|
Goettinger Stadtinfo Haus und Grund
Nachdem H+G die Kritik an der Gaspreiserhöhung unterstützt hat, in einigen Fällen gemeinsam mit dem Mieterverein zusammenarbeitet und die Interessen der Kleineigentümer wahrnimmt, halten wir die Infos aus diesem Bereich auch für goest interessant. Vortrag zu Energieeinsparung und Modernisierungsmieterhöhung 3.11.10
// Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Hildebrandt, Fachanwalt für Miet- und WEG-Recht: Vorträge
zu Gebührenerhöhungen,
Kanalsanierung und Erbschaftssteuer Erhöhung der
Gebühren Kanalsanierung
Änderungen
des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes (ErbStG)
Sanierungen auf dem Hagenberg H+G Informationsveranstaltung 2008 24.01.08
Der Gemeindesaal neben der Kirche war am Abend des 09.01.2008 voll besetzt. mit
ca. 100 Eigentümern der Reihenhäuser im Beekweg: Die Sanierung der Regen- und
Schmutzwasserkanäle sowie der Gas- und Wasserleitungen steht in diesem Frühjahr
an. Die Stadtentwässerung hatte alle gemeinschaftlichen Kanäle untersucht um Vorschläge
für ökologisch und ökonomisch sinnvolle Sanierungen zu erarbeiten. Statt je 100
Einzelschächte für Regen- und Schmutzwasser zu errichten, kann auch in der Zukunft
gemeinschaftlich entwässert werden. Abwasserkanalisation - Diskussionsveranstaltung 12.12.06 / Da trifft ein Fachmann für Abwasser-Kanalisation bei einer Veranstaltung in Göttingen auf Haus- und Grundbesitzer. Unter der Moderation und Teilnahme von CDU-Vertretern eskaliert die Veranstaltung bei der am Ende der gute Ton verloren geht. Die Sache Würden
die Abwässer offen durch die Stadt geleitet und beliebig versickern oder
in Bächen und Flüssen fliessen, so wie früher, dann würden
Grundwasser, Luft und Gewässer verunreinigt, die Trinkwassergewinnung würde
gefährdet und es wären wieder Cholera und Thyphus-Epidemien an der Tagesordnung.
Nun haben wir Gott sei Dank die Kanalisation.
Aber die Kanalisation kann undicht werden und muß gepflegt, saniert und
verbessert werden. Weitere
Probleme: Es kann auch Abwasser aus kaputten Kanalrohren ausfliessen und umgekehrt
kann eben durch Undichtigkeiten Grundwasser und Regenwasser als "Fremdwasser"
in die Abwasser-Kanalisation fliessen. Hierzu
schreibt Manfred Fiedler von der Stadtentwässerung Göttingen in einer
Stellungnahme an Goest: "seit Beginn des Kanalsanierungskonzeptes sind bereits
über die Hälfte der Schäden beseitigt und die Fremdwassermenge
von 8.000.000 m³/a um 3.500.000 m³/a reduziert worden." Die Veranstaltung Am 12.12.2006 fand nun eine Veranstaltung des Haus + Grund e.V. im ASC Clubhaus statt. Fritz Güntzler, MdL und Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion und Dr. H.-G. Scherer, CDU-Ratsfraktion, Vorsitzender des Umweltausschusses leiteten die Veranstaltung ein. Die Stadtentwässerung wurde von Herrn Fiedler vertreten, ferner anwesend waren Robert Thoma, Kanal-Sachverständiger und Susanne Et-Taib vom Haus+Grund e.V. verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit. Bei
dieser Veranstaltung wurden den Berichten von Beteiligten zufolge aufgeregte verbale
Auseinandersetzungen geführt. In einer scharfen Presseerklärung schreibt
Frau Et-Taib von Haus+Grund anschließend "Stadtentwässerung verärgert
Teilnehmer einer Podiumsdiskussion: Drohungen mit Strafgesetzbuch statt sachlicher
Informationen über Kanalsanierung in Göttingen." Wenn es in der Haus+Grund Pressemitteilung heisst, man fühle sich nicht ernst genommen (auf der Veranstaltung soll sogar der Ausdruck "verarscht" gefallen sein) , dann muß das die Stadtentwässerung betroffen machen, denn sie betont stolz "Die Stadtentwässerung ist ein nach ISO-NORM DIN EN 9001 zertifizierter Betrieb mit dem Schwerpunkt der Prozesse in Fragen der "Kundenzufriedenheit". Und Manfred Fiedler schrieb schon vor Jahren in einem Fachartikel: "Eine zeitgemäße Ansprache und eine zielgerichtete Begleitung der betroffenen Eigentümer bzw. Institutionen während der Sanierungsmaßnahme ist für den Einzel- sowie den Gesamterfolg von entscheidender Bedeutung. (...) Alle Grundstückseigentümer sind mündige Bürger. Auftretende Widerstände werden erstmals der Unkenntnis des Problems und der Überforderung der Eigentümer zugeschrieben. Jeder Grundstückeigentümer hat das Recht auf freundliche, individuelle und erschöpfende Information über die Fremdwasserproblematik generell sowie über die grundstücksbezogenen erforderlichen Maßnahmen. Jeder Grundstückseigentümer soll die Möglichkeit einer fachlichen Begleitung von der Erstinformation bis zur baulichen Abnahme der Sanierungsmaßnahme an seiner Grundstücksentwässerungsanlage erhalten." Dagegen
liest sich die Pressemitteilung von Haus und Grund wie ein Hohn: "Hier
sehen Sie das wahre Gesicht der Stadtentwässerung: Von einem Umgang auf Augenhöhe
kann keine Rede sein!" stellte Frau Et-Taib fest. Vielmehr werde auf die
Anliegen der Grundstückseigentümer überhaupt nicht eingegangen
und auf sachliche, schriftliche Anfragen teilweise nicht oder in persönlich
beleidigendem Stil geantwortet, obwohl der Verein immerhin rund 2.400 Mitglieder
vertrete. Die Empörung im Saal wuchs." Wir
meinen, letzteres müßte doch in sachlichen Gesprächen eigentlich
klärbar sein. |
Vermieter beraten über Vermietung an ALG II EmpfängerInnen 17.11.06
/ Am Donnerstag, den 16. November 2006 um 19 Uhr im Schützenhaus führte der
Haus&Grund e.V. eine Veranstaltung zum Thema "Mietverträge mit ALG-II-Empfängern"
durch. Zur Veranstaltung waren auch Nicht-Mitgliedern des Haus&Grund e. V.
