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Goettinger Stadtinfo Demenzerkrankungen und Hilfe Diskussion
zur Situation der Pflegekräfte
Diskussion zur Situation der Pflegekräfte 24.11.11 / "Dement und pflegebedürftig: Die Zahl der Menschen, die sich im Alter nicht mehr selbst versorgen können, nimmt stetig zu. Ihre Angehörigen sind oft überfordert, können eine Rund-um-die-Uhr-Pflege nicht leisten oder nicht bezahlen. Letzter Ausweg für viele: Eine illegale oder halblegale Pflegekraft aus Osteuropa. Doch wer diesen Schritt geht, macht sich in Deutschland strafbar." Dieses drängende Problem wurde in der Anne-Will-Sendung "Wenn Svetlana Opa betreut" sehr pointiert diskutiert - und hat uns zu diesem politischen Forum angeregt. y Der Hintergrund: Im April 2011 hat die AG Gesundheit der CDU/CSU Bundestagsfraktion ein Eckpunktepapier vorgelegt: Die Regierungsfraktion möchte diese Arbeitsverhältnisse in Privathaushalten legalisieren. SPD und Grüne haben sich hierzu eher kritisch geäußert, wohingegen der Paritätische Gesamtverband den Vorstoß zur Legalisierung der "Osteuropäerinnen" unterstützt. Zudem haben sich die Arbeitsmöglichkeiten von Nicht-EU-Angehörigen durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit seit Mai 2011 verbessert. Und in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen werden händeringend Pflegekräfte gesucht - der Pflegenotstand ist Realität. Veranstaltung am 30.11.11 Pflegekräfte Moderne Sklavin oder angestellte Betreuungskraft? 18 Uhr , Veranstaltungsraum in der Verdi-Geschäftsstelle Groner-Tor-Str. 32 , 2. Stock, 24-Stunden-Kräfte in privaten Haushalten Mit der Pflegeexpertin Elisabeth Scharfenberg MdB Bündnis 90/Die Grünen, Gewerkschaftssekretärin Julia Niekamp Verdi Göttingen - Fachbereich Gesundheitswesen. Wir beleuchten das Problem der 24-Stunden-Versorgung aus verschiedenen Richtungen: Wie leben Betroffene und ihre Angehörigen, wenn eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung notwendig ist? Film "Der illegale Herr Müller" Welche Erfahrungen machen Vermittlungsdienste wie z.B. Caritas24? Ist die Legalisierung ein richtiger Weg, um die häusliche Pflege zu verbessern? In Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen
Veranstaltung zum Thema "Demenzerkrankungen" 11.5.11 Kreishaus Reinhäuser Landstr. 4, Raum 018 16-18 Uhr Veranstaltung zum Thema "Demenzerkrankungen" Neben Pflegekräften von ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen sind dazu vor allem Angehörige von Demenzerkrankten angesprochen. Kernfragen Stand der Forschung auf dem Gebiet der Alzheimererkrankung und Milieutherapie -, d. h. den Lebensraum bei Demenzerkrankungen gestalten. Referenten
des Tages sind Herr Prof. Dr. Thomas Bayer, Universitätsmedizin Göttingen und
Frau Barbara Jahns, Dipl. Soz. Gerontologin, Alzheimer Gesellschaft Göttingen.
