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Psychiatrie

Psychisch kranke Eltern - Infoblatt für Jugendliche und Kinder
Sozialpsychiatrischer Verbund (SPV) Göttingen
Filmreihe 2007
Filmfestival Ausnahmezustang 2006
Göttinger Selbsthilfegruppe für Psychoseerfahrene
Shelter e.V. Sozialpsychiatrische Beratungs- und Betreuungsorganisation
Sozialzentrum des Psychiatrischen Landeskrankenhauses
Veranstaltungsübersicht Sozialzentrum
LKH-Ehemalige im Sport erfolgreich

> Psychoseseminar
> Sport for People with experience in mental health problems - E.A.S.I-Cup 2011 in Göttingen

> Verkauf und Privatisierung der LKHs?
> Selbsthilfegruppen
> Demenzerkrankungen / Gerontopsychiatrie
> Geschichte der Psychiatrie in Göttingen

 

Sozialpsychiatrischer Verbund Göttingen

Veranstaltung des Verbunds: "Angehörigenarbeit in der Psychiatrie"
Veranstaltung des Sozialpsychiatrischen Verbundes für Stadt und Landkreis Göttingen: Am 29.6.11 Ärzte und Psychologen stellen das Konzept der Psychiatrischen Klinik in Emstal vor. 17 Uhr im Großen Saal der St. Michael - Gemeinde, Kurze Straße 13. Referenten sind der Leitende Arzt Wolfgang Kloß und die Psychologin Maike Hünnemeyer. Angehörige von psychisch kranken Menschen sind hohen emotionalen Belastungen ausgesetzt und in großer Gefahr, sich psychisch und auch zu physisch zu verausgaben. Die Angehörigenarbeit zielt darauf ab, Leidensdruck und Belastung zu verringern und die vor allem in Krisensituationen notwendige Bewältigung und Anpassung bei beiden, den Patienten und ihren Angehörigen, zu fördern. Wolfgang Kloß, leitender Arzt, und Maike Hünnemeyer, Psychologin, beide aus der Vitos Klinik Bad Emstal-Merxhausen, werden das in ihrer Klinik seit Ende 2008 bestehende "Rahmenkonzept Angehörigenarbeit" vorstellen. Der Vortrag richtet sich an interessiertes Fachpublikum, aber auch an Betroffene und vor allem Angehörige mit dem Ziel, auch für die Region Göttingen Ideen und Anregungen zu sammeln und neue Akzente in der Angehörigenarbeit zu setzen.
Tel 4004862 oder
sozpsychdienst@goettingen.de

 

Hilfe für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil

In Stadt und Landkreis Göttingen gibt es mehr als 1.500 Kinder mit einem seelisch kranken Elternteil, bundesweit sind es mehr als 500.000. Sie übernehmen oft Verantwortung für sich und ihre kranken Eltern. Eigene Wünsche und Bedürfnisse stellen sie dabei zurück. Viele Fragen bewegen die Kinder und Jugendlichen, die meistens unbeantwortet bleiben: Warum hat Papa oder Mama diese Krankheit? Kann ich auch krank werden? Warum redet keiner mit mir über die Krankheit? Was soll ich in der Schule meinen Freunden sagen?

Mehr Unterstützung für Familien mit einem psychisch kranken Elternteil hat sich der der Sozialpsychiatrische Verbund Göttingen zum Ziel gesetzt. Eine Arbeitsgruppe des Sozialpsychiatrischen Verbundes kümmert sich seit 2006 um Unterstützung für Familien, Jugendliche und Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil. Kontaktpflege und Informationsaustausch zur besseren Zusammenarbeit in Einzelfällen, regelmäßige Vernetzungsarbeit zur Entwicklung und Umsetzung eines Patenschaftsmodells für Stadt und Landkreis sowie gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen sind weitere Inhalte der Kooperation. Daran wirken u.a. Vertreter/innen der AWO-Familienhilfe, verschiedener Dienste der Stadt Göttingen, der AOK, des Gesundheitszentrums, von Fachkliniken, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Bürgerstiftung sowie einer Selbsthilfegruppe mit. Sozialarbeiter/innen, Erzieher/innen, Lehrer/innen oder engagierte Betroffene sollen in der Gruppe Gelegenheit für eine anonymisierte "Fallbesprechung aus multiprofessionellen Blickwinkeln" erhalten. Wer Interesse an Teilnahme, Unterstützung, Fortbildung oder einfach nur Fragen oder Anregungen hat, kann sich unter sozpsychdienst@goettingen.de melden.

