Strom durch Wasserkraft im Landkreis Göttingen 31.10.11 / Die Detailstudie zu den Wasserkraftpotenzialen im Landkreis Göttingen im Rahmen einer geplanten landesweiten Untersuchung der Technischen Universität Braunschweig hat der Projektleiter Christian Seidel am Donnerstag, dem 27. Oktober 2011, den Mitgliedern des Kreistags im Umwelt- und im Wirtschaftsausschuss vorgestellt. Danach beträgt das Potenzial für Wasserkraftanlagen zur Stromerzeugung 10 - 15 % des landesweiten Anteils. Für den Fall der vollständigen Nutzung der Möglichkeiten könnte die umweltfreundliche Stromerzeugung im Landkreis Göttingen (ohne Stadt) zu 40 % aus der Wasserkraft erfolgen, sofern gleichzeitig etwa 30 % Strom eingespart würde. Das Planfeststellungsverfahren für den Bau einer Pilotanlage der weiterentwickelten Wasserradtechnologie in Bannetze an der Aller (Landkreis Celle) ist abgeschlossen. Nach einer erfolgreichen Erprobung der Pilotanlage in Bannetze wird ein Marktreifetest mit mehreren Kraftwerken durchgeführt werden. Dieser solle aufgrund der hohen Potenziale und den guten Voraussetzungen im Landkreis Göttingen erfolgen. Auf die Technologie eingehend, die an der Technischen Universität Braunschweig entwickelten Hochleistungswasserräder Weiterentwicklungen der historisch in den Mühlen eingesetzten Wasserräder sind. Diese sind im Vergleich zu den heute überwiegend arbeitenden Turbinen weitaus umweltfreundlicher. (Nach den Infos in einer Pressemitteilung des Landkreises Göttingen) |
Kommunales
Konzept für Energieverbrauch und Klimaschutz Mit
Fördermitteln des Bundesumweltministeriums erarbeiten Stadt, Stadtwerke Göttingen
AG und Georg-August Universität ein Klimaschutzkonzept für Göttingen. Jeder der
drei Träger erarbeitet für seinen eigenen Wirkungsbereich ein Maßnahmenpaket.
Grundlage des Klimaschutzkonzepts ist die Energie- und CO2-Bilanz 2008 für Göttingen.
Rund 75 Prozent der Treibhausgase entstehen im Energiebereich, daher haben sich
die Träger vorgenommen, hier alle Möglichkeiten zu prüfen. In einer Pressemitteilung
am 27.10.09 heißt es: " Dank der Wärmeversorgung mit Erdgas und Fernwärme
steht Göttingen schon recht klimafreundlich da. Der Stromverbrauch bei Privathaushalten
und im gewerblichen Bereich (also ohne den Verkehrsanteil) fällt dadurch mit 55
Prozent der CO2-Emissionen deutlich stärker ins Gewicht, obwohl er nur etwa ein
Drittel des Energieverbrauchs ausmacht." AG
Multiplikatoren mit gesellschaftlich relevanten Akteuren, die Kontakt zu den Für die erarbeiteten Maßnahmen werden die Einsparungen an CO2-Emissionen, Energie und Kosten sowie die Umsetzungskosten abgeschätzt. Über den Fortgang wird in den politischen Gremien berichtet. Die Öffentlichkeit wird laufend informiert (Veranstaltungen, Berichte, Internetseite etc.). |
| Stromanbieterwechsel
10.2.09
// "Das Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum (GUNZ) platzte am Montagabend
(9.2.) fast aus allen Nähten, sogar auf dem Flur saßen einige Zuschauer, die sich
über das Thema Stromanbieterwechsel informieren wollten. „Mit so vielen Interessierten
habe ich nicht gerechnet“ gestand Christoph Ochs vom GUNZ dann auch zur Begrüßung,
nachdem er noch einige Stühle dazu gestellt hatte. Frau Jutta Heuer von der Göttinger
Verbraucherzentrale war da weniger überrascht, „bei sovielen Kunden, die mit Problemen
beim Anbieterwechsel zu mir kommen, hätten mich auch deutlich mehr Besucher nicht
verwundert!“. Die Vorträge zu den Thema fanden die rund 40 Interessierten sehr
interessant, besonders erstaunt waren einige, als die Rechtsanwältin Johanna Feuerhake
aufzeigte, dass Ökostrom oft billiger ist, als der normale Basisstromtarif, den
die meisten Kunden beziehen. Mehrere Diskussionsteilnehmer sagten auch deutlich,
dass sie auf jeden Fall weg von den großen Anbietern wollten, auch wenn diese
einem das Wechseln häufig zu erschweren versuchen, so zumindest das Gefühl, welches
mehrere Besucher äußerten. Auch Gabriele Frühholz (ebenfalls Verbraucherzentrale
Göttingen) riet dazu, eher auch mal zu kleineren Ökostromanbietern zu wechseln.
