goettinger stadtinfo Junges Theater
Verwaltung will JT und DT zusammenlegen - Das JT will da nicht mitmachen >>Vorschlag
der Verwaltung 054 Pressemitteilung
des Jungen Theaters 23.2.12
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| "Rio Reiser
- der Kampf ums Paradies" und das Konzert "Das ist unser Haus"
Rio Reiser - Die Größe eines Baumes erkennt man erst, wenn der Baum gefällt ist. Rio Reiser ersteht neu, durch Bands wie "Die Helden", "Die Söhne Mannheims", durch Musiktheater wie im JT und in den Herzen vieler Menschen der jüngeren Generation, die plötzlich von der Authentizität, Ehrlichkeit und Emphase dieses Menschen begeistert sind, fast trauern, dass sie zu spät geboren wurden, um ihn live zu sehen. Inzwischen gibt es ein Rio-Reiser-Haus in Fresenhagen Schleswig Holstein und dort auch jährliche Festivals (natürlich EINTRITT FREI) . >> http://www.rioreiserhaus.de/ - Nun also auch in Göttingen: Rio Reiser wiederentdeckt. Das
Konzert am 21.12. war schon einmal vielversprechend. Erstaunlich gute Adaption
der Scherbenmusik mit einer Live-Band aus den Schauspielern des JT. Der Umgang
der Scherben mit Geld (Chaos) drängt Parallelen zur Geschäftsführung des zurückgetretenen
Wattenberg auf. Weitere Parallelen wie etwa "politischer Kampf für den Erhalt
des JT" sollten nicht mit der Ton-Steine-Scherben-Zeit vermischt werden.
Zwar haben auch die Studis im besetzten Oec gleich die Musik von den Scherben
aufgelegt, und es hing das dazu passende Transparent "Das ist unser Haus"
am Oec. Und der JT-Schauspieler am Bass (Michael Schwyter als Kai von den Scherben)
sprach plötzlich bei der textlichen Illustration der Scherben-Lieder von Studiengebühren.
Diese Vermischung mit einem romantisierenden Rückblick auf die Hausbesetzungen
der Siebziger ist fehl am Platz, auch wenn es noch so schön wäre, wenn heute ein
entsprechendes Protestpotential vorhanden wäre. Die Studi-proteste waren und sind
es nicht!
Rock-Theater der beiden Autoren und Regisseure Pit Holzwarth und Renato Grünig von der "bremer shakespeare company" die bereits erfolgreich das Musiktheaterstück "Comedian Harmonists" erarebeitet hatten. Für das Junge Theater Göttingen wurde das Rio Reiser-Stück von A. Döring bearbeitet. Mit Live-Musik von Ton Steine Scherben. PREMIERE AM 30/01/04 Inszenierung: Andreas Döring, Musikalische Leitung: Robin Kreide, Ausstattung: Suse Tobisch |
Priscilla Königin der Wüste (UA) Turbulenten
Busreise mit drei unverkennbaren Travestiekünstlern ein: Road-Movie für Bus und
Bühne. Nach dem Kult-Film von Stephan Elliott In Zusammenarbeit mit dem Theater
in der Altstadt, Meran/Italien
Auch
einen unglücklichen Ehemann gabeln sie unterwegs auf. Doch nicht nur Spießertum
und Unverständnis machen den Paradiesvögeln im Niemandsland das Leben schwer.
Auch innerhalb der Gruppe kommt es zu Reibereien, denn was dem/der einen Gewissheit
seit Kindertagen ist, muss sich der/die andere stets aufs Neue erkämpfen. So schlägt
sich Bernadette mit dem Älterwerden herum, während Adam ungeniert das verwöhnte
Flittchen heraushängen lässt. Und dann stellt sich heraus, dass Tick nicht nur
verheiratet ist, sondern sogar einen Sohn hat. Diese Erkenntnis bringt das Leben
der drei ganz gehörig durcheinander...- Schrullige Komödie über sexuelle Toleranz
in bester Travestie-Show-Manier mit verrückten Kostümen, spritzigen Choreografien
und gewagten Play-Back-Einlagen. |
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Kurz zum Inhalt: Der Arbeitsbereich der vier Angestellten des Büro Q wurde wegrationalisiert.
Man vergaß allerdings, ihnen zu kündigen. Der Zwang zum Nichtstun lässt die vier
Kollegen zwischen hilfloser Apathie, quasi autistischer Zwanghaftigkeit und Zuflucht
in vertraute Rituale der Arbeitswelt hin und her pendeln. Dabei lassen die Darsteller
das Publikum durch Passagen eintöniger Nichthandlung die Qual der Ereignislosigkeit
miterleben. Die Freudlosigkeit, mit der die freie Zeit im Büro gefüllt wird, zeigt
auf eindrucksvolle Weise, dass Nicht-arbeiten-müssen keine Spaßveranstaltung ist.
Diese vier Büroangestellten, die letztlich nichts anderes sind als angestellte
Arbeitslose, leiden schrecklich unter ihrer Situation und verfallen in selige
Betriebsamkeit als plötzlich wieder Arbeit auf dem Tisch liegt. Die strahlenden
Augen der endlich wieder Beschäftigten lässt keinen Zweifel daran, dass "Anreize
zur Arbeitsaufnahme" in Form von Leistungskürzungen absolut unnötig sind,
damit Menschen hochmotiviert arbeiten. Ein "must" für alle, die auf
Arbeitslose neidisch sind. (E. Söhngen) Vorstellungen am 14. Und 15. März 2003 im Jungen Theater |