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»NEIN zu Gewalt an Frauen!«

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Rückblick Veranstaltungsreihe 2008


NEIN. Zu Gewalt an Frauen und Transgender / Veranstaltungsreihe jan/Feb 2010

Organisiert vom Frauenforum Kontakt und Information: Frauenbüro der Stadt Göttingen Hiroshimaplatz 1-4 , 37083 Göttingen Tel.: 05 51 / 400 - 33 05 Fax: 05 51 / 400 - 28 87 Mail: frauenbuero@goettingen.de www.frauenforum-goettingen.de

15.12.09 / Die Gleichstellungsbeauftragten der Philosophischen & Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen richten von 12.01. – bis 10.02.2010 Veranstaltungen zu den Themen Sexismus, Rassismus, Ableismus und Transphobie aus.
Pressemitteilung: "Gewalt gegen Frauen und Transgender ist Alltag in unserer Gesellschaft. Gewalt tritt in den unterschiedlichsten Formen auf, wie etwas Sexismus, Rassismus, Ableismus oder Transphobie. Auch die Universität ist nicht frei davon. Ein Blick auf die Göttinger Realität macht das sehr deutlich. Ganze 75% aller Frauen sind Betroffene sexueller Belästigung am Arbeitsplatz – auch an der Uni-Göttingen. Aber auch Rassismus ist an der Universität verbreitet. Das zeigt etwa der rassistische Überfall der sich am sich am 14.11.2009 auf dem Uni-Parkplatz ereignete . Eine Frau mit Kopftuch wurde von mehreren Männern rassistisch beleidigt, zu Boden gestoßen und getreten. Damit nicht genug fand auch ein transphober Übergriff auf dem Uni-Campus statt. Am 26.10.2009 wurde ein Transgender auf dem Weg ins nächste Seminar von einer Frau mit einer Morddrohung bedroht.
Dies sind nur einige Beispiele für die alltägliche Gewalt gegen Frauen und Trangender an der Universität Göttingen. Die Veranstaltungsreihe will für diese Gewaltformen sensibilisieren und Möglichkeiten sich gegen sie zur Wehr zu setzen aufzeigen. Eine Sprecherin der Gleichstellungsbeauftragten sagte dazu: "Wir sind alle gefragt auf dem Campus ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen ohne Angst verschieden sein können. Wir bitten euch, sofort zu reagieren, wenn ihr solche Übergriffe miterlebt oder selbst erlebt. Wehrt euch. Solidarisiert euch mit den Betroffenen. Konfrontiert die TäterInnen. Macht Vorfälle öffentlich und/oder wendet euch an die Gleichstellungsbeauftragten."

Übergriffiges Verhalten am Arbeitsplatz Vortrag von Ute Zillig, Mitarbeiterin des Frauen Notrufes Göttingen Termin/Ort: Dienstag, 12.01.2010, 19 Uhr. Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG) 005, Platz der Göttinger Sieben 5. Übergriffiges Verhalten, von nervigen Sprüchen bis zu sexualisierter Gewalt, ist nach wie vor zumeist ein tabuisiertes Thema. Dabei ist dieses für viele Alltag. Jede dritte bis vierte Frau und jeder siebte Mann sind betroffen von sexuell konnotierten übergriffigem Verhalten. Und auch die Uni ist nicht frei davon. Eine Sensibilisierung für dieses Thema kann dazu beitragen, dass dies nicht mehr Alltag sein kann. Was genau unter übergriffigem Verhalten zu verstehen ist, in welchen Formen es sich äußert und welche Handlungsmöglichkeiten und Reaktionswege bestehen, ist Thema dieses Vortrages.

