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Internationaler Frauentag 8. März

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Foto:
Frauentag im Haus der Kulturen 2008

Internationaler Frauentag 8. März

1910 beschließen etwa 100 Frauen aus 17 Nationen auf der sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, künftig jedes Jahr einen Frauentag mit internationalem Charakter zu veranstalten. In Europa wird erstmals am 19. März 1911 zum Internationalen Frauentag aufgerufen. 1921 wird der 8. März zum einheitlichen Datum hierfür erklärt. Ziel des Frauentages war und ist es, die rechtliche, politische und soziale Gleichstellung von Frauen zu erreichen. Ein zentrales Thema war in den Anfangsjahren die Einführung des Wahlrechts für Frauen. Das Themenfeld ist vielfältiger und komplexer geworden.

Internationaler Frauentag 8.3.2010

Aus DGB, DGB-Jugend, ver.di, Frauen des Jumita-Projektes der VHS und der queerfeministischen Gruppe femko hatte sich ein Bündnis zusammengefunden, um in der Öffentlichkeit auf den Frauentag am 8.3.2010 aufmerksam zu machen. Unter dem Motto "Frauen, Lesben, Trans* machen sich breit" sollten Forderungen der unterschiedlichen Gruppen zum "Internationalen Frauenkampftag" verbreitet werden. (queer: "Das Wort wurde im englischen Sprachraum – ebenso wie das Wort „schwul“ im deutschen – als Schimpfwort gebraucht, mit dem vornehmlich Schwule, aber auch andere, die von den heteronormativen Regeln abweichen, bedacht wurden." - wikipedia)


DGB und Mackerdomänen zusammen mit queer-feministischen Gruppen - wie geht das?
(Text Redaktion goest)

Öffentlichkeitsaktionen zum diesjährigen Frauentag wurde gestaltet von einem Bündnis. Das Frauenforum, das frühere Frauentage gestaltet hat wird dabei nicht als Teil des Bündnisses erwähnt. Das Bündnis, aus DGB, der DGB-Jugend, ver.di, den Frauen des Jumita-Projektes der VHS und der qeerfeministischen Gruppe femko unter dem Motto "Frauen, Lesben, Trans machen sich breit".

Bemerkenswert daran ist:
a) dass sich im Bündnis mit DGB-Gruppen gender-kritische Gruppierungen betätigen, die bislang in gewerkschaftsfernen, subkulturellen oder akademischen Kreisen in Erscheinung traten (Siehe Diskussion um das programmatische Buch Hot Topic). Die Gewerkschaften hingegen sind in Teilbereichen wie z.B. bei der IGMetall oder BAU geradezu noch Hochburgen männlicher Dominanz - mit allen negativen Begleiterscheinungen männlichen Mackergehabes und Frauenfeindlichkeit. Dort befindet manN sich teilweise noch meilenweit entfernt in Welten die vor der ersten Welle des Feminismus liegen.
b) dass mit der Gruppe femko im Bündnis der Übergang zur neuesten Welle des Feminismus probiert wird, nämlich der Abkehr von der reinen Unterteilung in Männer und Frauen. Vielmehr wird versucht, diese Geschlechterrollenteilung zu "destruieren" (Das Bündnis hat diese Haltung mit der Schreibweise "Teilnehmer_innen" übernommen: zwischen er.. und _innen wird damit eine Skala von möglichen Zwischenformen wie z.B. Transsexuellen angedeutet. Allerdings, das sei gleich angemerkt verunsichert das jene Frauen, die es gerade erst geschafft haben, sich im Rahmen bisheriger Feminismusbewegungen ein stärkeres Selbstbewußtsein als Frauen zu schaffen. Nun soll diese gerade neu gewonnene Frauenidentität schon wieder destruiert werden.

Nach dem Hinweis auf unterschiedliche Sichtweisen innerhalb des Bündnisses stellt das Bündnis in einer Erklärung fest: Alle teilnehmenden Gruppen eint das Ziel, "die Lebensbedingungen von Frauen, Lesben und Transen* zu verbessern und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts (Sexismus und Transphobie) sowie aufgrund der sexuellen Orientierung (Homophobie) erkennbar zu machen und zu verurteilen."

Auffällig und bedenklich ist, dass jenes Feld auf dem die Abtreibungsgegner/innen weltweit tätig sind in den Ankündigungen des Themenspektrums nicht vorkamen. Bedenklich wäre es auch, wenn der Grund dafür darin läge, dass Schwangerschaft als stark biologisch determiniertes Ereignis die Verkündung beliebiger Geschlechterrollen problematisch macht. Damit würde den autoritär-konservativen Kräften ein wichtiges Feld leichtfertig überlassen. (Siehe dazu Sarah Diehl, AUCH DAS GEHÖRT ZUM LEBEN DAZU Der Schwangerschaftsabbruch: das vernachlässigte Thema in "Hot Topic")

Ab ca. 10:30 Uhr fanden am Frauentag auf dem Göttinger Marktplatz die Präsentationen der unterschiedlichen Gruppen statt: Der DGB informierte über Sexismus in der Arbeitswelt. Ver.di fragt in einer Bodenzeitung die Passant_innen, was sie von der Gleichberechtigung der Männer halten. Die Frauen des Jumita-Projektest der VHS weisen auf die Lebenssituation alleinerziehender Mütter in Ausbildung hin. DGB-Jugend und queerfeministischen Gruppe [femKo] setzen ein Signal gegen Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und einschnürende Schönheitsnormen sowie einem Standbild von Beth Ditto.

Junge Mütter in Teilzeitausbildung" (Jumita)

Text des Veranstaltungs-Bündnisses:

Mit dem Transparent, auf dem eine Frau mit vielen Armen zu sehen ist, weisen die Frauen des Projekts "Junge Mütter in Teilzeitausbildung" (Jumita) der Volkshochschule auf die Situation alleinerziehender Mütter hin. In den Armen und an den Fingern stehen die vielen Tätigkeiten, die alleinerziehende Mütter für und mit ihren Kindern zu bewältigen haben und die sie über einen sehr langen Zeitraum, bis die Kinder erwachsen sind, ausüben.

