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China / Göttingen - Nanjin

Kooperationsvertrag Nanjing - Menschenrechtsverletzungen ignoriert
China-Woche 6.7.-9.7.10
Nanjing Partnerstadt Göttingens
Verbindungen Göttingen - China
Wirtschaftsmacht China / Vortrag Weggel

>> Billiglöhne, Selbstmorde, Streiks in China

Leitartikel
Demokratie, Pressefreiheit, Menschenrechte, Wissenschaftsspionage, keine Themen

Kooperationsvertrag mit Nanjing/Qixia - Menschenrechtsverletzungen ignoriert

Gesellschaft für bedrohte Völker: Göttingen ignoriert Menschenrechtsverletzungen inNanjing
22.10.10 PM GfbV // GfbV-Asienreferent Ulrich Delius kritisierte, dass die Menschenrechtsfragen beim Kontakt mit Nnjing völlig ausgeklammert worden sind: "Als Universitätsstadt und Heimat der Göttinger Sieben hätte es der Stadt an der Leine gut angestanden, sich konkret für die Freilassung inhaftierter Universitätsdozenten, Schriftsteller und Journalisten in Nanjing einzusetzen."(...) Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass das Ausland mit immer neuen Impulsen die Demokratisierung in China fördert. (..). Mehrere Mitglieder des von Xiaobo früher geleiteten Unabhängigen PEN- Zentrums sind in Göttingens Partnerstadt als politische Gefangene in Haft, darunter auch der Schriftsteller Yang Tongyan. (...) Wie Liu Xiaobo wird auch ihm vorgeworfen, mit seinen Schriften zur Demokratisierung die "Staatssicherheit" zu gefährden. Einsetzen sollte sich Göttingen auch für die Freilassung von Guo Quan. Der ehemalige Literaturprofessor der Universität Nanjing war zunächst zum Sachbearbeiter degradiert worden und 2009 schließlich zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Sein einziges Verbrechen ist es, in Briefen an die Staatsführung und in Veröffentlichungen mehr Rechtsstaatlichkeit und Demokratie eingefordert zu haben."

Kooperation mit Nanjing / Qixia ist unterzeichnet Göttingen 25. Oktober 2010
25.10.10 PM Stadt Gö // OB Wolfgang Meyer und sein chinesischer Amtskollege Liang Jiancai haben die Urkunden am 23. Oktober 2010 unterschrieben. Vorangegangen war eine Gesprächsrunde, an der auch der zuständige Parteisekretär Zang Zhengjin und Vizebürgermeister Xing Zhengjun teilgenommen haben. Meyer wurde von der Vorsitzenden des Göttinger Partnerschaftsvereins Katharina Lankeit und dem städtischen Partnerschaftsreferenten Joachim Sterr begleitet. Die geplante Zusammenarbeit beinhaltet den Schüler- und Studierendenaustausch, die Vermittlung von Praktika sowie eine Förderung der Hochschulkooperation, die kommunale Unterstützung von Wirtschaftskontakten sowie Begegnungen in den Bereichen Kultur, Sport und Tourismus. Ansprechpartner für die Kooperation sind auf chinesischer Seite die Bezirksverwaltung Qixia und das Büro für auswärtige Angelegenheiten der Stadt Nanjing. Meyer nutzte den Aufenthalt auch zu Besuchen von Industriebetrieben, u.a. Niederlassungen deutscher Unternehmen, sowie der Nanjing – Universität.

Juli 2010 / Das Memorandum zur Aufnahme von Kooperationsbeziehungen der Stadt Göttingen mit dem Distrikt Qixia in der chinesischen Metropole Nanjing war am Mittwoch, 7. Juli 2010, im Alten Rathaus der Stadt Göttingen unterschrieben worden. in Anwesenheit des zur Unterzeichnung bevollmächtigten Vizedirektors der Verwaltungskommission der Xianlin University City, Hou Chuanguo. Das Memorandum regelt Fragen der Zusammenarbeit z. B. in den Bereichen Sport und Kultur, beim Austausch von Schülern und Praktikanten, bei der Förderung der Kooperation zwischen den Universitäten sowie der Anbahnung von Wirtschaftskontakten. Qixia mit seinen rund 600.000 Einwohnern gilt als das Wissenschafts- und Technologiezentrum Nanjings. Dort wird auch der neue Campus der Universität Nanjng entstehen, mit der die Georg - August - Universität seit 25 Jahren enge Zusammenarbeit pflegt. Vorsitzender des Universitätsrates der Universität Nanjing ist Prof. Dr. Hong Yixing.

Zusammenarbeit der Uni Göttingen mit Unis in China

26.10.10 nach einer PM der Uni // Neben den Kooperationen mit den Universitäten Nanjing und Hefei erarbeitete und unterzeichnete Universitätsvizepräsidentin Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, verantwortlich für die Internationalisierungsstrategie der Georgia Augusta, nun Verträge mit der Beijing Universität, der Renmin Universität in Beijing und der Zhejiang Universität in Hangzhou. Ein Vertrag mit der Fudan Universität in Shanghai wird derzeit vorbereitet. Mit der Universität Nanjing sind außerdem zwei gemeinsame internationale Graduiertenkollegs zum Thema „Kulturtransfer“ und auf dem Gebiet der Computerwissenschaften in Vorbereitung. Ab WS 2010/2011 bildet die Uni Göttingen in einem Bachelorstudiengang „Ostasienwissenschaften/Chinesisch als Fremdsprache“ Chinesischlehrer aus. Alle dafür bereitgestellten 20 Studienplätze sind bereits belegt. An der Universität Nanjing startet das „Exzellenzprogramm Deutsch“, in dem bis zu 30 Studierende während ihres Studiums Deutschunterricht erhalten, um nach ihrem Masterabschluss für ein Promotionsstudium nach Göttingen zu wechseln. Das gemeinsame Projekt "Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft" bietet ab dem Wintersemester 2011/2012 einen internationalen Studiengang zur Rechtspraxis in China an. Die Germanistikabteilung der Beijing Foreign Studies University ist im Bereich der Fremdsprachenphilologien die Nummer eins in China und kooperiert mit der Uni Gö im gemeinsamen Studiengangs „Interkulturelle Germanistik Deutschland-China“ mit deutschem und chinesischem Abschluss. Zwischen den Universitäten Göttingen und Anhui existiert seit 2003 ein Austausch von Studierenden und Professoren. Mit Hilfe eingeworbener Fördermittel der Robert-Bosch-Stiftung konnte in Anhui dieses Jahr ein Deutsch-Lektorat mit einer qualifizierten deutschen Lehrkraft besetzt werden. Insgesamt gibt es bisher rund 150 Kooperationen zwischen Hochschulen in Niedersachsen und Anhui. Die Zahl der in Niedersachsen studierenden Chinesen hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf mehr als 2.500 verfünffacht.

Kritik an China auch in der Uni Göttingen unerwünscht? Gleichzeitig erinnerte eine Studentin an einen Vorfall im Foyer der Mensa vor einiger Zeit: die Amnesty International habe Informationstafeln aufgebaut, die über Menschenrechtsverletzungen in China informierten. Nachdem die Informationstafeln angegriffen worden waren, habe die Unileitung die Infostände komplett verboten.

