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Georg Christoph Lichtenberg (GCL)

Kurzinfo zu Lichtenberg
Wer Zitate von Lichtenberg fälscht ..
Lichtenberg und der Wein
Das Lichtenbergsche "Gartenhaus" - im Brauweg
Lichtenbergbuch für Schulen
Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft
Die Bronzefigur Lichtenbergs am Standesamt
Verschwiegene Schattenseiten Lichtenbergs
Liebes-Magnetismus-Schwur
Goest-Redakteur im Dialog mit Lichtenberg
> Gedenken am Todestag GCLs
> Lichtenberg-Gesellschaft e.V.
>> Georg Christoph Lichtenberg Schule
> Gutingericks (von Klaus Hübner)

Kurzinfo zu Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg (geb. 1.7.1742) lebte 36 Jahre bis zu seinem Tod am 24. Februar 1799  in Göttingen. Er wurde 1770 Professor für Mathematik in Göttingen, 1777 entdeckte er die nach ihm benannten Lichtenberg-Figuren, das Urprinzip der Fotokopie. Er war in der Universität für seine vielen Experiment-Vorführungen bekannt, war Astronom, Pädagoge, Ökonom, Physiker, Schriftsteller und Philosoph - eben kein Fachidiot sondern ein interdisziplinär Denkender. Und es heißt : Ohne Witz wäre Lichtenbergs Leben nahzu undenkbar gewesen!

"Es gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig, was man mit einem ernsthaften Gesicht tut."
"Bei wachender Gelehrsamkeit und schlafendem Menschenverstand ausgeheckt.
"Der Mann hatte so viel Verstand, dass er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war."

"Der Weisheit erster Schritt ist: alles anzuklagen, der letzte: sich mit allem zu vertragen"


Bronzestatue Lichtenbergs vor dem Göttinger Rathaus

licht_unter.JPG (5229 Byte)

 

Wer Zitate von Lichtenberg fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt ....

Leider, so bedauert Klaus Hübner von der Lichtenberggesellschaft, schwirrt im Internet eine Unmenge "Zitate" von Lichtenberg herum, die ihm fälschlich zugeschrieben werden. "dass die Philosophie eine Frau ist, merkt man daran, dass sie gewöhnlich an den Haaren herbeigezogen ist". Dazu gehören diese am Sonntag bei der Ausstellungseröffnung zu Franziska Beckers "Letzte Warnung" von prominenter Seite vorgetragene Philosophie-"Zitat", ebenso auch die Gabriele-Andrettasche Ente, die Ilse Stein kürzlich publik machte: "Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach Hause bringen". Lichtenberg? Nein! Meine Aufgabe ist es, gelegentlich für Aufklärung zu sorgen, und "Das ist eine Arbeit wobei sich glaube ich die Gedult selbst die Haare ausrisse." (Lichtenberg, Sudelbücher, D 245). Im Zweifelsfall berät die Lichtenberg-Gesellschaft gern! Wäre Lichtenberg nur wegen der ihm fälschlich zuge­schriebenen Zitate bekannt, so Hübner, hätte ihm wahrscheinlich schon das allein zur Unsterblichkeit verholfen.

Lichtenberg und der Wein

2005 / Im Februar 05 war in der Lokalpresse zu lesen "Lichtenberg wurde nach Göttingen an die Universität berufen. Aber er wollte nur kommen, wenn auch der von ihm so heiß geliebte französische Wein nach Göttingen kommen durfte." Dies bezeichnet Klaus Hübner als unsinnige Behauptung und klärt auf:
"Die Umstände des dem Hessischen Landgrafen nach Göttingen "echappierten (entlaufenen) Subjects" waren indes völlig andere, ehrenwert für die Stadt Göttingen, die noch junge Göttinger Universität und den jungen Professor Lichtenberg, denn dieser wollte nicht an die wenig gut beleumundete hessische Landesuniversität Gießen zurück, zudem hatte sich Lichtenberg in Göttingen sehr gut eingelebt, einige Jahre später schrieb er gar an seinen Freund Schernhagen: "Ich würde nicht von hier weggehen und wenn man mir 2.000 Taler an einem andern Ort als Professor gäbe. Ich liebe den Ort zum Erstaunen ...". Die einzige Flüssigkeit bei diesem Vorgang war also dunkle Tinte! Nun zum dunklen Wein: Lichtenberg zählte - wie andere Göttinger Bürger und Professoren - zu den ersten Kunden der 1786 gegründeten Weinhandlung Bremer, daher haben wir im vergangenen Jahr einen "Lichtenberg-Burgunder" initiiert. Auch hat uns Lichtenberg in seinen "Sudelbüchern", in Briefen und Kalenderaufsätzen vergnügliche aber auch sinnreiche Gedanken zum Thema Wein hinterlassen. Es gibt also durchaus ehrenwerte Gründe, im Gedenken an Lichtenberg ein Glas Wein zu trinken! Aber wir brauchen keine neuerliche Fama über einen Wein-Professor Lichtenberg, denn Anekdoten und Falschmeldungen über Lichtenberg gibt es bereits genug. Weder hatte es Lichtenberg mit Minderjährigen getrieben (seine große Liebe, die früh verstorbene Maria Dorothea Stechard, wie später auch seine Ehefrau Margarethe Kellner waren konfirmiert und damit nach damaligem Recht heiratsfähige "Erwachsene", als Lichtenberg sie zur Frau machte), noch hatte der "1,43 Meter große Gelehrte mit den Affenarmen vor 200 Jahren so viele Göttingerinnen zur Geliebten, dass seine Studenten ihn den ,starken August' nannten und seine Vorgesetzten besorgt Erkundigungen einzogen". Diese Gerüchte gehören zu jenen gern kolportierten Legenden, für die die Sexualpsychologie entlarvende Erklärungsmuster bereithält, die allerdings mehr über Erzähler und Zuhörer aussagen. Etwas mehr Seriosität im Umgang mit den "Universitätsheiligen" erscheint mitunter geboten und wünschenswert, getreu den von Lichtenberg befolgten Maximen der Aufklärung "zum Nutzen und Vergnügen". Unsere Gesellschaft will gern helfen, Aufklärung über Lichtenberg zu leisten."

