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Junges Theater  

Junges Theater
neu: "Neues Junges Theater in Göttingen UG"

Geschäftsführerin Frau Winterstein

Karten unter Tel. 495015, Di-Sa, 11 –14 Uhr oder kasse@junges-theater.de.

Ankündigungen 2008
Rio Reiser , Rocktheater
Priscilla Königin der Wüste
Die Qual des Nichtstuns

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Meret Becker 2005
>Musiclounge 1 PUNK
>Experimentelles Musik-Theater

>JT-Krise

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Eingang zum Theater in der Hospitalstraße 6


Verwaltung will JT und DT zusammenlegen - Das JT will da nicht mitmachen

>>Vorschlag der Verwaltung 054
"Neuorganisation des Neuen Jungen Theaters und des Deutschen Theaters / Neuorganisation des Kinder- und Jugendtheaters in Göttingen Bis zum Beginn der Spielzeit 2013/14 wird die Zusammenführung des Jungen Theaters mit dem Jungen Schauspiel des Deutschen Theaters vorbereitet. Das Neue Junge Theater wird aufgelöst und beide Theater werden unter dem Dach der Deutsches Theater GmbH geführt, ohne dass das Junge Theater seine künstlerische Eigenständigkeit verliert. Ab August 2013 entfallen dadurch die bisherigen Zuschüsse an das Junge Theater. Das Deutsche Theater wird mit zusätzlichen Mitteln gefördert, die für die Umsetzung des neuen Kinder- und Jugendtheater-Konzepts eingesetzt werden sollen. Dieses sieht unter anderem eine Stärkung des Kinder- und Jugendtheaters im Ottfried-Müller-Haus vor. Für die Stadt ergeben sich daraus Einsparungen zwischen 60.000€ 2013 und bis zu 250.000€ 2018. Die durch die Zusammenführung der beiden Theater entstehenden Synergieeffekte führen zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit des Theaterangebots und tragen so zu einer langfristigen Sicherung beider Häuser bei. Die Mitarbeiter/innen des Jungen Theaters werden vom Deutschen Theater übernommen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen nicht ausgesprochen werden. Sparvorschlag Sparvolumen 2013 60,000 € Sparvolumen 2013-2020 1,665,000 €

Pressemitteilung des Jungen Theaters 23.2.12
Der Förderverein „Freundes des JT in Göttingen“ ist alleiniger Gesellschafter und Träger des „JUNGEN THEATERS GÖTTINGEN“. Es war der Wunsch der Stadt, dieses Theater durch Bürgerbeteiligung zu tragen. Dem Verein sind über 70 Mitglieder beigetreten. Der von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Fusionsplan wurde der Gesellschaft, der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat zwei Stunden vor der Bekanntgabe in der Ratssitzung am 17.2.12 mitgeteilt. Das JT lehnt es ab, unter dem Dach des DT, seine Eigenständigkeit zu verlieren. Das JT hatte in der letzten Spielzeit fast 50% der Besucher des DT erreicht, mit neun Schauspielern, fünfzehn Produktionen und dreihundert Vorstellungen. Der breite Publikumserfolg verpflichtet das JT geradezu, für dieses Publikum eigenständig zu bleiben. Sowohl die Mitglieder des Fördervereins als auch des Aufsichtrates sind verpflichtet, sich für den Erhalt des JT einzusetzen und nicht für seine Auflösung zu wirken. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Zusammenlegung hat unserer Meinung nach das Ende des Jungen Theaters Göttingen zur Folge. Die Verlagerung des Kinder- und Jugendtheaterbetriebes aus dem DT in das JT würde bedeuten, dass die Eigenständig- und Vielseitigkeit des JT nicht mehr aufrechterhalten werden könnte. Das Profil des JT wird bestimmt durch eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Das JT verbindet dabei seine Spielplanangebote mit Themen von Zielgruppen in und um Göttingen. Daneben ist eine weitere Kernaufgabe des JT, breite Zuschauerschichten immer wieder durch zeitgemäß erzählte Theaterangebote ans Theater heranzuführen (Jugendliche und Erwachsene), es ist ein Einstiegstheater für Jung und Alt und hält ein vielseitiges und niedrigschwelliges Angebot für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen bereit, und hat darüber hinaus ein Programm für Kinder, Jungendliche und Familien. Den vorgegebenen Zeitdruck, innerhalb von vier Wochen trag- und belastbare Konzepte zu überlegen, lehnen wir darüber hinaus ab. Der Träger des Jungen Theaters Göttingen lädt die Politik ein, darüber in einen Dialog zu treten, welche Modelle die kulturelle Vielfalt erhalten und Einsparung ermöglichen könnten. Gezeichnet von Förderverein 1. Vorsitzende: Elke Bartussek Intendanz Junges Theater Göttingen Andreas Döring Geschäftsführung Junges Theater Göttingen Miriam Winterstein

