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"Bürgerstiftung" (vermutlich auch für Bürgerinnen)

Bürgerstiftung Göttingen Robert-Koch-Str. 2, 37075 Gö Tel.: 54713-26 buergerstiftung-goe@gmx.de (neue mail seit 1.2.04)  Elke Lahmann (Geschäftsführerin)

Die Bürgerstiftung Göttingen ist aus der 'Stiftung Göttinger Tafel' hervorgegangen, die  Lebensmitteln an sozial Bedürftige verteilt. Im August 2000 wurde eine Stiftung mit weitergehenden Zielen offiziell genehmigt. Es soll um die Ermunterung zu demokratischen Verhalten und sozialem Engagement gehen. Die Stiftung unterstützt Maßnahmen und Projekte, die der Hilfe für Bedürftige oder der Integration von gesellschaftlichen Randgruppen dienen. Der Schwerpunkt der Projektaktivität liegt auf den Bereichen Jugend, Soziales und Umwelt.

a) Preis 'Göttingen Courage' an Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe zwischen 10-18 Jahren aus Stadt und Landkreis Göttingen für couragiertes Verhalten bei Gewaltübergriffen.  3 x 500 Euro
b) 'Ella-Bülow-Umweltpreis für Kinder und Jugendliche' (Altersgruppe zwischen 4-21 Jahren) für Beiträge zum Umwelt- und Naturschutz.
c) Projekt 'Zeit für ein Kind': Es geht darum Kinder mit Erwachsenen in Kontakt zu bringen, die sich die Zeit nehmen, um mit den Kindern zu spielen oder sie mit Rat und Tat zu begleiten
d) KIWI (kindgemäße Wissenschaftspräsentation) erstes Ergebnis ist der Göttinger Planetenweg

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BürgerInnen-Stiftung-Preis für "Zivilcourage"
Es sollen "herausragende Beispiele von außergewöhnlich verantwortungsvollem und couragiertem Verhalten Jugendlicher für die Allgemeinheit honoriert werden". Hierbei könnte das couragierte Verhalten thematisiert werden, das nötig ist, die Zukunft der Menschheit vor endlos strahlenden Radioaktivitätslagern zu bewahren, hier ist Courage erforderlich angesichts der Demonstrationsverbote und Einschüchterungsversuche der Behörden als Handlanger der Atomlobby. Auch der couragierte Einsatz für Menschen die aus Not aus ihrer Heimat geflüchtet sind und nun wieder aus Göttigen abgeschoben werden sollen könnte ein preiswürdiges Verhalten sein. Hoffen wir, dass die Jury sich nicht allein auf die Ideologie der "polizeilichen Prävention" einläßt, wenn es um die Preisverleihung geht.
"Zivilcourage soll wieder an Ansehen gewinnen und zur Selbstverständlichkeit werden. Es soll Mut gemacht werden, sich einzusetzen für andere, für eine gute Idee und gegen soziale Ungerechtigkeiten. Jeder einzelne Bürger soll für Zivilcourage sensibilisiert werden. Die Bürgerstiftung Göttingen möchte dazu anstiften, Zivilcourage zu zeigen. Im Rahmen der Stadt-Kampagne für mehr Zivilcourage "Mut tut gut" verleiht die Bürgerstiftung dieses Jahr erstmals einen Jugendpreis für Zivilcourage: 'Göttingen Courage'. Geplant ist eine jährliche Preisvergabe."

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Jugendpreise 2003

Am 22.11.03 wurden zweiJugendpreise der Bürgerstiftung vergeben:
Preis 'Göttingen Courage' an Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe zwischen 10-18 Jahren aus Stadt und Landkreis Göttingen für couragiertes Verhalten bei Gewaltübergriffen und Zivilcourage im allgemeinen.
'Ella-Bülow-Umweltpreis für Kinder und Jugendliche' (Altersgruppe zwischen 4-21 Jahren) für Beiträge zum Umwelt- und Naturschutz.> Ella-Büllow-Preis

Preisverleihungen am 22.11.2003 im Alten Rathaus

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Die Eingangshalle im Alten Rathaus während der Preisverleihung, die Jugendlichen, die Eltern, Mitglieder der Stiftung und Gäste.

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Bild links: Peter Cordes, 1. Vorsitzender der Bürgerstiftung, Bild rechts: Bürgermeister Gerhardy bei ihren Ansprachen. Gerhardy sprach zu Herrn Ungerer gewandt auf den "Courage"-Preis anspielend "Nun er ist - aber das kann man nicht sagen so etwas wie die Mutter Courage, man könnte ihn aber vielleicht Vater Courage nennen."