 

Das ehemalige Lichtenbergsche "Gartenhaus" - im Brauweg

Eines der beiden Gartenhäuser von Lichtenberg, die ehemals in der Weender Landstraße und in der Hospitalstraße standen wurde im Brauweg wieder aufgebaut. Auf dem Foto ist es mit Erweiterungsbauten zu sehen. Das besondere an diesem Haus ist, dass an diesem Haus 1780 der erste Blitzableiter Göttingens bzw. Deutschlands installiert worden war. ( Georg Christoph Lichtenberg, Briefwechsel: Im Auftrage der Akademie für Wissenschaften zu Göttingen herausgegeben von Ulrich Joost und Albrecht Schöne, 4 Bände, 1983 - 1992,Band 11 Briefe Nr. 692, 700 und 705 an Schernhagen)

 

Lichtenbergbuch für Schulen

17.11.08 /. "Lust auf Lichtenberg", geschrieben von Lehrern für Lehrer und Schüler, berichtet von Erfahrungen und stellt Konzepte vor für eine spielerische Auseinandersetzung mit dem philosophischen, literarischen und naturwissenschaftlichen Denken des Professors Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799). Das Buch enthält Beispiele und Materialien für nahezu alle schulischen Fachbereiche. Lichtenberg war in Göttingen mit seinen "Vorlesungen zur Naturlehre" und seiner "Experimentalphysik" der meist gehörte Universitätslehrer seiner Zeit. Bekannt geworden und bis in die Gegenwart beachtet wird Lichtenberg durch seine schriftstellerische Tätigkeit und seine aphoristischen "Sudelbücher", in denen der Philosoph und Aufklärer seine Gedanken und Erkenntnisse niedergeschrieben hat. Der Universalgelehrte Lichtenberg wird in den meisten Lehrplänen und Unterrichtswerken gar nicht oder nur am Rande erwähnt. Dabei bieten seine Werke vielfältige Möglichkeiten z.B. für den Deutschunterricht (Schriften und Briefe), für den Kunstunterricht und den Unterricht im Darstellenden Spiel (Lichtenberg und die Lavatersche Physiognomik), für den Philosophie-Unterricht (Satiren des Aufklärungszeitalters) und nicht zuletzt für den Physikunterricht (Grundlagen der Elektrizitätslehre und der Photographie). Diesen Themen und damit Lichtenbergs aufklärerischem Potenzial sind die Praxisbeispiele der Pädagogen und Autoren in "Lust auf Lichtenberg" gewidmet. Das Buchprojekt entstand aus Kontakten von Lehrern der Göttinger IGS mit Prof. Nordmann von der Lichtenberg-Gesellschaft, die als Herausgeber des Buchs zeichnet. An dem Buch haben als Autoren mitgewirkt u.a. Katja Ubbelohde, Aly Sager-Gesecus, Dr. Peter Kasten (alle Göttingen), Michael Fischer (Jühnde), Winfried Noack (Barsinghausen), Doris Mnich (Berlin) und Dr. Friedemann Spicker (Königswinter). Das Buchprojekt konnte durch die Mittelbereitstellung seitens der Lichtenberg-Gesellschaft und durch einen bedeutenden finanziellen Zuschuss der "Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V." realisiert werden. Das Buch ist im Göttinger Cuvillier-Verlag erschienen. Es ist bei der Lichtenberg-Gesellschaft (Sekretariat, Gartenstr. 1, 37073 Göttingen) und im Buchhandel erhältlich.

