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Hinweis 1: Überschriften in Rot werden
von der der GOEST-Redaktion formuliert und liegen nicht in der Verantwortung der
Autorinnen/Autoren der Pressemitteilungen. / (...) = Kürzungen Hinweis
2: Sätze wie "[xy] sagte" streichen wir, vor allem wenn die
Mitteilung von [xy] stammt und [xy] von sich in der dritten Person schreibt. Pressemitteilung
Antifaschistische Linke International A.L.I 30.1.12 Erst
DNA-Probe erzwungen - Jetzt Freispruch Freispruch für den jungen
Antifaschisten "Martin R." vom 4.7.2011 ist rechtskräftig. Per Fax teilte Oberstaatsanwalt
Hans-Hugo Heimgärtner heute gegenüber dem Rechtsanwalt des Betroffenen mit, dass
er die Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Göttingen zurückziehe. (...)
Landtagsabgeordnete aus SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke sowie lokale Parteigliederungen,
Gewerkschaftsjugendverbände, Unigruppen und linksradikale Initiativen hatten seit
Dezember 2010 die erzwungene DNA-Entnahme bei "Martin R." zurückgewiesen und durch
unterschiedlichste wichtige Beiträge ihre konkrete Solidarität ausgedrückt. (...)
Anlässlich der für den 31.1.2012 angesetzten Berufungsverhandlung vor dem Landgericht
Göttingen initiierte die A.L.I. die Kampagne "Schünemänner, Staatsschützer, Schnüffelhunde
- Schluss damit! Linke Politik verteidigen!". (...) Für Donnerstag, den 2. Februar
2012, ruft die A.L.I. zu einer Kundgebung gegen den Besuch von Verfassungsschutzpräsident
Hans Wargel in Göttingen auf. (...) Die Kundgebung unter dem Motto "Wargel, Wasserkocher,
Wehrsportgruppe - Weg damit!" beginnt um 18.30 Uhr am Markt/Gänseliesel in Göttingen.
Pressemitteilung: Kreisverband
Partei DieLinke 31.112 Den sogenannten "Verfassungsschutz"
abschaffen Die
Partei DieLinke "ruft unter dem Motto: "Die Willkür des Verfassungsschutzes
stoppen - keine Verfolgung und Kriminalisierung linker Strukturen - Verfassungsschutz
auflösen" zu einer Kundgebung am Gänseliesel am Donnerstag dem 2.2.12 um 18.30
Uhr auf. Zeitgleich hält Verfassungschef Wargel, auf Einladung des CDU-Kreisverbandes,
einen Vortrag zum Thema ‚Extremismus in Niedersachsen und Göttingen’ im fünf Sterne
Hotel ‚Freizeit In’. „Niedersachsens VS Chef Wargel räumte jüngst ein, dass sowohl
DIE LINKE., als auch Teile ihrer Landtagsabgeordneten und antifaschistische Gruppen
in Göttingen mit geheimdienstlichen Mitteln bespitzelt werden. Das ist ein Skandal!
Damit machen Wargel und Innenminister Schünemann ihren Hass gegenüber allem Linken
deutlich. Gleichzeitig werden rechte Täter immer wieder verharmlost“, so Patrick
Humke, MdL. Göttingen spiele bei dieser geheimdienstlichen Überwachung eine besondere
Rolle und auch Humke sei persönlich von dieser Bespitzelung betroffen. „Die Verfolgung
einer rechtmäßigen, demokratischen und oppositionellen Partei durch den sogenannten
‚Verfassungsschutz’ ist nicht nur skandalös, sondern straft den so genannten Verfassungs-‚schutz’
Lügen. Denn hier wird nicht die Verfassung, sondern das politische Interesse der
regierenden Parteien geschützt. DIE LINKE. ist vielmehr die Partei, die das Grundgesetz
immer wieder vor weiteren Aufweichungen verteidigt“, so Doreen Wohlrab Sprecherin
des Kreisverbands DIE LINKE. Göttingen. „Während Nazis jahrelang unbehelligt im
Untergrund agieren und Menschen töten konnten, verschwendet der sogenannte ‚Verfassungsschutz’
Zeit und Steuermittel um diejenigen auszuspionieren, die diesen Geheimdienst kontrollieren
sollen. Wie weit darf diese Behörde eigentlich noch gehen? Wir werden auf parlamentarischem
Wege alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, diesen Inlandsgeheimdienst
abzuschaffen“, so Humke weiter. Pressemitteilung
Ratsfraktion DieGrünen 27.1.12 Offenlegung von Akten
des sogenannten "Verfassungsschutzes" "Die
Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat unterstützt die Forderung des Göttinger
Landtagsabgeordneten Patrick Humke nach Offenlegung seiner Verfassungsschutzakte.
"Die willkürliche Dauerbespitzelung linker Strukturen aus nicht nachvollziehbaren
Gründen muss ein Ende haben", erklärt der Fraktionsvorsitzende Rolf Becker, erst
recht wenn die Betroffenen auf Grund ihrer gesellschaftlichen Funktion mit besonderen
Persönlichkeitsrechten ausgestattet sind. "Der Landtagsabgeordnete Patrick Humke
und der Göttinger Journalist Kai Budler sind nur die zwei prominentesten Göttinger
Beispiele für mindestens zwei grundlegender Fehlentwicklungen des Verfassungsschutzes
in Deutschland", erläutert Becker. "Damit meine ich erstens die systematische
Gleichsetzung des Gefährdungspotenzials "linker" und "rechter" Strukturen, die,
wie die Morde der "Zwickauer Terrorzelle" beweisen, fern jeder Realität ist, und
zweitens die zunehmende Außerkraftsetzung von Grundrechten zur Befriedigung staatlicher
Neugier mit immer umfassenderen technischen Mitteln." Ärgerlich sind in diesem
Zusammenhang auch die jüngsten Äußerungen des Göttinger CDU-Landtagsabgeordneten
Fritz Güntzler, der die Verfolgung Humkes und der Partei DIE LINKE kürzlich ausdrücklich
begrüßt hat. "Mit seiner populistischen Pflege alter Feindbilder trägt Güntzler
viel zur Polarisierung der Debatte bei, von der sich die CDU vielleicht ein paar
Wählerstimmen verspricht, aber leider nichts zur Lösung gesellschaftlicher Probleme."
" Pressemitteilung
Stadt Göttingen 26.1.12 Männerwohnheim für
Obdachlose soll erhalten bleiben Die Heilsarmee und die Stadt Göttingen
haben im Rahmen eines Gesprächs am Mittwoch, 25. Januar 2012, vereinbart, wie
im Hinblick auf die Zukunft des Männerwohnheims in Göttingen verfahren werden
soll. Gemeinsame Priorität hat nach Mitteilung der Stadtverwaltung die Weiterführung
des Wohnheims für alleinstehende Wohnungslose durch die Heilsarmee nach dem bisherigen
Konzept. Der Weiterbetrieb des Wohnheims hängt jedoch von seiner künftigen Auslastung
ab. Gemeinsam werden der Träger Heilsarmee und die Stadt den Bedarf und die künftige
Belegungssituation beobachten. Sollte die Belegung in Zukunft eine Weiterführung
des bisherigen Wohnheimkonzepts nicht mehr erlauben, wollen Heilsarmee und die
Stadt ein gemeinsames ambulantes Nachfolgekonzept erarbeiten. Die heutigen Bewohner
der Einrichtung sollen, sofern sie Sozialhilfeempfänger sind, auch bei einem Konzeptwechsel
am Standort weiterleben können. Heilsarmee und die Stadt werden in den nächsten
Tagen mit den Bewohnern sprechen, um entsprechende Befürchtungen auszuräumen.