Foto: Stephan Knoblauch

Über 90 % der Alleinerziehenden in Deutschland sind Frauen. Sie und ihre Kinder haben das größte Armutsrisiko. Durch mehr und bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie bessere Erwerbsmöglichkeiten könnte die Situation der Alleinerziehenden verbessert und ihre Leistung für die Gesellschaft anerkannt werden. Ihnen schlagen viele Vorurteile entgegen: Geben sie ihre Kinder in die Krippe, sind sie angeblich Rabenmütter (übrigens ein Wort, dass es nur in der deutschen Sprache gibt), wollen sie ihre Kinder groß ziehen, sind sie angeblich zu faul zu arbeiten. Die Frauen des Jumita-Projekts fordern Anerkennung und Respekt dafür, dass sie ihre Kinder umsorgen und liebevoll begleiten. Außerdem bedarf es gesetzlicher Regelungen, die es ihnen erlauben, einen Beruf zu erlernen und auszuüben, der ihnen Spass macht und mit dem sie ihre Familie ernähren können. Gleichzeitig wissen sie, dass sie sich zumindest auf ihre eigene Energie und Lebensfreude verlassen können. Deshalb haben sie Buttons angefertigt mit dem Slogan:"Auf die Dauer hilft nur Power!" Mit dem Quiz zum Ausfüllen und Mitmachen ist Ihr Wissen zum Thema alleinerziehende Mütter gefordert.

Selbstbewußt gegen Schönheitsnormen und Geschlechterrollen

DGB-Jugend und queerfeministischen Gruppe [femKo] setzen ein Signal gegen Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und einschnürende Schönheitsnormen mit dem Tortenstand, an dem Frauen, Lesben, Transen gerne mit einem Stück Kuchen versorgt werden. Dazu gehört ein Standbild von Beth Ditto, die selbstbewusst den Slogan „Maul auf statt Maul halten!“ verkörpert.

Standbild von Beth Dito, einer mittlerweile sehr berühmten, selbstbewussten und schönen, dicken Rockröhre Schluss mit Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und menschenfeindlichen Schönheitsnormen. Körper sind vielfältig und das ist gut so.

Stellen Sie sich hinter Beth Dito und verleihen Sie ihrem Körper und ihrer Power ein neues Gesicht! Und schießen Sie davon ein schickes Photo!!

Text des Veranstaltungs-Bündnisses:
"Aber bitte mit Sahne ... !" Wozu sollen denn Feminismus und Frauentag noch gut sein? Sind die überhaupt noch aktuell? Ist die Gleichberechtigung nicht längst schon erreicht und die ganze Torte damit quasi schon im eigenen Kühlschrank? Ist für Frauen, Lesben, Trans* alles in Buttercreme gehüllt und mit Sahne verziert, inklusive Zuckerguss? Gibt es eine freie Wahl der Lebensentwürfe ohne Nachteile und Sanktionen? Gilt der Grundsatz "gleiches Geld für gleiche Arbeit"? Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus? Was für Perspektiven bietet unsere Gesellschaft? Und für wen? Die Antworten auf diese Fragen ergeben nach wie vor, dass vom Kuchen für Frauen, Lesben, Trans* eher Krümel übrig bleiben - von Sahnetorten ganz zu schweigen! Der internationale Frauenkampftag ist somit aktueller denn je! À propos Sahnetorte: Schlagsahne und Buttercreme passen nicht zur gängigen Schönheitsnorm? Sexy sein bedeutet, auf Sahnetorten zu verzichten und sich mit trockenen Keksen zu begnügen? Ist Schönheit gleichbedeutend damit, schlank und perfekt zu sein? Wir sagen NEIN! Und wollen selbst bestimmen, was schön ist und dabei eine große Vielfalt gelten lassen! Denn Körper sind vielfältig und das ist auch gut so! In diesem Sinne: Ran an die Sahnetorten!!! "Fat, Fame & Feminism!" Sie ist klein, dick, lesbisch und vorlaut, rasiert sich weder Beine noch Achseln und zwängt sich am liebsten in hautenge Klamotten ... die Rede ist von Beth Ditto, einer mittlerweile sehr berühmten, selbstbewussten und schönen, dicken Rockröhre. Sie möchte Frauen, Lesben, Trans* Selbstvertrauen geben, denen permanent eingeredet wird, dass sie fett oder hässlich oder auf andere Art unzulänglich sind. Für Beth Ditto geht es mehr um Haltung als um Posen: sie versteckt sich nicht, sondern sie greift an! Dementsprechend steht ihr Standbild heute stellvertretend für das Motto "Maul auf statt Maul halten!" und zwar im doppelten Sinne: zum einen muss Schluss sein mit Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und menschenfeindlichen Schönheitsnormen! Her mit den Sahnetorten! Gleichzeitig sind Frauen, Lesben, Trans* sehr gut in der Lage, lautstark ihre Positionen und Forderungen zu thematisieren. Und diese Einmischung ist ausdrücklich erwünscht! Wir geben uns nicht länger mit Krümeln zufrieden, sondern wollen die ganze verdammte Tortenfabrik! Und wir fangen heute damit an!"


queerfeministischen Gruppen [femKo]

 

Theaterperformance "Power of Pussy"

Anmerkung der Redaktion: die Verwendung des Begriffes Pussy für die Vagina ist hier im Zusammenhang mit dekonstruktivistischen Feminismusansätzen zu sehen, die pornographische Begriffe extrem häufig verwenden um sie zu destruieren - der Titel ist dafür allerdings kein gelungenes Beispiel) .

The Power of Pussy. Eine unendliche Geschichte des Feminismus.“ Eine Theaterperformance, die das kollektive Gedächtnis der alten und neuen Feminist_innen rekapituliert und eine subjektive, teils schräge Geschichte des Feminismus aufführt. Es geht um die Frage: „Wie gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben?“ Dies wollen die Veranstalter_innen (DGB, DGB-Jugend, Frauenforum Göttingen, Ver.di, Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät und [femKo]) und Schauspieler_innen im Anschluss an das Stück mit dem Publikum diskutieren.

Im Widerspruch zu den Angaben des Bündnisses wird auf der Homepage des Frauenforums das Frauenforum auf der Liste der Mitveranstalter/innen mitgenannt.