Lichtenberg-Informationen im Lichtenberghaus
Eine neue Ausstellungsvitrine im Künstlerhaus/Lichtenberghaus zeigt Sehens- und Lesenswertem zu Lichtenberg. Der Verein "Künstlerhaus mit Galerie e.V." ermöglichte dem Lichtenberg-Verein diese Präsentation und entspricht damit auch dem Namen des Hauses: Lichtenberghaus.

 

Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft

30. Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft 29. Juni – 1. Juli 2007 im Lichtenberghaus - Georg Christoph Lichtenberg: "Ich liebe den Ort zum Erstaunen"

Zum ersten Mal fand eine Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft an historischer Stätte in Göttingen statt, genauer: in dem Saal in der Gotmarstraße 1, in dem Georg Christoph Lichtenberg vor über 200 Jahren seine berühmten Vorlesungen zur Experimentalphysik gehalten hat. Und wie damals so werden auch jetzt wieder annähernd einhundert Hörer den Vorträgen folgen. Vorträge, die nun ihm gewidmet sind und den Wissenschaften im Zeitalter der Aufklärung. Das Denken des großen kleinen Gelehrten Lichtenberg war breit gefächert, entsprechend weit ist das Themenspektrum aus Philosophie, Psychologie, Medizin, Physik, Literatur- und Theaterwissenschaften.

Öffentliche Vorträge im Lichtenberghaus
Alexander Moutchnik, Heidelberg: "Wären die Nationen ganz von einander getrennt, so würden vielleicht alle zu dem sinesischen Stillstand gelangt sein" (C 194) – Christian Mayer und die Internationalität der Forschung
Axel Wittmann, Göttingen:
"Er habe gar nicht gewußt, dass er so viel wisse" (J 247) – Der Astronom Tobias Mayer

Horst Gravenkamp, Göttingen: "Den 17ten nov. 1769 brachte Herr Ljungberg den Gedanken auf die Bahn" (A 220) – Ljungberg, Lichtenberg und die Vorgeschichte der Photographie (Präsentation zur Abhandlung im Lichtenberg-Jahrbuch 2007)
Jürgen Jahnke, Freiburg: "I have been a littly busy in Psychology" – Lichtenberg und die Psychologie an der Georgia Augusta
Thomas Stölzel, Berlin: "Weder leugnen noch glauben" (L 18) – Lichtenbergs Denkstile in der philosophischen Praxis
Mechthild Hetzel, Jugenheim:
"So fragt sich warum Menschen oft Gewächse, Glieder ohne eine Absicht, bekommen" (A 25) – Über Zwerge und Narren hinaus

Allan Janik, Innsbruck: "Figur, Bewegung, Anstand" – Lichtenberg, Garrick und das implizite Wissen in der Schauspielkunde
Auf den Spuren Lichtenbergs – Stadtführgen Die Sammlung historischer Geräte im 1. Physikalischen Institut (Stefan Mayr) - Die Sammlung historischer Musikinstrumente im Accouchierhaus (Klaus-Peter Brenner)
(Bartholomäusfriedhof – Weender Landstraße) "Geburtstage sind Sterbetage allzumal" – Sonnen und Nebensonnen über Lichtenbergs Grab
Heinrich Detering, Göttingen: "So könnte die Welt untergehen" (K 334) – Ökologie und Literatur im 18. Jahrhundert
Ulrich Joost, Ober-Ramstadt – Eva Willms, Göttingen: "Ich liebe den Ort zum Erstaunen" – Lichtenbergs Göttingen
Zu Lichtenbergs 265. Geburtstag (1. Juli 1742) ist am Sonntag um 10 Uhr ein Besuch an seinem Grab auf dem Bartholomäusfriedhof vorgesehen.

 

Die Bronzefigur Lichtenbergs am Standesamt

Am 12. Januar 2007 wurde eine Informationstafel für die Lichtenberg - Statue angebracht und mit einer kleinen Ehrenzeremonie verbunden. Wie immer mit Danziger Goldwasser.

Allerdings war in der Ankündigung der Stadt despektierlich von der Figur als "als kleinen buckligen Gnom in Bundhosen" die Rede, was man offensichtlich nachher bedauerte.

v.l.n.r. : Hilmar Beck Fachbereichsleiter Kultur, Bürgermeister Gerhardy, Initiator und Stifter Tete Böttger, Kultur- und Sozialdezernentin Dr. Schlapeit-Beck, Geschäftsführers der Lichtenberg-Gesellschaft, Klaus Hübner, dann Herr Prof. Lichtenberg in Bronze.

