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Tierschutz

Tierfreunde kämpfen in Göttingen für ein Kastrationsgebot für Katzen
Rettung der Wildkatze (nicht zu verwechseln mit verwilderter Hauskatze)
Grüne gegen Geflügelmastanlagen in Wollbrandshausen
Tierschutzbund kritisiert Primatenzentrum 22.6.01
Tierschutz und Fleischessen
     
Infostand am Marktplatz
Fischotterschutz
   
Infostand am Marktplatz
Zum Walfang
 
Infostand am Marktplat
Tierfriedhof in Göttingen
(Bilder, Sept. 2001)

>> BSE Forschung in Gö

Großes Mausohr im Maschmühlenweg gerettet

5.7.11 / (pm stadt gö) / Erstmalig in Deutschland ist in Göttingen die Umsiedlung der Fledermausart "Großes Mausohr" geglückt. 2008 wurde auf dem Gelände der sogenannten Treppchenhäuser das Vorkommen des Großen Mausohrs bekannt. Die weiblichen Tiere dieser streng geschützten Fledermausart ziehen im Sommerhalbjahr ihre Jungtiere in einem Gemeinschaftsquartier auf. Sind die Jungtiere Flügge geworden, zerstreut sich die Kolonie. Zum Schutz der Art gilt nach dem Naturschutzrecht ein generelles Störungsverbot. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Fachbehörde wurde eine Umsiedlungsstrategie entwickelt. Diese sah die Errichtung eines Ersatzquartiers unter Verwendung des alten, mit dem Heimatgeruch der Tiere behafteten Dachstuhls vor. Die Tiere wurden durch aufgezeichnete Originallaute auf dieses Quartier aufmerksam gemacht und so in den neu errichteten Dachstuhl gelockt. Einzelne Fledermäuse konnten schon im ersten Sommer im neuen Gebäude ihre Jungen aufziehen. Im zweiten Sommer hat sich nun aus dieser Keimzelle bereits eine Wochenstubenkolonie des Großen Mausohrs entwickelt, die mehr als die Hälfte der ursprünglichen Kopfzahl an Fledermaus-Müttern erreicht hat. Nach Auskunft des betreuenden Fachbiologen Karl Kugelschafter aus Lohra/Giessen ist damit Neuland betreten worden und erstmalig eine Umsiedlung dieser Fledermausart geglückt. Das Gebäude wird von der Göttinger Sport und Freizeit GmbH als Geräteschuppen genutzt. Gesamtkosten des Projekts einschließlich der Baukosten: Rund 50.000 Euro.


Foto: Stadt Göttingen / „Wochenstubenkolonie" Juni 2011 im neu gebauten Fledermausheim, wobei sich seit 2010 die Zahl erheblich vergrößert hat. Ausschnittsvergrößerung unten:

 

  goettinger stadtinfo 

Tierfreunde kämpfen in Göttingen für ein Kastrationsgebot für Katzen

28.2.11 / Die TierfreundInnen kamen als Katze geschminkt in die Ratssitzung, deponierten Stellwände und Infos am Eingang des Ratssaals und meldeten sich auch zur "Bürgerfragestunde" während der Ratssitzung zu Wort. Sowohl der neue Dezernent für Jugend, Schule und Ordnung, Lieske, als auch Vertreter der CDU Fraktion (Welskop) und der Grünen (Marie Kollenrott) waren um Gespräche am Rande der Sitzung bemüht, selbige hatten aber offensichtlich starke Differenzen bis hin zur Verägerung des Vorsitzenden im Umweltausschuß (Dr. Hans-Georg Scherer). Schließlich wurde beschlossen, es bei einem Appell zu an die KatzenbesitzerInnen zu belassen. Es folgte die dokumentierte Pressemitteilung:

