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goettinger stadtinfo Proteste
gegen Krieg 2001 |
| Erklärung zur Besetzung des Wahlkreisbüros Trittin 15.11.01 Erklärung der BesetzerInnen: "Wir haben heute, am 15.11.01 um 12.15 Uhr das Büro der Grünen in Göttingen - Wahlkreisbüro Trittin - besetzt. Wir sind nicht länger bereit, die kriegstreibende Politik- auch der Grünen - einfach so hinzunehmen. Wir fordern daher die grünen Bundestagsabgeordneten auf, bei der morgigen Abstimmung gegen einen Kriegseinsatz der Bundeswehr zu stimmen! Wir erwarten, dass sich die Abgeordneten uns gegenüber entsprechend äußern. Es geht um Krieg!! Zur Erinnerung - denn scheinbar gibt es hier erschreckende Kenntnislücken - : Krieg bedeutet Elend, Hunger, Verarmung, Leid und Tod. Es gibt keinen sauberen oder humanitären Krieg, wie es die Medien suggerieren wollen. Angesichts der Ungeheuerlichkeit von Krieg soll tatsächlich der eigene Machtanspruch als sogar öffentlich formuliertes Argument dienen. Es geht nicht nur um die eigenen Machtpfründe der
einzelnen Abgeordneten, die ihren Arsch weiter im Boot der Regierung sehen wollen, auch
wenn dieses Boot mittlerweile ein Kriegsschiff ist. Es geht um die Vorherrschaft
Deutschlands in der EU und um neue Machtansprüche in der Welt. Deutschland nutzt hier
aktiv die Gelegenheit, in bekannt großherrlich deutscher - nationalistischer - Manier,
wieder Krieg zu führen. Es wird ja fast darum gebettelt, endlich wieder Krieg führen zu
dürfen. Es geht um machtpolitische und ökonomische Interessen! Generalinspektor Klaus
Naumann sagte vor einiger Zeit treffend, dass die Bundeswehr, zur Selbstverteidigung im
Kalten Krieg geschaffen, demnächst bspw. auch den deutschen Anspruch auf das arabische
Öl verteidigen wird - und zwar in der ganzen Welt. Mit der morgigen Abstimmung soll der
Regierung ein Blanko-Scheck für Bundeswehreinsätze weltweit ausgestellt werden. Die
parallel geführte Diskussion um ein Ermächtigungsgesetz, das das Parlament, nicht nur
wie jetzt durch die Vertrauensfrage unter Druck setzt, sondern als Entscheidungsträger
gleich ganz ausschaltet, ist die logische Konsequenz dieser Politik. Die Aussage des
Positionspapiers einiger Grüner vor drei Tagen ändert sich nicht durch die
Vertrauensfrage des Kanzlers: Der Krieg gegen Afghanistan bleibt politisch falsch. Die
ehemals als pazifistisch - antifaschistisch angetretene Partei der Grünen ist seit der
Machtübernahme von rot - grün jetzt für die ersten Kriegseinsätze in der BRD mit
verantwortlich. Im Kosovo - Krieg erdreisteten sie sich sogar, den Krieg dort als
antifaschistische Maßnahme zu verprämen, wie auch jetzt ein Feldzug Gut gegen Böse
stilisiert wird. Joschka Fischer: "...es geht darum, eine Weltordnung zu schaffen,
die Zonen der Ordnungslosigkeit ... nicht mehr zulässt." Die westlichen Zentren der
politischen Macht - dazu gehört auch die BRD - legen also die Ordnung fest und die
restliche Welt hat sich ihnen zu unterwerfen. |
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Steine in Glas und Farbe im Brunnen 9.10. 2001
Am Montag sprühte der Brunnen vor dem Bahnhof plötzlich mit rotem Wasser. Angeblich hat das eine Gruppe mit dem Namen "Gruppe gegen Gewalt" gemacht, anscheinend in Anspielung auf Stadtverwaltung und Polizei und deren Aktion "Gewaltfreie Region Göttingen" siehe Plakat im Bild unten: |
>> zum Anfang Demonstration in Göttingen
gegen Krieg 19.9.01
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Wertmüller (DGB) gegen
Antiamerikanismus 3.10.2001 |
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Bilder von Kampfeinheiten der Bundeswehr
angeblich in Afghanistan aufgenommen http://www.military-info.de/Bundeswehr/ksk.htm |