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Klimaschutz

Infostände zum Welt-Klimaschutztag 4.12.10
Klimaschutz durch Senkung des Energieverbrauchs in Schulen
Energieagentur Göttingen - Förderung Regenerativer Energien

Klimaschutzsiedlung auf den Zietenterrassen
Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Göttingen Mai 2010
Stellungnahme Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland B.U.N.D.
Stellungnahme Stadt und Planung Göttingen e.V.
zur Klimaschutzinitiative
Veranstaltungen zum Klimaschutz seit 2005

Welt-Klimaschutztag 2010 - 4. Dezember

Während in Mexico/Cacun Regierungsvertreter tagen, ohne in Sachen Schutz vor der Klimakatastrophe voranzukommen, regen sich immer mehr Initiativen, die mit einfachem Menschenverstand und engagierten ExpertInnen zu diesem Thema aktiv werden. Die Klimafrage ist ein globales Problem und für viele Menschen ein Überlebensthema. Wenn die Rodung der Regenwälder und der Ausstoß von Treibhausgasen nicht gestoppt wird, dann wird die Erderwärmung um mehr als 2 °C zunehmen. Und schon jetzt ist klar, dass der Meeresspiegel um 1 Meter steigen wird, was für viele Inselstaaten das Ende ihrer Existenz bedeutet. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Klimaflüchtlinge zu, die infolge von Überschwemmungen an Land ihre Heimat verlassen. Erwärmung führt ebenso zu mehr Stürmen. Wenn durch die Erwärmung die Pole abschmelzen und der Golfstrom dadurch beeinträchtigt wird, dann Gute Nacht.

Klimaveränderungen: schwere Stürme, Überschwemmungen, Hitzezunahme, steigender Meeresspiegel.
>> Interview mit Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung bei der Rückversicherungsgesellschaft Munich RE.: "Schäden durch Extremwetter steigen drastisch an"


Zeichnungen : goest

Besonders kenntnisreich in Sachen Klimaschutz sind in Göttingen Prof. Dr. Christian Jooß (Bürgerbewegung für Kryorecycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz) und Dipl. Phys. Jonas Norpoth (AG Klima) die am 3.12.10 zum Thema "Der internationale Klimaschutzprozess: Von Rio über Kyoto, Kopenhagen nach Cancún" referierten.

Unterstützung erhalten sie jeweils am Klimatag von den Naturfreunde e.V. in Göttingen wo sich auch ab und zu die AG Klima trifft. Die Initiative stellte sich am Sonntag den 5.12.10 in der Sendung "gut und quer" von Marco Woltermann ausführlich vor.

Infostände am 4.12.10, dem Welt-Klimaschutztag

Klimaschutz durch Senkung des Energieverbrauchs in Schulen

1.12.10 Die Stadt Göttingen war im Wettlauf um Fördergelder zum Klimaschutz erfolgreich. Nach Göttingen fließen in den nächsten drei Jahren 1,4 Mio. EUR Fördergelder zur Sanierung der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS). Die Stadt muss die Mittel mit der gleichen Summe kofinanzieren. Bei der Gebäudesanierung sollen die Neubaustandards auch nach der Energieeinsparverordnung 2009 noch unterschritten werden. Zukünftig wird der gesamte Gebäudekomplex mit Wärme und Warmwasser durch ein neues Biogas-Blockheizkraftwerk über Fernwärmeleitungen versorgt. Mit den genannten Maßnahmen wird der Primärenergiebedarf der Schulgebäude um etwa 80 Prozent reduziert. Diese große Schule gehört aktuell zu den städtischen Gebäudekomplexen mit den höchsten Energieverbräuchen. Meyer wies darauf hin, dass die energetische Sanierung von Gebäuden auch in Zeiten knapper Mittel vorangetrieben werde.

