Umbau der Leineaue zwischen Otto-Frey-Bücke und Eisenbahnbrücke pm Stadt Gö / 27.7.11 / Ab Montag, 1. August 2011, werden die Tiefbauarbeiten für den Hochwasserschutz entlang der Leine im Bauabschnitt V zwischen der Otto-Frey-Brücke und den Eisenbahnbrücken auf einer Länge von 350 Metern aufgenommen. Neben der erforderlichen Deicherhöhung von maximal 40 bis 50 cm auf der Ostseite wird auch in diesem Abschnitt der technische Hochwasserschutz mit der ökologischen Aufwertung der Leineaue kombiniert. So werden Teile der erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, wie schon im Vorjahr hinter der Lokhalle, aus dem landschaftspflegerischem Begleitplan direkt vor Ort umgesetzt. Der durch die bereits durchgeführten Maßnahmen entstandene Verlust von Einzelbäumen wird durch Pflanzungen von 18 Bäumen in der Leineaue ersetzt. Die Umgestaltung der Uferbereiche wird durch Abgrabungen und Röhrichtflächen zu einer Verbesserung der Lebensräume für Vogel- und Fischarten führen. Das Land Niedersachen und die Europäische Union beteiligen sich mit 70 Prozent an den Baukosten in Höhe von rund 180.000 Euro. Für die seit 2001 bereits abgeschlossenen fünf der insgesamt acht Bauabschnitte wurden bislang 4,3 Millionen Euro investiert.
Umgestaltung der Leine und Aspekte des Naturschutzes 19.9.10 / Wer z.Zt. den Blick von der Godehardbrücke auf die Leineaue richtet, der sieht ein grausiges Bild. Die Leineaue ist durch Baggerarbeiten verwüstet. Dass dies unter der Überschrift "Renaturierung" stattfindet müssen die Kritiker des BUND als zynisch empfinden, die bereits 2008 vor dieser Naturzerstörung gewarnt hatten.
Infos vom Bauschild:
Die
Leine ist zum Gegenstand planerischer Umgestaltung geworden. In bester Absicht
soll die Leine als Landschaftsraum attraktiver gestaltet werden. In Verbindung
damit sollen gleichzeitig Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt werden.
Zwecks Entdeckung als Freizeitgebiet soll es durch die Abflachung der Ufer möglich werden normalem Wasserstand gut an den Flußlauf heranzukommen . Geplant ist die ebenso Ausbaggerung des Leinebettes und die Aufschüttung von Kiesstrecken. Ein weiterer Problembereich ist die Planung der Bepflanzungen. Es sind aber auch Erhöhungen der Deiche als Hochwasserschutz geplant. Dies alles schafft keine Renaturierung oder Verbesserung der Natur, sondern zerstört sie. Eine Renaturierung wäre viel kostengünstiger zu erreichen, indem man der natürlichen Entwicklung z.B. von Mäandern und Leineauebewuchs ihren Lauf lässt. Der Hochwasserschutz hingegen müßte an einer ganz anderen Stelle ansetzen, nämlich bei dem Verbot, in den Auen zu bauen und beim Verzicht auf die Versiegelung von Flächen auf denen sich das Wasser bei Hochwasser ausbreiten und wo es versickern kann. Da die Leine in der Vergangenheit als sogenannte "Schussrinne" ausgebaut wurde, in der das Wasser möglichst schnell durchfliessen soll, hat man im Bereich der Stadt inzwischen wenig Möglichkeiten, Überlaufgebiete zu schaffen. Die einzig sinnvolle Lösung die es gibt, die wird von der Landesregierung blockiert und von Seiten der Stadt nicht nachdrücklich genug gefordert: der Ausbau eines Auffangbeckens vor dem südlichen Rand der Stadt, bevor die Leine den Kiessee erreicht vor der Flüthe im Bereich Reinshof. Dort existiert bereits ein Damm, die Ackerflächen dort könnten zum Auffangbecken werden. Dann könnte die Leine mit sinnvollen Maßnahmen renaturiert werden ohne dass der Hochwasserschutz vernachlässigt wird.
