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Internationaler Frauentag 8. März

Geschichte des Internationalen Frauentags 8. März
Zu den Begrifflichkeiten um den Frauentag
Von Frauen zu FLTI

> Frauen (Leitseite)

Frauentag 2017
Frauentag 2016
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>2008 AKM e.V.
>2008 / Fotos


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Frauentag 2002
Frauentag 2001

Zu einigen Begrifflichkeiten

> "Muttertag"


Geschichte des Internationalen Frauentags 8. März

1910 beschließen etwa 100 Frauen aus 17 Nationen auf der sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, künftig jedes Jahr einen Frauentag mit internationalem Charakter zu veranstalten. In Europa wird erstmals am 19. März 1911 zum Internationalen Frauentag aufgerufen. 1921 wird der 8. März zum einheitlichen Datum hierfür erklärt. Ziel des Frauentages war und ist es, die rechtliche, politische und soziale Gleichstellung von Frauen zu erreichen. Ein zentrales Thema war in den Anfangsjahren die Einführung des Wahlrechts für Frauen. Das Themenfeld ist vielfältiger und komplexer geworden.

Zu den Begrifflichkeiten um den Frauentag

Der Begriff "Frauentag" wird implizit in Frage gestellt durch die Kritik an der sozialen Zweiteilung der Geschlechtlichkeit in "Frauen" und "Männer", ohne Rücksicht auf Homosexualität, Transsexualtität, Intersexualität (FLTI). Um dies im Aufruf unterzubringen wimmelte z.B. der Aufruf des Bündnis 8. März 2016 nur so von Sternchen.

Über das "...Innen" und das "..._innen" zu "...*innen
Hierzu übernehmen wir einen Text der Humboldt-Uni Berlin: "Frauen_Lesben_Trans*_Inter* (abgekürzt: FLT*I*) umfasst verschiedene Selbstbezeichnungen und Identitäten. „Lesbe“ wird hier getrennt von der Kategorie „Frau“ aufgeführt, weil es auch eine Selbstbezeichnung von Menschen ist, die sich explizit nicht als „Frau“ definieren. Außerdem soll damit darauf hingewiesen werden, dass „Frau“ i.d.R. heterosexuell gedacht wird. Trans* bzw. Transgender sind offene Begriffe für Menschen, die nicht (oder nicht ausschließlich) in dem Geschlecht leben wollen oder können, das ihnen bei ihrer Geburt zugewiesen wurde. In Abgrenzung hierzu sprechen wir von Cis-Gender, also Menschen, die sich mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Gender identifizieren. Cis-Männlichkeiten sind vom FLT*I*-Tresen ausgeschlossen! Intersexuelle bzw. intergeschlechtliche Menschen werden mit einem Körper geboren, der den typischen Standards und Normen von „Mann“ und „Frau“ nicht „eindeutig“ zuzuordnen ist. Die Unterstriche symbolisieren, dass es auch Übergänge und Zwischenräume zwischen den verschiedenen Kategorien geben kann."

Versuch sich von der biologischen Trennung zu verabschieden
Die AutorInnen der Texte zum Frauentag 2014 versuchten diese Differenzierung in die Praxis umzusetzen fanden aber keine überzeugende Lösung. Das Sternchen hinter Frauen* und Männern*, sollte "sprachlich Menschen Platz geben, die sich nicht in dem Gegensatzpaar Frau/Mann verorten können oder wollen". Dies wurde in den Texten damit gelöst, dass einerseits "männlich Dominiertes" von andererseits dem "nicht männlich Dominierten" abgegrenzt wird. "Nicht männlich dominiertes" wird dann als diejenige Personengruppe definiert, die dem Frauentag zuzuordnen ist. Biologische Männer, die sozial "weiblich konstruiert" sind können so dem "nicht-männlichen" zugeordnet werden. Der Fall "männlich konstruierter Frauen" wird nirgends angesprochen und selten angedacht. Sofern dieser Begriff also überhaupt in Gebrauch käme, würden diese (biologischen) Frauen dann eher über den Begriff "Frauen" ebenfalls dem "nicht-männlich dominierten" Bereich zugeordnet?

"Gut verdienende Frauen..."
Der Bündnisaufruf 2014 führte interessanterweise mit den "gut verdienenden Frauen" z.B. auch eine Differenzierung nach ökonomischen Klassen ein. Diese Unterscheidung blieb aber wenig beachtet. Andere Differenzierungen wie weiß/nicht-weiß , mit Pass/ohne Pass, MigrantInnen, Flüchtlinge fanden stärkere Beachtung in der Diskussion.

Schwangerschaftsabbruch nur noch Thema bei Klerikal-Fundis
Gleichzeitig sind Themen wie z.B. ungleiche Bezahlung und Schwangerschaftsabbruchnoch immer aktuell, verlieren aber an Beachtung in Teilen der FLTI-orientierten Bewegung. Sarah Diehl hat in dem Sammelband "Hot Topic" der III Frauenbewegungs-Welle pointiert darauf hingewiesen dass gerade der Schwangerschaftsabbruch ein sträflich vernachlässigtes Thema sei und dies den Christlichen Fundamenntalistinnen und modern daherkommenden Anti-Abtreibungs-Webseiten das Feld überlasse.

 

Internationaler Frauentag 2017


Demo am 4.3.17 / ab Marktplatz (foto: goest)


Liesel mit pussy-hat , und coloured stinkefingers (foto: goest)


Not fighting for flowers! Start am Markt (foto: goest) / What is the old woman looking for?


Demo 4.3.17 / Weender Straße, grob geschätzt ca. 350Teilnehmer*innen (foto: goest)

 

Bündnis 8. März / Aufruf aus der FLTIQ*-Bewegung

RECLAIM FEMINISM – We are not fighting for flowers!*
Demonstration: Samstag, 4. März | 14 Uhr Gänseliesel Göttingen* * Reclaim**feminism - We are not fighting for flowers!*

Der 8. März ist offiziell der „internationale Frauentag“. Dieser Tag bedeutet für uns jedoch mehr, als die vermeintliche Gleichstellung nur zweier Geschlechter zu feiern und Blumen zu verschenken. Für uns ist dieser Tag der internationale FrauenLesbenTrans*-Kampftag. Es geht uns darum, gemeinsam Kämpfe gegen das Patriarchat und für Emanzipation und Selbstbestimmung zu führen. Lasst uns gemeinsam für sexuelle Selbstbestimmung kämpfen und für eine Welt ohne Sexismus und sexualisierte Gewalt. *Sexualisierte Gewalt ist Alltag! Der Kampf dagegen ebenso!* Ein allgegenwärtiges Problem unserer männlich dominierten Gesellschaft ist nach wie vor sexualisierte Gewalt. Laut einer BMFSFJ-Studie hat jede 7. „in Deutschland lebende Frau“ bereits „strafrechtlich relevante Formen“ sexualisierter Gewalt erlebt. Das zu eng gefasste Rechtsverständnis davon, was als Gewalt anerkannt wird, lässt eine hohe Dunkelziffer vermuten. Hinzu kommt, dass den Betroffenen sowohl im privaten Umfeld, als auch von Behörden oft nicht geglaubt wird. Umso wichtiger ist es, den Betroffenen von sexualisierter Gewalt Gehör zu verschaffen. Es sind nicht die Betroffenen, die Schuld sind, sondern diejenigen, die Gewalt ausüben! Menschen, die sich von der gesellschaftlichen „Norm“ unterscheiden, sind von spezifischen Formen sexualisierter Gewalt betroffen, z.B. Queer- , Inter*- oder Trans*- Personen, von Rassismus betroffene Personen und Menschen, die von der Gesellschaft be_hindert werden. Unterstützungsangebote müssen ausgeweitet und den spezifischen Belangen und Situationen von Betroffenen angepasst werden. Die Botschaft an alle Betroffenen sexualisierter Gewalt lautet: *Ihr seid nicht allein!* *Keine Vereinnahmung von Feminismus für rassistische Positionen!* Konservative, rechte und nationalistische Einstellungen sind in der Gesellschaft schon lange tief verankert und treten gegenwärtig vermehrt in Erscheinung. Dabei gehen rassistische, antifeministische, queer und trans*feindliche Positionen miteinander einher. Scheinbar widersprüchlich wird der Einsatz für die Verteidigung von „Frauenrechte“ für rassistische Stimmungsmache genutzt. Sexismus wird darin zu einem Problem der „Anderen“ gemacht und „nicht westliche Kulturen“ werden als rückständig und gewaltvoll abgewertet. Dabei wird ausgeblendet, dass auch in der vermeintlich fortschrittlichen, weiß-deutschen Gesellschaft Sexismus und sexualisierte Gewalt weit verbreitet sind und dass nicht nur „die deutsche Frau“ von sexualisierter Gewalt betroffen ist. Wir stellen uns gegen die Instrumentalisierung von sexualisierter Gewalt zur Rechtfertigung von rassistischen Positionen und Handeln! /Wir rufen dazu auf, am 4. März mit uns auf die Straße zu gehen. Wir kämpfen für ein Ende dieser alltäglichen patriarchalen Zustände, gegen sexistische und rassistische Gewalt, nationalistische Abschottungspolitik und für eine solidarische Gesellschaft./

Unser Feminismus bleibt antirassistisch!


Frauenforum
Frauenforum
c/o Frauenbüro der Stadt Göttingen Neues Rathaus)

..für Gleichstellung

8.3.17 Deutsches Theater DT-Keller, 19 Uhr „Anspruch trifft Wirklichkeit – Kommunalpolitik trifft Frauenforum“ Frauen aus Kreistag, Rat und Frauenforum geben Einblick in ihr gelichstellungpolitisches Engagement,. Veranstalterin Frauenforum Göttingen. ( Von den Grünen ist Susanne Stobbe anwesend)

9.3.17 Antifeminismus: in der Mitte der Gesellschaft angekommen, 18-20 Uhr Kreishaus, Reinhäuser Landstr. 4, Raum 018, Referentin Juliane Lang (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechsextremismus) Veranstalteri: Gleichstellungsstelle Landkreis Göttingen.

11.3.17 Markt Infostand „Armut ist Weiblich“, 10-14 Uhr, ver.di Ortsfrauenrat

15.3.17 Holbornsches Haus, Rote Straße 34, 19 Uhr „Gegen den permanenten Verfassungsbruch“, Prof, Dr. Silke Laskowski Paritébündnis, Vorstellung und Unterzeichnung der Göttinger Erklärung. Über 130 Personen - u.a. Vertreterinnen des Göttinger Frauenforums - haben sich dieser Klage angeschlossen, um die Wahlgesetzgebung auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu überprüfen. Art. 3 Abs. 2 sieht die "tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern" und "die Beseitigung bestehender Nachteile" durch den Staat vor. Die Göttinger Erklärung, die am 15. März unterzeichnet wird, fordert ein Paritätsgesetz für Deutschland, um eine gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen und Männern sicherzustellen. Bis Ende März liegt die Erklärung im Frauenbüro der Stadt im Neuen Rathaus zur Unterzeichnung bereit.

Gewerkschaften

Not for Flowers but for Euros we are fighting

Zum Internationalen Frauentag 2017
Gewerkschaft Nahrung Genuß Gaststätten NGG fordert Lohngerechtigkeit

Im Kreis Göttingen gut drei Viertel aller Teilzeit-Jobs in Frauenhand Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Davon ist ein Großteil der arbeitenden Frauen im Landkreis Göttingen weit entfernt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verdienen Frauen im Schnitt für dieselbe Tätigkeit noch immer sieben Prozent weniger als Männer – andere Faktoren wie niedrigere Arbeitszeiten nicht mitgerechnet. im Kreis Göttingenbekommen Frauen aber nicht nur einen geringeren Stundenlohn. Sie arbeiten auch noch überdurchschnittlich oft in prekären Jobs. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung waren zuletzt 78 Prozent aller Teilzeit-Beschäftigten im Landkreis Göttingen weiblich (ohne Osterode). Und auch bei den Minijobs ist der Frauenanteil dort mit 60 Prozent hoch. Die Folgen davon bekommen viele Frauen spätestens im Rentenalter zu spüren. Wegen niedriger Einkünfte und Unterbrechungen im Erwerbsleben sind weibliche Beschäftigte besonders oft von Armutsrenten betroffen und dann auf Stütze vom Staat angewiesen. Aber auch bei Arbeitslosigkeit oder nach einer Scheidung steht ein Großteil der Frauen mit leeren Händen da.
Das geplante Gesetz zur Lohngerechtigkeit ist dabei ein erster wichtiger Schritt“, sagt Siedentop. Allerdings soll nach dem Gesetz der individuelle Anspruch darauf zu erfahren, was der Rest der Belegschaft verdient, auf Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten beschränkt bleiben. „Für den Großteil der Hotels, Gaststätten oder Bäckereien im Kreis Göttingen greift das Gesetz damit zu kurz, Nötig sei stattdessen ein verbrieftes Recht auf die gleiche Bezahlung für die gleiche Tätigkeit. die Gewerkschaft prüft bundesweit 3.500 Tarifverträge auf Diskriminierung bei Lohn und Gehalt.

.... und für Flexibilisierung und Alterssicherung

Zum Internationalen Frauentag 2017
DGB Südniedersachsen-Harz fordert "gute Arbeit 4.0 für Frauen".

Auszüge aus einem Text von Gewerkschaftssekretärin Agnieszka Zimowska
(..) ein Großteil der weiblichen Beschäftigten arbeitet mit digitalen Technologien. Wir müssen den digitalen Wandel nutzen, um Frauen neue Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu bieten", (...) . Home-Office und mobiles Arbeiten bieten Beschäftigten die Option, das Arbeitsleben besser an private Bedarfe anzupassen. Davon können insbesondere Beschäftigte mit Familien profitieren. "Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Privatem und Berufsleben nicht weiter verwischen. Deshalb ist ein Recht auf Log off so wichtig. Gute Arbeit 4.0 heißt, dass die Beschäftigten mitentscheiden, wenn zum Beispiel die Betreuung von Kindern flexible Arbeitszeiten erfordert", Der DGB macht sich am Internationalen Frauentag stark für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen. (...) Sie müssen auf sichere berufliche Perspektiven durch Qualifizierung und lebensbegleitendes Lernen bauen und ihre Arbeitszeiten mitbestimmen können. Das ist gerade vor dem Hintergrund der Rentenbezüge von Frauen wichtig. Eine durchgehende Teilhabe am Arbeitsleben und ausreichende eigenständige Existenzsicherung schützen vor Verarmung im Alter."

...und für die Frauen in der Türkei

28.3.17 DGB und Ver.di - Frauen: geändert in: ver.di-Veranstaltungsraum, Groner Tor Str. 32, im 2. Stock, 17.30 Uhr: Zum Internationalen Frauen*kampftag: „Wir brauchen den Frieden“. Diskussion über die „Umgestaltung der türkischen Gesellschaft aus gewerkschaftlicher und geschlechterpolitischer Sicht.“ Referent*innen: Asli Polatdemir und Münevver Azizoglu Bazan (Universität Bremen/ GEW Aktive); Moderation: Arzu Altug (VHS Hannover)
Gewerkschaftsfrauen aus DGB und ver.di nehmen in Göttingen zum diesjährigen 8. März insbesondere den internationalen Aspekt in den Blick. Mit Sorge beobachten sie die politischen Verhältnisse und die gesellschaftliche Umgestaltung in der Türkei, die auch eine zentrale Rolle für in Deutschland lebende Kolleginnen mit türkischen Hintergrund spielen. Auswirkungen der politischen Repression in der Türkei und Möglichkeiten internationaler Solidarität ausloten.

 

Parteien

Grüne
Die Grünen wollen die Denkmale in Göttingen die Männer zeigen mit Hinweisen auf ebenso zu würdigende Frauen versehen: "Daher geben wir ihnen ein Gesicht – da, wo die Männer stehen und das weibliche Pendant fehlt.“ ...äh

-- "Lou Andreas-Salomé, die eine bedeutende Rolle im wissenschaftlichen und künstlerischen Diskurs ihrer Zeit spielte und 1915 in ihrem Göttinger Wohnhaus die erste psychoanalytische Praxis der Stadt eröffnete."
>goest-Seite zu "Lou Andreas-Salomé,

-- Unbedingt richtig liegen die Grünen mit der Überlegung Emmy Noether habe "ein Denkmal in Göttingen verdient. Sie war eine der bedeutendsten Mathematikerinnen und zählt zu den Wegbereiterinnen der modernen Algebra." >goest-Seite zu Emmy Nöther

-- "Besondere Bedeutung für die Stadt und für die deutsch-französische Völkerverständigung hat die Chansonsängerin Barbara, die mit ihrem Chanson „Göttingen“ die Stadt über die Bundesgrenzen hinaus bis ins Landesinnere Frankreichs berühmt machte." Warum sie aber "auf den Wilhelmsplatz neben den Landesvater" gestellt werden soll - ist vielleicht nochmal zu diskutieren goest-Seite zu Barbara

-- Die Professorentochter Schlözer sei "Universalgelehrte und deutschlandweit die zweite Frau, die einen Doktortitel errungen" habe. Georg Christoph Lichtenberg sei gleich zweimal mit einem Denkmal bedacht, Dorothea Schlözer hingegen habe aber kein Denkmal.
Anmerkungen
(Wikipedia: "Zum 50. Jahrestag der Inauguration der Universität Göttingen, am 17. September 1787, wurde sie mit 17 Jahren rite (also mit der schlechtestmöglichen Note) zum Dr. phil. promoviert."
."Schiller bezeichnete die Promotion in einem Brief an Körner als „Schlözers Farce mit seiner Tochter, die doch ganz erbärmlich ist“.
(Ein Leser fragte irritiert hierzu: "Dorothea Schlözer als "weibliches Pendant"zu einem männlichen Wesen? Frau Rodde-Schlözer, Erfinderin des deutschen Doppelnamens, mit einem männlichen Wesen als "Beistell-Figur"?)