Text der Informationstafel zur Statue von Lichti:

Georg Christoph Lichtenberg (1.7.1742 - 24.2.1799) Experimentalphysiker, Mathematiker, Astronom, geistreicher Satiriker und scharfsichtiger Denker im Zeitalter der Aufklärung. Berühmt durch seine Aphorismen ("Sudelbücher"). Seine "Vorlesungen zur Naturlehre" begründeten die physikalische Forschung und Lehre an der Georg-August-Universität. Mit den "Lichtenbergschen Figuren" wies er die Bipolarität der Elektrizität nach (+ / ) Man spricht viel von Aufklärung und wünscht mehr Licht. Mein Gott, was hilft aber alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen.
Der Mensch kommt unter allen Tieren in der Welt dem Affen am nächsten.
Zweifle an allem wenigstens einmal, und wäre es auch der Satz: zweimal 2 ist 4.
Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt.
Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff von Freiheit gelangt? Es ist ein großer Gedanke gewesen.
Bronzeskulptur: Fuat Dushku,Tirana, 1992, gestiftet von Tete Böttger


Tete Boettger , 12.1.07

Die Bronze-Statue ließ Tete Böttger in Albanien "aus eingeschmolzenen Denkmalen von Lenin, Stalin und Enver Hodscha gießen." (Pressemitteilung der Stadt Göttingen) Später war zu vernehmen, dass es sich lediglich um eingeschmolzene Statuen von Enver Hodscha handelte .

Zwei Jahre hat der albanische Bildhauer Fuat Dushku (gest. 2002) in Tirana an der Lichtenberg-Figur gearbeitet, dabei 22 Variationen entworfen, drei Gipsmodelle zur Diskussion vorgelegt

Klaus Hübner Geschäftsführer der Lichtenberg-Gesellschaft
Einige Notizen zum Lichtenbergdenkmal
Die Bronzeplastik vor dem Rathaus (Eingang zum Standesamt) des albanischen Künstlers Fuat Dushku (*1934 - † 2002) hat der Göttinger Verleger Tete Böttger im Jahre 1992 gestiftet. Die Bronze wurde aus eingeschmolzenen Denkmälern u.a. von Lenin und Enver Hodscha "wiederverwertet", die Plastik als Diplomatengepäck über Frankreich nach Deutschland "geschmuggelt". Lichtenberg hat für elektrische Ladungen die Bezeichnungen + und - eingeführt. Dies verdeutlicht die Statue mit einer Kugel  auf die + und – eingraviert ist.
Es bietet sich jedoch noch eine andere Interpretation an, zumal bei dem gewählten Standort der Bronzeplastik, nahe der Treppe zum Göttinger Standesamt. Lichtenberg bemerkte in einer Vorlesung, wo er von den gleichnamigen Polen des Magneten redet, dass dies Naturgesetz gemeiner sei, als man glaube, denn Personen, die vorhero als ungleichnamig sich sehr stark einander angezogen hätten, stießen einander heftig ab, sobald sie gleichnamig geworden wären.
Leider sehen die Brautpaare die Kugel erst auf dem Rückweg von ihrer Trauungszeremonie, wenn sie die Treppe vom Standesamt wieder herunterkommen, also schon gleichnamig geworden sind!"
"Lichtenberg selber schrieb in seiner Fabel Die beiden Magnetnadeln: "So lange Hr. v. A. und das Fräulein v. B. ungleichnamig waren, zogen sie sich wechselweise [an], jetzt dasie vor dem Altar gleichnamig geworden sind, stoßen sie sich ab." (Lichtenberg. Schriften und Briefe. Bd III, München 1972, S. 656. Erstveröffentlichung im Göttinger Musenalmanach 1785, S. 128-131)"

lichten.jpg (20491 Byte)

 

Die Lichtenberg-Statue stand ursprünglich inmitten eines hölzernen Bankrondells, musste dort u.a. wegen des Weihnachtsmarktes zu oft weichen und wurde deshalb im Februar 2000 an die nördliche Rathausecke versetzt.