Wendo-Kurs für Fortgeschrittene Workshop mit Simon Wörmann Termin: Samstag, 16.01.2010: 10-17 Uhr, Sonntag, 17.01.2010: 11-15 Uhr. Anmeldung für FrauenlesbenTransgender unter: workshopphilfak@gwdg.de Für viele FrauenLesbenTransgender gehört die Erfahrung von Sexismus, Rassismus, Homound Transphobie zum Alltag. Wendo bietet ein Konzept um auf einer praktischen Alltagsebene Gegenstrategie zu entwickeln und sie in einem geschützten Rahmen gemeinsam mit anderen auszuprobieren. In diesem Aufbauworkshop vertiefen wir die Grundstechniken, von Wendo lernen neue Abwehrtechniken kennen und experimentieren mit Stimme, Stand und Körpersprache. Es gibt dabei die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen in Form von Rollenspielen auf konkrete Situationen einzugehen.

"My Body Is Not For You To Exam" Perspektiven von Frauen/ Queers of Color auf Rassismus - Ableism/ Behinderung - Heteronormatitvität Vortrag von Christiane Hutson, Sozialwissenschaftlerin und Lehrbeauftragte der Gender Studies (HU Berlin) und der Erziehungswissenschaften (Universität Bielefeld). Mitfrau des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Oldenburg. Termin/Ort: Freitag, 22.01.2010, 19 Uhr. Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG) 005, Platz der Göttinger Sieben 5. In diesem Vortrag möchte ich - begrenzt durch meine Perspektive als kranke Schwarze nichttrans Hetera - eigensinnige und vielstimmige Erfahrungsweisen von ›Behinderung‹ und ›Krankheit‹ aus den Perspektiven Nicht-/ Behinderter Frauen und Queers of Color vorstellen. Um zu verdeutlichen, dass »Behinderungen« immer von einer bestimmten Position aus gedacht und somit in Machtstrukturen eingebunden sind, skizziere ich im ersten Teil weiße nichtbehinderte, nichtkranke Wissensproduktion im post-/ kolonialen Zusammenhang. Ich versuche darzustellen, wie während des deutschen Kolonialismus Wissen über People of Color geschrieben wurde. Und wie dieses Wissen in gegenwärtigen Verständnisweisen von Behinderung/ Krankheit und sexuellen Normen widerhallt. Im zweiten Teil lege ich Wissenstraditionen und Verständnisweisen dar, die Frauen und Queers of Color in Auseinandersetzung mit rassistischen Gesundheitssystemen und rassifizierender medizinischer Wissensproduktion entwickelt haben.

Gesellschaftliche Dimensionen und Rahmenbedingungen der Transphobie

Vortrag von Adrian de Silva Termin/Ort: Mittwoch, 10.02.2010, 19h. Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG) 005, Platz der Göttinger Sieben 5. Transphobie bezeichnet individuelle und gesellschaftliche, bewusste und unbewusste Vorurteile, Diskriminierungen und Gewalt gegen Menschen, die nicht ins klassische Frau-/Mann-Schema hineinpassen. Nach einer eingehenden Begriffserklärung geht es in diesem Vortrag darum, anhand von ausgewählten Beispielen Dimensionen der Transphobie systematisch aufzuzeigen, ihre Entstehungsbedingungen geschlechtertheoretisch zu erfassen und Gegenmaßnahmen zu diskutieren.

Programmreihe 2009 : "Frei leben – ohne Gewalt!"

Fast einen ganzen Monat lang präsentiert das Göttinger Frauenforum ab 14. November dieses Jahres Veranstaltungen unter dem Motto "Frei leben – ohne Gewalt". Im Mittelpunkt steht dabei der Mittwoch, 25. November 2009, als Internationaler Tag "Nein zu Gewalt an Frauen". Fahnen am Alten und Neuen Rathaus und in der Fußgängerzone werden darauf aufmerksam machen. Vor der Jacobikirche wird das Frauenforum von 12.00 bis 18.00 Uhr mit einem Informationsstand über diesen Tag informieren und auf Göttinger Hilfsangebote für Frauen hinweisen, die von Gewalt betroffen sind. Die Theatergruppe des Fördervereins Frauenhaus Göttingen e.V. zeigt Straßentheater. Um 20.00 Uhr geht es in der Galerie Apex weiter mit einer Lesung von Julia Hansen, die "Zeit der Schmetterlinge" vorstellt. Dieses Buch schildert die persönlichen Schicksale von vier Schwestern, die in der Dominikanischen Republik Widerstand leisteten. Drei von ihnen wurden am 25.11.1960 ermordet. Iva Wagner ( terre des femmes) ergänzt die Lesung mit einem Erfahrungsbericht ihrer Organisation zum Internationalen Tag "Nein zu Gewalt an Frauen". Terre des femmes hat 2001 bundesweit die Fahnenaktion angestoßen, an der sich Göttingen von Anfang an beteiligt und an der inzwischen fast 1000 Kommunen teilnehmen.