Wieso die Grünen darüber hinaus auch die Journalistin Ines Pohl als Ausgleich für männlich dominierte Denkmalskultur würdigen wollen bleibt etwas dürftig in der Begründung, sie gehöre zu Frauen "die aktuell wirken und Geschichte schreiben könnten." Vielleicht auch um zu zeigen, dass nicht nur männliche Chefs mit ihren Untergebenen >>viele Konflikte haben können?

 

DKP und SDAJ
Frauen verdienen 79 % von dem was Männer verdienen! am 8. März zahlen Frauen auch nur 79 Cent statt 1€.
Aktion von Noch immer beträgt die Lohndifferenz in der Bundesrepublik 21 %. Der Kaffeeverkauf von DKP und SDAJ morgen, am Internationalen Frauentag, soll darauf aufmerksam machen: Ein Becher Kaffee kostet 1 Euro, für Frauen 0,79 Ct. Von 15.00 - 18.00 Uhr Markt, vor dem Alten Rathaus (Der Erlös des gespendeten Kaffees kommt einem Frauenprojekt in Göttingen zu Gute)

 

Frauentag 8 März 2016 / Demo / Aktionen

8.3.16 Bündnis‘ 8. März "Frauen*Kampftag! Deshalb wollen wir uns selbstbestimmt den Raum um den Marktplatz und das Gänseliesl herum aneignen und mit kreativen Aktionen gestalten. " 17 Uhr Aktionen und ab 18 Uhr Kundgebung

Bündnis 8er März
"Der 8. März istfür uns kein (nationaler) Frauentag, an dem wir uns zur (imaginierten) Gleichstellung auf die Schultern klopfen und Blumen verschenken. Für uns steht der internationale Frauen*Kampftag für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung; für ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf Bildung, auf körperliche Unversehrtheit sowie sexuelle Selbstbestimmung aller Mädchen* und Frauen*, Lesben und Trans*!" (...) Frauen*kämpfen schon seit Jahren und Jahrzehnten gegen den § 218, gegen die andauernde Zuordnung von Frauen* in den privaten Bereich, gegen die Vorherrschaft des Modells der traditionellen heterosexuellen Kleinfamilie und für ein selbstbestimmtes Leben. "In diesem Jahr wollen wir uns jedoch speziell der sexuellen und sexualisierten Gewalt widmen" In Deutschland sind sexualisierte Gewalt und Übergriffe an der Tagesordnung; sowohl im privaten Bereich als auch bei Massenveranstaltungen wie dem Oktoberfest oder Karneval. Die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln werden mehrheitlich nicht genutzt, um weitreichende Sexismuskritik oder Antisexismus voranzubringen, sondern um rassistische Diskurse zu bedienen und zu verschärfen; sei es seitens von Rechtspopulist_innen oder der etablierten Politik. "Die westliche, weiße Gesellschaft" wird als emanzipiert und fortschrittlich inszeniert. Die Gewalt an geflüchteten Frauen* fällt unter den Tisch. Viele geflüchtete Frauen* sind aus ihrem Land geflohen, um der alltäglichen Gewalt zu entkommen. Die Bundesregierung erklärt ihre Herkunftsländer jedoch häufig als "sicher". So wird Gewalt gegen Frauen* als Fluchtgrund in der Praxis oft nicht anerkannt und somit verharmlost. Außerdem sind geflüchtete Frauen* auch in Deutschland keinesfalls sicher vor Gewalt, wie beispielsweise die Offenen Briefe der Frauen* aus der Notunterkunft in der Westerwaldstraße in Köln kürzlich zeigten. "Wir wenden uns gegen die Instrumentalisierung von sexualisierter Gewalt gegen Mädchen* und Frauen* für rassistische, menschenverachtende Hetze. Sexismus darf nicht mit Rassismus bekämpft werden!",

Der neugebildete AStA unterstützt Kundgebung und Demonstration "Der AStA der Uni Göttingen ruft zum Internationalen Frauen*kampftag am 8. März auf: Eignet euch selbstbestimmt den öffentlichen Raum an und kommt am 8. März um 19 Uhr zur Frauen*kampf-Demo „Zusammen kämpfen gegen Sexismus und Rassismus!“ am Gänseliesel! (...) In unserer Gesellschaft und damit auch an der Hochschule herrscht noch immer ein sexistischer Normalzustand vor. Wir verurteilen, dass jede zweite Studentin während ihrer Studienzeit sexualisierte Gewalt erfährt. Wir verurteilen, dass immer noch nur knapp ein Fünftel aller Professuren weiblich besetzt sind. Wir wollen uns in unserer Legislatur außerdem für eine sichtbare Queer-Politik an unserer Uni einsetzen, denn in diesem Bereich fehlt es auch weiterhin an Sensibilisierung. Darüber hinaus wird eine sichtbare Queer-Kultur an den meisten Hochschulen kaum unterstützt oder sogar beschränkt. (...)

Grüne Jugend unterstützt den Aufruf zum "Frauen*kampftag" des feministischen Bündnisses und die Demonstration der Antifa-Jugend.

Unterstützung der Frauenhäuser Gleichzeitig fordert die Grüne Jugend eine gesetzlich geregelte Unterstützung der Frauenhäuser. "Frauenhäuser sind die wichtigste Institution zum Schutz von Frauen*, die Gewalt erfahren haben, und ihren Kindern. Seit 40 Jahren fehlt aber eine verbindliche und gesetzlich geregelte Finanzierung, die nicht von politischem Willen und Willkür abhängig ist. Durch die in den meisten Bundesländern herrschende Praxis der sog. Tagessatzfinanzierung wird zudem vielen Gruppen von Frauen* (z.B. Migrant*innen mit prekärem Aufenthaltsstatus, Flüchtlingsfrauen*, Student*innen, Auszubildende, Frauen* ohne Sozialleistungsanspruch) der Zugang zum Frauenhaus unmöglich gemacht. Wir unterstützen daher die Forderungen des bundesweiten Zusammenschlusses der Autonomen Frauenhäuser: - für alle gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder einen schnellen und unbürokratischen Zugang zu Schutz und Unterstützung im Frauenhaus zu gewährleisten - für alle Frauenhäuser in allen Bundesländern eine einzelfallunabhängige und bedarfsgerechte Finanzierung auf gesetzlicher Grundlage zu sichern"

8.3.16 Frauen*kampf-Demo „Zusammen kämpfen gegen Sexismus und Rassismus!“ Startpunkt Gänseliesel 19 Uhr Marktplatz am Alten Rathaus Aufrufende AJ (>>AntifaJugend http://ajgoe.blogsport.de/)

>>Erklärung der Wähler*innengemeinschaft GöLinke zum 8.3.

 

Veranstaltungsreihe des Frauenforums
( Frauenforum
c/o Frauenbüro der Stadt Göttingen Neues Rathaus)

7.3.16 Frauen und Flucht 17:00-19:00 Uhr Kreishaus (Raum 019), Reinhäuser Landstr. 4 in Göttingen Frauen fliehen genau wie Männer aufgrund von weltweiten Menschenrechtsverletzungen. Was sind die geschlechtsspezifischen Fluchtursachen und welche Gewalterfahrungen machen Frauen? Wie können wir geflüchtete Frauen in Deutschland vor geschlechtsspezifischer Gewalt schützen? Referentinnen: Behshid Najafi, agisra e.V., Köln Eva Holczinger, Landesaufnahmebehörde Nds. Veranstalterin: Gleichstellungsstelle in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten und der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe des Landkreises Göttingen.

Zu diesem Thema haben die Grünen am 7.3.16 in einer Mitteilung auf folgendes hingewiesen: "Auch in Göttingen kommt es mittlerweile dazu, dass Ehemänner ihre Frauen in Gemeinschaftsunterkünften in die Zimmer einschließen. Das wollen wir nicht hinnehmen. Daher fordern wir die Verwaltung auf, gemäß ihres Ratsauftrags vom 13. November 2015 zu handeln." Interfraktionell hatte der Rat beschlossen: „Keine Toleranz für Männergewalt an Frauen in Göttingen. In Göttingen soll ein Klima geschaffen werden, in dem Gewalt an Frauen und Mädchen geächtet wird.“ (..) Damit wenden sich die Grünen gegen den Beschluss der Bundesregierung, den im Asylpaket II angedachten Gewaltschutz für Frauen und Mädchen nicht einzuführen. "Hier wurde nicht nur eine Chance vertan. Das ist ein glatter Verstoß gegen die EU-Aufnahmerichtlinie.""Was wir brauchen ist eine gendersensible Unterbringung, frühzeitige Integrationskurse für beiderlei Geschlecht, eine nachhaltige Finanzierung von Frauenhäusern, eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Sprachmittlerinnen und im Umgang mit Gewaltopfern qualifizierte Flüchtlingshelfer*innen." Weiterhin fordern die Grünen, den Familiennachzug wieder zuzulassen und erinnern daran, dass vom Aussetzen des Familiennachzugs insbesondere Frauen und Kinder betroffen sind.

8.3.16 Oberbürgermeister trifft Frauenforum 19:00 - 20:00 Uhr Scharwache, Markt 9 (Bullerjahn) in Göttingen Rolf-Georg Köhler im Gespräch mit dem Göttinger Frauenforum. Moderation: Christa Bauer-Schmidt

[ Anmerkung der goest-red.: also rund um den 8. März macht das SPD-dominierte Frauenforum viele Veranstaltungen - aber ausgerechnet am 8. März, dem eigentlichen Frauentag setzen sie sich mit OB Köhler zusammen - das macht den Eindruck einer fortdauernden patriarchalischen Orientierung. Dass dies dann auch noch im Lokal mit dem burschenschaftlichen Traditionsnamen "Bullerjahn" stattfindet macht die Sache noch merkwürdiger]

10.3.16 Frauenforum, Was wir schon lange über Parité wissen wollten! 18:00 - 20:00 Uhr Neues Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4 in Göttingen In der Diskussion rund um den Begriff Parité geht es um "die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern..." durch den Staat - wie es Art.3 Abs.2 Grundgesetz vorschreibt. Wir laden Sie ein mit einer ausgewiesenen Paritéexpertin zu diskutieren. Referentin: Prof. Dr. Silke Laskowski, Universität Veranstalterin Frauenbüro der Stadt Göttingen. Bitte bis 8. März unter frauenbüro@goettingen.de anmelden!

Die Ratsfraktion der Grünen hat zu diesem Thema am 7.3.16 eine Erklärung veröffentlicht. Eine neue Herangehensweise an das Thema innerhalb der Kommunalverwaltung besteht darin, dass die Forderung nach Gleichstellung auf die Firmen ausgeweitet wird, die im Besitz der Stadt sind aber als GmbHs privatwirtschaftliche Form haben. Die Finanzbeziehungen seien aufs Genauste geregelt. Die Steuerungsinstrumente liefen über Zielvereinbarungen, Wirtschaftspläne, Beteiligungsberichte, Jahresabschluss etc. aber kein Wort sei zu finden zu Geschlechtergerechtigkeit. Kein Wort zu Chancengleichheit. Kein Wort zur Internationalität. Damit soll nun Schluss sein."

14.3.16 Geflüchtet Frauen - Ankommen in Göttingen18:30 - 22:00 Uhr Apex e.V., Burgstraße 46 in Göttingen In Göttingen hat sich eine außerordentliche Willkommenskultur entwickelt. Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Freiwillige und Geflüchtete arbeiten Hand in Hand, um Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen das Ankommen in Göttingen zu erleichtern. Wir wollen uns die spezifische Situation geflüchteter Frauen anschauen. Auf dem Podium diskutieren wir hierzu mit Ansprechpartnerinnen vom Frauenhaus Göttingen e.V., von FairBleib Südniedersachen, der Bonveno Göttingen gGmbH und von Göttingen hilft. Sie werden uns berichten, wie sich das Ankommen für Frauen in Göttingen gestaltet und warum sie ein entscheidender Integrationsmotor sind. Was es noch zu tun gibt, um ihre Situation zu verbessern und was wir von ihnen lernen können. Veranstalterin: Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen.

15.3.16 Gewerkschaftsfrauen in Ver.di und DGB
Ist die Arbeit der Zukunft gerechter? Chancen und Risiken der Digitalisierung aus Geschlechterperspektive Die Veranstaltung ist für alle offen und kostenfrei 17:30 - 20:00 Uhr Ver.di, Groner-Tor-Str. 32 , Referentin: Dr. Yvonne Lott, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler- Stiftung Veranstalterin: Gewerkschaftsfrauen in Ver.di und DGB in Kooperation mit DGB-Kreisverband Göttingen und Bildungswerk Ver.di. Anmeldung unter: goettingen@bw-verdi.deoder ver.di 0551-47118
Der Einzug digitalisierter Abläufe verändert unsere Arbeitswelt. Viele Tätigkeiten werden unabhängiger von Arbeitszeit und -ort. An die neu gewonnene Flexibilität sind aber oftmals hohe Ansprüche an ständige Erreichbarkeit gestellt. Welche Chancen und Fallstricke bringt die Digitalisierung für partnerschaftliche Modelle und gleichberechtigte Teilhabe? Wie lassen sich diese von Arbeitnehmerjnnen in Dienstleistungsbranchen gestalten? Dr. Yonne Lott zeigt die Chancen und Risiken des digitalen Wandels von Erwerbsarbeit aus Geschlechterperspektive auf. „Der Einzug digitalisierter Abläufe verändert viele Tätigkeiten und macht sie unabhängiger von Arbeitszeit und –ort..n.

19.3.16 Frauenforum, Equal Pay Day 11:00-14:00 Uhr Infostand am Markt Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom 1, Januar bis zum 19. März 2016, umsonst. Das Schwerpunktthema des EPD 2016 lautet: Berufe mit Zukunft. Fest steht: Betreuung und Pflege sind zukunftsorientierte Berufe und trotzdem vergleichsweise schlecht bezahlt. Gleichzeitig fehlen in anderen Branchen weibliche Fachkräfte. Obwohl MINT-Fächer im Zeitalter der Digitalisierung ebenso Zukunftsberufe sind, werden sie überwiegend von Männern gewählt. Deshalb dreht sich der Equal Pay Day 2016 um das Motto: Was ist meine Arbeit wert? Veranstalterin: Business and Professional Women Club Göttingen e.V.

21.3.16 Frauenforum, Film Flowers of Freedom D 2014, 92 Min., OmdU. Regie: Mirjam Leuze 19:30-21:45 Uhr Kino Lumière, Geismarlandstr. 19 in Göttingen Durch das kirgisische Barskoon fahren täglich riesige LKWs mit Zyanid; einer hochgiftigen Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Kumtor-Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein LKW in den Fluss stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohnern. Sieben Jahre später beginnen mutige Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine Umweltorganisation und blockieren die Zufahrt zur Mine. Als im Frühjahr 2010 eine Revolution das Regime in Kirgistan stürzt, werden die bis dahin unter Polizeibeobachtung stehenden Frauen zu Mitgestalterinnen eines demokratischen Aufbruchs. Referentin: Mirjam Leuze, Regisseurin Veranstalterin: Entwicklungspolitisches Informations-zentrum (EPIZ) und Kino Lumiere mit finanzieller Förderung vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der Ev.- luth. Landeskirchen von Braunschweig und Hannover. Eintritt: 7 €/6 € ermäßigt., 3 € mit Sozialcard.

 

Frauenforum c/o Frauenbüro

Das Frauenforum zählt folgende Personen/Institutionen zu seinen Mitgliedern

  • Arbeitskreis Frauen und Erwerbstätigkeit c/o Koordinierungsstelle "Frauenförderung in der privaten Wirtschaft" diese wiederum c/o Frauenbüro Göttingen
  • Gleichstellungsbeauftragte Christine Müller / Frauenbüro Göttingen
  • Gleichstellungbüro der Universität Dr Doris Hayn
  • Gleichstellungsstelle des Landkreis Göttingen Angelika Kruse
  • Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Rosdorf
  • Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Unterbezirk Göttingen
  • Ver.di Ortsfrauenrat (Kontakt Bach-Reinert)
  • DGB Region Südniedersachsen Harz
  • Frauenunion im CDU Kreisverband Göttingen
  • Bündnis90/DieGrünen, Ortsgruppe Göttingen
  • BPW Business and Professionell Women Germany - Club Göttingen
  • Frauengesundheitszentrum Heisst jetzt aber : FGZ Cara e.V. Groner Str. 32/33 /
  • Frauenhaus Göttingen
  • Frauennotruf
  • Frauenzimmere.V.
  • Therapeutische Frauenberatung
  • Integrationsrat
  • Kore
  • Pro Familia e.V.
  • Unabhängige Afghanische Frauen / Lange Geismar Str. 73

Frauenbüro c/o Gleichstellungsbeauftragte

2.3.16 / Christine Müller, ist Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Göttingen, und direkt als Referat 02 dem Oberbürgermeister zugeordnet. Ihre Aufgabe sind „Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ , gesetzliche Grundlage ist das Niedersächsische Gleichstellungsgesetz (NGG) . Gleichzeitig ist Christine Müller Leiterin des Frauenbüros und der angegliederten Koordinierungsstelle „Frauenförderung in der privaten Wirtschaft“. Das Frauenbüro ist auch Kontaktadresse für das Frauenforum.
Im Bericht des Frauenbüros über den Tätigkeitszeitraum 2015, der passend kurz vor dem Internationalen Frauentag veröffentlicht wurde, wird über alle genannten Tätigkeitsbereiche berichtet.