 

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Verschwiegenen Schattenseiten Lichtenbergs

G. Schäfer / goest / Warum, so fragten wir lange auf der ersten Seite von GOEST, wird die Statue eines 10 jährigen Mädchens, des Gänseliesels, geküsst (siehe Doktorfeiern am Liesel , aber Lichtenberg bleibt unbeachtet. Entweder ist das Küssen des jungen Gänselieselmädchens als Nachahmung der Lichtenbergschen Beziehung zu jungen Frauen zu verstehen oder aber das Nicht-Küssen Lichtenbergs ist ein Symbol der Ablehung vor selbiger Art. Zugegeben, so klar ist es nicht, vielmehr scheint es ein in sich verdrehter und verknoteter Widerspruch.
Die Frage "Warum küsst niemand Lichtenberg" führte im Mai 2003 zur Anfrage einer Leserin und im Anschluß daran an eine Korrespondenz, deren Inhalt wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten möchten. Zunächst hier das Zitat aus einer E-Mail an die Redaktion im Mai 2003:

Warum küsst niemand Lichtenberg? fragt Ihr auf Eurer Seite ....ich würde ihn nie küssen, denn soweit ich weiss, war er ein sehr unangenehmer Mensch und hat zudem die minderjährigen Hausangestellten so im alter von ca. 13 Jahren, belästigt, wenn nicht mehr. Ich weiss nicht mehr, wo ich das her habe. aus der Emma vielleicht? Habt ihr Zeit und Lust, es zu überprüfen?

Nachtrag 2.7.10: Eine Leserin schrieb uns hierzu: "Liebes Team der Göttinger Stadtinfo, habe heute schon über Lichtenberg und die Stechardin gelesen. Dabei bin ich über Ihre Lichtenbergseiten gestolpert. Auch über die Zuschrift einer Leserin, dass das Verhältnis doch sex. Missbrauch war und sie nicht mehr wisse, wo sie das gelesen habe, es könnte die EMMA sein. Nun, ich weiss, wo ich das gelesen habe. Und zwar in dem Buch "Wahnsinnsfrauen" (Band 1) von Luise F. Pusch hinten im Anhang. Frau Pusch findet sehr deutliche Worte und sagt eben nicht, "für damalige Verhältnisse normal". Ich weiss nicht, ob Ihnen das was nützt, aber ich dachte, ich schreib's Ihnen mal. Liebe Grüsse, SD

Nachtrag zum Nachtrag: Wir haben das Buch gesucht und nachgelesen
"Etwas später lese ich im Spiegel die Elogen zum 250. Geburtstag des 'Aufklärers' und 'scharfsinnigen Gelehrten' Lichtenberg. Diverse Rundfunkstationen senden bereits seit Wochen Auszüge aus den Sudelbüchern, die von Sexismen nur so wimmeln. Ich lese also über das 'skurrile Privatlebens' Lichtenbergs: 'Mit 35 Jahren, 1777, hatte er eine Liaison mit seinem Zimmermädchen, der nur zwölfjhährigen Maria Stechardt, begonnen, zwei Jahre später nahm er sie ganz zu sich, allem Tratsch zum Trotz. 1783, nach dem frühern Tod siener geliebten Stechardin, zog die junge Margarethe Kellner zu Lichtenberg. Mit ihr zeugte der agile Physiker acht Kinder. Und daer sein 'Zuckerpüpchen' immerhin sechsJahre lang unter Ausschluß der Öffentlichkeit und ohne kirchlichen Segen hielt, kamen die ersten vier Sprößlinge unehelich , sogar unter falschem Namen zur Welt. ... Nicht genug mit diesen Leistungen: Ende 1793 war Lichtenberg auch dem Hausmädchen Dorothea Braunhold nähergetreten. Als 'Dolly' , später 'Düvel' taucht die anscheinend recht kesse Magd im Tagebuch auf, und der muntere Fünfziger dürfte bisweilen bei ihr Erfolg gehabt haben .." Ob Göttingen vor 200 Jahren oder Bankok heute, ob 'genialer Aufklärer' oder simpler Bumstourist: Männer vergewaltigen mit Vorliebe Mädchen, die vier - bis zehnmal jünger sind als sie selber - und (fast) niemand scherst sich drum, (fast) niemand auch nennt die sexuelle Gewalt beim Namen: Lichtenberg, der große Geist, vergewaltigt seine jungen Opfer nicht als Serientäter, sondern er 'hat eine Liaison mit ihnen', 'nimmt sie zu sich', 'hält sie unter Verschluß', 'zeugt mit ihnen acht Kinder' und was dergleichen 'Leistungen' mehr sein mögen. Wahnsinn"
aus: Wahnsinnsfrauen, Erstausgabe 1992, Herausgegeben von Sybille Duda und Luise F. Pusch, suhrkamp,im Nachwort von Luise F. Pusch S. 343

 

Nach dem Erhalt der Email 2003 hatten wir von GOEST aus versucht die Vorwürfe gegen Lichtenberg zu überprüfen, hatten aber nichts herausgefunden; deshalb hatten wir uns schließlich per Mail an die >Lichtenberg-Gesellschaft e.V. in Darmstadt und zwar an deren Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Ulich Joost gewandt.