"Einen dringenden Appell hat der Rat der Stadt während seiner Sitzung am Freitag, 25. Februar 2011, mit großer Mehrheit an die Göttinger Katzenbesitzer/innen gerichtet. Sie sollten ihre frei laufenden Tiere kastrieren oder sterilisieren sowie nach der Behandlung markieren und registrieren lassen. Die Zahl streunender Katzen haben in Göttingen wegen unkontrollierter Vermehrung in den vergangenen Jahren zugenommen, heißt es in der Resolution, die von den Fraktionen von Bündnis 90 / Die Grünen, der SPD, der FDP und der GöLinke getragen wurde. Diese Katzen seien nicht selten verwahrlost, in erbarmungswürdigem Zustand, litten unter Unterernährung und Krankheiten, die auf andere Katzen übertragen würden, könnten aber dennoch beständig Nachwuchs zeugen. „Damit zukünftig weniger Katzen hungern, verenden, getötet werden oder im Tierheim landen, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe: Lassen Sie Ihre Katze kastrieren!“, - so der Ratsappell wörtlich, mit dem die kommunalpolitische Behandlung eines Antrags der CDU – Fraktion zur „aktiven Eindämmung der Katzenpopulation“ zunächst beendet worden ist. Wie schon bei den Vorberatungen im Umweltausschuss folgte auch im Rat die große Mehrheit nicht dem Vorschlag der CDU – Fraktion, der eine städtischen Verordnung zur Kastrations- und Kennzeichnungspflicht zum Ziel hatte. Stattdessen sollten neben dem Appell an die Katzenbesitzer/innen andere pragmatische Ansätze zur Lösung des Problems im Kreis von Ordnungsverwaltung, Tierschutzverbänden, Göttinger Tierheim und Veterinäramt entwickelt werden, hieß es in der Aussprache am Freitag."

 

2011 Katzenkastrationen - Diskussionen und kein Ende
Tierschutzverein Friedland u.U. e.V. / B. Bruder Am Bühgraben 4 è 37133 Friedland 26.1.11 / Leserbrief

Seit fast einem Jahr wird das Thema Kastrationsgebot in Göttingen diskutiert, während bundesweit immer mehr Kommunen angesichts des drohenden Kollapses der Tierheime bereits handeln. (...) Und Göttingen? Hier dreht und windet man sich und während sich die Lage zuspitzt werden immer neue Informationen und Belege angefordert. Ratsmitglied Thielbörger versucht FDP-Politik auf dem Rücken der Tiere durchzusetzen und missbraucht dabei seine Position im Göttinger Tierschutzverein. Die Verhinderung weiterer Auflagen für die Bürgerinnen und Bürger - eine typische Position der Liberalen. Unterdessen sind alle Pflegestellen belegt, die Heime voll und jeder Katzenhalter hat seinen Bestand aus Mitleid und mangels Alternativen bis an die Schmerzgrenze aufgestockt. Finanziell am Ende besteht kaum noch Handlungsspielraum für die Katzenschützer. Die Veterinäre von Göttingen haben sich im Rahmen einer Unterschriftenliste den Forderungen der Tierschützer nach einem Kastrationsgebot entsprechend dem Paderborner Modell und damit dem der Politik vorliegenden Antrag angeschlossen, denn auch sie kämpfen tagtäglich gegen das Elend der Samtpfoten. Der Paderborner Ordnungsamtsleiter hat die rechtliche Verpflichtung der Kommune zu handeln und das Scheitern von Appellen aufgezeigt. Rechtsgutachten zur Umsetzung liegen vor. Zusätzliche Kosten entstehen für die Verwaltung nicht. Dennoch scheuen sich SPD und Grüne sich verantwortungslose Tierhalter in die Pflicht zu nehmen. Hier sollen Ehrenamtliche und Steuerzahler die Zeche zahlen. Abgesehen davon arbeiten die Tierschützer in einer rechtlichen Grauzone. Was tun, wenn auf einmal Nachbars Mieze bei einer Kastrationsaktion auf dem OP-Tisch landet, da keiner sie erkannte? Hier drohen den Katzenfreunden sogar Anzeigen. Dabei zieren sich eben diese Politiker nicht, bei Hundehaltern über Steuern und Strafen für unerlaubte Häufchen kräftig zu zulangen. Während auf Bundesebene die Grünen in Anträgen und Wahlprogrammen die Einführung eben jenes Gebotes fordern, war man in Göttingen bisher eher wankelmütig . Argumente gegen das Gebot wurden seitens der Grünen, der SPD und der FDP bisher nicht genannt, außer dem einen: es gibt in Göttingen keine Probleme, also auch kein Handlungsbedarf! Man wird nach einem Jahr der Diskussionen das Gefühl nicht los, dass es in Göttingen nicht um das Tier geht, sondern um das Abschieden von Verantwortung, allgemeine Parteipolitik und nicht zuletzt um lukrative Posten.