 


MitarbeiterInnen des Jungen Theaters / August 2010 / Foto JT

 

Rückblick auf einige Veranstaltungen der Vergangenheit


Schaukasten am Jungen Theater, Hospitalstraße, August 2008

Ladies Night
Ladies Night von Stephen Sinclair und Anthony McCarten, eine Geschichte, die vorher als Film unter dem Titel "Ganz oder gar nicht" in die Kinos kam. Arbeitslose Stahlarbeiter überlegen wie sie zu Geld kommen. Die Idee: Das große Geld liegt im Showgeschäft. Strippen kann doch jeder.


Kunst-Gala 2005 Ausschnitt mit Männerstrip aus dem Stück "Ladies Night" nach dem Film Alles oder Nichts.

Montag, 21. Februar 2005, 20 Uhr, Lesung und Buchvorstellung: Volker Dehs:
"Jules Verne. Eine kritische Biographie"
"Ich reise niemals nach Paris, lebe tief in meiner Provinz und bin der unbekannteste aller Menschen." Das behauptet 1895, zehn Jahre vor seinem Tod, ein Schriftsteller, der seit Über dreißig Jahren regelmäßig Bücher veröffentlicht, die ihn zum erfolgreichen Begründer des "wissenschaftlichen Romans" gemacht haben und die, seit Jahrzehnten in ein Dutzend Sprachen übersetzt, mit ihren Figuren und Themen schon zu Lebzeiten zu Mythen der Moderne wurden: Jules Verne.
So populär und berühmt seine Werke, die über 60 Bände seiner Voyages Extraordinaires, auch sein mögen, so unscheinbar ist der Mensch. Wer war Jules Verne tatsächlich? Der Göttinger Literaturwisenschaftler Volker Dehs hat Zum 100. Todestag von Jules Verne eine kritische Biographie mit vielen unveröffentlichten und bisher wenig bekannten Quellen verfasst. Volker Dehs geboren 1964 in Bremen, Studium der Romanistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Göttingen und Nantes. Vorstandsmitglied der Pariser Société Jules Verne und des Centre International Jules Verne (Amiens). Veröffentlichungen als Autor, Illustrator und Theaterkritiker, u.a. "Jules Verne" rororo Bildmonographie, 3. Auflage 2000. Volker Dehs lebt als Literaturwissenschaftler und freier Publizist in Göttingen. 1992 erhielt er den Preis der Universität Göttingen und er gilt überregional als Jule Verne Experte.

 

"Rio Reiser - der Kampf ums Paradies" und das Konzert "Das ist unser Haus"

Rio Reiser - Die Größe eines Baumes erkennt man erst, wenn der Baum gefällt ist. Rio Reiser ersteht neu, durch Bands wie "Die Helden", "Die Söhne Mannheims", durch Musiktheater wie im JT und in den Herzen vieler Menschen der jüngeren Generation, die plötzlich von der Authentizität, Ehrlichkeit und Emphase dieses Menschen begeistert sind, fast trauern, dass sie zu spät geboren wurden, um ihn live zu sehen. Inzwischen gibt es ein Rio-Reiser-Haus in Fresenhagen Schleswig Holstein und dort auch jährliche Festivals (natürlich EINTRITT FREI) . >> http://www.rioreiserhaus.de/ - Nun also auch in Göttingen: Rio Reiser wiederentdeckt.

