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Jugendzentrum Innenstadt (JuzI)

Kurze Geschichte des Juzi
Veranstaltungen
25 Jahre - Feier des Juzi
Infoladen im Juzi
Sparpolitik gegen Juzi

Jugendzentrum Innenstadt (Juzi), Bürgerstr. 41, 37073 Göttingen , http://www.juzi.de 

 

Die Bürgerstraße ist nach einem Mann namens Bürger benannt, nicht weil in der Straße nur brave Bürger wohnen
Eine Umbenennung in "Bürger/innenstraße" würde dem geehrten Dichter namens Bürger den Namen verhunzen.

juzi3.jpg (16383 Byte)



Plakate im Juzi Treppenaufgang / August 2007

Kurze Geschichte des Juzi

  • Gründung September 1982: Ein Verein mietet das Gebäude in der Bürgerstraße 41 von der Stadt an. Der Jugendring versuchte das Projekt zu verhindern.
  • 1986 Dezember: 400 Personen werden im Juzi stundenlang von der Polizei festgehalten und erkennungsdienstlich mißhandelt, Personalien festgestellt.
  • Die CDU fordert immer wieder das Juzi zu schließen und Landtagsabgeordneter Hartwig Fischer wettert ewig gegen das Juzi.
  • 2001 Kürzung der städtischen Zuschüsse auf 16000 Euro für die Betriebskosten und 40000 Euro für 2 statt wie bisher 3 Sozialarbeiter.
  • Im August 2002 - 20 Jahre! Wer von Anfang an dabei war, gehört jetzt schon nicht mehr zur Jugend Zu diesem Anlaß hat sich eigens eine Band gegründet "20 Years of hate" (PunkCover aus Gö) Siehe auch unter Twenty Years of Hate auf der Seite Musikgruppen
  • August 2007 25 Jahre Juzi


Plakate aus der Geschichte des Juzi

 

25 Jahre Juzi
Konzerte, Flohmarkt, Ausstellungen, Infostände, Filme, Open Air

10.8.07 Freitag

11.8.07 Samstag

Samstag 13 Uhr "Here to stay" Demo


Anstecker zum 25jährigen des Juzi
>> Veranstaltungsplakat des Juzi

 

Ausstellung im Keller
Im Rahmen der 25 Jahrfeier wurden ernste und weniger ernste Exponate zum Thema Polizei im Keller des Juzi präsentiert und die Ausstellung adäquat angekündigt

Ankündigung der Polizeischau während der Freiräumedemo unter Hinzuziehung lebendiger Illustrationsmittel.
"Polzeischau" im Juzi-Keller - Zeitungsartikel zu verschiedenen Ereignissen zusammengefasst und gerahmt. Girlanden aus Polizeihandpuppen, Polizeispielzeug zu Skulpturen verarbeitet, Bilder und Plakateschau. Der lustige Horrorladen von Dr. Ma und Dr. Ho

Spielzeugpolizeiauto fährt im Käfig Endlosschleifen

Im Kunstbetrieb nennt man solche Ausstellungsstücke Installationen und Ironisierungs-Skulpturen

Kleine Glosse : Alzi
In 25 Jahren Jugendzentrum wird die Zahl derer natürlich immer größer, die nur früher mal jung waren, aber dem Juzi weiterhin verbunden blieben. Um auch für diese immer größer werdende Gruppe eine Heimstatt zu schaffen, wäre langsam zu überlegen, ob nicht auch ein Alten-Zentrum Innenstadt geschaffen werden müßte. Das gleiche Recht auf Freiräume für Junge und Alte ! Wenn die Jungen von gestern alt werden, sieht die Gegenwart der ewig Gestrigen in den Altenzentren alt aus. Leider böte sich dann nur die etwas unpassende Abkürzung Alzi an - "Senior_innenzentrum" kommt jedenfalls nicht in die Tüte.

 

Regelmäßige Veranstaltungen
(Infos Flyer "Frühjahr 07" und Homepage Juzi)

Montag

Cafe 14-18 Uhr Mädchen und Frauen

Dienstag

Erster Dienstag im Monat 10.30 Erwerbslosenfrühstück

Mittwoch

Cafe 12 - 14 Uhr
Infoladen 12 bis maximal 16 Uhr
SchülerInnen-Cafe 14 bis maximal 17 Uhr

Freitag

Cafe 12 - 14.30 Uhr
Infoladen 12 - 14.30 Uhr
Cafe 14.30 - 18 Uhr Wechselstrom

Samstag

Cafe15 - 17.30 Uhr

Sonntag

jeden 1.+3. Sonntag ab 13 Uhr veganer Brunch

Während der Brunch-Zeiten ist auch der "Umsonst"-Laden offen - Kann aber auf Anfrage auch während der Café-Zeiten geöffnet werden