Herr Prof. Dr. Thomas Bayer führt neben der Erforschung der Grundlagen von dementiellen
Erkrankungen klinische Studien an der Universitätsmedizin Göttingen durch. Ziel
ist dabei die Entwicklung kausaler Therapieoptionen, die die Ursachen dementieller
Erkrankungen angehen oder zumindest ihren Verlauf günstig beeinflussen. Im Rahmen
seines Vortrages wird Herr Prof. Dr. Bayer verständlich über den Stand der Forschung
berichten. Die deutliche Zunahme von Demenzerkrankungen infolge des stetig wachsenden Anteils der Hochaltrigen macht es erforderlich, Hilfen für Angehörige und Pflegepersonal anzubieten. Denn zwei Drittel der Kranken werden zuhause von den Angehörigen betreut. Dadurch werde das Leben in den Familien häufig stark belastet. Doch auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegedienste müssten zusätzlich qualifiziert werden. Im Rahmen eines eintägigen Workshops im März dieses Jahres sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen aus dem Bereich des Landkreises Göttingen bereits zu diesem Thema informiert worden und hatten die Möglichkeit eines umfassenden Erfahrungsaustauschs unter der Leitung von Frau Astrid Reinsch, Konzeptionelle Beratung in der Pflege. Im Juni und im Juli 2011 sind weitere Veranstaltungen zur Demenzerkrankung geplant, in denen punktuelle und finanzielle Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige aufgezeigt werden sollen. Weiterhin sollen für Krankengymnastikpraxen angemessene aktivierende Angebote für Demenzerkrankte in der Gruppe oder in der Einzeltherapie vorgestellt werden. E-mail: pflegestuetzpunkt@landkreisgoettingen.de
Demenz - Hilfen für Angehörige und Pflegekräfte 7.2.11
/ Start der Veranstaltungsreihe ist Donnerstag 10.2.11 von 16-18 Uhr im Kreishaus,
Reinhäuser Landstr. 4, Raum 018. Dazu sind u. a. die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste und Angehörige von Demenzkranken
eingeladen. Um eine Anmeldung beim Pflegestützpunkt des Landkreises Göttingen
wird unter Tel. 0551/525-908 oder 525-909 gebeten. Kernfragen der Veranstaltungsreihe
sind das Erkennen der Erkrankung und Möglichkeiten der Betreuung sowie die medikamentöse
Behandlung dieser Krankheitsform. Referenten des Tages sind Dr. André Fischer
vom Europen Neuroscience Institut in Göttingen und Michael Baumgart von der Gerontopsychiatrischen
Beratungsstelle ambet in Braunschweig. Er wird darüber referieren, an welchen
Anzeichen das Krankheitsbild Demenz zu erkennen ist, welche Behandlungsmethoden
bestehen und auf die Frage "Pille gegen Demenz?" eingehen. Michael Baumgart wird
im 2. Teil des Tages als Schwerpunkt über die Schwierigkeiten des Verstehens der
"Welt von Demenzkranken" und des Verständnisses für die Verhaltensweisen der erkrankten
Menschen berichten. Die deutliche Zunahme von Demenzerkrankungen infolge des stetig
wachsenden Anteils der Hochaltrigen emacht es rforderlich, Hilfen für Angehörige
und Pflegepersonal anzubieten. Denn zwei Drittel der Kranken werden zuhause von
den Angehörigen betreut. Dadurch werde das Leben in den Familien häufig stark
belastet. Doch auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegedienste müssten
zusätzlich qualifiziert werden. Es sind folgende weitere Veranstaltungen vorgesehen:
Tabuthema der Pflege: Gewalt gegen Demente Demenzerkrankungen führen wegen der geistigen Orientierungslosigkeit der Betroffenen zu hohen Belastungen von pflegenden Angehörigen. Beim Versuch, mit der Situation zurechtzukommen greifen die Angehörigen manchmal zu verzweifelten Maßnahmen, bei denen ethische und rechtliche Zweifel auftauchen. (Nachdem letztes Jahr die Veröffentlichung aus nicht näher erklärten Gründen zurückgenommen wurde und deshalb nur eine gekürzte Version hier zu lesen war, erfolgt nun der vollständige Artikel in autorisierter Fassung) Vorbemerkung
zu einem Tabu-Thema Wie
riskant darf ein alter Mensch leben? Ist
das Gewaltanwendung? Verfasser
des Artikels: Bernd Markowiak, Dipl. Sozialpädagoge, Nieders. Landeskrankenhaus
Göttingen, für die AG Gerontopsychiatrie |
Paritätischer Wohlfahrtverband organisiert Hilfe bei Demenz 16.2.06 / Mit dem Projekt "HilDe" (Hilfen bei Demenz) bietet das Paritätische Sozialzentrum betroffenen Familien nun neben Informationen, Beratung und Betreuung auch die Vermittlung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Für Rückfragen und Beratung steht die Projektleiterin Ulla Scholten-Schwardmann unter Tel. 0551/90008-12 zur Verfügung. Im
Rahmen des Projektes "HilDe" wurden in diesem Monat 21 ehrenamtliche MitarbeiterInnen
und pflegende Angehörige durch das Gerontopschiatrisches Beratungszentrum Ambet,
Braunschweig, in der Betreuung und Begleitung demenziell erkrankter Menschen ausgebildet.
Die insgesamt 4-tägige Schulung fand am 02./ 03.12.2005 und 13./ 14.01.2006 jeweils Freitag und Samstag von 09.00 Uhr - 15.30 Uhr statt |