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stadtinfo Georg Christoph Lichtenberg (GCL) | |
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Kurzinfo zu Lichtenberg Georg Christoph Lichtenberg (geb. 1.7.1742) lebte 36 Jahre bis zu seinem Tod am 24. Februar 1799 in Göttingen. Er wurde 1770 Professor für Mathematik in Göttingen, 1777 entdeckte er die nach ihm benannten Lichtenberg-Figuren, das Urprinzip der Fotokopie. Er war in der Universität für seine vielen Experiment-Vorführungen bekannt, war Astronom, Pädagoge, Ökonom, Physiker, Schriftsteller und Philosoph - eben kein Fachidiot sondern ein interdisziplinär Denkender. Und es heißt : Ohne Witz wäre Lichtenbergs Leben nahzu undenkbar gewesen! "Es
gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig, was man mit einem ernsthaften
Gesicht tut." |
"Der
Weisheit erster Schritt ist: alles anzuklagen, der letzte: sich mit allem zu vertragen"
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Das ehemalige Lichtenbergsche "Gartenhaus" - im Brauweg
Eines der beiden Gartenhäuser von Lichtenberg, die ehemals in der Weender Landstraße und in der Hospitalstraße standen wurde im Brauweg wieder aufgebaut. Auf dem Foto ist es mit Erweiterungsbauten zu sehen. Das besondere an diesem Haus ist, dass an diesem Haus 1780 der erste Blitzableiter Göttingens bzw. Deutschlands installiert worden war. ( Georg Christoph Lichtenberg, Briefwechsel: Im Auftrage der Akademie für Wissenschaften zu Göttingen herausgegeben von Ulrich Joost und Albrecht Schöne, 4 Bände, 1983 - 1992,Band 11 Briefe Nr. 692, 700 und 705 an Schernhagen) Lichtenbergbuch für Schulen 17.11.08 /. "Lust auf Lichtenberg", geschrieben von Lehrern für Lehrer und Schüler, berichtet von Erfahrungen und stellt Konzepte vor für eine spielerische Auseinandersetzung mit dem philosophischen, literarischen und naturwissenschaftlichen Denken des Professors Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799). Das Buch enthält Beispiele und Materialien für nahezu alle schulischen Fachbereiche. Lichtenberg war in Göttingen mit seinen "Vorlesungen zur Naturlehre" und seiner "Experimentalphysik" der meist gehörte Universitätslehrer seiner Zeit. Bekannt geworden und bis in die Gegenwart beachtet wird Lichtenberg durch seine schriftstellerische Tätigkeit und seine aphoristischen "Sudelbücher", in denen der Philosoph und Aufklärer seine Gedanken und Erkenntnisse niedergeschrieben hat. Der Universalgelehrte Lichtenberg wird in den meisten Lehrplänen und Unterrichtswerken gar nicht oder nur am Rande erwähnt. Dabei bieten seine Werke vielfältige Möglichkeiten z.B. für den Deutschunterricht (Schriften und Briefe), für den Kunstunterricht und den Unterricht im Darstellenden Spiel (Lichtenberg und die Lavatersche Physiognomik), für den Philosophie-Unterricht (Satiren des Aufklärungszeitalters) und nicht zuletzt für den Physikunterricht (Grundlagen der Elektrizitätslehre und der Photographie). Diesen Themen und damit Lichtenbergs aufklärerischem Potenzial sind die Praxisbeispiele der Pädagogen und Autoren in "Lust auf Lichtenberg" gewidmet. Das Buchprojekt entstand aus Kontakten von Lehrern der Göttinger IGS mit Prof. Nordmann von der Lichtenberg-Gesellschaft, die als Herausgeber des Buchs zeichnet. An dem Buch haben als Autoren mitgewirkt u.a. Katja Ubbelohde, Aly Sager-Gesecus, Dr. Peter Kasten (alle Göttingen), Michael Fischer (Jühnde), Winfried Noack (Barsinghausen), Doris Mnich (Berlin) und Dr. Friedemann Spicker (Königswinter). Das Buchprojekt konnte durch die Mittelbereitstellung seitens der Lichtenberg-Gesellschaft und durch einen bedeutenden finanziellen Zuschuss der "Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V." realisiert werden. Das Buch ist im Göttinger Cuvillier-Verlag erschienen. Es ist bei der Lichtenberg-Gesellschaft (Sekretariat, Gartenstr. 1, 37073 Göttingen) und im Buchhandel erhältlich. |
Verschwiegenen Schattenseiten Lichtenbergs G.