Sehr geehrter Herr Prof. Joost!
In Göttingen steht ja wie Sie wissen auf dem Marktplatz eine Statue von Lichtenberg. Die erfolgreich promovierten Studierenden haben nun aber die Angewohnheit, lieber die ebenfalls dort befindliche "Gänseliesel"-Statue zu küssen. da ich ein kritisches Internetmagazin für Göttingen veröffentliche, habe ich vor längerer Zeit vorgeschlagen, dass man doch den um so vieles wissenschaftlich verdienstvolleren Lichtenberg auch einmal küssen möge. Nun hat uns eine Frau aus einem Frauenbildungszentrum geschrieben: "Ich würde ihn nie küssen, denn soweit ich weiss, war er ein sehr unangenehmer Mensch und hat zudem die minderjährigen Hausangestellten so im Alter von ca. 13 Jahren belästigt, wenn nicht mehr." Da wir auch auf der Titelseite unseres Magazins Lichtenberg abgebildet haben mit der Unterschrift "Warum küsst niemand Lichtenberg" würden wir das natürlich gerne widerlegen, was die gute Frau dassbehauptet und wofür sie leider keine Quellen ausser einem vagen Hinweis auf die Zeitschrift "Emma" angab. Wir haben bei den Recherchen in den Biografien nichts dergleichen gefunden. Würden Sie uns helfen diesen Vorwurf gegen unseren Titelbild-Träger zu entkräften? Mit freundlichen Grüßen G. Schäfer Redaktion goest

Mit der Hoffnung, dass diese Behauptung unserer Leserin mal eben so nebenbei entkräftet würde, hatte ich mich natürlich gründlich getäuscht, denn Herr Joost schrieb uns Folgendes zurück:

Lieber Herr Schäfer
kann ich guten Gewissens nicht, nur ist auch wieder alles, was von der andern Seite angeführt wird, halbwahr oder ganz falsch. Sie müssen immer bedenken, dass sich seit dem 18. Jahrhundert in unserer Gesellschaft einiges geändert hat. Damals waren Frauen grob gesprochen noch nicht einmal rechtlich eigenständige Personen, nicht eidesfähig und immer unter Vormundschaft: erst des Vaters, dann des Ehemanns.
Tatsache ist aber, dass Lichtenberg sowohl seine erste Geliebte, vielleicht erste körperliche Liebe überhaupt, als knapp 13jährige als Hausmädchen einstellte und sie erzog. Nach ihrer Konfirmation, nach damaligem Recht also als Heiratsfähige, nahm er sie in sein Haus und unterhielt sie wie andere eine Geliebte unterhielten: daran ist nach den Vorstellungen des 18. Jahrhunderts nichts Unehrenhaftes oder Verbotenes. Wäre er angezeigt worden, hätte er eine Strafe für Hurerei zahlen müssen und sie wäre entehrt gewesen - falls sie jemals kopuliert hätten, und daran ließe sich zweifeln, weil er zwar höchst sinnlich, aber eben auch von außerordentlicher Fertilität war, wie sich in seiner zweiten Verbindung zeigen sollte. In den fünf Jahren an der Seite der Stechardin ist es aber offenbar zu keiner Schwangerschaft gekommen.
Er wollte sie heiraten (schrieb er einmal), danach könnte man den Rechtsstatus als ,verlobt' bezeichnen, sie starb ihm knapp 16jährig an irgendeiner Infektion. Kinder hatte er jedenfalls keine von ihr.
Seine nächste Geliebte nahm er ungefähr ein oder anderthalb Jahre später in sein Haus; es ist meine Schuld, dass ein 150 Jahre hindurch gehütetes Geheimnis, nicht einmal der Familie bekannt, enthüllt wurde, und zwar mithilfe des Geburtenbuchs: sie hat sich später 10 Jahre älter (!) gemacht (so im Sterbebuch), um zu verschleiern, dass sie auch erst 14 Jahre alt war, als die beiden sich kennen lernten. Sie gebar ihm ungefähr im 2 Jahres-Rhythmus Kinder (siehe Anmerkung*), von denen zwei sehr jung starben. Bei Lichtenbergs Tod lebten noch fünf. Bei Eintreten seiner schweren Krankheit 1789, dassgab es also schon drei Kinder, heiratete er sie noch am selben Tage, um ihr und den Kindern die Erbschaft zu sichern - zum großen Ärger seiner Professorenkollegen (Briefe Christian Gottlob Heynes an dessen Schwiegersohn Georg Forster). Die beiden lebten dann doch noch glücklich zehn Jahre zusammen, sie immer dicker werdend. Und jetzt kommt´s: die sehr verklausulierten Andeutungen im Tagebuch über ein oder mehrere Grapsch-Verhältnisse machen es sehr wahrscheinlich, dass er nach modernen Maßstäben weibliche Dienstboten sexuell belästigt hat. Nach meinen Kombinationen, die aber nicht viel mehr als Vermutungen sind (was glauben Sie wohl, wie viele Hannes und Maries und Dörtchens es so in Göttingen in dieser Zeit gegeben hat?) könnten (wohlgemerkt, könnten) das nach heutigen Maßstäben Minderjährige gewesen sein, jedenfalls aber waren es Konfirmierte und damit nach denen des 18. Jahrhunderts lediglich Abhängige. Ich muss noch dazu setzen, dass aus den Tagebucheintragungen ein scheußlich schlechtes Gewissen hervorscheint, aber wohl mehr aus Angst vor Entdeckung durch seine Frau. Und ich kann es nicht einmal ausschließen, dass sich alles, was er dassandeutet, überhaupt nur in seinem Kopf abgespielt hat. Ferner: Dienstboten anzugrapschen war nach damaligen Vorstellungen so wenig ehrenrührig, dass es unter den zahlreichen immer wieder erneuerten Verboten für Studenten (wie Schuldenmachen, Glücksspielen, Randalieren, Duellieren), soweit ich sehe, nicht eine einzige Zeile gibt, die das verbietet oder gar poenalisiert. Man mag sich darüber empören, würde aber Lichtenberg, verurteilte man ihn so, wie es Ihre Korrespondentin schreibt, nur vorwerfen, dass er im 18. Jahrhundert gelebt hat (also mit derselben Berechtigung könnte man einem Eingeborenen in exotischen Ländern vorwerfen, dass er nackt herumläuft oder Ihrer Korrespondentin, dass sie sich schminkt - falls sie das tut).
Machen Sie damit, was Sie wollen (wenn Sie es als Leserbrief publizieren, bitte ungekürzt und in Verbindung mit Ihrer Anfrage). Ich würde vor allem mal darauf hinweisen, dass wir die großen Geister nicht ihrer wirklichen oder vermeintlichen Verfehlungen wegen lieben, sondern wegen der Produkte ihres Geistes. Sonst verböte es sich, einen Goethe (wie der mit Frauen umging!), Benn oder Sternheim oder ... (setzen Sie getrost Ihre Lieblinge ein!) auch nur mit der Kohlenzange anzufassen. Auch der Onkel Erich Kästner war nicht so ganz astrein, übrigens, und vielleicht hat ja sogar Astrid Lindgren noch ein paar Leichen im Keller. Dazu verstand sie nämlich viel zu viel vom Leben. Alle guten Wünsche für den Kampf mit Ihren Lesern Ihr Ulrich Joost
PS: Es ist eo ipso frauenfeindlich, eine Blechfrau, die sich also nicht wehren kann, zu küssen, und es wäre für den angeblichen Kinderschänder Lichtenberg die gerechte Strafe, von einer Feministin umarmt und abgeknutscht zu werden. Sehen Sie es mal so, gnä' Frau, und denken Sie an Adornos spätes Erlebnis (wenn Sie nicht wissen, was ich meine, lesen Sie Robert Gernhardts Wilhelm-Busch-Adaption über dieses Thema).

