Disco-Konflikte Integrationsrat:
Alpenmax und Savoy verweigern Black People den Zutritt Allgemein
Probleme mit Disco-Türstehern Discokonflikte
am Idunazentrum Weender Landstraße Discokonflikte
Savoy Integrationsrat:
Alpenmax und Savoy verweigern Menschen mit schwarzer Hautfarbe*
den Zutritt *
Zum Begriff vgl. "Informationen für Journalisten zum korrekten sprachlichen
Umgang mit rechtsextremistischen oder rassistisch motivierten Straftaten"
unterzeichnet von ISD – Initiative schwarze Menschen in Deutschland e.V. , ADEFRA
e.v. - schwarze Frauen in Deutschland, Amadeu-Antonio-Stiftung, mut-gegen-rechte-gewalt.de
(Quelle) 22.6.09
/ Der Integrationsrat teilt in einem Rundschreiben mit: "Göttinger Diskotheken
verweigern ausländischen Studenten den Zutritt: "You have to leave, this place
ist not for black people!" In letzter Zeit häufen sich in der Geschäftsstelle
des Integrationsrates Beschwerden von Betroffenen, die aufgrund ihrer ethnischen
Zugehörigkeit keinen Einlass in verschiedene Göttinger Diskotheken erhalten. Allein
am vergangenen Wochenende wurde Migrantinnen und Migranten in sechs Fällen der
Zutritt verweigert, während gleichzeitig deutsche Gäste Zugang erhielten. Die
Begründungen des Sicherheitspersonals der Diskotheken lassen an Eindeutigkeit
nichts zu wünschen übrig: im "Alpenmax" wurde den Betroffenen mitgeteilt: "You
have to leave, this place ist not for black people" und auch im "Savoy" haben
Schwarze offenbar keinen Zutritt "you guys com from Africa, you are not right
here". Bei allen Betroffenen handelt es sich um StudentInnen, die nur vorübergehend
in Göttingen sind (Besuch von Deutschkursen, Austauschsemester), und erstmalig
die Diskotheken besuchen wollten. Hierin sieht die Geschäftsstelle auch den "Grund"
für die "plötzlichen" Beschwerden. Eine Umfrage bei seit langem in Göttingen lebenden
Migrantinnen und Migranten hat die Vermutung bestätigt, dass diese diskriminierende
Praxis für viele Migrantinnen und Migranten längst zum Alltag in Göttinger Diskotheken
geworden ist. Von Beschwerden erhoffen sich die Mehrheit der Betroffenen keine
Hilfe. Umso dringender besteht hier Handlungsbedarf. Eine derartige rassistische
Praxis darf nicht geduldet werden und ist im Übrigen nach dem Allgemeinen Gleichheitsgesetz
(AGG) verboten. Migrantinnen und Migranten, denen der Einlass in Göttinger Diskotheken
aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit verwehrt wird, können innerhalb einer
Frist von zwei Monaten auf Unterlassung oder Schadenersatz/Entschädigung klagen.
Der Integrationsrat fordert die Stadt Göttingen auf, die Göttinger Gaststätten
über die Bestimmungen des AGG zu informieren und in Diskriminierungsfällen den
Entzug der Konzession zu prüfen. Die jüngsten Vorfälle zeigen auch, dass eine
Antidiskriminierungsstelle in Göttingen dringend benötigt wird." (Hierzu
ist nur auf die Artikel von 2005 hinzuweisen, als bereits "dringender Handlungsbedarf"
bestand. Allgemein:
Das Problem mit Disco-Türstehern 2005/
Es ist dringend Handlungsbedarf geboten - Es muß erheblicher Druck aufgewendet
werden, um mit Ordnungsamt, Intergrationsrat, Diskobetreibern, Gruppen aus der
MigrantInnenbetreuung, SozialarbeiterInnen usw. einen Präventionstisch gegen
die Gefahr einer nach rechts abrutschenden Discoszene in Göttingen zu bilden.