Arbeitskreis »Frauen und Erwerbstätigkeit«Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Bündnis 90 / Die Grünen, BPW Business and Professional Women Germany Club Göttingen e.V., DGB Region Südniedersachsen Harz,Frauenbüros Stadt Göttingen / Gemeinde Rosdorf / Universität Göttingen, Frauengesundheitszentrum e.V., Frauenhaus Göttingen e.V., Frauen-Notruf e.V., Frauenunion Stadtverband Göttingen, Frauenzimmer e.V., IG Metall Göttingen, Integrationsrat Göttingen, ISIS e.V., Kore e.V., Opferhilfebüro Göttingen, Pro Familia e.V., Therapeutische Frauenberatung e.V., Unabhängige afghanische Frauen, ver.di Südniedersachsen,

Entstehung des Gedenktags

Der 25. November ist der Internationale Tag »NEIN zu Gewalt an Frauen!«. Dieser Gedenktag geht zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich in diesem Zusammenhang an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Lateinamerikanische und karibische Feministinnen haben deshalb 1981 den 25. November als internationalen Gedenktag an die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen. Seit 2001 beteiligt sich das FRAUENFORUM GÖTTINGEN an der von Terre des Femmes initiierten bundesweiten Fahnenaktion »Frei leben – ohne Gewalt « und organisiert ein Veranstaltungsprogramm rund um den Internationalen Tag »Nein zu Gewalt gegen Frauen!«.

2009

Veranstaltungsprogramm 14.11. – 10.12.2009 zum Internationalen Tag »Nein zu Gewalt an Frauen!«

Samstag, 14. November 2009 x 19.30 Uhr Café Kabale x Geismar Landstr. 19 Vergewaltiger – Lisbeth kriegt dich! Gewalt gegen Frauen als Thema von Stieg Larssons »Verblendung« Diskussion im Anschluss an den Film (den das Kino Lumière um 17.00 Uhr zeigt). Gewalt gegen Frauen ist ein übliches Thema von Krimis. Besonders erfolgreich wird es von Stieg Larsson behandelt. Seine Heldin Lisbeth Salander ist tough, gepierct, autonom, ab und zu lesbisch, eine begnadete Hackerin und wurde vergewaltigt. Sie rächt sich an dem Täter und kämpft erfolgreich gegen »die Männer, die Frauen hassen«. Ein Massenpublikum hat diese Darstellung einer Frau, die Gewalt erfährt und sich wehrt, gelesen oder im Kino gesehen. Trägt »Verblendung« dazu bei, für das Thema zu sensibilisieren? Oder ist es voyeuristisch und stellt zu oft Gewalt explizit dar? Welche Wirkungen auf die Debatte um sexualisierte Gewalt können davon ausgehen? Über diese und andere Fragen lädt das Frauenforum zur Diskussion ein. In Zusammenarbeit mit dem Kino Lumière und dem Café Kabale.