Energieagentur Göttingen - Förderung Regenerativer Energien

Die Energieagentur Region Göttingen e.V. hat ihren Sitz in der Berliner Str. 2, 37073 Göttingen (VGH-Gebäude, Eingang Maschmühlenweg) , sie ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein. Geschäftsführerin Doreen Fragel, der EnergieagenturMitglieder sind Stadt und Landkreis Göttingen, Unternehmen, Kommunen, Verbände, Vereine und Privatpersonen. Vorsitzende: Christel Wemheuer (Die Grünen / Kreisrätin des Landkreises) Stellv. Vorsitzender: Thomas Dienberg (Stadtbaurat Stadt Göttingen) Schatzmeister: Uwe Maier (Sparkasse Göttingen), Schriftführer: Gerhard Weideling (Stadtwerke Göttingen AG) Beisitzer: Günther Geese (Beratende Ingenieure Geese) Beisitzer: Ezra W. Kurth (Energiewendekomitee e.V.) Beisitzer: Wolfgang Regenhardt (SHK Innung Südniedersachsen - Kreishandwerkerschaft.
Die Energieagentur startet das Projekt Netzwerk Regenerative Energien. Unterschiedliche Akteure unter anderem aus Wissenschaft, Ingenieurbüros oder Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energien bringen sich bereits in das Netzwerk ein. Netzwerkmanager Winfried Binder

Klimaschutzsiedlung

Investorenauswahlverfahren kann gestartet werden. Bebaut werden soll ein rund zwei Hektar großes, nach Südwesten ausgerichtetes Areal zwischen Von - Witzleben - Straße, Julius - Leber - Weg und Barbarastraße auf den Zietenterrassen in Göttingen - Geismar. Passivhausbauweise soll in Kombination mit einer großen Solarenergieerzeugung "Energieplushäuser" entstehen lassen. Die Gebäude sollen also insgesamt mehr Energie produzieren als in ihren Haushalten verbraucht wird. CO2-Emissionen, die von den Häusern ausgehen, müssen dadurch - so das Ziel der Stadt - mehr als kompensiert werden. Ermöglicht werden sollen neben dem Geschosswohnungsbau auch andere verdichtete Baustrukturen wie Reihenhäuser oder sogenannte gestapelte Einfamilienhäuser. Die politischen Beratungen über das Projekt begannen am 25.11.10 mit der förmlichen Beteiligung des Ortsrates Geismar, Anschließend folgen Beratungen im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke und am 20. Dezember im Verwaltungsausschuss.

 

Klimaschutzprogramm

7.6.2010 : Wasserwerk Stegemühle in der Kiesseestraße 137, öffentliche Veranstaltung 19 Uhr, Es werden die Ergebnisse aller Arbeiten für das Göttinger Klimaschutzprogramm vorgestellt. Akteure aus der Industrie, der Energieversorgung, dem Dienstleistungssektor - und der Wohnungswirtschaft sowie Vertreter verschiedener Interessengruppen - so der Plan - sollen in den nächsten zehn Jahren den CO2-Ausstoß im Stadtgebiet Göttingen senken. Neben Vertretern der verschiedenen Arbeitsgruppen werden auch die Stadt Göttingen, die Stadtwerke Göttingen AG und die Georg-August-Universität Göttingen als Träger des Klimaschutzprogramms ihre Maßnahmen präsentieren.