 

China-Woche 6.7.-9.7.10

Vorstellungsrunde zur China-Woche am 6.7.10 : v.l.n.r. ...
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Prof. Dr. Cheng Hua, Präsident der Anhui University ("Aufbau einer Deutschabteilung")
- Prof. Dr. Yang Xueyi, Vorsitzender Universitatsrat der Beijing Foreign Studies University
- Wolfgang Meyer, OB Stadt Göttingen ( Kooperation Göttingen/Qixia Stadtbezirk in Nanjing)
- Dr. Jiang Feng, Gesandter Botschaftsrat der Chinesischen Botschaft in Berlin
- Prof. Dr. Zhang Rong, Vizeprasident der Nanjing University
- Prof. Dr. Kurt von Figura, Uni-Präsident Göttingen
- Prof. Dr. Hiltraud Caspar Hehne, Uni-Vizepräsidentin, Organisatorin der China-Woche
- Prof. Dr. Axel Schneider, Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS) Uni Göttingen

Programm

Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung findet eine China-Woche an der Georg-August-Universität Göttingen statt. Gleichzeitig findet das "Deutsch-Chinesische Jahr der Wissenschaft und Bildung 2009/2010" sowie die "China-Wochen in Deutschland" und eine "Nanjing-Woche in Europa" statt.

Dienstag 6.7.10 / Gründung des Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS) . Eröffnungsrede des Botschafters zur China-Woche in Göttingen, Deutsch-chinesische Kooperationen der Universität , Die Gründung des Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS)
16:25 - 18:15 Uhr Podiumsdiskussion deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, Abendempfang (Aula am Wilhelmsplatz), Filmreihe "China" Film »Das Badehaus« (Xizao) v. Zhang Yang

Mittwoch 7.7.10 / Nanjing-Tag
Das Memorandum zur Aufnahme von Kooperationsbeziehungen der Stadt Göttingen mit dem Distrikt Qixia in der chinesischen Metropole Nanjing wird am Mittwoch, 7. Juli 2010, im Alten Rathaus der Stadt Göttingen unterschrieben. Begrüßung und Empfang der Universität Nanjing, Präsentationen und kulturelle Performances der Universität Nanjing für Göttinger Studierende, Öffentliches Konzert des Chinese Folk Music Orchestra der Universität Nanjing

Donnerstag 8.7.10 / China in Studium und Wissenschaft, China als Studienstandort Infostände, Vorträge und Präsentationen, China als Studiengegenstand Die Einheit Chinas: Nationale Identität, staatliche Einheit und die Taiwanfrage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, China als Wissenschaftsstandort Workshops, Vorträge und Empfehlungen, "Sommernacht der BFSU"

Freitag 9.7.10 China und die Wirtschaft, Die wirtschaftlichen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Niedersachsen und der Volksrepublik China (Vorträge), Podiumsdiskussion Lage und Perspektiven der deutsch-chinesischen Wirtschaftszusammenarbeit, Abendempfang für geladene Gäste (Ort: Historische Sternwarte; Geismar-Landstr.11)

 

Leitartikel zum Thema "Chinawoche" 8.7.10 /
Demokratie, Pressefreiheit, Menschenrechte, Wissenschaftsspionage, keine Themen

Beim Kampf um Rohstoffe Konflikte mit China vorprogrammiert

Mit einer Intensivierung der Kontakte zwischen Stadt Göttingen und dem Nanjing-Stadtbezirk Qixia (gesprochen Kiescha) sowie die Kooperationen der Universität mit der Uni Nanjing wird die Kommunalpolitik von Fragen der Weltpolitik tangiert.
Protektionistische Währungs- und Handelspolitik, Wirtschafts - und Wissenschaftsspionage, der Kampf um Rohstoffe führt mittelfristig in einen Konflikt zwischen China und den anderen Industrieländern. China ist weltweit auf der Suche nach Rohstoffen wie Erdöl, Argrargütern, Metallen (Kupfer, Aluminium,Eisen). Gleichzeitig betreibt China eine systematische Verknappung von Rohstoffen, die vorwiegend in China vorkommen und für neue Technologien unerlässlich sind ("seltene Erden"). Beim Kampf um materielle Rohstoffe geraten Europa und USA in Konkurrenz zu China. Der Krieg in Irak, Afghanistan und alle Konflikte rund um das Kaspische Beckens tangieren die Rohstoffinteressen in unmittelbarer Nachbarschaft zu China. Dass Ex-Bundespräsident Köhler kurz vor seinem Rücktritt wahrheitsgemäß die deutsche Kriegsbeteiligung mit wirtschaftlichen Interessen in Zusammenhang gebracht hat war so erschreckend ehrlich, dass er zurücktreten mußte.

Isolation, Einkreisung, Destabilisierung vs. "Völkerverständigung" durch Wirtschaftspolitik

Die USA versucht eher eine isolationistische Strategie gegen China zu fahren. Vermutlich aber vorrangig aus den beschriebenen wirtschaftlichen Interessen heraus. Die CDU in Göttingen lehnt möglicherweise in Orientierung an die USA die Kooperation mit China eher ab. Die Ablehnung von Beziehungen zu China mit Hinweis auf die Menschenrechtsfrage ist allerdings wenig glaubwürdig, sowohl seitens der USA (Guantanamo!) als auch von Seiten der Göttinger CDU. Als z.B. die CDU-nahe Konrad AdenauerStiftung unter Moderation des damaligen OB Danielowski zum Vortrag über die Entwicklung der Wirtschaftsmacht China im Alten Rathaus eingeladen hatte, wurden Menschenrechtsverletzungen mit keinem Wort erwähnt. GfbV und Amnestyy International mußten vor der Tür des Alten Rathauses daran erinnern.
Mit der Ablehnung der Partnerschaft Nanjing-Göttingen machen sich CDU und FDP wenig Freunde bei den Unternehmen der Göttinger Region, die sich durch Kooperationsverträge in Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft einen Zugang zum chinesischen Markt erhoffen. In der wirtschaftlichen Krise ist China bislang noch einer der wenigen konjunkturellen Weltmarktmotoren.

Abschöpfung wissenschaftlichen Forschungswissens - "China-Trojaner"?

Der Göttinger Kontakt zu China ist vor allem aus wirtschaftlichen Motiven intensiviert worden. Auch bei den Kooperationsprojekten der Uni mischt von Anfang an schon die BASF mit. Als Ergebnis erwartet man eine Förderung der regionalen Wirtschaft bzw. der Universität. Nicht zufällig wird Nanjing als Technologiezentrum und Anhui als "Automobil-Provinz" ausgewählt. Nicht zufällig fiel bereits während der Eröffnungspressekonferenz zur China-Woche der Hinweis seitens der chinesischen Delegation, dass man Interesse an Forschungsergebnissen zur Nano-Technologie habe. Zahlreiche Unternehmen aus Göttingen und Umgebung , so eine Mitteilung der Grünen, "pflegen seit Jahren intensive Wirtschaftsbeziehungen zu China und haben dort z.T. bereits Niederlassungen eröffnet (Sartorius (Biotech), Otto Bock (High-Tech-Prothesen), Mahr u.a..
Zum Grund für die Auswahl Göttingens wird u.a. die Zahl von Nobelpreisträgern und die Einordnung als Exzellenz-Uni erwähnt. Die Grundlagenforschungen in den Max-Planck-Instituten, der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt DLR, die Nähe zu VW-Wolfsburg usw. dürften bei der Auswahl ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt haben.