Ein Stück der "Fräulein Wunder AG aus Hildesheim, 20 Uhr im Jungen Theater. Eintritt: 13 €, ermäßigt 9 € / Bild: Ausschnitt des Plakates zur Veranstaltung

Text des Veranstaltungs-Bündnisses zum Theaterstück
"The Power of Pussy. Eine unendliche Geschichte des Feminismus. Der legendäre Tomatenwurf von Sigrid Rüger löste 1968 die zweite Welle der Frauenbewegung aus. "Doch wie weit flog die Tomate wirklich?" fragt sich die Fräulein Wunder AG und rekapituliert in POWER OF PUSSY das kollektive Gedächtnis der alten und neuen "F-Klasse". Die Theaterperformance entwickelt eine subjektive, teils schräge Geschichte des Feminismus: Vorbei an Blaustrümpfen und Suffragetten zu BH-Verbrennungen und Masturbationskreisen, zurück zu Eva und der Frucht der Erkenntnis. Von den Demonstrationen gegen den § 218 zu Ursula von der Leyens Erziehungspolitik, zurück zu Valerie Solanas Männervernichtungsphantasien und Alice Schwarzers PorNO!-Kampagne. An diesem Abend geht es darum wie gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben möglich ist. Und kann ich als Mann Feminist sein? Haben Pop und Selbstironie den Feminismus lediglich in den Mainstream oder wirklich weiter gebracht? Welche Ereignisse der Frauenbewegung haben noch immer utopisches Potential für die Verwirklichung der Geschlechterdemokratie? Ein Abend auf der Suche nach zeitgemäßen Versionen von Weiblichkeiten und Männlichkeiten - dokumentarisch, politisch und unterhaltsam. . Welche Zukunft hat das Projekt "gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben" in Göttingen?"

 

Erklärung des DGB zum Frauentag: Gleichberechtigung und höhere Löhne
"Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Motto im Jahr 2010 lautet "Kurs halten! Gleichstellung." Die Politik der letzten Jahre hat zu erheblichen Verschlechterungen am Arbeitsmarkt geführt. Immer mehr Frauen sind berufstätig, oft zu niedrigsten Löhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet oder in Minijobs. In Deutschland arbeiten mehr Menschen im Niedriglohnsektor als im europäischen Durchschnitt. Die meisten von ihnen sind Frauen. Trotz Arbeit können sie ihre eigene Existenz nicht ausreichend sichern und sind auch im Alter von Armut bedroht. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Einkommen der Frauen für die Familien, denn prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit betreffen immer mehr auch Männer. Aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise verschärft sich die ohnehin schon schwierige Situation. Unternehmen behaupten, keine Spielräume für fair entlohnte, sozialversicherte Arbeitsplätze zu haben. Den öffentlichen Haushalten fällt es schwer, ihrer Verpflichtung gerecht zu werden: Sie müssen die Daseinsvorsorge ihrer Bürgerinnen und Bürger leisten. Sie sehen sich zum Sparen gezwungen. Das Sparen trifft immer diejenigen am meisten, die eh am wenigsten haben. Dabei machen viele Unternehmen auch in der Krise gute Gewinne. Städten und Gemeinden wäre geholfen, wenn sie mehr und zusätzliche Steuern einnehmen würden. Reichtum gibt es genug in Deutschland, er müsste nur anders verteilt werden. Wir brauchen dringend gleichwertige Lebens- und Arbeitsverhältnisse für alle Menschen.
Wir fordern:
Ø die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse und die Pflicht zur Sozialversicherung ab dem ersten Euro,
Ø die Einführung existenzsichernder gesetzlicher Mindestlöhne,
Ø eine gesetzliche Quotierung für Aufsichtsräte von 40 %,
Ø das Recht auf einen guten Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr,
Ø gesetzliche Regelungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft."

 

Erklärung Rats-Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN zum Internationaler Frauentag
"Die Lohnungerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt bleibt weiterhin ein frauenpolitisches Schlüsselthema",(...) "Spätestens beim Thema Geld hört die Gleichberechtigung leider nach wie vor auf." Schon der Blick auf die Einkommensverteilung in Deutschland zeigt, dass der Frauentag kaum etwas von seiner politischen Bedeutung verloren hat." (...). "Das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist längst nicht umgesetzt", (...) Dies gelte insbesondere für Mütter. "Armut ist weiblich und hat viele Kinder", so Valena. "Kinderkriegen ist nach wie vor Armutsrisiko Nr.1 und eine eigenständige Existenzsicherung jenseits des überholten Familienernährer-Modells ist nicht in Sicht." Die Gründe dafür reichen von tief verwurzelten Rollenklischees über Strukturdefizite bei Teilzeit- und Kita-Angeboten bis zum überkommenen Ehegattensplitting im Steuerrecht. Weiterhin diskussionswürdige Themen anlässlich des Frauentags sind aus Sicht der GRÜNEN z.B. Maßnahmen zur Gewaltprävention, der professionelle Schutz weiblicher Opfer sexueller, physischer und psychischer Gewalt, die Verhinderung von Zwangsheiraten sowie der langjährige Kampf um die Quote. Wie sich der Frauenanteil in Parteien und politischen Gremien systematisch erhöhen lässt, zeigen die GRÜNEN seit nunmehr dreißig Jahren. In der Wirtschaft beispielsweise bietet sich noch ein ganz anderes Bild: "Weniger als zehn Prozent der Mitglieder in Aufsichtsräten von Vorständen deutscher Unternehmen sind Frauen. Das ist nicht Zufall oder Schicksal sondern Folge des Verzichts auf den Einsatz frauenpolitischer Instrumente", (...) "Die Quote ist für eine angemessene Repräsentation von Frauen in den Gremien von Wirtschaft und Politik weiterhin unverzichtbar."

 

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Internationaler Frauentag 2009

Fotoausstellung und Fotowettbewerb gegen Sexismus und Patriarchat / A.L.I.

Ausstellung
Ausstellung mit Aufnahmen von Graffiti,‭ Verfremdungen,‭ Schriftzüge,‭Aufkleber,‬Plakate und andere Ausdrucksformen der Streetart "mit Bezug zum weltweiten Frauenkampftag und dem Kampf gegen Sexismus und Patriarchiat" sind vom 8.3. bis zum 22.3.09 im Salamanca (Gartenstraße 21b/Göttingen) zu sehen.

