goettinger stadtinfo 
 Texte und Bilder © Impressum

Arbeitwohlfahrt AWO

Kritik an der AWO
AWO-Kitas: Streichung von Personalkostenzuschüssen
AWO- "Häuschen", Kinder- und Jugendbetreuung

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Göttingen e. V. Hospitalstrasse 10 D-37073 GöttingenTel.: 5 00 91-0 , Fax: 5 00 91-80   info@awo-kv-goettingen.de  www.awo-goettingen.de

 

Kritk an der AWO: verhindert die SPD-Hörigkeit den Protest?

Auffällig zurückhaltend war die Arbeiterwohlfahrt (Verband für soziale Arbeit) während der gesamten Proteste gegen Sozialabbau, Sozialkahlschlag, Agenda 2010 usw. seit die SPD an der Regierung ist.

Dabei werden die von der AWO betreuten Bereiche der sozialen Hilfe besonders empfindlich von den Kürzungen getroffen und die Sparmaßnahmen fordern den Protest geradezu heraus. Aber die AWO ist derart eng mit der SPD verbunden, dass sie in einer unterwürfigen Haltung kritiklos alles hinnimmt. Auf die Frage "Wieso macht denn die AWO eigentlich bei dem Protest nicht mit" antwortete ein intimer Kenner der Szene vor einiger Zeit: "Man möchte der SPD nicht auf die Füsse treten".
Nun hat jemand nach 28 Jahren Mitgliedschaft seinen Austritt aus der AWO erklärt weil die AWO seiner Meinung nach zu einem reinen Kanzlerwahlverein mutiert sei. Reinhard Neubauer ist durch Zugehörigkeit zur DKP selbst mit zäher Treue den sozialdemokratischen Gewerkschaften verbunden. Es will schon etwas heissen, wenn sich so jemand von der AWO trennt und öffentlich absetzt.

In der veröffentlichten Erklärung Reinhard Neubauers vom 22.7.04 heißt es u.a.

1. Als einer der größten und ersten Sozialverbände hat sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in ihrer Arbeitgeberfunktion aus dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) ausgeklinkt und damit entscheidend zu einer Entwicklung beigetragen, die, die relativ gesicherten Arbeitsverhältnisse und Arbeitsbedingungen für das dort beschäftigte Personal verschlechtere. Das hatte konsequentermaßen katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Branche sozialer Einrichtungen und Dienstleistungen. Unter anderem sind diesem schlechten Beispiel andere Wohlfahrtsverbände gefolgt, mit noch längst nicht absehbaren Folgen für sozial benachteiligte Personen, Rentner, Menschen mit Behinderungen usw.usf. Dass ausgerechnet die AWO in ihrer sozialdemokratisch verwurzelten Tradition und sozialer Verpflichtung hier eine Vorreiterrolle eingenommen hat, gereicht ihr absolut nicht zur Ehre. Es ist im Gegenteil höchst unangenehm als Mitglied dieser Organisation mit diesen Fakten konfrontiert zu werden und sich mit den Folgen daraus auseinandersetzen zu müssen.

2. Seit vielen Monaten entwickelt sich im Lande ein ernstzunehmender Massenprotest gegen den massivsten Sozialkahlschlag in der Geschichte dieser Republik vor allem gegen die Agenda 2010 der Rot/Grünen Bundesregierung. Getragen wird diese Gegenwehr vom DGB, zahlreichen Einzelgewerkschaften, Sozialverbänden, Globalisierungsgegnern, Einzelpersonen bis in kirchliche Kreise hinein. Bekannt ist, dass die Arbeiterwohlfahrt (AWO) an zahlreichen Vorschlägen mehr oder minder moderate Kritik geübt hat. In Gänze hat sie sich in ihrem Protest an der Agenda 2010 jedoch sehr zurückgehalten und gar öffentliche Scheite an der Regierung, bzw. der jeweils verantwortlichen Minister vornehm gemieden. Ja die Arbeiterwohlfahrt ist offenkundig zum Kanzlerwahlverein mutiert. Besonders ärgerlich ist, dass sich die AWO - Göttingen an den örtlichen Aktionstagen, an den Vorbereitungen zu den Großdemonstrationen am 01. November 2003 sowie zum 03. April 2004 in Berlin überhaupt nicht beteiligt hat, noch an den örtlichen Bündnissen gegen den Sozialkahlschlag oder am Göttinger Sozialforum beteiligt war oder zukünftig beteiligen will (?)