Integriertes Klimaschutzkonzept Mai 2010

Konzept
1. Grundlagen
Gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Bundestages
mit einem 80%-Zuschuss.
• Die Konzepterarbeitung wird vom Beratungsbüro Arge Klimaschutzkonzept Göttingen
(4K – Kommunikation für Klimaschutz und E4-Consult) begleitet.
• Basisjahr ist das Jahr 1990, Zieljahr ist das Jahr 2020.
• Zielvorgaben zur CO2-Einsparung werden nicht explizit gemacht, als Orientierungswert
gelten die Verpflichtung des Klimabündnisses (alle 5 Jahre 10% Einsparung bzw. 50%
bis 2030) und die Vorgabe der Bundesregierung (40% Einsparung bis 2020).
• Es sollen alle wichtigen Akteure im Stadtgebiet an der Ausarbeitung beteiligt werden,
damit sie sich mit den lokalen Zielen identifizieren. Einen hohen Stellenwert erhält dabei
die zielorientierte und möglichst effiziente Zusammenarbeit, um die Belastung der Teilnehmer
in überschaubaren Grenzen zu halten.
• Die Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzepts muss im Rahmen des Förderprogramms
bis Ende Mai 2010 abgeschlossen sein.
• Im Vordergrund steht die Ermittlung des Handlungsbedarfs für kommunale Klimaschutzmaßnahmen.
2. Träger des Klimaschutzkonzeptes
• Stadt Göttingen
• Stadtwerke Göttingen AG
• Georg-August-Universität Göttingen
3. CO2-Bilanz
• Erstellung auf Grundlage des Verfahrens des Klima-Bündnisses (ECO2 Software): einfach
strukturiert, daher einfach fortschreibbar.
• Grunddaten werden zurzeit zusammengestellt.
• Erste Bilanz soll im Oktober vorliegen.
4. Maßnahmenprogramme
• Jeder der drei Träger erarbeitet (betreut vom Beratungsbüro) für seinen eigenen Wirkungsbereich
ein Maßnahmenpaket einschließlich der dafür notwendigen Ressourcen.
Die Maßnahmen sollen möglichst eine Verbindlichkeit erhalten (z.B. durch Ratsbeschluss
bzw. interne Beschlüsse).
• Es gibt fünf weitere Arbeitsgruppen, die Maßnahmenpakete erarbeiten. Diese beinhalten
eine Bestandsaufnahme (durchgeführte und geplante Maßnahmen der Teilnehmer) sowie
mögliche weitere Maßnahmen und zeigen eventuell vorhandene Hemmnisse auf.
Diese Maßnahmenpakete dienen dazu, Handlungsspielräume aufzuzeigen und Strategien
zu entwickeln, wie die lokalen Hemmnisse abgebaut werden können.
AG Multiplikatoren mit gesellschaftlich relevanten Akteuren, die Kontakt zu den
privaten Endverbrauchern haben.
AG Wohnen mit Wohnungsbauunternehmen und Mieter- / Vermieterverbänden.
AG Wirtschaft mit Vertretern von Unternehmen
AG Dienstleistung mit Vertretern von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen
AG Energieversorgung mit Schwerpunkt Energieerzeugung
Stand: 23. Oktober 2009
5. Ergebnis
• Für die erarbeiteten Maßnahmen werden die Einsparungen an CO2-Emissionen, Energie
und Kosten sowie die Umsetzungskosten abgeschätzt. Dadurch kann eine qualitative
Bewertung der Wirtschaftlichkeit erfolgen.
• Zusätzlich werden jeweils die Wertschöpfungspotentiale für die Region aufgezeigt.
• Die sich ergebenden Einsparpotentiale werden in die CO2-Bilanz eingearbeitet.
• Ziel ist es, die Orientierungswerte mit möglichst vielen konkret beschriebenen Maßnahmen
zu erreichen.
• Anhand von Potentialabschätzungen aufgrund bundesweiter Erfahrungen werden ggf.
zusätzlich notwendige Maßnahmen benannt, um die Orientierungswerte zu erreichen.
• Das integrierte Klimaschutzkonzept wird dem Rat zur Kenntnis vorgelegt; der Rat beschließt
die Maßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung.
6. Struktur
• Der Beirat wird von Stadt, Stadtwerke und Universität gebildet und begleitet die Erarbeitung
des Klimaschutzkonzepts.
• Das Koordinationsteam steuert die Erstellung des Klimaschutzkonzepts.
• Die Projektleitung hat die Stadt Göttingen übernommen
• Die Arbeitsgruppen werden von dem Beratungsbüro betreut.
• Über den Fortgang wird in den politischen Gremien berichtet.
• Die Öffentlichkeit wird laufend informiert (Veranstaltungen, Berichte, Internetseite etc.).
7. Zeitplanung
Projektstart 01. Juni 2009
Auftaktveranstaltung 27. Oktober 2009
Arbeitsgruppen (je 3-4 Sitzungen pro AG) Nov./Dez. 09 und Jan./Feb. 10
Erarbeitung der Maßnahmenpakete Stadt, Stadtwerke
und Universität
Okt. 09 bis Mrz 10
Maßnahmenentwicklung Nov. 09 bis Mrz 10
Beschluss Städtisches Maßnahmenprogramm April 2010
Abschlussveranstaltung Ende Mai 2010
Koordinationsteam alle 4 - 6 Wochen
Beirat ca. 4 Treffen
Projektabschluss 30. Mai 2010

 

Stellungnahme Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland B.U.N.D.