Aufruf der A.L.I zum Wettbewerb: Fotos von Streetart in Göttingen
"Anlässlich des Frauenkampftages am 8. März rufen wir erneut zum "Antisexist-Streetart-Photocontest" auf. Wie auch im letzten Jahr sollen auch‭‬2009‭‬die Werke widerständiger Streetart mit Bezug zum weltweiten Frauenkampftag und dem Kampf gegen Sexismus und Patriarchiat dokumentiert werden Knipst die City‭!.‬Beteiligt euch am Contest.‭ ‬Ob Freihand oder Schablone,‭ob geklebt,‭geleimt oder zementiert,‭ ob einfarbig oder bunt,‭ob groß oder klein, ‬ob Bild oder Text.‭Wir wollen mehr antisexistische Streetart und wir wollen sie fotografiert‭! Bei diesem Contest geht es weniger um den Wettbewerb als solchen,‭als darum,‭eine Sammlung schöner und aussagekräftiger Werke entstehen zu lassen.‭‬Die KünstlerInnen treten nicht direkt gegeneinander an,‬sondern können sich durch die Arbeiten der anderen inspiriert und herausgefordert fühlen.‭
"Einsendeschluss‭"‬ist erst am‭25.‬März‭2009.‭Schmeißt einfach ein Foto eures Lieblingswerkes in unser Postfach im Buchladen ein.‭Antifaschistische Linke International >A.L.I.< c/o buchladen nikolaikirchhof 7, 37073 goettingen. ‬Das Foto solltet ihr mit einem Kennwort versehen,‭sowie mit einer Erklärung,‬wo wir das Motiv finden können.‬Die aussagenkräftigsten,‭schönsten und kreativsten werden wir,‭wie auch in der Vergangenheit,‬in einer Ausstellung veröffentlichen.

Um einen kleinen Anreiz zu schaffen,‬möchten wir ein paar Preise aus den Sortimenten vom Red-Stuff Antifaversand anbieten.‭Bei der Wahl unserer Favoriten legen wir besonderen Wert auf die Verständlichkeit der Aussagen,‭dann folgen erst Style und Kreativität. ‬Auch die Wahl des Ortes soll berücksichtigt werden.‭Sichtbarkeit im Alltag ist hier wichtig."

Broschüren
Unsere Broschüren zum Thema Sexismus und Patriarchat‭"‬Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel‭"‬und‭ "‬Fight Sexism‭ & ‬Racism‭",‬viele andere Sachen,‬Propaganda,‭ Kleidung und Informationen gibt’s im Links unten im Buchladen Rote Straße,‭ ‬Nikolaikirchhof‬7‬in Göttingen. mail ali [at] inventati.org
Homepage www.ali.antifa.de

Frauenforum Programm rund um den Frauentag 8.3.09

Montag, 2. März 2009 · Foyer der Stadthalle 18.00 Uhr WEIBSBILDER Kunst von Frauen – Frauenkunst? Eröffnung der Ausstellung Göttinger Künstlerinnen im Rahmen der KUNST-Gala 2009 Begrüßung: Reinhard Irmscher (APEX) Einführung: Tina Fibiger (Kulturjournalistin) Die Ausstellung ist bis zum 16. März während aller Veranstaltungen in der Stadthalle, insbesondere während der KUNST-Gala am Internationalen Frauentag zu besichtigen.

Samstag, 7. März 2009 Haus der Kulturen · Hagenweg 2e · ab 19 Uhr Fest / Feier zum Internationalen Frauentag 2009 mit Beiträgen von Frauen aus verschiedenen Ländern · mit Informationen zu Hilfsangeboten für Frauen in Göttingen (Frauenhaus, Frauenzimmer e.V.) · mit Livemusik · Tanzen, Essen, Trinken. Die Veranstaltung ist auch offen für Männer. Veranstalter: Anatolischer Kulturverein Göttingen e.V. (AKM e.V.) (Anmerkung Red. goest: ... das letzte Mal beim Frauentag 2008 war da eine wirklich Super-Stimmung siehe Fotos)

Sonntag, 8.März 2009, Stadthalle – Foyerbühne 17.00 Uhr UTOPIA Beitrag des Göttinger Frauenforums zur KUNST Gala 2009 Stückentwicklung und Inszenierung: Luise Rist und Nina de la Chevallerie Mit der Post, per Mail, via SMS oder telepathisch gelangen tagtäglich abertausend Gedanken aus dieser Stadt nach Kabul, Moskau und Beirut, Istanbul oder Accra. UTOPIA ist der Versuch einer Begegnung von Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen in Göttingen leben und ihre Wurzeln doch ganz woanders haben. Der Versuch eines Dialogs mit Göttingerinnen, die aus Deutschland stammen und vielleicht am liebsten woanders leben würden. Um die Performance UTOPIA zu realisieren, haben wir eine Frauenrunde ins Leben gerufen und uns gefragt: in welcher Sprache träumst du, wo liegt deine Heimat, was schreibst du deiner Mutter in den Libanon, was schreibe ich meiner Mutter in den Schwarzwald, wovor hast du Angst, oder: vor was fliehst du? Aus den Erzählungen entstand ein kleines Stück Theater, eine utopische Vorstellung en miniature, die sich einer Gruppe von Frauen nähert, ohne ihnen zu nahe zu treten. Es spielen: Iris Karakus, Meral Bayrak, Svetlana Pogorilova Rosa Amu, Rukhshana Razai, Brunhilde Schöne, Johanna Kurth, Bircan Mansuroglu, Tosha Nagle Veronika Maltschikow Khira Naddour, Flora Hajiloo, Eunice Njoroge

Mittwoch, 11. März 2009 ver.di-Geschäftsstelle · 2.Etage Gr.Sitzungssaal · Groner-Tor-Str.32 · · 17.30 Uhr Verdienen Frauen wirklich weniger? – Vortrag und Diskussion bei Sekt und Selters Referentin: Alexa Wolfstädter, ver.di-BV Berlin, Frauenund Gleichstellungspolitik Veranstalterin: ver.di-Ortsfrauenrat Göttingen