Das kulturelle "Drumherum" der Kooperationsvereinbarungen mit Sport, Kultur, Tourismus, Bildung , Sprachkursen etc. darf nicht den Blick auf die zentralen Interessen verstellen, die die chinesische Seite mit ihren Universitätspartnerschaften verfolgt. Die Suche nach Ressourcen zielt auch auf Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und technischer Entwickungen. China Experte Weggel meint: Gerade deutsche Firmen seien viel zu unvorsichtig, bei der Verlagerung von Fertigung nach China müßten sie unter dem "you make it - we fake it" leiden, bei dem sie ihren technologischen Vorsprung einbüßten. Die Japaner würden deshalb nur zwei Technologie-Generationen zurückliegende Technologie in China fertigen lassen. Nach Weggel ist das Kopieren und die Verletzung von Urheberrechten, die Produktion von Plagiaten im chinesischen Alltagsbewußtsein nicht mit der moralischen Verurteilung des Betrugs belastet, sondern steht im Einklang mit der konfuzianischen Lehre: Suche den Meister, lerne von ihm, kopiere ihn, werde zum Meister.
Der Verfassungsschutz in Niedersachsen äußert sich in den übers Internet verfügbaren Veröffentlichungen nur wenig und sehr allgemein zur Wissenschaftsspionage. Die Landesämter für Verfassungsschutz in Bayern und BaWü hingegen warnen deutlich und explizit vor Spionage im bei der Teilnahme an Studiengängen oder Projekten wissenschaftlichen Bereich. "Ein wesentliches Element der Wissenschaftsspionage ist die Abschöpfung von in Deutschland tätigen Studenten und Wissenschaftlern durch die Nachrichtendienste ihrer Heimatländer. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Nanotechnologie, Informationsverarbeitung/Kommunikationstechnik, Luft- und Raumfahrt/Verkehrstechnik, Maschinen- und Automobilbau, Fahrzeugtechnik, Energie- und Umwelttechnik, Biotechnik und Medizin, Produktionstechnik und Werkstoffe." (
Zitatquelle Verfassungsschutz von Baden Würtemberg) Der CSU-nahe Bayernkurier erinnert an "die fast identischen chinesischen Kopien des ICE und des Transrapid." Der bayrische Innenminister meinte laut Bayernkurier, dass die fortwährende Wirtschaftsspionage unterschätzt werde, oft träfe es "mittelständische, innovative Unternehmen ohne ausreichenden Schutz und entsprechendes Gefahrenbewusstsein" und "Selbst Kooperationen im Hochschulbereich sind davon betroffen". Die Förderung mittelständischer Unternehmen steht bei den Kooperationsgesprächen Göttingens mit Nanjing/ Qixia im Mittelpunkt.

Sowohl die skrupellose Zusammenarbeit mit afrikanischen Diktatoren, die Menschenrechtsverletzungen in China, die zahlreichen Todesstrafen, die Unterdrückung abweichender Meinungen und Oppositioneller, die Unterdrückung ganzer Volksgruppen (Tibet, Uiguren) , die Inhaftierung unliebsamer Intellektueller, die Unterdrückung der Pressefreiheit und Zensur des Internets lassen sich kaum öffentlich ansprechen, ohne einen Bruch der gegenwärtigen Hochstimmung bei den Kooperationsfeierlichkeiten in Göttingen zu produzieren. Aber kritische Presse hat diese Aufgabe, solange es sie gibt. In China würde dieser Artikel hier in GOEST vermutlich dazu führen, daß der verantwortliche Redakteur ins Gefängnis wandert. Wir erinnern an Guo Quan oder Yang Tongyan - Regimekritiker in Nanjing, die nichts anderes verlangt haben als demokratische Reformen.

All jene, die dazu schweigen, weil sie wirtschaftliche Interessen verfolgen und ihre Ziele durch Verärgerung der Kooperationspartner gefährdet sehen, wird es spätestens bei Fragen der Wirtschafts- und Wissenschaftsspionage schwer fallen freundlich zu bleiben, weil dann ihre ureigensten Interessen gefährdet sind.

 

Verbindungen Göttingen - China

Chinesen in Göttingen
Uni Göttingen Studium
Wirtschaftsforschung
Uni Göttingen Rechtswissenschaft

Chinesen in Göttingen Allgemeine Bevölkerungsstatistiken zeigen, dass hinter Polen und Angehörigen der Balkanstaaten (Kroaten, Serben/Jugoslawen) Menschen mit Nationalität China die drittgrößte Gruppe ausländischer Bevölkerung in Göttingen darstellen. 2007 waren es: 529 Menschen mit chinesischer Staatsangehörigkeit in Göttingen.
Im Bereich der Universität wuchs die Zahl von 2001 137 Studierende aus China auf 356 im Jahre 2003 und ist die größte Gruppe aller in Göttingen immatrikulierten AusländerInnen. Verein chinesischer Studenten in Göttingen, Ansprechpartner/in: Yifa Zhou Anschrift: Albrecht-Thaer-Weg 26, App. 16, Telefon/Fax: 0551 / 39 32 76

Göttingen Wirtschaftsforschung Das soziologische Forschungsinstitut ist an einem Projekt beteiligt bei dem es "Die Potentiale kleinerer und mittlerer Dienstleister im Umweltsektor in China" untersucht. Gefördert durch Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Das Verbundprojekt des SOFI zum Thema "Export von Umweltdienstleistungen nach China" hat eine Befragung von Verbandsmitgliedern der Wasserwirtschaft abgeschlossen, die Exporterfahrungen und -intentionen der zumeist mittelständisch geprägten Firmen der deutschen Wasserwirtschaft zum Gegenstand hat.

Anmerkung: Eine Göttinger Behörde verwies auf den bedauerlichen Mißstand bei chinesischen Lebensmittel- und Spielwarenimporten, wo die Bundesregierung überhaupt gar nicht tätig werde, da China ein wichtiger Wirtschaftspartner sei. http://www.goest.de/kinder.htm#blei )

Uni Göttingen Studium Im Studienfach Interkulturelle Germanistik Deutschland - China wird ein Abschluss: M. A. (Doppelabschluss Universität Göttingen und Universität Nanjing bzw. Universität Göttingen und Beijing Foreign Studies University ermöglicht ). "Die sprach- und literaturwissenschaftlichen Seminare vermitteln interkulturelle und kulturwissenschaftliche Sichtweisen. So werden Studierende zu Sprach- und Kulturkennern ausgebildet. (...) Für die Universitäten Nanjing und Beijing bedeutet dies eine Aufnahme von jeweils fünf bis sieben Studierenden, in Göttingen würden – in Abstimmung mit der chinesischen Bewerberzahl – zehn bis fünfzehn Studierende zugelassen.

