Goettinger
Stadtinfo Kunstverein
Ausstellung
"Possessions" Sofia Hultén 2006 |
Ausstellung
Philipp Messner "Unknown Again"
Ausstellungseröffnung 21 April 2012 17.00 Uhr Altes Rathaus Markt 9 ,Öffnungszeiten Di – So 11.00 bis 17.00 Uhr Kuratiert von Laura Schleussner VeranstalterInnentext: Begleitprogramm 29. April, 6. Mai und 13. Mai 2012 Kostenlose Führungen durch die Ausstellung an diesen Sonntage jeweils um 15.00 Uhr. Mit der Kunsthistorikerin Stephanie Fiedel Dienstag, 22. Mai 2012 NACHTCAFÉ 19.00 Uhr mit Philipp Messner und Dr. Sabine Hess Zum abendlichen Nachtcafé in der Ausstellung von Philipp Messner stellt sich der Künstler den Fragen der anwesenden Teilnehmer/innen. In einer Gesprächsrunde – in entspannter Atmosphäre und bei einem guten Trofpen Wein – bietet sich Ihnen unter der Moderation von Frau Dr. Sabine Hess (Professorin für Kulturantropologie Universität Göttingen) die Gelegenheit, Philipp Messner zu seinem künstlerischen Werdegang und zu den Inhalten seiner Kunst zu befragen. Eintritt 5 euro / 3 euro (Mitglieder) Freitag 01. Juni 2012 19.00 Uhr GEGENÜBER mit Anja Marrack In dieser Abendveranstaltung werden die Kunstwerke der Ausstellung von Philipp Messner im Rahmen einer thematischen Führung mit Klassikern der Kunst konfrontiert und bei einem guten Glas Sekt oder Wein mit den Teilnehmern diskutiert. Eintritt 5 euro / 3 euro (Mitglieder) KUNSTVERMITTLUNG Schulklassen aller Alterstufen, aber auch schon KiTas und Krippen bietet das Projekt KUNSTTRANSFER ein vielfältiges Kunstvermittlungsprogramm – von Ausstellungsbesuchen, thematischen Aktionstagen, Medienworkshops bis hin zu Ateliereinheiten. Zu jeder Ausstellung finden auch Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Studierende statt. . Für Informationen/Anmeldung wenden Sie sich bitte an Anja Marrack, Leitung Kunstvermittlung kunstvermittlung@kunstvereingoettingen.de Tel: 0551 / 54 18 46 (Di-Fr 10-15 Uhr) Tel: 0551 / 44 5 73 (Anrufbeantworter) |
Adventure,
Courage, Love and Friendship" Solo show Video/Installationen des japanischen Künstlerduos Mai Yamashita und Naoto Kobayashi. Ausstellung des Kunstvereins im Saal des Alten Rathauses. Die Videoprojekte der beiden Künstler entspringen "der selbst gestellten und bis ins letzte konsequent durchgeführten Aufgabe, das Leben nach eigenen Spielregeln angenehmer, aufregender und bedeutungsvoller zu gestalten." Wie ist ein Kunstwerk zu bewerten, bei dessen Anblick man kurz erstaunt stockt und dann herzhaft lacht oder zumindes vergnüglich kichert? Und wie ist eine Ausstellung zu bewerten bei der einem das gleich mehrfach passiert und die man Ende ein klein wenig leichter verlässt als man gekommen war? Überraschung
1: Das Künstlerduo hat in Japan mehrere Flaschen Minerawasser aus Deutschland
gekauft, ist mit diesen Flaschen nach Deutschland geflogen, zu der Mineralwasserfirma
in der Nähe von Fulda, ist an einem gottverlassenen Bahnhof ausgestiegen,
hat sich durch den Wald gequält um die Quelle zu finden, aus der das Mineralwasser
stammt und: ...... hat dort der Quelle das Mineralwasser das sich in den Flaschen
befand zurückgegeben ! Die Geschichte ist auf Video festgehalten worden. Überraschung 2: große Leinwand , kleine Ostseewellen spülen an Strand. Und da eine Nummer! Die Nummer reitet auf der Welle, 521. Was bedeutet das? Ah da kommt noch eine Welle, die hat auch eine Nummer die auf ihr reitet ... Aha 522 ... und dann 523 und 524 .