Pressemitteilung
Partei DieLinke 11.1.12 Medizinische Versorgung von Flüchtlingen Patrick
Humke, Landtagsfraktion und Kreistagsfraktion Partei DieLinke fordern "eine
umfängliche und öffentliche Berichterstattung über die generelle von der Landkreisverwaltung
praktizierten und nach dem Asylbewerberleistungsgesetz vorgesehene medizinische
Versorgung von Flüchtlingen. „Es scheint unter dem neuen SPD-Landrat Reuter eine
Kontinuität in der Auslegung des Asylbewerberleistungsgesetzes bezüglich der medizinischen
Versorgung zu geben. Wir erwarten im kommenden Sozialausschuss und im Kreistag
eine umfassende Berichterstattung zur diesbezüglichen Verwaltungspraxis im Landkreis
Göttingen. Wir haben bereits in den letzten Wahlperioden immer wieder die mangelhafte
Ausnutzung von Spielräumen in der Flüchtlingspolitik der schwarz-grünen Mehrheit
kritisiert“, so Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Fascher. DIE LINKE. sähe durchaus
Spielräume im Umgang mit den gültigen Flüchtlingsgesetzen, wie die aktuelle Praxis
in anderen Bundesländern immer wieder beweise und erwarte von der Kreistagsmehrheit
mehr Zivilcourage. „Die in seltener Eintracht geäußerte Kritik von Niedersächsischem
Flüchtlingsrat und Kassenärztlicher Vereinigung muss ernst genommen werden. Sie
ist nicht aus der Luft gegriffen. Landrat Reuter soll endlich ein Machtwort sprechen
und den CDU Dezernenten Wucherpfennig in seine Schranken verweisen. Pressemitteilung
ver.di 9.1.12 Betriebsrätin setzt sich für
KollegInnen ein - Firma will sie jetzt kündigen (...) Am 16.9.
hatte die örtliche Arbeitgebervertreterin mitsamt Rechtsanwalt mehrere Mitarbeiterinnen
der PDG [Paracelsus Dienstleistungs-GmbH Bad Gandersheim] zu Einzelgesprächen
aufgefordert, wobei sich die Frauen offenbar erheblichem Druck ausgesetzt sahen.
Als daraufhin die Betriebsratsvorsitzende ihren Kolleginnen zu Hilfe kam, wurde
Dagmar Z. direkt ein vorbereiterer Aufhebungsvertrag mit der Aufforderung zur
sofortigen Unterschrift vorgelegt. Das hatte sie standhaft verweigert. "Zum Glück",
so Julia Niekamp, Göttinger ver.di-Gewerkschaftssekretärin. "Hätte Frau Zimmermann
vor Schreck unterschrieben, wäre, anders als bei einer Kündigung, dagegen juristisch
nur noch schwer etwas zu machen gewesen. Genau darauf hatte der Arbeitgeber wohl
gesetzt." Gleichzeitig war Dagmar Z. ein Hausverbot erteilt worden. (...) bereits
in der Vergangenheit hatte der Betriebsrat gegen Praktiken der PDG protestiert:
Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit wurden nicht gezahlt, weswegen derzeit
durch ver.di eine Reihe von Gerichtsverfahren gegen den Arbeitgeber anhängig ist.
Selbst Arbeitsschutzbekleidung wird nicht gemäß vertraglicher Regelungen zur Verfügung
gestellt.(...) "Dagmar Z. hatte selbst fast 500 Überstunden angesammelt - ein
deutliches Zeichen, dass für sie immer die Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs
an erster Stelle gestanden hat". Im nachfolgenden Kündigungsverfahren, das der
Arbeitgeber im Herbst 2011 betrieb, hatte das Betriebsratsgremium seine Zustimmung
zur Kündigung von Dagmar Z. verweigert. Daraufhin hatte der Arbeitgeber beim Arbeitsgericht
Göttingen die Ersetzung der Zustimmung beantragt, worüber am 12. Januar um 13.00
Uhr entschieden wird. "Wir sind zuversichtlich", so Julia Niekamp. (...) Pressemitteilung
Landrat Reuter 27.12.11 "Rosinenpickerei" der
Privatfirmen im ÖPNV verhindern „ÖPNV muss attraktiv und
bezahlbar bleiben“ Rolle der Kommunen sollte deutlich gestärkt werden Landrat
Bernhard Reuter fordert bei der Neufassung des Personenbeförderungsgesetzes eine
Stärkung der Kommunen als Auf-gabenträger im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Das Bundeskabinett hatte dazu am 3. August 2011 einen Gesetzent-wurf auf den Weg
gebracht. Das Gesetz wurde mittlerweile im Bundesrat beraten und wird voraussichtlich
2012 verabschiedet. „Ein qualitativ hochwertiges, flächendeckendes und für alle
be-zahlbares Angebot gibt es nur, wenn die Landkreise und kreis-freien Städte
wirksame Möglichkeiten zur Steuerung erhalten. Der bisherige Entwurf der Bundesregierung
wird dieser Anforderung nicht gerecht und muss in zentralen Punkten verbessert
werden“, sagt Landrat Reuter. Landrat Reuter betont, dass die rechtliche Verbindlichkeit
der Nahverkehrspläne eine unerlässliche Voraussetzung dafür sei, eine ausreichende
und hochwertige Versorgung zu garantieren und „Rosinenpickerei“ durch private
Verkehrsunternehmen zu verhindern. Diese Verbindlichkeit müsse gestärkt werden,
fordert er. Die Nahverkehrspläne werden von den Landkreisen und kreis-freien Städten
erstellt und bilden die Grundlage für die Ausgestal-tung des ÖPNV. „Es darf nicht
dazu kommen, dass sich private Anbieter im Landkreis Göttingen allein auf die
wirtschaftlichen Linien konzentrieren und der Landkreis als Ausfallbürge für den
defizitären Rest des ÖPNV-Angebots herhalten muss“, sagt Reuter. Pressemitteilung
ver.di 22.12.2011 Krankenhäuser sind seit November
mit Gehaltszahlung im Verzug Die
ca. 300 Beschäftigten der Kliniken Lippoldsberg und Uslar (GSO) warten kurz vor
Weihnachten noch auf ihr Novembergehalt. Langsam liegen bei ihnen und ihren Familien
die Nerven blank.. Die Lippoldsberger Klinik, 100%ige Eignerin des Uslarer Hauses,
ist Mitglied im Diakonischen Werk Kurhessen-Waldeck. "Bereits seit über einem
halben Jahr ist die Geschäftsführung gegenüber den Beschäftigten vertragsbrüchig",
so Julia Niekamp, für die Uslarer Klinik zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin.
Seit über einem halben Jahr wird deutlich verspätet gezahlt. (...) "Schon vor
Monaten hatte die Geschäftsführung mittgeteilt, eine Teilzahlung des ausstehenden
Gehalts gebe es nur, wenn ein Mitarbeiter in Lippoldsberg vorstellig werde und
begründe, wofür er das ihm ja zustehende Geld denn genau brauche. Jetzt wird selbst
das verweigert", so Niekamp. (...) "Am Montag haben wir die Geschäftsführung angeschrieben,
dass wir uns an die Öffentlichkeit wenden, falls das Novembergehalt nicht bis
zum 22.12. um 10.00 Uhr auf den Konten der Mitarbeiter eingegangen ist. Diese
Frist hat Herr Gründel kommentarlos verstreichen lassen." Jetzt sind auch die
rund 20 Gesellschafter und die Aufsichtsratsmitglieder der Klinik in ihrer Verantwortung
gefordert sowie die Vertreter der Politik. "Die Beschäftigten und ihre Familien
fordern Sie auf, der Geschäftsführung Druck zu machen, die Gehälter noch vor Weihnachten
zu überweisen und in Zukunft pünktlich zu zahlen", so Niekamp und Lange. Pressemitteilung
Paritätischer Wohlfahrtsverband 8.12.2011 Hilfe
für Menschen mit Behinderung Menschen
mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung sind oft zusätzlich durch
Barrieren im gesellschaftlichen Umfeld beeinträchtigt. Das Bewusstsein um neue
Wege in der Inklusion / Integration hat in der Öffentlichkeit zugenommen. Die
2009 in Deutschland in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention hat zudem
rechtliche Grundlagen fest-geschrieben, die für Betroffene, Eltern und Selbsthilfeorganisationen
von erheblicher Bedeutung sind: die Gesellschaft muss Bedingungen schaffen, damit
Menschen mit Behinderung nicht ausgegrenzt werden, sondern eine gleichberechtigte
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird (Inklusion). Zum jetzigen
Zeitpunkt fehlen jedoch überwiegend die Rahmenbedingungen z. B. in Kinder-tages-stätten
und Schulen (behindertengerechte Ausstattung, mehr und entsprechend quali-fiziertes
Personal), so dass selbst eine Integration (Voraussetzung für die Inklusion) nicht
ohne Kampf und Ausdauer der Betroffenen möglich ist. Integration meint, dass getrennte
Wege in der Sozialisation von Menschen mit und ohne Behinderung wieder zusammengeführt
werden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Stadt und Landkreis Göttingen gibt
Hilfestellung durch Assistenz in unterschiedlichen Lebensphasen und Einrichtungen
wie Kindergarten, Schule, Freizeit, Berufsausbildung / Beruf und Studium. Wir
arbeiten eng mit der Selbsthilfe Kör-perbehinderter zusammen, die sich vorrangig
um Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung kümmert. Besuchen Sie unsere Website:
www.pari-goe.de oder rufen Sie uns direkt an: 0551 / 90008-10 bis 16. Pressemitteilung
Kreistagsfraktion der Partei DieLinke 2.12.2011 Keine
Regionsbildung gegen den Willen der Bürger "Die
von SPD und Grünen geforderte schnelle Regionsbildung lehnt DIE LINKE. entschieden
ab. Fraktionsvorsitzender der LINKSFRAKTION im Kreistag Dr. Eckhard Fascher: „Ein
solcher Großkreis wäre ein bürgerfernes künstliches Konstrukt, das keines der
strukturellen Probleme der bisherigen drei Landkreise lösen würde. Land und Bund
müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden, den Landkreisen, Städten und
Gemeinden ein höheren Anteil aus dem Steueraufkommen zu kommen zu lassen. Die
geplante Region ist zu groß, um für die Bürger und Kommunalpolitiker noch überschaubar
zu sein, Verwaltungshandeln ist so immer weniger kontrollierbar. Bei einer solchen
grundlegenden Entscheidung müssen die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben.“
DIE LINKE. begrüßt in diesem Zusammenhang die Initiative des Bürgerforums für
einen Bürgerentscheid zum Thema große Kreisfusion." Pressemitteilung
Ratsfraktion PiratenPartei 24.11.11 Mehr
Transparenz durch System zur Befragung von kommunalen Abgeordneten "In
Zusammenarbeit mit Parlamentwatch e.V. wollen die Piraten in Göttingen die etwas
mehr als 100 Abgeordneten aus Kreis und Stadt auf der bekannten Plattform www.abgeordnetenwatch.de
den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen öffentlich den Politikern Fragen zu stellen."
