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Apex

Apex pro art. e.V.,
Burgstraße 46

Öffnungszeiten:
Kneipe tägl. ab 18.00 Uhr

>> www.apex-goe.de
Tel. 44 77 1

 

Foto: Eingang des Apex März 2009

Programm bis 14.1.11

Stadtverwaltung will zusätzliches Geld für Apex - Zahlungen an den Insolvenzverwalter
Traditionskneipe im Wandel
Apex pro.art e.V. hat Insolvenz angemeldet
Stellungnahme des APEX-Vorstandes zum GOEST-Artikel

 

Filmkunstfreunde reagieren auf Kinoschließungen: Filmkunst im Apex

Cinema, Stern und Sternchen haben seit Anfang des Jahres geschlossen. Seitdem ist die Kinolandschaft in Göttingen um D R E I Leinwände ärmer! Ab September ist jeden ersten Donnerstag im Monat ist Filmtag im APEX. Gezeigt werden Streifen, die Filmgeschichte geschrieben haben oder uns aus anderen Gründen beeindrucken. Zu jedem Film wird es eine kurze Einführung geben.

Filmtag im APEX! Die ersten beiden Veranstaltungen sind:

8.9.11, 20:15 Uhr: „Lisbon Story.“ Regie: Wim Wenders (BRD 1994), Darsteller: Rüdiger Vogler, Patrick Bauchau, Madredeus 1994 (90 min.)
Per Postkarte erhält Toningenieur Philip Winter eine Einladung, um an einem Filmprojekt in Lissabon teilzunehmen. Doch bei seiner Ankunft in der weißen Stadt ist der Regisseur Friedrich Monroe spurlos verschwunden. Ohne Auftrag zieht Winter los, um in der Stadt am Tejo Geräusche und Töne aufzunehmen. Am Ende findet er den Regisseur, der ratlos und skeptisch mit einer Videokamera durch Lissabon streift – das ganze Gegenteil zum Altmeister des portugiesischen Films, Manoel de Oliviera, für den das Filmemachen eine göttliche Macht ist. Zuletzt stürzen sich Winter und Monroe doch noch in die gemeinsame Arbeit. Ein Film über das Kino, über Bilder und Töne, über das Verhältnis des Filmemachers zu seinem Medium – und nicht zuletzt über Lissabon und ihren morbiden Charme vergangener Größe! Einführung: Architektin, Dipl. Ing. und Diplomsozialpädagogin Rita Gotthold

6.10.11, 20:15 Uhr:„Frau ohne Gewissen.“ Regie Billy Wilder (USA 1944) Darsteller: Fred MacMurray, Edward G. Robinson, Barbara Stanwick. 1944 (104 min.) Text:
Der französische Filmkritiker Nino Frank nannte das neue Kino aus Hollywood 1946 . Seine Helden waren getriebene Verlierer, kleine Privatdetektive vom Typ „einsamer Wolf“, korrupte Politiker, miese Gauner und betörend schöne Frauen. Die Femme Fatale agierte durchtrieben und bis zur Niedertracht böse. Als Meisterin der Manipulation benutzte sie die Männer, um sie ins Unglück zu stürzen. Wo sie auftauchte, verströmte sie den Geruch von Begehren und Verhängnis. Zu den frühen Klassikern des gehört Billy Wilders Frau ohne Gewissen (Double Indemnity). Ein Versicherungsagent wird aus Liebe zum Komplizen einer gewissenlosen Frau, die ihren Mann ermorden will, um sein Vermögen zu kassieren. Einführung: Dr. Karin Hartewig

Der Eintritt ist frei!

Veranstalter >Verein Filmkunstfreunde Göttingen e.V. (die sich anlässlich der Cinemaschließung zusammengefunden hatten)

 

Programm bis 14. Januar 2011

vom 25.11.2010 bis 14.01. 2011 Stephanie Abben - Ausstellung inform präsentiert Werke der jungen Malerin Stephanie Abben. Die Gemälde spielen mit der Selbstreferentialität von Malerei. Einerseits sind es eindeutig abstrakte Bilder, die sich aus einer Vermischung von Farbe, Leinwand, Malakt und Raum ergeben. Andererseits setzen sie Assoziationsmöglichkeiten frei, die den Betrachter Gegenstände, Landschaften oder Tiere in diesen Gemälden entdecken lassen. Der Inhalt der Bilder ist dabei keineswegs beabsichtigt, sondern ist Resultat des spontanen Malprozesses. Die Bilder Abbbens verdeutlichen dadurch zum einem den abstrakten Prozess der Entstehung des Bildes, andererseits spiegeln sie auch den Wunsch wieder in einem Bild einen Inhalt zu finden. Der Betrachter erhält somit die Möglichkeit seinen Blick auf etwas zu fixieren.