„Bei einer Marktbeherrschung durch wenige große Unternehmen kann noch von keinem
freien Wettbewerb gesprochen werden, was sich auch negativ auf den Geldbeutel
jedes einzelnen Kunden auswirkt“. Doch wies sie auch auf große Einsparpotentiale
hin, die viele bei sich Zuhause noch lange nicht ausnutzen." (Text GUNZ) Elektrizität aus Kernkraft - Normalfall im Normaltarif Wer den Strom in Göttingen im Normaltarif bezieht liest auf der Rückseite der Rechnung z.B. "Unser Gesamtenergiemix setzt sich aus 47 % Kernenergie, 35 % fossilen und sonstigen Energieträgern sowie 18 % erneuerbaren Energien zusammen" . Die Frage ist nun, wie findet man einen preislich akzeptablen und zuverlässigen Stromanbieter ohne Kernkraftwerksnutzung ? U.a. auch das >> Göttinger Energiebündnis z.B. veranstaltete eine Stromwechselparty z.B. im Cafe Kabale. Fachkundige ReferentInnen berichten über die drei Ökostromanbieter. „Es ist nicht ausreichend, einen sogenannten Ökostromtarif von einem der vier großen Energiekonzerne zu wählen,“ erklärte Dietrich Wanke vom Göttinger Energiebündnis. „Wenn man ernsthaft etwas für den Ausstieg aus der Atomenergie tun möchte, und wenn man statt den Bau von 20 neuer Kohlekraftwerke lieber den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern will, muss man zu einem echten Ökostromanbieter wechseln“. Der Stromanbieterwechsel ist sehr einfach, so verließen allein im vergangenen Jahr nach den Zwischenfällen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel 250.000 Kunden den Stromkonzern Vattenfall. So
einfach ist da aber die Entscheidung nicht, wenn die Leute auf den Cent achten
müssen. Der Anbieter für regionalen Ökostrom http://www.reinstrom.de/
bietet als Arbeitspreis 2008 a) 21,20 Cent/kWh b) 21,80 Cent/kWh c) 22,99 Cent/kWh
an. Die anderen im Internet angebotenen Vergleiche veröffentlichen jedoch
nicht die Arbeitspreise ... Vielleicht ist doch wieder eine Stromwechselparty
mit Infos nötig ..
|
Energiebündnis - Zukunftswerkstatt Energie 7.4.08 / Text der Initiative / Die Grundversorgung mit Energie befindet sich zunehmend in einem offensichtlich desolaten Zustand. Immer schneller steigen die Endkundenpreise für nahezu alle Energiearten. Die Versorgungsunternehmen wurden vor Jahren ganz oder teilweise privatisiert, der radikalen Ideologie des freien Marktes folgend. Direkte Auswirkung davon ist, dass Entscheidungen innerhalb der nun privaten Energieversorgungsunternehmen weitgehend intransparent und fernab öffentlicher Kontrolle getroffen werden, obwohl sie die große Mehrheit der Bevölkerung direkt betreffen. Große Summen öffentlicher Gelder wurden in privatwirtschaftliche Unternehmen gepumpt, wo sie nun in erster Linie für das Gewinninteresse der jeweiligen Unternehmen arbeiten. Die erzielten Gewinne fließen anschließend zu nicht unerheblichen Anteilen in die Kassen der beteiligten vier Energiemonopolisten, die an den vormals kommunalen Versorgungsunternehmen beteiligt sind oder die kommunale Energieversorgung komplett in ihrer Hand haben. Dass diese bundesweit ihre marktbeherrschende Stellung zu ihren Gunsten und für überhöhte Gaspreise zu nutzen wissen, wird nicht zuletzt durch das aktuelle bundesweite Kartellamtsverfahren gegen zahlreiche Energieversorgungsunternehmen bestätigt.