Und noch einmal eines ihrer Videos auf youtube : Das Zeichen für Unendlichkeit durch ein sehr lang andauerndes Laufen auf den Linien einer liegenden Acht im Gras eingraben. Weiteres auf der >>Homepage der beiden Ausstellungstext
des Kunstvereins |
Ausstellung des Künstlerduos Lotte Lindner & Till Steinbrenner 15. August-10.Oktober 2010 Eröffnung 15. August um 11:30 Uhr. "Lotte Lindner und Till Steinbrenner sind die Preisträger des New-York-Stipendiums für herausragende künstlerische Positionen 2009, das seit 2006 gemeinsam vom Land Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstifung vergeben wird. www.lindner-steinbrenner.com "Lotte Lindner, geboren 1971 und Till Steinbrenner, geboren 1967, leben und arbeiten in Hannover. Lotte Lindner und Till Steinbrenner arbeiten seit 2002 als Team zusammen. Ihre Arbeit hat sich von einem traditionellen Skulpturbegriff ausgehend über intensive performative Studien zu einer umfassend raum- und zeitbasierten Praxis entwickelt. Sie arbeiten heute crossover-medial mit Installationen, Video, Fotografie und Performance. Die Arbeiten von Lindner und Steinbrenner sind zudem stark ortsbezogen. Das umfasst nicht nur die architektonisch-räumliche sondern auch die inhaltliche Verortung und Vernetzung mit der Umgebung der Ausstellungsorte. Für den Kunstverein Göttingen und seine Räume im Alten Rathaus haben Lotte Lindner und Till Steinbrenner eine Ausstellung erarbeitet, die sich thematisch mit den Wechselwirkungen zwischen Macht, Angst und Freiheit auseinandersetzt und die der Beschreibung von Zuständen eine utopische Perspektive zugesellt. Hierbei werden mit architektonischen Körpern verschiedene Medien, unter anderem Videos und Fotografie und zu einer raumfüllenden und raumübergreifenden Installation vereinigt. Diese utopisch anmutende Istallation ist in Teilen auch eine kritische Bestandsaufnahme ihres Aufenthaltes in New York, einer Kapitale des Wohlstandes und der kommerziellen Macht, aber auch einer von Konkurrenz, Misstrauens und Angst geprägten Stadt. Lotte Lindner und Till Steinbrenner sind die Preisträger des New York-Stipendiums 2009, das seit 2006 gemeinsam vom Land Niedersachsen (MWK) und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergeben wird. Das Stipendium beinhaltet einen einjährigen Aufenthalt in New York, sowie zwei daran anschließende Ausstellungsprojekte in ausgewählten niedersächsischen Kulturinstitutionen, die von einem Katalog begleitet werden, der vom Land Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Göttingen und dem Oldenburger Kunstverein herausgegeben wird. Ebenso wie im Oldenburger Kunstverein, in dem Lotte Lindner und Till Steinbrenner vom 19. Juni bis zum 1. August 2010 unter dem Titel "We don´t trust you" ein völlig eigenständig konzipiertes Ausstellungsprojekt präsentierten, das auf die dort vorgefundene spezifische Raumsituation einging, reagieren sie mit ihrer Ausstellung in Göttingen auf die Herausforderung, die die Vielzahl und die Unterschiedlichkeit der Ausstellungsräume des Göttinger Rathauses ihnen bietet. " |
Sonntag, dem 20. Juni, Kunstverein Göttingen e.V. 11:30 Uhr (Text: Kunstverein) "Der in Berlin lebende isländische Künstler Egill Sæbjörnsson kombiniert Foto und Performance, Kurzfilm, Videoinstallation und live eingespielte Musik zu komplexen poetisch-narrativen Rauminstallationen, in denen er selbst Teil der Situation wird. Sæbjörnsson experimentiert, er probiert neue Formate aus und arbeitet dazu auch mit anderen Künstlern aus den Bereichen Theater und Musik zusammen. Im Werk Egill Sæbjörnssons ist Intermedia Programm, ein Experimentierfeld und Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem er sich leichtfüßig bewegt. Animation, Video-Projektion, Live-Musik, Sound, Zeichnungen und die Verwendung alltäglicher Gegenstände verbinden sich zu einer Darstellung im Raum, durch die Sæbjörnsson die Betrachtungsweise der Umgebung erforscht. Indem er verschiedene Realitätsebenen miteinander verschränkt, eröffnet der Künstler neue Blickwinkel auf scheinbar Vertrautes und zeigt - immer mit einem augenzwinkernden Blick -, dass unsere Weltsicht letztlich stets in der Projektion eigener Ideen besteht und vom jeweiligen Standpunkt abhängt. Als roter Faden im Schaffen Sæbjörnssons erscheint dabei neben der Musik, die fast immer integraler Bestandteil seiner Arbeiten ist, vor allem das Thema der Animation. Die Idee einer Belebung unbelebter