Dienstag 14.12., 20:15 h Compagnia Buffo WEIHNACHTSFEIER der etwas anderen Art Wir befinden uns im Altenheim. Einem Ort der Stille und Besinnung. Herr Bachmann, ein etwas tüddeliger und knorriger Insasse dieser Einrichtung und Frau Pieper, die stets um das Beste bemühte Ehrenamtliche, haben sich bereiterklärt, die Gestaltung der diesjährigen Weihnachtsfeier zu übernehmen und in Szene zu setzen. Bachmann und Pieper meinen es ernst. Sie bringen ein famoses Weihnachtsspecial auf die Bühne: Sie präsentieren Weihnachtsgeschichten, in denen die Harmonien und Disharmonien der Weihnachtszeit aufeinandertreffen. Ihre. Sie suchen immer nach dem Kern der Wahrheit: Der Glaube an eine wahrlich wunderbare Nacht. Lieverscheidt und Kascha B. bleiben dabei dem Jahrmarkttheaterstil von Compagnia Buffo treu: Maskenspiel, Zaubervarieté, Opera Buffo, Schattentheater, skurrile Weltenklänge sind ihre Stilmittel.

Mittwoch 15.12., 20:15 h Compagnia Buffo WEIHNACHTSFEIER der etwas anderen Art

Donnerstag 16.12., 20:15 Compagnia Buffo WEIHNACHTSFEIER der etwas anderen Art

Freitag, 17. Dezember, 20:15 h Seibel & Wohlenberg Jahresendabrechnung 2010 hat stattgefunden. Es war ein Jahr der Überraschungen: Gleich im Januar fing es an mit einem Wintereinbruch. Damit konnte niemand rechnen. Waffenlobby ist Schreiber und sagte im Gerichtsverfahren um den Spendenskandal, er habe der Union echtes Geld gegeben! Und dann entpuppte sich auch noch Guido Westerwelle als Humorist. Angesichts der Millionenspende einer Hotelkette sagte er: "Die FDP ist nicht käuflich." 2010 – eine Wundertüte? Oder doch nur ein graues Jahr in schwarzgelb? Nein, 2010 birgt noch mehr Überraschungen, welche Seibel & Wohlenberg aus den Archiven ans Tageslicht zerren: War bei der WM die Kriminalität vor den Stadien schlimmer als die in der FIFA? Wer entgleist häufiger, die Bahn oder Jürgen Rüttgers? Wenn man mit einem i-Phone Krieg führen kann, kann man dann auch mit einer Kaffeemaschine Kaffee kochen? Seibel und Wohlenberg haben sich das ganze Jahr mit den Sensationen und unglaubichen Ausreden noch einmal vorgenommen.

Samstag, 18.Dezember, 20:15 Die Pawlowskis forte Das Orakel von Elfi Wie werden wir leben in den schwarzgelben Luftschlössern aus Gesundheitfonds, Sparpaketen und atomarer Grundversorgung? Müssen wir beim Antrag auf Zahnersatz den Kauf eines deutschen Neuwagens nachweisen? Müssen wir eine Lebensgenusssteuer zahlen, wenn wir über achtzig Jahre alt werden wollen? Besucht uns einmal im Monat der Konsum-Controller? Ist jeder Bürger verpflichtet, in seinem Gärtchen ein atomares Brennstäbchen einzulagern? Antwort auf diese und andere Fragen bietet "Das Orakel von Elfi". Die Pawlowskis forte versprechen eine große Show aus Liedern, Texten und Szenen.

Samstag, 18. Dezember, 13 Uhr Shopping Music - Improvisation zwischen den Warenkörben Heute: Weihnachtsgetöse Ulrike Lentz, Flöten, Angela Dersee, Violine, Martin Speicher, Klarinette, Bassklarinette Ove Volquartz, Bassklarinette Eintritt frei