2.6.10 / "In Göttingen wurde in einem groß angelegten, aufwendig moderierten Arbeitsprozess ein sogenanntes Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Göttingen erarbeitet. Für dieses Projekt wurde zwar eine handverlesene Teilnehmerrunde geladen, aber an der Mehrheit der Bevölkerung ist dies Engagement bis heute vorbeigegangen. Die Ergebnisse des Göttinger Klimaschutzkonzeptes werden nun am 7.6. um 19 Uhr im Wasserwerk Stegemühle in der Kiesseestraße 137 vorgestellt. Der BUND empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, sich über das Projekt zu informieren. Die Stadt Göttingen hat sich bereits 1991 durch die Mitgliedschaft im Klima-Bündnis zur Minderung der CO2-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent verpflichtet. Trotz des bereits langen Arbeitsprozesses gibt es wichtige Punkte mit erheblichem Klimaschutzpotential, die bisher außer Acht gelassen wurden. Nach Meinung des BUND kann das jetzt vorliegende Ergebnis nicht als Integriertes Klimaschutzkonzept bezeichnet werden. Von den Arbeitsgruppen sowie den Projektträgern Stadt, Stadtwerke und Uni wurden vielfältige Ideen und Vorschläge entwickelt. Die vom Klima-Bündnis formulierten Ziele können jedoch nur unter Einbeziehung und in Mit-Trägerschaft der Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. Klimaschutz geht uns alle an! Eine öffentliche und transparente Arbeitsweise sowie die klare Definition der Ziele und der Maßnahmen-Umsetzung sind dabei ebenso wichtig wie öffentliche Foren und konkrete AnsprechpartnerInnen. Völlig unverständlich für den BUND ist auch, dass der Straßenverkehr als wichtiger Faktor im lokalen Klimaschutzbemühen bisher im Rahmen des Projektes noch nicht berücksichtigt wurde. Außerdem gibt der BUND zu bedenken, dass alle bisherigen Maßnahmen und Ziele des Klimaschutzkonzeptes lediglich auf eine CO2-Reduktion ausgerichtet sind. Um Klima und Umwelt zu schützen, muss über die alleinige CO2-Reduktion hinaus geschaut werden. So sind Aspekte der Nachhaltigkeit und der Biodiversität in Bezug auf den Schutz von Natur, Landschaft, Gewässer und Boden ebenso zu beachten wie auch die Luftreinhaltung, der Schadstoffeintrag, die Treibhausgasemissionen und die Flächennutzung. Generell müssen diejenige Maßnahmen Vorrang haben, die nachhaltige Ergebnisse erzielen, selbst wenn dies zunächst zu Lasten der Wirtschaftlichkeit geht. Neben effizienten Lösungsansätzen ist an erster Stelle ein geringer Ressourcen- und Energieverbrauch anzustreben. Letztlich entscheidend ist, dass die entwickelten Maßnahmen auch umgesetzt werden. Dies muss durch ein konsequentes Monitoring prüfbar erfolgen. Hierzu gehört eine offen zugängliche Dokumentation gerade auch bezüglich der Wirkungen. Der BUND fordert, dass die Öffentlichkeit über den Stand der Umsetzung ständig informiert wird."
BUND-Kreisgruppe Göttingen Geiststraße 2, Tel. 56156 www.bund-goettingen.de,

 

Stellungnahme Stadt und Planung Göttingen e.V. zur Klimaschutzinitiative
>> Gesamte Stellungnahme

Auszüge:
" Mit der Mitgliedschaft der Stadt Göttingen im so genannten "Klimabündnis Europäischer Städte mit den Völkern der Regenwälder" hat sich Göttingen zu einer Reduktion der Treibhausgase um 50 % bis zum Jahr 2030 verpflichtet.

"Innerhalb der Einschränkung auf die Trägereinrichtungen ist in keiner Weise einsichtig, weshalb der Fuhrpark, bzw. der ganze Mobilitätsbereich, ausgeschlossen wurde. Dieser Bereich ist i.d.R. für einen CO2-Ausstoss von der Grössenordnung 25 % verantwortlich und darf deshalb nicht ausgeklammert werden." - "Im Bereich der Stadtplanung, bzw. Bauleitplanung kann der Mobilitätsbereich gar nicht ausgegrenzt werden, da dieser Sektor einen sehr hohen Anteil an Energie verbraucht und einer der grössten Schadstoffproduzenten ist. Hier müssen über intelligente Nutzungsdurchmischung und attraktive Angebote für Fussgänger und Radfahrer sowie Restriktionen für den MIV im Wohnbereich deutliche Änderungen der aktuellen Verhältnisse erfolgen."