Informationsblatt, das Kindern und Jugendliche
"Wir sind auch noch da ! Infos für Jugendliche und Kinder im Raum Göttingen, deren Eltern eine seelische Erkrankung haben": So heißt das Informationsblatt, das Kindern und Jugendlichen wichtige Tipps gibt und Ansprechpartner nennt, die sich mit dem Thema auskennen. Das Informationsblatt nennt acht Kontaktstellen im Raum Göttingen, die Jugendliche und Kinder in dieser Situation unterstützen möchten. Deren Mitarbeiter stehen ihnen für ihre Fragen und wenn sie und ihre Familie Hilfe brauchen zur Verfügung.
Das Informationsblatt ist erhältlich im Sozialpsychiatrischen Dienst für die Stadt und den Landkreis Göttingen, Am Reinsgraben 1, 37085 Göttingen, Tel. 0551-4004862.
Seit Ende 2004 gibt es in Göttingen die Selbsthilfegruppe, in der sich erwachsene Kinder (ab 18 Jahren) psychisch kranker Eltern über ihre besondere Situation austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Kontakt zur Gruppe kann über die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle (KIBIS) im Selbsthilfebereich im Gesundheitszentrum Göttingen Tel. 0551-486766 aufgenommen werden.

Download des Informationsblattes für Kinder und Jugendliche unter
Informationen auf den Webseiten Kinder psychisch Kranker
, netz-und-boden

 

Wegweiser bei psychischen Erkrankungen in Göttingen

12.9.07 / Die Broschüre „Psychisch krank – und nun?“ informiert über Hilfsangebote in Stadt und Landkreis bei psychischen Erkrankungen. Solche Erkrankungen stellen die Betroffenen, ihre Angehörigen und die Therapeuten und Ärzte vor viele Fragen. Ein 160-seitiger Wegweiser soll als Orientierungshilfe für Erkrankte, Angehörige und Professionelle dienen. Das Handbuch verzeichnet für Stadt und Landkreis Göttingen eine Vielzahl von Behandlungs-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Zugleich informiert es umfassend über psychische Erkrankungen, Selbsthilfekonzepte, Rehabilitation und Rechtsfragen.
Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Professionelle haben diesen Wegweiser gleichberechtigt erstellt. Die Angehörigengruppe psychisch Kranker, die Selbsthilfegruppe für Psychose-Erfahrene und die Selbsthilfegruppe für erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern sind zusammen Herausgeber des Wegweisers. Die Idee dazu entstand auf dem Göttinger Psychose-Seminar, einem Gesprächsforum zum Thema Psychiatrie. Die drei beteiligten Selbsthilfegruppen kooperieren mit dem Gesundheitszentrum, das den Selbsthilfebereich unterstützt, und dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt. Die Broschüre ist für zwei Euro (Schutzgebühr) erhältlich im Gesundheitszentrum und den Buchhandlungen Laura, Roter Buchladen und Hertel.

Kontakt:
Selbsthilfegruppe für Psychose-Erfahrene c/o Gesundheitszentrum Albanikirchhof 4/5 , 37073 Gö,Treffen: jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, 19-20.30 Uhr im Gesundheitszentrum, Tel. 486766 , psychose-erfahrene@gmx.de

Der Sozialpsychiatrische Verbund (SPV) Göttingen umfasst das gemeinsame Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Göttingen innerhalb des der Sozialpsychiatrische Dienst angesiedelt ist und wo ich auch die Geschäftsstelle des SPV befindet.
Psychiatrieausschuss: VertreterInnen aus dem Stadtrat und dem Kreistag des Landkreis Göttingen bilden zusammen mit VertreterInnen von "Kostenträgern und Anbietern von Hilfen" den Psychiatrieausschuss.
Psychiatriearbeitskreis: Innerhalb des SPV gibt es einen Arbeitskreis von dem aus die Bildung von Arbeitsgruppen/Fachgruppen koordiniert wird. So gibt es z.B. eine Fachgruppe Gerontopsychiatrie oder AG Sucht .. usw. Grafik

