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Grone - Stadtteil

Nachbarschaftszentrum Grone

Nachbarschaftszentrum Grone/ Mehrgenerationenhaus Deisterstr. 10 , 37081 Göttingen, Trägerverein: Paritätischer, Kirchengemeinde St. Petri , Caritas , Diakonie, Katholische Pfarrei , Jona-Kirchengemeinde, Arbeiterwohlfahrt Vorstände: 1. Vors. Pascal Misler 2. Vors. Bertil Holst , Kontakt: Anne Cordes 0551 / 384812-0

Nachbarschaftszentrum Holzbau in der Betonsiedlung.

Die fast vollständig aus Holz gebaute Konstruktion umfasst einen teilbaren Veranstaltungssaal, Küche, Kinderraum Bibliothek, Foyer und Veranda.

Vor 15 Jahren beim 1. Internationalen Straßenfest entstand die Idee eines "Nachbarschaftsbüro" für die Belange der Nachbarschaft in Grone. 1995 gab es dann einen Büroraum, genannt Stadtteilbüro, das dann in der Erweiterung durch Anmietung leerstehender Wohnungen 2001 Stadtteilzentrum genannt wurde, in der Sollingstr. 2c. Seitdem wurde die Idee eines "eigenen Zentrums" verfolgt, und nach langer Zeit im März 2007 das neugebaute Zentrum in der Deisterstr.10 fertiggestellt, wobei sich der ursprüngliche Gedanke für die Nachbarschaft in dem jetzt neuen Namen Nachbarschaftszentrum Grone widerspiegelt. Seitens des Bundes wurde am 1. Juli 2007 dem Nachbarschaftszentrum Grone der Zusatzname Mehrgenerationenhaus Göttingen verliehen. (infos aus dem NetCafé)

Programm "Soziale Stadt"

Bankgesellschaft verursacht Sanierungsfall Grone - die Allgemeinheit bezahlt

18.3.07 / Im Jahr 2002 stellte eine Broschüre des Nds. Innenministeriums fest:"Vandalismus und Verwahrlosung prägen (..) das Bild des Stadtteils" und benannte als eine Ursache für den schlechten Zustand des Stadtteils "dass der Großteil der Wohnungen im Besitz eines überregional agierenden Immobilenfonds ist." (Quelle). Dabei handelte es sich um die Berliner Bankgesellschaft deren Immobilienfonds mit kriminellen Methoden arbeitete. Auch die Göttinger Sozialdezernentin konstatierte 2002 "Die Probleme im Stadtteil gehen von den mehrgeschossigen Siedlungsbauten der ehemaligen Neuen Heimat aus, die sich heute im Besitz eines Immobilienfonds der Berliner Bankgesellschaft befinden und von der Deutschen BauBeCon verwaltet werden" (Quelle) Die BaubeCon gehörte ehemals zu einer Gewerkschafts-Holding, die 2005 unter Protest des Mieterbundes an einen Immobilienfond verkauft wurde!
Durch das Programm "Soziale Stadt" mußten am Ende zur Sanierung erhebliche Geldmengen aus Steuermitteln in den Stadtteil Grone gepumpt werden, um die sozialen Folgen der Immobilienfonds wieder aufzufangen. Allein Stadt, Land und Bund haben 10 Millionen Euro aufgebracht, hinzu kamen Gelder des Europäischen Sozialfonds.
(Kommentar: es kann einen schon die kalte Wut packen, wenn man die Verschiebung von Milliarden anschaut die Ursache für Miseren sind, die dann durch möglichst ehrenamtliche soziale Arbeit wieder repariert werden sollen - und die sozialen Initiativen müssen zur Absicherung ihrer Arbeit für ein paar tausend Euro endlos bitten und betteln)

Nachbarschaftszentrum als "Herzstück des Sanierung"

