Berichte über Ägypten Dienstag
15.1.2013 – 19.30 Uhr, Im Roter Buchladen (Nikolaikirchhof Die Autorin und Journalistin Kristina Bergmann war 2011 vor, während und nach der Revolution in Ägypten. Sie lebt seit 20 Jahren in Ägypten, kennt das Nilland, die Region und den gesamten Nahen Osten und studierte Arabisch in Zürich und Kairo. Die Korrespondentin der Neuen Züricher Zeitung für Ägypten, Libyen, den Sudan und den Nahen Osten, arbeitete unter anderem als Übersetzerin von beispielsweise Ghada Abdelaal und Chalid al-Chamissi und ist auch Herausgeberin verschiedener Sachbücher und eines Romans. Kristina Bergmann hat Ägypterinnen und Ägypter getroffen, die die Revolution im Januar und Februar 2011 hautnah miterlebt haben und von ihren Erlebnissen erzählen, aber auch von ihren Erwartungen an ein neues, freieres Ägypten und ihren Hoffnungen auf ein besseres Leben. Sowohl Muslime als auch Christen kommen zu Wort, Frauen und Männer unterschiedlicher sozialer Herkunft: ob ArbeiterInnen oder Intellektuelle – sie alle eint die Erfahrung, gemeinsam auf den Strassen und Plätzen Kairos ein Stück Weltgeschichte geschrieben zu haben. Das Buch wird ergänzt mit Beiträgen von Ghada Abdelaal und Chalid al-Chamissi sowie Analysen von Esther Saoub, Cordula Weißköppel, Amira Sayed El Ahl und Doa al-Scharîf. Dokumentation über die tunesische Revolution Mittwoch
16.1.13 – 19.30 Uhr– ZHG 009 (nicht 010) |
Veranstaltung
mit AktivistInnen der tunesischen Revolution,
dieser Teil wurde korrigiert
Zu
Gast im Frauennotruf e.V.
Der Hörsaal 101 war mit geschätzt ca.120 Personen gut gefüllt. Zugeschaltet über Internet war zudem ein Mitstreiter der Gäste, der nicht anreisen konnte und der die Veranstaltung verfolgte. Vielleicht
durfte man nicht so viel an ausgefeilten Theorien darüber erwarten, wie Tunesien
sich nun z.B. wirtschaftlich und sozial weiterentwickelt, sondern entscheidend
war die konkrete Anwesenheit von Aktivisten aus der Mitte der Bewegung und der
Hauch der Praxis, der mit der Anwesenheit der Gäste von Nordafrika herüberwehte:
Eine Gesellschaft im totalen Umbruch!
Allzuoft wurde plakativ die "Revolution" und manchmal die Revolution in der gesamten Welt beschworen, aber sowohl bei der Führung durch die Ausstellung als auch durch den Enthusiasmus der Aktivisten wurde etwas wichtiges transportiert: Das Gefühl, dass grundlegende Änderungen machbar sind, dass sich eine Gesellschaft von Grund auf erneuern kann, dass versteinerte Verhältnisse zerbröseln können. Das erzeugt ein Gefühl der Stärke, ein Selbstbewußtsein das nach den ersten Erfolgen der Revolte noch nachhallt und wohl erst langsam im mühsamen Prozess der konkreten Umgestaltung Gefahr läuft sich abzunutzen.