Uni Göttingen Rechtswissenschaft Das Deutsch - Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft ist als akademische Einrichtung Bestandteil des "Rechtsstaatsdialogs" zwischen beiden Staaten .In erster Linie bildet das Institut chinesische Studenten aus, die künftig in führenden Positionen von Justiz und Verwaltung, der Wirtschaft oder der Anwaltschaft als Multiplikatoren deutschen bzw. europäischen Rechtsdenkens wirken werden und dazu beitragen sollen, eine lebendige Brücke zwischen den Rechtskulturen zu schlagen. Das Projekt nimmt in der Bundesrepublik Deutschland, aber auch in Europa eine Spitzenstellung ein. In der VR China hat das Institut landesweit hohes Ansehen erlangt. Im September 2003 würdigte der deutsche Bundespräsident Johannes Rau die Arbeit des Instituts in seiner Rede an der Universität Nanjing über "Das Rechtsstaatsprinzip - Voraussetzung für eine moderne Gesellschaft" ausdrücklich.
Studienbericht aus Nanjing

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Rathausgespräch zum Thema "China" / Konrad-Adenauer-Stiftung

12.4.05 Die Konrad-Adenauer-Stiftung lud am 12.4.05 "ausgewählte Multiplikatoren" ins Foyer des Alten Rathauses zum Thema "China" ein und bat darum, die Veranstaltung nicht vorher anzukündigen. In einer Zeit wo Kanzler Schröder das Waffenembargo gegen China aufheben will und die die CDU diese gemeinsam mit Grünen und US-Regierung kritisiert, ist es schon bemerkenswert, wenn eine CDU-nahe Stiftung zu einem Vortrag einlädt, bei dem die Wirtschaftsinteressen bezüglich China betont und die Menschenrechtsfragen ausgelassen werden, die gerade in der Auseinandersetzung gegen Kanzler Schröder ins Feld geführt werden.


Referent war der ausgewiesene China-Kenner Prof. hc. Dr. Oskar Weggel (Jhg. 1935) , u.a. als Berater der Bundesregierung tätig und langjährig beschäftigt am Institut für Asienkunde in Hamburg mit den Arbeitsschwerpunkten "Vietnam, Laos, Kambodscha - Wirtschaft, Gesellschaft, Politik." die er nach seiner Pensionierung ehrenamtlich weiterführt.

Foto: (c) GOEST / Prof. Oskar Weggel, 2005 Göttingen

Das Thema "Menschenrechtsverletzungen in China"wurde auf der Veranstaltung ignoriert

Protest der GfBV vor der Veranstaltung:

Vor dem Eingang des Alten Rathauses wurden von Demonstranten Transparente der GfbV mit Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen in China gezeigt. Dabei wurde ein Flugblatt verteilt, das gegen die von China betriebene Verhaftung eines Menschenrechtlers protestierte.
Während der gesamten Veranstaltung im Rathaus fiel dann kein einziges Mal der Begriff "Menschenrechtsverletzung".

Ausserdem wurde auf den Konflikt mit Tibet hingewiesen > China-Tibet

Nur ein einziges Mal blitze so etwas wie Bedenken auf, als Weggel während seines Vortrages darauf hinwies, wie schlimm es ist, was mit den AnhängerInnen der Falun Gong in China passiert, die als Feinde der Gesellschaft verfolgt würden. siehe Falun Gong in Göttingen Der Kommentar des Asienreferentem Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker dazu: "Der China-Handel boomt, doch Menschenrechte haben immer weniger Bedeutung in den deutsch-chinesischen Beziehungen. Statt eilfertig Waffen an China zu verkaufen, sollte Bundeskanzler Schröder Deutschlands Einfluß als "bester Freund" und Wirtschaftspartner Chinas nutzen, um einen Militärschlag gegen Taiwan zu verhindern. Bislang nutzt Berlin nicht wirksam seinen Einfluß, um sich für ein friedliches Ende des Tibet-Konflikts, die Aufhebung der Todesstrafe und für ein Ende der Verfolgung Falun Gong Meditationsbewegung zu engagieren."

"Krieg gegen Taiwan ist Unsinn" Prof. Oskar Weggel meinte zur Taiwan-Frage, ein Krieg gegen Taiwan sei Unsinn, Taiwan befände sich längst der Abhängigkeit von China, da 60 % aller Investitionen Taiwans nach China gingen und 40 Mrd. (Dollar?) bezogen auf 33000 Projekte in China liefen. Es sei keine Frage "ob" sondern nur "wann" es zu einer Vereinigung von Taiwan mit China komme. Der Zeitpunkt käme dann, wenn die VR China so weit entwickelt wäre wie Taiwan.

Japanfeindliche Demonstrationen können umkippen. Zu den aktuellen Protesten in China gegen japanische Einrichtungen meinte Weggel, dass bei ähnlichen Protesten der Vergangenheit das Problem entstanden sei, dass die aufgeheizten Studenten nicht beim Protest gegen Japan stehen blieben, sondern sich irgendwann der Protest auch gegen die Regierunge im eigenen Land richte und das sei eine brandgefährliche Sache. Es sei zu erwarten, dass die von der chin. Regierung geduldeten japanfeindlichen Aktionen irgendwann wieder langsam abgedämpft werden um einer solchen Entwicklung vorzubeugen.

Maoismus Interessant von Weggel zu erfahren, dass der Kampfgefährte Mao Tse-tungs und Mitbegründer der KP Chinas. Min.-Präs. und Außenminister der VR China vor 1921 eine Zeitlang in Göttingen studiert hat. (vgl. Tschou En-Lai - Portrait) - Für alles was mit Mao zu tun hatte, hatte Weggel allerdings nur abfällige Bemerkungen übrig wie "idotische Zeit" oder China und Vietnam hätten "diesen ganzen marxistische Rappel weggeworfen" . Gleichzeitig meinte er, der ganze maoistische Kram sei inzwischen vergessen.

Weggels zentrale These: Konfuzianismus als eigentlicher Schlüssel zum Verständinis Interessant wenn auch unter ExpertInnen nicht unumstritten sind die Thesen Weggels in Bezug auf die Bedeutung des Konfuzianismus (vgl. die kritischen Bemerkungen von Doris Götting). Er leitete aus den konfuzianischen Wurzeln eine Sozialpsychologie der chinesischen Wirtschaft ab, die viel erfolgreicher sei als die Gesellschaften, die durch den Buddhismus gebremst würden: Im Buddhismus würde nur soviel Eigentum angehäuft wie verzehrt werden kann alles andere würde zum Tempel getragen, im Konfuzianismus sei die Anhäufung von Gütern durchaus möglich, weil es die Sorge für Kinder und Enkel beinhalte. Sich versichern zu lassen sei z.B. im Buddhismus Sünde weil es ein negatives Karma bedeute, in China hingegen mache die Allianz prächtige Geschäfte. Das Leistungsprinzip sei ein ganz zentrales Moment des Konfuzianismus. Darüberhinaus sei die Fähigkeit Netzwerke zu bilden, die Mauschelei, die Basis für den "Golfplatzkapitalismus" - Golfplätze sind deshalb in China besonders wichtig. Außerdem seien die Chinesen "Spielteufel" d.h. sie wären extrem risikobereit bei Unternehmungen, genauso wie sie trotz behördlicher Verbote Glückspiele betrieben. Ein weiteres Element konfuzianischer Kultur wäre der Imperativ: Lerne, Lerne, Lerne. Übrigens sei es auch für Chinesen nicht ehrenrührig, etwas nachzuahmen und zu kopieren, im Gegenteil das verbreitete Muster "Lernen vom Meister" sei geradezu ehrenhaft, wenn es gelänge.
Die konfuzianische Kultur habe zu einer wirtschaftlichen Dominanz der Chinesen überall in Asien geführt. In Thailand z.B. sind 8% der Bevölkerung Chinesen, aber sie kontrollieren 90 % des Finanzbereiches.
Während der Diskussion wurde jedoch dann auch das Thema Umwelt, Ökologie, Nachhaltigkeit angesprochen, wobei dann klar wurde, dass ein Großteil des chinesischen Wachstums auf Belastungen der Umwelt aufbaue. Zwar gäbe es detaillierte vorbildliche Umweltschutzgesetze aber es würde sich niemand daran halten. Dagegen wandet nun ein Diskutant überzeugend ein, dass an dieser Stelle doch der Buddhismus eine wesentlich überzeugendere Alternative, nämlich die harmonische Einheit böte.