erläutert Martin Rieth. "Die Bedingungen zur Umsetzung dieses TransparenzProjektes
erster Güte sind minimal: Zum einen muss jede und jeder Abgeordnete per EMail
erreichbar sein, damit Bürgeranfragen auch zeitnah dem jeweils Angefragten zugestellt
werden können. Zum anderen werden ca. 100 Euro/Monat für Göttingen zu erbringen
sein. Damit kann für monatlich weniger als 1 Euro pro Abgeordneten die Göttinger
Kommune komplett auf Abgeordnetenwatch vertreten sein." ergänzt der Fraktionssprecher
Tobias Schleuß. Die Piraten suchen auf diesem Weg zum Beispiel 10 Bürgerinnen
und Bürger, die bereit sind, monatlich einen Betrag von 10 Euro an Parlamentwatch
e.V. (steuerlich absetzbar) zu spenden, damit über 250.000 Göttinger Bürgerinnen
und Bürger einfach und öffentlich in Kontakt mit ihren Abgeordneten treten können.
Abgeordnetenwatch ermöglicht öffentliche Bürgerfragen an Abgeordnete auf Bundesund
Europaebene, sowie aus aktuell sechs Landesparlamenten Deutschlands. Parlamentwatch
e.V betreibt die Internetplattform in Kooperation mit MehrDemokratie e.V. Über
die Basisdaten (Name, Titel, Partei) hinaus, können die Abgeordneten selbst bestimmen
was sie an nichtöffentlichen zusätzlichen Informationen über ihre Arbeit den Bürgern
mitteilen. Auf kommunaler Ebene wurden bisher über 70% aller gestellten Fragen
beantwortet. Allein letztes Jahr wurden 11.991 Fragen gestellt und 9.689 wurden
auch beantwortet. (...) Pressemitteilung
Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen 24.11.11 Innenminister
Schünemann kippt Integrationskurse „Nachdem Minister Schünemann
zugesagt hatte, die Arbeit mit Spätaussiedlern in Friedland zu erhalten, haben
wir dieses abrupte Aus nicht erwartet.“ Noch im August 2010 hatte der Minister
neben der Arbeit mit Asylsuchenden die Integration von Spätaussiedlern als bleibende
Aufgabe des Grenzdurchgangslagers Friedland genannt. „Wir fragen uns allerdings,
wie sich Herr Schünemann Integration ohne Sprachkurse und Bildungsangebote vorstellt“,
kommentierte der Vorstandssprecher Bernd Schütze. Dass die Beendigung des Programms
durch sinkende Neuzuwandererzahlen erzwungen worden sei, mochte Schütze so nicht
stehen lassen: „Es mangelte schlicht am politischen Willen, die überaus erfolgreichen
Integrationskurse weiterzuführen.“ Verhandlungen mit den anderen Bundesländern
über die Einbeziehung ihrer Aussiedlerkontingente in das Programm waren zuvor
gescheitert. Ansgar Jendraszek, Regionalkoordinator beim Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge, sprach von einer „vertanen Chance“ und kritisierte den Umgang
des niedersächsischen Innenministeriums mit den Projektträgern. (...) Das Innenministerium,
so Schütze, müsse erkennen, dass das Geld in einem solchen Projekt gut angelegt
ist: „Wer in Deutschland ankommt, braucht möglichst schnell einen Sprachkurs und
eine Orientierungsberatung, damit er sich zurechtfindet. (...)
Pressemitteilung Ratsfraktion
DieGrünen 22.11.11 Hakenkreuzschmierereien nicht
mit Gaffitikritik in einen Topf werfen ! "Wer in diesen Tagen Hakenkreuze
zu Hunderten auf Grabsteine und Galgen mit hängenden "Kannacken" an Schulgebäude
schmiert, tut dies bewusst vor dem Hintergrund des größten von Rechtsradikalen
verübten Verbrechens seit dem Tod Adolf Hitlers." Mit diesen Worten kommentiert
der Vorsitzende der Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Rolf Becker die jüngste
Gleichsetzung von "rechten und linken Ultras" durch Göttingens Oberbürgermeister
Wolfgang Meyer. "Wenn der OB meint, zwanghaft Seitenhiebe auf "linke Ultras" in
Göttingen austeilen zu müssen, während die rechte Szene Hymnen auf "Dönermorde"
singt" ist dies schlicht deplaziert", so Becker. "Die Gleichsetzung der Gewaltbereitschaft
von "rechten und linken Ultras", wer immer das auch sein soll, empfinde ich angesichts
der millionenfachen Morde im Nationalsozialismus und der jüngsten von Rechtsradikalen
verübten Mordserie als völlig unangemessen." Die gewohnte Gleichmacherei spiegelt
sich auch in der aktuellen Diskussion über die Schmierereien in Göttingen. "Mir
ist es angesichts dieser Mordserie deutlich lieber, jemand schmiert "Nie wieder
Faschismus" an eine Wand als "Scheiß Kannacken, wir kriegen euch!"." Beide Handlungen
sind als Sachbeschädigungen zu verfolgen, trotzdem darf man sie nicht gleichsetzen:
Denn die erste ist Ausdruck von Zivilcourage und einer antifaschistischen Gesinnung,
die von den GRÜNEN und der großen Mehrheit der Bevölkerung ausdrücklich geteilt
werden. Die zweite dagegen ist Ausdruck von Rassismus und Menschenfeindlichkeit,
steht in der Tradition des Nationalsozialismus und stellt obendrein - in Verbindung
mit der dargestellten Exekution am Galgen formaljuristisch einen Aufruf zur Straftat
und zum Mord dar. Was jetzt erforderlich ist, ist ein couragiertes Auftreten gegen
Nazis, Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus. Dies gilt um so mehr für Personen,
die im Fokus des öffentlichen Interesses stehen, betont Becker: "Ich wäre allen
Göttinger PolitikerInnen außerordentlich verbunden, wenn sie sich endlich auf
die Bedrohung durch Rechtsradikale konzentrieren und sich die unpassenden Gleichsetzungen
von "Rechts" und "Links" wenigstens in diesem einen Fall einfach mal sparen könnten."
Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen 16.11.11 SchülerInnen und
Studierende gegen Kommerzialisierung der Bildung AStA
der Uni Göttingen ruft zu Bildungsprotesten auf Bündnisdemo im Rahmen der "global
weeks of action for education" am 17.11. in Göttingen um 14:00 auf dem Zentralcampus
der Uni Göttingen auf. Die in Göttingen stattfindenden Proteste reihen sich ein
in die Global Weeks of Action for Education, weltweite Aktionswochen gegen die
zunehmende Kommerzialisierung von Bildung, zu denen die International Student
Movement für die Zeit vom 7.-20. November aufgerufen hatte. In Göttingen werden
Studierende, Schüler*innen und Auszubildende gemeinsam für eine bessere Bildung
auf die Straße gehen. (...) Die von oben durchgesetzte Bologna-Reform war von
Anfang an ein Projekt, um ein Bildungsverständnis zu etablieren, das die Sich-Bildenden
auf verwertbares Humankapital reduziert. Sie scherte sich weder um die Bedürfnisse
der Menschen, die von den Reformen betroffen sind, noch um wissenschaftliche Erkenntnisse
- etwa aus der Pädagogik. Mit der Einführung der Studiengebühren wurde billigend
in Kauf genommen, dass die ohnehin schon starke soziale Selektion an den deutschen
Hochschulen weiter verschärft wird. Das Turbo-Abitur erhöht den Druck auf Schüler*innen
und sorgt bloß dafür, dass noch mehr auf der Strecke bleiben als zuvor. (...)
