kurdistan für die Belange der Überlebenden des Genozids im Nordirak und Nimrud Baito Youkhana, dem Tourismusminister des Bundesstaates Kurdistan/Irak, Dr. Christian Schwarz-Schilling, ehemaliger Bundespostminister und "Hoher UN-Repräsentant für Bosnien und Herzegowina" 2006/07. OB Meyer bat die Gäste, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen.
Der Tag der "Offenen Tür" gab Gelegenheit, das Haus kennenzulernen und an verschiedenen thematischen Gesprächen teilzunehmen:
Benennung
des Gebäudes nach Victor Gollanzcz Der Eröffnungstag lag auf dem Feiertag Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag der diesmal auf den 22 September fiel - ein eher unbeabsichtigeter Zufall, der verhinderte, dass ein eingeladener jüdischer Repräsentant teilnehmen konnte. Das Haus wurde mit der Eröffnung zum "Victor Gollancz-Haus" benannt. Victor Gollancz, geb. 1893 war ein jüdischer Verleger in England, im GfbV-Infoblatt als "radikaler Humanist" benannt, der schon 1933 minutiös die Verbrechen von Hitler dokumentierte als noch viele Regierungen mit Hitler diplomatischen Umgang pflegten. In dem Info-Blatt der GfbV wird darüberhinaus aber ausführlich berichtet, dass Victor Gollancz sich auch für die humane Behandlung der deutschen Zivilbevölkerung nach 1945 einsetzte: "nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wandte er sich leidenschaftlich gegen die Kollektivschuld der Deutschen, führte Kampagnen gegen den Hunger und veruteilte die Massenvertreibungen". Ebenso wird im Infoblatt darauf hingewiesen und ausführlich zitiert, wie er die Brutaltiät in der Vertreibung der Deutschen und die "Situation sudetendeutscher Häftlinge in einem tschechischen KZ geschildert" hat. Diese
Darstellungen legen einen Bezug zur Diskussion um ein "Zentrum für Vertreibung"
nahe. das Der Bund der Vertriebenen hatte sich für die Errichtung eines solchen
Zentrum in Berlin ausgesprochen und dies wurde dann vom Generalsekretär der
GfbV Tilman Zülch unterstützt. Dies hatte zu vehementer Kritik geführt.
Siehe hierzu auch den Konflikt Antifa - GfbV im Jahre 2003. Im selben Jahr entstand auch der Text zu dem Infoblatt als die GfbV damals einen Victor-Gollancz-Menschenrechtspreis erstmalig ausrief. Offener
Brief der GfbV zum Afghanistan-Sonderparteitag der Grünen Beim
Sonderparteitag der Grünen in Göttingen veröffentlichte
die GfbV einen Offenen Brief an die Delegierten und forderten "Die Menschenrechtler
appellierten (..) an die anreisenden Delegierten, für eine Fortsetzung des ISAF-Einsatz
zu stimmen". Wörtlich heisst es darin u.a. "Ohne Sicherheit gibt es keinen
Wiederaufbau. Ohne Wiederaufbau werden Krieg und Gewalt eskalieren. Daher muss
der ISAF-Einsatz fortgeführt werden. Auch der UN-Sondergesandte für Afghanistan,
Joschka Fischers Weggefährte Tom Koenigs, warnt vor den unabsehbaren Folgen eines
ISAF-Abzugs. Doch eine Kurskorrektur ist notwendig, um dieses Engagement glaubwürdiger
zu machen. (...) Beim Einsatz ausländischer Soldaten wird schon lange nicht mehr
zwischen ISAF und dem Antiterror-Einsatz Operation Enduring Freedom (OEF) unterschieden.
Daher macht es wenig Sinn, nur das ISAF-Mandat zu verlängern und dem OEF die Zustimmung
zu verweigern. " (unterschrieben von Generalsekretär Tilman Zülch) |
Info-Aktion vor Jacobikirche : Hilfe für Kindersoldaten in Uganda Am Mittwochnachmittag (30.11.05) fand bundesweit in verschiedenen Städten die Weihnachtsaktion der Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker statt, so auch in Göttingen. Das diesjährige Thema war die Flucht ugandischer Kinder vor der Zwangsrekrutierung durch Rebellentrupps. In Uganda werden Kinder entführt, misshandelt und gezwungen, als Soldaten zu kämpfen. Um diesem Schicksal zu entgehen, machen sich Abend für Abend Kinder in Scharen auf den Weg in größere Städte, um die Nacht dort zu verbringen, weil die Rebellentrupps nachts ihre Dörfer überfallen.
Auf diese "Märsche" möchte die Gesellschaft für bedrohte Völker aufmerksam machen und appelliert mit einer Postkartenaktion an die EU, sich für die Kinder in Uganda einzusetzen. In der Göttinger Innenstadt vor der Jakobi-Kirche wurde ein symbolisches Nachtlager errichtet, mit afrikanischer Musik und einer Videopräsentation wurden Passanten neugierig gemacht. Trotz Eiseskälte und Konkurrenz durch die Attraktionen des Weihnachtsmarkts fand die Aktion Aufmerksamkeit, es wurde großzügig gespendet und vor allem konnten viele Unterschriften für die Postkartenaktion gesammet werden. Filmempfehlung zu dieser Thematik: "Lost Children" Protest gegen die Vergiftung des Trinkwassers der Mapuche-Indianer in Chile 13.4.05
informierte die GfbV im Rahmen der Aktionswoche
"Für globale Gerechtigkeit" mit Flugblättern und szenischen
Darstellungen über das Schicksal der Mapuche Indianer in Chile . Die Aktion
konnte nicht wie vorgesehen auf dem Marktplatz durchgeführt werden sondern
wurde von den Ordnungsbehörden an die Jacobikirche verschoben.
Für die 350 000 der 1 Million chilenischen Mapuche bedeutet die Zerstörung ihres Lebensraumes die Entstehung sozialer und ökonomischer Probleme. Neue Arbeitsplätze werden dadurch kaum geschaffen, ganz im Gegensatz dazu werden die Wirtschaftsmöglichkeiten der Mapuche- Bauern drastisch eingeschränkt. Dieses Vorgehen der Forstunternehmen zwingt die Mapuche dazu durch Landbesetzungen ihre historischen Ansprüche auf das Land geltend zu machen. Der chilenische Staat unterdrückt in der Folge jede Bewegung mit Hilfe der Justiz, der Polizei und zunehmend auch paramilitärische Kräfte. Während die USA und die EU mit neuen Handelsabkommen politisch und finanziell in die Expansion der Forstproduktion in Chile investieren, fordern die Mapuche Schutz von Primärwäldern und die Einführung von Restriktionen für die Anlage von Monokulturen für die Holzproduktion." |