Freitag, 13. März 2009 Foyer International · Burgstr. 51 · 15 bis 20.30 Uhr · Göttingen Frauen stärken. Klima wandeln! Workshop zu Ursachen und Folgen des Klimawandels für alle interessierten Frauen mit Beiträgen zu Bolivien, Tansania und Niedersachsen. Die Teilnahme ist kostenfrei, für Getränke und Abendessen bitten wir um einen Beitrag von 5 Euro. Anmeldung bis zum 28.2.beim Entwicklungspolitischen Informationszentrum, info@epiz-goettingen.de, Tel. 05 51 / 48 70 66 Eine Veranstaltung des EPIZ, des Verbands Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) und anderer

Freitag, 20.März 2009 Informationsbus vor dem Alten Rathaus Equal Pay Day 13 Uhr bis 17.00 Rote Taschen in der Stadt! Frauen erhalten in Deutschland rund 22 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. In diesem Jahr haben Frauen in Deutschland am 20. März in etwa das verdient, was Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres in der Tasche hatten. Rote Taschen symbolisieren den Minusbetrag, der Frauen durch die wirtschaftliche Benachteiligung entsteht und werden dadurch zum Erkennungsmerkmal des bundesweit durchgeführten Equal Pay Day. Wir informieren über und protestieren gegen die tatsächlichen Lohnunterschiede am roten Bus! Veranstalterinnen: BPW – Business and Professional Women – Germany Club Göttingen und das Göttinger Frauenforum

 

Internationaler Frauentag 2008

Montag, 3. März 2008
Holbornsches Haus · Rote Str. 34,19.00 Uhr Barbara Clasen, die fünf Jahre u.a. für die GTZ und die Welthungerhilfe in Afghanistan tätig war, berichtet von ihren alltäglichen praktischen Erfahrungen. Die Zukunft der Frauen ist die Zukunft Afghanistans? Die Situation der afghanischen Frauen im Wandel – Beispiele aus der Praxis.

Samstag, 8. März 2008, 20 Uhr Altes Rathaus Kabarett,"Geld allein ..macht nicht unglücklich" Eintritt: 12,-/10,- EUR Gewinnausschüttung aus der neuen Unterschicht · Andrea Badey »Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht – soll man den Kopf nicht hängen lassen.« Wie erzählt man eine große Geschichte, verliert sich scheinbar in vielen kleinen Geschichten und kommt doch immer wieder auf den Punkt zurück? (Einlass ab 19.30 Uhr)

Sonntag, 9. März 2008 Holbornsches Haus · Rote Str. 34 · 11.00 bis 14.00 Uhr Frühstück für Gewerkschaftsfrauen Anmeldungen: IGM Tel. 503113 - 0, ver.di Tel. 548 50 - 0 oder DGB Tel. 44097

Samstag, 8. März 2008, 18 Uhr Haus der Kulturen, Hagenweg 2e, Live-Musik, Buffet, Vorträge, Gedichte zum Interntationalen Frauentag, Eintritt frei

 

> Fotobericht von der Veranstaltung

Montag, 10. März 2008 , 10.00 bis 12.00 Uhr Großer Seminarraum der Staats und Universitätsbibliothek (SUB)· Erfolgreiche Kinderbetreuung an der Universität Wien – Ein Vorbild für Göttingen? Vortrag & Diskussion mit Karoline Iber (Geschäftsführerin und Mitbegründerin Kinderbüro Wien)

Dienstag, 11. März 2008 17.30 Uhr ver.di-Geschäftsstelle Göttingen Groner-Tor-Str.32 , · 2.Etage · Gr.Saal Frauen sind mehr wert – Soziale Sicherung für Frauen Referentin: Judith Kerschbaumer (ver.di Bundesverwaltung, Bereich Sozialpolitik)

 

Frauentag 2007
Infostände / Aktionen am Gänseliesel

Flugblatttext
Schluss mit frauenverachtender, sexistischer und entwürdigender Werbung!

"Wir leben im Zeitalter der Emanzipation. Die Frauenbewegung hat scheinbar ihr Ziel erreicht: Die Beinahe-Gleichberechtigung von Frau und Mann. Naja, eben nur fast: In vielen gesellschaftlichen Bereichen, auch beim Einschalten des Fernsehers, bemerkt mensch einen schleichenden Rückschritt. Nie zuvor wurde in den Medien, ob nun in der Werbung oder redaktionellen Grafik, so sehr mit Frauenkörpern gearbeitet wie heute. ,,Frauen ziehen an, wenn sie sich ausziehent'. Diese pointierte Aussage ist heute realistischer denn je.

Fernseher auf dem Werbespots liefen und dazwischen z.B. plötzlich Texte erschienen wie hier zu sehen.

Gleichzeitig spiegeln sich die umherstehenden Zuschauer/innen auf der Mattscheibe.

Nie war der weibliche Körper mit so widersprüchlichen Attributen besetzt: Erotik, Gefühle und Mütterlichkeit! Medien üben auf Mädchen und Frauen enormen Druck aus, einem vorgegebenen Schönheitsideal zu entsprechen. Der Zwang zum perfekten Körper zeigt immer schockierendere Folgen: Essstörungen (Z.B. Bulimie, Magersucht und Esssucht), Selbstverletzungen, Schön-heitsoperationen. 75 % der Frauen haben Diäterfahrung, 15 % befinden sich permanent auf Diät. Die Mehrheit der 1 5-jährigen Mädchen hat bereits mindestens eine Diät hinter sich. Der Anstoß dazu kam fast immer aus Zeitschriften. Diäten können als ,,Einstiegsdroge' für eine Essstömng fungieren. Eine Magersucht beginnt oft mit einer ,,ganz gewöhnlichen" Diät. Inzwischen ist jede 7. Jugendliche ein Magersucht-Risikofall. Ess­störungen sind nach wie vor weiblich. Der Schlankheits- und Schönheitswahn reißt besonders junge Frauen mit. Das Selbstwertgefühl junger Mädchen und Frauen muss gestärkt werden. Frauen dürfen nicht auf ,,schlank" und ,,nackt" reduziert werden. Das Interesse an Sensibilisierung und Selbstkontrolle bei Printmedien und Fernsehen hinsichtlich sexistischer Darstellungen ist kaum bis gar nicht vorhanden.