19.Dezember, 17 Uhr
20.Dezember, 10 Uhr
21.Dezember, 20:15 Uhr
22. Dezember, 20:15 Uhr
Stille Hunde Eine Weihnachtsgeschichte Nach einer Erzählung von Charles Dickens / Stück für Kinder ab 9 Jahren Herr Scrooge arbeitet hart für sein Geld und hat nichts zu verschenken. Nichts und niemandem. Auch nicht zu Weihnachten. Da schon gar nicht. Herr Scrooge hält das Geschenkemachen nämlich grundsätzlich für eine unverantwortliche Geldverschwendung. Er spart lieber. Verständlich, dass Herr Scrooge keine Freunde hat. Und so sitzt er am Weihnachtsabend alleine in seiner ungeheizten Wohnung. Alleine? Nein, nicht ganz. An diesem Abend kommen ungebetene Besucher - und als die wieder verschwunden sind, ist Herr Scrooge ein anderer Mensch geworden. Kartenvorverkauf: stille hunde theaterproduktionenTelefon 0551 / 6345700 oder
karten@stille-hunde.de

 

APEX-Insolvenz 2010

Stadtverwaltung will zusätzliches Geld für Apex - Zahlungen an den Insolvenzverwalter

10.8.10 / Die Verwaltung schlägt dem Kulturausschuss am 12.8.10 vor, den "Kulturbetrieb des Apex pro Art e.V." mit Zahlungen an den Insolvenzverwalter zu sichern. "Für den Kulturbetrieb des Apex soll der Insolvenzverwalter bis Dezember 2010 monatlich 4.068 Euro und zusätzlich eine – ursprünglich bereits dem Apex zugedachte – einmalige Zuwendung von 15.000 Euro erhalten. Die Apex – Gastronomie wird ausschließlich privatwirtschaftlich fortgeführt. " Am 16.8. soll im nicht-öffentlich tagenden verwaltungsausschuss darüber endgültig entscheiden werden.
Da ist fraglich, wie die Räumlichkeiten von Kneipe und Pro art e.V. getrennt werden können.
Kulturausschuß 12.8.10, 16 Uhr Nicht-Öffentlich, 17 Uhr Öffentlich, Neues Rathaus R. 126

17.8.10 (Pressemitteilung der Stadt) "Für die vorläufige Weiterführung des Spielbetriebs am Jungen Theater Göttingen und für die Aufrechterhaltung des Kulturbetriebs beim Verein Apex pro art e. V. hat der Verwaltungsausschuss der Stadt in seiner Sitzung am Montag, 16. August 2010, grünes Licht gegeben. Er stimmte der Auszahlung von monatlichen Zuschüssen bis zum 31. Dezember 2010 an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu und folgte damit den Beschlussempfehlungen, die der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft am vergangenen Donnerstag gefasst hatte. Bis zum Jahresende erhält der Insolvenzverwalter demnach für das Junge Theater monatlich rund 49.000 Euro, für die Galerie in der Burgstraße etwas mehr als 4.000 Euro. Spätestens Mitte der Spielzeit soll auf der Grundlage aktuellen Zahlenmaterials bewertet werden können, ob ein kostendeckender Theaterbetrieb mit den zur Zeit gezahlten Zuschüssen möglich ist. Auch für das Apex gilt: Es sollen Lösungen gefunden werden, die bei künftig strikt getrennter Führung von Gaststätten- und Kulturbetrieb eine Fortsetzung der kulturellen Aktivitäten gewährleisten. Die Eilentscheidungen des Verwaltungsausschusses sind einstimmig gefallen. Beide davon betroffenen Kultureinrichtungen hatten im Juli Anträge auf Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt."

Traditionskneipe im Wandel

Das Apex ging ursprünglich in den 60er Jahren aus dem Projekt "Galerie im Centre" hervor und wurde 1971 als Apex pro art ev. gegründet. Die Anfangszeit war geprägt vom kulturellen Aufbruch, den die "69er Studentenbewegung" mit sich brachte. Mit der Zeit wurden aus ehemaligen Studis Professorinnen/Professoren, Lehrer/innen, Rechtsanwält/e/innen usw. . Insbesondere nach 2000 schien das Apex auch preislich den Anschluß an ein "gehobeneres" Gastro-Publikum zu suchen und hob die Preise zügig an. Das Veranstaltungsprogramm verengte sich zusehends auf Kabarett. Nicht nur durch die nun angemeldete Insolvenz stehen die Zeichen auf Neubesinnung.


Apex pro.art e.V. hat Insolvenz angemeldet

Apex-Insolvenz Thema im Kulturausschuß am 12.8.
12.8.10 Ab 17.00 Uhr trifft sich der Ausschuss im Neuen Rathaus im barrierefreien Sitzungsraum 126, Das Insolvenzverfahren des Apex pro art e. V. wird thematisiert.