VeranstalterInnen
Soliplenum Revolten, Institut für angewandte Kulturforschung (IFAK), AK Asyl. Mit Unterstützung des Asta der Universität Göttingen. Gefördert durch die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt (die einzige Stiftung, die überhaupt positiv auf den Antrag geantwortet hatte) Ankündigungstext der VeranstalterInnen 25.4.12 / Am 17.Dezember 2010 verbrannte sich Mohamed Bouazizi in Sidi Bouzid und setzte damit das Fanal für eine Aufstandsbewegung, die zunächst das Regime in Tunesien und anschließend das in Ägypten hinwegfegte und die auch heute noch in großen Teilen des arabischen Raums und darüber hinaus andauert. Die Bewegung ist auch in Tunesien keineswegs beendet. Bis heute lebt sie weiter und bis heute sind weite Bereiche der tunesischen Gesellschaft umkämpfte Territorien. Die Kämpfe in Tunesien und im gesamten arabischen Raum, die wir früher kaum wahrgenommen haben, gärten schon lange und haben eine widerständige Gesellschaftlichkeit geschaffen, die sich in den letzten Jahren immer wieder in kurzen Aufständen und Revolten Luft verschaffte. Innerhalb kürzester Zeit wurden nicht nur Regime gestürzt, sondern auch unsere metropolitane Vorstellung revolutionärer Kämpfe und gesellschaftlicher Veränderung grundlegend verändert. Und nicht zuletzt wurden durch sie die Fragen internationaler Solidarität und der Gemeinsamkeit von Kämpfen im globalen Süden und im globalen Norden neu gestellt. Wir haben vier AktivistInnen der tunesischen Kämpfe eingeladen um uns über den Stand und die Perspektive der Kämpfe in Tunesien zu berichten und um gem"Making a revolution, defending a revolution" Veranstaltung mit AktivistInnen der tunesischen Revolution einsam mit ihnen zu diskutieren, wie wir im "Norden" gemeinsam mit den Menschen im "Süden" den globalen Kampf um Befreiung führen können. |
Goethe-Institut Film + Fotoausstellung zum TAHRIR PLATZ Film
Words of Witness Veranstaltungstext
Goetheinstitut: Öffnungszeiten
der Ausstellung im Goethe-Institut Göttingen, Merkelstr. 4: |
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Politischer
Reisebericht aus Tunesien Neben
Berichten von der Reise soll auf der Veranstaltung der Aufruf bekannt gemacht
und darüber diskutiert werden, wie wir auch hier in Göttingen politischen Druck
für eine Öffnung der Grenzen und eine Aufnahme von Flüchtlingen entwickeln können. |
Aktionstag gegen Grenzregime 16./17.6.11 Veranstaltung im Buchladen Grenzregime - eine Einführung in Diskurse und Praktiken Donnerstag, 16.06.11 ab 20:45 Uhr Buchladen "Rote Straße" Nikolaikirchhof 7 Die Angst vor einem angeblich unberechenbaren Zustrom von Migrant*innen und der damit verbundenen Gefährdung des europäischen Wirtschaftsraums, hat die EU in den letzten Jahren zum Anlass genommen, ein komplexes Sicherungssystem der EU Außengrenzen zur Abwehr unerwünschter Migration zu errichten. Die Vielzahl der involvierten Akteur*innen erschwert es, den Gesamtzusammenhangs zu verstehen. Vorallem, weil es nicht nur um die hochtechnisierte Kontrolle von Staatsgrenzen geht, sondern zugleich um die Absicherung der innereuropäischen Verhältnisse. Die Referent*innen Sabine Hess und Marc Speer versuchen einen kritischen Einblick in die herrschenden Diskurse zu geben und zeigen anhand der Ukraine, einem sog. „sicheren Drittstaat“, die praktischen Auswirkungen des EU Grenzregimes, weit über die eigenen Grenzen hinweg. Sabine Hess forscht über migrantische Praktiken und ist Mitglied bei kritnet.org und Herausgeberin des Buches "Grenzregime" (Assoziation A, 2010). Marc Speer, ebenfalls Mitglied bei kritnet, schreibt für das "Hinterland" Magazin und betreut das "Bordermonitoring Ukraine" Projekt (http://bordermonitoring-ukraine.eu) Die Veranstaltung ist Teil des Göttinger am 17.06. Aktionstag - am Gänseliesel Aktionstag
"Solidarität mit den Revoltierenden in Nordafrika" arbeitskreis asyl / bündnis
gegen abschiebung frontex / revolten
veranstaltungen / termine maghreb Unter dem Motto „Solidarität mit den Revoltierenden in Nordafrika – Bewegungsfreiheit statt Militarisierung des EU-Grenzregimes“ findet am Freitag, den 17. Juni, ab 14.00 Uhr ein Aktionstag mit Musik, Filmen, Infos, Redebeiträgen und einer Ausstellung am Gänseliesel statt. Textauszug
der Ankündigung vollständig auf >>http://www.papiere-fuer-alle.org/
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Veranstaltungen zum Thema Arabien / Nordafrika / Naher Osten 1.
6.11 Ein Reisebericht aus Tunis drei Monate nach dem Sturz von Ben-Ali
19.5.11
Jugendrevolte in Nordafrika mit neuen sozialen Medien? 18.5.11
Nordafrika im Umbruch: NATO-Krieg in Libyen - Demokratiebewegung in Ägypten?
