goettinger stadtinfo 
 Texte und Bilder © Impressum

Umwelt

Biogas-Anlagen / Agro-Energie-Anlagen sind eine energiepolitische Sackgasse
Gegen Gipsabbau in Walkenried 29.7.02
Umweltpreis Ella-Bülow    Verleihung für 2003
Göttinger BioBauern zu Nitrofen


> Klimaschutz
> Feinstaub
> Ozon
> Umweltzentrum GUNZ
> Gentechnik
> Greenpeace
> Energieversorgung / Klimapolitik lokal
> Bioenergiedorf Jühnde
> Dioxine in Guarkenmehl / Nitrofen in Eiern
> Bl Freunde des Göttinger Südens
> Leine vergiftet Sept. 03
> ISCOGelände mit Lösungsmitteln kontaminiert
(Seit Jahren)
> Ozonwerte in Göttingen und ihre Messung
> Lufbelastung durch Feinstaub, Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid

 

 

 

Die Nutzung von Streusalz ist in Göttingen generell verboten.

"Der Rat hat dieses Verbot nicht erlassen, weil er Bürger schikanieren will, sondern weil Streusalz deutlich mehr Schaden anrichtet, als beispielsweise abstumpfende Streumittel wie Sand und Split, die nicht weniger wirksam sind", erläutert Holefleisch. Die Natrium- und Chlorid-Ionen der Salzlösung schaden dem Boden, den Straßenbäumen, der Vegetation, dem Grundwasser. Obendrein zerfressen sie die Pfoten von Hunden und fördern die Korrosion an Fahrrädern und Autos. "Ich frage mich, warum das Zeug in Göttingen auch in diesem Winter wieder tonnenweise in den Regalen auftaucht und offenbar auch gekauft wird, wenn niemand es verwenden darf", bemängelt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Marie Kollenrott. Die Göttinger Einzelhändler fordert sie daher auf, den Verkauf von Streusalz vollständig einzustellen oder zumindest durch eine entsprechende Ausschilderung auf das in Göttingen bestehende generelle Streusalzverbot ausdrücklich hinzuweisen. "Es ist völlig inakzeptabel, dass die Stadtverwaltung bei Verstößen gegen das Streusalzverbot immer noch beide Augen zudrückt", erklärt Kollenrott. Die GRÜNEN fordern die Verwaltung auf, den bestehenden Bußgeldkatalog für Verstöße gegen das Streusalzverbot auch anzuwenden, bei größeren Firmen und Wohnungsgesellschaften sofort und bei Privathaushalten spätestens im Wiederholungsfall. (Pressemitteilung der Grünen, 30.11.10)

 

Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren richtig entsorgen

28.10.09 / Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gehören weder in den Restmüll noch zum Altglas. Der einzig richtige Entsorgungspfad ist die getrennte Erfassung und Entsorgung als gefährlicher Abfall.Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilberoxid, das bei unvernünftiger Entsorgung in Form von Quecksilberdampf in die Atmosphäre gelangen kann.

Im alltäglichen Gebrauch dagegen sind die Lampen völlig unproblematisch und aus Umweltgesichts-punkten wie auch unter Berücksichtigung der Lichtausbeute, des Verbrauchs und der Lebensdauer, eindeutig positiv zu bewerten. Defekte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren können über verschiedene, dezentrale und damit stadtweit angesiedelte Annahmestellen richtig entsorgt werden: Über die Schadstoff-Annahmestelle auf dem Recyclinghof der Göttinger Entsorgungsbetriebe in der Rudolf-Wissell-Straße 5 im nordöstlichen Groner Industriegebiet - geöffnet Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 17 Uhr und Freitags zwischen 8 und 14 Uhr - und zu den üblichen Öffnungszeiten über ausgesuchte Schadstoff-Sammelstellen im Göttinger Fachhandel.
Private Anlieferungen können sowohl über den Recyclinghof als auch über den Fachhandel erfolgen. Für gewerbliche Anlieferungen ist ausschließlich der Recyclinghof die richtige Abgabestelle.
Alle Anlieferungen zu den Sammelstellen sind für Privatleute wie für Gewerbetreibende kostenfrei. Nachfolgende Fachgeschäfte kooperieren mit den Göttinger Entsorgungsbetrieben als Sammelstelle für defekte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren: Lichtstudio Kerl, beide Gemog-Geschäfte, Albrecht und Jacobsen, Elektro Pröger, Elektro Voss, Elektro Engelhardt und Herkules., Karstadt Warenhaus, Möbel Jaeger, Pro Markt und Saturn.
Weitere Infos Göttinger Entsorgungsbetriebe www.geb-goettingen.de , Telefon-Servicenummer 400 5 400 ".