Werden die geplanten Maßnahmen durchgeführt , wird es möglicherweise ein schlimmes Erwachen geben. Etliche streng geschützte Fischarten werden die Ausbaggerung nicht oder nur stark dezimiert überstehen, die Kiesstrecken würden bei einem starken Hochwasser weggespült und müssten erneuert werden (bis zum nächsten Hochwasser). Bäume würden wegen der Aufschüttung der Deiche evtl. eingehen, wenn rundherum um den Stamm Erde hochgezogen würde. Die Sicht auf die Leine von den Wegen aus würde schon durch die höheren Deiche erschwert und es ergäbe eine "sterilisierte" Landschaft. Es wird also alles andere als eine schöne Leineaue entstehen. Und schließlich ist die Erhöhung der Deiche auch noch interessanterweise in Höhe Blümchenviertel auf die östliche Seite der Leine beschränkt. Wenn auf einer Uferseite eine Deicherhöhung vorgenommen wird und auf der anderen Seite beim Blümchenviertel der Weststadt nicht, dann bedeutet dies einen Verzicht auf Hochwasserschutz für den Bereich des Blümchenviertels. Die einzige Lösung für den Hochwasserschutz ist das Rückhaltebecken Reinshof südlich von Göttingen. Der BUND beantragt nun "Auf die Erhöhung der. Deiche und den Bau von Hochwasserschutzmaßnahmen ist zu verzichten." Der Hochwasserschutz muß aber unbedingt an anderer Stelle ansetzen "So gab es von der Stadt fast keinen Protest, als das Land die Verwirklichung des geplanten Rückhaltebeckens Reinshof auf Eis legte. Nach dem Hochwasser am letzten Wochenende wäre es an der Zeit, dass die Stadt aktiv wird, um Überschwemmungsflächen im Süden von Göttingen für den Hochwasserschutz nutzbar zu machen" . Der BUND hat auch beantragt, die angenommen Mengen zukünftiger Hochwässer einfach herabzusetzen, weil dann weniger Umbaumaßnahmen legitimiert werden können, dies wiederum widerspricht den Vorhersagen zur Entwicklung zukünftiger Hochwasserereignisse. Dieser Antrag kann nur in einer unauflöslichen Verbindung mit einem Rückhaltebecken Reinshof sinnvoll sein. Die Leineaue, das grüne Band durch die Stadt
Parkgelände hinter der Lokhalle - Am 19.11.05 fand eine Exkursion, ein Rundgang oder "mobiler Workshop" unter dem Titel Gestaltung der Leineauen statt. Initiator war der Verein StadtundPlanung, konzipiert war der Rundgang entlang der Ideen von Architekt Brandi (leider kurze Zeit später bei einem Aufenthalt in Marroko verstorben).
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Leine von Kirchgandern bis Flüthewehr/Göttingen vergiftet Am
3.9.03 hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei: "Durch eine bislang
unbekannte Flüssigkeit ist die Leine bei Niedergandern (Kreis Göttingen) verschmutzt
worden. Etliche Fische trieben bäuchlings an der Wasseroberfläche. Es wird vermutet,
dass die Verschmutzung aus einem noch nicht bekannten Ort aus Thüringen stammt.
Die Untere Wasserbehörde und Angehörige verschiedener Feuerwehren sind vor Ort.
Die benachbarten Dienststellen in Thüringen wurden eingeschaltet." Nitrat
in der Leine |
2003 / Im Zusammenhang mit dem Weststadtfest wurde immer wieder mal die Idee von "Leine-Wasserspielen" eingebracht. Die nahe gelegene Leine lädt einfach dazu ein, ins Weststadtfest eingebunden zu werden. Zusammen mit dem THW, der Feuerwehr, der DLRG, dem Kanuclub, Schwimmvereinen und anderen - so die Überlegung - müsste es doch möglich sein, sportlich-witzige Aktivitäten am, auf und überm Wasser zu veranstalten. Wegen der Beteiligung vieler Kinder natürlich mit Schwimmwesten und unter Aufsicht von DLRG. Da wäre also einiges mal zu prüfen: Wettrennen in Badewannen von einer Brücke zur anderen, Seile über die Leine rüber rollen, Seile zum drüberhangeln, Balken als schmale Brücke über die Leine und Wettkampf mit Stangen, wer reinfällt hat verloren. Die Brücken bieten gute Zuschauertribünen. Der Leinebadetag hat einen kleinen Eindruck vermittel wie die Leineaue belebt werden könnte.
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