Das Konzert am 21.12. war schon einmal vielversprechend. Erstaunlich gute Adaption der Scherbenmusik mit einer Live-Band aus den Schauspielern des JT. Der Umgang der Scherben mit Geld (Chaos) drängt Parallelen zur Geschäftsführung des zurückgetretenen Wattenberg auf. Weitere Parallelen wie etwa "politischer Kampf für den Erhalt des JT" sollten nicht mit der Ton-Steine-Scherben-Zeit vermischt werden. Zwar haben auch die Studis im besetzten Oec gleich die Musik von den Scherben aufgelegt, und es hing das dazu passende Transparent "Das ist unser Haus" am Oec. Und der JT-Schauspieler am Bass (Michael Schwyter als Kai von den Scherben) sprach plötzlich bei der textlichen Illustration der Scherben-Lieder von Studiengebühren. Diese Vermischung mit einem romantisierenden Rückblick auf die Hausbesetzungen der Siebziger ist fehl am Platz, auch wenn es noch so schön wäre, wenn heute ein entsprechendes Protestpotential vorhanden wäre. Die Studi-proteste waren und sind es nicht!
Was an existentiellem Aufschrei in Rio Reisers Auftritten enthalten war, wird sich erst wieder mit einer gesellschaftlichen Bewegung verbinden lassen, wenn der umfassende Abbau sozialstaatlicher Sicherungssysteme gemeinsam mit Arbeitslosigkeit zu derart breiter Verarmung und Not führt, dass den Leuten irgendwann der Kragen platzt.
Es hatte seinen Grund, dass die Scherben kein Geld hatten, sie hatten für Leute gespielt, die selbst auch kaum was hatten und es ging ihnen eben nicht ums Geld auch wenn die Geschichte deswegen katastrophal geendet ist. Rio Reiser hat sich die Seele aus dem Leib gesungen für die Leute um ihnen etwas von seiner Sehnsucht, seiner Liebe mitzuteilen und mit ihnen zusammen die Wut zu entwickeln sich gegen alles zu wehren was sie an so einer Art zu Leben hindert. Nach den Konzerten gabs ja dann auch Hausbesetzungen. - Das war Realtiät
Die Vorstellung war gut und lässt auf eine gute Produktion hoffen aber auf Parallelitäten mit dem Jungen Theater sollte man verzichten, Subventionen bekamen die Scherben nie. Rio, der eigentlich Ralph Christian Möbius hieß hätte gesagt: "Ey besetzt das Haus doch einfach - aber es hätte auch keinen Eintritt gekostet. Nur: wer macht denn heut noch sowas?
Aber das Vermächtnis von Rio Reiser ist umfassender als eine Ansammlung von Kampfliedern. Die Sprengkraft liegt sogar eher in den ruhigeren Liedern, die von Liebe handeln, es wäre schade wenn diese ruhige Seite Rios, die Kraft seiner Poesie, die virtuose lyrisch-musikalische Kombination in einem evtl. Rio-Revival zu kurz käme. "Die Größe eines Baumes kann man manchmal erst ermessen, wenn er gefällt ist." (Zitat aus dem Film "ich bieg dir nen Regenbogen, WDR/ARTE 1998)

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l: Daniel Mezger als Rio Reiser , r: Haye Graf als Lanrue und Daniel Mezger

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Rock-Theater der beiden Autoren und Regisseure Pit Holzwarth und Renato Grünig von der "bremer shakespeare company" die bereits erfolgreich das Musiktheaterstück "Comedian Harmonists" erarebeitet hatten. Für das Junge Theater Göttingen wurde das Rio Reiser-Stück von A. Döring bearbeitet. Mit Live-Musik von Ton Steine Scherben. PREMIERE AM 30/01/04 Inszenierung: Andreas Döring, Musikalische Leitung: Robin Kreide, Ausstattung: Suse Tobisch

Priscilla – Königin der Wüste (UA)

Turbulenten Busreise mit drei unverkennbaren Travestiekünstlern ein: Road-Movie für Bus und Bühne. Nach dem Kult-Film von Stephan Elliott In Zusammenarbeit mit dem Theater in der Altstadt, Meran/Italien
Bernadette, Tick und Adam, drei kauzige Travestiekünstler, haben es satt, ihre Show vom verwöhnten Publikum der Millionenstadt Sydney nicht entsprechend gewürdigt zu sehen. Also kaufen sie sich einen klapprigen Reisebus, taufen ihn auf den Namen „Priscilla“ und machen sich auf eine abenteuerliche Reise: Für einen Auftritt in Alice Springs fahren sie quer durch den australischen Outback. Dort erwartet sie die ultimative Herausforderung in Gestalt ganzer Heerscharen von Ureinwohnern, Dorf-Machos und ABBA-Fans.