2010: Tierschutzverein Friedland zur Problematik "Katzenpopulation"

Es gibt seitens der Politik in Göttingen Überlegungen, ein Kastrationsgebot für freilaufende Katzen nach dem "Paderborner Modell" einzuführen. Das Thema wird bereits bundesweit diskutiert und auch der Deutsche Tierschutzbund startete im März erneut seine Kampagne. Der Umweltausschuss der Stadt Göttingen hatte am 27. April 2010 zu dem Thema geladen, um sich ein Bild von der Situation zu verschaffen.
Kreisveterinär Dr. Bernd Sieslack behauptete in einem Bericht, es gäbe in Göttingen kein Problem mit der unkontrollierten Vermehrung von Katzen (...). Seit vielen Jahren bemühen sich Vereine wie die Katzenhilfe und das Katzenhaus Luttertal sowie viele nicht organisierte Tierfreunde, das in allen Stadtteilen bekannte Problem der unkontrollierten Vermehrung und seine katastrophalen Folgen für die Tiere, wie Krankheit und Hunger, in den Griff zu bekommen. Dabei laufen sie stets der Entwicklung hinterher. Das Tierheim und das Katzenhaus sind chronisch überfüllt und verhängen jedes Jahr ein Aufnahmestopp. Bei der Katzenhilfe sind alle privaten Pflegestellen besetzt. Die Wirtschaftskrise hat die Situation nunmehr derart verschärft, dass die Tierfreunde mit dem Rücken zur Wand stehen und ihre Erfolge in der Vergangenheit von der aktuellen Entwicklung überholt werden. Sinkendes Spendenaufkommen stößt auf eine aus Kostengründen zunehmend nachlassende Kastrationsbereitschaft der Katzenbesitzer und vermehrt ausgesetzte Tiere - ein Spagat, der nicht mehr zu leisten ist. Hinzu kommt die Angst vieler Tierschützer, dass ihre Futterstellen geschlossen werden könnten, wenn die Öffentlichkeit davon erfahren würde. Diese Stellen sind aber von zentraler Bedeutung für die Kontrolle des Bestandes und die Fangaktionen. Nicht zuletzt bewegen sich die Tierschützer bei den Kastrationsaktionen auf dünnem Eis. Angefangen von den Betretungsrechten für Grundstücke mit Katzenproblemen bis zu nicht immer eindeutigen Eigentumsrechten reichen die Möglichkeiten, einer Strafanzeige ausgesetzt zu werden.
Über Jahre wurden die Stadt und der Kreisveterinär von ihrer Verpflichtung diesen Tieren gegenüber entbunden, zum großen Teil auch aus Unkenntnis. Es verwundert daher wenig, dass das Ordnungsamt der Stadt ahnungslos ist. Warum der Kreisveterinär das Problem leugnet, bleibt hingegen im Dunkeln. Fakt ist, dass einige seiner Kollegen in der Vergangenheit nicht schlecht daran verdient haben. Ein Kastrationsgebot oder eine Katzenschutzverordnung, wie sie andernorts heißt, würde zwar kurzfristig einen Boom in den Praxen auslösen, langfristig jedoch zu einer sinkenden Nachfrage führen. Auch ist davon auszugehen, dass das Veterinäramt vermehrt zum Einschreiten aufgerufen wird. Aus Gründen des Tierschutzes kann auf diese Interessen aber keine Rücksicht genommen werden. Die vielen ehrenamtlichen Tierschützer sind es leid, Versäumnisse der Politik auszubaden. Sie werden zukünftig die Kommune verstärkt an ihre Pflichten erinnern. Dies geschieht gewiss nicht zum Nulltarif. Es stellt sich die Frage, ob eine Kommune mit einer derart angespannten Haushaltslage die Gelder der Steuerzahler für die Nachlässigkeit von Tierhaltern ausgeben möchte und kann.

