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Goettinger Stadtinfo Die Göttinger 7
2012: Sonderbriefmarke Göttinger Sieben
Das
Staatsgrundgesetz von 1833 schränkte die Monarchie ein. Der knochenkonservative
und autoritäre König Ernst August, erklärte nach seiner Inthronisierung
1837 dieses Staatsgrundgesetz einfach für "erloschen". Dahlmann,
einer der Väter des Staatsrechts verfasste eine Protestation, die 6 weitere
Professoren der Göttinger Uni unterschrieben.
Historisches Flugblatt von 1837
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Göttinger Sieben und Atomwaffenverbot Im Museum wird die Göttinger Erklärung von Atomwissenschaftlern gegen die Atombombe aus dem Jahre 1957 in eine Reihe mit den Göttinger Sieben gestellt Im
Text des
Göttinger Manifests der Göttinger 18 von 1957 heisst es u.a.: "Wir
wissen, wie schwer es ist, aus diesen Tatsachen die politischen Konsequenzen zu
ziehen. Uns als Nichtpolitikern wird man die Berechtigung dazu abstreiten wollen;
unsere Tätigkeit, die der reinen Wissenschaft und ihrer Anwendung gilt und
bei der wir viele junge Menschen unserem Gebiet zuführen, belädt uns
aber mit einer Verantwortung für die möglichen Folgen dieser Tätigkeit.
Deshalb können wir nicht zu allen politischen Fragen schweigen. (...) siehe die goest-Seite zu Otto Hahn Denkmal für die Göttinger Sieben "G7" von Günter Grass
29.4.11 / Die etwas peinliche Schlichtheit des Denkmals wird in Göttingen nur noch durch das Pappkameraden-Denkmal (pardon - "bedampftes Plexiglas") von Heinz Erhardt übertroffen. In diesem G7-Denkmal ist kein Symbol vom Widerstandsgeist der damaligen Majestätsbeleidiger der Göttinger Sieben enthalten. Das Denkmal wurde ein Jahr später, im April 2012 am Karfreitag mit einer Inschrift besprüht mit der Grass rüde zum Schweigen aufgefordert wird: "Halts Maul!". Günter Grass hatte in seinem Pamphletgedicht "Was gesagt werden muß" u.a. geschrieben es sei darauf zu "bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird." Da es Leute in Göttingen gibt, die jede aber auch jede Entscheidung der israelischen Regierung kritiklos gutheißen, hat diese Reaktion nicht sonderlich überrascht. |
Dissidenten werden in Göttingen nicht immer geehrt
1977 haben Professoren, Rechtsanwälte und andere gegen die Unterdrückung
eines Textes aus Göttingen protestiert indem sie den verbotenen
"Mescalero"-Text zusammen mit einer Erklärung unter ihrem Namen
gemeinsam herausgaben. 47 Intellektuelle sind damals gegen die Einschränkung
der Meinungsfreiheit aufgestanden und waren massiver Anfeindungen ausgesetzt.
Bei der immer wieder zelebrierten Erinnerung an die Göttinger Sieben sollte
in Zukunft auch des Mutes gedacht werden, mit dem 1977 für die Meinungsfreiheit
eingetreten wurde.
Siehe
die gesamte Erklärung und Unterstützerliste auf der
goest-Seite zu Buback |