Im Zuge der Bürgerfragen von Seiten
der GIGA, eines Antrags der Grünen und einer Anfrage der Linken im Stadtrat
(beide aus dem Kreis der GIGA initiiert), zeigte sich ein allgemeines und fraktionsübergreifendes
Unbehagen mit dieser Situation. Die politischen EntscheidungsträgerInnen
haben sich mit dem Beschluss zur Teilprivatisierung der Göttinger Stadtwerke
selbst in diese Situation gebracht. Mittlerweile jedoch ist aus den Verlautbarungen der Befragten und der von sich aus Stellung nehmenden FraktionsvertreterInnen ein aufkommendes Bewusstsein über die grundsätzliche Misere des schnell nahenden Endes fossiler Energieträger zu vernehmen. Die Erkenntnis, dass es Zeit reif ist für Veränderungen, dass man nicht einfach weitermachen kann wie bisher, scheint nun auch in der Kommunalpolitik heranzureifen. In Verbindung mit dem Entstehen vielfältiger kleiner privater Initiativen zur Gewinnung regenerativer Energieformen ist das zunehmende Nachdenken in Öffentlichkeit und Politik ein Indiz dafür, dass es an der Zeit ist, grundsätzlich an die Thematik heranzugehen: Wie soll die regionale Grundversorgung der Bevölkerung mit Energie in Zukunft gestaltet werden? Wie kann öffentliche Kontrolle hergestellt und Mitgestaltung möglich werden? Wir brauchen neue Ideen, neue Ideen brauchen einen Raum Um diese Fragen zu beantworten, möchten wir die aktuell und zukünftig Beteiligten und Betroffenen zusammenbringen und laden hiermit zu einem ersten Ideenaustausch ein. Wir möchten einen Raum für durchaus visionäre Denkansätze und Modelle schaffen, denn wenn wir heute nicht den bisherigen Rahmen verlassen, haben wir die Zukunft bereits verloren. Dies ist die unmissverständliche Botschaft des Klimarats der UN und vieler anderer Fachleute. Das erste Ziel einer Zukunftswerkstatt Energie ist eine offene Diskussion über die Zukunft der regionalen Energieversorgung. Ein weiterer Schritt könnte dann der Aufbau eines regionalen Netzwerks sein, für Informationsaustausch und natürlich auch für konkrete Vorhaben. Angesichts der oben geschilderten Ausgangslage gehen wir als Einladende davon aus, dass jener Weg, welcher wegführt von monopolartigen Strukturen, die auf Jahresbilanzen fixiert sind und jenseits einer öffentlichen Kontrolle agieren, der einzige ist, der zur Lösung der akuten Probleme beiträgt. Dies wäre ein Weg in Richtung Energieeinsparung, konsequentem Ausbau intelligenter Energieerzeugung aus regenerativen Quellen und Kraft-Wärme-Kopplung. Als sinnvolle Alternative zu den bestehenden Energiemonopolen erscheint uns ein kleinstrukturierter, vernetzter Verbund von mehr oder weniger in der Fläche verteilten Energieerzeugen, die je nach den örtlichen Gegebenheiten verschiedene Energiequellen kombinieren. Denkbar wäre z.B. der Aufbau eines regionalen Netzwerks kleinerer und größerer Genossenschaften zur Erzeugung und Verteilung der Energieträger. Es stellt sich auch die Frage, wie die existierenden Kompetenzen und Strukturen weiter genutzt und ggf. im Sinn einer zukunftsfähigen und dem Allgemeinwohl dienenden Ausrichtung angepasst werden können. Deshalb halten wir es für sinnvoll, auch den vormals kommunalen Versorger, die Stadtwerke Göttingen, in diese Diskussion mit einzubeziehen. Auch Fachleute, die Auskünfte über den Stand der Forschungen und Technik geben können, sollten eingeladen werden. Ebenso stellen wir uns vor, nach Möglichkeit regionale und überregionale Initiativen mit ihren bereits gesammelten Erfahrungen zu Wort kommen zu lassen. Perspektivisch muss ein solches Netzwerk nicht auf Fragen rund um Energiegewinnung, -verteilung und -einsparung beschränkt bleiben. Denkbar wäre für die Zukunft eine Erweiterung um z.B. Wasserversorgung, Abfallwirtschaft und Rohstoffrückgewinnung und andere Themen der Grundversorgung. Podiumsdiskussion