Tierschutzverein Friedland u. Umgebung e.V. c/o Bettina Bruder, tierschutzverein-friedland@web.de

 

Rettung der Wildkatze (nicht zu verwechseln mit verwilderter Hauskatze)

Eine gewöhnliche Hauskatze kennt und erkennt jeder. Doch was ist eine Wildkatze? Eine verwilderte Hauskatze? Und wie unterscheidet man eine Hauskatze von einer Wildkatze? Was viele nicht wissen: Es gibt sie noch, die echte Europäische Wildkatze (Felis silvestris). Und sie kommt sogar noch in Niedersachsen vor, allerdings ist sie vom Aussterben bedroht. Denn der Lebensraum der scheuen und zurückgezogen lebenden Art ist stark gefährdet. Wildkatzen brauchen einen möglichst strukturreichen Wald, der mit verschiedenen Laubbaumarten und unterschiedlich alten Bäumen ausgestattet ist. Doch den gibt es immer seltener in Deutschland. Größere Waldgebiete, wie der Harz mit seinem Vorland oder der Solling, sind von Felis silvestris besiedelt. Doch weit mehr als nur eine viel befahrene Autobahn liegt zwischen diesen Verbreitungsgebieten. Bundesstraßen und ICETrassen verhindern, dass die Katzen vom Harz in den Solling oder die Heide wandern können. Damit die Art langfristig überleben kann, sind solche Ausbreitungsmöglichkeiten aber notwendig. Der BUND setzt sich mit seinem Projekt "Leise Pfoten . Wilde Wege" im Rahmen der bundesweiten Kommunikationskampagne "Biotopvernetzung - Netze des Lebens" für den Erhalt dieser Tierart in Deutschland ein.

Veranstaltung dazu am 18.6.10 : Rettung der Wildkatzen - VHS, Bahnhofsallee 7, Raum 003/ 2,50 € /erm 1,50 €) 19.30 Uhr Veranstalter: BUND

>> www.wildkatze.info und >>www.bund-niedersachsen.de
Janina Philipp Projektkoordination Wildkatze BUND Landesverband Niedersachsen e.V. Goebenstraße 3a 30161 Hannover Tel.: (0511) 965 69-12 Mail: janina.philipp@nds.bund.net Internet: www.bund-niedersachsen.de

 

Grüne gegen Geflügelmastanlagen in Wollbrandshausen

pm 7.6.10 / "Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen wendet sich gegen den geplanten Bau einer Hühnermastanlage mit zwei Ställen mit jeweils ca. 40 000 Tieren in der Gemeinde Wollbrandshausen. Da es, zum Beispiel im Emsland, schon zu viele Hühnerfabriken gibt, versuchen sich jetzt die Produzenten in anderen Regionen niederzulassen, deshalb nun auch in der Region Südniedersachsen, erklärte der Sprecher des Grünen Kreisverbandes, Hans Georg Schwedhelm. Hinter den Bauern, die jetzt investieren, stehen große Hühnerfleischverarbeiter, die günstige Kredite gewähren und Abnahmegarantien für das Fleisch abgeben. Die Tiere werden in ca. 35 Tagen schlachtreif gemästet. Die Masthühner-Verordnung sieht vor, dass 25 Tiere auf einem qm gehalten werden dürfen, das bedeutet, daß jedes Tier eine Fläche 20.5 cm x 20,5 cm Platz hat. Die Tiere werden unter künstlichem Licht gehalten. Die Haltung von Tieren in solchen Anlagen ist nicht artgerecht und die Verbraucher wollen nicht so produziertes Fleisch essen. Durch den Bau einer ersten Hühnermastanlage besteht die Gefahr, daß weitere Landwirte die Hühnermast als eine Einnahmequelle ansehen und an einer Vielzahl von Orten jetzt neue Ställe entstehen. Das so produzierte Hühnerfleisch wird so aufgeteilt, dass das beliebte Brustfleisch überwiegend in Europa verzehrt wird und die „Hühnerfleischreste“ dann, durch staatliche Subventionen gestützt, nach Afrika exportiert werden und dort aufgrund der geringen Preise die eigene Landwirtschaft vernichten. Die Hühnerfabriken gelten als landwirtschaftliche Betriebe und sind deshalb als sogenannte privilegierte Baumaßnahmen im Außenbereich (§35 BauGB) zu genehmigen. Die Steuerungsmöglichkeiten der Gemeinden, Städte und Landkreise sind auf Grund der Privilegierung nicht gegeben. Aus unserer Sicht handelt es sich nicht um landwirtschaftliche Bauten, sondern um Tierfabriken, die in die Landschaft gesetzt werden, verdeutlichte Schwedhelm. Der Kreisvorstand begrüßt, daß die Grüne Kreistagsfraktion das Thema für den nächste Kreistagssitzung aufgegriffen hat, mit dem Ziel, den Gemeinden und Landkreises mehr Rechte einzuräumen."