Im Mai kamen
Pressemitteilungen z.B. vom Stadtjugendring , dass in einer Diskothek ein dunkelhäutiger
Besucher abgewiesen worden sei. Sollte dies glaubhaft nachgewiesen werden können
müßte die Stadtverwaltung Göttingen Maßnahmen gegen diese
Diskothek ergreifen, so wurde bereits der Entzug der Lizenz in die öffentliche
Diskussion eingebracht. Da dieses Thema geeignet ist, sich sehr praktisch mit
den Problemen auseinanderzusetzen, die abstrakt unter "alltäglicher
Rassismus" abgehandelt werden, soll näher darauf eingegangen werden,
wobei der Blick auf die gesamte Disco-Szene gerichtet ist. In Foren findet
man immer wieder Hinweise von DiskobesucherInnen über merkwürdige Türsteherpraktiken:
"Uns kam gleich ein Türsteher entgegen, der meinte wir dürfen hier nicht
rein. Auf die Anfrage meines Freundes weswegen nicht, Antwortete er nur, er brauche
uns keinen Grund zu nennen. Da schlechter gekleideteten Deutschen Einlass gewährt
wurde, nehme ich an, dass es nicht an unserer Kleidung lag. Dies war das erste
mal, das uns der Einlass in eine Disco verwehrt wurde. Deswegen bitte ich euch,
anständige Auländer und Deutsche vermeidet diesen Laden, und erspart euch diese
Situation." Quelle
(Bei Überprüfung am 25.11.06 war die verlinkte webseite nicht
mehr erreichbar)  Alpenmax
 Sonic
 Maddexx
| Aber
auch auf den Gästebüchern kann man Äußerungen finden, die
ein rassistisches Klima unterstützen. Im Gästebuch des Alpenmax z.B.
werden die Eintragungen nicht automatisch veröffentlicht aber es steht oder
stand seit über einer Woche seit 23.5.06 die folgende Bemerkung drin, die
anfängt mit: "jetzt noch ne botschaft an alle die penetrant
nach knoblauch,schweiss riechen oder zigarre rauchen... " Quelle
(
(Bei Überprüfung am 25.11.06 war die verlinkte webseite innerhalb
eines Gästebuches nicht mehr direkt über diesen Link ansteuerbar, möglicherweise
befindet sie sich noch an anderer stelle in diesem gästebuch) Jemand
schrieb im Dez 2003 über eine Disco: "Ich war dort auch bis vor kurzem
beschäftigt und versuche den Bericht so neutral wie möglich zu halten und meine
Eindrücke als Gast wiederzugeben. (..)"Wenn man am Eingang ist muß
man erstmal an einem Türsteher vorbei. Diese wählen aus nach bestimmten Richtlinien
(ich glaube Alter, Kleidung, Erscheinungsbild, leider auch Nationalität und Gefahrenpotential)
die Kunden aus die den Laden betreten dürfen. Die Türsteher hier sind relativ
streng und man muß vor allem vernünftige Schuhe anhaben um hineinzugelangen. Manchmal
verstehen Leute nicht wieso man nicht rein darf aber manchmal muß man verstehen
welch eine Verantwotung auf den Türstehen lastet. Sie kriegen ja auch dann die
Schläge ab. Ich denke schon, dass dies kein leichter Job ist."
Quelle
(Der Beitrag war am 25.11.06 nicht mehr über diesen Link zu finden, stattdessen
finden sich dort Lobhudelei aufs Alpenmax) Was
in der Nähe der konkurrierenden Discotheken Alpenmax und Pflaumenbaum so
passiert, zeigt z.B. ein aktueller Polizeibereicht über einen Vorfall vom
26. Mai 2005, gegen 04.00 Uhr "Bei einer Messerstecherei auf einem
Tankstellengelände an der Weender Landstraße sind gestern Morgen gegen 04.00 Uhr
(26.05.05) zwei 23 und 24 Jahre alte Männer aus Göttingen u. a. durch Stiche in
den Oberkörper schwer verletzt worden. ...> |
>....Sie
wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Nach dem gegenwärtigen
Stand der Ermittlungen hatten die beiden jungen Göttinger kurz zuvor in einer
nahe gelegenen Diskothek einen verbalen Streit mit zwei Gästen. Um weiteren Schwierigkeiten
aus dem Weg zu gehen, so der 24-jährige Geschädigte in seiner ersten Befragung,
hätten er und sein ein Jahr jüngerer Freund wenig später das Lokal verlassen.
