Goettinger Stadtinfo
 Texte und Bilder
© Impressum

Städtisches Museum Göttingen


Ansicht Eingangsseite, Städtisches Museum

Museum, Ritterplan 7/8 37073 Göttingen Telefon: (0551) 400-2843/-2845 Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 17 Uhr Sa u. So 11-17 Uhr, Erwachsenen 1,50 EUR (verschiedene Ermäßgiungen) Kinder bis 6 Jahre frei museum@goettingen.de

Das Museum ist im einzigen erhaltenen Adelssitz der Stadt, dem 1592 erbauten Hardenberger Hof untergebracht. (Foto)

www.museum.goettingen.de

> Stadtarchiv
> Stadtarchäologie (Lünemanngelände)
> Ausstellung Burgen (Plotter)
> Ausstellung Stadtgeschichte und Archäologie

 

2009

Sonderausstellung Hermann Hirsch 23.8. - 15.11.2009

Es startete mit folgendem Aufruf: Das Museum sucht Bilder, Grafiken, Postkarten und sonstiges Material, das von Hermann Hirsch stammt oder mit ihm zusammenhängt. Alles was auf diesen zu unrecht vergessenen Maler verweist, ist wichtig. Vielleicht können Sie helfen, die auf den unbekannten Porträts dargestellten Personen zu identifizieren? Möglicherweise besitzen Sie ein Bild mit den dargestellten Signaturen des Malers oder wissen etwas über den Verbleib der folgenden Porträts oder Landschaftsgemälde? Dr. Rainer Driever. Städtisches Museum Göttingen Ritterplan 7/8 r.driever@goettingen.de

Ein jüdischer Maler in Göttingen (1861-1934) Der jüdische Maler und Bildhauer Hermann Hirsch arbeitete in Berlin, im Rheinland, in Italien und Griechenland. Seit 1918 verbrachte er den letzten Teil seines Lebens in Bremke und in Göttingen. Diese Ausstellung des Städtischen Museums Göttingen unternimmt zum ersten Mal in Deutschland eine Würdigung dieses zu Unrecht vergessenen Malers. Sie bietet einen biographischen Gang durch Leben und Werk dieses vielseitigen Künstlers und legt dabei den Schwerpunkt auf seine südniedersächsische Zeit.Aber nicht nur der Künstler Hermann Hirsch steht im Mittelpunkt der Ausstellung, auch seine Existenz als Jude im Deutschland der 20er und frühen 30er Jahre bis zu seinem Tode unter ungeklärten Umständen am 1. März 1934 wird dargestellt. Dokumentiert wird außerdem das Nachleben seines Werkes, das geprägt ist von Verlust, Emigration und "Arisierung". Aufbauend auf die kleine Sammlung des Museums gelang es, eine ganze Reihe von Bildern Hirschs ausfindig zu machen. Die Besitzer, für die diese Bilder oft eine hohe biographische Bedeutung haben, konnten für eine Ausleihe gewonnen werden. So entstand eine Ausstellung, die ein eindrucksvolles Bild entwirft von dem Menschen und Künstler Hermann Hirsch und sich zugleich als Versuch einer Wiedergutmachung versteht für das Unrecht, das ihm und seinem Werk in Deutschland widerfahren ist. Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Begleitband. Ein Werkverzeichnis von Hermann Hirsch wird 2010 vorgelegt werden.


Begleitprogramm/ Rahmenprogramm zur Sonderausstellung Hermann Hirsch

  • Sa. 5.9.2009 Museum für Kinder Auf den Spuren eines Künstlers Kindersamstag
  • So. 6.9.2009 Göttingen vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zum Machtantritt der Nationalsozialisten Vortrag
  • So. 6.9.2009 Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung Hermann Hirsch
  • Fr. 11.9.2009 Hermann Hirsch in Bremke Exkursion nach Bremke
  • So. 20.9.2009 Hermann Hirsch Vortrag
  • So. 4.10.2009 Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung Museum für Kinder
  • Sa. 10.10.2009 Kinder, Kinder! Kindersamstag Sonderausstellung Hermann Hirsch
  • So. 11.10.2009 Juden in Göttingen in den Zwanziger und Dreißiger Jahren Vortrag
  • So. 18.10.2009 Führung über den Jüdischen Friedhof und zu Hermann Hirschs Grab
  • So. 25.10.2009 Jüdische Orte in der Stadt Göttingen Führung außerhalb des Museums
  • So. 1.11.2009 Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung Museum für Kinder
  • Sa. 7.11.2009 Studenten, Professoren und ein siebenjähriger Krieg! Kindersamstag
  • So. 8.11.2009 Bremke - eine jüdische Gemeinde in dörflichem Umfeld Vortrag S
  • Fr. 27.11.2009 "Arisierung" und Restitution von Kulturgütern aus jüdischem Besitz Podiumsgespräch Museum für Kinder
  • Sa. 5.12.2009 Der Heilige Nikolaus von Myra Kindersamstag
  • So. 6.12.2009 Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung Museum für Kinder
  • Sa. 12.12.2009 Die Heilige Familie Vorweihnachtszeit im Museum
  • So. 3.1.2010 Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
  • So. 10.1.2010 Malerei in Deutschland zwischen 1890 und 1914 Vortrag