Tierschutzbund kritisiert Primatenzentrum

22.06.2001 / Der Deutsche Tierschutzbund hat dem Deutschen Primatenzentrum - kurz DPZ - in Göttingen "gezielte Tierquälerei" vorgeworfen. Der Präsident des Schutzbundes, Wolfgang Apel, warf den Forschern gestern vor, schwangere Affenweibchen gezielt zu stressen und zu verängstigen. Neben einer völligen Verstörung des Muttertieres litten die Nachkommen unter Verhaltensstörungen und einer Behinderung ihrer Gehirnbildung. Entsprechende Forschungsreihen habe ein Mitarbeiter des DPZ auf der Jahrestagung der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft Anfang Juni präsentiert. Apel bezeichnete es als unfassbar, dass die Bundesrepublik Deutschland als Gesellschafter des DPZ derartige Versuche mitfinanziere. Der Deutsche Tierschutzbund fordert die sofortige Streichung der staatlichen Hilfe für das DPZ. >> Erweiterung des Primatenzentrums

 

Tierschutz und Fleischessen     

Infostand des "Menschen für Tierrechte e.V."  am 7. April 2001

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McDonalds-Filiale in der Weender Str. ,
Häuserfront mit Aufschrift,
"Fleisch ist Ermorden"

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Vegetarischer Burger
am Infostand "Menschen für Tierrechte"
am 7. April 2001

Aus dem am Infostand verteilten Faltblatt "Guten Appetit!" -
die Beigabe zu einem vegetarischen Burger - ohne Fleisch.

Wussten Sie schon, dass...

  • allen Ferkeln Ringelschwanz und Eckzähne und den männlichen Ferkeln zusätzlich die Hoden abgeschnitten werden ? Ohne Betäubung!
  • die männlichen Küken gleich nach dem Schlüpfen vergast oder lebendig zermahlen werden?
  • Puten- und Hühnerküken der hochsensible Schnabel abgebrannt oder abgeschnitten wird ? Ständige Schmerzen und Probleme bei der Nahrungsaufnahme sind die Folge.
  • die Federtiere gegen Ende der Mast meist mit entzündeten Gelenken, verkrüppelten Beinen und Rücken schmerz-geplagt in ihren Fäkalien kauern?
  • die Mutterschweine einzeln in sogenannten Kastenständen gerade mal liegen oder stehen können? Sie können sich um ihre Kinder nicht kümmern, denn nur ihre Zitzen sind für die Kleinen erreichbar. Mit ca. 10 Wochen werden die Ferkel in Mastbetriebe abtransportiert.
  • die Kälbchen gleich nach der Geburt ihren Müttern weggenommen, einzeln in enge Mastboxen gesteckt und mit BSE-verdächtigem ,,Milchaustauscher' gemästet werden? der für Kühe vorgeschriebene ,,Lebensraum" noch nicht einmal ein artgerechtes Hinlegen ermöglicht?
  • Millionen von ,,Masttieren", dazu gehören auch Kaninchen, schon während der Mast sterben und dem Stress und der Todesangst während des Transports zum Opfer fallen?
  • die Tiere in den Schlachthöfen häufig nur unzureichend betäubt und bei Bewusstsein aufgeschlitzt werden?

Dies geschieht im Auftrag der Verbraucher, die viel und billig Fleisch essen wollen!

Wir müssen aber auch wissen, welche Folgen der immense Fleischkonsum für Welthunger und Umweltzerstörung hat:

  • Etwa 7 kg (!) Getreide werden benötigt, um z.B. 1 kg (!) Rindfleisch zu erzeugen. Ein Drittel der globalen Getreideernte wird an sogenannte Nutztiere verfüttert, während jeden Tag 40.000 Menschen an Hunger sterben!
  • Allein ein Drittel aller deutschen Rinder wird mit Futter ver-sorgt, das aus Südamerika stammt. ,,Dort brennen die Regen-wälder und Savannen, weil sie Sojafeldern weichen müssen, die Kratifutter für deutsches Vieh liefern". (SPIEGEL 06/2001)
  • Heute bevölkern allein 1,3 Milliarden (!) Rinder die Erde. Ihr Lebendgewicht übertrifft das der gesamten Menschheit fast um das Dreifache! Ein einziges Mastrind verbraucht 600.000 Liter Wasser für den Anbau seines Futters. Und in einem Mastbetrieb mit 10.000 Tieren fallen an einem einzigen Tag 200.000 kg (!) Dung an, der die Böden verseucht!
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Können wir das wirklich verantworten?
Was können wir tun, um uns verantwortungsvoller und gesünder zu ernähren?

Wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit der vegetarischen Ernährung zu. Probieren Sie es doch einfach mal! Wir helfen Ihnen gern mit Rezepten und Infobroschüren.

Wenn Sie leider nicht auf Fleisch verzichten wollen, kaufen Sie doch bitte wenigstens Biofleisch

"Menschen für Tierrechte e.V."  Göttingen, Sertürner Str. 1a, 37085 Göttingen, Tel./Fax 5314530 - am 7. April 2001

 

Fischotterschutz

Im März 2001 gab es mehrfach einen Infostand der Aktion Fischotterschutz e.V. auf dem Marktplatz, wo ein Faltblatt verteilt wurde, das bereits ein Jahr alt war. Allerdings an einem aufwendigen Informationsstand. Nun ja es ist schon blöd, wenn die Fischotter in Fischreusen hängen bleiben und verenden, das sollte wirklich durch den Einsatz von Schutzgittern verhindert werden. Aber seltsam dieser professionelle Infostand - und im Vergleich dazu Infostände, die sich mit der Not von Menschen beschäftigen... - aber Fischotter sind wirklich herzallerliebste Tierchen - mal ehrlich jetzt.

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Infos aus dem Faltblatt: 

Die Aktion Fischotterschutz wurde 1979 ursprünglich ausschließlich zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Fischotters gegründet. Im Rahmen eines breitangelegten Forschungsprogramms werden u.a. Verhaltensweisen von Wildtieren, ökologiische Prozesse in Lebensräumen, ökonomische Perspektiven nachhaltiger Wirtschaftsweisen oder "pädagogische Möglichkeiten für Verhaltensänderungen von Menschen" untersucht. Diese Ergebnisse fließen ein in Projekte zur Biotopentwicklung, zu nachhaltigen Nutzungskonzepten, zur Naturschutzbildung oder zur Regionalentwicklung im Sinne der AGENDA 21.

1988 eröffnete die Aktion Fischotterschutz im niedersächsischen Hankensbüttel (Landkreis Gifhorn)  die Naturschutzbildungseinrichtung OTTER-ZENTRUM. Dort werden am Beispiel heimischer Marderarten Informationen über Lebensräume und zum Naturschutz vermittelt. Das OTTER-ZENTRUM zählt alljährlich rund 100.000 Besucher.

Der Verein und die ihm angegliederte Naturschutz GmbH beschäftigen über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; darunter auch Zivildienstleistende und TeilnehmerInnen am Freiwilligen Öklogischen Jahr. Die Aktion Fischotterschutz finanziert ihre Arbeit ohne institutionelle Förderung des Staates. Mitgliedsbeiträge ihrer über 7.500 Mitglieder, Spenden ihrer über 10.000 Förderer, Eintrittsgelder für den Besuch des OTTER-ZENTRUMs und Erträge aus Restaurant und "Otter-Shop" sowie Sponsoring-Kooperationen mit Unternehmen und Zuwendungen von Stiftungen bilden die wirtschaftliche Grundlage der Forschungs-, Biotopentwicklungs'- und Bildungsprojekte

Ihr direkter Draht zum Otter-Team Zentrale 9808-0
e-mail: Aktion.Fischotterschutz@t-online.de
Öffnungszeiten des Otter-Zentrums: 1.2. - Ende Winterzeit: 9.30 - 17.00 Uhr, Sommerzeit: 9.30-18.00 Uhr, Beginn Witerzeit 30.11.: 9.30 - 17.Uhr, 01.12. -31.01.: geschlossen

 

Proteste von Greenpeace gegen Walfang  

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Greenpeace-Youngsters hielten dieses Transparent 2001 zur Erinnerung an die notwendigen Maßnahmen am Markt hoch.
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und auch ein Jahr später am Sa. den 16.2.02 wieder