Anmerkung*: Dass es zu einer Kopulation mit Marie Dorothea Stechardt gekommen ist, wollen wohl alle Romanautoren, die über die beiden schrieben, gern haben; das möchte aber angesichts der notorischen Potenz Lichtenbergs bezweifelt werden. Und ich antworte auf Ihre zu gewärtigende Rückfrage, Herr Schäfer, wie solche Potenz notorisch sein und gleichzeitig die Tatsache des Aktes bezweifeln lassen kann: Lichtenberg erfand Namen für die erfundenen Väter seiner eigenen unehelichen Kinder, indem er meist die Vornamen seiner Brüder mit dem Geburtsnamen seiner Mutter kombinierte (zum Beispiel Christian Friedrich Eckardt). Diese Väter gab Margarete dann bei der Aufnahme des Kindes im Kirchenbuch an. Und dann schrieb der Pfarrer daneben: "Nach Aussage der Bademutter (= Hebamme) ist der Herr Prof. Lichtenberg der Vater". Das nenne ich mir Notorietät. Für den Wunsch einer ehelichen Gemeinsamkeit mit Dorothea Stechardt spricht vielleicht, dass er Margarete als Paten ihr erstes Kindes eintragen ließ: Gottlieb Stechhart.

Soweit das Schreiben von Herrn Joost dem wir dafür herzlich danken.
Inzwischen kam mir auch noch in den Kopf, dass es eigentlich ein Widerspruch im Empfinden unserer freundlichen Diskutantin ist, wenn sie nach ihren berechtigten Hinweisen auf Lichtenberg einerseits, andererseits das rituelle Abknutschen der Statue eines ca. 10 jährigen Mädchens, nämlich der Gänseliesel völlig kritiklos hinnimmt. Wer wen küssen soll - das ist schon eine heikle Frage - vielleicht sollte ein Kuss-Moratorium beschlossen werden, solange das nicht geklärt ist.
Ohne die Intervention der Leserin wären wir nicht zu all diesen interessanten Informationen gekommen, deshalb gebührt Ihr Dank.