Der Trägerverein des Apex hat im Juli 2010 Insolvenz angemeldet. Die Beschäftigten der Kneipe bekommen nun vorerst noch 3 Monate lang Insolvenzgelder gezahlt. Die kommerzielle Betriebseinheit wurde nicht getrennt als GmbH betrieben, sondern pro art e.V. und Gastronomie sind auf wenig transparente Weise verbunden.

1. Kommerzieller Bereich des Apex: Gastronomie

Auf der >>Homepage des Apex heißt es: "Zur Finanzierung der genutzten Räumlichkeiten ist ein Gastronomiebetrieb angeschlossen, der gleichzeitig als kommunikativer Ort für die Kultur dient." .
Die Apex-Gastronom
ie beinhaltet auch die Vermietung eines Veranstaltungsraums für private oder geschäftliche Feiern, sowie eines Clubraums für Seminare u.ä. (siehe >>Gastronomieseite auf der Apex Homepage) . In der Selbstdarstellung, die das Apex dem Kulturausschuß am 18.6.2009 (siehe Anlage der Tagesordnung - leider nicht direkt verlinkbar) vorgelegt hat, wurde zwar umfangreich über die finanzielle Situation des Apex berichtet, aber leider finden sich darin keine Angaben über den von der Gastronomie erwirtschafteten Gewinn und auch nicht darüber, wieviel Geld davon in die Förderung kultureller Veranstaltungen des Apex geflossen ist. OB Meyer hatte 2007 einmal die Bemerkung fallen lassen, das Apex erwirtschafte "einen Großteil der Kulturmittel durch den Kneipenbetrieb", wurde aber leider an dieser Stelle auch nicht genauer.
Da im Kulturausschuß der Stadt häufig über Förderanträge der Stadt entschieden wurde, durfte man annehmen, in den Protokollen nähere Hinweise über die Apex-Gastronomie-Finanzen zu erfahren - leider war auch an diesen Stellen nichts zu finden. Ein Hinweis
auf mangelnde Information gibt das Protokoll des Kulturausschusses vom 23.6.2005 . Die Apex- Vorstandsmitglieder Reinhard Irmscher und Dr. Gerhard Bodenstein hatten damals die Stadt um einen Baukostenzuschuss gebeten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Apex bereits 226.000 Euro Investitionszuschüsse für Um-, Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen erhalten. Am 23.6.2005 nun wollten die beiden Vertreter des Apex eine weitere städtische Förderung von 33.700 Euro erreichen. In diesem Zusammenhang fragte ein Ausschußmitglied nach den Umsätzen der Apex-Gastronomie und führte aus, dass "angesichts der ihm bekannten Personaldaten, Stand Ende 2004, und unter Berücksichtigung der entsprechenden Kennzahlen aus dem Gastronomiebereich die Galerie Apex einen Umsatz erreichen müsse, der im Falle einer kommunalen Bezuschussung der Umbaumaßnahmen ggf. zu einer Wettbewerbsverzerrung führe" und fragte nach den Umsätzen.

"Auf seine Frage nach den aktuellen Gastronomieumsätzen erklärt Herr Prof. Dr. Bodenstein, dass ihm die aktuellen Umsätze gegenwärtig nicht vorliegen würden. Allerdings lagen diese vor einigen Jahren bei rd. 900.000 DM jährlich."
>>Kulturausschuß Protokoll 23.6.2005

Die Angabe in DM verweist darauf, dass sie sich auf mehrere Jahre zurückliegende Zahlen bezog. Bodenstein war bis 2000 Professor für Betriebswirtschaft der Uni Duisburg-Essen. Die Tatsache, dass er angeblich keine Auskunft über die Gastronomieumsätze geben konnte muß daher Verwunderung auslösen. Offensichtlich gaben sich die Ausschußmitglieder jedoch mit der Antwort zufrieden.
Eine Ursachen-Analyse der jetzt eingetretenen Insolvenz ist auf nun auf eine nachträgliche Klärung dieser Verhältnisse angewiesen. Zukünftige Finanzierungs-Förderungsmodelle werden wohl kaum auf eine genauere Berichte insbesonder über Gelder aus dem Gastrobereich verzichten können.

2. Apex wechselte in den Arbeitgeberverband um die Tarifbindung aufheben zu können

Der Wechsel einer Verbandsmitgliedschaft um Löhne und Gehälter zu drücken, wird von den Gewerkschaften als "Tarifflucht" verurteilt. Auch SPD und Grüne verurteilen die Praxis der "Tarifflucht". Wie anders als Tarifflucht soll man aber das Verhalten der Apex-Vereinsleitung bezeichnen, wenn im Protokoll des Kulturausschuß vom 18.6.2009 ** zu lesen steht,

Apex-Vorstandsmitglied Irmscher führte aus: "Von Seiten des Apex wurden verschiedene Maßnahmen zur Senkung der Kosten ergriffen wie u. a. Streichung der hauptamtlichen Geschäftsführerstelle und Austritt aus dem Gastronomie- und Eintritt in den Arbeitgeberverband zwecks Aufhebung der Tarifbindung für das Gastronomiepersonal."