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Ausschnitte aus Priscilla bei einem Auftritt während des JT-Forums zur aktuellen Lage des JT am 29.3.04 - Im Vordergrund die Schatten der Podiumsdiskussions-Gäste.

Auch einen unglücklichen Ehemann gabeln sie unterwegs auf. Doch nicht nur Spießertum und Unverständnis machen den Paradiesvögeln im Niemandsland das Leben schwer. Auch innerhalb der Gruppe kommt es zu Reibereien, denn was dem/der einen Gewissheit seit Kindertagen ist, muss sich der/die andere stets aufs Neue erkämpfen. So schlägt sich Bernadette mit dem Älterwerden herum, während Adam ungeniert das verwöhnte Flittchen heraushängen lässt. Und dann stellt sich heraus, dass Tick nicht nur verheiratet ist, sondern sogar einen Sohn hat. Diese Erkenntnis bringt das Leben der drei ganz gehörig durcheinander...- Schrullige Komödie über sexuelle Toleranz in bester Travestie-Show-Manier mit verrückten Kostümen, spritzigen Choreografien und gewagten Play-Back-Einlagen.
Mit: Haye Graf, Brit Kirstin Hennig, Thomas Kornmann, Daniel Mezger, Sonja Elena Schroeder, Michael Schwyter, Hans-Christian Mühlmann und Dario Bonacker/Severin Senge Inszenierung: André Bücker Bühne und Kostüme: Frank Lichtenberg Choreografie: Matt Batchelder/Wencke Kriemer.
Vorstellungen im November: 21 (Premiere) +22+26+27+28/11/03, jeweils 20 Uhr. Karten unter 495015 bzw. kasse@junges-theater.de. Achtung! Nur 40 Plätze pro Vorstellung !

 

Die Qual des Nichtstuns - Büro Q

Was passiert, wenn man Menschen ihre Arbeit nimmt? Dies wurde am Freitag abend im Jungen Theater vom Vorstadt-Theater Basel auf amüsante und gleichzeitig beklemmende Weise dargestellt. Eigentlich läuft dieses Theaterstück unter der Rubrik "Groteske über die Arbeitswelt". Angesichts des Tages der "Kanzlerrede" erhielt es jedoch eine nicht vorhersehbare Aktualität ganz anderer Natur.

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Kurz zum Inhalt: Der Arbeitsbereich der vier Angestellten des Büro Q wurde wegrationalisiert. Man vergaß allerdings, ihnen zu kündigen. Der Zwang zum Nichtstun lässt die vier Kollegen zwischen hilfloser Apathie, quasi autistischer Zwanghaftigkeit und Zuflucht in vertraute Rituale der Arbeitswelt hin und her pendeln. Dabei lassen die Darsteller das Publikum durch Passagen eintöniger Nichthandlung die Qual der Ereignislosigkeit miterleben. Die Freudlosigkeit, mit der die freie Zeit im Büro gefüllt wird, zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass Nicht-arbeiten-müssen keine Spaßveranstaltung ist. Diese vier Büroangestellten, die letztlich nichts anderes sind als angestellte Arbeitslose, leiden schrecklich unter ihrer Situation und verfallen in selige Betriebsamkeit als plötzlich wieder Arbeit auf dem Tisch liegt. Die strahlenden Augen der endlich wieder Beschäftigten lässt keinen Zweifel daran, dass "Anreize zur Arbeitsaufnahme" in Form von Leistungskürzungen absolut unnötig sind, damit Menschen hochmotiviert arbeiten. Ein "must" für alle, die auf Arbeitslose neidisch sind. (E. Söhngen)
Vorstellungen am 14. Und 15. März 2003 im Jungen Theater