China wirtschaftlich unaufhaltsam Die rein wirtschaftliche Analyse Weggels prognostizierte relativ nüchtern den nahezu unaufhaltsamen Aufstieg Chinas zur führenden Weltwirtschaftsmacht, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Im Jahr 2010 wird China Frankreich und Großbritannien überholen später an Deutschland und im Jahr 2020/30 an Japan vorbeiziehen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass nicht nur Billigprodukte in China hergestellt würden, sondern zunehmend dort auch Forschung betrieben würde. Allerdings würden gerade deutsche Firmen unter dem "you make it - we fake ist" leiden bei dem sie ihren technologischen Vorsprung einbüßen, die Japaner hingegen würden nur 2 Generationen zurückliegende Technologie in China fertigen lassen.
Chuppies = Chinese Yuppies - werden Millionäre, wenn sie in folgenden Gebieten aktiv sind: 1. Onlinedienste, 2. Immobilien, 3 Finanzdienstleistungen, und 4 Tierfutter :-) - letzteres zeigt, dass China immer noch ein bäuerliches Land ist.

Probleme Chinas: Das Einkommensgefälle, das in Europa zwischen der Hochregion Hamburg und Portugal vielleicht 7:1 betrüge, würde in China zwischen den Küstenregionen und dem Binnenland 1:14 betragen also ein sehr ungesundes Gefälle darstellen. Darin entstünden natürlich erhebliche Spannungen z.B. Unzufriedenheit der Bauern "es rumort in China".
Zwar gibt es in China nicht den Begriff "Arbeitslosigkeit" aber es gäbe viele "auf Arbeit wartende" oder "´Überschüssige".
Es wird demographische Probleme geben, die durch die Überalterung der chinesischen Gesellschaft hervorgerufen werden. Das weitgehende durchgesetzte System der "1 Kind-Familie" führt dazu, dass irgendwann 300 Millionen RentnerInnen in China niemanden haben der sie versorgt, weil zuwenig Junge da sind.
Weitere Probleme sind Chinas "faule Kredite" in Höhe von 500 Mrd bis 1,4 Billionen Dollar, die Infrastrukturmängel im Bereich Verkehr und Energie.
Des weiteren gibt es noch ein großes ordnungspolitisches Problem, das ist die verbreitete Korruption.


Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung im Alten Rathaus April 2005. Moderator für das "Rathausgespräch" der CDU-nahen Stiftung war der damalige OB Danielowski (CDU).

 

Nanjing Partnerstadt Göttingens

Nanjing 5, 2 Mio EinwohnerInnen , Göttingen nur 0,13 Mio
Meyer und IHK-Vertreter reisen nach Nanjing
Politischer Gefangener in Nanjing
Regimekritiker in chinesischer Partnerstadt Nanjing droht langjährige Haft

Pressemitteilung Stadt: "Nanjing ist bereit zur Kooperation"
CDU-Ratsfraktion: Keine Städtekooperation mit Nanjing
SPD-Stadtverband: Für Annäherung
Grüner Kreisverband "Wandel durch Annäherung"28.3.08

Nanjing 5, 2 Mio EinwohnerInnen , Göttingen nur 0,13 Mio
Bei der Städtepartnerschaft Göttingen-Nanjing handelt es sich um ein ungleiches Paar, was die Bevölkerungszahl angeht. Mit 5,2 Millionen EinwohnerInnen ist Nanjing 50 mal größer als Göttingen. Wie man unter diesen Bedingungen von Partnerstadt sprechen kann wird unseres Wissens nach nicht weiter bedacht. >>englischsprachige chinesische Infos über Nanjing

Meyer und IHK-Vertreter reisen nach Nanjing
pm stadt 7.10.08 / "Zu ersten offiziellen Gesprächen über die mögliche Anbahnung einer Städtekooperation reist der Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer Anfang November in die chinesische Metropole Nanjing. Er folgt einer Einladung der Stadt Nanjing und trägt damit gleichzeitig einem Mehrheitsbeschluss des Göttinger Rates aus dem Juli 2007 Rechnung. Meyer wird an der Spitze einer kleinen Delegation am 1. November nach China aufbrechen und bereits drei Tage später zurückkehren. Den Oberbürgermeister begleiten die Göttinger Pädagogin Sabine Schlieper, die als Chinesisch – Lehrerin am Hainberg – Gymnasium arbeitet und bereits über vielfältige Bildungskontakte nach Nanjing verfügt, und der Geschäftsführer der IHK in Göttingen, Dr. Martin Rudolph, als Repräsentant der lokalen und regionalen Wirtschaft. Viertes Delegationsmitglied wird der in der Verwaltung für internationale Beziehungen zuständige Referent Achim Sterr sein."
pm stadt 27.10.08 / Das Besuchsprogramm des Oberbürgermeisters sieht einen offiziellen Empfang der Stadt Nanjing und anschließende Gespräche über eine Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Jiang Hongkun vor. Die Göttinger Delegation wird an der Eröffnung der Ausstellung „Nanjing und seine Partnerstädte“ ebenso teilnehmen wie an der Plenarsitzung des 4. World Urban Forums. Vorgesehen sind zudem Besuche der Universität und des Kontaktbüros der Georg-August -Universität in Nanjing.

Politischer Gefangener in Nanjing
29.10.08 Pressemitteilung , Gesellschaft für bedrohte Völker
"Die Gesellschaft für bedrohte Völker
(GfbV) ruft unter dem Motto "Hinter Gittern in Göttingens zukünftiger Partnerstadt: Freiheit für Yang Tongyan" zu einem Aktionstag am Freitag für den bekanntesten politischen Häftling in Nanjing auf.
Einen Tag vor der Abreise einer offiziellen Göttinger Delegation unter Führung von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer nach China, die in Nanjing über die geplante Städtepartnerschaft beraten wird, macht die GfbV mit dem Aktionstag nochmals auf die schwierige Menschenrechtslage in der chinesischen Stadt aufmerksam. Im Juni 2008 hatte die GfbV einen Report zu Menschenrechtsverletzungen in Nanjing veröffentlicht. Der Internet-Essayist, Dichter und Roman-Autor Yang Tongyan zählt zu den bedeutendsten kritischen Schriftstellers Chinas. Weil er sich in seinen vor allem im Internet veröffentlichten Texten friedlich für Demokratie in China eingesetzt hat, verbüßt er zurzeit eine Haftstrafe von 12 Jahren im Gefängnis von Nanjing. Sein Fall steht beispielhaft für die Verweigerung der Presse-, Internet- und Meinungsfreiheit in der Volksrepublik. Mit einem Aktionstag vor dem Alten Rathaus wird die GfbV auf das Schicksal des bekanntesten politischen Häftlings in Nanjing aufmerksam machen.
Zum Auftakt der Proteste wird die GfbV Oberbürgermeister Meyer im Neuen Rathaus einen Appell mehrerer Menschenrechtsorganisationen überreichen, in dem er gebeten wird, sich für die Freilassung von Yang Tongyan einzusetzen. Mit einem Informationszelt, Transparenten und Postern von dem Häftling werden wir am Freitag vor dem Alten Rathaus über das Schicksal des inhaftierten Schriftstellers informieren. Computer-Monitore mit dem Bild des Häftlings werden auf die Verweigerung der Internet-Freiheit aufmerksam machen. Menschenrechtsaktion "Hinter Gittern in Göttingens zukünftiger Partnerstadt: Freiheit für Yang Tongyan" am Freitag, den 31. Oktober 2008, um 11 Uhr vor dem Alten Rathaus in Göttingen.