Inhalt Gliederung des Tätigkeitsberichtes für das Jahr 2015 (>>Bericht 2015 Download)
--- Grundsätzliches
--- Die Arbeit des Frauenbüros im Jahr 2015
--- Verwaltungsinterne Gleichstellungsaktivitäten
--- Vernetzung in der Frauen - und Mädchenarbeit
--- Vereinbarkeit von Beruf und Familie
--- Migrantinnen in Göttingen – Integration gestalten!
--- Sorgeverantwortun g von Männern
--- Gleichstellung im Sport
--- Beratung und Veröffentlichungen
--- Die Arbeit der Koordinierungsstelle im Jahr 2015
--- Maßnahmen der Koordinierungsstelle zur Frauenförderung
--- Geschäftsführung des Verbundes „Frau und Betrieb“
--- Öffentlichkeitsarbeit
--- Netzwerke
--- Fazit
--- Pressespiegel


Frauentag 2015

Eine konkrete Forderung zum Frauentag in Göttingen ist u.a.:
Rücknahme der finanziellen Kürzungen beim Frauennotruf e.V. der von Gewalt betroffenen Frauen hilft. Siehe dazu >Artikel "Sparmaßnahmen gefährden Arbeit des Frauennotrufs"

3.3.15 Frauentagsveranstaltung / ver.di Geschäftsstelle, Groner Tor Str. 32 , 17-19:30 Uhr Vortrag zum Thema Frauenberufe / Männerberufe – Ist Frauenarbeit weniger wert? Referentin Dr. Barbara Stiegler (ehem. Leiterin des Arbeitsbereiches Frauen- und Geschlechterforschung in der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung) . Alle InteressentInnen werden recht herzlich eingeladen, sich rege an der Diskussion bei Sekt & Selters im Anschluss zu beteiligen.

5.3.15 Zwar handelt es sich bei der folgenden Veranstaltungsankündigung nicht direkt um eine Veranstaltung zum Frauentag, aber es geht um Inhalte, die zu den Anliegen der Frauenbewegung gehören
Das Thema Beratungsstellen für Frauen und Mädchen wird im Landkreis-Ausschuss für Personal, Organisationsentwicklung, Integration u. Gleichstellung um 16 Uhr im Sitzungssaal 018, Reinhäuser Landstraße 4, in öffentlicher Sitzung behandelt . Themen u.a.: Es geht um die Arbeit der Therapeutischen Frauenberatung e.V.: Bericht über Arbeit mit essgestörten Mädchen u. jungen Frauen; und um die Gewährung von Kreiszuwendungen an Beratungsstellen für Frauen u. Mädchen;

5.3.15 Ausstellung Ich habe nicht alles gesagt, aber ich habe alles gemalt. Eröffnung um 16:30 Uhr im Café Kabale, Geismar Landstr. 19 , Ausgestellt werden Bilder ehemaliger Bewohnerinnen des Frauenhaus Göttingen. Ehemalige Bewohnerinnen ihr Erleben zum Ausdruck gebracht. Veranstalterin ist das Frauenhaus.

7.3.15 Frauengeschichte zum Mitmachen. "Mitmachaktion mit Informationen, Spaß und einem Applaus-Flashmob".11-14 Uhr am Gänseliesel Was selbstverständlich erscheit, ist erkämpft und erstritten. Wichtige politische Ereignisse, Kämpfe und Errungenschaften können aktiv im Rahmen eines Herstory-Walks erlebt werden: Frauenwahlrecht, Zulassung zum Studium, §218, Hausfrauenehe, Intersex-Gesetz und Frauenquote sind nur ein paar der wichtigen Stichworte. Wir wollen die Frauen feiern, die für uns all das erreicht haben und Mut machen weiter zu kämpfen. Denn es gibt noch eine Menge zu tun!Veranstalterin sind die ver.di-Frauen, IG Metall Frauen und DGB-Frauen.

7. 3.15 Demo / Samstag, ab 14 Uhr Gänseliesel Göttingen
Der Aufruf des Bündnisses 8. März
richtet sich gegen die Behauptung einer "angeblich natürlichen Geschlechterordnung des weißen, deutschen Normalbürgers aus der Mittelschicht," der sich feindlich gegen Homosexualität und Transsexualität wendet. Und gegen Antifeminismus ...(-f +s und -s +t ?) / So gibt es auch Vorbereitungen für einen FLT- (Frauen-Lesben-Trans)- Block bei der Demo.

7.3.15 Kabale FLTI* Party am ab 22 Uhr

8.3.15 Weltladencafe, Nikolaistraße 10 An diesem Weltfrauentag findet ab 13 Uhr ein Gespräch ("Erzählcafé") zu "Frauenbewegung in Göttingen" statt. Es gibt Kaffee, und Teespezialitäten und vegane Backwaren, und leckere Säfte, bei gutem Wetter können wir auch den lauschigen Innenhof nutzen

8.3.15 "Oberbürgermeister trifft Frauenforum", DT-Keller, im Deutschen Theater, Theaterplatz 11, 11-13 Uhr Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler im Gespräch mit dem Göttinger Frauenforum. Moderation: Christa Bauer-Schmidt Veranstalterin ist das Frauenforum.

10.3.15 Starke Frauen - Starke Betriebsräte (Anmerkung: Betriebsrätinnen!) 19-21 Uhr im Apex
Wir wollen von Frauen aus den Betriebsratsgremien wissen, welche Ziele sie erkämpft haben und vor welchen Herausforderungen sie stehen, wie sich aktuelle politische Entscheidungen auf ihre Arbeit auswirken und welche Forderungen sie an die Politik stellen. Veranstalterin ist die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Referentinnen:
--- Sabine Banaschak (Vorsitzende Gesamtpersonalrat Stadtverwaltung Göttingen)
--- Erdmuthe Bach-Reinert Vorsitzende Personalrat UMG Göttingen)
--- Annette Becker (Vorsitzende Konzernbetriebsrat Sartorius)
--- Melanie Lehwald (Gewerkschaftssekretärin ver.di)
--- Moderation: Insa Wiethaup (Vorsitzende ASF Göttingen)

19.3.15 Equal Pay Day am Vorabend des Aktionstages 18:30 Uhr Ausbildungsrestaurant Arbeit und Leben, Lange Geismar Str. 72-73 , öffentliche Veranstaltung der Business and Professional Women Göttingen, Deutscher Gewerkschaftsbund Region Südniedersachsen-Harz, in Kooperation mit der Koordinierungsstelle "Frauen in der pri-vaten Wirtschaft" und dem Göttinger Frauenforum 19:00 Uhr Vortrag und Diskussionsrunde Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe Dr. Inge von Bönninghausen. Moderation Bärbel Okatz VHS. ...mehr Infos

20.3.15, Equal Pay Day 14:00 bis 17:00 Uhr, Nähe Gänseliesel Infopoint zum EQUAL PAY DAY - rote Taschen machen auf die roten Zahlen in den Geldbörsen von Frauen aufmerksam.

 

Internationaler Frauentag 8. März 2014

8.3.14 Demonstration

Platz der Synagoge 11.30 Uhr

Internationaler Frauentag,

"Her mit dem ganzen Leben, Fight for Feminism" ,

Unterstützt von Antifaschistische Linke International ALI, Grüne Jugend, DGB und DGB-Jugend, Region Südniedersachsen-Harz und der Ver.di Bezirk Süd-Ostniedersachsen ...

Demo am Vorabend des Frauentags
Unter dem Motto "Die Nacht gehört uns! Für die befreite Gesellschaft!" nahmen Freitagnacht mindestens 50 "Frauen*Lesben*Trans*" an einer unangemeldeten Spontandemonstration anlässlich des Frauentags am 8. März teil. Ab 21 Uhr bewegte sich die Demo durch die Göttinger Innenstadt, begleitet von Parolen wie “Gegen die Konstruktion von gender und Nation – für die soziale Revolution!“ und „Küche, Ehe, Vaterland – unsere Antwort: Widerstand!“.
Es sollte deutlichgemacht werden:
-- "Protest gegen Alltagssexismus, sexualisierte Gewalt und Körpernormen"
-- „Die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter reicht nicht aus, denn F*L*T*’s werden immer noch doppelt ausgebeutet, indem sie einerseits Lohnarbeit nachgehen müssen, aber sich zusätzlich um Haushalt und Kinder kümmern sollen."
-- „Wir holen uns heute symbolisch die Nacht zurück. Entgegen der Geschichte von Straßen, die nachts für F*L*T*s zu gefährlich seien, findet die meiste Gewalt im privaten Raum statt. Deshalb holen wir uns mit dieser Demo unsere Räume zurück und unser Recht auf Selbstbestimmung.

An der Hausfassade mit dem leerstehenden alten Stadtgefängnis der JVA und der Staatsanwaltschaft Göttingen (8.3.14)

Die Demo dauerte bis 21.45 Uhr löste sich gegen 21.45 Uhr auf. Die Polizei war mit einigen Einsatzfahrzeugen vor Ort, griff nicht ein. Die Teilnehmerinnen riefen zur Teilnahme an der Demo am 8.3.14 auf.


Hauswand am Wochenmarkt am Geschäft "Die Braut" - Die Aufschrift ist inzwischen wieder übermalt worden.

Bündnisaufruf zur Demo am 8.3.14 / Auszüge
"Her mit dem ganzen Leben – Fight for Feminism!"

(...) Nach wie vor werden in unserer Gesellschaft Frauen*1, Lesben und Trans* in vielerlei Hinsicht benachteiligt und Männer* privilegiert. Die zweigeschlechtliche Ordnung macht sich in allen Lebensbereichen bemerkbar: Sie verteilt Macht, Geld und Anerkennung höchst ungleich. Sie legt uns nahe, dass und wie wir uns ausschließlich als „Männer“ oder „Frauen“ wahrnehmen sollen, wie wir denken und fühlen sollen, wen und wie wir lieben sollen, was wir zu tun und zu lassen haben und eben auch, was uns zusteht oder auch nicht.
Keine Zeit keine Zeit keine Zeit, hören wir immer wieder -
Super-busy-Sein ist heutzutage schon fast ein Muss. Unser Alltag ist von morgens bis abends durchstrukturiert: Schule, Ausbildung, Freizeit, Familie, Freund*innen oder Job – wenn man eine_n hat – müssen in Einklang gebracht werden. (...) Beim Wettbewerb um möglichst existenzsichernde Arbeitsplätze werden aber bereits viele Menschen ausgeschlossen und benachteiligt, indem ihnen Zugänge verwehrt oder erschwert werden. Eine Rolle spielt deshalb nicht nur die gesamtgesellschaftliche Benachteiligung von Frauen*, Lesben, Trans*, sondern auch, welchen Pass ich besitze, woher ich komme, wie gesund ich bin uvm.
Caring for...Patriarchy?
In dem ganzen Konkurrenzzirkus werden außerdem weitere zum Leben wichtige Dinge abgespalten, die sich nicht daran messen lassen, wie kompetent, flexibel, dynamisch und gutaussehend wir im Job sein sollen. Dazu zählen (Für-)Sorge-, Haus- und Beziehungsarbeit und vieles mehr. Diese unsichtbare, meist unbezahlte und nicht anerkannte Arbeit wird in der BRD nach wie vor hauptsächlich von Frauen* geleistet. Das ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass Arbeitskraft weiterhin zur Verfügung gestellt werden kann. Beide Bereiche, Lohn-und (Für-) Sorgearbeit, sind grundsätzlich aufeinander angewiesen. Damit basiert die gesamte Organisation gesellschaftlich notwendiger Arbeit auf einem vergeschlechtlichen, patriarchalen Verhältnis. Sichtbar wird dieses auch darin, dass in Berufen, in denen der Frauen*anteil am Höchsten ist, die meisten Arbeitsplätze unsicher und schlechter bezahlt sind. Besserverdienende Frauen* mit guten Jobs wiederum können die Haus-und (Für-)Sorgearbeit als schlecht bezahlte an Menschen abgeben, die auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen haben. Dazu zählen vor allem Migrant*innen und Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen. Denn wie gut ich an der Gesellschaft teilhaben kann, ist unter anderem abhängig davon, ob ich weiß-deutsch, mit Pass, heterosexuell, körperlich unversehrt, (bildungs-)bürgerlich bin und damit der gesellschaftlich vorgegebenen Norm entspreche.
4in1: Her mit dem ganzen Leben!
Wenn 8 Stunden Arbeit, Funktionieren, Haushalts-und/oder Familienarbeit erledigt sind, bleibt da kaum noch Zeit, Luft zu holen, ein tolles Hobby zu haben, genug Geld und Energie, uns so zu entwickeln, wie mensch es gerne möchte. Gegen diesen Status Quo wollen wir etwas unternehmen, denn wir sind nicht bereit, diese Zumutungen mit abendlichem Yoga auszugleichen...
(...)
Her mit dem ganzen Leben! Fight for Feminism! Heraus zur Bündnisdemonstration am internationalen Frauen*kampftag! 8. März / 11.30 Uhr / Platz der Synagoge

 

Demo am 8.3.14 in Göttingen

Demo Frauentag 8. März 2014 Friedrichstr.

Mit dabei eine Fahne der anarchistisch-feministischen Frauenbewegung von vor 15 Jahren

Doppelaxt (Symbol matriarchalischen Kults aber auch lesbisches Symbol )

und A im Kreis

Für einen feministischen Antifaschismus

 

reclaim the night

F*L*T*

Frauen Lesben Trans

DGB, DGB-Jugend, Ver.di 6.3.14
Europawahl und Frauentag

Aus Anlass des Internationalen Frauen*tags ruft der DGB und DGB-Jugend, Region Südniedersachsen-Harz und der Ver.di Bezirk Süd-Ostniedersachsen alle zur Europawahl am 25. Mai 2014 auf.
Das politische Krisenmanagement aus Spardiktaten, Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen hat in vielen europäischen Ländern zu einer wirtschaftlichen Talfahrt geführt. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Diese Politik geht besonders zu Lasten der Frauen*: Sie mindert ihre Chancen am Arbeitsmarkt, kappt notwendige öffentliche Dienstleistungen wie Kinderbetreuung und kürzt insbesondere Bildungs- und Sozialausgaben. Frauen* werden in überholte Rollenbilder gedrängt, dies führt zurück zu einer überwunden geglaubten Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern. „Die europäische Sparpolitik ist kein Zukunftskonzept – weder für die Wirtschaft noch für die öffentlichen Haushalte. Und sie verhindert, wofür die Europäische Union von Beginn an steht: Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen* und Männern*, die zu den Grundwerten der Europäischen Union gehört und die 1957 als Grundsatz ‚gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ in den Römischen Verträgen verankert wurde“ begründet Steffen Moldt den Aufruf des DGB. Am Internationalen Frauen*tag 2014 setzen die Gewerkschaften Zeichen. Die Frauen* im Ver.di Bezirk Südniedersachsen und der DGB Region Südniedersachsen-Harz unterstützen die vielfältigen Aktionen in der Region. Sei es eine Bündnisdemonstration am 8.März: „Her mit dem ganzen Leben ! – Fight for Feminism!“ oder die „Feministische Feierei“, organisiert durch das Frauenforum, am gleichen Tag. Dazu Ute Neumann Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend: „Beide Veranstaltungen stehen für das, was die Frauen*LesbenTrans*-Bewegungen bisher erreicht haben. Es ist wichtig die Erfolge zu feiern, wie auch die Gleichstellung aller Geschlechter in allen Lebenslagen weiter in Angriff zu nehmen.“ Ganz treffend nimmt der Aufruf des Bündnisses 8.März die heutige Mehrfachbelastungen von Frauen* auf: „Wenn 8 Stunden Arbeit, Funktionieren, Haushalts-und/oder Familienarbeit erledigt sind, bleibt da kaum noch Zeit, Luft zu holen, ein tolles Hobby zu haben, genug Geld und Energie, uns so zu entwickeln, wie mensch es gerne möchte. Gegen diesen Status Quo wollen wir etwas unternehmen, denn wir sind nicht bereit, diese Zumutungen mit abendlichem Yoga auszugleichen.“

 



Frauentag 2014 / Deutsch-Russische Gesellschaft
e. V. 8.3.14 , 14 Uhr - "Bürgerhaus Grone" Martin-Luther-Str. 10
„Mehr Chancen für Frauen!“ Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Er geht auf die Arbeiterinnenbewegung von Mitte des 19. zum 20. Jahrhundert zurück.. Die Deutsch-Russische Gesellschaft möchte mit dem Thema eine Balance zwischen der politischen und feierlichen Note dieses Tages darstellen. Wir fordern gleiche Karrierechancen für Männer und Frauen, bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege. Außerdem fordern wir flexible Arbeitszeitmodelle, bedarfsgerechte und qualifizierte Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für alle Kinder, gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit und mehr Berufschancen für Frauen mit Migrationshintergrund. Dass Frauen von ihrer Rente leben können, setzt gute Beschäftigungschancen mit guter Bezahlung voraus. Auf der anderen Seite haben wir Frauen mit Zuwanderungsgeschichte eingeladen, die den Mut nicht aufgegeben und etwas erreicht haben. Diese Frauen werden aus ihrem Leben erzählen. Unsere Feier wird durch viele verschiedene musikalische Darbietungen begleitet. Seien Sie zu unser Feier herzlich eingeladen und lassen Sie sich davon überzeugen, dass durch die lebhafte Stimmung der Frauen auch die Politik zu einer Feier werden kann. Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Frauentag 2014 / Gleichstellungsstelle des Landkreises
lädt zum Internationalen Frauentag 7.3.14 Kreishaus, Reinhäuser Landstraße 4, 16 Uhr , "Schmidt´s Katzen" werden mit Improtheater in das Thema einführen. Danach: Entwicklung der Frauen- und Gleichstellungsarbeit im Landkreis Göttingen in den zurückliegenden 25 Jahren. Mitte der 80er-Jahre wurden bundesweit Stellen für kommunale Frauenbeauftragte geschaffen. Der Landkreis Göttingen folgte 1988 mit der Einrichtung einer Gleichstellungsstelle. Zeitgleich gründeten sich in fast allen Städten und Gemeinden im Landkreis Göttingen Arbeitskreise "Örtliche Frauenbeauftragte", in denen aktive, frauenpolitisch engagierte Frauen auch für ihre Kommunen die Bestellung einer hauptberuflichen Frauenbeauftragten einforderten. Gisela Steinmann (ehemaliger Arbeitskreis kommunale Frauenbeauftragte Hann. Münden), Annelie Thieme (ehemaliger Arbeitskreis kommunale Frauenbeauftragte Adelebsen) und Angelika Kruse, seit 1990 Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen über die Entwicklung der kommunalen Gleichstellungsarbeit von den Anfängen bis heute. Verena Schickle vom Göttinger Zeitzeugenprojekt moderiert.