"Ein aktuelles Beispiel ist die ökologisch widersinnige Förderung der energetischen Nutzung von Biomasse. Dadurch wird die Feldflur zersiedelt und die Biodiversität von land- und forstwirtschaftlich genutzten Räumen weiter reduziert, die Abhängigkeit von ausserregionalen Nahrungs- und Futtermittelimporten vergrössert und nicht zuletzt auch Kapital gebunden, das sinnvoller in die energetische Gebäudesanierung fliessen sollte."
"Bei den regenerativen Energiequellen in A.4 darf kein primärer Einsatz von Biomasse (aus so genannten Energiepflanzen im Agrobereich oder Energieholz im Forstbereich, also Fernwärme oder Gasbezug) genutzt werden, da diese nicht nachhaltig sind und in erheblichem Ausmasse negative Folgen haben. Eine Ausnahme stellt für grössere Einheiten die Nachnutzung von Holz und Holzprodukten nach dem ersten oder zweiten Nutzungszyklus dar.
"

"Der enge Zeitplan und die Organisation des Projekts sind nicht dafür eingerichtet, die Öffentlichkeit zu beteiligen. Wie bei einigen anderen Prozessen, z.B. Innenstadtleitbild, gibt es zwar Alibi-Veranstaltungen (hier die so genannte Start- Veranstaltung am 27.10.2009), anschliessend wird dann aber in bereits vorkonfektionierten Gruppen gearbeitet und Interessierte haben kaum Mitwirkungsmöglichkeiten." (...) Mit dem Zeithorizont von 2030 müssten aber auch Änderungen der Lebensstile mit einbezogen werden, die hier noch fehlen. Wenn die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand als wichtiger Multiplikator spielen soll, dann müssen die BürgerInnen partnerschaftlich und nicht nur als Staffage für besondere Veranstaltungen einbezogen werden."

Es fällt auf, dass im ganzen Programm der Begriff "Sonnenkollektor" überhaupt nicht und der Begriff "Solarthermie" gerade ein Mal auftreten. Warum wird dieser äusserst effektiven, robusten und günstigen Technologie so wenig Wert beigemessen? Dieses Potential muss in der Prioritätenfolge noch vor der Photovoltaik genutzt werden!

Mit den wärmeren Sommern haben immer mehr "Klimageräte", also Raumkühler, in den Wohn- und Arbeitsgebäuden Einzug gehalten. Diese haben meist einen sehr hohen Strombedarf. Durch eine geschickte Architektur können Gebäude aber problemlos ohne diese Stromfresser auskommen. Über eine gute Weiterbildung der Baufachleute, eine frühzeitige Beratung der Investoren und planungs- und baurechtliche Vorgaben können massive Fehlentwicklung (wie sie beispielsweise in den USA beobachtet werden können) vermieden werden.

da Göttingen in den letzten Jahren aber das Strassennetz massiv ausgebaut und ständig neue Beleuchtungsabschnitte eingerichtet hat, könnte der übliche Effekt eintreten, dass trotz Reduktion am Einzelobjekt die Gesamtheit die Bilanz dann doch wieder betrüblich erscheinen lässt.

 

Veranstaltungen zum Klimaschutz seit 2005

2005,
7.6.2005, Kyoto-Protokoll – Wie können Kohlendioxidimmissionen wirkungsvoll reduziert werden? Der Chemiker und Forstprofessor Dr. Aloys Hüttermann hat nachgewiesen, dass ein Hektar Wald in einem Zeitraum von 50 Jahren 2000 bis 3000 Tonnen Kohlendioxyd in Form von Holz und Humus akkumuliert. Hüttermann plädiert demzufolge für großflächige Aufforstungen. Der Kyoto-Prozess zielt darauf ab, die Kohlendioxid-Emissionen insgesamt zu reduzieren. Hierfür wurden Mechanismen ausgearbeitet, die sowohl Reduktionen beim Emittenten als auch den Aufbau von geeigneten Senken, dies ist beispielsweise die Aufforstung von Wäldern, wirtschaftlich belohnen. Auch die ärmeren Länder können sich so Hüttermann durch großflächige Aufforstungen mit anschließender Konversion der Biomasse in Elektrizität oder Energie-Chemikalien an diesem Prozess zu beteiligen. Veranstalter: Institut für Forschung und Bildung (IFB) Frieden, Umwelt und globale Gerechtigkeit