Regimekritiker in chinesischer Partnerstadt Nanjing droht langjährige Haft

Pressemitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV 8.1.09: "Lebenslange Haft droht einem führenden chinesischen Regimekritiker, der in Göttingens zukünftiger Partnerstadt Nanjing am 13. November 2008 verhaftet wurde. Gegen den ehemaligen Universitätsprofessor Guo Quan sei vor wenigen Tagen formal Anklage wegen "Subversion der Staatsmacht" erhoben worden, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Göttingen. Seine Mutter Guo Xiao sei von der Staatsanwaltschaft in Nanjing darüber informiert worden, dass ein Strafprozess gegen ihren Sohn vorbereitet werde. Der Beschuldigte dürfe nicht von einem Rechtsanwalt vertreten werden, da der Fall Staatsgeheimnisse betreffe, erklärten die Justizbehörden. Guo Xiao wurde nicht gestattet, ihren Sohn in der Haft zu besuchen. In mehreren Offenen Briefen an die chinesische Staatsführung hatte Guo Quan ein Mehrparteiensystem für China und eine Demokratisierung des Landes gefordert. Der Professor war daraufhin im Dezember 2007 zum Sachbearbeiter degradiert worden. Außerdem wird Guo Quan zur Last gelegt, am 17. Dezember 2007 die "Chinesische Neue Volkspartei" gegründet zu haben, die sich vor allem für mehr soziale Gerechtigkeit, einen entschlossenen Kampf gegen Korruption und Machtmissbrauch sowie für ein Ende von Zwangsumsiedlungen einsetzt. In den USA hatte Guo Quan Anzeige gegen den Internet-Anbieter Yahoo erstattet, weil das Unternehmen auf seinen chinesischen Websites auf Druck der chinesischen Behörden alle Einträge unter dem Namen des Dissidenten gesperrt hatte."

 

Partnerschaft Göttingen/Nanjing in der Diskussion unter dem Eindruck des Tibet-Konfliktes
Nanjing ist bereit zur Kooperation
In der Ratssitzung am 11.4.08 wurde beschlossen, die Anbahnung der Partnerschaft mit Nanjing weiterzubetreiben. Pressemitteilung Stadt:12.4.08:
"Die chinesische Metropole Nanjing ist bereit zu einer Städtekooperation mit Göttingen. Das geht aus einem Schreiben von Oberbürgermeister Jiang Hongkun an seinen Amtskollegen Wolfgang Meyer hervor, das jetzt (18. Dezember 2007) in Göttingen eingetroffen ist. Man freue sich über den Vorschlag zur Zusammenarbeit, da es einen großen Kooperationsraum zwischen unseren beiden Städten in den Bereichen Wirtschaft, Bildungswesen und Wissenschaft gebe, schreibt Hongkun. Meyer hatte auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses dafür die Initiative ergriffen, Universitätspräsident Prof. Dr. Kurt von Figura ein entsprechendes Schreiben des Oberbürgermeisters an die Stadtspitze von Nanjing während seines letzten Aufenthalts in China persönlich übergeben. Auf die guten Kooperationsbeziehungen mit der Georg - August - Universität geht auch der Oberbürgermeister von Nanjing ein, der seine Stadt als eine in China sehr bekannte Kultur- und Universitätsstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und über 40 Hochschulen beschreibt. Nanjiing, die Hauptstadt der Provinz Jiangsu, entwickele sich auch wirtschaftlich sehr schnell und verzeichne in den letzten Jahren ökonomische Wachstumsraten von über 15 Prozent. Hongkun wörtlich:" Wir wissen dass Göttingen eine weltbekannte Universitätsstadt ist," die über besondere Stärken im Bildungswesen und in der Wissenschaft verfüge. Man sei bereit zur Zusammenarbeit und freue sich, Meyer im kommenden Jahr in Nanjing begrüßen zu können."

CDU-Ratsfraktion: Keine Anbahnung einer Stadtekooperation mit Nanjing .
Antrag der CDU-Ratsfraktion zur Ratssitzung am 11.04.2008: Keine Anbahnung einer Städtekooperation mit Nanjing . Die Stadt Göttingen nimmt Abstand davon, eine Stadtekooperation mit der Chinesischen Stadt Nanjing anzubahnen. (...) Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Tibet und angrenzender Provinzen Chinas ist es notwendig, ein deutliches Signal für die Bedeutung von Freiheit und Menschenrechten in diesem Land zu setzen. Insbesondere die geknüpften Verbindungen der Stadt Gbttingen zu der chinesischen Stadt Nanjing und ihren Parteifunktionaren müssen nun dringender denn je überdacht und zumindest eingefroren werden. Die malßlosen Gewaltanwendungen der chinesischen Polizei und des Militärs, der Versuch jede objektive Berichterstattung aus Tibet zu unterbinden und die Weigerung in einen Dialog mit dem Dalai Lama zu treten, können nicht kommentar- und reaktionslos hingenommen werden. Zum wiederholten Mal wurde am 10. März 2008 die tibetische Schneelöwenflagge vor dem Neuen Rathaus gehisst. Damit setzt Göttingen als eine von gut 2000 Städten und Gemeinden in Europa ein Zeichen für die Solidaritat mit Tibet. Im letzten Jahr hatten sich anlässlich des Gedenkens an den Tibetischen Volksaufstand vom 10. März 1959 mehr als 700 Deutsche Kommunen an der Aktion der Tibet-Initiative beteiligt; zu Beginn 1996 waren es gerade zwei Dutzend. Diese Protestaktion soli auf die nicht nachlassende Unterdruckung der tibetischen Kultur und die systematische Einschrankung der Religions- und Meinungsfreiheit unter der Regie Chinas und seiner Parteifunktionare hinweisen. Die chinesische Regierung muss die Militär- und Polizeiaktionen gegen unschuldige Demonstrantinnen und Demonstranten sofort beenden und einen Dialog mit dem Dalai Lama und dem tibetischen Volk über eine friedliche und freie Zukunft Tibets beginnen. Der "kulturelle Völkermord", den die Volksrepublik China an dem Volk Tibets betreibt, wird auf das Schärfste verurteilt. Auch der Rat der Stadt Göttingen sollte hier ein Zeichen setzen und den jährlichen moralische Appell des "Flaggezeigens" durch tatsachliches Handeln unterstützen.
Binnen zwei Jahren Annäherung der CDU an die Position der Grünen
2005: Veranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zu China. Moderation hatte CDU-Oberbürgermeister Danielowski. Das Thema "Menschenrechtsverletzungen in China"wurde auf der Veranstaltung ignoriert, es ging um wirtschaftliche Fragen. Der Protest wegen Tibet blieb damals vor der Tür. Während der gesamten Veranstaltung im Rathaus fiel damal kein einziges Mal der Begriff "Menschenrechtsverletzung". (Veranstaltungsbericht 2005)

CDU kritisiert Menschenrechtsverletzungen aber.....
...auf der offiziellen Homepage der Landesregierung unter der Überschrift "Zusammenarbeit des Landes Niedersachsen mit China" taucht kein einziger Hinweis auf Menschenrechtsverletzungen auf? 23.2.09 / Nachdem seitens der Göttinger CDU die Bestrebungen nach einer Städtepartnerschaft mit Nanjing mit dem Hinweis auf Menschenrechtsverletzungen kritisiert wurden, wies die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Dagma Sakowsky auf die unkritische Haltung der CDU gegenüber China hin:
- Keine Kritik 2006 anlässlich der Olympischen Spiele gegen das Engagement des Hauptsponsors VW, der sich zum Großteil im Besitz des Landes Niedersachsen befindet?
- Kein Protests gegen die Fortsetzung der 25 jährigen offiziellen Partnerschaft (nicht nur Kooperation!) des Landes mit der chinesischen Provinz Anhui?