Frauentag 2014 / Frauenforum
8.3.14 / 16.00 Uhr Musa , kleiner Saal ("Salon") Frauenforum / Frauenbüro der Stadt (Anmerkung der goest-Redaktion: SPD-dominiert) "Netzwerk-Treffen Kaffeeklatsch und Sammeltassen", bei der um Anmeldung gebeten wird. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. .
20.00 Uhr musa kleiner Saal ("Salon") die „Feministische Feierei“ zum Internationalen Frauentag. Parallel wird mit einem Aktionsstand vor Ort über die Aktion „Wer braucht Feminismus?“ informiert und Statements zur Kampagne gesammelt.

 

Internationaler Frauentag 2013

Dienstag, 5. März 2013, Stadtradio Göttingen 107,1 Mhz 9 - 10 Uhr Eine Stunde – Ein Thema Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungsmöglichkeiten und Strategien Mit Expertinnen aus Gewerkschaften und dem Frauen-Notruf
Veranstalterinnentext: "Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz scheint manchen als neuer Konflikt in der Arbeitswelt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die aktuelle Debatte um Sexismus in Zeitung, Fernsehen und an Stammtischen. Das Problem aber ist so alt, wie außerhäusliche Frauenerwerbsarbeit selbst. Schon 1896 forderten Frauen im "Centralblat für Politik" den "Schutz der Arbeiterinnen vor unsittlichen Anträgen ihrer Kollegen". Die Ortsfrauengruppe Göttingen des DGB nimmt den Internationalen Frauentag zum Anlass, um gemeinsam mit ExpertInnen aus Gewerkschaften und dem Frauennotruf Göttingen e.V. sich dem Thema anzunähern. In der Sendung werden mögliche Handlungsfelder in Betrieben diskutiert - die Interessensvertretungen, ArbeitgeberInnen und Beschäftigte nutzen können, um ein Arbeitsklima zu schaffen in dem sexuelle Belästigung und Übergriffe erschwert werden."

Samstag, 9. März , Anatolisches Kulturzentrum AKM Beginnt 19 Uhr , Einlass: 18:30 Uhr Haus der Kulturen, Hagenweg 2e siehe Rückblick > Frauentagveranstaltung des AKM e.V. im Haus der Kulturen 2008 /

Freitag, 8. März Agitprop: Das Gänseliesel steigt von ihrem Sockel 15-18 Uhr zu jeder vollen Stunde steigt das Gänseliesel vom Sockel und setzt sich gegen den ihr widerfahrenen Sexismus zur Wehr. Mit dem Blick über den Tellerrand thematisieren wir die "kurdische Frauenbewegung im antipatriarchalen Kampf, sowohl in der Guerilla als auch in der zivilen Arbeit spielt die Frauenbewegung eine zentrale Rolle."

Frauentag, Feministische "Frauen-Lesben- Transfrauendemo"
Freitag 8. März 22 Uhr ab Gänseliesel

Bericht : "Sehr geehrte Redakteur*innen und liebe Genoss*innen Anlässlich des Frauenkampftages am 8.März sind ca. 200 Aktivistinnen* in der göttinger Innenstadt auf die Straße gegangen, um sich die Nacht zurückzuholen. Die Frauen-Lesben- Trans* Frauen Demo ab 22 Uhr richtete sich gegen sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen und Trans*, Diskriminierung von sexueller Orientierung und dem alltäglichen Sexismus. Zudem werden Frauen in dieser kapitalistischen Welt massiv benachteiligt und werden auch heute, hier und überall auf der Welt unterdrückt. Die Aktivistin Emely Müller bemerkte: "Ich möchte keine Angst haben, wenn ich alleine nachts durch die Straßen gehe und mir Männer entgegenkommen. Ich will nicht mehr das Gefühl haben, die Straßenseite wechseln zu müssen. Klar ist, nicht wir müssen uns ändern, sondern die, wegen denen wir das Gefühl haben, uns fürchten zu müssen." ---- Die Demo war nicht angemeldet. Man wollte u.a. nicht von Polizisten und Polizistinnen begleitet werden, die häufig an der Erniedrigung und Diffamierung von Frauen, die von Vergewaltigungen betroffen sind, mit beteiligt sind und deren Anzeigen in Frage stellen sowie eine Mitschuld unterstellen. Überall müssen wir aufschreien. Für einen offensiven Feminismus! Aber eine Demo pro Jahr ist nicht genug! Sexismus ist alltäglich, deshalb ist jeder Tag Frauenkampftag. Den kompletten Aufruf findet Ihr hier: >> http://efa.blogsport.de Danke an alle. Es war eine laute, großartige Demo!"

Graffito Nikolaistr., gegenüber EinsB, Freihafen, Beachbar, die mit Graffiti wie "Mackern den Raum nehmen" beschriftet wurden.

Aus dem Aufruf "...Typen, die meinen, sexistische Witze reißen zu müssen, Frauen am Arbeitsplatz zeigen wollen, wer der Boss ist und einem als freundschaftliche Geste die Hand aufs Knie oder doch auf den Hintern legen, haben einfach mal eins auf die Fresse verdient."(...) "Kommt, wir holen uns die Nacht zurück. Vorbereitungsgruppe 8. März Nieder mit dem Patriarchat Für die emanzipatorische feministische Aktion"

Freitag, 8. März , 15- 18 Uhr Feministischer Aktionstag zum Internationalen Frauenkampftag in der Weender Straße (Nabel bis Gänseliesel) mit vielfältigen Informations- und Mitmachaktionen, aus vielfältigen FrauenLesbenTrans*Positionen (z.B. http://femko.blogsport.de) ! Veranstaltet von Aktionsbündnis 8. März u.a. mit : Anatolisches Kulturzentrum, DGB-Jugend, DGB-Südniedersachsen Harz, Frauenforum, Frauennotruf, Grüne Jugend, Schöner Leben , Ver.di-Ortsfrauenrat.

Erklärung von "Schöner Leben Göttingen" im Aktionsbündnis 8. März:
"Wir nehmen uns die Welt, damit sie uns gefällt Für Feminismus und sexismusfreien Alltag Am 8. März, dem Internationalen Frauenkampftag, wollen wir ein Zeichen für mehr Feminismus setzen. Zahlreiche bisherige Errungenschaften können uns Mut machen. Doch viele Lebensbereiche sind noch umkämpft. Egal ob der Streit für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, die rechtliche Gleichstellung aller Lebens- und Liebesformen, das strikte Einschreiten gegen Sexismus in jeder Form oder das alltägliche Brechen mit Männer privilegierenden Geschlechterrollen und -erwartungen. Feminismus braucht es in den Köpfen und auf der Straße, zu Hause, beim Job und beim Spiel. In diesem Sinne werden am 8. März von 15-18 Uhr in der Fußgängerzone zwischen Nabel und Gänseliesel verschiedene Gruppen mit Aktionen und Informationen feministische Anliegen hör- und sichtbar machen. Passantinnen und Passanten sind eingeladen sich zu beteiligen.

Erklärung der DGB-Jugend im Aktionsbündnis 8. März
Ein göttinger Netzwerk aus Gewerkschaften und politischen Initiativen will zum Internationalen Frauentag am 8.März mit einem Aktionstag unter dem Motto "Es ist Zeit..." für mehr Geschlechtergerechtigkeit eintreten.(...) Deutschland hinkt bei der Gleichstellung von Frauen hinterher. Die häusliche Arbeit liegt weiterhin in weiblicher Hand, besonders viele Mütter arbeiten in Teilzeit und das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen ist im internationalen Vergleich deutlich höher. Obwohl Frauen häufig bei Bildungsabschlüssen sogar besser abschneiden als Männer, werden sie auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor auf Grund der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit ausgebremst. Die DGB-Jugend bietet am Aktionstag in Kooperation mit der aktuellen Ausstellung "Movements of Migration" des Instituts für Kulturanthropologie, Universität Göttingen, an mobilen Hörstationen Einblick in die Lebenssituation von Gastarbeiterinnen in Göttingen der 70er Jahre. Um 15:00 gibt es neben diesen Zeitzeuginnenberichten ebenso eine autobiographische Lesung zum Thema. (...)Mit vielfältigen Mitmachaktionen wie einer Buttonwerkstatt, einer Postkartenverteilung und Lesestoff bis hin zur Verschönerung einer "Stereotypenwand" wird das Netzwerk am 8.März zwischen 15:00 und 18:00 in der Weenderstr. Höhe Barfüßerstr. aktiv sein.

Freitag 8. März Rotes Zentrum (Lange-Geismar-Straße 2/3, ALI (Antifaschistische Linke International) und YXK (Verband der Studierenden aus Kurdistan) Veranstaltungen zur Frauenbewegung und dem Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen in Kurdistan"Selbstverwaltung und Demokratischer Konförderalismus", 19 Uhr TeilnehmerInnen verschiedener Delegationen im türkischen Teil Kurdistans berichten von ihren Erfahrungen, beleuchten die Hintergründe des Aufbaus der Demokratischen Autonomie und der Kurdischen Frauenbewegung in verschiedenen Teilen Kurdistans. Außerdem stellen sie die Kampagne "TATORT Kurdistan" und ihre Arbeit vor. [> goest-Seite Kurden ]

Freitag, 8. März , Lumiere 16 Uhr Fightgirl Ayşe - Kino exklusiv für Mädchen - FSK ab 12 Jahren Kosten: 2,- € "Sehe deine Schwäche, finde deine Stärke" Die Schülerin Ayşe ist Kung Fu-Kämpferin in Konflikt mit den knallharten Regeln ihrer Kultur .Veranstaltet von: Mädchenarbeitskreis

Freitag 8. März Außerhalb: Bad Karlshafen: Gruppe "PÖMPS" (Kassel) mit dem Programm FALSCHE FUFFZIGER , Kabarett im Alten Lager Einlaß: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr "Mädchen die pfeifen und Hühnern die krähn, denen soll man beizeiten die Hälse umdrehn" Eine musikalische Zeitreise mit in die Schlagerwelt 50er Jahre. Zwischen Tütenlampe, Nierentisch und Cocktailsessel - bei Eierlikör und Salzstange - geben uns die Pömps in Petticoat, Tellerrock und Nylons - mit Pompadour-Beutelchen und Pillbox - Einblicke in die damalige Zeit. Einlass: 19.30 Uhr, Anmeldung empfohlen unter Tel.: 0 56 72 – 331 oder per email: pinot@weinhandlung-roemer.de

Freitag, 8. März , Kinosaal in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz 10.30 - 13 Uhr Frauenfrühstück mit Lesung Die Kurzlesungen aus Werken von Lieblingsautorinnen bei einem gemeinsamen Frühstück. Zum vorbereiteten Frühstück können gerne Ergänzungen mitgebracht werden. Gleichstellungsbüro Universität / Koordinationsstelle Geschlechterforschung

Samstag 9. März Veranstaltung zum Thema "Frauen im Krieg" ab 19 Uhr im Haus der Kulturen (Hagenweg 2e ) V: Anatolisches Kulturzentrum (AKM)

Sonntag, 10. März , Zeitzeugnisse aus 4 Jahrzehnten feministischer Bewegungsgeschichte in Göttingen Café Kabale, ab 15 Uhr , femstars (www.femstars.tumblr.com) AK Bewegungsgeschichte von FEMSTARS / frauenlesbentrans

Montag, 11. März , Der Erste Gleichstellungsbericht als bundespolitischer Motor? 17 - 20 Uhr mit Prof. Dr. Ute Klammer, Vorsitzende der Sachverständigenkommission, Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Almuth von Below-Neufeldt (FDP / stellv. Bundesvorsitzende Liberale Frauen), Claudia Schlenker (Bundesfrauenreferentin Bündnis 90/Die Grünen), Inge Wettig-Danielmeier (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) Moderiert wird die Veranstaltung von Ines Pohl, Chefredakteurin der taz [Anmerkung goest: Angeblich mit den im BT vertretenen Parteien - aber die Partei DieLinke fehlt]

Freitag 15. März 2013, Buchladen "Rote Straße" 19:30 Uhr (Nikolaikirchhof 7) Buchvorstellung: "Widerstand und gelebte Utopien Widerstand und gelebte Utopien" basiert auf zahlreichen Interviews, die im Jahre 2010 mit Guerillakämpferinnen und anderweitig aktiven Frauen der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung geführt wurden. Einführend beschreibt das Buch die Geschichte und Frauenbefreiungsideologie der kurdischen Frauenbewegung sowie das neue Paradigma des Demokratischen Konföderalismus für den Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft. In diesem Kontext werden die verschiedenen Organisierungsformen und Kämpfe der Frauenbefreiungsbewegung und die praktische Umsetzung des Demokratischen Konföderalismus vorgestellt. In den Interviews wird deutlich, dass die Stärkung des internationalistischen Frauenbefreiungskampfes und eine autonome Frauenorganisierung nach wie vor notwendig und eine Voraussetzung für den Aufbau einer freien Gesellschaft sind. In diesem Sinne gibt das Buch all denjenigen Frauen und Frauenorganisationen neue Anregungen, die auf der Suche nach einem Leben in Freiheit sind.
und dann noch ...

Mittwoch, 6. März 2013, 20 Uhr Frauen&Geld, Können Frauen besser mit Geld umgehen? Es diskutieren Frauen aus der Bank- und Finanzwelt . Veranstaltet von: Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Apex, Burgstraße 46 .... [Anmerkung goest: Frauenkampftag special für die arrivierte Frau?]

Freitag, 8. März 2013, 9:00 - 11:00 Uhr Frauen in Bewegung – Walking - Bitte ziehen Sie bequeme Kleidung und Turnschuhe an. Im Anschluss kleines Fitnessbuffet. Anmeldung 0551-9003594 oder ekz@petri-grone.de , PETRI-HAUS Kindertagesstätte und Eltern- Kind- Zentrum St. Heinrich Str. 1 [Anmerkung goest: Nix gegen Gymnastik, aber Frauenbewegung als Bewegung durch Gymnastik zu "verkaufen" - könnte frau auch ein bißchen als Verarschung verstehen]

 


Rückblicke auf den Frauentag seit 2001

Internationaler Frauentag 2012

8.3.12 Kundgebungen/ Infos 10-13 Uhr am Alten Rathaus ein unter Beteiligung der DGB-Jugend und weiterer Verbände. "Die gewerkschaftliche Losung: Gleiches Geld für gleiche Arbeit, muss auch für Frauen als Beschäftigte gelten. 2012 verdienen Frauen in Deutschland immer noch durchschnittlich 23 % weniger als Männer.