 

Filme 2007

nach dem Psychose-Seminar: "Ver-rückte Filmwoche" - Herbstferien 2007 In Kooperation mit dem Sozialzentrum / Nds. Landeskrankenhaus Göttingen (zukünftig: Asklepios Fachklinikum Göttingen) präsentiert die SpV-AG Initiative Göttinger Psychose-Seminar vier Dokumentarfilmabende. Anschließend besteht jeweils die Möglichkeit zur Diskussion. Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenlos! Zeit: Jeweils ab 19.30 Uhr Raum: Großer Seminarraum, Sozialzentrum, Nds. Landeskrankenhaus Göttingen

22.10.2007 DIE POLE DES SATURN - BIPOLAR (2006) - Leben zwischen Manie und Depression Montag "… das Leben aus Perspektiven betrachten, die vielen Menschen nicht bekannt sind … In dieser Doku-Collage von Nicole Plinz und Oliver Hermann berichten drei Betroffene und eine Angehörige von Höhenflügen und Abgründen …, ... und vom langsamen Weg zurück in den Alltag."

23.10. 2007 Raum 4070 (2006) - Psychose-Seminar-Dokumentation, der Renner des 2006er Filmfests ausnahme|zustand! Dienstag "Kann man ein Psychose-Seminar verfilmen wie einen Roman? Man kann!" (Ilse Eichenbrenner) "Wir sind in einem Raum, in dem sich Menschen Erlebnisse erzählen, über die man gewöhnlich nicht spricht. Es geht um Angst und Einsamkeit, aber auch um den Lebensmut, psychische Krankheiten und Krisen zu bewältigen." Jana Kalms und Torsten Striegnitz, die Filmemacher. (Protagonisten sind zur Diskussion angefragt!)

24.10.2007 Der Kobold in der Höhle (M. T. Schulz, M. Kempkens, O. Schnier, 2004) - Ein bisschen anders als die Anderen Mittwoch "… Antonio lebt im Dreikönigenhaus, einem Wohnheim für Menschen mit psychischer Erkrankung in Köln. Der Film zeigt seinen Alltag, seine Lebens- und Wohnwelt - unkommentiert und aus seiner Perspektive."

25.10.2007 Psychosen verstehen (J. Kalms und T. Striegnitz, 2006) - Ein Lehrfilm aus dem Psychose-Seminar Potsdam Donnerstag Der Film skizziert Psychose-Seminare als "Lernorte" für psychoseerkrankte Menschen, Angehörige, Familien, Studierende und psychiatrische Fachkräfte. Tiefgang garantiert! (Protagonisten sind zur Diskussion angefragt!)


