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Foto: Presseaussendung / Band
No Respect
"Sparpolitik" gegen Juzi schon seit 2001 Aus: Göttinger Drucksache Nr. 389, 16.2.2001 Dokumentation: ".. Danielowksi und seine Schergen wollen die kleineren,
alternativen linken Projekte nicht mehr im Göttinger Stadtbild haben. Mit der
Rasenmähermethode wurde den meisten ,,Klein-projekten" Geld gekürzt. Dieses
Geld saniert nicht die Stadt, verursacht aber für die Betroffenen massive Probleme
bis hin zur Gefahr der Schließung. Die kulturdarwinistisehe Zielrichtung, getreu
nach Danielowskis Worten, nur die Großen überleben lassen zu wollen, hat bisher
vor allem Umweltgruppen, kulturelle Einrichtungen und die Jugendzentren getroffen.
Die Stadt versucht die Landschaft der alternativen, eigenständigen und linken
Projekte in Göttingen grundsätzlich und nach Interessen von CDUSPD umzupflügen,
sprich aufmüpfiges Potential möglichst vom Antlitz der spießigen Unistadt verschwinden
zu lassen. Das Jugendzentrum Innenstadt ist eine der betroffenen Einrichtungen.
Das Juzi ist dabei ein besonderer, weil politischer Dorn im Auge. Seit nunmehr
fast 19 Jahren verschluckt sich der Stadtrat nun an diesem ungeliebten, linken
und rebellischen Projekt. Sämtliche Versuche, das Juzi zu schließen, zu kündigen,
zu Tode zu nerven oder von der Jungen Union bestuecken zu lassen, sind bisher
gescheitert. Das Juzi konnte sich als Zentrum für Jugendliche, linke Gruppen,
Konzerte und selbstverwaltetes Engagement halten. Dennoch trifft die jetzige
Kürzung des Zuschusses um 30.000 Mark das Juzi tatsächlich hart. Von drei unterbezahlten
Zweidrittel-Stellen muss nun eine wegfallen, so dass, noch mehr soziale und ver-waltende
Arbeit in noch weniger Leuten hängen bleibt und eine für Jugendarbeit wichtige
Kontinuität nicht mehr gesichert ist Seit einem Jahr hat sich das Juzi mit
vielen Aktionen Lind diversen Anträgen gegen die drohende Kürzung gewehrt. Nun
ist die Kürzung geringer ausgefallen als die Verwaltung wollte, aber eben immer
noch abscheulich hoch. Mit der jetzigen massiven Kürzungen haben Parteien und
Verwaltung klargestellt, dass es keinen Sinn mehr macht, sozialpädagogische Konzepte
und Bettelbriefe zu schreiben. Das Juzi schreibt diese Konzepte bereits seit Jahren,
in denen klargestellt wird, dass doppelt so viele Stellen und eben auch verdoppelte
Zuschüsse gebraucht werden, um dieses vielgenutzte Haus wirklich gut und im Interesse
der Jugendlichen aufrecht zu erhalten. Als Antwort kam jetzt die Kürzung. Damit
haben die Parteien eine klare Botschaft vermittelt: Hier soll versucht werden,
ein linkes Projekt kaputt zu machen. (...) Das Juzi wird, soweit zu hören war, nicht schließen,
aber es wird noch anstrengender werden, den ZentrumsalItag geregelt zu kriegen
(Zaunpfahlgewinke, ihr wisst hoffentlich schon!). Das Juzi braucht Unterstützung
der Freunde, Freundinnen, poltischen Gruppen, Bands, BesucherInnen! Mitarbeit
und Unterstützung wäre am tollsten - das ist immer wichtiger als Geld! Juzi wird
präsent bleiben und dazu beitragen, dass der Plan nicht aufgeht, alle Leute aus
dem öffentlichen Bild zu verteiben, die nicht reiche Konsumeinheiten mit Vorliebe
für ,,Hochkultur" und Bierzelt sind.
2003 kritisierten sogar GRÜNE "Rufmordkampagne" gegen das Juzii / 5.9.03 Die GRÜNE-Ratsfraktion kritisiert die Versuche von CDU,
Schulerunion und Jungliberalen durch eine Rufmordkampagne die städtischen Zuschüsse
für das Jugendzentrum Innenstadt (JuZi) in Frage zu stellen. Die jugendpolitische
Sprecherin der GRÜNEN Kerstin Sennekamp begrüßt den Vorschlag der Jungliberalen,
sich das JuZi erst einmal anzuschauen. "Bevor die Protagonisten dieser Kampagne
von rechts die Jugendarbeit im JuZi schlecht reden, sollten sie sich erst einmal
über die Arbeit im JuZi vor Ort informieren", fordert Sennekamp. Der
Versuch der CDU eine Neiddiskussion loszutreten und die Jugendzentren und die
unterschiedlichen Jugendszenen gegeneinander auszuspielen, zeige wie respektlos
die Christdemokraten mit Jugendlichen jenseits ihres bürgerlichen Vorstellungsvermögens
umgehen. Nach Meinung der GRÜNEN bediene das JuZi seit Jahren eine besondere Klientel
von Jugendlichen, die man in Zukunft nicht der Straße überlassen dürfe. "Wir
gehen davon aus, dass die Saubermänner der CDU es ebenso wenig wollen, wenn die
Jugendlichen aus dem JuZi demnächst mangels Angebot verstärkt die Innenstadt bevölkern
werden", so Sennekamp. Vor einigen Jahren sei der Zuschuss für das JuZi bereits
mit den Stimmen von CDU und SPD gekürzt worden. Außerdem sei der Zuschuss seit
Jahren nicht der Preisentwicklung angepasst worden, was faktisch einer jährlichen
Kürzung gleichkomme. zum
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