Montag, 23. November 2009 , 17.00 Uhr Freie Altenarbeit Göttingen e.V. x Am Goldgraben 14 Inwieweit sind ältere Frauen von Kriminalität betroffen? Ist das höhere Ater eher ein »sicherer Hafen« oder eine »gefährliche Zone«? Was wissen wir über die tatsächliche Gefährdungslage von älteren Menschen? Was lässt sich über die besondere Situation pflegebedürftiger Menschen sagen? Zu diesen Fragen werden die Befunde einer aktuellen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Studie vorgestellt. Vortrag: Barbara Nägele, zoom Göttingen In Kooperation mit der Freien Altenarbeit Göttingen.

Mittwoch, 25. November 2009 12.00 - 18.00 Uhr Fußgängerzone/Jacobikirche Aktionen und Informationen des Göttinger Frauenforums zum Internationalen Tag »Nein zu Gewalt gegen Frauen«

Mittwoch, 25. November 2009 , 20.00 Uhr Apex x Burgstr. 46 25. November: der internationale Aktionstag »NEIN zu Gewalt an Frauen!« – Informationen von Terre des Femmes und Lesung mit Julia Hansen Vor knapp dreißig Jahren wurde der Aktionstag durch lateinamerikanische Feministinnen initiiert. Er geht zurück auf den Kampf der drei Schwestern Mirabal gegen den Diktator Trujillo in der Dominikanischen Republik. Am 25. November 1960 wurden sie vom militärischen Gehmeindienst nach monatelanger Folter getötet. Der Kampf der Mirabal- Schwestern für Frauenrechte und gegen Gewalt soll mit dem Gedenk- und Aktionstag international fortgesetzt werden. Zu Geschichte und Gegenwart des Aktionstages wird eine Referentin von Terre des Femmes informieren. Einen literarischen Einblick in das Leben und den Kampf der Schwestern Mirabal wird Julia Hansen geben, die aus dem Roman »Zeit der Schmetterlinge « liest. Eine Veranstaltung des Frauenforums mit freundlicher Unterstützung durch

Mittwoch, 2.12.2009 , 15.30 Uhr Freie Altenarbeit Göttingen e.V. x Am Goldgraben 14 Erzählcafé: Wie sicher fühle ich mich? Oft wird unterstellt, dass ältere Menschen sich in besonderem Maße gefährdet fühlen. Aber wie ist es tatsächlich? Wie sicher fühlen sich gerade ältere Frauen und wie stark bestimmt die Furcht vor Kriminalität und Gewalt ihre Lebensgestaltung? Wir sprechen über Sicherheitsgefühle und Sicherheitslagen und Möglichkeiten des Umgangs damit. Erzählerinnen und Vertreterinnen der Polizei sprechen zum Sicherheitsempfinden älterer Frauen. In Kooperation mit der Freien Altenarbeit Göttingen.

Donnerstag, 10. Dezember 2009 12.00 - 18.00 Uhr Frauen-Notruf e.V. x Kurze-Geismar Str. 43 TAG DER OFFENEN TÜR im Frauen-Notruf e.V. – Beratungs- und Fachzentrum sexuelle und häusliche Gewalt Wie sieht eigentlich eine Gewaltberatungsstelle von innen aus? Was befindet sich in einem Präventionskoffer? Wie funktioniert pro-aktive Beratung und was genau macht denn die neue Kinder- und Jugendberatung Phoenix? In den offenen Räumen des Frauen-Notrufs können sich Besucherinnen und Besucher anhand praktischer Beispiele diese und viele andere Fragen beantworten lassen. Für Kaffee, Saft und Kuchen ist gesorgt. Die Mitarbeiterinnen des Beratungs- und Fachzentrums freuen sich auf Ihren Besuch!