zur Energieversorgung Seit 2002 ist E.ON Mitte, eine Tochterfirma von E.ON, an den Göttinger Stadtwerken zu knapp 49% beteiligt. Auch das Göttinger Stromnetz gehört E.ON Mitte. Welche Chancen haben erneuerbare Energien in Göttingen? Unter dem Motto "Faire Energiepreise - Atomausstieg – erneuerbare Energien: mit E.ON & Co.?" Eingeladen sind Dr. Georg Scherer (CDU), Tom Wedrins (SPD), Jörg Klapproth (Windkraft Diemarden GmbH), Alexis Passadakis (Attac), Klaus Plaisir (Stadtwerke) und Andreas Wirtz (E.ON-Mitte). Felix Rosenkranz vom Göttinger Energiebündnis bezweifelt die Möglichkeit der Energiewende unter den derzeitigen Rahmenbedingungen: "E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW bilden auf dem deutschen Strommarkt ein Oligopol. Während die Strompreise seit dem Jahr 2000 um 48% gestiegen sind, machen die Konzerne mit abgeschriebenen Kohle- und Atomkraftwerken täglich Millionenprofite. International streben sie den Wiedereinstieg in die Atomkraft an. Für das Inland ist der Bau von circa 20 Kohlekraftwerken geplant. Klimaschutz ist für die Energiekonzerne unwesentlich mehr als ein Lippenbekenntnis." Auch zur Frage der Privatisierung der Göttinger Stadtwerke werden die Podiumsteilnehmer Stellung beziehen. Seit sich E.ON-Mitte zu knapp der Hälfte in die Stadtwerke eingekauft hat, sind die Gaspreise eklatant gestiegen. Die Stadtwerke verweigern die Offenlegung ihrer Preiskalkulationen. Mario Neukirch vom Energiebündnis kritisiert die Beteiligung E.ON-Mittes an den Stadtwerken: "Dezentralisierung und erneuerbare Energien passen nicht ins Konzept von E.ON-Mitte. Nach dem Willen des regionalen Versorgers sollen die Göttinger Bürger ihren Strom aus den Atom- und Kohlekraftwerken E.ONs beziehen. Daher setzten wir uns für die Rekommunalisierung der Stadtwerke und des Göttinger Stromnetzes ein." Über den Verlauf der Podiumsveranstaltung äußert sich Neukirch zuversichtlich: "Aufgrund der heterogenen Zusammensetzung der Redner, gehe ich davon aus, dass wir eine sehr kontroverse und interessante Diskussion haben werden." Richtig lüften und heizen! 16.1.09 / Die beste Art zu lüften ist, Durchzug zu schaffen. Nach höchstens zehn Minuten ist so die verbrauchte feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt. Wände, Decken und Möbel sollten dabei aber nicht auskühlen. Der Energieverlust bleibt gering. Das Dauerlüften durch Ankippen von Fensterflügeln ist zu vermeiden. Es sollte mindestens 2 mal täglich gelüftet werden. Das Heizkörperventil ist während des Lüftens zu schließen. Nicht vergessen: Nach dem Lüften wieder anstellen. Auch das richtigen Heizverhalten ist wichtig: Die Heizanlage sollte regelmäßig gewartet und eingestellt, die Heizkörper entlüftet werden. Heizkörper nicht durch Mobiliar zustellen oder Vorhänge bedecken, ein Abstand von ca. 10 cm sollte eingehalten werden. Nicht überheizen, aber ausreichend heizen! Die Temperatur in Wohnräumen sollte zwischen 19 und 21 Grad betragen. Die Türen zu weniger beheizten Räumen sollten geschlossen sein. Große Temperaturunterschiede zwischen den Räumen sind zu vermeiden. Wenn diese Tipps beachten werden, können Bauschäden vermieden und Energiekosten gespart werden. Über Einzelheiten zum Thema informieren wir gern. Für Mitglieder bietet Haus + Grund Göttingen e.V. eine kostenfreie Beratung durch den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Herrn Dr. Erhard Kühnle an. Ferner können Merkblätter und Informationen direkt in unserer Geschäftsstelle in der Groner-Tor-Straße 1, 37073 Göttingen, abgefordert werden. Göttingen, den 15.01.2009 Susanne Et-Taib Öffentlichkeitsarbeit Haus + Grund Göttingen e.V. |