 

Ella Bülow

ella_buelow2.JPG (3904 Byte)
Ella Bülow war von 1972 bis 1986 Naturschutzbeauftragte der Stadt Göttingen. Auf ihre Initiative hin gründete sich vor 20 Jahren die BUND -Kreisgruppe Göttingen, außerdem gehörte sie neun Jahre lang dem BUND- Landesvorstand an. Zehn Jahre lang saß sie als Beigeordnete im Umwelt- ausschuß der Stadt Göttingen 1996 wurde sie mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet. Ihr Motto: "Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen."

Umweltpreis

Die Bürgerstiftung verleiht den 'Ella- Bülow- Umweltpreis für Kinder und Jugendliche' (Altersgruppe zwischen 4-21 Jahren) aus Stadt und Landkreis Göttingen für Beiträge zum Umwelt- und Naturschutz. Die Preise sind mit jeweils 1000 Mark dotiert und sollen jährlich vergeben werden. Die Projekte aller Teilnehmer, werden in einer Ausstellung vorgestellt. Der "Ella - Bülow - Umweltpreis" wurde in der Vergangenheit z.B. vergeben an:

  • *Naturkindergarten Ulmenstraße in Rosdorf für die Anlage eines Schneckengartens
  • *die Klasse 3a der Göttinger Höltyschule für die Anlage einer Kräuterspirale.
  • *die 10a der Gauß-Hauptschule in Groß Schneen für ein langes Projekt zum Bau der geplanten Autobahn 38 mit  "Umweltverträglichkeitsprüfung" und "Raumordnungsverfahren"
  • *Maximilian Welk und Laura Lerch vom Theodor-Heuß-Gymnasium Gewässeruntersuchungen der Nieme.
  • *den elfjährigen Wolf Schneider aus Nikolausberg. Mit neun Jahren gründete er das (S.A.U.).   = "Schweine - Artenschutz - Unternehmen"

Öl im Leinekanal

16.12.05 "Aus einem bei Bauarbeiten auf einem Firmengelände eingesetzten Krahn sind heute Morgen gegen 10.00 Uhr rund 100 Liter Hydrauliköl ausgelaufen. Über einen Abfluss gelangte das Öl zunächst in einen Oberflächenwasserkanal und von dort in den Leinekanal. Ein Passant bemerkte den dicken Ölfilm auf dem Gewässer und alarmierte die Polizei. Nach bisherigen Ermittlungen der "Technischen Ermittlungsgruppe Umweltschutz" der Polizeidirektion Göttingen aus Hildesheim wird ein Defekt an der Hydraulikleitung als Ursache vermutet. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen den 31 Jahre alten Krahnfahrer wegen Gewässerverunreinigung eingeleitet. Durch die Berufsfeuerwehr wurden drei Ölsperren auf dem Leinekanal ausgelegt. Die Untere Wasserbehörde war ebenfalls vor Ort." (Pressemitteilung Polizei Göttingen)
Was wir selbst sehen konnten: Das Öl wanderte trotz Sperren bis zur Brücke an der Goetheallee. Dort wurden um 17 Uhr erneut Ölsperren von der Feuerwehr im Wasser angebracht. Das sich ansammelnde Öl wurde dann mit chemischen Bindemitteln bestreut. In den Sperren selbst sind auch solche Bindemittel enthalten.

 

Gegen Gipsabbau am Röseberg Juli 02

Keine Neuen Ruinen in Walkenried!

28.7.02 / Die Aktion gegen den geplanten Gipsabbau am Röseberg bei Walkenried (Südharz). den die Grünen zusammen mit den Naturfreunden Niedersachsen e.V. durchgeführt hatten fand Beachtung in den Medien. Während der symbolischen Besetzung (als praktisch KEINE Besetzung) hatten die Grünen in den Ruinen der naheliegenden Klosterkirche von Walkenried eine riesige Plakatwand aufgebaut: "Keine Neuen Ruinen -Gipskarst am Röseberg erhalten"Im Rahmen der Aktion wurde das Gespräch mit Walkenrieder BürgerInnen und Touristen gesucht.

walkenried.JPG (22527 Byte)

An der naturkundlichen Führung nahmen ca. 30 Menschen teil, darunter auch Vertreter des Konzerns BPB Formula, der den Gipsabbau betreiben will. Die von der Landesregierung geplante Ausweisung des Röseberges als "Vorrranggebiet für Rohstoffgewinnung" wäre ein schwerer Fehler, erklärte der Göttinger Stefan Wenzel (für die Grünen im Landtag) anläßlich der Aktion. Zerstört würde nicht nur ein einzigartiges Gipskarstgebiet, sondern auch die langfristige touristische Perspektive von Walkenried mit seinen wunderschönen Klosteranlagen und den Ruinen einer imposanten Klosterkirche. Auch ohne den Röseberg habe BPB Formula noch gültige Abbaurechte für 17 Jahre, so Wenzel. Zudem ließe sich Naturgips heute zu 99% durch Industriegips ersetzen. Diese Alternativen müßten im gesamten Südharz vorangetrieben werden. Dann sei eine Koexistenz von Gipswerken und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen im Tourismus möglich