"Wir rufen die Studierenden dazu auf, sich an den gemeinsamen Protesten mit Schüler*innen,
Auszubildenden usw. zu beteiligen. Wir können nicht weiter hinnehmen, uns von
Rankings, straffen Prüfungsordnungen und der Androhung von Langzeitstudiengebühren
an den Unis in Konkurrenz zueinander versetzten und uns vereinzeln zu lassen.
Wir müssen eine Solidarität dagegen setzen, die über die Universität hinaus geht
- wir sind nicht die Einzigen, die mit den Zumutungen des bestehenden Bildungssystems
zu kämpfen haben. Der Leistungsterror, der Konkurrenzdruck, die Versagensängste,
all das beginnt bereits in der Schule. Wie wenig uns das schmeckt, das wollen
wir am Donnerstag mit einer gemeinsamen Bündnis-Demo auf die Straße tragen"
Pressemitteilung GöLinke
und Kreisverband der Partei DieLinke 16.11.11 Lückenlose
Aufklärung der Hintergründe nazistischen Terrors gefordert Betroffenheit,
Trauer und Wut über die vielen Mordopfer der neonazistischen Täter aus Thüringen,
Niedersachsen und vermutlich noch weiteren Bundesländern gebieten es, die sonst
üblichen und im Politikalltag unerlässlichen parteipolitischen Rangeleien zu überwinden.
Fragen an den Verfassungsschutz und die Forderung nach schonungsloser Offenlegung
der Verantwortlichkeiten müssen aber gestellt werden. Je mehr bekannt wird über
die seit mehr als einem Jahrzehnt verübten rassistisch und neonazistisch motivierten
Verbrechen in der gesamten Bundesrepublik, um so mehr muss dabei die Rolle der
einzelnen Landesverfassungsschützer und des Bundesverfassungsschutzes hinterfragt
und durchleuchtet werden. Welche Aufgaben erfüllen die sog. V-Männer, welchen
Weisungen und welcher Kontrolle unterliegen sie? Wie kann es sein, dass als gewaltbereite,
dem Verfassungsschutz bekannte Neonazis über einen solch langen Zeitraum „untertauchen“
und unbehelligt ihre mörderischen Taten begehen können? Personalmangel kann es
nun wirklich nicht sein, wo doch die akribische Beobachtung kritischer Journalisten
wie z.B. hier in Göttingen von Kai Budler und der Goest-Redaktion, linker Politiker
wie Patrick Humke und anderer über Jahre hinweg angeordnet und durchgeführt wurden.
Wäre es nicht längst an der Zeit gewesen, die Kräfte zu bündeln und energisch
und kompromisslos gegen rechte Gewalttäter und menschenverachtende Mörder vorzugehen?
Der Kreisverband Göttingen DieLinke und die Göttinger Linke fordern zum wiederholten
Male ein Ende der Observierung von Mitgliedern der Partei DieLinke und die Einstellung
der Beobachtung von Kai Budler. Dazu gehört dann auch Löschung sämtlicher Eintragungen
und eine Entschuldigung. „Die leider immer noch an Demagogie erinnernden Stellungnahmen
der Spitze des niedersächsischen Verfassungsschutzes tragen allerdings nicht dazu
bei, in dieser Richtung ernsthafte Veränderungen zu erhoffen“, so Gerd Nier Sprecher
der Göttinger Linken. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass da etliche sogenannte
Verfassungsschützer auf dem rechten Auge blind sind. Ein solcher Verfassungsschutz
ist überflüssig. Wir
fordern lückenlose Aufklärung und - wo notwendig - personelle Konsequenzen.“
Pressemitteilung ver.di
15.11.11 Arbeitsbedingungen im Altenheim
der Diakonie Northeim "(...) Julia
Niekamp, zuständige Gewerkschaftssekretärin bei ver.di in Göttingen "wir hören
immer wieder von hohem Krankenstand, burnout-Fällen und vor allem von massiven
Verstößen gegen geltende Arbeitszeitregelungen: Beschäftigte arbeiteten drei Wochen
durch ohne einen freien Tag, würden regelmäßig aus dem Frei und sogar aus der
Krankheit zum Dienst gerufen und müssen faktisch nach Dienstende weiterarbeiten,
ohne dass dies als Überstunden gewertet wird. Pausen gebe es faktisch kaum." Eigentlich
gelten für die Einrichtung verbindliche Regelungen - die "Arbeitsvertragsrichtlinien"
(AVR) der Diakonie, die auch für die Innere Mission Northeim die 38,5-Stunden-Woche
zwingend vorschreiben. "Stattdessen hat man jedoch von Vorstandsseite offenbar
auf die Beschäftigten Druck ausgeübt, einer Ausweitung auf bis zu 40 Stunden ohne
Lohnausgleich zuzustimmen. Als die Gewerkschaftssekretärin daraufhin die Beschäftigten
in der Einrichtung aufsuchte, um sie zu einer Informationsveranstaltung über Mitarbeiterrechte
und Arbeitsschutzbestimmungen in der Altenpflege einzuladen, versuchte die Heimleitung,
das zu unterbinden. "Zuerst wollte man mich rauswerfen. Dann ließ man nicht zu,
dass ich allein mit Mitarbeitern sprach. Jedes Gespräch wurde sofort unterbrochen
und die Beschäftigten zur Arbeit angehalten. (...) "Kirche und Diakonie verweigert
ihren Beschäftigten aus Prinzip den Abschluss von Tarifverträgen - doch dadurch,
dass die Diakonie der größte Einzelakteur in der Altenpflege in Niedersachsen
ist, könnte das Gehaltsniveau eines Diakonie-Tarifvertrags per Gesetz für branchenverbindlich
erklärt werden. Daran wären dann sämtliche ande-ren Anbieter gebunden. Der Wettbewerb
würde so nur noch über die Pfle-gequalität ausgetragen werden, aber nicht mehr
auf dem Rücken von ca. 60.000 Beschäftigten - wenn die Kirchen endlich über ihren
Schatten springen würden." Pressemitteilung
Stadtverband SPD 4.11.11 Persönliche Schreiben
an die Konzernleitung von EDEKA In einem persönlichen Schreiben
an die Konzernleitung von Edeka kritisieren die Göttinger SPD-Politiker Gabriele
Andretta MdL, Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Horst Reinert und Ronald Schminke
MdL das Verhalten der Netto- und Edeka-Marktleitungen bzw. der Konzernführung
gegenüber Mitgliedern der Gewerkschaft ver.di bei mehreren Protestaktionen in
Göttingen und Südniedersachsen am 8. Oktober 2011. Die dort geplanten Flashmobs
waren von den jeweiligen Marktleitungen unterbunden und jeglicher Protest der
Gewerkschafter teilweise schon im Vorfeld verhindert worden. Im Zuge dessen wurde
sogar ein bundesweites Hausverbot für Gewerkschaftsmitglieder erteilt. Die SPD-Politiker
kritisieren in ihrem Brief das harte Vorgehen der Marktleitungen als unverhältnismäßig
und verweisen auf das im Grundgesetz verankerte Betätigungsrecht der Gewerkschaften.
Flashmobs seien dabei ein legitimes Mittel des Protestes am Arbeitsplatz. Die
Forderungen der Arbeitnehmerseite nach besseren Arbeitsbedingungen und Einhaltung
der tariflichen Bestimmungen seien zudem nachvollziehbar und müssten auch von
der Konzernleitung ernsthaft verhandelt werden. Als „Paten“ der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer in Göttinger Netto-Filialen bieten die SPD-Politiker an, zwischen
den Konfliktparteien zu vermitteln. Pressemitteilung
Ratsfraktion Bündnis 90/DieGrünen 3.11.11 Verwaltungsgerichtsurteil
gefährdet Jugendprojekt Mit Befremden reagiert die Stadtratsfraktion
von Bündnis 90/DIE GRÜNEN auf die Außerkraftsetzung des neuen Bebauungsplanes
für das Gebiet "Südlich des Senders" durch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg.
