Goettinger
Stadtinfo Städtisches Museum Göttingen
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Stadtarchiv Museumsbetrieb durch Sanierungsarbeiten nur eingeschränkt möglich 14.6.10 / Im Zuge der laufenden Bau- und Sanierungsarbeiten am Städtischen Museum Göttingen müssen ab sofort auch weitere Teile der Dauerausstellung - Universitätsgeschichte, jüdischen Geschichte, Spielzeug- und Porzellansammlung – des Hauses am Ritterplan geschlossen werden. Geöffnet bleibt zunächst weiterhin die Dauerausstellung kirchlicher Kunst des Mittelalters und der Neuzeit. Nicht betroffen ist die Sonderausstellung „Seite für Seite. 275 Jahre Vandenhoeck & Ruprecht“, die - wie vorgesehen - noch bis zum 8. August 2010 gezeigt wird. Auch sämtliche Veranstaltungen im Begleitprogramm der Sonderausstellung sowie die Kinderaktionen am Sonnabend werden wie geplant durchgeführt. Im Anschluss daran sind weitere kleinere Sonderausstellungen und Veranstaltungen vorgesehen. |
Randbemerkungen
zur Ausstellung "Seite für Seite" im Städtischen Museum Unsere
Abteilung Personal/Rechte und Lizenzen hat die Vorbereitungen der Ausstellung
"Seite für Seite" hautnah miterlebt. Es herrschte ein emsiges Treiben
auf der Treppe vor unserem Bürofenster. Dr. Böhme vom Städtischen
Museum und seine Mitarbeiter waren ständig im Haus, um Exponate aus dem Archiv
oder den Büros oder aus dem Privateigentum der Verleger abzuholen. Auch die
Kollegen aus der Theaterstraße und der Robert-Bosch-Breite waren ständig
mit vorbereitenden Arbeiten beschäftigt. Wir hatten weniger Arbeit, aber
auch wir wurden nicht verschont. »Ich möchte die Bilder zur Restauration
abholen. Bis wann sind Sie im Haus?« Oder: »Wir möchten am Donnerstag die
Möbel abholen. Bis wann können wir kommen?« So oder ähnlich tönte
es aus dem Telefonhörer. Na ja, mit der Abholung der Bilder, das wussten
wir ja, aber Möbel? Was für Möbel denn? Keiner konnte sofort Auskunft
geben, aber eines war klar, es war ein höchst sensibles Thema. Schließlich
hatte man ja vor Jahren eingebrochen und einige Möbelstücke »unrechtmäßigerweise«
auf Nimmerwiedersehen entführt. Doch schließlich war dies auch geklärt:
nur eine besondere Spedition ihres Vertrauens durfte im Beisein von Frau
Rechenberg die Möbel und andere Exponate abholen.
Die Besucher hatten schnell erkannt, wer zum Mitarbeiterkreis von V&R gehörte und da wurde man schon mal angesprochen und gefragt, ob die Fotos mit dem Blitzlicht überhaupt etwas geworden seien oder auch, was denn das ominöse Wort »Libertin« bedeute. »Das habe ich mich auch gerade gefragt?« Fragezeichen kräuseln sich über den Köpfen. Hm, hat das etwas mit Liberty zu tun? Selbst die Antwort auf Nachfrage bei der Schreiberin des Textes der Ausstellungstafel lässt noch Fragen offen. Zumindest wird deutlich, dass das Wort Lebemann zu harmlos ist und der Herr, um den es geht, verbrecherisch tätig ist. – Ein Blick in ein Fremdwörterbuch wird später die Erkenntnis bringen, dass ein Libertin ein »ausschweifend lebender Mensch« oder sogar ein »Wüstling« ist. – So langsam wird klar, man befindet sich vor jenem skandalträchtigen Buch, über das der ungenannte Göttinger Gelehrte 1743 schrieb:
Nur
gut, dass dies nur ein einmaliger Ausrutscher des Verlages war und dass man sich
dann doch lieber wieder der ernsten Wissenschaft widmete und auch an die moralisch
einwandfreie Bildung der Kinder denkt. So
kann man ganz dicht neben dem Stein des Anstoßes eine »Vorbereitung für
die Weltgeschichte für Kinder« aus dem Jahre 1779 finden. Schade, dass man
keinen Blick in das Buch werfen kann. War es wirklich kindgerecht aufbereitet?