Nach obigem Zitat zu urteilen wurde eine Einrichtung mit erheblichen Fördermittelsummen ausgestattet, die per "Tarifflucht" die Löhne ihrer Beschäftigten im Gastronomiebereich drücken möchte.

[ ** Das Protokoll ist nur mit etwas Aufwand im Ratskalender unter dem Kulturausschuß-Termin 18.6.2009 zu finden, wenn dort der mittlere Button "Niederschrift" oben rechts angeklickt wird.
wegen der Zugangsprobleme hier ein >>zweiter Linkversuch und >>dritter Linkversuch ]

3. Erhebliche Fördersummen für das Apex

2009 fasste die Stadt in einer Stellungnahme ihre bisherigen Zahlungen an das Apex zusammen:

"Von Seiten der Stadt erhielt das Apex im Jahr 2007 mit Entscheidung des Rates einen bis zum 31.12.2011 laufenden mehrjährigen Zuschussvertrag inkl. einer jährlichen Anpassung des Zuschusses analog zur Änderung des Verbraucherpreisindexes für das Vorjahr. Der städtische Zuschuss an das Apex steigerte sich im Lauf von 30 Jahren von 5.000 DM im Jahr 1980 auf 47.900 Euro im Jahr 2009.
Neben zusätzlichen jährlichen Förderungen einzelner Projekte durch die städtische Projektförderung und die Göttinger Kulturstiftung leistete die Stadt des weiteren Investitionszuschüsse für Um-, Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen im Apex in einer Gesamtgrößenordnung von rund 226.000 Euro in den Jahren 1987, 1989, 1994, 2000 und 2006.
Neben diesen direkten Förderzuschüssen der Stadt wurde das Apex auch von städtischen Gesellschaften und der Sparkasse Göttingen finanziell unterstützt.
Unterschiedliche konzeptionelle Anregungen, wie u.a. die getrennte Trägerschaft von Gastronomie und Kultureinrichtung wurden dem Verein pro art e.V. bereits seit längerem unterbreitet. (...) Die Lösung des Problems kann nicht darin liegen, dass auftretende Finanzierungslücken regelmäßig durch die Stadt geschlossen werden. " (Zitat aus der Stellungnahme der Stadt vom 18.6.2009)

Am 22.4.10 wurden dem Apex vom Kulturausschuss trotzdem noch einmal zusätzlich zu der jährlichen Förderung von 47.900 € Mittel in Höhe von 15.000 Euro bewilligt. Kurze Zeit nach dieser Bewilligung, äußerte Gerhard Bodenstein (alias George Bodenstein) 3 Monate darauf im Interview laut GT vom 21.7.10 das Rauchverbot habe zur Krise des Apex beigetragen und es fehlten dem Apex 10.000 Euro für die Einrichtung eines Raucherbereiches. Aus Kreisen der Fördereinrichtungen wurden die Forderungen des Apex mit "Jammern auf hohem Niveau" kommentiert.

Auflistung verschiedener Zuwendungen an das Apex (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und möglicherweise gibt es auch Überschneidungen in den verschiedenen Nennungen )

Grundfinanzierung

Stadt Göttingen

jährlich

städtische Zuschüsse seit 30 Jahren von 1980=5.000 DM auf 2009= 47.900 Euro

47.900 €

Stadt Göttingen monatlich(geplant) September - Dezember 20104.038 €
Stadt Göttingen

2010

zusätzliche Mittel 2010
( Verwaltung plant die Auszahlung)

15.000 €

Landkreis

jährlich

Zuschuß

3000 €

Land

jährlich

9000 € ?

Einnahmen durch die >>Gastronomie

"vor einigen Jahren" d.h. im Jahr 2000? rd. 900.000 DM " jährlich . (Quelle, Ausschußprotokoll)

?

Gastronomie
Vermietungen

Vermietung des Semiarraums und des Veranstaltungsraumes für private oder geschäftliche Feiern oder Veranstaltungen

?

Apex
Fördermitglieder

jährlich

Jahresbeitrag beträgt mindestens 50 € Ehepaare 65 € , Studenten/Schüler EUR 30€ // 130 Mitglieder durchschnittl. ca. 40 € ?