Am 31.03.06 erfolgte die Grundsteinlegung für das Nachbarschaftszentrum Grone - zunächst war die Adresse mit Deisterstrasse angegeben. Mit der Grundsteinlegung für den Bau des neuen Nachbarschaftszentrums wird ein wichtiges Ziel der sozialen Stadterneuerung in Grone - Süd und Alt - Grone erreicht, es soll als Kristallisationspunkt für Begegnung und Austausch im Stadtteil dienen.
Anfgangs war von einem "rund eine Million Euro teuren Neubau" die Rede. Später wurde ein Ausschreibungsmodell des Architekturbüros Schwieger (bekannt durch Neu-Planung des Nikolaiviertels) gewählt, der den Bau mit 550.000 Euro Kosten auf seiner Homepage angibt. Mit einer Fertigstellung wurde zum Herbst 2006 gerechnet. Die Baukosten förderte zu ca. 50 Prozent die Europäische Union. Die übrigen Investitionsmittel kamen aus dem gemeinsam von Bund, Land und Stadt finanzierten Programm "Soziale Stadt". Erheblich später als geplant, am 17.3.2007 konnte das Gebäude eingeweiht werden. Zwischendurch so war von Beobachtern der Groner Szenerie zu erfahren, hatte die Baufirma wegen Zahlungsverzögerungen schon wieder mit dem Rückbau der errichteten Teile begonnen, schließlich konnte das Zentrum aber doch fertiggestellt werden.


Leiterin: Anne Cordes

Links: Blick in den Veranstaltungsraum

Kinder haben sich angestellt, weil bei der Eröffnungsfeier Waffeln gebacken werden.

 

Angebote für Frauen - eine Extra-Punkt im Programm "Soziale Stadt"


Begegnung verschiedener Herkunft

Vielfältiges Angebot

Es gibt Kochgruppen, Lesegruppen, Sprachunterricht (u.a. Deutschkurs für Mütter und Deutschkurs für russischsparchige Kinder), einen Dolmetscherdienst für Russisch und Kurdisch, Arabisch, eine Nähgruppe, Männerfrühstück, Frauenfrühstück, Jobberatung, Gymnastik, Tanzgruppen, Mal- und Zeichenkurs, "Groner Bürgerinitiative Antifaschismus" Grobian. Es gibt u.a. auch eine Beratungsstelle für Drogen- und Alkoholprobleme.

 

Frauenfrühstück Wenn die Frauen im Sommer sich am 1. und 3. Dienstag jeden Monat 10-12 Uhr treffen (Früher war es jede Woche) und alle etwas zum Frühstück mitbringen, dann fällt das schon auf im Stadtteil weil sie sich draußen im Freien zusammensetzen.

Frauentreff jeden 2. und 4. Dienstag 10-12 Uhr, Themen aus den Bereichen Familie, Kindererziehung, Gesundheit, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Berufstätigkeit. Es gibt auch Musik, es wird mal gemalt oder gesungen. Sich gegenseitig aus dem Leben erzählen wird etwas geschraubt beschrieben als "Die Einmaligkeit der Biographie jeder Frau wird gemeinsam erkundet."

Mutter-Kind-Gruppe von der VHS ist ein zeitlich begrenztes Angebot für Mütter mit Kleinkindern und Frauen, "die Interesse an neuen Kontakten und Erfahrungen in entspannter Atmosphäre haben."


Verschiedene Generationen während der Eröffnungsveranstaltung am 17.3.07

Viel ehrenamtliche und unentgeltliche Arbeit

Z.B.

Die Fahrradwerkstatt, hilft bei der Reparatur von Fahrrädern.

(Foto: ehrenamtlicher Mitarbeiter Zenel von der Fahrradwerkstatt)

Internationale Tausch- und Ausleih - Bücherei im Stadtteilzentrum mit ca. 2000 Büchern (Bücherspenden sind willkommen!) mittwochs von 15 - 17 Uhr .

Hier sind mehrere Frauen unentgeltlich tätig.