SPD-Stadtverband: Für Annäherung und auf Menschenrechte achten
10.4.08 Göttingen soll Einhaltung der Menschenrechte in Nanjing aktiv einfordern. Der SPD-Stadtverband Göttingen begrüßt die Entscheidung von SPD-Ratsfraktion und Bündnis90/DIE GRÜNEN, eine Städtekooperation mit der chinesischen Universitätsstadt Nanjing trotz der Absage der CDU voranzutreiben. SPD-Chef Stefan Christmann zeigt sich zuversichtlich, dass sich die Annäherung positiv auswirken werde."Um das klarzustellen: Die SPD befürchtet keine Verschlechterung der Menschenrechtslage in China und Tibet durch eine Kooperation mit der Kommunalverwaltung der Stadt Nanjing. Dies festzustellen, entspricht angesichts der teilweise heiß geführten Diskussion offenbar einer Notwendigkeit", so Christmann, der auch die jüngsten Äußerungen des Generalsekretärs der Deutschen Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker zu dem Thema als "wenig hilfreich" einstuft. "Die Universitäten, die Wirtschaft und das Deutsche Primatenzentrum haben sich eine Städtepartnerschaft Göttingens mit Nanjing gewünscht, um die ohnehin schon guten Kontakte nach Nanjing zu befördern und für die Göttingerinnen und Göttinger lebendig zu machen. Den Ball hat die Stadt aufgenommen, allerdings in der weniger intensiven Form einer Städtekooperation. Partnerstadt werden wir vorerst nicht, aber den Dialog beginnen, das ist richtig. Diese Entscheidung zeugt vom richtigen Weitblick der Verantwortlichen", erklärt Christmann.Verärgert zeigt sich der SPD-Vorsitzende hingegen über die ablehnende Position der Christdemokraten, die Tibet und Nanjing in der kommenden Ratssitzung zu ein- und derselben Sachfrage machen wollen. Er erinnert an den Anfang der Nanjing-Diskussion vor einem Jahr, als sich die Situation genau wie heute darstellte. Christmann: "Wir wussten doch alle, dass der Umgang der chinesischen Behörden mit Oppositionellen, mit religiösen Gruppen, der Presse- und der Meinungsfreiheit beschämend und menschenverachtend ist. Ja, es sind auch im letzten Jahr Menschen in China und Tibet bedroht, gefoltert und ermordet worden. Aber bessert sich die Lage vor Ort, wenn man sich das aufmerksam in der Tagesschau anschaut? Amnesty International sagt ganz klar 'nein'. Wir auch. Wir erwarten, dass die Verwaltung bei ihren Kontakten die Stärkung von Menschenrechten in China tatsächlich anspricht. Ich fordere die CDU auf, sich für die Menschenrechte und die Demokratie in Nanjing einzusetzen. Das geht nun mal nicht vom Fernsehsessel aus!"Man sei bei der SPD zuversichtlich, dass die Göttinger Öffentlichkeit, die Politik und die Verwaltung einen Delegationsbesuch aus Nanjing dazu nutzen werden, im Rahmen der Völkerverständigung auf die unterschiedlichen Positionen hinzuweisen. Das sei im Umgang mit Vertreterinnen und Vertretern Chinas üblich und helfe mehr, als lediglich die Wirtschafts- und Wissenschaftskooperationen zwischen Unternehmen und Einrichtungen aus Göttingen zu beobachten. "Das müsste auch der CDU einleuchten", so Christmann. Im SPD-Vorstand sei man sich sehr wohl darüber im Klaren, dass die Vernetzung Göttingens mit Nanjing keine Wunder und schnelle Erfolge bewirken könne. Man habe sich für die Kontaktbildung zu einer wichtigen Region in einer Zeit entschieden, in der Kommunikation wichtig und Schweigen falsch sei. "Es geht um Isolation oder Annäherung, wir haben uns für Annäherung entschieden." Menschen aus Göttingen haben schließlich auch durch die vor mittlerweile 30 Jahren geschlossene Städtepartnerschaft mit Torun positive Veränderungen in Zeiten des Kalten Krieges unterstützen können. Jetzt sei es an der Zeit, in China aktiv für Göttingen als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, aber genauso für Menschenrechte einzutreten, so Christmann

Grüner Kreisverband "Wandel durch Annäherung"
28.3.08 Wandel durch Annäherung! "Das brutale Vorgehen der chinesischen Armee gegen Aufständische in Tibet macht deutlich, wie wenig Demokratie und die Einhaltung der grundlegenden Menschenrechte in der chinesischen Politik als wichtige Werte verankert sind." Mit dieser scharfen Kritik reagiert Ute Haferburg, Mitglied des neu gewählten Kreisvorstands von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, auf die aktuellen Medienberichte über getötete Demonstranten, Gewalt, Verfolgung, Repression und Pressezensur in dem seit 1951 von China besetzten Land.
Die blutige Niederschlagung des Aufstands in Tibet ist ein trauriges negatives Beispiel für Menschenrechtsverletzungen in China - aber bei weitem nicht das einzige! Mathias Venus, Mitglied im Stadtvorstand der GRÜNEN weist darauf hin, dass viele Menschen in der weltoffenen Universitätsstadt Göttingen von den jüngsten Ereignisse stärker betroffen sind als auf den ersten Blick zu vermuten wäre: Chinesen stellen die größte Gruppe ausländischer Studierender in Göttingen. Derzeit ist eine Kooperationen der Stadt Göttingen mit der chinesischen Millionenstadt Nanjing in Vorbereitung, die sowohl vom Stadtrat als auch von der Universität unterstützt wird. Es bestehen zahlreiche Kontakte zwischen chinesischen und Göttinger Wissenschaftseinrichtungen. Erst vor wenigen Tagen kam erstmals - im Rahmen eines neuen offiziellen Schüleraustauschprogramms - eine Göttinger Schülergruppe aus Nanjing zurück. Zahlreiche Unternehmen aus Göttingen und Umgebung pflegen seit Jahren intensive Wirtschaftsbeziehungen zu China und haben dort z.T. bereits Niederlassungen eröffnet (Sartorius, Otto Bock, Mahr u.a.). Die Zahl derer, die sich der Kultur und den Lehren des tibetischen Buddhismus verbunden fühlen, sie in Göttingen in Gemeinschaften praktizieren und oft enge Kontakte mit Menschen in dieser Region pflegen, hat deutlich zugenommen, genau wie Fernreisen nach Tibet und China, z.B. anlässlich der Olympischen Spiele im Sommer dieses Jahres. Zahlreiche Unternehmen aus Göttingen und Umgebung haben über viele Jahre intensive Wirtschaftsbeziehungen zu China aufgebaut und dort z.T. bereits Niederlassungen eröffnet (Sartorius, Otto Bock, Mahr u.a.). Die Zahl derer, die sich der Kultur und den Lehren des tibetischen Buddhismus verbunden fühlen, sie in Göttingen in Gemeinschaften praktizieren und mitunter sogar private Kontakte dorthin haben, hat deutlich zugenommen, genau wie Fernreisen nach Tibet und China, z.B. anlässlich der Olympischen Spiele im Sommer dieses Jahres.
Mit Blick auf die zahlreichen Göttinger Beziehungen zu China und die unakzeptable Menschenrechtssituation vor Ort erinnert der Vorsitzende der Göttinger Ratsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Rolf Becker, an den deutschen Außenpolitiker Egon Bahr. Für seine friedenspolitischen Konzepte, die maßgeblich zum Ende des kalten Krieges und zur Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen haben, erhielt Bahr kürzlich den Göttinger Friedenspreis 2007. Genau dieser Idee sind wir bei unseren Städtepartnerschaften mit Tourun und Wittenberg zu Zeiten des eisernen Vorhangs und der Unrechtregime und Militärdiktaturen in der DDR und Polen gefolgt, so Becker. Wir sollten ausprobieren, ob sich Bahrs Idee des "Wandel durch Annäherung" auch auf unsere Göttinger Kontakte zu China übertragen lässt. "Wichtig ist es daher, dass wir im Rahmen unserer privaten und offiziellen Kontakte immer wieder auf die Einhaltung von Demokratie, Freiheits- und Menschenrechten dringen, wenn wir nicht dazu beitragen oder sogar funktionalisiert werden wollen, die Menschenrechtsverletzungen des bestehenden politischen Systems zu legitimieren." Ich würde mich daher freuen, wenn während der olympischen Spiele vor dem Göttinger Rathaus neben der olympischen Fahne auch die tibetische weht."