Objekte verfolgt der Isländer dabei nicht nur in seinen filmischen Arbeiten, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes, wenn er durch Videoprojektionen banale Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs oder aus Pappe ausgeschnittene Formen manipuliert und zum Leben erweckt. Videoclip zweier belebter Pingpongbälle - einer Kombination von Videoprojektion und realen Eimern. Quietschende Pingpong-Bälle springen aus zwei Eimern. In den letzten Jahren wurde Egill Sæbjörnsson zu vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Institutionen und Galerien eingeladen, unter anderem in Deutschland, den USA, Norwegen und Island. Die Ausstellung im Kunstverein Göttingen wird dabei Werke der letzten zwei Jahre umfassen, und speziell für die Ausstellung im Kunstverein wird er neue Arbeiten schaffen, die sich einer Vielzahl unterschiedlicher Medien und Ausdrucksmittel bedienen und sich in einem fließenden Übergang zwischen Bildender Kunst und Musik bewegen. Egill Sæbjörnsson wurde 1973 in Reykjavík geboren. Er studierte am Icelandic College of Arts and Craft in Reykjavik und an der Université de Paris, St. Denis. In seiner Heimat ist der Künstler vor allem als Pop-Musiker bekannt und hat mehrere Alben veröffentlicht. Gemeinsam mit anderen Künstlern produzierte er eine Reihe Aufsehen erregender Musikvideos, die in der Folge nicht nur auf MTV und Viva zu sehen waren, sondern ebenso in Kunstinstitutionen und Ausstellungen gezeigt wurden. Später begann er, seine Musik mehr und mehr in Richtung Kunstproduktion zu entwickeln. Der Künstler lebt in Berlin und Reykjavik. Die Ausstellung im Kunstverein Göttingen ist seine erste größere Einzelausstellung in einem deutschen Kunstverein. Begleitend erscheint ein Katalog."
Egil
Saebjörnsson - Animating Ideas vom 20. Juni bis 1. August 2010 im Künstlerhaus,
Gotmarstr.1, |
Ausstellung
"offen" Rupprecht Matthies Ausstellungseröffnung:
Sonntag, 29. März 2009, 11.30 Uhr im Alten Rathaus Rupprecht Matthies ist ein Fanatiker des Wortes. Er findet Worte und Handschriften und verwandelt sie in "Skultpuren". Damit sie ihre Wirkung im sozialen Umfeld entfalten können, müssen sie entweder sehr groß, sehr viel, sehr überraschend platziert, besonders plastisch oder bunt sein. Zunächst dachte ich: "Was soll das, Worte auf Leinwände malen, Worte als Plastiken an die Decke hängen oder aussägen und an die Wand kleben - wo ist da die Spannung?" Ein längerer Aufenthalt während der Ausstellungsvorbereitung und Gespräche mit dem Künstler ließen nach und nach Einsichten über die Wirkung dieser Kunstproduktion entstehen. Das
Wort als eigenständiges Ding. Wenn das Wort seine gewohnten Zusammenhänge,
die Sätze, die Grammatik, den Text, das Buch, den sinnstiftenden Kontext usw.
verläßt und an unerwarteten Orten in ungewöhnlicher Erscheinungsweise präsentiert
wird dann werden soziale Prozesse rund um dieses Wort provoziert. Im mittleren Ausstellungsraum beginnt das Wort "Verzichten" als großes ausgesägtes gelbes Holzwort. Diese Skulptur stand schon auf Straßen, im Wendland und in einem Gefängnis. Dieses riesige Wort hätte eigentlich auf den Marktplatz gestellt werden sollen oder noch besser vor die gängelnden Sozialbehörden Göttingens. Auch große Worte in Metall und als Steinreliefs hat der Künstler schon hergestellt. So gesehen regt die Ausstellung auch Überlegungen zu Wort-orientierten politischen Aktionsformen an. Während der Befragung des Künstlers erinnerte ich mich, dass Worte als "Skulptur im Raum" bereits vielfach bestehen ohne dass sie als solche bewußt wahrgenommen werden. Z.B. ist im Innenhof des Göttinger Gerichtsgebäudes eine umlaufende ca. 2 Meter hohe Wand aus Plexiglas mit Worten oder Text installiert. An der Außenmauer des Musagebäudes ist metergroß das Wort Kunst hingemalt. Oder bei der aufdringlichen Werbung eines Geschäftes am Markt wurde ein Wort in Leuchtbuchstaben quer über die Rathausfassade gleiten lassen. Ein Raum war über und über mit Worten aus schwarzem Material behängt und belegt. Nur die Decke war frei geblieben. Der Künstler hatte es den Helfern überlassen, die Worte nach ihrem Gusto anzuordnen und so ergab es sich, dass eine Helferin versuchte mehrere Worte so zu platzieren, dass sie kurze Aussagen ergaben wie z.B. "Auto" und "Landunter". Der Künstler hatte ursprünglich das Wort aus Sinnzusammenhängen herausgelöst um es frei zu machen für seine Wirkung in einer sozialen Umgebung.
