Goettinger
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Proteste gegen Bundeswehrwerbung am Arbeitsamt, in Schulen, an der Uni November
2010: Heeresmusikkorps 2 Kassel in der Stadthalle Göttingen Protestaktion am 16.11.10 vor der Göttinger Stadthalle
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Die
Rolle von Musik im Radio in Kriegen und Konfliktsituationen „The
Soundtrack of Conflict – The Role of Music in Radio Broadcasting in Wartime and
in Conflict Situations“ Internationale, interdisziplinre Tagung 15. bis 17. September
2011 an der Universität Göttingen Dabei werden zahlreiche Fallbeispiele vorgestellt,
zum Beispiel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, während der Apartheid in Südafrika,
des Bürgerkriegs in Sri Lanka und des Völkermords in Ruanda. Veranstaltungsort
ist das Tagungszentrum an der Historischen Sternwarte, Geismar Landstraße 11.
Tagung und Theaterprojekt sind öffentlich. Wegen des begrenzten Platzangebots
ist eine Anmeldung per E-Mail unter der Adresse mcs-info@uni-goettingen.de erforderlich.
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November 2010: Soldaten machen Musik in der Stadthalle Göttingen Die
Gruppe "Antimilitaristische Perspektive" schrieb dazu am 17.11.10: Zur
Ankündigung eines Militär-Musik-Abends in der Stadthalle Grüne
Jugend kritisiert Militärmusikauftritt Presseerklärung |
Februar 2009 : Wieder Militär in der Lokhalle und Proteste dagegen
21.2.09
/ Infos von einem Teilnehmer / 3 Fotos von Leser tdk /
Das Landgericht hatte vor kurzem festgestellt, dass die in Frage stehende Fläche auf der gegen Militärmusik protestiert wurde, nicht als "befriedet" im Sinne von umzäunt o.ä. angesehen werden könne. Folglich hätte dort ein Protest nicht als Hausfriedensbruch gewertet werden können. Als schlechter Verlierer reagierte die Lokhallenverwaltung darauf mit einer unsinnigen Maßnahme: sie stellte eine künstliche "Befriedung" in Form einer zusätzlichen Kette auf.
Dabei verlor die Lokhallenverwaltung allerdings den Blick für das Wesentliche. Denn dadurch wurde klargestellt, dass vor der Absperrung eine Demonstration erlaubt ist. Die Demonstration fand deshalb statt. Die Einschüchterungsversuche mittels Hausfriedensbruchs-Anklagen haben den Protest nicht verhindert. Eher wurde das Gegenteil bewirkt, denn diesesmal waren noch mehr Leute vor dem Lokhalleneingang als das letzte mal. Teilnehmer der Veranstaltung schätzten ungefähr 50 Personen hätten teilgenommen. Andererseits wäre die Zahl der Militärveranstaltungs-BesucherInnen . anscheinend zurückgegangen.
Zur Sicherung wurde nicht nur die Polizei auf Kosten der Allgemeinheit bemüht, sondern die stadteigene Lokhalle schützte Militär und Militärmusikfans auch mithilfe des Kasseler "Hilfssherifunternehmens" Protex . Auf der Protex Homepage heißt es "Menschenmengen, schreiende Fans...bringen uns nicht aus der Ruhe.(...) sorgen für Sicherheit, Ordnung und Übersicht und legen größten Wert auf einen respektvollen Umgang mit Ihren Gästen." Außerdem ist Protex im Bereich der Warenhausüberwachung besonders aktiv. Kurze Anmerkung: wann nimmt die Stadt endlich Einfluß auf die Lokhallenleitung und verhindert dort Militärveranstaltungen. |
Die
unhaltbare "Anklage wegen Hausfriedensbruch" 1.
Amtsgericht Göttingen, Anklage wegen Hausfriedensbruch Wann
liegt ein Hausfriedensbruch vor?
Im
Prozess erklärten alle Zeuginnen und Zeugen, dass der Beschuldigte die Lokhalle
nicht betreten hatte, sondern sich auf dem freien Platz vor der Lokhalle aufhielt.
Der Polizei genügte dann die Aufforderung "Schaffen Sie den weg"
der Lokhallenverwalterin, um tätig zu werden. Sie verlangte dies mit dem
Hinweis auf ihr Hausrecht und angeblichen Hausfriedensbruch. Die Polizeibeamten
verschwendeten in ihrer Folgsamkeint keinen Gedanken daran, ob überhaupt
die Voraussetzung "umfriedetes Besitztum" vorlag und ob die öffentlich
nicht begrenzte Fläche zum Besitztum der Lokhalle gehört, ob also überhaupt
die Voraussetzungen für einen "Hausfriedensbruch" bestehen. Anscheinend
orientierte sich die verantwortliche Polizeileitung nicht an der Frage, was rechtens
sei, sondern daran, welcher der Kontrahenten ihrem Gefühl nach zum schützenswerten
Teil der Gesellschaft gehört. Den Schutz der grundgesetzlich gesicherten
Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit scheint sie bei dieser Abwägung
nicht favorisiert zu haben. Es ist schon lächerlich, dass ein Demonstrant,
der seine Kritik mit Kreide an eine Wand schreibt, wo sie der nächste Regen
wegwischt, anschließend an Armen und Beinen gepackt vom Platz geschleppt
wird. goest-Kommentar
zur Entscheidung des Amtsgerichts / G. Schäfer 2.