 

Internationales Straßenfest in Grone-Süd 2003

Veranstaltet von der "Groner Bürgerinitiative Antifaschismus" (GROBIAN)

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Gut gefüllt war der kleine Park inmitten von Wohnblöcken in Grone auf dem schon zum wiederholten Male ein  für die AnwohnerInnen stattfand.

Stadtteilzentrum Grone, Sollingstaße 2c, Tel.: 5099947 / 48

Interkulturelle Mutter-Kind-Gruppe, jeden Freitag 9.30 bis 12 Uhr, für Gespräche, Kontakte, gemeinsame Unternehmungen, Spiele, Lieder, Basteln.
Frauenfrühstück jeden 1. und 3. Dienstag im Monat 10-12 Uhr. Für Kaffee, Tee und Brötchen wird gesorgt, jede Besucherin bringt eine Kleinigkeit zum Frühstück mit.
Deutsch im Alltag: Praxisorientierter Deutschsprachkurs, Mittwochs 9-12.30 Uhr, Donnerstags 9 bist 12.30 Uhr
Integrationskurse: von der VHS durchgeführte Kurse für AussiedlerInnen
Nähkurse, Kochkurse, Englisch für Jugendliche, Berufsorientierung, ... Infos Ute Krüger Tel. 5083661  krueger@vhs-goettingen.de

Was 1993 als gemeinsame Initiative des Jugendtreff Grone-Süd und der Bürgerinitiative als Reaktion auf die zunehmenden Übergriffe auf ausländische MitbürgerInnen begann, ist inzwischen zu einer Groner Institution geworden: In diesem Jahr beteiligen sich neben den Initiatoren noch der Internationale Bund (Grone-Nord), das Kinderhaus Grone-Süd, das Stadtteil-Zentrum, das "Netcafe" sowie – neu – das Projekt TOUCH vom Verein Jugendhilfe und die Klasse FS 1 B der Fachschule für Sozialpädagogik. Finanzielle Unterstützung erfährt das Fest durch den Integrationsrat sowie den Ortsrat Grone. Groner Firmen unterstützen die dazu herausgegebene Stadtteilzeitung durch Inserate.
Sinn des Internationalen Straßenfestes ist es, deutlich zu machen, dass die vielen Menschen aus vielen Ländern der Erde, die hier wohnen, in ihrer Straße auch zusammen feiern können. Und wer zusammen feiern kann, der kann auch Konflikte gemeinsam regeln.
Ein weiterer Sinn liegt darin, dass sich die BewohnerInnen von Grone auch gemeinsam überlegen können, wie neofaschistischen Tendenzen oder gar Aktionen wie NPD-Demonstrationen, Aufklebern oder Plakaten im Stadtteil (..siehe Bericht hierzu) entgegengetreten werden kann.
Das Internationale Straßenfest soll mithelfen in Grone ein Klima zu schaffen, in dem sich die Gronerinnen und Groner gemeinsam - ohne Überwachungskameras und Neonazis - über ihre eigenen Belange verständigen können.

grone_fest2.jpg (15031 Byte)Die Aktivitäten machten in keiner Weise den Eindruck eines "aufgesetzten" Integrationsanspruches, sondern schienen wirklich das Fest der Leute selbst zu sein.

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Bild rechts: Die Mohrenkopf? Nein! Negerkuss? Nein! Die Schokoküsse-Wurfmaschine, wer mit dem Ball traf, dem flog ein Schokokuss entgegen.

grone_fest4.jpg (25636 Byte)Die Capoistas waren dieses Wochenende extrem gefordert, zuerst in Grone, danach auf dem Weststadtfest und dann am Sonntag auch noch auf der Kulturenmesse am KAZ-Platz führten sie Capoeira vor.

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Im Schachspiel vertiefte Schachruppen von Grone

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Gipsabdrücke der Hände für Kinder

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Bild links: Afrikanische Kaffee-Zeremonie, Bild rechts: Das Miteinander lief auch in kleinen informellen Gruppen völlig ungeplant.