 

Sonderausstellung Göttinger Stadtgeschichte von 1600 bis 1800 im Spiegel neuer archäologischer Funde 8.2. -3.5.09 im Museum Ritterplan 7-8, Öffnungszeiten Di - Fr 10 -17 Uhr / Sa und So 11 -17 Uhr ...mehr Infos

Kunst aus Göttinger Grundschulen 17.5.09 (Internationaler Museumstag) - 9. Juli
Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnoloigie der Uni. Zur Eröffnung gibt es einen Malwettbewerb rund um Händel und Musik.

 

Sonderausstellung „In Frauenhand – Eine kleine Geschichte der Handtasche“

Zur Sonderausstellung werden zwei Themenführungen für Kinder und Jugendliche angeboten. Die Führungen dauern 60 Minuten. Anmeldungen sind unter der Göttinger Rufnummer 400-2843 sowie per eMail unter museum@goettingen.de möglich. Der Eintritt kostet pro Person zwei Euro. Weitere Informationen finden sich unter www.museum.goettingen.de

1) „Was zwei Hände nicht mehr tragen können“ Führung für Grundschulen und Klassen der Sekundarstufe I
Bei einem Streifzug durchs Städtische Museum erforschen die Kinder die Kulturgeschichte der Tasche und anderer Behälter. Dabei werden die Kinder angeleitet, selbstständig Fragen zu entwickeln und zu beantworten: Hatten die Menschen in der Steinzeit schon Taschen und Behälter und wie kann man das feststellen? Wie sah die Gürteltasche von Ötzi aus und was war darin? Worin hat man im Mittelalter einen Schatz aufbewahrt und was ist eigentlich eine Geldkatze? Wie sahen die Löscheimer der Feuerwehr vor 200 Jahren aus? Wer ging früher mit welchem Gepäck auf Reisen? Seit wann tragen Schulkinder einen Schulranzen auf dem Rücken und Frauen eine Tasche in der Hand?

2) „Perlenbeutel und Plastic Bag- Design zwischen Material, Form und Funktion“ - diese Führung durch die Sonderausstellung „In Frauenhand – Eine kleine Geschichte der Handtasche“ richtet sich an Klassen der Sekundarstufe II sowie der Berufsbildenden Schulen.
Kein Gebrauchsstück ist in so vielen unterschiedlichen Materialien produziert worden wie die Handtasche. Bei diesem Rundgang durch die Sonderausstellung geht es neben der Kulturgeschichte vor allem um das Design der Handtasche im 19. und 20. Jahrhundert. Didaktisch gegliedert nach den verwendeten Materialien zeigt die Führung den Einfluss von Material und Technik auf den Taschenstil und die Bedeutung gesellschaftlicher und ökonomischer Veränderungen für die Handtaschenmode. So wird ein Gang durch die Ausstellung zugleich ein Gang durch die Kultur- und Materialgeschichte - nicht nur der Handtasche.

 

Ausstellung über "Göttinger Sieben" 2008

Am 18. November 1837 protestierten sieben Professoren der Göttinger Universität gegen die Aufhebung des hannoverschen Staatsgrundgesetzes durch König Ernst August. Studenten vervielfältigten handschriftlich die Protestaktion. Vorbei an der Zensur konnte so der Protestbrief durch Abschriften an Zeitungsredaktionen in ganz Deutschland gesendet werden. Die Presse im In- und Ausland berichtete darüber..Der König reagierte hart. Die sieben Professoren - Wilhelm Eduard Albrecht, Friedrich Christoph Dahlmann, Heinrich Georg August Ewald, Jacob und Wilhelm Grimm, Georg Gottfried Gervinus sowie Wilhelm Eduard Weber - wurden mit Berufsverbot belegt. Dahlmann, Gervinus und Jacob Grimm mussten Göttingen und das Königreich verlassen.
Die Ausstellung "Sieben gegen den König. Ernst August und der Skandal von 1837" wird am Dienstag, 16. Oktober 2007, im Historischen Museum Hannover eröffnet und dort bis zum 13. Januar 2008 gezeigt.