In Zusammenhang gebracht, erscheinen die Gegenstände, an denen man sonst täglich achtlos vorbeihastet, in einem völlig neuen Licht. Die Vergangenheit wird wieder lebendig. Fast ehrfürchtig steht man vor dem frisch gereinigten Bild von Anna Vandenhoeck, das nun sogar wieder den seidigen Glanz des Kleides sehen lässt. Das Bild ist so realistisch, dass man fast meinen könnte, dass Anna Vandenhoeck sich bald aus dem Bilderrahmen befreien und sich selbst unter die vielen Besucher der Ausstellung mischen wird. ( © Text und Bilder : Ingeborg Lüdtke) |
Sonderausstellung Hermann Hirsch 23.8. - 15.11.2009 Es startete mit folgendem Aufruf: Das Museum sucht Bilder, Grafiken, Postkarten und sonstiges Material, das von Hermann Hirsch stammt oder mit ihm zusammenhängt. Alles was auf diesen zu unrecht vergessenen Maler verweist, ist wichtig. Vielleicht können Sie helfen, die auf den unbekannten Porträts dargestellten Personen zu identifizieren? Möglicherweise besitzen Sie ein Bild mit den dargestellten Signaturen des Malers oder wissen etwas über den Verbleib der folgenden Porträts oder Landschaftsgemälde? Dr. Rainer Driever. Städtisches Museum Göttingen Ritterplan 7/8 r.driever@goettingen.de Ein jüdischer Maler in Göttingen (1861-1934) Der jüdische Maler und Bildhauer Hermann Hirsch arbeitete in Berlin, im Rheinland, in Italien und Griechenland. Seit 1918 verbrachte er den letzten Teil seines Lebens in Bremke und in Göttingen. Diese Ausstellung des Städtischen Museums Göttingen unternimmt zum ersten Mal in Deutschland eine Würdigung dieses zu Unrecht vergessenen Malers. Sie bietet einen biographischen Gang durch Leben und Werk dieses vielseitigen Künstlers und legt dabei den Schwerpunkt auf seine südniedersächsische Zeit.Aber nicht nur der Künstler Hermann Hirsch steht im Mittelpunkt der Ausstellung, auch seine Existenz als Jude im Deutschland der 20er und frühen 30er Jahre bis zu seinem Tode unter ungeklärten Umständen am 1. März 1934 wird dargestellt. Dokumentiert wird außerdem das Nachleben seines Werkes, das geprägt ist von Verlust, Emigration und "Arisierung". Aufbauend auf die kleine Sammlung des Museums gelang es, eine ganze Reihe von Bildern Hirschs ausfindig zu machen. Die Besitzer, für die diese Bilder oft eine hohe biographische Bedeutung haben, konnten für eine Ausleihe gewonnen werden. So entstand eine Ausstellung, die ein eindrucksvolles Bild entwirft von dem Menschen und Künstler Hermann Hirsch und sich zugleich als Versuch einer Wiedergutmachung versteht für das Unrecht, das ihm und seinem Werk in Deutschland widerfahren ist. Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Begleitband. Ein Werkverzeichnis von Hermann Hirsch wird 2010 vorgelegt werden.
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Sonderausstellung Göttinger Stadtgeschichte von 1600 bis 1800 im Spiegel neuer archäologischer Funde 8.2. -3.5.09 im Museum Ritterplan 7-8, Öffnungszeiten Di - Fr 10 -17 Uhr / Sa und So 11 -17 Uhr ...mehr Infos Kunst
aus Göttinger Grundschulen 17.5.09 (Internationaler Museumstag) - 9.