2000: Einnahmen durch Förderer 19.900 DM laut Dokumentation Apex

5.200 €

geschätzt

Apex Eintrittsgelder

jährlich

150 Kulturveranstaltungen pro Jahr mit 10.000 Besucher/innen

Im Jahr 2000: 170 Veranst. > 205.000 DM


geschätzt

70.000 €

Landschaftsverband

2009/2010

2009+2010 Strukturförderung

13.000 €

Landschaftsverband

(Quelle: LV Berichte)

2005-08

Strukturförderung 2005+2006 jährl. 6.500

2007+2008 erhöht auf jeweils 8.250 €

13.000 €

16.500 €

Projektförderungen

Kulturstiftung

2010

für Ausstellung "MOLOCH"

1.500 €

Kulturstiftung

2008

Ankauf eines Beamers als Dauerleihgabe

600 €

Kulturstiftung

2007

für Ausstellung "Malte Sartorius"

2.000 €

KUNST e.V.

2004/05

Durchführung von drei Ausstellungen

4.000 €

Landschaftsverband

2003/04

Entwicklung Kulturmarketing 2003/2004 Konzeptionsförderung 2.576 € + 5.134 €

7.710 €

Landschaftsverband

2004

Jahresaustellungsprogramm / Landesmittel

9000 €

Landschaftsverband

2004

Ausstellung "Spaß beiseite"

2.500 €

Landschaftsverband

2004

Ausstellung Gruppe Vierkant

2.000 €

Landschaftsverband

2007

Mischpult

1.400 €

Landschaftsverband

2004

APEX Homepage

2.255 €

Bau-, Investitions und sonstige Zuschüsse

Stadt Göttingen

1987,1989, 1994, 2000 und 2006.

Investitionszuschüsse für Um-, Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen (Laut Stellungnahme der Stadt von 2009)

226.000 €

Stadt Göttingen 1985-2000 Jährliche Zuschüsse
laut Uli Leineweber in der Apex-Dokumentation 1997-2001, Seite 91:
"Der jährliche Zuschuss der Stadt ..beträgt seit 15 Jahren unverändert 60.000 DM
900.000 DM ?

Landesarbeits-gemeinschaft Soziokultur
(LAGS)

1993-2003

1994: Neugestaltung des Eingangsbereichs,
2000: Bau eines zusätzlichen Gruppenraums, eingesetzte Landesmittel
(Quelle LAGS Bericht)

56.600 €

LAGS2005Umbaumaßnahme der Galerie- und Büroräume, (unklar ob Zahlung erfolgte)41.500 € ?

Stadt

2005

Baukostenzusschuss Umbau der Galerie- und Büroräume, (unklar ob Zahlung erfolgte)

33.730 € ?

Lotto-Stiftung

seit 2000

?

10.064 €

Stadt2000städtischer Zuschuss ( Quelle: Bodenstein in der Apex-Dokumentation 1997-2001, S. 18)69.000 DM
Sponsoren2000

(Quelle: Bodenstein in der Apex-Dokumentation 1997-2001, S. 18)

10.500 DM
Land2000Baukostenzuschuss (Quelle: Bodenstein in der Apex-Dokumentation 1997-2001, S. 18)70.700 DM

Sparkasse

GWG

Städtische Wohnungsbau

2009

Herr Irmscher erklärt, dass die Sparkasse, die GWG und die Städt. Wohnungsbau das Apex jährlich weiterhin mit jeweils einem namhaften Betrag unterstützen würden. (Quelle: 18.6.2009, Protokoll Kulturausschuß)

"namhafter Betrag"

?

Angesichts all dieser Fördersummen darf eine Aufklärung darüber erwartet werden, wie der Apex-pro Art e.V. insolvent werden konnte.

Nachtrag: Indirekte Förderung durch städtebauliche Maßnahme

Im Zuge der Neugestaltung der Burgstraße wurde vor dem Apex (Burgstr. 46) der Bürgersteig in die Straße hinein erweitert, so dass der Verkehr einen Bogen fahren muß und das Apex Raum für eine evtl. Außenbestuhlung bekommt.