Bei der Tankstelle an der Weender Landstraße wollten sich beide noch Bier kaufen
und dann nach Hause gehen. Was die jungen Männer nicht bemerkten: ihre beiden
Kontrahenten waren ihnen unbemerkt gefolgt und lauerten ihnen kurz danach auf.
Im Eingangsbereich der Tankstelle griff der eine Verfolger den 24-Jährigen plötzlich
an und stach mit einem Messer auf ihn ein. Während sich der Angegriffene in den
Verkaufsraum retten konnte, wurde sein Freund von dem zweiten Verfolger ebenfalls
mit einem Messer angegriffen und durch Stiche verletzt."
Selbst ein
Türsteher der versuchte, sich differenzierter seiner Aufgabe zu nähern
äußerte z.B. folgende nicht ganz unproblematische Sätze öffentlich
in einem Forum: "Ich selbst habe meine sehr spezielle Erfahrung mit einigen
(....** ) gemacht, die mir gezeigt hat, dass es doch Menschen gibt, die wenig
Respekt vor dem Leben und Leiden anderer haben. Aber das große ABER! : Es gibt
so viele nette integrierte multinationale Gäste, denen das Verhalten ihrer "Landsleute"
dermaßen peinlich ist und die mir viel lieber sind als manch Deutscher (es geht
hierbei einfach nur um die Spielregeln als Gast). Wie geht man damit um?"
(...) Ich persönlich
bin der Überzeugung, das gemeinsame Interessen/Sozialisation zu mehr Gemeinsamkeiten
führt als das Herkunftsland. So haben zwei Kunstschmiede aus unterschiedlichen
Ländern mehr gemein als zwei zufällige Menschen aus einem Land." (...)"
(Zitat aus einem Forum von 2001 - Quelle nicht mehr feststellbar - Aussage
von jemand, der nach seiner Aussage bereits seit zig Jahren als Türsteher
in einer Innenstadt-Disko Erfahrungen gesammelt hat. Eine Disko die bislang keinerlei
rassistische Türsteherpolitik praktiziert hat. (** Hier nennt er eine bestimmte
ethnische Gruppe - diese möchten wir nicht zitieren um nicht allein durch
das Zitiat einer Stigmatisierung Vorschub zu leisten / Red. goest) Dies
zeigt aber auch dass die Sache nicht pauschal gelöst werden kann, sondern
eine intensivere Arbeit nötig macht. Leider ist zu befürchten, dass
die Diskobetreiber Konflikte eher für ihren Konkurrenzkampf untereinander
instrumentalisieren als dass sie sich an der gemeinsamen Arbeit für eine
praktischen Integration beteiligen. Disco-Konflikte
Türsteher
benutzt Elektroschocker Polizei-Pressemitteilung: "08.07.2006
- 19:59 Uhr Göttingen (ots) - Göttingen, Samstag, 08. Juli 2006, 02:50 Uhr Göttingen
(mb) - Nach einer Schlägerei in einer Szene-Gastronomie in der Weender Straße,
in der auch Türsteher involviert waren, wurde nach Ende der körperlichen Auseinandersetzungen
seitens eines 22 Jahre alten Türstehers ein sog. Elektroschocker angewendet. Der
Elektroschocker war nicht zugelassen und stellt somit einen Verstoß gegen das
Waffengesetz dar. Der Gegenstand wurde sichergestellt und der Besitzer muss nun
mit einer entsprechenden Anzeige rechnen. " Vorwurf:
Rassistische Auslese durch
Türsteher? Stellungnahme
Pressebüro Alpenmax zur Pressemitteilung der SPD 30.5.05 "zu
der Pressemitteilung der SPD möchten wir folgendes sagen: Das Tanzlokal "Alpenmax"
in Göttingen ist weder ausländerfeindlich, noch werden ausländische Mitbürger
von der Geschäftsleitung oder den Türstehern diskriminiert! Wir haben viele ausländische
Gäste sowie ausländisches Personal, die diese Aussage gerne bestätigen werden.