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Weitere Veranstaltungen in Göttingen zu China

Menschenrechten und Olympiade
Kritischer Film über China
Falun Gong

Veranstaltung zu Menschenrechten und Olympiade
Am Dienstag den 15.4.08 soll im Sportzentrum der Uni Göttingen, Hörsaal, Sprangerweg 2, Gö um 19.30 Uhr eine Veranstaltung nachgeholt werden, die zunächst mit wieder abgesagt worden war aber nun mit einem anderen Referenten durchgeführt wird: China in der Welt - Niedersächsisch-Chinesische Kooperationen Teil der Vortragsreihe "Olympische Spiele 2008 - Chinas Herausforderung" mit Prof. Dr. Heiner Roetz der Ruhr-Universität Bochum (angefragt). V: Institut für Sportwissenschaften, Ostasiatisches Seminar, Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie und Institut für angewandte Kulturforschung e.V.
Zur Vorgeschichte: Ursprünglich war die Veranstaltung mit dem Referenten einer fragwürdigen Institution angekündigt worden. Deshalb gab es folgende Anfrage von goest am 9. März 2008 an die Georg August Universität: "für den 12.3.08 haben Sie , eine Veranstaltung mit einem Referenten der "Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte" IGfM/Frankfurt angekündigt. (Sportzentrum, Sprangerweg 2, Hörsaal, Zur Lage der Menschenrechte in China , Teil der Vortragsreihe "Olympische Spiele 2008 - Chinas Herausforderungen" mit Manjang Ng, Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Deutsche Sektion (Frankfurt) In einem Beitrag auf Indymedia: http://de.indymedia.org/2003/01/39309.shtml wird diese Gesellschaft als Vereinigung mit rechtsradikalem Gedankengut und Verbindungen zur rechtsradikalen Szene beschrieben. "Die IGfM ist bekannt für ihre Scharnierfunktion zwischen konservativen und faschistischen Gruppen, darunter der inzwischen verbotenen "Wehrsportgruppe Hoffmann". Regelmäßig berichten antifaschistische Gruppen wie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA), die Zeitschrift der "Rechte Rand" oder die "Antifaschistischen Nachrichten" über die Umtriebe dieser Gesellschaft. Dass die IGfM trotzdem auf zahlreichen Webseiten unter ..." Die Bundesarbeitskreis kritischer JuristInnen BAKJ hatte aus diesem Grund einen bereits eingeladenen Referenten der IGfM wieder ausgeladen.siehe: http://www.forum-recht-online.de/2003/203/203bakj.htm Hierzu bitte ich Sie dringend um eine Stellungnahme. Ich hoffe, dass es hier ähnlich wie im Fall der BAKJ eine Verwechslung mit anderen Menschenrechtsorganisationen gegeben hat. Wir werden in unserem Veranstaltungskalender darauf hinweisen. Mit freundlichen Grüßen Redaktion Goest"
Die knappe Antwort der Pressestelle der Uni: Vortragsreihe Olympische Spiele: Veranstaltung am 12. März fällt aus (pug). Der für Mittwoch, 12. März 2008, geplante Vortrag zu Menschenrechtsfragen in China, der in der Reihe "Olympische Spiele 2008 – Chinas Herausforderungen" stattfinden sollte, fällt aus.

Kritischer Film über China Zum Internationalen Frauentag 8.3.07
China Blue USA 2005, OmU, Regie: Micha X. Peled - Ein Film der die unglaublichen Zustände bei der Textilherstellung "Made in China" beschreibt. Anschließend berichten Cornelia Renders vom Frauenforum Göttingen und Gisela Heußel vom Arbeitskreis "CCC" des Ev. Frauenwerks über die "Kampagne für saubere Kleidung"..-Der FIlm lief im Rahmen des Festival "über arbeiten". Es wurde organisiert von der Berliner Gruppe EYZ 3 im Rahmen des Gesellschafter-Projekts der "Aktion Mensch". In Göttingen zeigt das LUMIERE fünf der Filme in Zusammenarbeit mit dem EPIZ (Entwicklungspolitisches Informationszentrum) und vielen lokalen Gruppen. über arbeiten präsentiert Dokumentarfilme, die die Themen Arbeit, Wirtschaft und Globalisierung umkreisen. Die Filme stellen Fragen nach der Zukunft und dem Wert von Erwerbsarbeit für unsere Gesellschaft. Sie zeigen globale Verbindungen zwischen den verschiedensten Lebens- und Arbeitswelten und die internationalen Verflechtungen von Großkonzernen.

Falun Gong
Das demonstrative Auftreten von Falun Gong Mitgliedern auf dem Marktplatz und der Bericht in goest dazu stieß auf Widerspruch >
www.goest.de/falun_gong.htm

Touristische Informationsveranstaltung der Stadt Nanjing
Altes Rathaus 17.6.09, 16.00 Uhr Touristische Informationsveranstaltung der Stadt Nanjing, "Die chinesische Millionenmetropole Nanjing wird sich in Göttingen von ihrer touristischen Seite präsentieren. Cao Yonglin, der Leiter der Tourismusbehörde in der Stadt am Jangtze – Fluss, stellt seine Heimatstadt am Mittwoch, 17. Juni 2009, im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung vor. Die Veranstaltung mit einer Dia – Show beginnt um 16.00 Uhr in der Halle des Alten Rathauses. Mit Vertretern der chinesischen Stadt werden zur Zeit Gespräch über den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung geführt. "

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