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Freie Altenarbeit

Freie Altenarbeit,
Erzählcafé und Zeitzeugenprojekt
Am Goldgraben 14, 37073 Göttingen,
der Zugang ist barrierefrei

Kontakt: Tel. 0551 - 43606 freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de www.freiealtenarbeitgoettingen.de

Bild: Das Haus der Alten-WG im Ostviertel Goldgraben 14, (Mai 2004) ,

10 Jahre Alten-WG am Goldgraben
> Leitseite: Alte, Senioren, SeniorInnen
> Altenwohnprojekte

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Freie Altenarbeit im Gebäude der Drewes-Stiftung - jetzt: "Göttinger milde Stiftung"

200 Das Gebäude der Freien Altenarbeit im Goldgraben war sanierungsbedürftig, der Träger - die Gebrüder-Drewes-Stiftung konnte die dazu nötigen Gelder nicht aufbringen. Daher wurde der Zusammenschluß mit einer anderen Stifung beantragt. Dies war zunächst vom Land abgelehnt, dann aber doch genehmigt worden. Die Drewes-Stiftung enthielt einen deutlich gemeinnützigen Stiftungszweck. Der Rat der Stadt Göttingenhat am 9.2.2007 beschlossen: I. Die „Gebrüder-Drewes-Stiftung“ wird aufgelöst. Das verbleibende Stiftungsvermögen wird der „Göttinger milde Stiftung“ zugelegt. Aber auch die neue Stiftung, die von der Stadt Göttingen verwaltet wird enthält in der Satzung:" § 3 Stiftungszweck Der Zweck der Stiftung ist die Unterstützung älterer, behinderter oder sozial bedürftiger Einwohner der Stadt Göttingen."

Programm 1. Halbjahr 2009

Wenn ich einst alt bin, trage ich Mohnrot« · 04.02.2009 Mode ist der Ausdruck eines bestimmten Zeitgeistes. Vieles ist schnelllebigen Modewellen unterworfen – für den einen Lust, den anderen Frust. Der eigene Geschmack kommt oft nicht hinterher. Die »Gretchenfrage«: Mit der Mode gehen oder einen eigenen Stil finden oder beides verbinden? Alltagskleider, Sonntagskleider, Festkleider – junge Leute machen selten einen Unterschied. Wie geht es Ihnen damit? Machen Sie »Sonntagskleider« zum Alltäglichen und fühlen sich gern jeden Tag gut angezogen? Die Älteren ganz in gedeckten Farben – diese Zeiten sind vorbei. Wie viel Farbe und Mode wagen Sie als älterer Mensch? Zusammen mit Elisabeth Mücke, Jg. 1934, möchten wir dem Wandel im persönlichen Kleidungsstil und manchen Fragen der Mode nachgehen.

Krise als Chance · 04.03.2009 Umwege und Umbrüche sind in jedem Lebensweg zu finden. Die Herausforderung besteht darin, Lebenskrisen als Entwicklungschance zu sehen. Zusammen mit Mäx Schwörer, Jg. 1963 und anhand weiterer biographischer Erzählungen wollen wir zeigen: Wie können wir eine Krise als Lernerfahrung nutzen? Welche Bewältigungsstrategien können wir entwickeln?

Fortbildung: Wie kommen Generationen ins Gespräch miteinander? · 06. – 08.03.2009 Dieses Wochenendseminar in Bad Bevensen richtet sich an Interessierte aus dem Sozial-, Kultur- oder Bildungsbereich, die die spezielle Moderationsmethode eines Erzählcafés erlernen möchten. Leitung: Regina Meyer, Freie Altenarbeit Göttingen e.V. Bitte fordern Sie den Anmeldeflyer bei der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (Hannover) an: Telefon: 05 11 / 300 330 - 15 E-Mail: info@aewb-nds.de Weitere Informationen: www.aewb.de

Fachtag »Generationenbrücken« · 13.03.2009 in Northeim Ein Tag des offenen Dialogs über die Gestaltung des demographischen Wandels mit Vorträgen, innovativen Projektbeispielen aus der Region und Workshops zum konkreten Kennenlernen generationenverbindender Methoden. Angesprochen sind Fachkräfte, bürgerschaftlich Engagierte und interessierte BürgerInnen aus der Region Südniedersachsen. Die Seminar- und Anmeldeunterlagen erhalten Sie bei der Landesvereinigung für Gesundheit (Hannover): Telefon: 05 11 / 3 50 00 52 E-Mail: info@gesundheit-nds.de Eine Veranstaltung der Landesagentur Generationendialog Niedersachsen in der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem VNB