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2008

Mitarbeitende Organisationen im Frauenforum 2008
Frauenhaus Göttingen e.V.
Frauen- Notruf e.V.
Frauengesundheitszentrum e.V.
Therapeutische Frauenberatung e.V.
Pro Familia e.V.
Frauenbüros Stadt Göttingen Gemeinde Rosdorf Frauenzimmer e.V.
Integrationsrat Göttingen
ISIS e.V.
Kore e.V.
Unabhängige afghanische Frauen
Opferhilfebüro Göttingen

Gleichstellungsbüro Universität Göttingen
Gleichstellungsstelle Landkreis Göttingen
IG Metall Göttingen
DGB Region Südniedersachsen - Harz
ver.di Südniedersachsen
Arbeitskreis »Frauen und Erwerbstätigkeit«
AG sozialdemokratischer Frauen
Frau e.V.
Bündnis 90/ Die Grünen
BPW - Business and Professional Women
Germany Club Göttingen e.V.
Evangelisches Frauenwerk
Frauenunion - Stadtverband Göttingen

Internationaler Tag »NEIN zu Gewalt an Frauen!« 2008

Veranstaltungsprogramm 05.11. – 08.12.2008

Dienstag, 25.11.2008, 12.00 – 17.00 Uhr Infostand des Göttinger Frauenforums zum Internationalen Tag »Nein zu Gewalt an Frauen!« Ort: Foyer Neues Rathaus Mittwoch,

26. 11. 2008, 18.00 Uhr Gäste aus Südafrika
Seit 2007 unterhält die Therapeutische Frauenberatung e.V. im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft zwischen Eastern Cape (Südafrika) und Niedersachsen einen Austausch mit dortigen Frauenorganisationen und Regierungsvertretern. Langfristig sollen gemeinsame Projekte zur Unterstützung von gewaltbetroffenen Frauen entwickelt und durchgeführt werden. Anlässlich des Internationalen Tages »Nein zu Gewalt an Frauen« ist eine Delegation von Vertretern und Vertreterinnen des Department of Sport, Recreation, Arts & Culture aus East London in Göttingen zu Gast. Bei Interesse bitte unter Tel. 4 56 15 anmelden! Ort: Altes Rathaus Göttingen

Montag, 8.12.2008, 18.30 – 20.00 Uhr ANA & ANDA – Musik und Bühnenkunst aus Karlsruhe präsentieren Lieder, die sich dem Thema sexuelle und körperliche Gewalt von verschiedenen Seiten annehmen. »Verändern können wir die Dinge nur, wenn wir hinschauen, anstatt wegzugucken. Wir wollen Betroffenheit wecken und schließlich Mut zum Handeln und Umdenken machen.«

Mittwoch, 05.11.08, 19.00 Uhr Frau – Krüppel – Feministin Lesung mit Nazmiye Güçlü, Veranstalterin: Frauenhaus Göttingen e.V. , Veranstaltungsort: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Lange Geismarstr. 72-73 ·EG Raum 2 / Nazmiye Güçlü veröffentlichte vor kurzem ein Buch mit den aufsehenerregenden Titel "Ich kaufte ein Auto und wurde zur Frau". Anekdotenhaft schildert sie ihre diskriminierenden Erfahrungen und Probleme als behinderte Frau in der Türkei und regt durch ihre Ausstrahlung enormer Energie und Stärke zur Auseinandersetzung im Umgang mit Diskriminierung in unserer Gesellschaft an. Die Lesung erfolgt auf Türkisch und wird in die deutsche Sprache übersetzt. Nazmiye Güçlü ist 1960 in Zeytinburnu (Istanbul) geboren und aufgewachsen. Sie absolvierte ein Studium an der TU Istanbul im Fach Chemieingenieurwesen. Die Autorin engagiert sich auch in anderen Bereichen für Menschenrechte, z.B. in einer Organisation lesbischer und bisexueller Frauen

Donnerstag, 20.11.08, 20.00 Uhr Im Schatten des Bösen Der Krieg gegen die Frauen im Kongo
Im Krankenhaus Panzi werden schwer verletzte und traumatisierte Frauen und Mädchen behandelt. Sie sind Opfer grausamer Vergewaltigungen geworden. Denn im Nordosten des Kongo herrscht noch immer Krieg. Susanne Babila, Kameramann Jürgen Killenberger und Tontechniker Felix Hugenschmidt haben einige Frauen vier Wochen begleitet und sind Zeugen unvorstellbarer Menschenrechtsverbrechen geworden. Dieser Film mit anschließender Diskussion wird in Kooperation mit dem Lumière gezeigt. Eintritt: 5,50 € /erm. 5 € Ort: Lumière Geismarlandstr. 19