"Die Entscheidung legt einer sozialen Entwicklung unserer Stadt unnötig Steine
in den Weg", erklärt Horst Roth, Mitglied im Bauausschuss. "Den einzigen Weg,
den hohen Anforderungen des Gerichts zu entsprechen, sehe ich in einer stadtweiten
Standortplanung für soziale Einrichtungen", ergänzt er. "Soziale Projekte wie
das der Jugendhilfe müssen auch in Wohngebieten außerhalb der Brennpunkte einen
Platz haben." Ursprüngliches Ziel der Änderung des Bebauungsplans war es, soziale
Einrichtungen auch in dem Wohngebiet "Südlich des Senders" zu ermöglichen. Die
Jugendhilfe Am Rohns bietet dort seit 2008 eine Nachmittagsbetreuung für Jugendliche
von 7 bis 14 Jahren an, die durch das Urteil gefährdet ist. Das Gericht beanstandete,
dass eine Änderung des Plans nur für dieses Gebiet unzureichend begründet sei.
Die Fraktion fordert die Verwaltung darum auf, eine Lösung zu suchen, die der
geltenden Rechtsauslegung genügt. "Wenn wir in Göttingen den sozialen Ausgleich
fördern wollen, müssen wir zu einer gleichmäßigeren Verteilung sozialer Einrichtungen
kommen." Pressemitteilung
Universität Göttingen 5.500 Studienanfänger/innen erwartet
An der Universität Göttingen werden sich zum Wintersemester 2011/2012 voraussichtlich
rund 5.500 Studierende neu einschreiben. Das entspricht einem Zuwachs von fast
20 Prozent im Vergleich zum Wintersemester 2010/2011. Rund 4.300 der Neuimmatrikulierten
beginnen erstmals ein Studium im ersten Hochschulsemester. Diese Zahl ist über
22 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Gesamtzahl aller Studierenden wird im
Wintersemester 2011/2012 an der Universität Göttingen voraussichtlich etwa 25.500
betragen. Das entspricht einem Zuwachs von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
" Zum Wintersemester 2011/2012 haben sich r und 5.500 Studierende neu an der Universität
Göttingen eingeschrieben, so viele wie nie zuvor in einem einzigen Semester ",
so Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Vizepräsident für Studium und Lehre. "Die Gesamtzahl
der Studierenden war in Göttingen zuletzt 1998 so hoch . Wir haben uns gut auf
den doppelten Abiturjahrgang vorbereitet und hoffen, dass das Bewerbungsverfahren
für alle Studierenden reibungslos verlaufen ist ." Prof. Dr. Wolfgang Lücke Georg-August-Universität
Göttingen Vizepräsident für Studium und Lehre Pressemitteilung
AStA 22.10.11 AStA fordert Wiederaufnahme der Ermittlungen
Vergangenes
Jahr musste der der damals amtierende AStA den größten Finanzskandal, den die
verfasste Studierendenschaft Göttingens je gesehen hatte, bekanntgeben: Über 25.000€
waren verschwunden. Die damalige AStA-Vorsitzende Susanne Peter erstattete Anzeige
wegen Diebstahls bzw. Hinterziehung. Das Verfahren wurde nun von der Staatsanwaltschaft
Göttingen eingestellt. Der AStA legt jetzt dagegen Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft
Braunschweig ein und strebt eine Fortführung der Ermittlungen an. Hintergrund:
Anfang Dezember 2011 wurde bekannt, dass bei einer "public viewing"-Veranstaltung
zur Fußball WM rund 18.000€ in den Büchern des AStA fehlten. Während diese Summe
die Überschriften in der Presse prägte, musste sie kurz darauf mehrfach nach oben
korrigiert werden: Im Vertigo, dem Party-Keller des AStA, ging ebenfalls einiges
nicht mit rechten Dingen zu. Mindestens 7.000€ fehlten auch hier in den Bilanzen.
Als sich die Fehlbeträge nicht mehr verheimlichen ließen, entschloss sich die
damalige AStA-Vorsitzende Susanne Peter (ADF), gegen den Widerstand aus den eigenen
Reihen, an die Öffentlichkeit zu gehen und Anzeige gegen vier verdächtige Personen
zu erstatten, die teilweise aus dem AStA-Umfeld stammten(...) Das laufende Verfahren
wurde nun von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Als Begründung wurde angegeben,
" dass eine Vielzahl von Personen im Verlauf der Veranstaltung die Möglichkeit
hatte, auf Waren- und Kassenbestände Zugriff zu nehmen, ohne dass dies in Einzelnen
dokumentiert oder auch nur bemerkt worden ist. Mithin aber war der Nachweis einer
Täterschaft nicht möglich. " Der AStA ist verwundert darüber, dass die Staatsanwaltschaft
so eindeutig zu diesem Schluss kommen konnte. " Es wurden unseres Wissens nach
im Verlauf der Ermittlungen weder die damalige AStA-Vorsitzende Susanne Peter,
noch die AStA-Geschäftsführerin, noch die damaligen Finanzreferenten oder die
jeweiligen Projektleiter auch nur einmal befragt ".(...) Zahlen
wurden vom AStA nachträglich korrigiert Pressemitteilung
AStA der Universität Göttingen 17.10.11 Staatsanwalt soll weiter nach Dieben
forschen AStA
der Universität Göttingen legt Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig
ein Der AStA der Universität Göttingen hatte im Februar 2011 Strafanzeige wegen
Diebstahl u.a. erstattet, da der Studierendenschaft etwa 35.000 € gestohlen worden
waren. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat das Ermittlungsverfahren gegen mehrere
verdächtige Personen nun wegen Schwierigkeiten bei den Nachweisen der Täterschaft
eingestellt. Der AStA hat jedoch bereits Beschwerde gegen die Einstellung bei
der Generalstaatsanwaltschaft eingelegt und strebt eine Fortführung der Ermittlungen
an. AStA Uni Göttingen, 17. Oktober 2011 Pressemitteilung
MdL Stefan Wenzel (Grüne) Neuer Bahn-Haltepunkt
Rosdorf "Es geht nicht um die Wiedereröffnung des alten eher abseits
gelegenen Rosdorfer Bahnhofs, sondern um die Einrichtung eines neuen modernen
Haltepunktes". Dieser solle möglichst nah an Siedlungs- und Gewerbeflächen liegen,
und auch zu Fuss oder mit dem Fahrrad gut erreichbar sein. In Frage kämen daher
Flächen im Bereich der Kreuzung der Bahnlinie mit der Göttinger Straße bzw. im
Bereich Raiffeisenstraße, Götzenbreite und Spickenweg. Alle Optionen müssten geprüft
werden. Wenzel: "Mit der Bahn wäre man in 3 Minuten am Hauptbahnhof in Göttingen
- unschlagbar schnell". Auch in Richtung Süden entstünde eine schnelle Anbindung
Richtung Friedland, Hann Münden und Kassel. Mit der Schaffung von Haltepunkten
in Rosdorf und Obernjesa, Weende und Bovenden könne die Leineschiene eine starke
Entlastung der Straßen im Leinetal bewirken.
Pressemitteilung Kreisverband
DieGrünen / Kreisverband SPD Statt Grüne/CDU
zukünftig Grüne/SPD im Kreistag Gruppenvertrag
zwischen SPD und GRÜNEN trifft auf große Zustimmung in den Mitgliederversammlungen
"Die Verhandlungen haben gezeigt, dass die Schnittmengen zwischen SPD und GRÜNEN
am größten sind, wenn es um die praktische Politik für die Menschen in dem Landkreis
Göttingen geht. Deshalb sind die Verhandlungen sehr zügig und unkompliziert verlaufen",
verdeutlichte Hans Georg Schwedhelm, Sprecher des GRÜNEN Kreisverbandes Göttingen.
Es habe ein Sondierungsgespräch und einen Verhandlungstermin zwischen SPD und
den GRÜNEN gegeben. Wir wollen die Politik im Landkreis Göttingen in den kommenden
fünf Jahren zusammen mit den GRÜNEN gestalten. Trotz knapper Kassen wollen wir
in der Verkehrspolitik, der Sozialpolitik, bei der Umsetzung der Energiewende
und in der Schulpolitik neue Akzente setzten", erklärte Marcel Riethig, stellvertretender
Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Göttingen. Für die SPD hat der Unterbezirksvorstand
in seiner Sitzung am 7. Oktober 2011 der Vereinbarung zugestimmt.Die Grüne Mitgliederversammlung
hat am 11. Oktober den Gruppenvertrag ihrerseits mit wenigen kritischen Nachfragen
aber dann fast einmütig ebenfalls auf den Weg gebracht. Die Vereinbarung gilt
für fünf Jahre. "Wir wollen einen Landkreis in Südniedersachsen schaffen unter
Beteiligung der Landkreise Osterode, Northeim und Göttingen. Hierfür haben wir
uns das Ziel März 2013 gesetzt. Dann gibt es auch die vom Land versprochene Entschuldungshilfe",
erklärte Riethig. "Der Prozess der Vereinigung soll unter aktiver Beteiligung
der Bevölkerung, der Gemeinden und Städte und der Beschäftigten bei den Landkreisen
durchgeführt werden. Wir wollen vielfältige Informations- und Beteiligungsformen
nutzen, zum Beispiel das Internet. In Bürgerforen sollen die Bürgerinnen und Bürger
mit Politik und Verwaltung den Prozess begleiten und ihn bereichern", sagte Riethig.
