Entstehung
der Theatergruppe "Schnurz"
1993
entsteht SchnurZ aus einer Aktivgruppe eines Stadtteilcafes in Göttingen. Nach
bescheidenem Start mit etwa 5 Mitgliedern, ist die Gruppe mittlerweile auf ca.
15 Mitglieder angewachsen. Mit "Anruf für den Weihnachtsmann" wird ein
erstes Projekt auf die Beine gestellt.
1994 folgt "Sherazades Fest",
ein von Udo Wilmering selbst verfaßtes Stück, ein orientalisches Märchen mit Motiven
aus 1001 Nacht.
1995 aus der Sparte Kleinkunst "Ich hab' das Fräulein
Helen baden seh'n!"
1996 eine Persiflage auf ein bekanntes Märchen der
Gebr. Grimm "Schneewitti"
 | Gruppenfoto der Theatergruppe
Schnurz |
1997 ab jetzt haben wir unser Domizil
in der Friedenskirchengemeinde auf dem Hagen. Zu dieser Zeit wird auch der Name
der Theatergruppe "SchnurZ" aus der Taufe gehoben, der bis heute seine
Gültigkeit hat.
1998 findet "Mit Pferd wäre das nicht passiert"
das bis dahin größte Projekt statt. Eine von Udo Wilmering verfaßte und auch inszenierte
Westernrevue mit viel Gesang und Showeinlagen.
1999 folgt ein Lustspiel von
Ephraim Kishon "Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht". Ein Stück
des Autors, in dem er in seiner ihm typischen Art über die Kunst, und Leute die
davon etwas zu verstehen glauben, herzieht.
2000 wird es kriminell. "10
kleine Negerlein", ein Kriminalstück von Agatha Christie wird auf die Bühne
gebracht. SchnurZ geht ans (ins) Netz. Die Mitgliederzahl ist mittlerweile auf
20 angestiegen.
2001 unsere erste Open-Air Aufführung auf der Burgruine Hardenberg,
...und wir lernen Theater. (Geschichte des Theaters)
2002 gehen wir in die
Historie. Wir begeben uns auf "Hexenjagd" Anno 1692. Ein Stück von Arthur
Miller wird einstudiert.
2003 Hexenjagd wird erfolgreich u.a. im Thop aufgeführt.
Schnurz wendet sich einem neuen Freund zu, Harvey.
2004 stehen die Aufführungen
des hintersinnigen Komödie "Mein Freund Harvey" von Mary Chase an. Premiere
am 27.02.
2004
Gastspiel
im ThOP: Mein Freund Harvey
Komödie in zwei Akten von Mary
Chase
Der ebenso skurrile, wie liebenswerte Elwood P. Dowd zeichnet sich durch
seine entwaffnende Gelassenheit und seine grenzenlose Höflichkeit aus. Nur allzu
gerne geht Elwood "einen lüpfen" - am liebsten in der Gesellschaft seines
Freundes Harvey. Bei Harvey handelt es sich jedoch um einen zwei Meter großen
weißen Hasen, der nur für Elwood sichtbar ist.
Seiner Schwester Veta-Louise
ist Harvey ein Dorn im Auge, zumal sie befürchtet, dass Elwoods Manie sämtliche
Bemühungen, ihre Tochter zu verheiraten, vereiteln könnte. Veta-Louises Versuche,
Elwood kurzerhand in ein Sanatorium zu stecken, scheitern jedoch kläglich. Aufgrund
einer Verwechselung wird sie zunächst einmal selbst dort eingewiesen. Harvey entpuppt
sich als ein Pooka, ein gütiges, manchmal zu Streichen aufgelegtes Geisterwesen.
Zwischenzeitlich gelingt es den "Beiden", sogar, auch noch andere von
der Existenz Harveys zu überzeugen.
Am Ende bleibt es Elwood selbst überlassen,
auf seine freundliche Art gemeinsam mit seinem "eingebildeten" Freund
das Durcheinander wieder in Ordnung zu bringen. "Ich habe 40 Jahre mit der
Realität gekämpft. Ich bin glücklich sagen zu können, dass ich sie schließlich
überwunden habe." (Elwood P. Dowd) Mary Chase erhielt für dieses unbeschwerte
Theaterstück den Pulitzer-Preis. Ihre Komödie ist ein Plädoyer für Toleranz und
gegen Oberflächlichkeit. "Mein Freund Harvey" wurde 1951 mit James Stewart
in der Hauptrolle verfilmt. Für die Rolle der intriganten Schwester Veta-Louise
erhielt Josephine Hull einen Oscar in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin".
Regie/Künstlerische Leitung: Udo Wilmering