8.3.12 Frauen-Notruf e.V. - Tag der offenen Tür 14-20 Uhr Das Beratungs- und Fachzentrum stellt seine unterschiedlichen Arbeitsbereiche in thematisch gestalteten Räumen vor. Sie haben Gelegenheit, in Beratungs- und Fortbildungsmaterialien zu stöbern und unsere Arbeitsmethoden kennen zu lernen. Eine telefonische Anmeldung (44684) erleichtert uns die Planung. Sie können aber gerne auch spontan hereinschauen. Kurze-Geismar-Str. 43, 1. Stock

8.3.12 Cafe Inti, Burgstraße 17, 20 Uhr „Selbst ist die Frau – Frauen im Handwerk“ Handwerkerinnen stehen ihre Frau. Die AsF Göttingen lädt ein zur Podiumsdiskussion mit Frauen in Handwerksberufen.

8.3.12 Frauen in Bewegung – im PETRI HAUS mit dem ASC Zumba von 9.00 - 10.00 Uhr Pilates von 10.15 – 11.15 Uhr Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung unter Tel. 9003594. Bitte Sportkleidung und Turnschuhe mitbringen. > PETRI HAUS, Eltern-Kind-Zentrum, St. Heinrich Str. 1
(Den Titel Frauen in Bewegung für eine Gmnyastikveranstaltung als Überschrift zu nehmen macht sich anscheinend eher über die Frauenbewegung lustig - Gmynastik ist nicht die Frauenbewegung um die es am Internationalen Frauentag geht)

9.3.12 Frauentag / Haus der Kulturen Hagenweg 2 e , Anlässlich des Vortages , dem 8. März, Internationaler Frauentag "Geschichte/n( der Gastarbeiterinnen in Göttingen", Vorträge, Reprortagen mit Zeitzeuginnen, Internationaler Frauentag, Videos und Fotos, Internationales Sinken, Sazgruppee, Folkloregruppe, Tanz und Musik, Einlaß 18.30 Uhr Programmbeginn 19 Uhr, AKM Anadolu Kültür Merkezi Göttingen e.V.

9.3.12 Zum Internationalen Frauentag - programm 18:30 Uhr Winterkino in Rosdorf: „Zuckerbaby“ von Percy Adlon, 1984 mit Marianne Sägebrecht Filmbeginn 19.00 Uhr. Der Eintritt ins Kino ist frei; für Essen und Getränke wird ein Kostenbeitrag erhoben > Gemeindezentrum Rosdorf (Saal), Am Plan

10.3.12 Demonstration des Bündnis zum 8.März. "It hits you like a boomerang - Gegen alltäglichen Sexismus" um 14 Uhr am Alten Rathaus.

Pressemitteilung der Abteilung DGB-Jugend
"Vergangenen Samstag demonstrierten anlässlich des Internationalen Frauentages rund 300 Menschen in Göttingens Innenstadt gegen hartnäckige sexistische gesellschaftliche Strukturen. "Sexismus formiert immer wieder auf´s neue! Sieht vielleicht schicker aus, neue Farbe, neue Form und trotzdem bleibt es der selbe Mist! Sexismus verhält sich wie ein Boomerang, Sexismus kommt immer wieder zurück", so das ausrichtende Büdnis aus zahlreichen lokalen Gruppen und Verbänden unter dem Motto "It hits you like a boomerang - gegen alltäglichen Sexismus!". Der DGB Region Südniedersachsen/Harz hatte bereits am 8. März Präsenz mit einem Informations- und Aktionsstand am Alten Rathhaus gezeigt und Forum für Beteiligung geboten. "Es war eine gelungene Aktion Anlaufpunkt für Frauen und Queere zu sein, um ihre aktuellen Positionen öffentlich zu machen. So konnte z.B. die Unterschriftenaktion von Ver.di und der zur Zeit um Existenz kämpfenden Schlecker-Belegschaft, die zum Großteil auch aus Frauen besteht, Hand in Hand mit einer Performance junger Feminist_innen laufen", so der DGB Sekretär Stefke Moldt. DGB Jugendbildungsreferentin Agnieszka Zimowska zeigt sich hoch zufrieden mit der Beteiligung an den Aktionen: "Junge Menschen können ihre Belange selbst in die Hand nehmen und sich in Form einer vielfältigen Demonstration gegen alltägliche Diskriminierungen positionieren. Wir DGB-Jugend sind zum wiederholten male gerne am Bündnis beteiligt". Die Demonstration umrundete die Innenstadt und zog durch die Fußgängerzone zur Abschlusskundgebung am Weender Tor, wo sie symbolisch das feministische Zeichen formierte."


150 Teilnehmerinnen der Demo bilden das Symbol der feministischen Bewegung

11.3.12 Stadtführung - Weibliche Biographien aus 200 Jahren anlässlich des Internationalen Frauentages (08.03.) am 11. März dem Lebensweg bedeutender Göttingerinnen und den Spuren, die sie in der Stadt hinterlassen haben. Dorothea Schlözer, die Schriftstellerin Caroline Michaelis, die Mathematikerin Emmi Noether, die Philosophin Edith Stein, die Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé. Der Rundgang findet statt am: Sonntag, 11. März 2012, um 16.00 Uhr (Anfangszeit geändert!) Treffpunkt: Altes Rathaus Dauer: ca. 2,5 Std. Preis: 8,50 € dassdie Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine Vorbestellung Tel. (05 51) 4 99 80-0

DGB und der DGB-Jugend Südniedersachsen-Harz zum Frauentag:
06.03.2012 Heute für morgen Zeichen setzen - Geschlechtergerechtigkeit ist kein verzichtbarer Luxus! DGB und DGB-Jugend Südniedersachsen-Harz laden ein zu vielfältigen Aktionen rund um den Internationalen Frauentag am 8.März in Göttingen. Im Schatten der Finanzkrise in Europa und der gegenwärtigen Sparpolitik der Kommunen werden Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellungspolitik derzeit gerne als verzichtbarer "Luxus" gesehen. Der DGB und die DGB-Jugend in der Region Südniedersachen Harz beziehen Position für eine tatsächliche Gleichstellung aller Menschen in Wirtschaft und Verwaltung, in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft! Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März rufen sie dazu auf unter dem Motto "Heute für morgen Zeichen setzen!"

 

2011: 100 Jahre Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag FrauenLesbenTrans* / Kabale

8. März 2011, 22 Uhr, Cafe Kollektiv Kabale ! riotgrrrl-punk-pop-party !zum 100. Mal wollen wir gemeinsam mit euch den internationalen Frauenkampftag feiern. FrauenLesbenTrans* only

8.März - 20. März 2011, Cafe Kollektiv Kabale Ausstellungseröffnung "Plakate autonomer FrauenLesbenTrans*-Bewegung"

 

Aufruf der Organisation der Frauen 8.März (Iran – Afghanistan) zum Jahrestag 2011

(Gekürzt / Fehler in der Schreibweise beibehalten )
Aufruf Lasst uns den 100. Jahrestag des Internationalen Frauentags feiern Lasst uns gemeinsam demonstrieren – mit Frauen aus Ägypten, Tunesien, Afghanistan, Deutschland, Kongo, Irak, Italien, Pakistan, Nigeria, aus dem Iran ... und… und… und... (....)
Frauen haben das patriarchale System der Welt satt. Die Situation der Frauen in verschiedenen Ländern ist unterschiedlich, doch alle leiden unter Diskriminierung. Alle sind gefangener der patriarchalischen kapitalistischen System dieser Welt. Iran und Afghanistan wurden durch den gegen Frauen gerichteten islamischen Regierungen zu Gefängnisse für Frauen. Aufgrund der islamischen Gesätze, die in diesen Ländern herrscht, zählen die Frauen dort als Halbmenschen und wurden zu Sklaven der Sklaven. Der globale Frauenhandel ist heute ein Multi-Milliarden-Geschäft des Kapitalismus in den westlichen Ländern. Der hohe Profit, den dieser Markt abwirft, hat dazu geführt, dass der Handel und die Sexausbeute von Millionen junger Frauen und Teenagern sehr stark gestiegen sind und in ungeheurem Ausmaß betrieben wird. Die Gewalt gegen Frauen steht in direkter Verbindung mit den dominanten patriarchalen Strukturen, die in der Welt herrschen. Hierzu zählen Steinigungen, Vergewaltigungen, Mord, Schläge und Drohungen, denen Frauen durch männliche Familienmitglieder im Namen von Kultur und Ehre, ausgesetzt sind. Auch Genitalverstümmelung und Zwangsheirat zählen zu den unterschiedlichen Formen der Gewalt und Unterdrückung gegen Frauen, die in der ganzen Welt – von Ost nach West - weitverbreitet ist. Diese, und tausende anderen Formen von Unterdrückung sind es, unter denen Frauen leiden. Die Wut und der Hass auf die dominanten patriarchalen Strukturen der Welt, sowie der Wunsch nach einer Welt ohne irgendeine Form von Unterdrückung und Ausbeute, sind die treibenden Kräfte der Frauenbewegung. Wir haben die Voraussetzungen für eine Welt ohne staatliche- und häusliche Gewalt - eine Welt mit Gesetzen, die im Interesse der Mehrheit der Weltbevölkerung liegen – und dafür sollten wir kämpfen! (...) (>> Vollständiger Aufruf im Zusammenhang mit Bremer Veranstaltung)

 

Internationaler Frauentag Göttinger Frauenforum
Veranstaltungsreihe vom 6.3.-30.3.11

Im Frauenforum Göttingen arbeiten mit: • Arbeitskreis „Frauen und Erwerbstätigkeit“ • Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen • Bündnis 90/ Die Grünen • BPW – Business and Professional Women Germany Club Göttingen e.V. • DGB Südniedersachsen-Harz • Frauenbüros von: Stadt Göttingen Universität Göttingen Gemeinde Rosdorf • Frauengesundheitszentrum e.V. • Frauenhaus Göttingen e.V. • Frauen-Notruf e.V. • Frauenunion – Stadtverband Göttingen • Frauen-Zimmer e.V. • IG Metall Göttingen • Integrationsrat Göttingen • ISIS e.V. • Kore e.V. • Opferhilfebüro Göttingen • Pro Familia e.V. • Therapeutische Frauenberatung e.V. • Unabhängige afghanische Frauen • ver.di Süd-Ost-Niedersachsen

8.3.2011 / 10.3.11 / 11.3.11 / jeweils 20 Uhr im Alten Rathaus bread and roses - Ein szenischer Rundgang mit: Svetlana Effa, Anusch Gazarova, Rukshana Razai, Diana Schmidt, Brunhilde Schöne Text und Regie: Luise Rist und Nina de la Chevallerie Karten 8,-/6,-€ sind nur über Vorverkauf erhältlich. Für die Premiere am 8. März und die Vorstellung am 11. März erfolgt der Vorverkauf über die Touristinformation; für Do, 10. März über das Frauenbüro der Gemeinde Rosdorf - Tel.:7890139

6.3.11 , 11 Uhr Zu einem feministischen Stadtrundgang lädt das Göttinger Frauenforum ein. Die Leitung hat Dr. Karen Nolte. Die Kosten betragen 7 € pro Person. Um eine Anmeldung bis zum 4.3. unter n.adam@web.de. wird gebeten. Start ist am Gänseliesel

9.3.11 , 19.30 Uhr "Eure Ordnung ist auf Sand gebaut" Rosa Luxemburg in Briefen, Reden und Artikeln ausgewählt und kommentiert von Regine Wagenknecht und Marc Czichy. Eine Veranstaltung von ver.di. ver.di-Haus, Groner-Tor-Str. 32

"Eure Ordnung ist auf Sand gebaut" - Veranstaltungsnotizen

Es wurde mit verteilten Rollen gelesen. Marc Czichy verlas die Rahmen- bzw. Hintergrundinformationen zu den Texten von Rosa Luxemburg, die dann von Regine Wagenknecht (R.W.) vorgetragen wurden; "vorgetragen" nicht gelesen, denn R.W. intonierte mit angemessener Einfühlung Vorwürfe, Aufregung, Zugewandheit, Empörung und Entkräftung, eben alles was in den Briefen und Texten vorkam.
Besonders eindrucksvoll waren die Texte der Anfangszeit, in denen deutlich wurde, wie Rosa Luxemburg mit den Widrigkeiten umging, in die sie durch ihre intellektuelle Überlegenheit als Frau in der damaligen Zeit geriet. Aus den von R.W. vorgetragenen Briefen wurde klar, wie kompliziert es war, den scharfen Intellekt und die entsprechend scharf gesetzten Worte in der Auseinanderzsetzung mit den Gefühlen zu ihrem Geliebten zu verbinden. Zwischen den klaren analytischen Sätzen und einem plötzlich eingeschobenen Satz "Weißt du eigentlich wie sehr ich dich liebe?" wird keine gangbare Brücke erkennbar. Die beiden Bereiche bleiben getrennt. Und im Verlauf der Entwicklung - lag es nun an der speziellen Auswahl der Texte oder war es ein Merkmal der realen Entwicklung Rosa Luxemburgs? - breitete das Politische sich über das ganze Leben aus, ordnete sich ihm alles unter.
In der Haft kam es dann zu Briefwechseln mit einer Freundin, von der sie betreut und versorgt wurde, von der sie in ihrer Lage abhängig war und der gegenüber sie ihre menschliche Lage schildert (Mathilde Jakob). In den Briefen an Mathilde Wurm hingegen grenzten die Passagen der politischen Auseinandersetzung an Beleidigung [Korrektur aufgrund eines Hinweises von R.W.:
" Von Mathilde Wurm, die R.L. politisch angreift, ist sie in keiner Weise abhängig; die liebevolle Versorgung hat die im KZ ermordete Mathilde Jakob übernommen, und die greift R.L. in keiner Weise an, im Gegenteil."
Diese Notizen bis hierher folgten einem besonderen Augenmerk auf das Verhältnis von Emotion und Intellekt. Von den Fragen zu diesem Thema befreit waren die vorgetragenen Passagen der politischen Reden und Briefe z.B. zum Militarismus und zur Kritik an opportunistischen Vertretern der Sozialdemokratie. Einige Texte k
önnten ohne weiteres für die heutige politische Auseinandersetzung recycled werden.

10.3.11 , 19.30 Uhr "Eine Quote für die Wissenschaft!?" Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, ASF, lädt ein zur Diskussion mit Wissenschaftlerinnen und Frauen in unterschiedlichen Positionen aus dem wissenschaftlichen Betrieb. Apex, Burgstr. 46, Göttingen

11.3.11 , ab 19 Uhr Internationaler Frauentag Wie jedes Jahr möchten wir als Anatolisches Kulturzentrum e.V. (AKM) diesen wichtigen und bedeutungsvollen Tag mit Redebeiträgen, Diskussionen, verschiedenen Tanz- und Musikauftritten feiern. Wir freuen uns über Ihr Erscheinen. Haus der Kulturen, Hagenweg 2e 37081 Göttingen

15.3.11 , 19.30 Uhr Der Internationale Frauentag: Ein Tag der Freude? Ein Tag der Gleichberechtigung? Öffentlicher Clubabend BPW – Göttingen Referentin: Dr. Viola Sporleder-Geb Onkel Tom´s Hütte, Am Gewende 11 Eintritt 10,- € (Anmerkung goest: Internationaler Kampftag der Gutverdienenden?]

18.3.11 , 19 Uhr Feminismus im 21.Jahrhundert Die "Vier-in-einem-Perspektive": ver.di lädt ein zu Vortrag und Diskussion mit Frigga Haug. ver.di-Haus, Groner-Tor-Str. 32. Kann eine paritätische Umverteilung von Arbeit zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen? Frigga Haug sieht in der Arbeitsteilung selbst als herrschende Produktionsweise das Problem und stellt dieser einen revolutionären, sozialistischen Ansatz gegenüber: die vier Hauptdimensionen des Menschseins sollen zu gleichen Teilen das Leben aller Menschen bestimmen. Welches sind die vier Hauptdimensionen des Menschseins? Wie werden sie in der Vier-in-einem-Perspektive verwoben? Kann die Vier-in-einem-Perspektive die Realpolitik anleiten?

18.3.11, 22 Uhr Feministische Karaokeparty ausgerichtet vom Bündnis fem.stars Café Kollektiv Kabale, Geismarlandstr.19

19.3.11, 13 Uhr "Geschichte wird gemacht" Von Bürgerlicher Frauenbewegung bis Queer: ein DEMOnstrativer Stadtrundgang zu Frauenbewegung(sgeschicht)en in Göttingen ausgerichtet vom Bündnis fem.stars. Start: Altes Rathaus / Gänseliesl

24.3.11 , 20 Uhr Rough Aunties. GB/RSA 2008, Regie: Kim Longinotto, 103 Min., deutsche Fassung Ein Film über die "Tanten" von Bobbi Bear, einer Hilfsorganisation im südafrikanischen Durban, die missbrauchte Kinder betreuen und mit Wut und Herzlichkeit vor allem an die Frauen appellieren, für die Rechte ihrer Kinder einzustehen. Mit Filmgespräch. Veranstaltet vom Kino Lumière und Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ) Kino Lumière, Geismarlandstr. 19, Göttingen, Eintritt: 5,50 € / 5 € ermäßigt

25.3.11 , 14 – 17 Uhr Der BPW Göttingen macht mit einem Infostand vor dem Alten Rathaus auf den Entgeltunterschied zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Es handelt sich um eine bundesweite Aktion zum EPD – Equal Pay Day. Leider verdienen Frauen und Mädchen in Deutschland immer noch 23 % weniger als Männer. Und der 25.03.2011 ist der Tag, an dem Frau erst das verdient hat, was Mann bereits am 31.12.2010 im Geldbeutel hatte. Begleitend durch weitere Aktionen vor Ort und zu erkennen an den roten Luftballons mit EPD-Logo.