Himmel & Hölle · 01.04.2009 ... nein, hier meinen wir nicht das bekannte Kochrezept. Wir meinen die beiden Kinderspiele. Himmel und Hölle bezeichnet sowohl das Hüpfspiel (Hickelkasten) als auch das geschickte Falten eines Papieres zum Vorhersagen der Zukunft. Wie haben sich Kinderspiele verändert? Spiele für drinnen und draußen. Spielsachen früher und heute: Puppe, Teddy, Kreisel, Lego, Barbie. Wer sind die Spielgefährten? Welche Rolle nehmen die modernen Medien inzwischen ein?

Was ist Demenz? · 27.04.2009 & »Demenzkranken eine Stimme geben« · 06.05.2009 Menschen mit und ohne Demenz treffen im Alltag an vielen Orten aufeinander – und häufig kommen die »Gesunden« mit dieser Situation nur schwer zurecht. Demenz – ein Krankheitsbild, das Angst macht. Ein aufgeklärter und kompetenter Umgang mit der Krankheit und den Betroffenen ist die richtige Antwort auf diese große persönliche und demographische Herausforderung. Am Informationsabend geben Inge Tödter (Laienhilfsdienst der Diakoniestation Göttingen) und Almuth Franz (Ärztin, Alzheimergesellschaft Göttingen e.V.) Einblicke in das Themenfeld und informieren u. a. über: Krankheitsbild, Abgrenzung zu normaler Vergesslichkeit, Diagnose, Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten, Rolle der Angehörigen und mögliche Umgangsformen. Im Erzählcafé werden Angehörige und Laienhelfer über ihre Erfahrungen mit demenzkranken Menschen und die Bewältigung des Alltages sprechen. Familie Kopp leitet zwei Pflegeeinrichtungen in der Region und erhielt für ihre konzeptionelle Arbeit und für die vorbildliche Milieugestaltung für Menschen mit einer Demenzerkrankung zwei bundesweit anerkannte Auszeichnungen. Im Rundgespräch möchten wir auch auf die Rolle und Verantwortung des sozialen Umfeldes und der Kommune zu sprechen kommen.  In Kooperation mit dem Diakonieverband Göttingen und der Alzheimer Gesellschaft Göttingen

Erzählcafé »Mit Kind und Kegel« · 03.06.2009 Das Urlaubsverhalten hat sich enorm verändert. Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, war früher den Wohlhabenden vorbehalten. Wir sind viel mobiler geworden, Flugreisen werden als normal angesehen und sind oft billiger als Zugfahrten. Und auch Aktivurlaube wie z. B. Radreisen werden immer attraktiver. Wie hat sich unser eigenes Reiseverhalten verändert – auch im Vergleich zu unseren Vorfahren? Suchen wir Erholung, Gesundheit, Abenteuer, Bildung, Abwechslung oder Animation?

Kreatives Schreiben »Mit Kind und Kegel« · 16.06. & 23.06. 2009 Endlich keine Schule bzw. Arbeit mehr, endlich Sonne! Egal, ob zu Hause oder in der Ferne – die Sommerferien sind eine Zeit intensiver Erlebnisse und Sinneseindrücke. In diesem Workshop haben Sie nun die Gelegenheit, Erinnerungen lebendig werden zu lassen und in kurzen Texten festzuhalten – eine intensive Form, Momente des eigenen Lebens zu würdigen und zugleich eine anregende Begegnung mit anderen. Lassen Sie sich von Ihren Texten überraschen! Die Teilnahme-Gebühr beträgt 45 Euro (Ermäßigung auf Anfrage). Bitte melden Sie sich bis zum 10.06. im Vereinsbüro unter Telefon: 05 51 / 4 36 06 oder per E-Mail an.

Ost-West-Seminar auf der Burg Bodenstein · 05. – 07.06.2009 Die SeminarleiterInnen Gabi Bott (Ökodorf Sieben Linden) und Bernd Winkelmann (Burg Bodenstein) möchten 20 Jahre nach Anzeige bis zum 10.06. im Vereinsbüro unter Telefon: 05 51 / 4 36 06 oder per E-Mail an.