öffentlich eingeladen. Eine durchaus freundliche Geste des rührigen
Vereins, der ja u.a. vor einiger Zeit auch erfreulicherweise die Proteste gegen
die Gaspreiserhöhungen mit unterstützte.
Als
Referentin am Mikro sprach dann eine junge Frau, Elena Kammerzell, Mitarbeiterin
des Landkreises Göttingen. Sie erläutert eifrig und hochengagiert die rechtlichen
Details eines Sachverhalts von dem sie anscheinend nicht mehr bemerkt, welche
Katastrophen diese Regelungen für einzelne Menschen bedeuten können.
Einziges Ziel einer
beamtenmäßigen Abhandlung scheint zu sein: abklären ob alles rechtlich
abgesichert ist. Folgt
man dem "Unruhefaktor" im Saal als Indikator so scheint das Hauptinteresse
der Haus- und GrundbesitzerInnen vor allem auf einem Aspekt zu liegen: Wie erreicht
man, dass der Landkreis die Mietzahlungen direkt an den Vermieter überweist.
Dies ist nämlich nicht grundsätzlich vorgesehen, weil es sich um eine
"höchstpersönliche" Zuwendung handelt. Nur wenn die KdU Empfänger
von sich aus einem solchen Verfahren zustimmen kann das gemacht werden.
Rückerstattungen aus der Betriebs- und Heizkostenabrechnung werden als Einkommen von den Hilfszahlungen abgezogen. Was
ist angemessen? Kräftige Proteste wären angemessen!
Was nottut ist nun massiver rechtlicher und öffentlicher Rückhalt für die Betroffenen, damit in immer mehr Einzelfällen eine humane Praxis durchgesetzt wird. Das ist möglich, wenn sich die Leute wehren.
Aus
der Pressemitteilung von Haus und Grund nach der Veranstaltung:
Vorstand: Detlev Pape Elektromeister, Vorsitzender: Dr. Cord J. Heise Rechtsanwalt und Notar, Stellvertreter: Willi Becker Steuerberater, Beisitzer: Josef Engelhardt Dachdeckermeister, Hansgeorg Köhne Peter Wagener Architekt |
Gebührenänderung zu Lasten "kleiner" HausbesitzerInnen Pressemitteilung
Haus und Grund e.V. 1.12.06 |
| Pressemitteilung
Grüne Ratsfraktion 26.7.06 Erwiderung auf Kritik der Haus- und Grundbesitzer an der Kanalsanierung Kanalsanierung macht ökologisch Sinn und ist zugleich sozial Angesichts der von Hauseigentümern vorgetragenen Bedenken gegen das Konzept der "dichten Kanalsanierung" weisen die Rats-GRÜNEN darauf hin, dass die Göttinger Kanalsanierung nicht nur umweltpolitisch, sondern auch sozialpolitisch sinnvoll sei. "Dass manch einen Eigenheimbesitzer die Anliegerbeiträge hart treffen, ist nachvollziehbar. Hier gibt es sicherlich manch einen Härtefall, auf den die Verwaltung flexibel reagieren muss", so der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN Frank Vaupel. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass man - wie der Hauseigentümerverein "Haus und Grund" - das Konzept der "dichten Kanalisation" in Frage stelle. "Absolut unsozial wäre es, keine konsequente Kanalsanierung durchzuführen, weil dann die Abwassergebühren für alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für die Mieter steigen", so Vaupel weiter. Vaupel weist daraufhin, dass eine konsequente Kanalsanierung, die nicht nur die öffentlichen, sondern auch die privaten Kanalrohre einbeziehe, die ökologischere und zugleich ökonomischere Variante ist. "Undichte Schmutzwasserkanäle belasten nicht nur das Grundwasser, es dringt auch unverschmutztes Grund- und Regenwasser in die undichten Kanäle ein", so Vaupel. Dies belaste die Abwasserreinigungsanlage, die aufgrund des erhöhten und zugleich verdünnten Schmutzwassers nicht mit voller Effizienz arbeiten könne. Steigende Betriebskosten bei der Abwasserreinigung würden wiederum die Abwassergebühren in die Höhe treiben. Die konsequente Trennung des Schmutzwassers vom Grund- und Regenwasser sei deshalb die sauberste und günstigste Variante. |