Wenn einigen Personen der Zutritt zu unserem Objekt verwehrt wird, dann hat das
sicher nichts mit ihrer Nationalität zu tun. Die Einlasskriterien unterliegen
Gesichtspunkten wie "die Auswahl der Kleidung und der Schuhe", "das Zutrittsalter"
und ganz besonders "der verzehrte Alkoholkonsum vor Betreten des Lokales". Zitat
aus der Pressemitteilung der SPD: "Die Göttinger SPD verurteilt die rassistische
Türpolitik Göttinger Diskotheken. Wie bekannt wurde wies ein Türsteher der Diskothek
"Alpenmax" den dunkelhäutigen Abiturienten Jermaine Greene ohne Grund ab, während
sein hellhäutiger Freundeskreis ohne Probleme Zutritt bekam." - Zitat Ende. Diese
Aussage der SPD ist falsch. Aus dem o.g. Personenkreis gab es weitere Personen,
denen der Zutritt verweigert wurde. Grund dafür war der bereits erhöhte Alkoholkonsum
vor Betreten des Alpenmax und nicht die Hautfarbe, wie es die SPD in der Pressemitteilung
darstellt. (...) Nicola Dubacher G&T Pressebüro" Pressemitteilung
Stadtjugendring
27.5.05 Kritik
an Disco-Türsteher (2) " Der
Stadtjugendring Göttingen verurteilt schärfstens jegliche Form von Rassismus.
Jugendliche gestalten ihre Freizeit auf die unterschiedlichste Weise, für viele
ist da auch der Besuch von Diskos auf Göttingens "Disko-Meile" selbstverständlich.
Allerdings ist nun einmal mehr offensichtlich rassistisches Verhalten von Türstehern,
diesmal im XXXXXX, offenbar geworden. Wir sind uns ganz sicher: Die Göttinger
Jugend wünscht sich keinen Rassismus, und auch keine Diskos "nur für Deutsche".
"Ich glaube Jugendlichen, die Spass haben wollen ist es völlig egal, ob die mit
de-nen sie feiern wollen blond und blauäugig oder meinetwegen grün mit lila Punkten
sind. So ein Verhalten an der Tür ist wirklich der Gipfel, aber nicht des Vergnügens
sondern der Unverschämtheit.", so Tom Schmidt, Vorsitzender des Stadtjugendring
Göttingen e.V. Der Stadtjugendring hofft, dass diesmal das XXXXXXXX seine Türpolitik
nachhaltig überdenkt und die Stadt Göttingen andernfalls geeignete Maßnahmen ergreift.
" Pressemitteilung
SPD 27.5.05
Kritika an Disco-Türsteher (1) Die
Göttinger SPD verurteilt die rassistische Türpolitik Göttinger Diskotheken. Wie
bekannt wurde wies ein Türsteher einer Diskothek den dunkelhäutigen Abiturienten
J. G. ohne Grund ab, während sein hellhäutiger Freundeskreis ohne Probleme Zutritt
bekam. "Für rassistisches und ausländerfeindliches Verhalten gibt es in Göttingen
keinen Platz! Wir fordern die Geschäftsleitung (...) auf, sich zu entschuldigen
und Abstand von einem solch diskriminierenden Verhalten zu nehmen." Der aktuelle
Vorfall ist nicht das erste Problem mit XXX, bereits vor zwei Jahren ist die Diskothek
wegen ähnlichem Verhalten in die Schlagzeilen geraten. Immer wieder flamme in
diesem Zusammenhang die Argumentation auf, ausländische Mitbürger wären generell
impulsiv und gewalttätig. "Es ist absolut unglaublich, Menschen wegen ihrer ausländischen
Herkunft der Kriminalität oder Gewaltbereitschaft zu verdächtigen! Wer solche
Vorurteile streut, schafft den idealen Nährboden für rechtsextremes Gedankengut.