Foto: Ausschnitt der Schautafel in der Theaterstraße

Stellungnahme des APEX-Vorstandes zum GOEST-Artikel

Der Vorsitzende des APEX - pro art e.V., Reinhard Irmscher (1. Vorsitzender) hat uns am 1.10.10 eine Mail geschickt und als Anhang ein Schreiben des Vorstandsmitglieds Bodenstein (3. Vorsitzender) als Kritik an unserem Artikel übersandt.

a) In der Stellungnahme des Apexvorstands wird behauptet, die Bilanzen des Apex lägen "den Geldgebern (Stadt, Landkreis, Landschaftsverband usw.) vor und können bei Bedarf auch vor Ort eingesehen werden." Die Gastronomie und der ProArt e.V. seien dabei "buchhalterische getrennt ausgewiesen."
Der Hinweis auf die Merkwürdigkeit, dass im Kulturausschuss-Protokoll vermerkt wurde, dass Bodenstein keine Auskunft über die Gastronomieumsätzen gegeben habe heißt es in der Stellungnahme : "Der Stadt gehen die Umsätze im Rahmen der Bilanzen jährlich zu; das Protokoll hat B. zur möglichen Korrektur nicht vorgelegen. I.A. kennt der Vorstand die Tages-, Monats- und Jahres-Umsätze aus den Statistiken der Buchhaltung."

b) Zum Zitat über den "Austritt aus dem Gastronomie- und Eintritt in den Arbeitgeberverband zwecks Aufhebung der Tarifbindung für das Gastronomiepersonal." schreibt Bodenstein in der Stellungnahme: "Verbandszugehörigkeiten kosten Geld! Ganz abgesehen davon, dass der Manteltarifvertrag grundsätzlich für alle Gastro-Betriebe gilt, zahlen wir nach wie vor 'in Anlehnung' an die tariflichen Vereinbarungen der DEHOGA. Im Vergleich mit anderen (konkurrierenden) Gastro-Betrieben ist die Entlohnung bei uns nicht schlecht, sonst hätten wir keine Mitarbeiter." (sic!) (Hervorhebung durch goest-Red.)

c) Wir hatten darüber berichtet, dass Bodenstein in einem Interview mit dem GT am 21.7.10 die meint, die Schwierigkeiten des Apex seien "nicht zuletzt" durch das Rauchverbot entstanden. Zwar gäbe es im Apex Platz für eine Raucherraum, aber der würde 10.000 Euro kosten, die man nicht hätte. Dazu schreibt Bodenstein, es sei eine völlig falsche Darstellung von GOEST wenn es heiße er hätte 10.000 Euro zur Rettung des Apex gefordert, "Von einer Forderung ist dort keine Rede! Nur von den Kosten, die ein solcher Raum verursachen würde und von den "kollidierenden Interessen" zwischen Rauchern und Essenden."

d) Die seitens GOEST erstellte Auflistung der öffentlichen Mittel, die ins Apex geflossen sind waren mühsam aus den Einzelangaben der Geldgeber und verschiedener Berichte zusammengetragen worden. Bodenstein bezeichnet diese Liste, die die erheblichen Finanzflüsse ins Apex dokumentieren in seiner Stellungnahme als "Zahlensalat mit unterschiedlichsten Zeitbezügen (...) der im übrigen im Detail viele Fehler enthält: Etwa. Die Zuschüsse vom Landkreis und vom Land sind nicht festgeschrieben, sondern müssen jährlich beantragt werden" Er benennt allerdings keinen weiteren angeblichen Fehler und einen Hinweis auf eine bessere Auflistung bleibt er ebenfalls schuldig.

 

 

Apex, Burgstraße

Durchgang zum Hauptraum der Kneipe

Überdachter Vorraum mit Aufgang zum Veranstaltungsraum im 1. Stock


Foto: Eingang des Apex März 2009
 
apex2.JPG (11911 Byte)
Eingang Apex vor dem Umbau (links Galerie und nur ein Schaufenster) im Jahr 2000


Blick in den Gastraum durch Schaufenster von der Burgstraße

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Einer der beiden Gasträume von wo es auch durch eine Tür zu einem Seminarraum die Treppe hoch geht.

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Das "Offene Singen" hat das Apex verlassen

Plakate des nichtkommerziellen Projektes "Offenes Singen" von Wieland Ulrichs und Peter Funk. Das "Offene Singen" fühlte sich im Apex nicht mehr gut aufgehoben und singt jetzt woanders. Wieland Ulrichs drückte auf seiner Webseite nach 10 Jähriger Tätigkeit tiefe Enttäuschung aus. Dort hieß es u.a.: "Mein Offenes Singen wird es im Apex nicht wieder geben, auf gar keinen Fall. ...." Zugrunde lag eine harsche Kritik an dem damaligen Vorsitzenden Bodenstein. (Da inzwischen ein anderer Betreiber die Gastronomie übernommen hat dürfte dem Besuch der Apex-Kneipe jedoch nichts mehr entgegenstehen)

 

Dauerbrenner des Mundart-Kabaretts "Hier höre zu....!"