3. Die falsche Toleranz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gegenüber der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und der von ihr geführten Bundesregierung führt nun augenscheinlich zur Scheibchenweisen Absegnung und Unterstützung der Vorschläge die mit dem Begriff "Hartz-Vorschläge" gekennzeichnet sind und der Rentenvorschläge der so genannten"Rürup-Kommission. (...) Diese Politik will ich mit meinen AWO-Beiträgen nicht weiter unterstützen. (...) 22.Juli 2004, Reinhard Neubauer "

 

 

AWO- "Häuschen"

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat im Lönsweg 16 (nördlich Geismarlandstr.) das "Häuschen" für Kinder und Jugendliche / Telefon 770 1990) Frau Evelin Crozier oder Frau Angela Kersten-Thiele.

sa_helf2.jpg (23469 Byte) Bild links: Samstag den 18. September 99 am Markt: das Kinder- und Jugendhaus der Arbeiterwohlfahrt Lönsweg 16 verkauft Kuchen und Getränke, um Geld zusammenzubekommen, mit dem die Hilfe bei Jugendlichen finanziert werden kann - u.a. Mittagstisch für Kinder und Jugendliche

Öffnungszeiten und Programm

  • Von Montag bis Freitag gibt es Angebote für Kinder und Jugendliche.
  • Montag bis Donnerstag 15.00 bis 18.00 Uhr offene Kinder- und Jugendarbeit.
  • Dienstag, 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr Angebote für Jugendliche ab 12 Jahren.
  • Freitags von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr Kinder- und Jugenddisco.
  • Einmal monatlich freitags von 20 bis 22 Uhr Disco für Jugendliche.
  • Die Schulaufgabenhilfe erfolgt, nach jeweiliger Absprache, montags bis donnerstags, in der Zeit von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr.
  • Zwei Mutter-Kind-Gruppen. Sie finden einmal die Woche Mittwoch und Donnerstag zwischen 15.00 Uhr und 18.00 Uhr
  • Die Kindergruppe findet Dienstag, Mittwoch und Donnerstag statt und zwar in der Zeit von jeweils 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr
  • Außerschulische Betreuung
  • Ferien

Offene Angebote
"Offene Angebote" bedeutet, Ihr Kind kann jederzeit kommen und gehen, wie es gerade Lust hat. Es darf sich so lange es möchte an dem Angebot beteiligen, kann aber auch etwas völlig Anderes unternehmen. Diese Art von Angeboten gibt es jeweils montags bis freitags. Die jeweiligen Angebote der Woche werden montags auf dem Wochenplan veröffentlicht und ausgehängt. Ihr Kind kann an einem oder auch an allen angebotenen Veranstaltungen teilnehmen.

Ferien
Wir möchten darauf hinweisen, dass das Kinder- und Jugendhaus entweder in den Oster-, Sommer- oder Herbstferien wieder Freizeiten durchführen wird. Die genauen Daten werden wir frühzeitig bekanntgeben.

Die Kindergruppe
Die Kindergruppe bietet Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder im Alter von 2 1/2 bis zu 4 Jahren durch Mitarbeiter unserer Einrichtung betreuen zu lassen. Dies geschieht um Freiräume für die Eltern (insbesondere für Alleinerziehende) zu schaffen, die für private Dinge wie Einkufen oder aber auch für Behördengänge, Arzt-besuche usw. genutzt werden können. Uber dieses Anliegen hinaus, spielt die von ausgebildeten Pädagoginnen/Pädagogen betreute Förderung der Kinder eine wichtige Rolle.
Haben Sie jetzt Lust auf einen Besuch bekommen? Dann schauen Sie doch einfach einmal vorbei! Die Kindergruppe findet Dienstag, Mittwoch und Donnerstag statt und zwar in der Zeit von jeweils 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr. Die monatlichen Kosten betragen 60,00 DM, davon 10,00 DM für das gemeinsame Frühstück.

Mutter - Kind - Gruppen
Im Kinder- und Jugendhaus existieren zur Zeit zwei Mutter-Kind-Gruppen. Sie finden einmal die Woche Mittwoch und Donnerstag zwischen 15.00 Uhr und 18.00 Uhr statt. In den Mutter-KindGruppen wird sich zwanglos unterhalten, Kaffee getrunken, Erziehungsprobleme erörtert, es werden gemeinsame Äusfahrten und Unternehmungen geplant, Kinderkleiderbasare durchgeführt, usw.. Falls Sie in einer der Mutter-Kindgruppen mitmachen möchten, so schauen Sie doch einfach einmal zu den genannten Zeiten bei uns vorbei.