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Filme 2006

Am 09.11. fängt im Kino Lumiere das Filmfestival AUSNAHME|ZUSTAND an. Diese Filmreihe behandelt ein Thema, das uns Angst macht und in der Öffentlichkeit tabuisiert wird: Psychische Erkrankungen. Mit der bundesweiten Filmreihe soll erreicht werden, dass dieses Thema mehr Präsenz erlangt und die gesellschaftliche Stigmatisierung der Betroffenen überwunden wird. Deshalb begleiten Gesprächsangebote die Vorführungen von Ausnahme|Zustand. Nähere Informationen kann man auch unter http://www.ausnahmezustand-filmfest.de bekommen.
Dieses Festival findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und möchte ein Podium für das Thema seelische Erkrankungen schaffen, indem es acht Dokumentarfilme, die auf jeweils sehr unterschiedliche Weise seelische Erkrankungen porträtieren, zeigt. Psychische Krankungen und Suizid gehören zu den verbliebenen Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Fast immer stoßen Betroffene und Angehöriger auf eine Mauer des Schweigens. Dabei treten sie nicht selten auf. Jeder dritte Europäer durchlebt einmal in seinem Leben eine psychische Krise, bei etwa vierzig Prozent der Betroffenen besteht die Gefahr eines langjährigen Verlaufs.
Für das Festival wurden acht Filme ausgewählt, darunter "Entfremdungen" von Malek Bensmail, "Janine F." von Teresa Renn, "Noch eine Stunde mit dir" von Alina Marazzi, "Ohne Gewicht" von Sigve Endresen, "People say I'm crazy" von John Cadigan, "Raum 4070" von Torsten Striegnitz, "Seelenschatten" von Dieter Gränicher und "Tarnation" von Jonathan Caouette (ein dokumentarisches Selbstportrait über einen Zeitraum von 20 Jahren)
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Thema: SCHIZOPHRENIE
Donnerstag 9.11. um 19.30 Uhr
Janine F. , BRD 2004, 80 Min. Buch, Regie: Teresa Renn
, Nach dem Film: Gespräch mit Heike Oldenburg, M.A., Krisenerfahrene, Berlin.
"Dieses eine Mal ist sie einen Schritt zu weit gegangen, oder weit genug..."
Der Fall Janine F. ging im November 2002 durch die Presse: Die 24-jährige Frau sprang aus dem fünften Stockwerk des Berliner Kunsthauses Tacheles in den Tod. Die Zeitungen bezeichneten sie als schizophren, depressiv und drogenabhängig. Schuld gab man den Tacheles-Künstlern, die ihre Todesankündigung auf Video aufgenommen, aber nicht ernst genommen hatten. Wer war Janine und wie konnte es zu ihrem Freitod kommen?
Neben den Künstlern kommen Janines engste Freunde vor der Kamera zu Wort. Langsam entwickelt sich ein Bild der Persönlichkeit der jungen Frau. Sie war eine Grenzgängerin, der Konsum von Drogen gehörte ebenso zum alltäglichen Leben wie ihre Bilder und Plastiken, an der sie Tag und Nacht intensiv arbeitete. Von den Stimmen, die sie hörte, erzählte sie wenig. Keiner der Freunde ahnte, wie ernst es um sie stand.

Thema: DEPRESSION
SeelenSchatten, Schweiz 2002, 89 Min., OmU, Buch, Regie & Montage: Dieter Gränicher Sonntag 12.11. um 17.30 Uhr, Nach dem Film: Gespräch mit einem Mitglied der Göttinger Selbsthilfe-Gruppe für Psychose-Erfahrene.
Zwei Frauen und ein Mann, die unter schweren Depressionen leiden, werden zwei Jahre lang filmisch begleitet. Ausgangspunkt der filmischen Erzählung ist ihre akut depressive Phase. Wie erleben sie ihre Krankheit und den Klinikaufenthalt? Wie entwickelt sich ihre Arbeits- und Familiensituation nach der großen Krise? Wann fühlen sie sich wieder gesund? Der Film erforscht dunkle Seiten der menschlichen Seele und die verschiedenen Aspekte der Depression. Er weckt Verständnis für Menschen, die durch ihre psychische Krankheit nach wie vor stigmatisiert sind.
"Ich habe eigentlich nichts gesehen außer schwarz; das Loch, in dem man selber drin ist." [Betroffener Charles E.] "Meine Depression war eine Art Schutz, damit ich selber merkte, dass es so nicht mehr weiter gehen kann." [Betroffene junge Frau]

Thema: MAGERSUCHT
Ohne Gewicht Vektløs, Norwegen 2002; 75 Min., OmU, Regie: Sigve Endresen, Montag 13.11. um 19.30 Uhr, Nach dem Film: Gespräch mit Ulla Koch, Diplompädagogin, Mitarbeiterin der Therapeutischen Frauenberatung
"Gewogen und für zu leicht befunden." Die Zeile aus einem Lied der norwegischen Sängerin Kari Iveland hat eine doppelte Bedeutung: Als Kind fühlte sie sich von ihren Eltern, die ihre ganze Energie in kirchliche Missionierungsarbeit steckten, vernachlässigt und übersehen. Als junge Frau erkrankte Iveland dann an Magersucht - bis sie nur noch 34 Kilogramm wog und, dem Tode nahe, eine Therapie begann. Der Dokumentarfilm "Ohne Gewicht" des mehrfach ausgezeichneten Regisseurs/Produzenten Sigve Endresen beobachtet die Sängerin bei den Aufnahmen zu ihrem ersten Soloalbum. Dessen Texte zeugen von einer Verletzlichkeit und Unruhe, die Kari Iveland ein Leben lang begleitet haben. Kindheitserinnerungen, Gespräche mit ihrem Arzt und nicht zuletzt die gefühlvollen Songs Ivelands ergeben das Porträt einer zerbrechlichen und doch starken Frau. Regisseur Endresen gelingt es, tief in ihre Seele zu blicken, ohne dabei eine voyeuristische Sichtweise einzunehmen. Ausgezeichnet auf dem wichtigsten norwegischen Filmfestival in Haugesund.