Mundart-Kabarett von Hauptfigur Heinrich Eickemeier, seines Zeichens Landwirt und Schweinezüchter (Glenn Walbaum) und Lokführer Fritze Brinkmann (Peter Grande)

Plakate in Glasvitrinen im Eingangsbereich

Links ein Plakat von
"Hier höre zu....!"

 

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Wiederkehrende Veranstaltungen

 

Samstags
13-13:30

Shopping Music Improvisation zwischen den Warenkörben Es gibt sie noch, die improvisierte Musik: jeden Samstag eine halbe Stunde lang zwischen zwölf und halbeins werden Musiker aus der Göttinger Szene im APEX in kammermusikalischer Besetzung aufeinander treffen.
JazzSession Jazzer treffen Jazzer Ein Zusammentreffen erfahrener Jazz-Musiker aus dem Raum Göttingen mit ambitionierten Nachwuchs-Jazzern. Die Session beginnt mit dem Eröffnungs-Set einer jeweils hierzu eingeladenen Band. Im Anschluss daran heißt es Bühne frei für alle erschienenen Musiker. Durch den steten Wechsel der Formationen erscheinen auch die bekannteren Jazz-Klassiker immer wieder in interessanten Interpretationen. Die JazzSession findet regelmäßig (fast) jeden vierten Donnerstag im Monat statt. > Jazz im Apex


Glenn Walbaum, solo am Piano, Gala 2005

Glenn Walbaum
"So weit die scharfe Zunge reicht" Liebe und so heiter Vom Berliner Kabarett der 30er zum Wiener Kabarett der 50er-Jahre. Der langjährige Musikalische Leiter des Deutschen Theaters in Göttingen und der Festspiele in Bad Hersfeld hat das Kabaretthandwerk u.a. beim Düsseldorfer "Kom(m)ödchen" von Kay und Lore Lorenz gelernt, dem er zwei Jahre angehörte, und ist nunmehr seit über 15 Jahren mit seinem Freund und Kollegen Peter Grande unter dem Titel "Hier, höre zu..." als trompetender südniedersächsischer Landwirt und Schweinezüchter Heinrich Eickemeier im Apex zu sehen und zu hören.

Hier, höre zu... "Es fährt ein Zug nach Hartzeburg" In ihrem neuen Programm – für das Peter Grande verantwortlich zeichnet - werden sich die Hauptfigur Heinrich Eickemeier, seines Zeichens Landwirt und Schweinezüchter (Glenn Walbaum) und Lokführer Fritze Brinkmann (Peter Grande) erneut mit den wichtigsten Themen befassen, die das deutsche Volk beschäftigen: Reformen, Reformen, Reformen und nochmals Reformen. Allerdings sind auch anspruchsvollere Themen zu erwarten, so zum Beispiel Diskussionen über Deutschlands Superstar, den Weltraumtourismus, Heinrichs Tourismus nach Afrika, die DB und über die Ehe u.a.m. Wie immer wird alles von schönen Märschen "ausse Klassik" untermalt, wobei am Schluss wieder der stets sehnsüchtig herbei gesehnte musikalische Höhepunkt aus der Welt der Oper den Zuschauer erwartet.

Die Pawlowskis Das tägliche Leben ist voller Nebenwirkungen. Wer heiratet, bekommt eine neue Steuerklasse, ein schlichter Blick auf den Kontoauszug führt zu Kopfschmerzen, eine Rede von Gerhard Schröder zu Haarausfall, der Anblick von Angela Merkel zu Lähmungserscheinungen um die Mundpartie, und wer die Grünen wählt, darf sich über Rheumaschübe nicht wundern. Verblüffend, oder? Und Ihren Arzt und den Apotheker können Sie nicht mehr fragen. Eine schlimme Nebenwirkung der Gesundheitsreform. Nur die Pawlowskis wissen Antworten. Nur sie können darüber aufklären, welche verblüffenden Nebenwirkungen es hat, wenn man sich entschließt, morgens die Augen zu öffnen. Drei überaus erfolgreiche Programme haben Vater und Sohn bisher auf die Bühne gebracht. Die verblüffende Nebenwirkung: ein viertes war nicht zu vermeiden. Und das ist ihr Jubiläumsprogramm: seit 20 Jahren stehen die beiden gemeinsam auf der Bühne.

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