 

Demo "Refresh the F-Word - Feminism"


Pink-Silver-Block auf der Demo "Refresh the F-Word - Feminism" 10.3.07, 13 Uhr

Ankündigungstext der VeranstalterInnen "Demo zum Frauenkampftag! Egal ob es nun die Sozialistin Clara Zetkin war oder Arbeiterinnendemonstrationen in New York oder Russland, die den 8. März als Frauenkampftag begründeten: Für uns als radikale Feminist_innen stellt dieses Datum nach wie vor einen Bezugspunkt dar, in dessen Tradition wir unter anderem unsere Praxis verorten. Deshalb haben wir den 10. März, pragmatisch an einem Samstag, als Demotag gewählt. Wir brauchen euch, um gemeinsam gegen Patriarchat und Sexismus zu kämpfen! Und gerade weil der 8. März eine dicke Staubschicht hat, gilt es öffentliche Präsenz zu zeigen. Lasst uns zeigen, dass Feminismus kein Anachronismus ist, sondern die coolste Kritik an den herrschenden Verhältnissen, dass feministische Demos laut und dynamisch sind!"

In einer Mail vom Theaterkeller heißt es zur Demo: "Am 10.März demonstrierten in Göttingen 350 Menschen unter dem Motto "Refresh the F-Word - Feminism" anlässlich des internationalen Frauenkampftages am 8.März. Rund 350 Menschen versammelten sich bei Sonnenschein auf dem Göttinger Marktplatz, um den inzwischen in der deutschen Linken fast vergessenen Frauenkampftag zu entstauben. Unter dem Motto "Refresh the F-Word" sollten in Zeiten der mancherorts gefühlten Gleichberechtigung feministische Positionen wieder gestärkt werden. Die Demo wurde unterstützt durch einen Pink-Silver-Block und Mars-TV, die stetig auf der Suche nach Gründen für das herrschende Geschlechterverhältnis waren. In Redebeiträgen krititsierten der AK Gender, FFFL aus Marburg und die OLAfA sowohl den patriarchalen Alltag und dessen heteronormative Ausrichtung als auch die Reproduktion der Geschlechterverhältnisse in der Linken. Obwohl der Fokus auf feministische Kritik gerichtet war, wurden Redebeiträge zum inhaftierten Antifaschisten Matti aus Berlin und zur Räumung des Ungdomshuset in Kopenhagen gehalten."

(Anmerkung goest: Zur TeilnehmerInnenzahl gibt es abweichende Schätzungen von TeilnehmerInnen, die nur von 200 sprechen - wir haben nicht gezählt - jedenfalls fuhren ca. 6 Polizeibusse hinter der Demo her, es ist aber trotzdem nichts passiert)

 

Theater von Frauen des Frauenhauses

 

Gegen den Schönheits- und Schlankheitswahn in der Werbung

Eine Gruppen von Frauen hatte für 16 Uhr eine "Kurzfilmpremiere zum internationalen Frauen/Lesben-Kampftag" angekündigt und zeigte dann eine Filmkollage mit Werbefilmen und Kritik am Schönheits/Schlankheits-Terror der Werbung. Dazu hatten sie auf dem Marktplatz einen Fernseher aufgestellt mit eigenem Stromgenerator (siehe Foto unten)

Weitere Veranstaltungen

Stadtverwaltung Göttingen 8.30 Uhr und 14.00 Uhr Was bringt das neue Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz? Personalversammlung für Frauen zum Internationalen Frauentag auf Einladung des Gesamtpersonalrates und der Gleichstellungsbeauftragten

»Neuer Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst: (Geschlechter-) Gerechte Leistungsvergütung? 10.00 Uhr Vortrag zum Internationalen Frauentag von Dr. Karin Tondorf ■ Veranstalterin: Gleichstellungsbüro der Universität Alte Mensa ❙ Wilhelmsplatz 3

Ausstellung "Töchterwege – Mütterwege" ab 11.30 Uhr Vernissage Mütter und Töchter aus unterschiedlichen Ländern in Grone haben sich mit ihren Lebensentwürfen auseinandergesetzt. Wie können Mütter dazu beitragen, ihre Töchter stärken und für ein Leben vorbereiten, das ihnen selbst oftmals verwehrt blieb? Stadtteilzentrum Grone ❙ Sollingstraße 2 c

Film 19.30 Uhr China Blue, Chinesisch mit deutschen Untertiteln. Unter welchen Umständen werden diese billigen Jeans und Shirts hergestellt? Cornelia Renders vom Frauenforum Göttingen und Gisela Heußel vom Arbeitskreis »CCC« des Ev. Frauenwerks in der Region Göttingen berichten im anschließenden Filmgespräch über die »Kampagne für saubere Kleidung«. ■ Nach dem Film Ab 22.00 Uhr im Kabale "bei Musik und Trank den Weltfrauentag feiern" Geismar Landstr. 19

2007 leider in keinem der offiziellen Programme zum Internationalen Frauentag 2007 aufgeführt: die türkische Feier zum Frauentag am 10.3.07 im Haus der Kulturen.

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Frauentag 2006

  • Gänseliesel und Marktplatz ab 15.30 Uhr "Straßentheater gegen Anmache und Übergriffe" sowie "Tortenessen gegen Schönheitsnormen und Konfektionsgrößenwahn" vor Textilgeschäften am Markt
  • 16.30 Uhr Gänseliesel Aktion gegen die Residenzpflicht und Stand in der Fußgängerzone Für viele Frauen mit Migrationshintergrund stellt sich die Situation der »häuslichen Gewalt« besonders brisant dar. Die sogenannte Residenzpflicht bedeutet, dass sie den Bezirk der Ausländerbehörde, in dem sie gemeldet sind, nicht verlassen dürfen. Dadurch wird ihnen das Recht verwehrt, sich vor der Bedrohung von Leib und Leben in Sicherheit zu bringen.
  • 18 Uhr StadtRadio Göttingen _ Groner Str. 2 Eröffnung der Ausstellung »1000 Frauen für den Friedensnobelpreis« Die Ausstellung erzählt die Geschichten von 1000 Frauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 vorgeschlagen wurden – symbolisch für all jene Frauen, die sich unter oft schwierigen Bedingungen für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde einsetzen.
  • 19.00 Uhr Gemeindezentrum Rosdorf Saal Familie und Erwerbsarbeit Vortrag Prof. Dr. Heidi Rosenbaum. Eintritt frei
  • Samstag, 11. März 2006, 10 – 16 Uhr Gemeindehaus der Friedenskirche Auf dem Hagen 23 »Affidamento« – am Mehr der anderen wachsen Ein Tag mit Referat und Arbeitsgruppen Der Affidamento-Ansatz entstand in den 80-er Jahren in der Mailänder Frauenbewegung und bedeutet »wertschaffendes Anvertrauen«. Referat von Lucia Martin