29.3.11 , 20 Uhr Eine flexible Frau. D 2010, Regie: Tatjana Turanskyj, 85 Min., Spielfilm Ein Film über eine Architektin, die nie so recht auf die Erfolgsspur gefunden hat. Ihre Stellensuche entwickelt sich zu einem Trip durch die neue Leistungsgesellschaft. Anschließend Gespräch mit der Regisseurin. Veranstaltet vom Kino Lumière und Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ) Kino Lumière, Geismarlandstr. 19, Göttingen, Eintritt: 5,50 € / 5 € ermäßigt

30.3.11 , 20 Uhr Die Basis-FRAUEN-konferenz in VENEZUELA Vortrag und Diskussion mit LindassWeißgerber, Vorstandssprecherin vom Frauenverband Courage e.V., über die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela und die Partizipation von Frauen im politischen Prozess von Venezuela. Veranstaltet vom Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ) Apex, Burgstr. 46, Göttingen

 

DGB Südniedersachsen-Harz zum Frauentag 2011

„Unverschämt und unersättlich“ – 100 Jahre Internationaler Frauentag DGB und DGB-Jugend Südniedersachsen-Harz laden ein zu vielfältigen Aktionen rund um den 8. März in Göttingen „Politische und soziale Gleichberechtigung“, „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, „Mindestlöhne“ und „Arbeitsschutzgesetze“ – wer hätte gedacht, dass diese Forderungen schon über 100 Jahre alt sind? (...) Die aktuelle Situation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zeigt aber auch, dass viele der über 100-jährigen Forderungen der Frauenbewegung nach wie vor unerfüllt sind. Deshalb werden wir weiterhin streiten für - gleichen Lohn für gleiche Arbeit - Mindestlöhne in allen Branchen - politische und soziale Gleichberechtigung von Migrant_Innen - mehr Frauen in Führungspositionen - eigenständige Existenzsicherung für Frauen und sichere Rente - ein Ende von sexualisierter Gewalt und - ein Ende der Unterdrückung von Frauen, Mädchen, Lesben, Trans* und Queers weltweit Nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern auch an den 364 weiteren Tagen des Jahres sind unsere Ziele gleiche Chancen, gleiche Rechte und reale Gleichstellung. „Kollektive Kämpfe sind nach wie vor aktuell. (...) Trotz formaler Gleichstellung sind insbesondere junge Frauen, alleinerziehende Mütter, alte Frauen und Frauen mit Migrationserfahrung von Armut und prekärer Beschäftigung betroffen. Immer noch widerfährt vielen Mädchen und Frauen sexualisierte Gewalt, sei es in der eigenen Familie, im Bekanntenkreis oder im Internet. Nicht zuletzt werden auch Jungen und Trans*-kinder und –jugendliche durch Geschlechterstereotype und die daran geknüpften Diskriminierungen und Privilegien eingeschränkt.(...) Für geschlechterpolitische Interessen einstehen werden DGB, DGB-Jugend und weitere Gruppen und Einzelpersonen am 8. März um 15:30 Uhr in der Innenstadt mit einem vielfältigen Programm an Aktionen und Informationen.

 

Internationaler Frauentag 8.3.2010

Aus DGB, DGB-Jugend, ver.di, Frauen des Jumita-Projektes der VHS und der queerfeministischen Gruppe femko hatte sich ein Bündnis zusammengefunden, um in der Öffentlichkeit auf den Frauentag am 8.3.2010 aufmerksam zu machen. Unter dem Motto "Frauen, Lesben, Trans* machen sich breit" sollten Forderungen der unterschiedlichen Gruppen zum "Internationalen Frauenkampftag" verbreitet werden. (queer: "Das Wort wurde im englischen Sprachraum – ebenso wie das Wort „schwul“ im deutschen – als Schimpfwort gebraucht, mit dem vornehmlich Schwule, aber auch andere, die von den heteronormativen Regeln abweichen, bedacht wurden." - wikipedia)


DGB und Mackerdomänen zusammen mit queer-feministischen Gruppen - wie geht das?
(Text Redaktion goest)

Öffentlichkeitsaktionen zum diesjährigen Frauentag wurde gestaltet von einem Bündnis. Das Frauenforum, das frühere Frauentage gestaltet hat wird dabei nicht als Teil des Bündnisses erwähnt. Das Bündnis, aus DGB, der DGB-Jugend, ver.di, den Frauen des Jumita-Projektes der VHS und der qeerfeministischen Gruppe femko unter dem Motto "Frauen, Lesben, Trans machen sich breit".

Bemerkenswert daran ist:
a) dass sich im Bündnis mit DGB-Gruppen gender-kritische Gruppierungen betätigen, die bislang in gewerkschaftsfernen, subkulturellen oder akademischen Kreisen in Erscheinung traten (Siehe Diskussion um das programmatische Buch Hot Topic). Die Gewerkschaften hingegen sind in Teilbereichen wie z.B. bei der IGMetall oder BAU geradezu noch Hochburgen männlicher Dominanz - mit allen negativen Begleiterscheinungen männlichen Mackergehabes und Frauenfeindlichkeit. Dort befindet manN sich teilweise noch meilenweit entfernt in Welten die vor der ersten Welle des Feminismus liegen.
b) dass mit der Gruppe femko im Bündnis der Übergang zur neuesten Welle des Feminismus probiert wird, nämlich der Abkehr von der reinen Unterteilung in Männer und Frauen. Vielmehr wird versucht, diese Geschlechterrollenteilung zu "destruieren" (Das Bündnis hat diese Haltung mit der Schreibweise "Teilnehmer_innen" übernommen: zwischen er.. und _innen wird damit eine Skala von möglichen Zwischenformen wie z.B. Transsexuellen angedeutet. Allerdings, das sei gleich angemerkt verunsichert das jene Frauen, die es gerade erst geschafft haben, sich im Rahmen bisheriger Feminismusbewegungen ein stärkeres Selbstbewußtsein als Frauen zu schaffen. Nun soll diese gerade neu gewonnene Frauenidentität schon wieder destruiert werden.

Nach dem Hinweis auf unterschiedliche Sichtweisen innerhalb des Bündnisses stellt das Bündnis in einer Erklärung fest: Alle teilnehmenden Gruppen eint das Ziel, "die Lebensbedingungen von Frauen, Lesben und Transen* zu verbessern und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts (Sexismus und Transphobie) sowie aufgrund der sexuellen Orientierung (Homophobie) erkennbar zu machen und zu verurteilen."

Auffällig und bedenklich ist, dass jenes Feld auf dem die Abtreibungsgegner/innen weltweit tätig sind in den Ankündigungen des Themenspektrums nicht vorkamen. Bedenklich wäre es auch, wenn der Grund dafür darin läge, dass Schwangerschaft als stark biologisch determiniertes Ereignis die Verkündung beliebiger Geschlechterrollen problematisch macht. Damit würde den autoritär-konservativen Kräften ein wichtiges Feld leichtfertig überlassen. (Siehe dazu Sarah Diehl, AUCH DAS GEHÖRT ZUM LEBEN DAZU Der Schwangerschaftsabbruch: das vernachlässigte Thema in "Hot Topic")

Ab ca. 10:30 Uhr fanden am Frauentag auf dem Göttinger Marktplatz die Präsentationen der unterschiedlichen Gruppen statt: Der DGB informierte über Sexismus in der Arbeitswelt. Ver.di fragt in einer Bodenzeitung die Passant_innen, was sie von der Gleichberechtigung der Männer halten. Die Frauen des Jumita-Projektest der VHS weisen auf die Lebenssituation alleinerziehender Mütter in Ausbildung hin. DGB-Jugend und queerfeministischen Gruppe [femKo] setzen ein Signal gegen Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und einschnürende Schönheitsnormen sowie einem Standbild von Beth Ditto.

Junge Mütter in Teilzeitausbildung" (Jumita)

Text des Veranstaltungs-Bündnisses:

Mit dem Transparent, auf dem eine Frau mit vielen Armen zu sehen ist, weisen die Frauen des Projekts "Junge Mütter in Teilzeitausbildung" (Jumita) der Volkshochschule auf die Situation alleinerziehender Mütter hin. In den Armen und an den Fingern stehen die vielen Tätigkeiten, die alleinerziehende Mütter für und mit ihren Kindern zu bewältigen haben und die sie über einen sehr langen Zeitraum, bis die Kinder erwachsen sind, ausüben.

Foto: Stephan Knoblauch

Über 90 % der Alleinerziehenden in Deutschland sind Frauen. Sie und ihre Kinder haben das größte Armutsrisiko. Durch mehr und bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie bessere Erwerbsmöglichkeiten könnte die Situation der Alleinerziehenden verbessert und ihre Leistung für die Gesellschaft anerkannt werden. Ihnen schlagen viele Vorurteile entgegen: Geben sie ihre Kinder in die Krippe, sind sie angeblich Rabenmütter (übrigens ein Wort, dass es nur in der deutschen Sprache gibt), wollen sie ihre Kinder groß ziehen, sind sie angeblich zu faul zu arbeiten. Die Frauen des Jumita-Projekts fordern Anerkennung und Respekt dafür, dass sie ihre Kinder umsorgen und liebevoll begleiten. Außerdem bedarf es gesetzlicher Regelungen, die es ihnen erlauben, einen Beruf zu erlernen und auszuüben, der ihnen Spass macht und mit dem sie ihre Familie ernähren können. Gleichzeitig wissen sie, dass sie sich zumindest auf ihre eigene Energie und Lebensfreude verlassen können. Deshalb haben sie Buttons angefertigt mit dem Slogan:"Auf die Dauer hilft nur Power!" Mit dem Quiz zum Ausfüllen und Mitmachen ist Ihr Wissen zum Thema alleinerziehende Mütter gefordert.

Selbstbewußt gegen Schönheitsnormen und Geschlechterrollen

DGB-Jugend und queerfeministischen Gruppe [femKo] setzen ein Signal gegen Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und einschnürende Schönheitsnormen mit dem Tortenstand, an dem Frauen, Lesben, Transen gerne mit einem Stück Kuchen versorgt werden. Dazu gehört ein Standbild von Beth Ditto, die selbstbewusst den Slogan „Maul auf statt Maul halten!“ verkörpert.

Standbild von Beth Dito, einer mittlerweile sehr berühmten, selbstbewussten und schönen, dicken Rockröhre Schluss mit Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und menschenfeindlichen Schönheitsnormen. Körper sind vielfältig und das ist gut so.

Stellen Sie sich hinter Beth Dito und verleihen Sie ihrem Körper und ihrer Power ein neues Gesicht! Und schießen Sie davon ein schickes Photo!!

Text des Veranstaltungs-Bündnisses:
"Aber bitte mit Sahne ... !" Wozu sollen denn Feminismus und Frauentag noch gut sein? Sind die überhaupt noch aktuell? Ist die Gleichberechtigung nicht längst schon erreicht und die ganze Torte damit quasi schon im eigenen Kühlschrank? Ist für Frauen, Lesben, Trans* alles in Buttercreme gehüllt und mit Sahne verziert, inklusive Zuckerguss? Gibt es eine freie Wahl der Lebensentwürfe ohne Nachteile und Sanktionen? Gilt der Grundsatz "gleiches Geld für gleiche Arbeit"? Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus? Was für Perspektiven bietet unsere Gesellschaft? Und für wen? Die Antworten auf diese Fragen ergeben nach wie vor, dass vom Kuchen für Frauen, Lesben, Trans* eher Krümel übrig bleiben - von Sahnetorten ganz zu schweigen! Der internationale Frauenkampftag ist somit aktueller denn je! À propos Sahnetorte: Schlagsahne und Buttercreme passen nicht zur gängigen Schönheitsnorm? Sexy sein bedeutet, auf Sahnetorten zu verzichten und sich mit trockenen Keksen zu begnügen? Ist Schönheit gleichbedeutend damit, schlank und perfekt zu sein? Wir sagen NEIN! Und wollen selbst bestimmen, was schön ist und dabei eine große Vielfalt gelten lassen! Denn Körper sind vielfältig und das ist auch gut so! In diesem Sinne: Ran an die Sahnetorten!!! "Fat, Fame & Feminism!" Sie ist klein, dick, lesbisch und vorlaut, rasiert sich weder Beine noch Achseln und zwängt sich am liebsten in hautenge Klamotten ... die Rede ist von Beth Ditto, einer mittlerweile sehr berühmten, selbstbewussten und schönen, dicken Rockröhre. Sie möchte Frauen, Lesben, Trans* Selbstvertrauen geben, denen permanent eingeredet wird, dass sie fett oder hässlich oder auf andere Art unzulänglich sind. Für Beth Ditto geht es mehr um Haltung als um Posen: sie versteckt sich nicht, sondern sie greift an! Dementsprechend steht ihr Standbild heute stellvertretend für das Motto "Maul auf statt Maul halten!" und zwar im doppelten Sinne: zum einen muss Schluss sein mit Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und menschenfeindlichen Schönheitsnormen! Her mit den Sahnetorten! Gleichzeitig sind Frauen, Lesben, Trans* sehr gut in der Lage, lautstark ihre Positionen und Forderungen zu thematisieren. Und diese Einmischung ist ausdrücklich erwünscht! Wir geben uns nicht länger mit Krümeln zufrieden, sondern wollen die ganze verdammte Tortenfabrik! Und wir fangen heute damit an!"


queerfeministischen Gruppen [femKo]

 

Theaterperformance "Power of Pussy"

Anmerkung der Redaktion: die Verwendung des Begriffes Pussy für die Vagina ist hier im Zusammenhang mit dekonstruktivistischen Feminismusansätzen zu sehen, die pornographische Begriffe extrem häufig verwenden um sie zu destruieren - der Titel ist dafür allerdings kein gelungenes Beispiel) .

The Power of Pussy. Eine unendliche Geschichte des Feminismus.“ Eine Theaterperformance, die das kollektive Gedächtnis der alten und neuen Feminist_innen rekapituliert und eine subjektive, teils schräge Geschichte des Feminismus aufführt. Es geht um die Frage: „Wie gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben?“ Dies wollen die Veranstalter_innen (DGB, DGB-Jugend, Frauenforum Göttingen, Ver.di, Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät und [femKo]) und Schauspieler_innen im Anschluss an das Stück mit dem Publikum diskutieren.

Im Widerspruch zu den Angaben des Bündnisses wird auf der Homepage des Frauenforums das Frauenforum auf der Liste der Mitveranstalter/innen mitgenannt.

Ein Stück der "Fräulein Wunder AG aus Hildesheim, 20 Uhr im Jungen Theater. Eintritt: 13 €, ermäßigt 9 € / Bild: Ausschnitt des Plakates zur Veranstaltung

Text des Veranstaltungs-Bündnisses zum Theaterstück
"The Power of Pussy. Eine unendliche Geschichte des Feminismus. Der legendäre Tomatenwurf von Sigrid Rüger löste 1968 die zweite Welle der Frauenbewegung aus. "Doch wie weit flog die Tomate wirklich?" fragt sich die Fräulein Wunder AG und rekapituliert in POWER OF PUSSY das kollektive Gedächtnis der alten und neuen "F-Klasse". Die Theaterperformance entwickelt eine subjektive, teils schräge Geschichte des Feminismus: Vorbei an Blaustrümpfen und Suffragetten zu BH-Verbrennungen und Masturbationskreisen, zurück zu Eva und der Frucht der Erkenntnis. Von den Demonstrationen gegen den § 218 zu Ursula von der Leyens Erziehungspolitik, zurück zu Valerie Solanas Männervernichtungsphantasien und Alice Schwarzers PorNO!-Kampagne. An diesem Abend geht es darum wie gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben möglich ist. Und kann ich als Mann Feminist sein? Haben Pop und Selbstironie den Feminismus lediglich in den Mainstream oder wirklich weiter gebracht? Welche Ereignisse der Frauenbewegung haben noch immer utopisches Potential für die Verwirklichung der Geschlechterdemokratie? Ein Abend auf der Suche nach zeitgemäßen Versionen von Weiblichkeiten und Männlichkeiten - dokumentarisch, politisch und unterhaltsam. . Welche Zukunft hat das Projekt "gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben" in Göttingen?"