Juli |
Kooperation KAZ und Museum 2007 15.10.07 / Das Kommunikations- und Aktionszentrum - KAZ - bietet seit vielen Jahren Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an. Das Städtische Museum baut sein museumspädagogisches Angebot aus, um junge Besucher für das Museums zu interessieren. KAZ und Museum haben für diesen Herbst in enger Kooperation ein gemeinsames Programm erarbeitet. In den Räumlichkeiten des Museums und unter Anleitung von Kursleiter/innen des KAZ können Kindern und Jugendlichen töpfern, basteln und zaubern. Was braucht ein Steinzeitmensch zum Überleben? Sandra Eckardt Das KAZ-Kindertöpfern wandert ins Städtische Museum Göttingen und baut mit Euch aus Ton Geschirr, Werkzeuge, Tierfiguren ... und was noch Tag und Nacht im Wald gebraucht wird. Die Stücke werden anschließend in der KAZ-Keramikwerkstatt gebrannt, wo sie dann später abgeholt werden können. Für Kinder ab 4 Jahren Samstag, 20. Oktober Dauer: 14.30-16.30 Uhr Kosten: 1,-EUR pro Person Afrikanische KinderWelten Agbenyega Attiogbe-Redlich Anhand von Geschichten und Liedern über das tägliche Leben afrikanischer Kinder möchte der Künstler und Musiker Agbenyega Attiogbe-Redlich alias ,Pepper' den Kindern aus Göttingen erzählen, was den Kindern in seiner Heimat Ghana Spaß macht und womit sie spielen. Er zeigt, wie mit einfachen Mitteln beispielsweise richtige Musikinstrumente selbst hergestellt werden können, und biegt mit den Kindern zusammen Spielzeuge aus Draht. Natürlich darf dann im Anschluss auf den selbst hergestellten Instrumenten Musik gespielt und getrommelt werden. Die Objekte und Instrumente können von den Kindern mit nach Hause genommen werden. Wir bauen unsere eigenen Trommeln Für Kinder ab 5 Jahren Dienstag, 23. Oktober 2007 Dauer: 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr 1,- EUR pro Person Wir bauen Saiteninstrumente Für Kinder ab 5 Jahren Mittwoch, 24. Oktober 2007 Dauer: 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr 1,- EUR pro Person |
Überblick über die Ausstellungsgebiete Es ist nur wenig in Göttingen bekannt, welch reichhaltiges Angebot an interessanten Exponaten das städtische Museum bietet. Gegliedert ist das Museum auf 3 Stockwerken und 47 Räumen in die Themenbereiche
Die Präsentation hier in GOEST beschränkt sich auf einen bildlichen Eindruck ohne die dazugehörigen Erläuterungen wie sie im Museum ausführlich dargestellt werden. Es wurden auch nur sehr zufällige Beispiele ausgewählt. Neben vielen anderen Auslassungen hier fehlen auch Fotos vom Bereich Ur- und Frühgeschichte - der mit Funden aus 35000 Jahre vor Chr. aus der Altsteinzeit beginnt. Eindrucksvoll ist der Ausstellungsbereich, der sich mit der Nazizeit und dem Krieg beschäftigt. Hier wird im Raum 39 z.B. die kaum bekannte Widerstandsgruppe ISK dokumentiert und Bilder zeigen eine Luftaufnahme Göttingens mit den Bombentrichtern. Inzwischen wurde auch ein Raum als Wohnzimmer der 50er Jahre eingerichtet mit Nierentisch und den passenden Lampen, mit Musiktruhe und Cognac-Flaschenhalter. Ausgewählte Fotos von Exponaten des Städtischen Museums Göttingen
Die Stadtgeschichte nimmt einen großen Raum in der Ausstellung ein. Von der Zeit als Handelszentrum und Hansestadt im Mittelalter, die Hochphase nach Gründung der Universität im 18. Jahrhundert bis hin zum industriellen Zeitalter werden dargestellt. .
Bilder oben: Beispiele aus der Sammlung mittelalterlicher Skulpturen, Bild rechts die Madonnenfigur des mittleren 12. Jahrhunderts gilt als "eines der bedeutendsten romanischen Kunstwerke des Landes Niedersachsen."
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