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Frauentag 2005

Gegen "Bipolarität" der Geschlechter am Frauentag
Am Dienstag, den 8. März 05 führte die ALI von 14 bis 17 Uhr Jacobikirchhof/ Weender Straße stündlich ein Straßentheater unter dem selben Titel "Kleine Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel" auf . Broschüre und Theaterstück bezogen sich auf die Forderung zur Überwindung der "bipolaren Geschlechterteilung" : " Wir haben einen Schwerpunkt unserer Aktivitäten zum 8. März 2005 auf die Kritik an naturalisierenden und starren Modellen von Identität und Geschlecht gelegt." " Wesentliche Grundlage des Patriarchats ist die bipolare Geschlechterordnung, die von den zwei Kategorien Mann und Frau ausgeht und diese als natürlich gegeben hinstellt. Auch viele klassisch feministischen Ansätze reproduzieren mit ihren Identitätsmodellen von „den Frauen“, diese Geschlechterordnung. Wege aus dem Geschlechterdschungel weist beispielsweise die Queer-Bewegung, die die Vielfältigkeit von Körpern und Lebensweisen propagiert und für Irritationen sorgen will."

Foto vom Straßentheater am 8.3.2006 an der Jacobikirche:
Das Kind muß in eine der beiden Schubladen passen - männlich oder weiblich - wenn das nicht geht wird es passend gemacht.

Bezug zur Transgender-Diskussion und Destruktion der Bipolaren Geschlechtertrennung.
(Siehe auch unter Muttertag)

Zugleich reflektieren die VeranstalterInnen die möglichen Widersprüche "Aber unterlaufen solcherlei Herangehensweisen nicht den notwendigen strategischen Standpunkt, den Frauen brauchen, um die patriarchalen Angriffe gegen sie bekämpfen zu können? Wir begreifen dekonstruktivistische Ansätze, wie die Queer-Bewegung, nicht als unüberbrückbaren Widerspruch zu klassischen Frauen-Identitätsmodellen. Beide können und sollten sich ergänzen, um erstere nicht von den materiellen Verhältnissen zu entkoppeln und letztere nicht in eine strategische Sackgasse zu führen."

Die Unterdrückung von Menschen die aus der geschlechtlichen Bipolarität herausfallen (also Zwitter, Transgende , Schwule, Lesben, Transsexuelle,...etc) sind vorrangig ein Thema für die Anti-Diskriminierung. Überwiegend ökonomische geprägte Gewaltverhältnisse mit Geschlechterbezug sind wohl eher sichtbar bei alleinerziehende Frauen die Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe beziehen.
Die Message des Strassentheaters war im Bereich Bipolarität wenig subtil, sondern eher plakativ, holzschnittartig - eher im Sinne von Agitprop oder Lehrtheater. Gleichwohl war die ganze Aufführung anerkennenswert aufwendig und sorgfältig durchdacht und technisch organisiert.


Bilder zu Szenen: Kritik an Heirat und Zwangsverhältnis, Gewalt in der Ehe und Ironisierung durch Umkehrung wenn der Mann Dreck wischt und der Frau, die im Sessel sitzt und Fernsehen guckt das Bier bringt.

Zum Schluß schwingt eine Frau eine rote Fahne.

 

(Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland eine Allergie bei den Linken gegen Fahnen - diese Zeit scheint vorbei )

"Frauen und Mädchen, sowie alle, die sich in der Geschlechterordnung nicht wiederfinden können, sind weiterhin Gewalt und Benachteiligung auf den unterschiedlichsten Ebenen ausgesetzt."
"Wir leben in einer patriarchalen Gesellschaft. Dieses Herrschaftsverhältnis kreuzt und verstärkt sich mit anderen, wie Rassismus und kapitalistischer Verwertungslogik. Um ein sicheres und würdevolles Leben gestalten zu können, müssen Menschen gegen diese Verhältnisse Widerstand leisten." Zitate aus: Aufruf zum 8. Maerz 2005 / Antifaschistische Linke International >A.L.I. Raus aus dem Geschlechterdschungel! Für eine Radikalisierung feministischer Kritik!


Szene zum Thema § 218 - Straßentheater der Antifa ALI


Straßentheater ALI - mit ZuschauerInnen und polizeilicher Beobachtung

Die ALi hat sich einem Problem gestellt, das andere (wie z.B. das Frauenforum) zu diesem Zeitpunkt nicht einmal wahrzunehmen scheinen. Andererseits fehlt hier die Kritik an der Benachteiligung der Frauen z.B. bei Entlohnung im Betrieb.

 

Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiterinnen

Frauenforum am Marktplatz - Frauenforum und EPIZ waren von 11-14 Uhr am Gänseliesel mit einer Aktion unter dem Titel " Blumen? - Schön! ... aber fair?" Sie verteilten Rosen zusammen mit Infos über die Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiterinnen in sogen. Entwicklungsländern. Die Sache mit der Kombination Rosen an die Frauen verteilen und gleichzeitig an die Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiterinnen zu erinnern ist zunächst ganz plausibel, aber leider erfüllt das Bild der Frauen am Marktplatz mit Rosen zunächst einmal das Klischee "Frauen und Blumen".