2006
21.2.06 ,Neue Arbeitsplätze durch Energieabgaben - Von Wahn und Einfalt der Wachstumsideologie Die Probleme auf dem Arbeitsmarkt und bei den Sozialkassen spitzen sich immer weiter zu. Der Vortrag bringt die Wachstumsabhängigkeit in Zusammenhang mit der fast völligen Ignorierung des Produktionsfaktors Energie. Die fundamentale Schieflage zwischen den Produktionsfaktoren Energie und menschliche Arbeit führt laut Grahl dazu, dass teure und relativ produktionsschwache menschliche Arbeitskraft im Zuge von Rationalisierung und Automatisierung permanent durch billige und hocheffiziente "Energiesklaven" ersetzt würden. Die eigentlichen Ziele "Vollbeschäftigung" und soziale "Absicherung" würden durch diese Wachstumsideologie in einem scheinbar unauflösbaren Grundkonflikt geraten, der in der kaltschnäuzigen Formulierung gipfele, sozial sei alles, was Arbeit schaffe. Im Lichte dieser Analyse werden die Gedankenfehler der heutigen Reformdiskussion kritisch unter die Lupe genommen. Die Heranziehung des Faktors Energie zur Finanzierung des Staates und der Gemeinschaftsaufgaben erscheint aus dieser Perspektive als Schlüssel, um die Massenarbeitslosigkeit und die Krise der Sozialsysteme und Staatsfinanzen zu überwinden. Dr. Referent: Dr. Jürgen Grahl vom Mathematischen Institut der Universität Würzburg ist stellvertretender Vorsitzender des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV). Veranstalter: Institut für Forschung und Bildung (IFB), VUK, Göttinger Wissenschaftlerinnen für Frieden und Abrüstung, Evangelische Studierendengemeinde (ESG)
24.1.2006, Ist eine globale Klimakatastrophe noch vermeidbar? – Das Scheitern des Klimaschutzes à la Kyoto und die notwendigen Alternativen –
Priv. Doz. Dr. Christian Jooß, Universität Göttingen, um 19:30 Uhr Evangelische Studierendengemeinde, Von Bar Str. 2-4, Schon jetzt ist bereits ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung direkt oder indirekt von sich verstärkenden Klimaveränderungen betroffen. Wasserknappheit durch Dürre, Extremereignissen, wie Wirbelstürme, Hitzerekorde Überschwemmungen, eine zunehmende Zahl von Umweltflüchtlingen: Mehr als 2 Milliarden Menschen wurde seit 1994 Schäden zugefügt, der materielle Verlust addiert sich seither auf mehrere 100 Milliarden Euro*. Der Vortrag wird eine allgemeinverständliche Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes zu Ursachen und Folgen der Klimaveränderung geben. Dabei wird aufgezeigt, dass einige verstärkende Rückkopplungseffekte, wie die Freisetzung von Methan durch Auftauen der Permafrostböden bereits eingesetzt haben. Die Entwicklung in eine globale Klimakatastrophe beschleunigt sich dadurch erheblich. Der Vortrag befasst sich ebenso mit den notwendigen und möglichen Maßnahmen zum Klimaschutz. Dazu werden das UN Klimaschutzprogramm und das Kyoto Protokoll kritisch analysiert. Es wird aufgezeigt, dass die neoliberalen Instrumente des Kyoto Prozesses, wie z. B. "Emissionshandel" und "Clean Development Mechanisms" zum Milliardengeschäft für internationale Konzerne und Banken werden – jedoch zum Klimaschutz kaum beitragen. Wird das Erdklima den Profitinteressen geopfert? Wird die Öffentlichkeit mit "Erfolgsmeldungen zum Klimaschutz" irregeführt? Tragen Umweltverbände durch Einbindung in den Kyoto Lobbyismus in fataler Weise zur Lähmung der Umweltbewegung bei? Diese Fragen, sowie tatsächlich notwendige internationale Klimaschutzmaßnahmen und die Wege ihrer Durchsetzung werden zum Abschluss des Vortrages behandelt.