Veranstaltungen des "Solidaritäts-Plenum Revolten" Organisiert
vom "Solidaritäts-Plenum Revolten", AUT, Bündnis gegen Rassismus und
Abschiebung, AK Asyl e.V. Infos bei >>www.aut-goe.de/Revolte/Revolte.html
Die
Revolten in Nordafrika und der europäische Krieg gegen Flüchtlinge Tunesien
/ Ägypten ; Veranstaltung mit Bernard Schmid (Paris) |
Libyen (Update 22.3.11, 16 Uhr) goest:
Einige Aspekte, die uns
in der Diskussion wichtig erscheinen 22.3. 21.3.
Aufruf einer Göttinger
Gruppe vor dem Angriff auf Milizen Gaddafis Positionsgrundlagen
des Friedensbüros Gegen
jegliche Gewalt - Erklärung zu Libyen GfbV
spricht sich FÜR eine Flugverbotzone aus
DieGrünen: Militärisches
Eingreifen verhindert "schwerste Menschenrechtsverletzungen" |
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Kundgebung
26.2.11, 13 Uhr Gänseliesel
Kundgebungs-Flugblatt
"Zu
den Aufständen in den Maghreb-Staaten und dem (Nicht-)Verhalten der deutschen
Linken" "Revolution
im arabischen Raum?" Rede
bei der Kundgebung 26.2.11 Anne Schreiner, Friedensbüro Göttingen |
Ägypten , Tunesien Im
Einwohnermeldeamt der Stadt Göttingen waren 2009 83 Menschen mit ägyptischer
Staatsangehörigkeit registriert, aus Tunesien 43 , Algerien 16, Marokko 31, Libyien
31 . Dazu kommen Einwanderer aus diesen Ländern mit inzwischen deutschem
Pass und unter den ca. 2.500 ausländischen Studierenden sind sicherlich auch
etliche aus der nordafrikanischen Region. So kommt es, dass nach Bekanntwerden der brutalen Angriffe auf die prodemokratischen Demonstrationen in Kairo auch in Göttingen Menschen in die Öffentlichkeit gehen, um ihren Gefühlen der Verbundenheit mit den DemonstrantInnen Ausdruck zu geben.
VeranstalterInnen so heißt es sind "verschieden arabische Menschen" . Welche Richtung diese Solidaritätskundgebung schließlich nehmen wird und welche Akzente sie setzen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt (vor der Kundgebung) nicht klar.
Zum Flugblatt und Wortbeitrag der PGG: Zu der Kundgebung ruft u.a. auch die Pälästinensische Gemeinde Göttingens PGG e.V. auf. Wie groß die Mobilisierungsfähigkeit arabischer Menschen in Göttingen ist, zeigten die Demonstrationen gegen den Gaza-Krieg 2009 , damals waren 280 bis 350 TeilnehmerInnen gezählt worden. In der Erkläreung der PGG heisst es, sie unterstütze die Proteste in Ägypten und Tunesien weil sie sich gegen "Diktaturregime" richten, die sich "mittels korrupter Machtapparate seit Jahrzehnten" an der Macht halten. Die Proteste, so die PGG richten sich gegen "Arbeitslosigkeit, Preistreiberei, Korruption, Unterdrückung, Folter und alle anderen Auswüchse des Mubarak-Regimes." Die angeblichen Regime-Befürworter in Kairo, so die PGG, seien ohne Zweifel Provokateure, deren Gewalttaten vom Mubarak-Regime gesteuert würden. Dies zeige "dass Mubarak zu seiner Machterhaltung die ungeheuren Geschehnisse auf Kairos Straßen und über 1.500 Verletzte und fünf Tote in Kauf nimmt". In Tunesien lägen die Gründe für die Massenproteste darin, dass 70% der Bevölkerung unter 30 und nahezu jeder zweite Jugendliche beschäftigungslos ist. Sie richten sich gegen Arbeitslosigkeit, Armut, Schikane und Korruption. Die Menschen gingen für Meinungs-, Versammlungs- und Informationsfreiheit sowie für eine unabhängige Justiz auf die Straße. "Der Funke, der die tunesische Revolution am 17. Dez. 2010 entfachte, war nicht allein die Ver-zweiflungstat des 26-jährigen Straßenverkäufers Mohamed Bouazizi, der sich – perspektivlos und von tagtäglicher Erniedrigung und Schikane durch die Polizei zermürbt – vor dem Gemeindeamt von Sidi Bouzid mit Verdünner übergoss und selbst anzündete." .Ergänzend: twitter.com mit den Hashtags #Tahrir ODER #25Jan Infoquellen
http://english.aljazeera.net/indepth/spotlight/anger-in-egypt/
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