Insbesondere im Hinblick auf einen von der Göttinger NPD organisierten Aufmarsch
von Neonazis am 29. Oktober diesen Jahres sei dies fatal. Göttingen sei eine weltoffene
und tolerante Stadt und werde dies auch in Zukunft bleiben." zum
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2001: Konflikte um die Einlaßpraxis
bei Discos am Beispiel Savoy
 Eingang der Disco
"Savoy" in der Berliner Straße. Vorher war in dem Gebäude die Landesbank | Dez.2000:
Scharfe Kritik hatten Personen und Verbände an der Einlaßpraxis der Göttinger
Diskothek "Savoy" geübt. Zeugen berichteten, ein 18jähriger Schüler
persischer Herkunft sei Anfang Januar von Türstehern am Betreten der Diskothek
gehindert worden. | Das
Personal habe diesen Schritt damit begründet, dass der 18jährige ein Ausländer
sei. Diese erhielten nur mit einem Studentenausweis Eintritt. Der leitende Türsteher
habe außerdem gesagt, aufgrund der - so wörtlich - "Mentalitätsfrage bei
Arabern, Türken und Albanern" hätten Ausländer nur donnerstags freien Zutritt.
In einer Stellungnahme erklärte der DGB-Kreisvorsitzende
Sebastian Wertmüller, ein solches Verhalten sei ausländerfeindlich. Er erwarte
eine öffentliche Aussage und ein klares Bekenntnis des Savoy zum offenen Zugang
für alle. Neben der IG Metall, den Jusos, dem SPD-Stadtverbandsvorsitzenden und
der Präsidentin des ausländischen Studentenparlaments protestierte auch Gabriele
Andretta gegen diese Einlaßpraxis. Die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete erklärte,
das Savoy habe in der Vergangenenheit Ausländer des öfteren offen diskriminiert.
Sie erwarte von der Geschäftsführung, dass sie alle Gäste willkommen heiße. Jede
rassisistisch motivierte Ausgrenzung treffe das demokratische Gemeinwesen, so
Andretta. 2004:
Nachtrag Nun
darf man zugestehen, dass das Handling des Zugangs an Discothekentüren ein harter
Job ist und in der Praxis oft schwierig ist, in jeder Hinsicht gerecht zu bleiben,
besonders, bei Konfliktfällen und bedrohlichen Situationen, aber im oben angesprochenen
Fall war das Konzept des Savoy (nomen est omen) evtl. ausschlagegebend für das
Verhalten. Nach Befragung eines indonesischen Taxifahrers über seine Erfahrungen
mit Discos, meinte der, im Pflaumenbaum z.B. sei es für ihn als Ausländer noch
schlimmer, da käme er kaum rein. Nach
einem Gespräch von goest mit dem Integrationsrat gab es die Überlegung, z.B.
auch über ein Round-Table von Integrationsrat und Discobetreibern Kontakte zu
den verschiedenen Migrantengruppen herzustellen und die Probleme bewußt zu thematisieren.
Eine Anregung von GOEST per Email an das Savoy blieb leider unbeantwortet.
2006:
Schüsse auf Disco-Eingangsbereich 24.11.06
/ Unbekannte haben am Donnerstagabend (23.11.06) gegen 22.50 Uhr durch eine geöffnete
Tür in den Kassenbereich einer Diskothek in der Berliner Straße (Savoy) geschossen.