Schließlich : Freispruch - denn kein Hausfriedensbruch auf öffentlichen
Flächen Klärung des Terrains Wem
gehört eigentlich die Lokhalle?
"Die Gesellschaft handelt nach wirtschaftlichen Grundsätzen und im Auftrag der Stadt (...) für diese Aufgabe ist ein gesonderte Dienstleistungsvertrag zwischen Stadt und Gesellschaft geschlossen worden." (Beteiligungsbericht 2007) . Die GWG "handelt im Auftrag der Stadt", deshalb sollte die Frage erlaubt sein, ob dieses Verhalten der Lokhallenleitung im Interesse der Stadt ist ! Kommentar
GWG-Aufsichtsratsmitglied Thorsten Wucherpfennig GöLinke Kommentar
von GWG-Aufsichtsratsmitglied Ben Schröter (FDP) |
Protestaktion gegen Heeresmusikkorps-Konzert November 2008 Stadthalle 19.11.08 / Das Militärorchester Heeresmusikkorps 2 spielte zugunsten von "Keiner soll einsam sein" und dann auch noch "Who wants to live forever?" von den Queens in einem neuen Arrangement von Andreas Alschinger! Nix gegen den Song aber dieser Titel in diesem Kontext, das ist Realsatire pur Nach einem gekürzten Bericht und mit den Fotos die der Redaktion von der Gruppe Antimilitaristische Perspektive (Göttingen) am 19.11.08 zugesandt wurden. Am
18.11. um 20 Uhr, protestierten in der Stadthalle etwa 20 AntimilitaristInnen
unter dem Motto "Bundeswehr wegtreten!" gegen eine Veranstaltung des Heeresmusikkorps
2. Die MusiksoldatInnen traten bereits zum 35. Mal auf Einladung des Göttinger
Tageblatts im Rahmen der Benefizaktion "keiner soll einsam sein" auf. (...)
In der Eingangshalle wurde auf Plakaten ein vom Heeresmusikkorps neu arrangiertes Lied der Gruppe Queen aufgegriffen: "Who wants to live forever?" Dieser Titel wurde mit Bildern von einem zerbombten Haus in Belgrad und einem Foto von der "Verabschiedung" zweier toter Bundeswehrsoldaten in Kabul kommentiert.
Beim Protest im Saal wurde es dann etwas lauter und unbequemer. Einige AntimilitaristInnen hatten sich Eintrittskarten besorgt und nutzten gleich das erste Musikstück ("Hymne und Triumphmarsch aus der Oper Aida"), um in der ersten Reihe auf die Stühle zu steigen und ein Transparent mit der Aufschrift "Spiel mir das Lied vom Tod" hoch zu halten. Sofort wurde gegen die Leute geboxt und am Transpi gezerrt, Gäste der zweiten Sitzreihe traten gegen die Stühle. Trotzdem konnte das Transpi für alle sichtbar gezeigt und antimilitaristische Sprüche gerufen werden. Einige BesucherInnen des Konzerts wurden zunehmend rabiat, aber nach einigen Minuten war die Aktion auch schon beendet. Worum es den AntimilitaristInnen ging, dürfte erreicht worden sein: Die Werbewirkung des Militäraufmarschs unter dem Denkmantel** der Nächstenliebe wurde beschädigt. " ** ("Denkmantel" ist möglicherweise nur falsch Deckmantel falsch geschrieben, aber ein tolles Wort, das wir uns merken!) |
| Protest
gegen Marschmusik mit dem Heeresmusikkorps in der Stadthalle 2002 Am Dienstag den 19.11.02 war gab das Heeresmusikkorps2 ein "Wohltätigkeitskonzert" in der Stadthalle U.a. mit einem Transparent auf dem stand "Mit Musik geht alles besser auch Bombenkrieg und Völkermord" wurde dagegen protestiert.
Aus dem Programm-Faltblatt der Veranstaltung
Gegen diese Veranstaltung protestierte das Anti-Kriegs-Bündnis mit Transparenten und Flugblättern vor dem Eingang der Stadthalle und im Foyer. Das eher ältere Publikum schlich schweigend oder auch leise schimpfend, nur in wenigen Ausnahmefällen beleidigend schimpfend an den Transparenten vorbei.
Musik-Programm
- satirische Assoziationen drängen sich geradezu auf:
Kommentar eines ehemaligen Musikers des Musikcorps 02.07.2003 " ich bin zufällig auf diese seite gestoßen und mußte zu meinem großen bedauern euren eintrag über den protest bei einem konzert des hmk 2 lesen. ich bin kein freund von globalisierung, amerikanern oder dem einsatz der bundeswehr im ausland. wenn man jedoch hierzu seine meinung kundtun möchte, so sollte dies nicht auf eine art betrieben werden bei der nur unbeteiligte in mitleidenschaft gezogen werden oder hat das musikkorps bzw. einer seiner gäste vielleicht schon mal jemanden in den krieg geschickt? das bezweifle ich. aber es ist natürlich auch viel einfacher ein konzert, ein öffentliches gelöbnis oder eine gedenkfeier zu stören als einen produktiven und vor allem objektiven beitrag an stellen zu leisten wo er auch ernst genommen wird. mit solch einer wie der oben genannten aktion wird sich der missmut gegen gruppen wie der euren nur verstärken. darüber solltet ihr euch mal gedanken machen. ohne gruß ehem. musiker hmk 9 "
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