Schäfer / goest / Warum, so fragten wir lange
auf der ersten Seite von GOEST, wird die Statue eines 10 jährigen Mädchens, des
Gänseliesels, geküsst (siehe Doktorfeiern am Liesel , aber Lichtenberg bleibt unbeachtet.
Entweder ist das Küssen des jungen Gänselieselmädchens als Nachahmung
der Lichtenbergschen Beziehung zu einer jungen Frau zu verstehen oder aber das
Nicht-Küssen Lichtenbergs ist ein Symbol der Ablehung vor selbiger Art. Zugegeben,
so klar ist es nicht, vielmehr scheint es ein in sich verdrehter und verknoteter
Widerspruch.
Nach dem Erhalt der Email 2003 hatten wir von GOEST aus versucht die Vorwürfe gegen Lichtenberg zu überprüfen, hatten aber nichts herausgefunden; deshalb hatten wir uns schließlich per Mail an die >Lichtenberg-Gesellschaft e.V. in Darmstadt und zwar an deren Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Ulich Joost gewandt.
Mit der Hoffnung, dass diese Behauptung unserer Leserin mal eben so nebenbei entkräftet würde, hatte ich mich natürlich gründlich getäuscht, denn Herr Joost schrieb uns Folgendes zurück:
Soweit
das Schreiben von Herrn Joost dem wir dafür herzlich danken. Nachtrag 4.7.10: |
Selbstverständlich wurde die Sache dann noch mal mit Lichtenberg durchgesprochen, hier an der Paulinerkirche spricht ein GOEST-Redakteur mit Lichti
GOEST: Herr Professor Lichten .... Lichtenberg:
Lassen Sie das mal mit dem Professor ... wir leben ja nicht mehr im Mittelalter. Lichtenberg: ich bitte Sie, schauen Sie mich an - ich bin klein, habe einen Buckel und alle Welt glaubt ich hätte derart irre Chancen bei den Frauen gehabt? Und wie Sie wissen: wenn ich schon mal was mit einer Frau hatte, dann ist sie garantiert gleich schwanger geworden. Also zeigen Sie mir mal wer da angeblich von mir schwanger geworden ist .... sehen Sie, das sind nicht so viele. GOEST: Irgendwie wollen Sie sich rausreden. Also mal ehrlich - sie sind doch so klug, dass sie eigentlich ein schlechtes Gewissen hatten. Im Gegensatz vielleicht zu anderen Männern in dieser Zeit, die unter dem Schutz patriacharler Verhältnisse abhängige Minderjährige sexuell belästigten. Sie waren ihrer Zeit also auch in dieser Hinsicht - leider nur mit Ihrem Gewissen - weniger mit ihrem praktischen Handeln voraus. Geben Sie es doch wenigstens zu. Lichtenberg: Ich will da jetzt nicht mehr drüber reden. Das führt doch nur dazu, dass mein Ruf völlig auf den Hund kommt. Aber wenn Sie es unbedingt wissen wollen: Ja es tut mir leid und es war einfach Sch... . Ich hätte das nicht machen sollen. GOEST: Mhh, dann wollen wir uns der aktuelleren Frage zuwenden: Wie Sie das mit dem akademischen Küssen des Gänseliesels am Markt eigentlich sehen. Wären Sie scharf drauf, dass die Leute auch mal ihre wissenschaftliche Bedeutung mit entsprechenden akademischen Bräuchen würdigen anstatt ein 10 jähriges Gänseliesel anzudatschen ?
Dazu passend ein Zitat Lichtenbergs aus den Sudelbüchern: "[E 112] Ich kenne die Blaustrümpfe wohl, sie können auch das Konkave so heraus pinseln daß ihr meint es wäre das Konvexe." (Auf die Idee dass er vielleicht beides verwechselt kam er nicht!) Die Stadt-Chronik verzeichnet am 8. Juni 1999: "Ein 20jähriger Göttinger beschädigt die Lichtenberg-Statue vor dem Alten Rathaus, indem er mit einem Taschenmesser ein "Anarchisten-A" einritzt. Die Statue wird zur Restaurierung auf den städtischen Bauhof gebracht". |