Thema: PSYCHOSE
Raum 4070, BRD 2006, 89 Min. Regie: Jana Kalms, Torsten Striegnitz;Dienstag 14.11. um 19.30 Uhr Nach dem Film: Gespräch mit Mitgliedern der Initiative Göttinger Psychose-Seminar.
"Was außen so konfus aussieht, wird innen immer stimmiger. Und die anderen wollen das bloß nicht verstehen." (Lutz, Betroffener) "Wir sind in einem Raum, in dem sich Menschen Erlebnisse erzählen, die man sich eigentlich nicht erzählt. Es sind Erfahrungen, die sie selbst gemacht haben und Erfahrungen von Menschen, die ihnen sehr nahe stehen. Es geht um Angst und Gewalt. Es geht um Familien, die zerstört werden. Es geht um ihre Existenz.
In dem Raum findet ein Psychoseseminar statt. Innerhalb der letzten zehn Jahre sind etwa 100 Seminare solcher Art in Deutschland entstanden. Das zeigt, dass diese Idee auf Zustimmung stößt. Grundgedanke ist, miteinander zu reden, um voneinander zu lernen. Das Potsdamer Seminar wurde 1996 von Prof. Peter Stolz, Psychiater und Hochschullehrer, gegründet. Es findet jeden zweiten Mittwoch statt. Manchmal sind 40 Menschen im Raum, manchmal 80. Einige sind verwandt miteinander, die meisten kennen sich nicht. Jedes Seminar ist ein Experiment. Es gibt so unterschiedliche Verstehensperspektiven und Wahrheiten wie Menschen in diesem Raum." (Jana Kalms, Torsten Striegnitz)

Thema: Kinder psychisch kranker Eltern
Noch eine Stunde mit Dir, Un' ora sola ti vorrei, Italien 2003, 65 Min., OmU, Regie: Alina Marazzi;
Mittwoch 15.11. um 19.30 Uhr, Nach dem Film: Gespräch mit Dr. Regine Pfeil, Psychiaterin und Psychotherapeutin, Landeskrankenhaus Göttingen.
Familienfotos und -filme, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe und auch die Krankenberichte verarbeitet Alina Marazzi zu einer Spurensuche nach der eigenen Mutter, die, von Depressionen gequält, Selbstmord beging, als die Regisseurin sieben war. Viele Jahre waren die Fundstücke, die Alina Marazzi hier zu einer intensiven Collage verarbeitet hat, in einem Schrank ihrer Großeltern versteckt - ein Familiengeheimnis versiegelt von Staub und Vergessen. Es sind die Familienfotos und -filme, die Tagebuchaufzeichnungen und Briefe und auch die Krankenberichte ihrer Mutter. Dieses Material benutzt Marazzi, um ein Bild dieser hübschen, jungen Frau der Mailänder High Society zu zeichnen, die ihre Mutter war und die sie kaum kannte. Als Alina sieben war und ihre Mutter 33, hat diese, gequält von Depressionen, ihrem Leben ein Ende bereitet. Mit ihrer visuell beeindruckenden Erinnerungsarbeit hat Alina Marazzi nicht nur eine Lücke in ihrer persönlichen Geschichte geschlossen, sie hat auch ein ergreifendes Porträt einer Depression geschaffen, dem sich der fremde Zuschauer nicht entziehen kann. >> http://www.ausnahmezustand-filmfest.de/