2007
20.3.07 Ist wirksamer Klimaschutz möglich? Für eine Wende zur Solar- und Kreislaufwirtschaft - 19:30 Uhr, im DGB-Haus, Obere Maschstraße 10, PD Dr.Christian Jooß Eine Wende zur Solar- und Kreislaufwirtschaft ist dringend notwendig, um die drohende Entwicklung zu einer globalen Klima- und Umweltkatastrophe aufzuhalten. In dem Vortrag wird die Frage aufgeworfen, ob die derzeit im Kyoto -Prozess verfolgten neoliberalen Ansätze des Emissionshandels nicht zu einer entscheidenden Bremse für einen wirksamen Klimaschutz geworden sind.
Befürworter des vereinbarten Kyoto-Prozesses argumentieren so, als wäre die Atmosphäre eine riesige kostenlose "Müllhalde" für Emissionen. So wie die Müllentsorgung ihren Preis habe, müsse auch heute die Atmosphärenbenutzung einen festen Preis haben, um Emissionen zu kontrollieren. Dieser neoliberale Ansatz macht das Recht zu verschmutzen zu einer Funktion der ökonomischen Stärke. Der Verschmutzungshandel wird zu einem Instrument des Konkurrenzkampfes darum, wer verschmutzen darf und wer nicht. Er bedeutet eine Privatisierung des öffentlichen Gutes Luft. Konzentration des (Verschmutzungs)-Kapitals, Konkurrenzkampf um die Beherrschung von Verschmutzungsanteilen, Ruinierung der Schwächeren und Fixierung auf privaten Gewinn werden zu entscheidenden Triebkräften.
Anstatt das Verursacherprinzip zur Grundlage des Klimaschutzes zu machen, degeneriert der Kyoto-Prozess das Erdklima zu einem Spekulationsobjekt. Es liegt in der Natur dieses Ansatzes, dass jede Regierung oder jeder Konzern nur bestrebt ist, für sich am meisten herausholen.
Basierend auf neueren Untersuchungen der Klimaveränderung werden Alternativen für eine Wende zur Solar- und Kreislaufwirtschaft formuliert.
9.10. 2007, Ökologische und ökonomische Optimierung des Anbaus von Energiepflanzen, Universität Göttingen, ZHG 002 19.30 Uhr , Der Referent, Prof. Dr.Konrad Scheffer, ist Mitglied des Institutes für Nutzpflanzenkunde an der Universität Witzenhausen/Kassel und des Interdisziplinären Zentrums für Nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen Veranstalter: PD Dr. Christian Jooß vom Institut für Materialphysik de Zukünftig werden ca. ein Drittel der ackerbaulich genutzten Flächen Deutschlands für den Anbau von Energiepflanzen zur Verfügung stehen. Damit kann die Landwirtschaft in Deutschland einen erheblichen Beitrag zu einer Energiewende leisten. Voraussetzungen sind hohe Flächenerträge verbunden mit ökologischen Anbaumethoden und hohe Nutzungseffizienz der Energiepflanzen. Die Umwidmung des Ackerbaus in eine neue Dreifelderwirtschaft (Nahrung, Futter, Energie) beinhaltet die große Chance, zumindest das neue Drittel nach ökologischen Richtlinien ohne wirtschaftliche Einbußen zu nutzen. Gegenwärtig liegt diese bezogen auf den Energiegehalt der Gesamtpflanze zwischen ca. 10 % (Biodiesel, Ethanol) und ca. 40 % (Strom und Wärme aus Biogas), weil große Anteile der Pflanze ungenutzt bleiben und/oder der Energieverbrauch bei der Konversion zu Endenergie zu hoch ist. Gegenwärtig steht die Gewinnung von Biogas aus landwirtschaftlichen Nutzpflanzen an erster Stelle. Die jetzigen Bedingungen fördern unverhältnismäßig Monokulturen von Mais. Neben Pflanzenvielfalt und ökologischen Anbaumethoden muss nach Wegen gesucht werden, die Effizienz der Energieausbeute aus Biomasse bei niedrigeren Verfahrenskosten zu erhöhen. Ein neues Verfahren strebt an, die Pflanzenvielfalt in diesem Bereich entscheidend zu steigern und die Energieausbeute ohne Schadstoffeinsatz bedeutend effizienter zu machen.

