goettinger stadtinfo Buchladen
"Rote Straße"
Wie kommt der Name zustande? Rote Straße und dann aber am Nikolaikirchhof? Ganz einfach: Früher war er in der Roten Straße und da Rot nun mal gut zu dem Buchladen paßte, und auch "Roter Buchladen" genannt wurde, sollte man ihn dann etwa Nikolai-Buchladen nennen, nur weil er am Nikolaikirchhof war? Am Ende (!) vielleicht noch Kirchhof- Buchladen? Buchladen Rote Straße - basta.
Farbschmiererei gegen den Buchladen Rote Straße
Der Buchladen war in früheren Zeiten gelegentlich Ziel von Anschlägen gegen seine Schaufenster gewesen, in den letzten Jahren war jedenfalls uns nichts mehr dergleichen bekannt geworden. Nun könnte man das auch einfach ignorieren aber da bereits anfangs des jahres 2010 gehäuft Angriffe auf linke Buchhandlungen gemeldet wurden, sollte die Sache allgemein bekannt gemacht werden, um eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schaffen. #
Bonn: 4. März 2010 Anschlag auf Le Sabot Der Buchladen will in Zukunft mit Schutzmaßnahmen
solche Anschläge verhindern | ||||||
Themen:
Unter vielen anderen
Themen finden
sich auch folgende: Interview mit AktivistInnen aus dem AZ Wuppertal und Mitarbeitern
der Läden Fire and Flames (Göttingen), Disorder (Berlin), Red Stuff (Berlin),
# Freie Räume?# Geschichte der radikalen Linken in der DDR # Leichtsinn, Paranoia
- und gab's noch was dazwischen? # Eine ganz kurze Geschichte des Anti-Deutsch-vs-Anti-Imp-Konflikts
# Israel & Palästina # Prekarisierung, soziale Frage und autonome Bewegung # Militarisierung,
Militarismus und Widerstand # Ökologie, Anti-Atom-Bewegung, Klimapolitik
Veranstalter/innentext: "Der ak wantok hat in diesem Buch an die 50 Beiträge vereint, die sich mit der Geschichte, vor allem aber mit der Gegenwart und Zukunft der autonomen Bewegung auseinandersetzen. Der Textsammlung liegt die Überzeugung zugrunde, dass die autonome Bewegung nicht nur ein bedeutendes Kapitel in der neueren Geschichte linksradikalen Widerstands in Europa darstellt, sondern dass sie einen Rahmen geschaffen hat, der auch zukünftig das Schaffen und Verteidigen gegenkultureller Räume ebenso ermöglichen und stärken kann wie den Kampf gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Aus der Einleitung: "Autonome Diskussionen finden auf Treffen statt, auf Veranstaltungen und Demos, in Szeneblättern und Internet-Foren. Sie sind breit gefächert, vielfältig und komplex, und das ist gut so. Manchmal jedoch scheinen den Diskussionen gemeinsame Referenzpunkte zu helfen, die Debatten zusammenfassen, zueinander in Beziehung setzen und in historische Zusammenhänge rücken. Dies kann zu mehr Klarheit führen, noch einmal neue Perspektiven ermöglichen und Grundlagen für weitere lebendige Diskussionen schaffen."
Buch
des Monats Auf die Frage, wieso gerade dieses Buch? War die Antwort: "das ist etwas ganz besonderes und so etwas wird so schnell nicht wieder erscheinen." 18.2.09 / Text aus dem Buchladenteam / Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks In ihrem einzigartigen Buch "Die vielköpfige Hydra" stellen die amerikanischen Historiker Peter Linebaugh und Marcus Rediker die Herausbildung des "atlantischen Kapitalismus" dar. Sie beleuchten die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen Kapitalismus im Gebiet des "englischsprechenden Atlantiks" vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht gedacht werden kann. Die Unsichtbarkeit vieler Akteur_innen ist für die Autoren "zum Teil das Ergebnis der Repression, der sie zu ihrer Zeit ausgesetzt waren - der Gewalt der Scheiterhaufen, des Hauklotzes, des Galgens und der Ketten in den dunklen Schiffsladeräumen".
Die Autoren weisen den schier endlosen Akten der Unterdrückung und Gewalt, denen europäische, afrikanische und amerikanische Arbeitskräfte ausgesetzt waren, den gebührenden Platz zu. Denn die Gewalt war, wie sie sagen, "größer, als die meisten Historiker es wahrhaben wollten". Die Autoren stellen die Revolten und organisatorischen Anstrengungen der "multi-ethnischen Arbeiter", die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Aus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren und beschreiben die Autoren Aufstände, Streiks und Meutereien gegen das gewaltige Kolonialisierungs- und Siedlungsprojekt des Empire. Landlose, Sklaven und Entrechtete entwickelten Formen kooperativer Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen der nationalen Herkunft, der Hautfarbe oder des Geschlechts eine bestimmende Rolle spielten. Die Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines "besseren Lebens". Aus dem Englischen von Sabine Bartel ISBN 978-3-935936-65-1 | 432 Seiten |.28.00 € Weitere Stimmen z.B. : "Dieses außergewöhnliche und glänzend geschriebene Werk zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires auf. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet." (Es wurde erst 2008 ins Deutsche übersetzt) | |||
| Kurze
Charakterisierung des Buchladens "Der BUCHLADEN Rote STRASSE ist zwar am weitesten vom Zentralen Universitätsgelände entfernt, aber das tut dem guten Grund, uns einen Besuch abzustatten, nicht den geringsten Abbruch. Die metaphorische Fußgängerbrücke über die Medienhighways der Gegenwart verbindet uns mit allen Orten, wo kritisch diskutiert, gelehrt oder gelernt wird." | |
Die
legendäre Zeitschriftensammlung: Sicher, wenn es um Profit ginge,
gäbe es das nicht - Zeitschriften in kleiner Auflage - die es sonst nirgends gibt
- hier kann man aktuelle und ältere Nummern finden.