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Göttinger Selbsthilfegruppe für Psychoseerfahrene

Wir sind eine eigenverantworlich organisierte Selbsthilfegruppe für Psychose-Erfahrene, die nach dem 1. Psychoseseminar im Jahr 2001 gegründet worden ist. In unserem Gesprächskreis geht es um:

  • Umgang mit der Erkrankung (Wann kann ich mich "outen"? Wie beuge ich einer erneuten Erkrankung vor?)
  • Erfahrungen mit Ärzten, Psychiatrieauftenhalten, Medikamenten
  • Beschäftigungs-und Arbeitsmöglichkeiten für Psychoseerfahrene
  • Fragen zu Rentenanträgen, Grundsicherung etc.
  • Kontakt untereinander und gegenseitige Unterstützung
  • Wege und Strategien des Gesundwerdens

Wir veranstalten auch Gemeinschaftsaktionen, auf denen sich die Gruppenmitglieder besser kennenlernen können, z. B. Sommerfest, Weihnachtsfeier, Fahrten zu Psychiatrietagungen. Wer Interesse hat, kann einfach mal vorbeischauen: Wir treffen uns jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, 19.00-20.30 Uhr im Gesundheitszentrum Göttingen, Albanikirchhof 4-5 (Eingang Wendenstraße) Kontakt: psychose-erfahrene@gmx.de

Veranstaltungen der Göttinger Selbsthilfegruppe für Psychose-Erfahrene bei "Arbeit und Leben", Lange Geismarstr. 72

10.11.06 19.30 Uhr zum Thema "Psychopharmaka: Pro und Contra." Vortrag und Seminar mit Matthias Seibt, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.:

11.11.06 Seminar "Basiswissen Psychopharmka" am Samstag, 11. November, 10.00-16.00 Uhr (Wirkungsweisen, Nutzen- /Gefahrenabschätzung, Absetzregeln, Techniken der Selbststabilisierung)

Der Vortrag ist für alle offen; das kostenfreie Seminar richtet sich an Menschen, die wegen einer psychischen Erkrankung Psychopharmaka nehmen/genommen haben.

Kontakt/ Seminaranmeldung: psychose-erfahrene@gmx.de

 

Shelter e.V.

Sozialpsychiatrische Beratungs- und Betreuungsorganisation Shelter e.V. * Göttingen. Vorsitzende der Shelter e.V., Josephine Gang-Hara, Shelter ist eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen Wohlfahrtsverbands

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Harald Fischer Abteilungsleiter des Paritätischen Niedersachsen das Emaille-Signet "Sozialarbeit mit Qualität", das nun am Eingang zur neuen Shelter-Wohngemeinschaft im Zollstock 9 prangt. Der Geschäftsführer des Paritätischen Göttingen /*Manfred Grönig und Frank Bierek als Vertreter der Handwerker und der bei den Renovierungsarbeiten gemeinnützig Beschäftigten überreichten anschließend Blumen zum Einzug der ersten beiden Bewohner der WG. Für die Sozialpsychiatrie-Klienten wurde ein wohnliches Ambiente geschaffen. Auch die Anpassung an die Regelsätze der SGB II-Kosten der Unterkunft kann durch die Partnerschaft zwischen allen Beteiligten gewährleistet werden, so dass auch ALG II-Empfänger betreut werden können. Die gute Nachbarschaft mit "alteingesessenen" Hausbewohnern hat sich bereits bei einem ersten spontanen Grillessen im Innenhof bewährt.

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Sozialzentrum des Psychiatrischen Landeskrankenhauses

>> Sozialzentrum Asklepios (ehemalig Nds. Landeskrankenhaus) - Rosdorfer Weg 70 - 37081 Gö, Öffnungszeiten: Montag - Freitag 7.30 - 19.15 Uhr, Samstag und Sonntag 8.30 - 18.00 Uhr , Telefonzentrale 402 - 0 , Frank Müller-Gerstmaier 402-2862 fra.mueller@asklepios.com

Weitere Kontaktadresse: Menschen im Schatten e .V. Büro, Frau Storch -2990, Krankenhausseelsorge 402-2880/1 Fr. Bondick (ev.), Hr. Friedl (kath.), Hr. Ungerer (ev.), Fr. Wiese (ev.), Café Treffpunkt:Tel 402-2859 Montag bis Freitag von 11.00 - 17.30 Uhr. am Wochenende von 12.30 - 17.30 Uhr. Kiosk: 402-2858,Montag bis Freitag von 7.45 – 17.30 Uhr. Samstag: 9.00 –12.00 Uhr, Sonntag: 12.30 –15.30 Uhr.