Gemeinsames Ziel sei es, die CDU in den Diskussionsprozess intensiv einzubeziehen.
"Die im Kreistag beschlossene Energiewende wird jetzt kraftvoll umgesetzt. Dabei
geht es um die Verzahnung der Aktivitäten in den Gemeinden und Städten sowie um
eine Unterstützung von lokalen Initiativen, die zum Beispiel Windräder oder Solaranlagen
betreiben wollen", erklärte Martin Worbes, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion.
"Die Gruppenpartner habe weiter verabredet, dass der Landkreis Göttingen keine
neuen Straßen bauen wird. Die Südumgehung in Göttingen und die Umgehungsstraße
um Dransfeld werden aus dem Raumordnungsprogramm gestrichen. Durch ein Verkehrskonzept,
weg vom Auto hin zu Schiene, Bus und Rad, wollen wir den CO2-Ausstoß bis zum Jahr
2040 um 40% reduzieren. Dies wird nur bei einem Verkehrskonzept in Abstimmung
mit der Stadt Göttingen gelingen", sagte Worbes. Dabei solle ein besonderes Augenmerk
auf die Verkehrsteilnehmer gerichtet werden, die täglich nach Göttingen einpendeln.
"> "Schulpolitische Akzente werden gesetzt, indem die Eltern zur Einrichtung einer
IGS in Hann. Münden befragt werden. Die aktuellen Schuleinzugsgebiete werden überprüft
werden und dabei denken wir besonders an Dransfeld. Die Stärkung der Berufsschulstandorte
in Hann. Münden und Duderstadt ist ebenfalls Teil der Vereinbarung. Für Duderstadt
ist als erster Schritt die Schaffung einer Altenpflegeschule an der BBS vereinbart
worden", teilte Jörg Wieland, wieder gewählter Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion,
mit. "Zu den Vereinbarungen gehört der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigung
beim Landkreis Göttingen und die Zusicherung, dass es keine Privatisierungen geben
wird", erklärte Hans Georg Schwedhelm. "Diese Zusicherung der Politik soll in
einer Dienstvereinbarung für die Beschäftigen abgesichert werden." "Sozialpolitisch
wird zukünftig wieder der hilfebedürftige Mensch im Mittelpunkt stehen, so dass
die freien Wohlfahrtsverbände und Beratungsstellen für ihre wichtige Arbeit mehr
Kontinuität und Sicherheit haben werden. Mit der Stadt Göttingen werden wir eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit anstreben, daran hat es in der Vergangenheit
oft gemangelt. Außerdem werden der Beitritt zur Gesundheitsregion sowie der Erhalt
der Handweberei Rosenwinkel, als sozialer Betrieb, umgesetzt," erläutert Wieland.
Pressemitteilung
Kreisverband der Partei DieLinke Hebammen unterstützen! "Hohe
Kosten für die Haftpflichtversicherung und zu niedrige Sätze von den Krankenkassen
zwingen viele freiberufliche Hebammen einem Zweitjob nachzugehen. Gegen diese
Missstände gehen die Hebammen derzeit auf die Straße. Göttinger Kreisverband und
Ortsverband der LINKEN, sowie die Göttinger Kreistagsfraktion der LINKEN und die
Ratsfraktion der Göttinger Linken erklären sich solidarisch mit den Hebammen.
Schnelle Hilfe, wie sie bei Banken in Not üblich sei, gäbe es im Falle der Hebammen
nicht, so Patrick Humke (MdL, sozial- und gesundheitspolitischer Sprecher der
Landtagsfraktion). Bereits im Mai 2011 habe die Links-Fraktion im niedersächsischen
Landtag eine Anfrage gestellt. Die Antwort der Landesregierung sei ausweichend
und weise eine Zuständigkeit von sich. Die niedersächsische Landesregierung sähe
keinen Handlungsbedarf. Patrick Humke: „Die aktuellen gesellschaftlichen Umstände
erfordern einen noch größeren Einsatz von kompetenten Hebammen, die besonders
jungen Müttern bereits vor der Geburt informierend zur Seite stehen und diese
auch einige Zeit nach der Geburt noch begleiten. Zwar gibt es die so genannten
Familienhebammen in Niedersachsen bereits, allerdings müssen die Hebammen die
notwendige Fortbildung selbst finanzieren. Politik und Krankenkassen sind nun
in der Pflicht die berechtigten Forderungen der Hebammen umzusetzen, anstatt die
Verantwortung zu verschieben.“ Dr. Eckhard Fascher (Vorsitzender der Links-Fraktion
im Landkreis Göttingen): „Die Geburt ist der erste Schritt des Menschen. Die Qualität
dieses ersten Schrittes hängt maßgeblich von der Hebamme ab und diese leisten
wichtige und hochwertige Arbeit. Es ist daher umso bedauerlicher und nicht länger
hinnehmbar, dass viele der freiberuflichen Hebammen nicht von ihrer Hebammentätigkeit
leben können.“ Dazu Gerd Nier Sprecher im Sprecher/innenkreis der Göttinger Linken:
„Der demographische Wandel zwingt uns zu handeln und eine Stagnation bei den Geburtenzahlen
können wir uns nicht leisten. Wenn Frauen sich für ein Kind entscheiden, sollten
sie in jedem Falle auch die Wahl haben zwischen einer Haus- und einer Krankenhausgeburt.
Der Krankenkassensatz für eine Hausgeburt liegt derzeit bei 548 Euro, dies beinhaltet
auch Vor- und Nachsorge. Zu wenig für diese hochqualifizierte Arbeit. Eine Folge
könnte sein, dass demnächst keine Hausgeburten mehr angeboten werden. Es ist paradox,
wenn hier die Krankenkassen Geldmangel beklagen, aber gleichzeitig schwarze Zahlen
schreiben.“ Pressemitteilung
ver.di Göttingen 10.10.11 Pressefreiheit als Bedrohung
der Verfassung ? Ein
Göttinger Journalist wird durch die Ausübung seines Berufs zur Zielscheibe des
Verfassungsschutzes (VS). Ein eingeschränkter Einblick in die Verfassungsschutzakte
zeigt, dass die Göttinger Polizei das Beschäftigungsverhältnis des Journalisten
beim Göttinger Lokalradio selbst als „Erkenntnis“ dem Verfassungsschutz meldet
und der Verfassungsschutz Buch führt über die Demonstrationen an denen er als
Journalist teilnimmt. Dieses skandalöse Vorgehen der Göttinger Polizei und des
Verfassungsschutzes kam ans Tageslicht, nachdem der Redakteur ein Auskunftsersuchen
bei verschiedenen Behörden gestellt hatte. (...) In Reaktion auf das Auskunftsersuchen
teilte der niedersächsische Verfassungsschutz nun mit, dass der VS die „Erkenntnis“
hätte, dass der 43-jährige seit dem Jahr 2000 bei dem Lokalradio arbeite und an
drei Demonstrationen in Göttingen teilgenommen habe. Für die Gewerkschaft ver.di
ein alarmierendes Signal: „Die Beschäftigung unseres Kollegen beim Lokalradio
als „polizeiliche Erkenntnis“ zu präsentieren ist ein ungeheuerlicher Vorgang.
(...) Dass nun die Ausübung seines Berufs für den Kollegen zu ständig erweiterten
Einträgen in einer Verfassungsschutzakte führt, weckt ungute Erinnerungen an längst
vergangene Zeiten. Solch eine Überwachung eines Journalisten bei der Arbeit bedroht
die Pressefreiheit und ist absolut inakzeptabel“ so Patrick von Brandt, Gewerkschaftssekretär
bei ver.di in Göttingen.