Dienstag, 25.11.2008 bis Freitag, 5.12.2008 Schlusspunkt. Ausstellung gegen Männergewalt!
Mit dieser Ausstellung macht das Frauenhaus Göttingen auf das Thema Gewalt gegen Frauen und auf konkrete Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene in Göttingen aufmerksam. »Sei nicht zahm, schlag Alarm!« Dies ist das Motto der vom Frauennotruf Trier initiierten Ausstellung von Werbeplakaten zum Thema Gewalt gegen Frauen.

frauentag03_4.jpg (9000 Byte)
Plakat von Dietz+Partner

frauentag03_5.jpg (12229 Byte)
Plakat von Zink+Kraemer

Zwei Beispiele aus der Ausstellung, das Plakat links hat die Aufschrift: "Er hat sie geliebt, er hat sie geheiratet, er hat Kinder mit ihr, er hat sie geschlagen, er hat die Kinder geschlagen, er vergewaltigt sie ... Sie hat angerufen. (Hinweis auf die Möglichkeit für Frauen, im Frauenhaus anzurufen)

Namhafte Werbeagenturen haben 28 Plakate entworfen, mit denen der Gewalt gegen Frauen Paroli geboten wird. Offensiv wird das Ziel verfolgt, Wege aus der Gewalt aufzuzeigen, die Täter zu ächten und die Betroffenen zur Gegenwehr zu animieren. Dies gelingt durch die provokativen Bilder und Aussagen und die beeindruckende Größe der einzelnen Exponate. Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 25.11.2008, 16.00 Uhr durch Dr. Dagmar Schlapeit-Beck (Dezernentin für Soziales und Kultur der Stadt Göttingen) und weitere Vertreterinnen der Frauenprojekte in Göttingen. Veranstalterin: Frauenhaus Göttingen e.V. Ort: Foyer Neues Rathaus - Die Ausstellung wurde schon einmal im Rahmen des "Frauentages 2003" in Göttingen gezeigt.

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Internationaler Tag "Nein zu Gewalt an Frauen!" 2003

Schwerpunktthema war 2003 "Mode, Macht & Frauenrechte"
Frauen in der Textilwirtschaft  "Im Osten nichts Neues? Zur Situation in der Textilwirtschaft in Osteuropa"  Über 90% der in Deutschland verkauften Kleidung werden im Ausland hergestellt. Die Beschäftigten in der Textilindustrie sind zu über 90% Frauen, die meist unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten: 10 bis 12 Stunden Arbeit pro Tag, Hitze in den Produktionshallen, ungenügende Wasserversorgung, permanente Überwachung durch Kameras. Oft erhalten die Frauen für diese Arbeit nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn, und Versuche, sich gewerkschaftlich zu organisieren, werden rigoros unterbunden. Dadurch befinden sich die Frauen in weitgehender Abhängigkeit von ihren Arbeitgebern, durch die sie zudem oft geschlechtsspezifischen Diskriminierungen wie sexuelle Belästigung oder Entlassung bei Schwangerschaft ausgesetzt sind.
Gewalt gegen Frauen erkennen und helfen - aber wie?"
Vortrag und Diskussion mit Dipl.-Psych. Maren Kolshorn, Frauen-Notruf e.V. in Kooperation mit dem Frauenforum. Gewalt gegen Frauen war lange Zeit ein Tabu, das erst durch die Frauenbewegung eine Öffentlichkeit bekam und nun auch politische Beachtung gefunden hat. Wer schlägt, muss gehen! Susanne Hoffmann, Mitarbeiterin des Göttinger Frauenhauses, gab über die aktuelle Situation Auskunft.

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