>> Veranstaltungen des Sozialzentrums 2008 (pdf.datei)

Bibliothek: Im Präsenzbereich halten wir aktuelle Fachbücher, verschiedene Zeitungen, (Fach-) Zeitschriften und Spiele bereit. Falls die Bibliothek gerade geschlossen ist, sprechen Sie uns bitte an. Hier finden Sie auch eine Sammlung psychiatriebezogener Zeitungsartikel aus der deutschsprachigen Presse.
Mini-Golf können Sie jederzeit im Park spielen. Besucher erhalten Schläger, Bälle und Schreibblock bei uns im Sozialzentrum.
Fahrräder können täglich von 7.30 - 18.30 Uhr, am Wochenende von 8.30 - 17.30 Uhr, ausgeliehen werden – mit Helm.

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LKH-Ehemalige im Sport erfolgreich

Ehemalige Patienten und Patientinnen des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Göttingen (NLKH) nahmen erfolgreich am E.A.S.I.-Cup vom 11. – 15.07.2005 in Linz/Österreich teil.

Seit Jahren hält das Sozialzentrum des NLKH für Patienten eine Vielzahl von niedrigschwelligen, therapiebegleitenden Angeboten (kommunikativer-, kultureller- und sportlicher Art) vor. Der sozialpsychiatrischen Ausrichtung folgend sind diese Veranstaltungen auch offen für ehemalige und ambulant behandelte Patienten.In diesem Jahr gab es zum ersten Mal die Möglichkeit für die Volleyballer des Sozialzentrums am, bereits seit 2003 stattfindenden E.A.S.I. Cup (EUROPEAN ASSOCIATION FOR SPORT AND SOCIAL INTEGRATION) teilzunehmen.

"E.A.S.I. ist eine starke Gemeinschaft von Menschen, die erkannt haben, dass eine ganzheitliche und sinnvolle Unterstützung psychisch kranker Menschen diese nicht dort alleine lassen darf, wo das eigentliche Leben beginnt – nach der Arbeit und der Gewährleistung materieller Sicherheit.
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Erst im Kontakt mit anderen, im Heraustreten aus Isolation und Stigmatisierung, in der Teilnahme an einer sozialen Gemeinschaft, ist er wirklich Mensch. E.A.S.I. erweitert den Horizont – im Leben seiner Klienten, in der Zusammenarbeit seiner Projekte, in einem zusammenwachsenden Europa."

Bisher war der E.A.S.I.-Cup ein reines Fußballturnier. 2005 in Linz wurden neben Fußball erstmals auch die Disziplinen Volleyball, Tennis, Tischtennis, Schwimmen und Kegeln in Wettkämpfen ausgetragen. Es waren in jeder Hinsicht ein Riesenerfolg und Spaß für die ca. 300 Teilnehmenden mit psychosozialem Unterstützungsbedarf aus acht Nationen. Die psychiatrie-erfahrenen Volleyballer des Sozialzentrums fuhren mit zwei Mannschaften mit je fünf Spielern nach Linz. Gefördert und Unterstützt wurde die Teilnahme von der AOK–Göttingen, der Klinikseelsorge des Landeskrankenhauses, dem Verein Nervensachen g. e.V., der Gesellschaft für sozialmedizinische Förderung in Göttingen e. V. und natürlich vom Nds. Landeskrankenhaus Göttingen. Die eingespielten Sportler kämpften sich in unterschiedlichen Gruppen erfolgreich durch die Vorrunde und standen sich im Finale gegenüber. So belegten sie nicht ohne Stolz gleich im ersten Anlauf den ersten und zweiten Platz unter den 12 teilnehmenden Mannschaften am Volleyballturnier.


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