Plakatieren gegen den Krieg - gelobt

Zu zwei der Preisträgerinnen gab es eine wunderliche Vorgeschichte. Die beiden hatten engagiert Plakate gegen den Krieg verklebt - und zwar überall. Sie hatten wohl von den Auseinandersetzung ums verbotene Platkatieren nichts mitbekommen. Ein ruppiger Sicherheitsbeamter der Uni am Wilhelmsplatz hielt sie dann fest, nahm ihnen ihr Arbeitsmaterial ab, beschuldigte sie gar, für "Hintermänner" aktiv gewesen zu sein und wollte dafür sorgen, dass die Eltern wegen Sachbeschädigung haftbar gemacht würden. Später entschuldigte sich Uni-Präsident Kern für seinen Sicherheitsbeauftragten, die Plakataktion war für eine gute Sache gewesen. Für ihr Engagement bekamen sie nun einen "Couragepreis" . (Das Foto der Preisträgerinnen wurde gelöscht)

Im Folgenden einige Bilder von Jugendlichen, die den Bülow-Preis und den Courage-Preis erhielten.

 

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Bild oben: Verleihung des Courage-Preises an eine Gruppe (Schulklasse) der IGS, die durch ihre Unterstützungsaktionen dazu beigetragen hatte, dass der Familie Mutanda aus dem Kongo Bleiberecht zugebilligt wurde.
Bild unten: Das Ehepaar Mutanda mit Kindern, die Frau kämpfte während der Preisverleihung mit den Tränen.

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jugendpreise05.JPG (16384 Byte)Svenja Müller, bereits mehrfach geehrt und durch Medienberichte bekannt geworden, hatte einen Menschen vor dem Ertrinken in einem Fluß gerettet und ihn dabei aus 4 Meter Tiefe hochgeholt, im Bild Helmhard Unger bei der Laudatio.
Umweltminister Juettner und Saskia von der IGS, die mit unglaublicher Zähigkeit die Einführung eines  umweltfreundlichen Blockheizwerks  an der Schule durchgesetzt hatte. Jüttner: ich habe ihre Zähigkeit kennengelernt, solches Engagement kann Berge versetzen. Selbst bei der Preisvergabe machte Svenia gleich Marketing für diese Technik und forderte die SchülerInnen auf das auch an ihrer Schule einzuführen, sie könne ihnen dabei helfen.jugendpreise06.JPG (9221 Byte)

 

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Diese Schülerinnen und Schüler hier haben einfach dafür gesorgt, dass alte Autobatterien zum Recyclen in die entsprechende Firma kommen - nachdem die Darstellung allzu bescheiden ausfiel meinte Jüttener "Man sollte in aller Bescheidenheit aber hinzufügen: es waren 1,3 Tonnen".

Zwei Schülerinnen haben sich intensiv um das Überleben der Igel gekümmert und gaben allen gleich gute Ratschläge: einfach ein wenig Laub im Garten für die Igel übrig lassen.jugendpreise08.JPG (11374 Byte)

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Diese Kindergruppe von der Kita Bürgerstraße hat in einer Malaktion ihre Fantasien darüber festgehalten "Wie stelle ich mir schöne Natur vor"

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LeinebergschülerInnen haben Altpapier zum weiteren Gebrauch aufbereitet.

Den Sonderpreis Medien bekam diese Dreiergruppe für eine Radiosendung zum Stadtteilauto

Martin Köhler, Tilman Curdt und Rosa Elena Polter.

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jugendpreise01.JPG (14036 Byte)Hier werden zwei Schülerinnen von Umweltminister Juettner  ausgezeichnet, die sich mit Müllbeseitigung im Wald beschäftigt hatten.
Diese Schülerin war auf dem Schulweg morgens im Park auf einen Rollstuhlfahrer aufmerksam geworden, der umgefallen war und sich nicht aus eigener Hilfe aufrichten konnte. Während andere Passanten vorbeigingen schaffte sie es mit erheblichen Mühen den Rollifahrer aufzurichten und bis zur weiteren Versorgung zu begleiten. Die Entschuldigung für ihr Zuspätkommen wurde ihr in der Schule zunächst nicht geglaubt, nun erhielt sie eine Belobigung.jugendpreise02.JPG (8222 Byte)
Lisamarie Arendt

Einige fehlen hier, z.B. Jessica Kirchner, die an ihrer Schule für das Schlichten von Streitigkeiten bekannt ist, die Jugendlichen, die eine Wildbienenstation aufbauten, die Friedländer SchülerInnen für die Betreuung einer Streuobstwiese. Eine Gruppe hat ein Vogelhausprojekt am Kehr durchgeführt ".. das haben wir dann so gemacht, dass sich kein Tier dran verletzen kann..." - Sorry es waren so viele - man kam mit dem Fotografieren nicht nach :-)

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