Viele Fragen blieben übrig, die für die Gespräche im "Nachtcafé" am 7. Mai geeignet wären: -
Die Ausstellung ist praktisch eine Werkschau, die Worte entfalten aber ihre Wirkung
doch gar nicht in Ausstellungsräumen sondern nur im öffentlichen Raum.
Oder welche Wirkung sollen sie in Ausstellungsräumen haben?
Öffnungszeiten / Eintrittspreise: Di.-Fr.: 14–18 Uhr , Sa./So.:11–17 Uhr Eintritt: 1,50 € / -,80 € - Nachtcafe,
Künstlergespräch mit Rupprecht Matthies: Do, den. 7.5.2009 um 19 Uhr
Text
Kunstverein: | |||||||||||
Ausstellung "Possessions" Sofia Hultén Der Göttinger Kunstvereins zeigt 8. Oktober bis 19. November 2006 die Ausstellung "Possessions" der schwedischen Künstlerin Sofia Hultén aus Berlin. Videoinstallationen, Fotoarbeiten und Objekte http://www.sofiahulten.de Bildhauerei Wie
kann man Bildhauerin sein und Videogeräte aufstellen? Genauso überraschend
kann man feststellen, dass es Architekten gibt, die sich mit der Gestaltung virtueller
Räume im Computer beschäftigen und die Navigation in diesen Räumen
zu ihrem Arbeitsschwerpunkt machen. Vitrinen - Objekte
Von den Objekten in den Vitrinen erschließt sich der Titel der Ausstellung: "Possessions" Possession
heißt "Besitz" , kann aber auch heissen "Besessenheit" und somit wird im
Titel der Ausstellung angedeutet, dass es um einen mehrfachen Bezug zu Dingen
geht. Man kann sie besitzen, sie können aber auch mit etwas besetzt oder
besessen sein , sie können etwas beinhalten. Schließlich können
auch Menschen von Dingen besessen sein. Dinge im Raum Video - Triptychon Drei parallel laufende Videogeräte mit Filmen in Endlosschleifen
Der
Zwischenraum zwischen Gehwegplatten kann mit Keilen gefüllt werden, Briefkästen
können mit Papptellern gefüllt werden; in den Sandhaufen einer Baustelle
kann weißes Material in einem Loch versteckt werden, Schläuche können
durch die Löcher von Gullideckeln gesteckt werden bis sie verschwunden sind. Erkennen im Zerstören Video Ein
Video im klassischen Stil der Prozeßkunst: Eine akustische Gitarre wird
zerstört. Die Künstlerin wird in einem weißen Raum gezeigt, sie
wirft die Gitarre an die Wand, tritt mit dem Fuß gegen die Teile, schießt
sie an die Wand, tritt darauf herum, zerbricht über dem Knie Teile usw. Nie sind wir dem inneren Wesen der Dinge näher als dann wenn wir sie erschaffen oder zerstören, dann befinden wir uns faktisch mitten in ihnen drin. Die Anschauung verbindet sich mit dem Gefühlten, es ist ein Begreifen im wahrsten Sinne des Wortes. Die Gitarre hatte
die Künstlerin vor der Videoaufzeichung auch selbst aus zerstörten Einzelteilen
zusammengebastelt, was sie als eine eher "privates" Vorgehen empfand. (Video Stills
dazu zu sehen beim Kunstverein) Fotografie und Text
Eine
Schublade mit Krimskrams legte die Künstlerin einer Detektei vor und bat
darum herauszufinden, wem die Schublade wohl gehöre. Man kam zu dem Urteil,
sie gehöre mit höchster Wahrscheinlichkeit einem Mann. "In ihren
Fotoarbeiten setzt die Künstlerin ins Bild, wie sichere Indizienketten zielsicher
zu falschen Schlüssen führen". Wie es dazu kam ist auf ausgehängten
Texten dazu festgehalten.
Daten zur Ausstellung und begleitende Veranstaltungen Ausstellungseröffnung:
8. Oktober, 11.30 Uhr Veranstaltungen:
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