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goettinger stadtinfo Aktion
"Saubere Stadt"
Saubere
Stadt durch mehr Polizei?
Die ganze Aktion "Saubere Stadt" roch sowieso von anfang an danach, dass gleichzeitig eine Disziplinierung allgemeiner Art die Stimmung in Göttingen verändern sollte. "Leute mit Geld für Konsum finden bei Handel und Gastronomie ihr Angebot; Leute ohne Geld erscheinen hin und wieder als Störfaktoren, weil auch sie Raum in der Öffentlichkeit beanspruchen. Um mit Konflikten umzugehen, die entstehen, wenn die Lebenswirklichkeit von Armen oder anders auffälligen mit der Konsumwelt zusammentreffen, muß es andere Alternativen geben, als Polizei oder private Sicherheitsdienste. Wenn Behörden, Geschäftsleute und Initiativen und Bürger zusammenwirken, müßte es gelingen, sie zu finden und zu entwickeln."
Seit langem setzen wir uns für einen Treffpunkt für Drogenabhängige ein. Genauso fehlt im Winter eine Wärmestube für Obdachlose. Gäste mit wenig Geld, die keiner "Problemgruppe" angehören, würden sich über ein Café freuen, dessen Preise ihrem geringen Einkommen angepaßt sind." (Mittagstisch St. Michael)
Die Grünen erklärten gegen die Polizei-Stadt-Ideen im Mai 03 "Bunt und vielfältig muss unsere Innenstadt bleiben. Ein verstärktes Polizeiaufkommen macht die Innenstadt nicht attraktiver, im Gegenteil. Die "neue Sauberkeitskampagne" sei kleinkariert und wie die Grünen anmerken, kein Zeichen von "Weltoffenheit", welche der Oberbürgermeister im gleichen Atemzug für sich in Anspruch nehme. Man könne soziale Randgruppen und jugendliche Szenen nicht einfach aus der Stadt verbannen. Statt auf die betroffenen Menschen zuzugehen und die Straßensozialarbeit auszubauen, falle Danielowski nichts anderes ein, als mit Polizeigewalt "unerwünschte Personengruppen" zu verdrängen ..." Die Leitlinie "Sozialarbeit statt Polizei" vernachlässigt leider die oben angesprochenen Forderungen nach "Non-Profit-Zonen".
Aktion "Saubere Stadt 2003" der Stadtverwaltung Seit 28.2.03 läuft seitens der Stadtverwaltung eine große "kommunale Sauberkeits KampagneGleichzeitig wurde von Wolfgang Meyer in seiner Funktion als Ordnungsdezernent und Werksleiter der Stadtreinigung ein neuer Bußgeldkatalog "gegen Fehlverhalten" vorgestellt. Ab Mai 2003 soll "konsequent gegen unbelehrbare Schmutzfinken" vorgegangen werden, kündigten Danielowski und Meyer an." mit 25.000 sechsseitigen Flyern, auf Hunderten von Plakaten, Anzeigen in allen Medien, mit 3.000 Aufklebern, auf City Cards, durch einen Kinospot und auch mit einer öffentlichen Aktion am 21./22.3. mit Comedy und Live-Bands die allerdings mit einer Kritik-Aktion konfrontiert wurde. 200 Unternehmen, vor allem Innenstadt Händler, haben ihre Zustimmung signalisiert, wollen Plakate aushängen und Broschüren auslegen. Gleichzeitig wurde von Wolfgang Meyer in seiner Funktion als Ordnungsdezernent und Werksleiter der Stadtreinigung ein neuer Bußgeldkatalog "gegen Fehlverhalten" vorgestellt. Ab Mai 2003 soll "konsequent gegen unbelehrbare Schmutzfinken" vorgegangen werden, kündigten Danielowski und Meyer an.
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Dieses Vorgehen passt zu der bundesweiten Diskussion über neue Polizei- und Ordnungsstrategien im städtischen Bereich, die sich entweder an der Null-Toleranz-Strategie in Staedten wie New York oder der dem "Community Policing" des BKA orientieren. Der Präsident des BKA Kersten, sagte einmal zu diesem Thema: "dass es überall in den USA ein wesentliches Merkmal gemeindenaher Polizeiarbeit sei, Verwahrlosungserscheinungen in den Städten einen Riegel vorzuschieben, Verstösse gegen die öffentliche Ordnung zu ahnden und auch Kleinkriminalität konsequent zu verfolgen." Dazu gehört u.a. auch die konsequente Beseitigung aller Grafittis, die Bestrafung von kleinsten "Vergehen" und sogar das Fußballspielen mit Getränkedosen wird in diesem Diskussionszusammenhang immer wieder als eine Verwahrlosungstendenz abgesehen. (vgl. z.B. Presseerklärung des Bundeskriminalamtes zu dessen Strategien in den Städten)
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Presseerklärung
Linkspartei Ratsfraktion17.11.2005 "Seit
Jahren schafft es ProCity nicht, die Attraktivität der Geschäfte in
der Innenstadt zu steigern. Der City-Manager Christian Glantz und die Vorsitzende
von ProCity Sigrid Lüttge holen immer mehr "Geiz ist geil-" und
1-EURO-Billigramschläden in die Innenstadt und erklären den erfundenen
Parkplatzmangel zur Generalentschuldigung für eine völlig verfehlte
Politik ihrerseits. "Billig!" statt "qualitätsvoll und dabei
preiswert" ist das Motto. |