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Antikriegsaktionen 2003

Soldatenfriedhof Kasseler Landstr. 2.4.03

> Antikriegsaktion gegen Linos 2003
Überblicksseite Krieg
Irak Krieg 2003 - Sammlung von Meldungen

Protestkundgebung gegen Göttinger Firmen mit Rüstungsbezug
3.4.2003 Bahnhofsvorplatz,
Der Aufruf zur enthielt u.a. folgenden Text

In der allgemeinen Berichterstattung über den Irak-Krieg geht es vor allem um Waffensysteme und Kriegsstrategien. Liveschaltungen aus Bagdad sollen uns vor Augen führen, wie Bomben zielsicher die Stadt zerstören. Mit dem chirurgisch sauberen Krieg soll uns suggeriert werden, die Zivilbevölkerung sei kaum betroffen. Und doch ist genau sie es, die davon betroffen ist: Angst, Panik, Traumatisierung, Hunger, Durst, Obdachlosigkeit, Flucht, Verletzungen und Tod. Hierfür ist nicht nur das Militär, sondern sind auch Unternehmen verantwortlich, die mit dem Krieg ihren Profit machen. Esso z.B. beliefert exklusiv das Militär mit Treibstoff. Krauss-Maffei Wegmann aus Kassel produziert den Panzer Leo II. Und auch in Göttingen gibt es Firmen, die vorn Krieg profitieren. GIM-Export in der Karl-Arnold-Straße baut Unterkünfte für die deutschen Soldaten in Kabul und freut sich schon jetzt auf das Geschäft mit Fertighäusern im Nachkriegs-Irak. Ein anderes Beispiel ist die Linos-AG in der Königsallee, Im Dezember letzten Jahres brüstete sich diese Firma damit, einen 6 Millionen € -Vertrag mit der EADS, dem führenden europäischen Rüstungskonzern abgeschlossen zu haben. In deren Auftrag entwickelt und produziert Linos optische Systeme — eben für solche ‚chirurgisch sauberen Kriege.

 

Platz für tote Soldaten auf dem Friedhof reserviert

Unten sind zwei Bilder zu sehen, die von einer Aktion auf dem alten Göttinger Friedhof zeugen.  Neben den Gräber von Soldaten aus früheren Kriegen wurde ein Feld für die nächsten Toten abgesteckt. Links unten ein erklärendes Schreiben, das an der Absperrung flatterte. Bilder vom Ehrenmal an der Kasseler Landstraße. Den zugesandeten Bildern wurd folgender Text hinzugefügt: "Rechtzeitig zum 4. Jahrestag des NATO-Angriffskrieges gegen Jugoslawien (24.03.2003) wurde von Unbekannten der Ehrenfriedhof für tote deutsche Weltkriegs-Soldaten erweitert. Die Friedhofsverwaltung beseitigte diese "Ehrenbekundung für unsere Truppe" leider sehr schnell. "

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(Fotos: goest-Leser)

 

Antikriegs-Dekoration

In einem der Schaufenster des  alten Lünemanngebäudes, Lange Geismar Str. ggü. des Esprit

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(Foto: goest-Leser)