Zu diesem Zeitpunkt hielt sich eine 24 Jahre alte Mitarbeiterin mit zwei 24 und
33 Jahre alte Kollegen in dort auf. Es wurde niemand verletzt. Auch wenn der
Polizeibericht den Namen der Diskothek nicht nennt weiß eh jeder um welche
Diskothek es sich handelt, wenn von der Berliner Straße die Rede ist und
so nennt das Stadtradio in seiner Meldung auch das Savoy als Ort des Geschehens. Festnahmen
26.11.06 / Polizeibericht:
"Nach umfangreichen intensiven Ermittlungen und Zeugenvernehmungen nahezu
"rund um die Uhr" konnten die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion
Göttingen mit Unterstützung ihrer Kollegen vom Einsatz- und Streifendienst bereits
Samstagnacht (25.11.06) gegen 01.50 Uhr in der Innenstadt den mutmaßlichen 20
Jahre alten Schützen aus Göttingen und seine zwei 18 Jahre alten Komplizen aus
Duderstadt und Göttingen festnehmen. Der 20-jährige Göttinger und der 18 Jahre
alte Duderstädter sind der Polizei bereits hinlänglich bekannt. Gegen den anderen
18-Jährigen lagen bislang noch keine Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen brachten
ebenfalls ans Licht, dass der 20-Jährige vermutlich mehrere Schüsse in Richtung
der Diskothek abgefeuert haben muss und auch von wo aus dies geschah ist jetzt
bekannt. Auf einer Grünfläche in der Godehardstraße fanden Beamte bei einer Absuche
mehrere Patronenhülsen. Die Stelle ist ca. 130 Meter von der Disko entfernt. Das
Motiv für die Tat liegt aber weiterhin im Dunkeln. Die drei Tatverdächtigen wurden
am Sonntagvormittag (26.11.06) dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Göttingen
vorgeführt. Er erließ Haftbefehl wegen gemeinschaftlich begangenen versuchten
Totschlags. Die Ermittlungen gehen weiter."
2010:
Rauchen vs. Tanzen Am
31.10.2010 erreichte die goest-Redaktion eine Email, deren Absender mitteilte,
dass sie einerseits direkt ans Sayoy gegenagen sei, andererseits aber auch für
die Öffentlichkeit bestimmt sei. Darin heißt es: "(...)
Vor einiger Zeit haben sich nicht nur in Niedersachsen die Haltung und auch die
gesetzliche Vorgabe zum Rauchen in Gaststätten und Diskos geändert.
Dem haben sie Rechnung getragen, indem sie einen besonderen Raucherbereich eingerichteten.
Nicht nur ich, sondern viele meiner Mittänzer, begrüßten das sehr.
Wir kommen nicht nur zum Schauen und Trinken, sondern auch zum ausdauernden Tanzen
in ihre Disko. Bei den letzten beiden Besuchen ist mir jedoch sehr negativ aufgestoßen,
dass wieder vermehrt im Keller bei der Salsa-Party geraucht wurde. Beim Tanzen
atmet man wesentlich häufiger, nimmt also auch mehr Schadstoff auf. Wenn
man die Disko verlässt stellt man und Frau fest, das Haare und Kleidung unangenehm
nach Zigarettenrauch"stinken".Ich habe mehrfach die jeweiligen Bedienungen
auf das Rauchen während der Latino-Party aufmerksam gemacht. Deren Einsatzwillen
war jedoch nur schwach ausgeprägt, das Rauchen zu unterbinden. Vor einiger
Zeit habe ich schon einmal mit einer Mail auf den Missstand des Rauches im Kellerbereich
hingewiesen. Darauf wurde mir versichert, dass dort nicht mehr geraucht würde.
Dort hängen jedoch seit einiger Zeit Schilder mit sehr missverständlichem
Inhalt: "Das Rauchen ist auf der Tanzfläche nicht gestattet". Tja,
also auf der Tanzfläche darf nicht geraucht werden, daneben ist es jedoch
erlaubt? Ein aktiver Nichtraucherschutz sieht anders. Gerade eine prämierte
Diskothek wie ihre, mit ausgewiesenem Raucherbereich, sollte in den anderen Bereichen
die Nichtraucher stärker schützen. Das Thema "Nichtraucherschutz"
bewegt viele meiner Mittänzer. Einige haben sich schon, ohne den Missstand
anzuprangern, vom Salsa-Tanzen in ihrer Diskothek abgewandt. Auch in Internet-Foren
werden die negativen Folgen des uneingeschränkten Rauches immer wieder diskutiert.
Deshalb: Machen sie bitte durch gut sichtbare klare unmissverständliche
Hinweise deutlich, dass auch im Kellerbereich nicht geraucht werden
darf.Ich hoffe auf eine für mich positive Reaktion. Mit freundlichen Grüßen
Klaus S." zum
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