Korridor des Juzi im Erdgeschoss - August 2007


Eingang Juzi, Bürgerstraße - August 2007

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Infoladen im Juzi / infoladen@juzi.de

Der Infoladen im Juzi Göttingen ist ein Archiv mit linken Zeitschriften, Broschüren, Büchern, Videos und Presseordnern. Thematisch sortierte Literatur kann hier gelesen, kopiert und begrenzt auch ausgeliehen werden. Während der Infoladenzeiten ist auch das Cafe des Juzi geöffnet

  • Antifaschismus, Burschenschaften, Nazi-Aktivitäten, Nationalsozialismus
  • Weltwirtschaft und die Lage in bestimmten Ländern, z.B. Mexiko
  • linker Geschichte, Hausbesetzungen, Zentren, Geschichte des Juzi
  • bewaffnetem Kampf und politischen Gefangenen
  • FrauenLesben
  • Rechtshilfe
  • Romane

Der Infoladen bemüht sich  "kritische Informationen bereit zu stellen, die in der bürgerlichen Presse und in kommerziellen Buchläden eben keinen Platz finden und so zum Aufbau von Gegenöffentlichkeit beizutragen. Dazu gehören nicht zuletzt linke Diskussionen und die Geschichte von linken Bewegungen. Wichtig ist uns auch, solche Informationen auch für jene zugänglich zu machen, die sich eben nicht einfach jedes Buch kaufen können, aber trotzdem kritische Texte lesen wollen."

 

"Elternsprechtag im Juzi"

Sonntag, 6.4.08, 15 Uhr fand im Juzi-Café eine etwas Juzi-untypische Veranstaltung statt. Text der VeranstalterInnen:
"Eltern-sein in der linken Szene Erzählcafé mit Diskussion. Vier Eltern von Kindern in verschiedenen Altersstufen erzählen wie es war und wie es ist, mit den Kindern: Herrschende Ordnung, emanzipatorische Ansprüche, politische Aktivitäten - wie geht das zusammen mit Elternschaft und Kind(ern)? Was wird/wurde als unterstützend erlebt, welche Schwierigkeiten sind aufgetaucht? Welche Erwartungen an die linke Szene gibt es? Der Nachmittag soll ein Forum sein für (soziale) Mütter, Väter und Nicht-Eltern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Elternschaft in der Göttinger Linken gelebt werden kann, ohne andere Ansprüche dauerhaft zurück zu stellen. Themen wie Kinderbetreuung, Wohnformen, finanzielle Sicherung, Geschlechterverhältnisse, politische Praxis und die Bedeutung sozialer Netze sollen mit Blick auf die Doppelrolle Elternteil/LinkeR betrachtet werden. In den einleitenden Beiträgen werden persönliche Erfahrungen und Ansprüche sowie Strategien und Arrangements für den Umgang mit alltäglichen Problemen geschildert. Davon ausgehend können in der anschließenden Diskussion Verallgemeinerungen und theoretische Einbettungen, z.B. zur Kleinfamilie in der bürgerlichen Gesellschaft oder zum Verhältnis Erwachsene-Kinder, vorgenommen werden. Das steht aber nicht notwendig im Zentrum dieser Veranstaltung. Auf eine Trennung von ReferentIn, Gegenstand und kritischem Analysestandpunkt wird bewusst verzichtet. Natürlich mit den drei K's: Kaffee, Kuchen, Kinderbetreuung. Wir freuen uns, wenn Ihr diese Veranstaltungseinladung an Eltern weiter gebt, die der linken Szene nahe stehen oder standen. Vielen Dank! Zur Kinder-Frage haben wir jüngst auch ein Flugblatt mit dem Titel "Neun gute Gründe (keine) Kinder zu kriegen ...und was leicht übersehen wird" heraus gegeben. Ihr findet es im Bereich Publikationen auf unserer Homepage http://www.schoener-leben-goettingen.de ."


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Foto: Presseaussendung / Band No Respect

"Sparpolitik" gegen Juzi schon seit 2001

Aus: Göttinger Drucksache Nr. 389, 16.2.2001 Dokumentation:

".. Danielowksi und seine Schergen wollen die kleineren, alternativen linken Projekte nicht mehr im Göttinger Stadtbild haben. Mit der Rasenmähermethode wurde den meisten ,,Klein-projekten" Geld gekürzt. Dieses Geld saniert nicht die Stadt, verursacht aber für die Betroffenen massive Probleme bis hin zur Gefahr der Schließung. Die kulturdarwinistisehe Zielrichtung, getreu nach Danielowskis Worten, nur die Großen überleben lassen zu wollen, hat bisher vor allem Umweltgruppen, kulturelle Einrichtungen und die Jugendzentren getroffen. Die Stadt versucht die Landschaft der alternativen, eigenständigen und linken Projekte in Göttingen grundsätzlich und nach Interessen von CDUSPD umzupflügen, sprich aufmüpfiges Potential möglichst vom Antlitz der spießigen Unistadt verschwinden zu lassen.
Das Jugendzentrum Innenstadt ist eine der betroffenen Einrichtungen. Das Juzi ist dabei ein besonderer, weil politischer Dorn im Auge. Seit nunmehr fast 19 Jahren verschluckt sich der Stadtrat nun an diesem ungeliebten, linken und rebellischen Projekt. Sämtliche Versuche, das Juzi zu schließen, zu kündigen, zu Tode zu nerven oder von der Jungen Union bestuecken zu lassen, sind bisher gescheitert. Das Juzi konnte sich als Zentrum für Jugendliche, linke Gruppen, Konzerte und selbstverwaltetes Engagement halten.
Dennoch trifft die jetzige Kürzung des Zuschusses um 30.000 Mark das Juzi tatsächlich hart. Von drei unterbezahlten Zweidrittel-Stellen muss nun eine wegfallen, so dass, noch mehr soziale und ver-waltende Arbeit in noch weniger Leuten hängen bleibt und eine für Jugendarbeit wichtige Kontinuität nicht mehr gesichert ist
Seit einem Jahr hat sich das Juzi mit vielen Aktionen Lind diversen Anträgen gegen die drohende Kürzung gewehrt. Nun ist die Kürzung geringer ausgefallen als die Verwaltung wollte, aber eben immer noch abscheulich hoch. Mit der jetzigen massiven Kürzungen haben Parteien und Verwaltung klargestellt, dass es keinen Sinn mehr macht, sozialpädagogische Konzepte und Bettelbriefe zu schreiben. Das Juzi schreibt diese Konzepte bereits seit Jahren, in denen klargestellt wird, dass doppelt so viele Stellen und eben auch verdoppelte Zuschüsse gebraucht werden, um dieses vielgenutzte Haus wirklich gut und im Interesse der Jugendlichen aufrecht zu erhalten. Als Antwort kam jetzt die Kürzung. Damit haben die Parteien eine klare Botschaft vermittelt: Hier soll versucht werden, ein linkes Projekt kaputt zu machen. (...)
Das Juzi wird, soweit zu hören war, nicht schließen, aber es wird noch anstrengender werden, den ZentrumsalItag geregelt zu kriegen (Zaunpfahlgewinke, ihr wisst hoffentlich schon!). Das Juzi braucht Unterstützung der Freunde, Freundinnen, poltischen Gruppen, Bands, BesucherInnen! Mitarbeit und Unterstützung wäre am tollsten - das ist immer wichtiger als Geld! Juzi wird präsent bleiben und dazu beitragen, dass der Plan nicht aufgeht, alle Leute aus dem öffentlichen Bild zu verteiben, die nicht reiche Konsumeinheiten mit Vorliebe für ,,Hochkultur" und Bierzelt sind.

2003 kritisierten sogar GRÜNE "Rufmordkampagne" gegen das Juzii / 5.9.03
Die GRÜNE-Ratsfraktion kritisiert die Versuche von CDU, Schulerunion und Jungliberalen durch eine Rufmordkampagne die städtischen Zuschüsse für das Jugendzentrum Innenstadt (JuZi) in Frage zu stellen. Die jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN Kerstin Sennekamp begrüßt den Vorschlag der Jungliberalen, sich das JuZi erst einmal anzuschauen. "Bevor die Protagonisten dieser Kampagne von rechts die Jugendarbeit im JuZi schlecht reden, sollten sie sich erst einmal über die Arbeit im JuZi vor Ort informieren", fordert Sennekamp.
Der Versuch der CDU eine Neiddiskussion loszutreten und die Jugendzentren und die unterschiedlichen Jugendszenen gegeneinander auszuspielen, zeige wie respektlos die Christdemokraten mit Jugendlichen jenseits ihres bürgerlichen Vorstellungsvermögens umgehen. Nach Meinung der GRÜNEN bediene das JuZi seit Jahren eine besondere Klientel von Jugendlichen, die man in Zukunft nicht der Straße überlassen dürfe. "Wir gehen davon aus, dass die Saubermänner der CDU es ebenso wenig wollen, wenn die Jugendlichen aus dem JuZi demnächst mangels Angebot verstärkt die Innenstadt bevölkern werden", so Sennekamp. Vor einigen Jahren sei der Zuschuss für das JuZi bereits mit den Stimmen von CDU und SPD gekürzt worden. Außerdem sei der Zuschuss seit Jahren nicht der Preisentwicklung angepasst worden, was faktisch einer jährlichen Kürzung gleichkomme.

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