Vom 27. Januar bis zum 13. April 2008 ist die Schau mit eigenen Schwerpunkten unter dem Titel "Göttinger Sieben. König Ernst August und der Skandal von 1837" im Städtischen Museum Göttingen zu sehen. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt beider Museen, das von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der VGH-Stiftung gefördert wird.
Ab dem 16. Oktober liegen in einer Info-Einrichtung im Foyer des Städtischen Museums Göttingen im Ritterplan bereits Artikel aus zeitgenössischen deutschen und europäischen Zeitungen aus. Sie geben einen Eindruck vom großen Interesse am Schicksal der Sieben und der Heftigkeit der Auseinandersetzungen um ihren mutigen Schritt. Zugleich sollen sie auf die künftige Göttinger Ausstellung einstimmen. Ebenfalls ab 16. Oktober stehen auf einer eigenen Website unter www.goettinger-sieben.info Materialien, Dokumente und Informationen rund um die Göttinger Sieben und das gemeinsame Ausstellungsprojekt zur Verfügung.

Kooperation KAZ und Museum 2007

15.10.07 / Das Kommunikations- und Aktionszentrum - KAZ - bietet seit vielen Jahren Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an. Das Städtische Museum baut sein museumspädagogisches Angebot aus, um junge Besucher für das Museums zu interessieren. KAZ und Museum haben für diesen Herbst in enger Kooperation ein gemeinsames Programm erarbeitet. In den Räumlichkeiten des Museums und unter Anleitung von Kursleiter/innen des KAZ können Kindern und Jugendlichen töpfern, basteln und zaubern.

Was braucht ein Steinzeitmensch zum Überleben? Sandra Eckardt Das KAZ-Kindertöpfern wandert ins Städtische Museum Göttingen und baut mit Euch aus Ton Geschirr, Werkzeuge, Tierfiguren ... und was noch Tag und Nacht im Wald gebraucht wird. Die Stücke werden anschließend in der KAZ-Keramikwerkstatt gebrannt, wo sie dann später abgeholt werden können. Für Kinder ab 4 Jahren Samstag, 20. Oktober Dauer: 14.30-16.30 Uhr Kosten: 1,-EUR pro Person

Afrikanische KinderWelten Agbenyega Attiogbe-Redlich Anhand von Geschichten und Liedern über das tägliche Leben afrikanischer Kinder möchte der Künstler und Musiker Agbenyega Attiogbe-Redlich alias ,Pepper' den Kindern aus Göttingen erzählen, was den Kindern in seiner Heimat Ghana Spaß macht und womit sie spielen. Er zeigt, wie mit einfachen Mitteln beispielsweise richtige Musikinstrumente selbst hergestellt werden können, und biegt mit den Kindern zusammen Spielzeuge aus Draht. Natürlich darf dann im Anschluss auf den selbst hergestellten Instrumenten Musik gespielt und getrommelt werden. Die Objekte und Instrumente können von den Kindern mit nach Hause genommen werden. Wir bauen unsere eigenen Trommeln Für Kinder ab 5 Jahren Dienstag, 23. Oktober 2007 Dauer: 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr 1,- EUR pro Person

Wir bauen Saiteninstrumente Für Kinder ab 5 Jahren Mittwoch, 24. Oktober 2007 Dauer: 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr 1,- EUR pro Person

 

Überblick über die Ausstellungsgebiete

Es ist nur wenig in Göttingen bekannt, welch reichhaltiges Angebot an interessanten Exponaten das städtische Museum bietet. Gegliedert ist das Museum auf 3 Stockwerken und 47 Räumen in die Themenbereiche

Stadtgeschichte (16 Räume)
Ur- und Frühgeschichte
Sonderausstellungen
Göttinger Maler des 19 Jhts
Kirchliche Kunst

Geschichte der Universität
Silber, Porzelllan, Fayence
Studioglas-Sammlung Kirchoff
Geschichte u. Kultur der Juden
Kinderspielzeug

Die Präsentation hier in GOEST beschränkt sich auf einen bildlichen Eindruck ohne die dazugehörigen Erläuterungen wie sie im Museum ausführlich dargestellt werden. Es wurden auch nur sehr zufällige Beispiele ausgewählt. Neben vielen anderen Auslassungen hier fehlen auch Fotos vom Bereich Ur- und Frühgeschichte - der mit Funden aus 35000 Jahre vor Chr. aus der Altsteinzeit beginnt.