Die Schularbeitenhilfe
Die Schularbeitenhilfe unseres Hauses fördert Mädchen und Jungen die zur Grundschul- zur Orientierungsstufe und in Ausnahmefallen (nach Absprache) zur Haupt- und Realschule gehen. Schularbeiten-hilfe können Kirider erhalten, die Lernschwierigkeiten haben; und wo Eltern, Kind und Schule eine Förderung für wünschenswert halten. In der Regel wird der/die jeweilige Schulaufgabenbetreuerlin Kontakt zu der entsprechenden Schule und dem/der Klassenlehrer/in aufnehmen, um mit ihnen die Ursachen der schulischen Defizite zu besprechen. Unbedingte Voraussetzung ist jedoch ein Gespräch zwischen Eltern, Kind und Schulaibeitenbetreuerlin. In diesem Gespräch werden die Rahmenbedingungen der Schulaufgabenhilfe verbindlich festgelegt. Es finden regelmäßige Gespräche über den Fortgang der Förderung mit den Eltern statt. Die Hausaufgabenhilfe wird durch ausgebildete Pädagogen (z.B. Grund- und Hauptschullehrer/innen) erteilt. Die Schulaufgabenhilfe erfolgt, nach jeweiliger Absprache, montags bis donnerstags, in der Zeit von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Die Schulaufgabenhilfe ist kostenlos! Falls Sie Ihr Kind anmelden oder sich beraten lassen möchten, rufen Sie uns an (Telefon 770 1990) und verlangen Sie Frau Evelin Crozier oder Frau Angela Kersten-Thiele.

Außerschulische Betreuung im Kinder- und Jugendhaus der Arbeiterwohlfahrt
Veränderungen in Gesellschaft und Familie haben einen erhöhten Bedarf für eine außerhäusliche Betreuung von schulpflichtigen bewirkt.
Das Landesjugendamt in Braunschweig unterstützt daher ein Pro-gramm mit dem Titel ,,Vielfältige Formen der außerschulischen Betreuung von Kindern". Im Rahmen dieses Projekts können Kinder, die nach der Schule von ihren Eltern nicht betreut werden können, in unserer Einrichtung durch Lern-, Beschäftigungs- und Freizeitangebote gefördert werden.
Das Konzept sieht vor, dass Kinder nach Unterrichtsschiuß im ,,Häuschen" ihre Hausaufgaben erledigen können. Danach besteht für sie die Möglichkeit ein Mittagessen einzunehmen oder sich eine mitgebrachte Mahlzeit aufzuwärmen. Anschließend werden Spiel- und Freizeitangeböte durchgeführt.
Die Betreuung der Kinder ist einer fest aügestellten Erzieherin übertragen.
Die Betreuungszeiten der Kinder sind ab Unterrichtsende bis 18.00 Uhr täglich, außer freitags, möglich. Die Betreuung ist kostenlos! Das Mittagessen kostet pro Mahlzeit 3,00 DM. Das Essensgeld wird jeweils am Wochenanfang eingesammelt.
Anmeldung und Beratung finden im AWO-Büro ,,Häuschen" statt. Ansprechpartnerinnen sind: Frau Angela Kersten-Thiele, Frau Evelin Crozier oder Frau Christine Freuwört-Lücken.

zum Anfang

 

AWO-Kitas: Streichung von Personalkostenzuschüssen
Feb 2001 / Die Elternräte der beiden Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt AWO in Göttingen haben sich mit einem offenen Brief an die Mitglieder des Rates der Stadt gewandt. Hintergrund ist die Empfehlung des Jugendhilfeausschusses an den Rat, die städtischen Personalkostenzuschüsse für Küchenpersonal an Kindertagesstätten in freier Trägerschaft zu streichen. Die Elternräte befürchten dadurch eine Verschlechterung der pädagogischen Standards in den betroffenen Einrichtungen. Die mit der Essenszubereitung und -ausgabe verbundenen Arbeiten würden künftig auf die pädagogischen Mitarbeiter abgewälzt. In den beiden AWO-Kindertagesstätten bedeute dies eine Kürzung von 22,5 bzw. 25 Wochenstunden im pädagogischen Bereich. Dies habe auch einen eklatanten Verstoß gegen das Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder zur Folge, das vorschreibe, dass jede Kindertagesstättengruppe durch zwei Erzieherinnen regelmäßig betreut werden muß. Dies sei dann nicht mehr gewährleistet, so die Elternräte,

zum Anfang