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"Wir, der BUCHLADEN Rote STRASSE können in bezug auf unser Sortiment zwar nicht mit den großen Buchhandlungen vor Ort konkurrieren, wollen das auch gar nicht, aber dafür sind wir in den Schwerpunkten unseres Sortiments gut ausgerüstet: Medien- und Technologiekritik, Stadtentwicklung, Antifaschismus, die NS-Vergangenheit und Diskussionen darum bis heute, kritische Theorie und französische Philosophie, Anarchismus, Globalisierung und Neoliberalismus, soziale und linke Bewegungen und Krimis, gute Literatur und ein umfangreiches Angebot an kritischen Zeitungen und Zeitschriften. Wir bieten in unserem Laden (oder an anderen Orten), oft in Zusammenarbeit mit politischen und anderen Gruppen, Veranstaltungen an, um eine kritische Öffentlichkeit über aktuelle politische, kulturelle und literarische Themen herzustellen, die einmalig in dieser Stadt sind. Auch aktuelle Flugblätter findet ihr bei uns." Online
bestellung@roter-buchladen.de
Telefonische
Buchbestellung: 42128 |
NutzerInnen-Versammlungen
und Unterstützungaktivitäten "Buchladen Soligruppe" Nov/Dez 08 / Die Soligruppe unterstützt den Buchladen als wichtigen Teil der Infrastruktur. Wir entwickeln z.B.Werbemaßnahmen, führen NutzerInnenversammlungen durch oder unterstützen wir die Weiterentwicklung der Präsentation im Buchladen. Die Gruppe ist offen für weitere UnterstützerInnen. Hauptaktivität der Buchladen Soligruppe in der letzten Zeit ist der Aufbau des Alte-Schwestern-Netzwerks. Mit dem Netzwerk wird durch regelmäßige Kleinspenden Geld gesammelt, um linke Infrastrukturprojekte abzusichern. Derzeit wird das Geld verwendet, um den Buchladen von teuren Krediten zu entschulden und dadurch etwas mehr finanzielle Sicherheit zu schaffen. Die Soligruppe
versucht die Leistungen des Buchladens deutlich zu machen Dem Buchladen geht es besser - aber es gibt immer wieder diese schlechten Phasen 14.3.07
/ "Liebe UnterstützerInnen, liebe KundInnen, liebe politisch Aktive,
wir brauchen weiterhin Eure Unterstützung. Im 35. Jahr unseres Bestehens
hat sich unsere wirtschaftliche Lage nicht drastisch verschlechtert aber es gibt
die jeweils kurzen Wellen der Konjunktur in unserem Buchgeschäft. Jedes Jahr
im März/April und August/September sind wir auf Eure tatkräftige Unterstützung
und Mithilfe angewiesen. Also gilt das alte Motto: Gebt uns Darlehen, kurz-, mittel-
und langfristige, richtet Bücherkonten ein und macht Werbung für uns!
Diese Unterstützung ist wichtig, um unsere kurzfristige Liquidität zu
erhalten. NutzerInnenversammlung
2006 DarlehensgeberInnen-
und NutzerInnen-Versammlung 2004 |
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![]() | Buchladenbücher fürs Programm des Literarischen Zentrums 25.8.06 /AutorInnen, die 2006 ins Literarische Zentrums nach Göttingen kamen. Thomas
Kapielski , Foto links: Buchladen Rote Straße , Bücher mit Bezug zum Programm des Lit. Zentrums |
Broschüre „Medizin im Nationalsozialismus am Beispiel Göttingen“ erschienen 23.1.07
/ Texte zum Stadtrundgang der Geschichtswerkstatt
Göttingen e. V. Eine 64-seitige Broschüre mit dem Titel „Medizin im Nationalsozialismus
in Göttingen“ ist jetzt erschienen. Sie basiert auf einem von der Göttinger Geschichtswerkstatt
erarbeiteten Stadtrundgang. Der Rundgang, der für interessierte Gruppen weiterhin
bei der Geschichtswerkstatt gebucht werden kann, führt vornehmlich auf das Gelände
des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee. Die Broschüre
informiert über die Entwicklung der Göttinger Universitätsmedizin in der NS-Zeit
unter dem Einfluss von Eugenik- und Euthanasieideen. Themen sind u .a. Zwangsterilisierungen
und ZwangsarbeiterInnen am Universitätsklinikum, die Entwicklung der psychiatrischen
Kliniken in Göttingen sowie die Rolle von Göttinger Medizinern wie Gottfried Ewald,
Erich Blechschmidt, Hermann Rein und Fritz Lenz in der NS-Zeit und danach. Die
Broschüre ist im Roten Buchladen, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen, zum Preis
von vier Euro erhältlich. |