Pressemitteilung Rechtsanwalt Sven Adam 10.10.2011 Göttinger
Journalist seit 14 Jahren überwacht Im
Auftrag des Journalisten hat Rechtsanwalt Sven Adam jetzt Klage beim Verwaltungsgericht
Göttingen eingereicht. Dem voraus gegangen war ein Auskunftsersuchen des Redakteurs
nach dem skandalösen Vorgehen der Polizei in Dresden während einer Neonazi-Demonstration
im Februar 2011, die der Redakteur begleitet hatte. Die Dresdner Polizei hatte
bei mehreren Funkzellen-Abfragen die Daten von rund einer Million Mobiltelefonaten
erfasst. Angesichts dieses „Handygate“ sprach der sächsische Datenschutzbeauftragte
von einem unverhältnismäßigen Eingriff in die Grundrechte – gerade von Journalisten
und Anwälten. Nach dem Auskunftsersuchen bei verschiedenen Behörden teilte der
niedersächsische Verfassungsschutz nun unter anderem mit, der 43-jährige arbeite
seit dem Jahr 2000 bei dem Lokalradio und habe an drei Demonstrationen in Göttingen
teilgenommen. Für Rechtsanwalt Adam ein alarmierendes Signal: „Die Behörde macht
aus der journalistischen Begleitung eine offenbar staatsgefährdende Teilnahme
an legalen und angemeldeten Demonstrationen. Dies führt dazu, dass die angeblichen
'Erkenntnisse' über meinen Mandanten jedes Mal erweitert werden, wenn er seiner
beruflichen Pflicht nachgeht und über Demonstrationen berichtet“. (.....Adam...)
kritisiert außerdem die unvollständige Antwort des Verfassungsschutzes, in der
die Behörde eine weitere Einsicht in die personenbezogenen Daten seines Mandanten
verweigert. Aus diesem Grund ist jetzt der Niedersächsische Landesbeauftragte
für den Datenschutz eingeschaltet worden. „Mit einer Verpflichtungsklage habe
ich zusätzlich rechtliche Schritte eingeleitet, damit mein Mandant endlich erfährt,
welche angeblichen 'Erkenntnisse' der VS noch für ihn bereithält Außerdem muss
sich die Behörde vor Gericht nun für die mehr als 14-jährige Überwachung meines
Mandanten verantworten“. Pressemitteilung
Ratsfraktion GöLinke Die Ratsfraktion der WählerInnengemeinschaft
GöLINKE fordert das Ende des GVZ III Noch
in der Ratssitzung im März 2011 behauptete OB Meyer in der Diskussion um das GVZ
III / Siekanger, dass das benachbarte Gewerbegebiet in Rosdorf noch völlig unzureichend
erschlossen sei. Es wäre aktuell überhaupt nicht daran zu denken, dass dieses
Gebiet zum Verkauf anstehen könnte oder gar als konkurrierend zu den Göttinger
Vorhaben anzusehen sei. "Diese Behauptungen waren offensichtlich falsch, wenn
man den Pressemeldungen zu den Rosdorfer Plänen glauben kann. Pikant ist, dass
offensichtlich die Informationskanäle der Parteifreunde Meyer und Grahovac geschlossen
sind, so dass es jetzt zu einem Konkurrenzverhältnis zwischen den Kommunen gekommen
ist, das von den Unternehmen zu Lasten des Steuerzahlers ausgenutzt werden wird",
so Patrick Humke, LINKER Fraktionsvorsitzender und Bauausschussmitglied. (...)
Es ist zu darüber hinaus zu befürchten, dass der Leineberg von allen Seiten mit
verkehrsintensiven, Lärm- und Staubemissionen produzierenden Großprojekten vollends
eingekreist werden könnte. (...) "Es ist nicht einzusehen, dass sich die Stadt
Göttingen ein Millionengrab auf Kosten von Teilhabemöglichkeiten aller Menschen
leistet", so der künftige Fraktionsvorsitzende Gerd Nier. Pressemitteilung
Landkreis Göttingen 19.9.11 Verkehrssperrungen wegen
Papst Bedingt durch den umfangreichen Pilgerstrom anlässlich des
Papstbesuches am 23.09.2011 ist mit einem hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen,
von dem auch der Landkreis Göttingen betroffen sein wird. Das abgestimmte Verkehrskonzept
sieht vor, Verbindungsstraßen in Richtung Landkreis Eichsfeld für den Durchgangsverkehr
zu sperren. Allen untergeordneten Straßensperrungen für den allgemeinen Straßenverkehr
voraus geht die Vollsperrung beider Richtungsfahrbahnen der Autobahn A 38 zwischen
den Anschlussstellen Friedland und Werther (Ausnahme Pilgerverkehr, die A 38 dient
in einem Teilstück nahe Pilgerfeld insbesondere auch als Busparkplatz). Innerhalb
des Landkreises Göttingen sind gesperrt: • L 568 zwischen Bremke und Bischhagen
• Gemeindeverbindungsweg zwischen Bischhausen und Bischhagen • K 18 zwischen
Weißenborn und Siemerode • K 17 bzw. K 18 zwischen Charlottenburg und Glasehausen
• K 16 zwischen Etzenborn und Neuendorf • Duderstadt/OT Nesselröden: •
K 113 Nähe „Obere Mühle“ Richtung Bösekendor Pressemitteilung
Stadt Göttingen 16.9.11 Amtliches Endergebnis der
Kommunalwahl (...)
Im Rahmen der Prüfung der Wahlniederschriften und deren Anlagen durch die Gemeindewahlleitung
und durch den Beschluss des Gemeindewahlausschusses haben sich Veränderungen bei
Stimmenzahlen ergeben haben. Dies hat zwar keine Verschiebung in der Sitzverteilung
gebracht, aber dazu geführt, dass bei Bündnis 90 / Die Grünen aus dem Wahlbereich
3 statt Dr. Harald Wiedemann nun Maria Gerl-Plein in den Rat der Stadt Göttingen
einziehen wird. Eine weitere Veränderung gibt es außerdem im Ortsrat Groß Ellershausen
/ Hetjershausen / Knutbühren. Da in Folge der Nachprüfung die SPD 188 Stimmen
und die CDU 60 hinzubekommen haben, hat sich die Sitzverteilung zugunsten der
SPD verschoben. Die SPD hat jetzt fünf Sitze und die CDU nur noch vier. Statt
Karsten Wahmke (CDU) erhält jetzt Ralf Krummacker (SPD) einen Sitz im Ortsrat.
Pressemitteilung
Studentenwerks Göttingen und GDA Wohnstift 15.9.11 Hilfe
für die Alten wird auf Miete angerechnet Göttinger Projekt
„Wohnen für Hilfe“ startet zum Wintersemester 2011/2012 Studierende leben im Wohnstift!
Die einen suchen ein Zimmer und sind bereit, sich zu engagieren, die anderen haben
den Wohnraum und können hin und wieder eine helfende Hand gebrauchen. In einem
gemeinsamen Projekt „Wohnen für Hilfe“ des Studentenwerks Göttingen und GDA Wohnstift
Göttingen vermittelt das Studentenwerk zimmersuchende Studierende, die bereit
sind im Wohnstift zu leben und dabei gerne helfen. Dadurch haben Studierende die
Möglichkeit, eine günstige und schöne Unterkunft zu nutzen. „Dieses ist dem Studentenwerk
gerade vor dem Hintergrund des doppelten Abiturjahrgangs wichtig“ betont Prof.
Dr. Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen. Das Projekt startet
in Göttingen zum Wintersemester 2011/2012 und bringt unterschiedliche Generationen
und Kulturen zusammen. Die Besonderheit: Die Höhe der Miete ist abhängig von den
geleisteten Arbeitsstunden. Die Studierenden unterstützen bei unterschiedlichen
Tätigkeiten wie Rezeptionsdienst, Fahrdienst, Seniorenbegleitung usw. Pflegeleistungen
jeglicher Art sind ausgeschlossen! Beide Seiten profitieren innerhalb der Wohnpartnerschaft
durch ein Geben und Nehmen gleichermaßen. Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen, 12.9.11 Ideologisches Ziel der Deutschlandstipendien:
Elitenförderung "Der
AStA der Uni Göttingen kritisiert insbesondere den ideologischen Charakter des
Stipendienprogramms. Anstatt auf eine breite Massenförderung, setzt die Bundesregierung
mit dem Deutschlandstipendium auf eine fragwürdige Elitenförderung. Ganz offen
wird als Ziel des Programms genannt, Fach- und Spitzenkräfte an die beteiligten
Wirtschaftsunternehmen zu vermitteln. "Hier besteht die Gefahr einer zunehmenden
Günstlingswirtschaft. Angesichts einer zunehmenden Chancenungleichheit brauchen
wir aber Maßnahmen, die den Studierenden wirklich nutzen und einen Ausgleich zum
sozial selektiven Hochschulzugang schaffen", (...) Das von der Bundesregierung
investierte Geld wäre besser in einem Ausbau des bereits bestehenden BAföG-Systems
untergebracht." Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen, 12.9.11 Zwangsexmatrikulationen
Magister/Diplom: Situation in Göttingen An
der sozialwissenschaftlichen und philosophischen Fakultät werden für die Diplom-
und Magisterstudiengänge nach dem Wintersemester 2012/13 keine Prüfungen mehr
abgenommen. In den betroffenen Studiengängen sind insgesamt noch mehrere hundert
Studierende immatrikuliert. Die Schließung ist ebenfalls für die Lehramtsstudiengänge
akut. Bereits zum Ende des Jahres soll die staatliche Prüfungsstelle für Lehramt
an Gymnasien in Göttingen geschlossen werden. Die betroffenen Studierenden müssen
dann ihre Prüfung außerhalb Göttingens, voraussichtlich in Hildesheim ablegen.