Nachtrag 4.7.10:
Bei rückblickender Betrachtung des Artikels scheint die Bewertung des Verhaltens von Lichtenberg doch etwas zu sehr aus männlicher Perspektive verharmlosend zu sein. Sicher sind bei der Bewertung die Umstände einer anderen zeitlichen Epoche zu berücksichtigen. Aber dann wäre bei der Bewertung die Kritik der kulturellen, gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit zu kritisieren und nicht allein als Entschuldigung Lichtenbergs heranzuziehen.

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Selbstverständlich wurde die Sache dann noch mal mit Lichtenberg durchgesprochen, hier an der Paulinerkirche spricht ein GOEST-Redakteur mit Lichti

GOEST: Herr Professor Lichten ....

Lichtenberg: Lassen Sie das mal mit dem Professor ... wir leben ja nicht mehr im Mittelalter.
GOEST: also Herr Lichtenberg, sie waren ja wohl ein ganz schlimmer Finger ....

Lichtenberg: ich bitte Sie, schauen Sie mich an - ich bin klein, habe einen Buckel und alle Welt glaubt ich hätte derart irre Chancen bei den Frauen gehabt? Und wie Sie wissen: wenn ich schon mal was mit einer Frau hatte, dann ist sie garantiert gleich schwanger geworden. Also zeigen Sie mir mal wer da angeblich von mir schwanger geworden ist .... sehen Sie, das sind nicht so viele.

GOEST: Irgendwie wollen Sie sich rausreden. Also mal ehrlich - sie sind doch so klug, dass sie eigentlich ein schlechtes Gewissen hatten. Im Gegensatz vielleicht zu anderen Männern in dieser Zeit, die unter dem Schutz patriacharler Verhältnisse abhängige Minderjährige sexuell belästigten. Sie waren ihrer Zeit also auch in dieser Hinsicht - leider nur mit Ihrem Gewissen - weniger mit ihrem praktischen Handeln voraus. Geben Sie es doch wenigstens zu.

Lichtenberg: Ich will da jetzt nicht mehr drüber reden. Das führt doch nur dazu, dass mein Ruf völlig auf den Hund kommt. Aber wenn Sie es unbedingt wissen wollen: Ja es tut mir leid und es war einfach Sch... . Ich hätte das nicht machen sollen.

GOEST: Mhh, dann wollen wir uns der aktuelleren Frage zuwenden: Wie Sie das mit dem akademischen Küssen des Gänseliesels am Markt eigentlich sehen. Wären Sie scharf drauf, dass die Leute auch mal ihre wissenschaftliche Bedeutung mit entsprechenden akademischen Bräuchen würdigen anstatt ein 10 jähriges Gänseliesel anzudatschen ?

Lichtenberg: (Schmunzelt) Tja wenn Sie eine Nette treffen, die das machen will, können Sie die ruhig mal bei mir vorbeischicken; die muß nicht mal eine Doktorarbeit geschrieben haben.

GOEST: Also Herr Lichtenberg, merken Sie eigentlich, wie sie wieder in alte Verhaltenweisen zurückfallen?

Lichtenberg: Touché ! O.K. Also sagen wir mal so: alle die so etwas als Initiationsritus verstehen, können mir gestohlen bleiben. Und wehe irgend so ein Burschenschafter will mich besabbern, also dann werde ich - auch wenn ich aus Bronze bin - beweglich und schlage um mich.
Lassen wirs gut sein mit dem Interview sonst rede ich mich noch um Kopf und Kragen. Jetzt noch was anderes: sag mal mein Junge, ich hätte da eine Bitte, kannste mir deine Mütze mal leihen? Nur so für heute nachmittag?


Später beim Bummel in der Innenstadt -
Lichtenberg, incognito in der Innenstadt unterwegs

Dazu passend ein Zitat Lichtenbergs aus den Sudelbüchern: "[E 112] Ich kenne die Blaustrümpfe wohl, sie können auch das Konkave so heraus pinseln dass ihr meint es wäre das Konvexe." (Auf die Idee dass er vielleicht beides verwechselt kam er nicht!)

Die Stadt-Chronik verzeichnet am 8. Juni 1999: "Ein 20jähriger Göttinger beschädigt die Lichtenberg-Statue vor dem Alten Rathaus, indem er mit einem Taschenmesser ein "Anarchisten-A" einritzt. Die Statue wird zur Restaurierung auf den städtischen Bauhof gebracht".

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