Eindrucksvoll ist der Ausstellungsbereich, der sich mit der Nazizeit und dem Krieg beschäftigt. Hier wird im Raum 39 z.B. die kaum bekannte Widerstandsgruppe ISK dokumentiert und Bilder zeigen eine Luftaufnahme Göttingens mit den Bombentrichtern.

Inzwischen wurde auch ein Raum als Wohnzimmer der 50er Jahre eingerichtet mit Nierentisch und den passenden Lampen, mit Musiktruhe und Cognac-Flaschenhalter.

Ausgewählte Fotos von Exponaten des Städtischen Museums Göttingen


Faszinierendes Detail: "Trinklöffel" von der Burg Plesse

 


Ein Schwimmkörper, der im Kiessee Bestandteil eines Flosses war - ca. 3 Meter lang

 


Bild links: Historische Modelle aus der Universitäts-Modell-Werkstatt aus Holz, Bild rechts: Modell eines Auges von Georg Christoph Lichtenberg

Die Stadtgeschichte nimmt einen großen Raum in der Ausstellung ein. Von der Zeit als Handelszentrum und Hansestadt im Mittelalter, die Hochphase nach Gründung der Universität im 18. Jahrhundert bis hin zum industriellen Zeitalter werden dargestellt.

.
Rüstung und Armbrust aus Göttingen

Schandesel aus Rosdorf - zur Strafe mußte sich jemand umgekehrt draufsetzen und sich am Hinterteil des Holzesels festhalten. Der Sitz besteht aus einigen Rundhölzern, die das Sitzen äußerst unbequem gestaltet haben.

Sieht zwar lustig aus, wird aber den Betroffenen einige Qual bereitet haben.

Zum Thema Strafen ist nahezu ein ganzer Raum gestaltet. Bild links ein ca. 2 Meter langer Fußfessel-Balken mit dem Delinquenten öffentlicher Schande zur Schau gestellt wurden. Bild rechts ein Sitzstein, der dem Bestraften ans Bein angeschlossen wurde.

 


Die ganzheitliche Darstellung einer mittelalterlicher Wohnsituation mit den dazu passenden Fundstücken aus der Region schafft besondere Anschaulichkeit, so wie hier eine Feuerstelle mit Wohnküche, Möbeln und Gefässen.

Wassereimer aus Leder, im gleichen Raum ist eine Wasserleitung aus Holz ausgestellt, wie sie die Feuerwehr benutzte

Der Geschichte Göttingens als Handelszentrum, als Textilhersteller-Stadt sind viele Exponate gewidmet.

Um die Geschichte der Markttätigkeiten zu dokumentieren sind Maßstäbe (die tatsächlich Stäbe waren) Gewichte und Hohlmaße ausgestellt.

"Gesamtkunstwerk" - Darstellung einer historischen Apothekenausstattung
Bürgerliches Wohnzimmer, Ende 18. Jahrhundert
Ausstellungsraum, in dem auf die Geschichte der Geräteindustrie in Göttingen eingegangen wird - was heute measurement-valley genannt wird. Schautafeln erläutern die Entwicklungsgeschichte verschiedener Göttinger Firmen ...
.....und die Darstellung damaliger Produkte
Historisches Spielzeug seit dem 18 Jahrhundert aus Göttingen - füllt mehrere Vitrinen

Bilder oben: Beispiele aus der Sammlung mittelalterlicher Skulpturen, Bild rechts die Madonnenfigur des mittleren 12. Jahrhunderts gilt als "eines der bedeutendsten romanischen Kunstwerke des Landes Niedersachsen."


Bild links Glassammlung Kirchhoff (Glaskunst des 20 Jahrhunderts aus Europa, Amerika, Asien, Australien), Bild rechts Sammlung von Stücken aus Gold- und Silberschmieden der Region sowie Fürstenberger Porzellan und Fayencen aus Hann Münden.

 

zum Anfang