Ost-West-Seminar auf der Burg Bodenstein · 05. – 07.06.2009 Die SeminarleiterInnen Gabi Bott (Ökodorf Sieben Linden) und Bernd Winkelmann (Burg Bodenstein) möchten 20 Jahre nach der Wende in einem geschützten Raum persönliche Geschichten im Erzählen und Zuhören austauschen.  Die Seminar- und Anmeldeunterlagen erhalten Sie bei der Burg Bodenstein Telefon: 03 60 74 / 97 - 0 oder per E-Mail: info@burg-bodenstein.de Eine Veranstaltung der Burg Bodenstein in Kooperation mit dem Göttinger Zeitzeugenprojekt, der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen und der Heinrich Böll Stiftung Thüringen

Verhältnis zu den Schwiegereltern · 05.08.2009 An jeder 8. Scheidung sind die Schwiegereltern beteiligt. Weil sie sich zu sehr einmischen, eifersüchtig sind oder nicht loslassen können. Immerhin 67 % aller verheirateten Deutschen finden allerdings laut Wickert-Institut ihre Schwiegereltern bzw. Schwiegermutter »in Ordnung«. In den neuen Bundesländern sind es sogar 75 %. Der neue Trend ist damit zu erklären, dass Schwiegereltern heute jünger, moderner und toleranter sind als früher. Wir sprechen über vielfältige Erfahrungen jenseits des Klischees.

Raritäten, Schnäppchen und mehr · 29.08.2009 Gespendet von Vereinsmitgliedern warten vielerlei Dinge darauf, dass Sie darin stöbern: Bücher, Haushaltswaren, Bilder, Kleidung und vieles mehr. Kommen Sie und unterstützen mit Ihrem Einkauf unsere Arbeit! Im Vorfeld haben Sie in der Zeit vom 17. August bis zum 24. August die Möglichkeit, nach Absprache geeignete Sachspenden bei der FAG abzugeben (wir holen auch ab!): Telefon: 05 51 / 4 36 06

Nie wieder Krieg! · 02.09.2009 Am 1. September jährt sich zum 70. Mal der Überfall von Hitler-Deutschland auf Polen. Seit 1957 wird dieses Datum in der Bundesrepublik als Antikriegstag begangen. Gewerkschaften und Friedensgruppen organisieren Gedenkveranstaltungen und machen dabei auch auf aktuelle friedens- und gesellschaftspolitische Probleme aufmerksam. Im Mittelpunkt steht die Mahnung, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf. Ebenfalls 1957 haben 18 renommierte Atomwissenschaftler mit der »Göttinger Erklärung« gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Kernwaffen protestiert. Wir sprechen mit Zeitzeugen und Gewerkschaftern. In Kooperation mit dem DGB Region Südniedersachsen-Harz

Trainingstag: Moderation eines Erzählcafés · 24.10.2009 Dieser Trainingstag richtet sich an AbsolventInnen unserer Erzählcafé-Fortbildungen und an Personen, die Erfahrung im Moderieren von Erzählcafés haben. Anhand Ihrer konkreten Lernfragen wird Regina Meyer, Leiterin des Göttinger Zeitzeugenprojektes, die Methode in Rollenspielen üben und verfeinern. Bitte fordern Sie das Anmeldeformular an unter Telefon: 05 51 / 4 36 06

Die monatlichen Erzählcafés jetzt mit Kinderbetreuung ·Bitte teilen Sie uns Ihren Bedarf an Kinderbetreuung bis Montag 17 Uhr vor dem jeweiligen Erzählcafé mit (bitte Anzahl und Alter der Kinder angeben) Tel.: 436 06. Wenn nicht anders angegeben, Unsere Veranstaltungen werden filmisch oder akustisch dokumentiert. Der Zugang ist barrierefrei.

 