Aktivistinnen am Megaphon und am Infostand


Infostand am Marktplatz am 8.3.05

Frauen aus Institutionen, Gremien und Parteien

 

Programm Frauentag 2005

  • 4.3.05 , 20 Uhr Café Kabale, "Feminismus versus Queer?" Diskussionsveranstaltung mit Adrian De Silva. Im Anschluss : Party, Veranstalter: Antifaschistische Linke International A.L.I.
  • 6.3.05 von 18-20 Uhr im Lehrschwimmbecken Badeparadies Eiswiese: Geht die Frauenpolitik baden? - Miteinander gegen den Strom! Badeaktion des Göttinger Frauenforums zusammen mit dem Deutschen Theater. Eintritt: 5 Euro, Badekleidung erwünscht, keine Pflicht, Zugang nur in Badeschuhen oder barfuß. Veranstaltung des Frauenforms
  • 7.3.05 um 19.30 Uhr Lumiere, Jenseits vom Tag von Beate Albrecht. Theaterstück zum Thema sexueller Missbrauch . Für Frauen ab 16 Jahren, Eintritt 3 Euro Veranstalterinnen: Lesbentelefon Göttingen, Frauenhaus Göttingen, Frauennotruf Göttingen
  • Dienstag, 8. März 05 14 bis 17 Uhr Jacobikirchhof/ Weender Straße,stündlich Straßentheater "Kleine Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel" .
  • Mittwoch 9.3.05 um 18.30 Uhr im Kinosaal in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz: Die Frau ist nicht der Rede wert??!! Lesung mit Luise Pusch Eintritt frei Veranstalterin: Frauenbüro der Georg-August-Universität Göttingen
  • Sonntag 13.3.05 von 10-14 Uhr bei Arbeit und Leben, Lange Geismar Str. 72 Frauenfrühstück für Gewerkschaftsfrauen Anmeldung bei IGM
  • Freitag 4.3.05 und Sonntag 6.3.05 jeweils um 18 Uhr Dienstag 8.3.05 um 20 Uhr im Kino Lumière, Geismar Landstr. 19 "Der Tag, an dem ich zur Frau wurde" Film Iran 2000, 78 Min., Regie: Marzieh Meshkini, OmU Ein Episodenfilm über drei Frauengenerationen im Iran: Hava, die ab ihrem 9. Lebensjahr als Frau gilt und nicht mehr mit Hassan spielen darf; Yahoo, die an einem Fahrradrennen teilnehmen will, und die alte Hoora, die sich von ihrer unverhofften Erbschaft alle Luxusgüter kauft, die sie in ihrem Leben entbehren musste.

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Frauentag 2003

Das Team des Göttinger Frauenhauses geht in die Öffentlichkeit - Zum "Frauentag" oder wie Sozialdezernentin Schlapeit-Beck bei der Eröffnungsrede sagte "Kampftag der Frauen" wurde in einer Nische des Cinemaxx-Foyers eine Ausstellung zum Thema "Gewalt gegen Frauen und Kinder" eröffnet. Der offizielle Titel der Ausstellung lautet:"Tabuzone – Das Schweigen zeigen und brechen",

frauentag03_2.JPG (23601 Byte)Links neben dem Kino 3 befindet sich die Ausstellung

Untersuchungen sprechen davon, dass In jeder dritten bis zehnten Partnerschaft Gewalt angewendet wird. Jährlich kommen in diesem Zusammenhang ca. 40.000 Frauen in Frauenhäuser und suchen dort Schutz. Der Satz "Liebe Frauen, bis auf einige Journalisten sind ja keine Männer da - obwohl die auch eingeladen sind hier..." war Teil der Begrüßung.
Das Besondere an der Ausstellung ist die Idee die ihre Entstehung ermöglichte: der Frauen-Notruf e.V. Trier hatte Werbeagenturen gefragt, ob sie sich nicht mal Werbeplakate für eine gute Sache ausdenken könnten. Aus den gesammelten Ideen von drei Werbeagenturen und in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz entstanden 20 Plakate, die dann auf Plane gedruckt wurden und in Rahmen aufgespannt die Ausstellung ermöglichten.
Die Ausstellung ist vom 8. März bis 22. März 2003 geöffnet. Der Zugang ist vorzugsweise bis 19 Uhr täglich möglich, man muß dann am Einlaß darauf hinweisen, dass man die Ausstellung besuchen möchte. Für Schulklassen ab der 7. Klasse und Gruppen bietet das Frauenhaus nach Voranmeldung unter Tel. 5211800 Führungen durch die Ausstellung an.

frauentag03_6.jpg (14023 Byte)Im Bild links Frau Susanne Hoffmann (Frauenhaus e.V. Göttingen), die zusammen mit Schirmherrin (besser "Schirmfrau") Dr. Dagmar Schlapeit- Beck (Sozial-/Kulturdezernentin) die Ausstellung eröffnete.

Frauentag 2002
...wurde vom Frauenforum Göttingen unter das Motto "Die Zukunft der Frauen ist die Zukunft Afghanistans!" gestellt. Wieso werden eigentlich die Abschaffung Leichtlohngruppen für Frauen und die Verbesserung der Situation von alleinerziehenden Frauen nicht mehr so stark als Themen beachtet, da steht der Feind doch im eigenen Land. Oder ist es ungefährlicher, quasi im main-stream Seite an Seite mit den Armeen gegen die Taliban-Terroristen vorzugehen? Vor einem Jahr noch wäre es überzeugender gewesen, das Schicksal afghanischer Frauen zum Thema des internationalen Frauentages zu machen!

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Frauentag 2001

Unter dem Motto "Eiszeit" kam es zu einer Art Frauenvollversammlung der Beschäftigten im Rathaus. Nach dem Motto "ich kenne keine Chefin und keine Putzfrau - ich kenne nur noch Frauen" saßen alle unterschiedslos im großen Rund des Ratssaales und was machten sie? Sie befragten Männer !  z.B. Danielowski. , weil soviel menschliche Kälte im Rathaus weht und die Frauen wie immer in der Stellenbesetzung schlechter abschneiden. Irgendwie hat es an die Abarbeitung an Vaterfiguren erinnert.... verdammt. Im Bild Danielowski, Sybille Bertram, und rechts Heide Malchartzek. Bezeichnend eine Szene als einer der befragten Herren "vom Abgang bei Schwangeren" sprach, damit das Antreten von Mutterschaftsurlaub meinte, aber ein Raunen in der Frauenrunde von Gedanken an ganz andere Abgänge zeugte, was der Herr überhaupt nicht geschnallt hat.....

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Graffiti zum Frauentag

Pünktlich zum Frauentag 2001 waren neue Graffiti an Göttinger Wänden z.B. hier am Michaelishaus zu sehen.

Hier wird angeprangert, was niemanden anders tangiert, solange es nicht exhibitionistisch ausgeübt wird. Dennoch wird dafür das Zerhacken der ganzen Person im Mixer gefordert wird. Auf die feminine Wortform wurde auffälligerweise verzichtet.