2008
9.8.08 Marktplatz 11 Uhr Kundgebung, Demonstration mit Rädern, Antirassismus und Klimaschutz
4.11.08 Neues Rathaus ab 18.00 Uhr im Ratssaal , Informationsabend zum Entwurf für einen Luftreinhalteplan. Herwig Neufeldt (Nds. Ministerium für Umwelt und Klimaschutz) und Dr. Michael Köster (Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim) referieren über Anforderungen an Kommunen zur Luftqualität. Antje Janßen (Gutachterbüro PGN/Kassel) : "Maßnahmeprüfungen und Wirkungsanalyse für Göttingen". Moderation: Heinz Mazur (Ingenieurbüro PGT/Hannover).
8.12.08 DGB-Haus, Veranstaltungssaal 1. Stock, Vortrag "Maximalprofite kontra Klimaschutz: die Machenschaften der Öl- und Energiemonopole", Ref. Dipl. Physiker Jonas Norpoth,

2009
31.10.2009 > Kongress "Klimawandel: Hunger und Kriegsgefahr, Neues Rathaus
27.10.2009 Kooperationsinitiative "Klimaschutz Göttingen" Gemeinsam mit Vertretern aus Industrie und Gewerbe, der Wohnungswirtschaft und anderen wichtigen gesellschaftlichen Akteuren wollen die drei Projektträger eine Kooperationsinitiative "Klimaschutz Göttingen" mit dem Zeithorizont 2020 ins Leben rufen. U.a. stellten dabei die Georg-August-Universität, die Stadtwerke Göttingen AG und die Stadt Göttingen ihr gemeinsames Projekt zur Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für Göttingen vor. Zu der Veranstaltung in der Stadthalle waren rund 100 Gäste geladen. Die Veranstaltung umfasste eine moderierte Gesprächsrunde, an der Universitätspräsident Prof. Dr. Kurt von Figura, Oberbürgermeister Wolfgang Meyer sowie Stadtwerke-Vorstand Reinhard Kraft teilnahmen. Referate von Birgit Wild (Stadt Münster, "Klima-Hauptstadt Münster"), Dedo von Krosigk (Fa. E4-Consult, "Vorstellung der CO2-Bilanz Göttingen") und Stadtbaurat Thomas Dienberg ("Klimaschutzkonzept Göttingen: Vorgehen – Bedeutung – Zielsetzung").
5.8.09 Energieagentur als Baustein einer Klimaschutzstrategie" Referat des Geschäftsführers der "Klimaschutzagentur Region Hannover", Udo Sahling

2010
4.3.10 Paulinerkirche 11.00 Uhr Regionalgespräch des Nds. Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit "Klimaschutz in der Siedlungsentwicklung" u.a. mit Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Stadtbaurat Thomas Dienberg,
22.4.10 Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke 16.00 Uhr 57. öffentliche Sitzung des, Zi. 118, 1. OG., Neues Rathaus. Themen u.a.: Klimaschutzkonzept für Göttingen
27.4.10 Bau- und Umweltausschuss Ab 16.00 Uhr im Sitzungssaal 118 im Neuen Rathauses , Themen u.a.: Fachprogramm der Stadt im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes, Budgetbericht per 31. Dezember 2009, Jahresbericht 2009 des Umwelt- und Naturschutzzentrums (GUNZ).
19.-24. April 2010 Klimaschutz konkret im Rathaus: Kühlschränke ausstauschen Im Laufe der Jahre ist die Anzahl veralteter und größtenteils auch privat beschaffter Kühlschränke im Neuen Rathaus auf 104 Geräte angestiegen, die für einen CO2-Ausstoß von fast 15 Tonnen im Jahr sorgen. Durch das Energiereferat werden nun die 104 alten Kühlschränke entsorgt und gegen 47 neue, umweltfreundliche A++-Modelle ausgetauscht. Ergebnis: Nur noch an einigen zentralen Stellen werden im Neuen Rathaus künftig Kühlschränke vorgehalten. Dadurch werden über 80 Prozent der Emissionen vermieden.

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