Biographiegruppe
Biographiegruppe für jene, die sich neu orientieren müssen: vom beruflichen Werdegang zum Ruhestand: - die Vergangenheit wertschätzen, - die Gegenwart wahrnehmen, - der Zukunft selbstbewusst entgegen gehen. Beruflicher Werdegang zu Ende - Vorbei die Zeit, als Ziele uns auf Trab brachten, als Pläne uns beflügelten, als Konflikte unsere Kräfte steigerten, als Termine an uns zerrten, als die Zeit nie reichte, als der Tag von Pflichten strukturiert wurde, als der freie Abend immer wieder verschoben wurde, als das Wochenende das ersehnte Land war, als der Urlaub in der Vorstellung die Gestalt des Paradieses annahm ..., als die Rente mitunter als Erlösung winkte ...Und jetzt? Ruhestand ... - wie kann das gehen ? Gemeinsam mit Ihnen wollen wir das herausfinden. Dazu nutzen wir die Gesprächsmethode der Biographiegruppen: von sich erzählen; was hat mich bewegt in den letzten Jahrzehnten, in denen der Beruf (mein eigener oder der meines Partners)? das Leben bestimmt hat ? was wollte ich werden, was bin ich geworden? was war mir wichtig, was bleibt mir wichtig? worüber kann ich jetzt lachen? was schmerzt noch? Lücken in der eigenen Erinnerung auffüllen lassen durch die Erzählungen anderer; miteinander Gewinn und Verlust, Umwege und Abbrüche neu einschätzen; den eigenen Weg im Horizont der Zeitgeschichte wahrnehmen. Die Gruppentreffen werden alle 2 Wochen stattfinden in den Räumen der Freien Altenarbeit Göttingen, Am Goldgraben 14. Angedacht ist ein Zeitraum von 1-2 Jahren. Die Gruppe wird aus ca. 8 Personen bestehen. Der genaue Termin wird mit der Gruppe ausgehandelt. Kosten: pro Treffen 10 € / 5 € (für Vereinsmitglieder) Leitung: Ute Vos, Jg.1943, Pfarrerin i.R. "Ich bin seit November 2007 selbst Rentnerin nach 37 Jahren Erwerbstätigkeit und freue mich auf den Austausch mit Gleichaltrigen." In Vorgesprächen wird Ute Vos mit den Interessierten herausfinden, ob diese Erinnerungsarbeit in einer Gruppe der passende Auftakt sein kann, den eigenen Ruhestand zu gestalten.
Anmeldung Für den Erstkontakt melden Sie sich bitte bei: Freie Altenarbeit Göttingen e.V. Am Goldgraben 14 37073 Göttingen Tel.: 0551 - 43606 Mail: FreieAltenarbeitGoettingen@t-online.de Danach wird Ute Vos Sie zu einem Gespräch einladen. Die Gruppe startet, sobald genügend Anmeldungen vorliegen.

 

10 Jahre Alten-Wohngemeinschaft Am Goldgraben

Das Projekt der selbstorganisierten Alten-WG der Freien Altenarbeit Göttingen e.V., existiert 2004 bereits seit 10 Jahren. Seit Anbeginn wohnen und leben elf Frauen dort. Zur "Gründergeneration" gehören u.a.: Maria Justus und Barbara Plotzki (Bewohnerinnen der Alten-WG), Michael Jasper (Projektinitiator und Mitbegründer der Alten-WG), Karin Schleipen (Architektin), Susanne Stemann-Acheampong (Gruppen-Begleitung in der Anfangsphase), Wolfgang Pröhl (Ingenieur und ehrenamtlicher Baubegleiter) Friederike Dahmen, (Vereins-Verwaltungskraft und Hausmeisterin).

Entwicklung des Projekts
1991 erhielt Michael Jaspers, der früher eine Altenpflege-Schule leitete von Sozialdezernentin Frau Schlapheit-Beck einen Anruf: Es gäbe da ein städtisches Haus, unter Denkmalschutz, im Goldgraben, auf dem auch ein Stiftungszweck ruhe. Dort könne er ein Modellprojekt für eine Alten-WG durchführen, das habe er doch schon immer machen wollen.

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Bild links Manfred Grönig (Paritätischer Wohlfahrtsverband) und Michael Jasper rechts im Gespräch. Bild rechts: in der Mitte Regina Meyer, die heutige Geschäftsführerin des Vereins

Nun ging es darum hier einen Verein "Freie Altenarbeit e.V." zu gründen, die Gelder für die Renovierung zu beschaffen, die nötigen Entscheidungen der politischen Parteien herbeizuführen. Es mußten 100.000 DM Spenden als EIgenmittelanteil aufgebracht werden, als Voraussetzung für 500.000 DM vom Land Niedersachsen. Ein aufgeschlossener Beamter im Ministerium, der auch bei der Jubiläumsfeier im Mai 2004 anwesend war, hatte damals den Antrag auf kürzestem Wege durch die Entscheidungsgremien geschickt, so dass die dramatisch kurz gesetzten Fristen eingehalten werden konnten.
Mitträgerschaft des Hauses hat die Gebrüder-Drewes-Stiftung. In deren Satzun heißt es "Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Das Stiftungsvermögen dient dem Betrieb und der Unterhaltung der Wohnund Hausgemeinschaft Am Goldgraben 14, Göttingen. Die Wohn- und Hausgemeinschaft dient auch der Aufnahme bedürftiger und minderbemittelter Personen, die in Göttingen ihren Wohnsitz haben. Die Aufnahme erfolgt ohne Ansehen des Glaubens und des Bekenntnisses." (Information nach http://www.stiftungsindex.de )