 

Erklärung des DGB zum Frauentag: Gleichberechtigung und höhere Löhne
"Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Motto im Jahr 2010 lautet "Kurs halten! Gleichstellung." Die Politik der letzten Jahre hat zu erheblichen Verschlechterungen am Arbeitsmarkt geführt. Immer mehr Frauen sind berufstätig, oft zu niedrigsten Löhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet oder in Minijobs. In Deutschland arbeiten mehr Menschen im Niedriglohnsektor als im europäischen Durchschnitt. Die meisten von ihnen sind Frauen. Trotz Arbeit können sie ihre eigene Existenz nicht ausreichend sichern und sind auch im Alter von Armut bedroht. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Einkommen der Frauen für die Familien, denn prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit betreffen immer mehr auch Männer. Aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise verschärft sich die ohnehin schon schwierige Situation. Unternehmen behaupten, keine Spielräume für fair entlohnte, sozialversicherte Arbeitsplätze zu haben. Den öffentlichen Haushalten fällt es schwer, ihrer Verpflichtung gerecht zu werden: Sie müssen die Daseinsvorsorge ihrer Bürgerinnen und Bürger leisten. Sie sehen sich zum Sparen gezwungen. Das Sparen trifft immer diejenigen am meisten, die eh am wenigsten haben. Dabei machen viele Unternehmen auch in der Krise gute Gewinne. Städten und Gemeinden wäre geholfen, wenn sie mehr und zusätzliche Steuern einnehmen würden. Reichtum gibt es genug in Deutschland, er müsste nur anders verteilt werden. Wir brauchen dringend gleichwertige Lebens- und Arbeitsverhältnisse für alle Menschen.
Wir fordern:
Ø die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse und die Pflicht zur Sozialversicherung ab dem ersten Euro,
Ø die Einführung existenzsichernder gesetzlicher Mindestlöhne,
Ø eine gesetzliche Quotierung für Aufsichtsräte von 40 %,
Ø das Recht auf einen guten Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr,
Ø gesetzliche Regelungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft."

 

Erklärung Rats-Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN zum Internationaler Frauentag
"Die Lohnungerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt bleibt weiterhin ein frauenpolitisches Schlüsselthema",(...) "Spätestens beim Thema Geld hört die Gleichberechtigung leider nach wie vor auf." Schon der Blick auf die Einkommensverteilung in Deutschland zeigt, dass der Frauentag kaum etwas von seiner politischen Bedeutung verloren hat." (...). "Das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist längst nicht umgesetzt", (...) Dies gelte insbesondere für Mütter. "Armut ist weiblich und hat viele Kinder", so Valena. "Kinderkriegen ist nach wie vor Armutsrisiko Nr.1 und eine eigenständige Existenzsicherung jenseits des überholten Familienernährer-Modells ist nicht in Sicht." Die Gründe dafür reichen von tief verwurzelten Rollenklischees über Strukturdefizite bei Teilzeit- und Kita-Angeboten bis zum überkommenen Ehegattensplitting im Steuerrecht. Weiterhin diskussionswürdige Themen anlässlich des Frauentags sind aus Sicht der GRÜNEN z.B. Maßnahmen zur Gewaltprävention, der professionelle Schutz weiblicher Opfer sexueller, physischer und psychischer Gewalt, die Verhinderung von Zwangsheiraten sowie der langjährige Kampf um die Quote. Wie sich der Frauenanteil in Parteien und politischen Gremien systematisch erhöhen lässt, zeigen die GRÜNEN seit nunmehr dreißig Jahren. In der Wirtschaft beispielsweise bietet sich noch ein ganz anderes Bild: "Weniger als zehn Prozent der Mitglieder in Aufsichtsräten von Vorständen deutscher Unternehmen sind Frauen. Das ist nicht Zufall oder Schicksal sondern Folge des Verzichts auf den Einsatz frauenpolitischer Instrumente", (...) "Die Quote ist für eine angemessene Repräsentation von Frauen in den Gremien von Wirtschaft und Politik weiterhin unverzichtbar."

 

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Internationaler Frauentag 2009

Fotoausstellung und Fotowettbewerb gegen Sexismus und Patriarchat / A.L.I.

Ausstellung
Ausstellung mit Aufnahmen von Graffiti,‭ Verfremdungen,‭ Schriftzüge,‭Aufkleber,‬Plakate und andere Ausdrucksformen der Streetart "mit Bezug zum weltweiten Frauenkampftag und dem Kampf gegen Sexismus und Patriarchiat" sind vom 8.3. bis zum 22.3.09 im Salamanca (Gartenstraße 21b/Göttingen) zu sehen.

Aufruf der A.L.I zum Wettbewerb: Fotos von Streetart in Göttingen
"Anlässlich des Frauenkampftages am 8. März rufen wir erneut zum "Antisexist-Streetart-Photocontest" auf. Wie auch im letzten Jahr sollen auch‭‬2009‭‬die Werke widerständiger Streetart mit Bezug zum weltweiten Frauenkampftag und dem Kampf gegen Sexismus und Patriarchiat dokumentiert werden Knipst die City‭!.‬Beteiligt euch am Contest.‭ ‬Ob Freihand oder Schablone,‭ob geklebt,‭geleimt oder zementiert,‭ ob einfarbig oder bunt,‭ob groß oder klein, ‬ob Bild oder Text.‭Wir wollen mehr antisexistische Streetart und wir wollen sie fotografiert‭! Bei diesem Contest geht es weniger um den Wettbewerb als solchen,‭als darum,‭eine Sammlung schöner und aussagekräftiger Werke entstehen zu lassen.‭‬Die KünstlerInnen treten nicht direkt gegeneinander an,‬sondern können sich durch die Arbeiten der anderen inspiriert und herausgefordert fühlen.‭
"Einsendeschluss‭"‬ist erst am‭25.‬März‭2009.‭Schmeißt einfach ein Foto eures Lieblingswerkes in unser Postfach im Buchladen ein.‭Antifaschistische Linke International >A.L.I.< c/o buchladen nikolaikirchhof 7, 37073 goettingen. ‬Das Foto solltet ihr mit einem Kennwort versehen,‭sowie mit einer Erklärung,‬wo wir das Motiv finden können.‬Die aussagenkräftigsten,‭schönsten und kreativsten werden wir,‭wie auch in der Vergangenheit,‬in einer Ausstellung veröffentlichen.

Um einen kleinen Anreiz zu schaffen,‬möchten wir ein paar Preise aus den Sortimenten vom Red-Stuff Antifaversand anbieten.‭Bei der Wahl unserer Favoriten legen wir besonderen Wert auf die Verständlichkeit der Aussagen,‭dann folgen erst Style und Kreativität. ‬Auch die Wahl des Ortes soll berücksichtigt werden.‭Sichtbarkeit im Alltag ist hier wichtig."

Broschüren
Unsere Broschüren zum Thema Sexismus und Patriarchat‭"‬Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel‭"‬und‭ "‬Fight Sexism‭ & ‬Racism‭",‬viele andere Sachen,‬Propagandass,‭ Kleidung und Informationen gibt’s im Links unten im Buchladen Rote Straße,‭ ‬Nikolaikirchhof‬7‬in Göttingen. mail ali [at] inventati.org
Homepage www.ali.antifa.de

Frauenforum Programm rund um den Frauentag 8.3.09

Montag, 2. März 2009 · Foyer der Stadthalle 18.00 Uhr WEIBSBILDER Kunst von Frauen – Frauenkunst? Eröffnung der Ausstellung Göttinger Künstlerinnen im Rahmen der KUNST-Gala 2009 Begrüßung: Reinhard Irmscher (APEX) Einführung: Tina Fibiger (Kulturjournalistin) Die Ausstellung ist bis zum 16. März während aller Veranstaltungen in der Stadthalle, insbesondere während der KUNST-Gala am Internationalen Frauentag zu besichtigen.

Samstag, 7. März 2009 Haus der Kulturen · Hagenweg 2e · ab 19 Uhr Fest / Feier zum Internationalen Frauentag 2009 mit Beiträgen von Frauen aus verschiedenen Ländern · mit Informationen zu Hilfsangeboten für Frauen in Göttingen (Frauenhaus, Frauenzimmer e.V.) · mit Livemusik · Tanzen, Essen, Trinken. Die Veranstaltung ist auch offen für Männer. Veranstalter: Anatolischer Kulturverein Göttingen e.V. (AKM e.V.) (Anmerkung Red. goest: ... das letzte Mal beim Frauentag 2008 war dasseine wirklich Super-Stimmung siehe Fotos)

Sonntag, 8.März 2009, Stadthalle – Foyerbühne 17.00 Uhr UTOPIA Beitrag des Göttinger Frauenforums zur KUNST Gala 2009 Stückentwicklung und Inszenierung: Luise Rist und Nina de la Chevallerie Mit der Post, per Mail, via SMS oder telepathisch gelangen tagtäglich abertausend Gedanken aus dieser Stadt nach Kabul, Moskau und Beirut, Istanbul oder Accra. UTOPIA ist der Versuch einer Begegnung von Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen in Göttingen leben und ihre Wurzeln doch ganz woanders haben. Der Versuch eines Dialogs mit Göttingerinnen, die aus Deutschland stammen und vielleicht am liebsten woanders leben würden. Um die Performance UTOPIA zu realisieren, haben wir eine Frauenrunde ins Leben gerufen und uns gefragt: in welcher Sprache träumst du, wo liegt deine Heimat, was schreibst du deiner Mutter in den Libanon, was schreibe ich meiner Mutter in den Schwarzwald, wovor hast du Angst, oder: vor was fliehst du? Aus den Erzählungen entstand ein kleines Stück Theater, eine utopische Vorstellung en miniature, die sich einer Gruppe von Frauen nähert, ohne ihnen zu nahe zu treten. Es spielen: Iris Karakus, Meral Bayrak, Svetlana Pogorilova Rosa Amu, Rukhshana Razai, Brunhilde Schöne, Johanna Kurth, Bircan Mansuroglu, Tosha Nagle Veronika Maltschikow Khira Naddour, Flora Hajiloo, Eunice Njoroge

Mittwoch, 11. März 2009 ver.di-Geschäftsstelle · 2.Etage Gr.Sitzungssaal · Groner-Tor-Str.32 · · 17.30 Uhr Verdienen Frauen wirklich weniger? – Vortrag und Diskussion bei Sekt und Selters Referentin: Alexa Wolfstädter, ver.di-BV Berlin, Frauenund Gleichstellungspolitik Veranstalterin: ver.di-Ortsfrauenrat Göttingen

Freitag, 13. März 2009 Foyer International · Burgstr. 51 · 15 bis 20.30 Uhr · Göttingen Frauen stärken. Klima wandeln! Workshop zu Ursachen und Folgen des Klimawandels für alle interessierten Frauen mit Beiträgen zu Bolivien, Tansania und Niedersachsen. Die Teilnahme ist kostenfrei, für Getränke und Abendessen bitten wir um einen Beitrag von 5 Euro. Anmeldung bis zum 28.2.beim Entwicklungspolitischen Informationszentrum, info@epiz-goettingen.de, Tel. 05 51 / 48 70 66 Eine Veranstaltung des EPIZ, des Verbands Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) und anderer

Freitag, 20.März 2009 Informationsbus vor dem Alten Rathaus Equal Pay Day 13 Uhr bis 17.00 Rote Taschen in der Stadt! Frauen erhalten in Deutschland rund 22 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. In diesem Jahr haben Frauen in Deutschland am 20. März in etwa das verdient, was Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres in der Tasche hatten. Rote Taschen symbolisieren den Minusbetrag, der Frauen durch die wirtschaftliche Benachteiligung entsteht und werden dadurch zum Erkennungsmerkmal des bundesweit durchgeführten Equal Pay Day. Wir informieren über und protestieren gegen die tatsächlichen Lohnunterschiede am roten Bus! Veranstalterinnen: BPW – Business and Professional Women – Germany Club Göttingen und das Göttinger Frauenforum

 

Internationaler Frauentag 2008

Montag, 3. März 2008
Holbornsches Haus · Rote Str. 34,19.00 Uhr Barbara Clasen, die fünf Jahre u.a. für die GTZ und die Welthungerhilfe in Afghanistan tätig war, berichtet von ihren alltäglichen praktischen Erfahrungen. Die Zukunft der Frauen ist die Zukunft Afghanistans? Die Situation der afghanischen Frauen im Wandel – Beispiele aus der Praxis.

Samstag, 8. März 2008, 20 Uhr Altes Rathaus Kabarett,"Geld allein ..macht nicht unglücklich" Eintritt: 12,-/10,- EUR Gewinnausschüttung aus der neuen Unterschicht · Andrea Badey »Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht – soll man den Kopf nicht hängen lassen.« Wie erzählt man eine große Geschichte, verliert sich scheinbar in vielen kleinen Geschichten und kommt doch immer wieder auf den Punkt zurück? (Einlass ab 19.30 Uhr)

Sonntag, 9. März 2008 Holbornsches Haus · Rote Str. 34 · 11.00 bis 14.00 Uhr Frühstück für Gewerkschaftsfrauen Anmeldungen: IGM Tel. 503113 - 0, ver.di Tel. 548 50 - 0 oder DGB Tel. 44097

Samstag, 8. März 2008, 18 Uhr Haus der Kulturen, Hagenweg 2e, Live-Musik, Buffet, Vorträge, Gedichte zum Interntationalen Frauentag, Eintritt frei

 

> Fotobericht von der Veranstaltung

Montag, 10. März 2008 , 10.00 bis 12.00 Uhr Großer Seminarraum der Staats und Universitätsbibliothek (SUB)· Erfolgreiche Kinderbetreuung an der Universität Wien – Ein Vorbild für Göttingen? Vortrag & Diskussion mit Karoline Iber (Geschäftsführerin und Mitbegründerin Kinderbüro Wien)

Dienstag, 11. März 2008 17.30 Uhr ver.di-Geschäftsstelle Göttingen Groner-Tor-Str.32 , · 2.Etage · Gr.Saal Frauen sind mehr wert – Soziale Sicherung für Frauen Referentin: Judith Kerschbaumer (ver.di Bundesverwaltung, Bereich Sozialpolitik)

 

Frauentag 2007
Infostände / Aktionen am Gänseliesel

Flugblatttext
Schluss mit frauenverachtender, sexistischer und entwürdigender Werbung!

"Wir leben im Zeitalter der Emanzipation. Die Frauenbewegung hat scheinbar ihr Ziel erreicht: Die Beinahe-Gleichberechtigung von Frau und Mann. Naja, eben nur fast: In vielen gesellschaftlichen Bereichen, auch beim Einschalten des Fernsehers, bemerkt mensch einen schleichenden Rückschritt. Nie zuvor wurde in den Medien, ob nun in der Werbung oder redaktionellen Grafik, so sehr mit Frauenkörpern gearbeitet wie heute. ,,Frauen ziehen an, wenn sie sich ausziehent'. Diese pointierte Aussage ist heute realistischer denn je.

Fernseher auf dem Werbespots liefen und dazwischen z.B. plötzlich Texte erschienen wie hier zu sehen.

Gleichzeitig spiegeln sich die umherstehenden Zuschauer/innen auf der Mattscheibe.

Nie war der weibliche Körper mit so widersprüchlichen Attributen besetzt: Erotik, Gefühle und Mütterlichkeit! Medien üben auf Mädchen und Frauen enormen Druck aus, einem vorgegebenen Schönheitsideal zu entsprechen. Der Zwang zum perfekten Körper zeigt immer schockierendere Folgen: Essstörungen (Z.B. Bulimie, Magersucht und Esssucht), Selbstverletzungen, Schön-heitsoperationen. 75 % der Frauen haben Diäterfahrung, 15 % befinden sich permanent auf Diät. Die Mehrheit der 1 5-jährigen Mädchen hat bereits mindestens eine Diät hinter sich. Der Anstoß dazu kam fast immer aus Zeitschriften. Diäten können als ,,Einstiegsdroge' für eine Essstömng fungieren. Eine Magersucht beginnt oft mit einer ,,ganz gewöhnlichen" Diät. Inzwischen ist jede 7. Jugendliche ein Magersucht-Risikofall. Ess­störungen sind nach wie vor weiblich. Der Schlankheits- und Schönheitswahn reißt besonders junge Frauen mit. Das Selbstwertgefühl junger Mädchen und Frauen muss gestärkt werden. Frauen dürfen nicht auf ,,schlank" und ,,nackt" reduziert werden. Das Interesse an Sensibilisierung und Selbstkontrolle bei Printmedien und Fernsehen hinsichtlich sexistischer Darstellungen ist kaum bis gar nicht vorhanden.

 

Demo "Refresh the F-Word - Feminism"


Pink-Silver-Block auf der Demo "Refresh the F-Word - Feminism" 10.3.07, 13 Uhr

Ankündigungstext der VeranstalterInnen "Demo zum Frauenkampftag! Egal ob es nun die Sozialistin Clara Zetkin war oder Arbeiterinnendemonstrationen in New York oder Russland, die den 8. März als Frauenkampftag begründeten: Für uns als radikale Feminist_innen stellt dieses Datum nach wie vor einen Bezugspunkt dar, in dessen Tradition wir unter anderem unsere Praxis verorten. Deshalb haben wir den 10. März, pragmatisch an einem Samstag, als Demotag gewählt. Wir brauchen euch, um gemeinsam gegen Patriarchat und Sexismus zu kämpfen! Und gerade weil der 8. März eine dicke Staubschicht hat, gilt es öffentliche Präsenz zu zeigen. Lasst uns zeigen, dass Feminismus kein Anachronismus ist, sondern die coolste Kritik an den herrschenden Verhältnissen, dass feministische Demos laut und dynamisch sind!"

In einer Mail vom Theaterkeller heißt es zur Demo: "Am 10.März demonstrierten in Göttingen 350 Menschen unter dem Motto "Refresh the F-Word - Feminism" anlässlich des internationalen Frauenkampftages am 8.März. Rund 350 Menschen versammelten sich bei Sonnenschein auf dem Göttinger Marktplatz, um den inzwischen in der deutschen Linken fast vergessenen Frauenkampftag zu entstauben. Unter dem Motto "Refresh the F-Word" sollten in Zeiten der mancherorts gefühlten Gleichberechtigung feministische Positionen wieder gestärkt werden. Die Demo wurde unterstützt durch einen Pink-Silver-Block und Mars-TV, die stetig auf der Suche nach Gründen für das herrschende Geschlechterverhältnis waren. In Redebeiträgen krititsierten der AK Gender, FFFL aus Marburg und die OLAfA sowohl den patriarchalen Alltag und dessen heteronormative Ausrichtung als auch die Reproduktion der Geschlechterverhältnisse in der Linken. Obwohl der Fokus auf feministische Kritik gerichtet war, wurden Redebeiträge zum inhaftierten Antifaschisten Matti aus Berlin und zur Räumung des Ungdomshuset in Kopenhagen gehalten."

(Anmerkung goest: Zur TeilnehmerInnenzahl gibt es abweichende Schätzungen von TeilnehmerInnen, die nur von 200 sprechen - wir haben nicht gezählt - jedenfalls fuhren ca. 6 Polizeibusse hinter der Demo her, es ist aber trotzdem nichts passiert)

 

Theater von Frauen des Frauenhauses

 

Gegen den Schönheits- und Schlankheitswahn in der Werbung

Eine Gruppen von Frauen hatte für 16 Uhr eine "Kurzfilmpremiere zum internationalen Frauen/Lesben-Kampftag" angekündigt und zeigte dann eine Filmkollage mit Werbefilmen und Kritik am Schönheits/Schlankheits-Terror der Werbung. Dazu hatten sie auf dem Marktplatz einen Fernseher aufgestellt mit eigenem Stromgenerator (siehe Foto unten)

Weitere Veranstaltungen

Stadtverwaltung Göttingen 8.30 Uhr und 14.00 Uhr Was bringt das neue Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz? Personalversammlung für Frauen zum Internationalen Frauentag auf Einladung des Gesamtpersonalrates und der Gleichstellungsbeauftragten

»Neuer Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst: (Geschlechter-) Gerechte Leistungsvergütung? 10.00 Uhr Vortrag zum Internationalen Frauentag von Dr. Karin Tondorf ■ Veranstalterin: Gleichstellungsbüro der Universität Alte Mensa ❙ Wilhelmsplatz 3

Ausstellung "Töchterwege – Mütterwege" ab 11.30 Uhr Vernissage Mütter und Töchter aus unterschiedlichen Ländern in Grone haben sich mit ihren Lebensentwürfen auseinandergesetzt. Wie können Mütter dazu beitragen, ihre Töchter stärken und für ein Leben vorbereiten, das ihnen selbst oftmals verwehrt blieb? Stadtteilzentrum Grone ❙ Sollingstraße 2 c

Film 19.30 Uhr China Blue, Chinesisch mit deutschen Untertiteln. Unter welchen Umständen werden diese billigen Jeans und Shirts hergestellt? Cornelia Renders vom Frauenforum Göttingen und Gisela Heußel vom Arbeitskreis »CCC« des Ev. Frauenwerks in der Region Göttingen berichten im anschließenden Filmgespräch über die »Kampagne für saubere Kleidung«. ■ Nach dem Film Ab 22.00 Uhr im Kabale "bei Musik und Trank den Weltfrauentag feiern" Geismar Landstr. 19

 

Frauentag im HdK

2007 leider in keinem der offiziellen Programme zum Internationalen Frauentag 2007 aufgeführt: die türkische Feier zum Frauentag am 10.3.07 im Haus der Kulturen.


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Frauentag 2006

  • Gänseliesel und Marktplatz ab 15.30 Uhr "Straßentheater gegen Anmache und Übergriffe" sowie "Tortenessen gegen Schönheitsnormen und Konfektionsgrößenwahn" vor Textilgeschäften am Markt
  • 16.30 Uhr Gänseliesel Aktion gegen die Residenzpflicht und Stand in der Fußgängerzone Für viele Frauen mit Migrationshintergrund stellt sich die Situation der »häuslichen Gewalt« besonders brisant dar. Die sogenannte Residenzpflicht bedeutet, dass sie den Bezirk der Ausländerbehörde, in dem sie gemeldet sind, nicht verlassen dürfen. Dadurch wird ihnen das Recht verwehrt, sich vor der Bedrohung von Leib und Leben in Sicherheit zu bringen.
  • 18 Uhr StadtRadio Göttingen _ Groner Str. 2 Eröffnung der Ausstellung »1000 Frauen für den Friedensnobelpreis« Die Ausstellung erzählt die Geschichten von 1000 Frauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 vorgeschlagen wurden – symbolisch für all jene Frauen, die sich unter oft schwierigen Bedingungen für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde einsetzen.
  • 19.00 Uhr Gemeindezentrum Rosdorf Saal Familie und Erwerbsarbeit Vortrag Prof. Dr. Heidi Rosenbaum. Eintritt frei
  • Samstag, 11. März 2006, 10 – 16 Uhr Gemeindehaus der Friedenskirche Auf dem Hagen 23 »Affidamento« – am Mehr der anderen wachsen Ein Tag mit Referat und Arbeitsgruppen Der Affidamento-Ansatz entstand in den 80-er Jahren in der Mailänder Frauenbewegung und bedeutet »wertschaffendes Anvertrauen«. Referat von Lucia Martin

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Frauentag 2005

Gegen "Bipolarität" der Geschlechter am Frauentag
Am Dienstag, den 8. März 05 führte die ALI von 14 bis 17 Uhr Jacobikirchhof/ Weender Straße stündlich ein Straßentheater unter dem selben Titel "Kleine Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel" auf . Broschüre und Theaterstück bezogen sich auf die Forderung zur Überwindung der "bipolaren Geschlechterteilung" : " Wir haben einen Schwerpunkt unserer Aktivitäten zum 8. März 2005 auf die Kritik an naturalisierenden und starren Modellen von Identität und Geschlecht gelegt." " Wesentliche Grundlage des Patriarchats ist die bipolare Geschlechterordnung, die von den zwei Kategorien Mann und Frau ausgeht und diese als natürlich gegeben hinstellt. Auch viele klassisch feministischen Ansätze reproduzieren mit ihren Identitätsmodellen von „den Frauen“, diese Geschlechterordnung. Wege aus dem Geschlechterdschungel weist beispielsweise die Queer-Bewegung, die die Vielfältigkeit von Körpern und Lebensweisen propagiert und für Irritationen sorgen will."

Foto vom Straßentheater am 8.3.2006 an der Jacobikirche:
Das Kind muß in eine der beiden Schubladen passen - männlich oder weiblich - wenn das nicht geht wird es passend gemacht.

Bezug zur Transgender-Diskussion und Destruktion der Bipolaren Geschlechtertrennung.
(Siehe auch unter Muttertag)

Zugleich reflektieren die VeranstalterInnen die möglichen Widersprüche "Aber unterlaufen solcherlei Herangehensweisen nicht den notwendigen strategischen Standpunkt, den Frauen brauchen, um die patriarchalen Angriffe gegen sie bekämpfen zu können? Wir begreifen dekonstruktivistische Ansätze, wie die Queer-Bewegung, nicht als unüberbrückbaren Widerspruch zu klassischen Frauen-Identitätsmodellen. Beide können und sollten sich ergänzen, um erstere nicht von den materiellen Verhältnissen zu entkoppeln und letztere nicht in eine strategische Sackgasse zu führen."

Die Unterdrückung von Menschen die aus der geschlechtlichen Bipolarität herausfallen (also Zwitter, Transgende , Schwule, Lesben, Transsexuelle,...etc) sind vorrangig ein Thema für die Anti-Diskriminierung. Überwiegend ökonomische geprägte Gewaltverhältnisse mit Geschlechterbezug sind wohl eher sichtbar bei alleinerziehende Frauen die Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe beziehen.
Die Message des Strassentheaters war im Bereich Bipolarität wenig subtil, sondern eher plakativ, holzschnittartig - eher im Sinne von Agitprop oder Lehrtheater. Gleichwohl war die ganze Aufführung anerkennenswert aufwendig und sorgfältig durchdacht und technisch organisiert.


Bilder zu Szenen: Kritik an Heirat und Zwangsverhältnis, Gewalt in der Ehe und Ironisierung durch Umkehrung wenn der Mann Dreck wischt und der Frau, die im Sessel sitzt und Fernsehen guckt das Bier bringt.

Zum Schluß schwingt eine Frau eine rote Fahne.

 

(Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland eine Allergie bei den Linken gegen Fahnen - diese Zeit scheint vorbei )

"Frauen und Mädchen, sowie alle, die sich in der Geschlechterordnung nicht wiederfinden können, sind weiterhin Gewalt und Benachteiligung auf den unterschiedlichsten Ebenen ausgesetzt."
"Wir leben in einer patriarchalen Gesellschaft. Dieses Herrschaftsverhältnis kreuzt und verstärkt sich mit anderen, wie Rassismus und kapitalistischer Verwertungslogik. Um ein sicheres und würdevolles Leben gestalten zu können, müssen Menschen gegen diese Verhältnisse Widerstand leisten." Zitate aus: Aufruf zum 8. Maerz 2005 / Antifaschistische Linke International >A.L.I. Raus aus dem Geschlechterdschungel! Für eine Radikalisierung feministischer Kritik!


Szene zum Thema § 218 - Straßentheater der Antifa ALI


Straßentheater ALI - mit ZuschauerInnen und polizeilicher Beobachtung

Die ALi hat sich einem Problem gestellt, das andere (wie z.B. das Frauenforum) zu diesem Zeitpunkt nicht einmal wahrzunehmen scheinen. Andererseits fehlt hier die Kritik an der Benachteiligung der Frauen z.B. bei Entlohnung im Betrieb.

 

Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiterinnen

Frauenforum am Marktplatz - Frauenforum und EPIZ waren von 11-14 Uhr am Gänseliesel mit einer Aktion unter dem Titel " Blumen? - Schön! ... aber fair?" Sie verteilten Rosen zusammen mit Infos über die Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiterinnen in sogen. Entwicklungsländern. Die Sache mit der Kombination Rosen an die Frauen verteilen und gleichzeitig an die Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiterinnen zu erinnern ist zunächst ganz plausibel, aber leider erfüllt das Bild der Frauen am Marktplatz mit Rosen zunächst einmal das Klischee "Frauen und Blumen".


Aktivistinnen am Megaphon und am Infostand


Infostand am Marktplatz am 8.3.05

Frauen aus Institutionen, Gremien und Parteien

 

Programm Frauentag 2005

  • 4.3.05 , 20 Uhr Café Kabale, "Feminismus versus Queer?" Diskussionsveranstaltung mit Adrian De Silva. Im Anschluss : Party, Veranstalter: Antifaschistische Linke International A.L.I.
  • 6.3.05 von 18-20 Uhr im Lehrschwimmbecken Badeparadies Eiswiese: Geht die Frauenpolitik baden? - Miteinander gegen den Strom! Badeaktion des Göttinger Frauenforums zusammen mit dem Deutschen Theater. Eintritt: 5 Euro, Badekleidung erwünscht, keine Pflicht, Zugang nur in Badeschuhen oder barfuß. Veranstaltung des Frauenforms
  • 7.3.05 um 19.30 Uhr Lumiere, Jenseits vom Tag von Beate Albrecht. Theaterstück zum Thema sexueller Missbrauch . Für Frauen ab 16 Jahren, Eintritt 3 Euro Veranstalterinnen: Lesbentelefon Göttingen, Frauenhaus Göttingen, Frauennotruf Göttingen
  • Dienstag, 8. März 05 14 bis 17 Uhr Jacobikirchhof/ Weender Straße,stündlich Straßentheater "Kleine Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel" .
  • Mittwoch 9.3.05 um 18.30 Uhr im Kinosaal in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz: Die Frau ist nicht der Rede wert??!! Lesung mit Luise Pusch Eintritt frei Veranstalterin: Frauenbüro der Georg-August-Universität Göttingen
  • Sonntag 13.3.05 von 10-14 Uhr bei Arbeit und Leben, Lange Geismar Str. 72 Frauenfrühstück für Gewerkschaftsfrauen Anmeldung bei IGM
  • Freitag 4.3.05 und Sonntag 6.3.05 jeweils um 18 Uhr Dienstag 8.3.05 um 20 Uhr im Kino Lumière, Geismar Landstr. 19 "Der Tag, an dem ich zur Frau wurde" Film Iran 2000, 78 Min., Regie: Marzieh Meshkini, OmU Ein Episodenfilm über drei Frauengenerationen im Iran: Hava, die ab ihrem 9. Lebensjahr als Frau gilt und nicht mehr mit Hassan spielen darf; Yahoo, die an einem Fahrradrennen teilnehmen will, und die alte Hoora, die sich von ihrer unverhofften Erbschaft alle Luxusgüter kauft, die sie in ihrem Leben entbehren musste.

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Frauentag 2003

Das Team des Göttinger Frauenhauses geht in die Öffentlichkeit - Zum "Frauentag" oder wie Sozialdezernentin Schlapeit-Beck bei der Eröffnungsrede sagte "Kampftag der Frauen" wurde in einer Nische des Cinemaxx-Foyers eine Ausstellung zum Thema "Gewalt gegen Frauen und Kinder" eröffnet. Der offizielle Titel der Ausstellung lautet:"Tabuzone – Das Schweigen zeigen und brechen",

frauentag03_2.JPG (23601 Byte)Links neben dem Kino 3 befindet sich die Ausstellung

Untersuchungen sprechen davon, dass In jeder dritten bis zehnten Partnerschaft Gewalt angewendet wird. Jährlich kommen in diesem Zusammenhang ca. 40.000 Frauen in Frauenhäuser und suchen dort Schutz. Der Satz "Liebe Frauen, bis auf einige Journalisten sind ja keine Männer dass- obwohl die auch eingeladen sind hier..." war Teil der Begrüßung.
Das Besondere an der Ausstellung ist die Idee die ihre Entstehung ermöglichte: der Frauen-Notruf e.V. Trier hatte Werbeagenturen gefragt, ob sie sich nicht mal Werbeplakate für eine gute Sache ausdenken könnten. Aus den gesammelten Ideen von drei Werbeagenturen und in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz entstanden 20 Plakate, die dann auf Plane gedruckt wurden und in Rahmen aufgespannt die Ausstellung ermöglichten.
Die Ausstellung ist vom 8. März bis 22. März 2003 geöffnet. Der Zugang ist vorzugsweise bis 19 Uhr täglich möglich, man muß dann am Einlaß darauf hinweisen, dass man die Ausstellung besuchen möchte. Für Schulklassen ab der 7. Klasse und Gruppen bietet das Frauenhaus nach Voranmeldung unter Tel. 5211800 Führungen durch die Ausstellung an.

frauentag03_6.jpg (14023 Byte)Im Bild links Frau Susanne Hoffmann (Frauenhaus e.V. Göttingen), die zusammen mit Schirmherrin (besser "Schirmfrau") Dr. Dagmar Schlapeit- Beck (Sozial-/Kulturdezernentin) die Ausstellung eröffnete.

Frauentag 2002
...wurde vom Frauenforum Göttingen unter das Motto "Die Zukunft der Frauen ist die Zukunft Afghanistans!" gestellt. Wieso werden eigentlich die Abschaffung Leichtlohngruppen für Frauen und die Verbesserung der Situation von alleinerziehenden Frauen nicht mehr so stark als Themen beachtet, dasssteht der Feind doch im eigenen Land. Oder ist es ungefährlicher, quasi im main-stream Seite an Seite mit den Armeen gegen die Taliban-Terroristen vorzugehen? Vor einem Jahr noch wäre es überzeugender gewesen, das Schicksal afghanischer Frauen zum Thema des internationalen Frauentages zu machen!

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Frauentag 2001

Unter dem Motto "Eiszeit" kam es zu einer Art Frauenvollversammlung der Beschäftigten im Rathaus. Nach dem Motto "ich kenne keine Chefin und keine Putzfrau - ich kenne nur noch Frauen" saßen alle unterschiedslos im großen Rund des Ratssaales und was machten sie? Sie befragten Männer !  z.B. Danielowski. , weil soviel menschliche Kälte im Rathaus weht und die Frauen wie immer in der Stellenbesetzung schlechter abschneiden. Irgendwie hat es an die Abarbeitung an Vaterfiguren erinnert.... verdammt. Im Bild Danielowski, Sybille Bertram, und rechts Heide Malchartzek. Bezeichnend eine Szene als einer der befragten Herren "vom Abgang bei Schwangeren" sprach, damit das Antreten von Mutterschaftsurlaub meinte, aber ein Raunen in der Frauenrunde von Gedanken an ganz andere Abgänge zeugte, was der Herr überhaupt nicht geschnallt hat.....

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Graffiti zum Frauentag

Pünktlich zum Frauentag 2001 waren neue Graffiti an Göttinger Wänden z.B. hier am Michaelishaus zu sehen.

Hier wird angeprangert, was niemanden anders tangiert, solange es nicht exhibitionistisch ausgeübt wird. Dennoch wird dafür das Zerhacken der ganzen Person im Mixer gefordert. Auf die feminine Wortform wurde auffälligerweise verzichtet.