Die WG verfolgt das Konzept "Wohnen UND Bildung". Innerhalb des Vereins Freie Altenarbeit e.V. wurden deshalb zwei Projekte unter den Titeln "Zeitzeugenprojekt" und "Erzählcafé" eingebunden. Dazu gehören: Schulprojekte /ZeitzeugInnen im Kontakt mit Jugendlichen), Aktuelles politisches Forum (Diskussion gesellschaftlich kontroverser Themen) Erzählcafé (Ort des öffentlichen Erinnerns, Lebensgeschichten und biographische Themen im Gespräch). In nichtöffentlichen Biographiegruppen (geschützter Ort individuellen Erinnerns) wird die eigene Lebensgeschichte aufgearbeitet. Der Verein bietet für Uni und Altenpflegeschulen Praktikumsplätze, entwickelt in  verschiedenen Planungsgruppen die Bildungsprojekte und die Verständigung über "große Bildungslinien".
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Bilder: Bewohnerinnen der WG und Gäste im Gespräch

Das Problem an all diesem ist, dass der Bildungsaspekt im Konzept bereits selektiv wirkt, denn die Teilhabe an dem Bildungskonzept setzt Gebildetheit voraus. Allein die Sprache der Konzeptbeschreibung wird von Leuten mit nur Hauptschule z.B. garnicht verstanden. In der Anfangszeit des Projektes gab es auch gerade um diesen Aspekt Kontroversen, z.B. um die Frage inwieweit auch so etwas wie Handarbeitskurse etc. angeboten werden sollen. Schließlich setzte sich aber die Linie in Richtung politische Bildung durch.
Insofern haftet dem Projekt die Aura eines elitären Altenwohnprojektes an, zumal das Haus auch noch im Ostviertel, dem privilegierten Wohnviertel von reicheren Leuten angesiedelt ist. Dennoch: Es ist ein Modellprojekt anhand dessen für ähnliche Projekte gelernt werden kann. Inzwischen werden die Erfahrungen auch in Form von (kostenpflichtigen) Beratungen weitergegeben.

Alten_WG6.JPG (16209 Byte)Es wohnen übrigens nur deshalb einzig 11 Frauen dort, weil sich bei der Aufnahme von Männern die alten Rollenklischees reproduziert haben, die Männer erwarten von den Frauen, dass sie für sie Wäsche machen und kochen. Da haben die gesagt, nein dann bleiben wir nur Frauen hier.
Besonders problematisch ist die Grenze zwischen Wohnen und Pflege, denn letztenendes müssen die BewohnerInnen bei Pflegebedürftigkeit doch in ein Pflegeheim. Und das ist natürlich nach dem selbstbestimmten Wohnen in einer WG wahrscheinlich nicht so einfach. Insofern ist der Aushang im Haus (Bild links) nich ganz realistisch.

Bei einer Jubiläumsfeier zum 10 jährigen Bestehen sprachen Prof. Dr. Dr. Peter Alheit, (neuer Vereinsvorsitzender der Freien Altenarbeit Göttingen e.V.), der Projektinitiator und abgelöste Vereinsvositzende Michael Jaspers und die WG-Beohnerin Waltraud Irina Klaer Grußworte vor einem kleinen geladenen Kreis von ca 20 Gästen. Die Cellistin Paula Fucks sorgte für musikalische Intermezzos und als Kuriosum überraschte die Architektin für den Umbau des Hauses mit einer ambitionierten Gesangseinlage (Karin Schleipen).

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Jubiläumsfeier zum 10 jährigen Bestehen im Goldgraben 10

Anschließend sprachen Frank Peter Arndt SPD-Ratsherr und Vorsitzender des Kulturausschusses,
Manfred Grönig vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Göttingen sowie eine Vertreterin für Christoph Steinbach (Vorsitzender des LandesseniorInnenbeirates) der nicht anwesend sein konnte.