Ursprünglich war die Schließung vieler Studiengänge bereits für das Sommersemester
2011 angesetzt. So etwa an der philosophischen Fakultät, an der nur durch den
entschlossenen Protest von Studierenden die Verlängerung gegen den Willen des
Fakultätsrates durchgesetzt werden konnte. Auch die Verlängerung der Frist für
die Staatsexamensstudiengänge erfolgte erst im April 2011 in letzter Minute. "Viele
der betroffenen Studierenden arbeiten Teilzeit, um ihr Studium zu finanzieren.
Nicht zuletzt die Studiengebühren, die in Niedersachsen seit 2007 erhoben werden,
verschärfen diese Situation. Es gibt viele Gründe, die ein Studium verzögern können",
(...) "Es freut uns zu hören, dass das Präsidium offenbar keine Exmatrikulationen
anstrebt. Das darf aber keine bloße Behauptung bleiben. Wir hoffen dass die entsprechenden
Klauseln aus den Prüfungsordnungen schnellstmöglich wieder gestrichen werden.
Sollte es in Zukunft aber doch zu Zwangsmaßnahmen kommen, wird der AStA selbstverständlich
sowohl Proteste als auch juristische Maßnahmen dagegen unterstützen" Pressemitteilung
des Schüler*innenbündnis Göttingen 8.9.11 Keine Demo
nur für bessere Gymnasien sondern für bessere Schulen! Für
Samstag, den 10.09.2011, haben Elternvertretungen von Gymnasien aus Göttingen
und Umgebung eine Demonstration "für ein besseres Gymnasium" angekündigt, die
um 11 Uhr auf dem Schützenplatz in Göttingen beginnen soll. Dazu gibt es einen
Katalog mit Verbesserungsforderungen, der u.a. umfaßt: kleinere Klassen, weniger
Leistungsdruck, mehr Lehrkräfte und eine Stärkung der sozialen Kompetenzen. Diese
Forderungen entsprechen jenen, die schon seit über zwei Jahren von Schüler*innen,
Studierenden und Auszubildenden in der ganzen Republik erhoben werden. Wohlgemerkt
von Vertretungen jeglicher Schulform! Hier jedoch nehmen sich die Elternvertretungen
einiger ausgesuchter Gymnasien in Stadt und Umland die Selbstgefälligkeit heraus,
all' dieses nur für "bessere Gymnasien" zu fordern. Alle übrigen Schulformen können
ja ruhig hinten runter fallen. Ob diese nun zur neuen "Oberschule" zusammengefaßt
werden sollen oder wie die "Restschule" sonst auch immer euphemistisch genannt
werden soll - Hauptsache, die Gymnasien bleiben "was besseres". Gegen diese Absetzbewegung
mit Elitedünkel wehren wir uns entschieden! Erfahrungen anderer Länder (man blicke
nur auf die Erfolge nordischer Länder in den PISA-Vergleichen) zeigen ganz deutlich,
dass gerade eine weitgehend gemeinsame Bildung aller in einer "inklusiven Schule"
zu einem weit höheren Bildungsniveau führt! Im Aufruf der gymnasialen Elternvertreter
heißt es u.a.: "Kompetenzen vermitteln statt Auswendiglernen, Kreativität statt
Pauken, Entrümpeln der Lehrpläne, Grundlagenverständnis statt Detailwissen, altersgerechte
Stoffpläne". Alle diese Punkte treffen auf jegliche Schulform zu! Welche wäre
zur Verwirklichung der Forderung nach "Stärkung des sozialen Umgangs" besser geeignet,
als eine "inklusive Schule" für alle? Die Abschaffung des G8, das "zu einer unbewältigbaren
Stoffdichte geführt" hat (so die Gymnasialvertreter) und damit die Abkehr vom
Turbolernen, ist eine Forderung, die bisher solidarisch von allen Schüler*innen
bundesweit erhoben wurde. Für alle Bildungseinrichtungen gilt auch die Forderung
nach einer hinreichenden Ausfinanzierung unseres Bildungssystems! Unter dem Lehrkräftemangel
leiden alle Schulformen, ebenso unter der Unterfinanzierung. Obwohl es einen Ansturm
bei den Neuanmeldungen für Integrierte Gesamtschulen gibt, wird ihre Neugründung
massivst behindert. Dabei wurde eine davon (die IGS in Göttingen) gerade als "beste
Schule der Republik" ausgezeichnet! Die Probleme der Schulpolitik betreffen uns
alle, nicht nur die Gymnasien. Dass sich jetzt ausschließlich Elternvertretungen
von Gymnasien zusammenschließen, um für eine Verbesserung der Bildungssituation
einer Schulform auf die Straße zu gehen, ist umso erstaunlicher. Das Motto müßte
doch eher heißen: "Demo für eine bessere Schule", denn schließlich sind wir alle
davon betroffen. Genau dies ist auch der Ansatz des aktuell laufenden "Volksbegehrens
für gute Schulen" in Niedersachsen. Das Schüler*innenbündnis ruft daher alle
zu dessen tatkräftiger Unterstützung auf. Bildung darf kein Privileg nur für Kinder
aus "besserem" Elternhaus sein, sondern ist ein Recht für alle! Daher übernehmen
wir gern den Aufruf, sich "kreativ" an der Demo zu beteiligen - und stellen sie
unter das offene Motto "Demo für eine bessere Schule"! Die Überwindung des mehrgliedrigen
Schulsystems würde endlich die massive soziale Selektion beenden (die im weltweiten
Vergleich hier am höchsten ist!), den sozialen Umgang stärken und entschieden
dazu beitragen, dass sich unsere Schüler*innen "zu starken Persönlichkeiten entwickeln"
können (wie es im Demo-Aufruf heißt). Deshalb für eine gute Schule für alle -
für eine umfassende Demokratisierung des Bildungssystems! Gemeinsame
Pressemitteilung der Ratsfraktionen der SPD und GöLinke 8.9.11
Landesregierung
zerstört Erfolgskonzept des Göttinger Schulpreisträgers! "Die
Stadtratsfraktionen der SPD und GöLinken zeigen sich entsetzt: Wie aus gut informierten
Kreisen der Landespolitik zu erfahren sei, gebe es nun doch kein Angebot der Landesregierung,
um das Erfolgskonzept der IGS Göttingen-Geismar am Leben zu erhalten. Der Erfolg
des Deutschen Schulpreisträgers beruhe darauf, ein möglichst langes gemeinsames
Lernen anzubieten. Durch die Zwangsverpflichtung zum Abitur nach 12 Jahren sei
dieses nicht mehr aufrecht zu erhalten. Viele Schüler bräuchten eine längere Entwicklungszeit,
um dann im Abitur genauso erfolgreich zu sein. Noch kurz vor der Sommerpause habe
der Rat einstimmig die Landesregierung aufgefordert, der Göttinger IGS einen Sonderweg
zu ermöglichen. "Es gibt bis heute nur eine zweifelhafte Lösung: alle Schüler
sollen bis zur 10. Klasse die gleiche Stundenzahl erhalten - das aber setzt die
schwächeren unter Leistungsdruck. Ein Abitur nach 13 Jahren ist so weiterhin nicht
möglich!" so kommentieren es die beiden Ratsfraktionen gleichlautend. Noch vor
der Sommerpause habe Kultusminister Althusmann eine sorgfältige Prüfung für die
IGS angeregt. "Was jetzt vorliegt, ist eine olle Kamelle, die die Schulleitung
der IGS schon vor mehr als einem Jahr als unzureichend abgelehnt hat!" so die
Ratsfraktionen. Damit bleibe es beim Abitur nach 12 Jahren und der Zerstörung
der erfolgreichen Struktur der IGS. "Hier wird ideologisch gegen Gesamtschulen
verschleppt und verzögert, erst nach den Kommunalwahlen will man wohl die Katze
aus dem Sack lassen und der IGS den Stecker ziehen!" sind sich die beiden Ratsfraktionen
sicher. Kultusminister Althusmann werde damit der erste KMK-Präsident sein, der
einer Schulpreisträger-Schule des eigenen Bundeslandes Steine in den Weg lege.
"Wir fordern die Landesregierung auf, klar zu sagen, ob sie die IGS unterstützt
und ihr eine Zusage für das Abitur nach 13 Jahren zu geben - und zwar vor den
Kommunalwahlen!" erklären die beiden Ratsfraktionen abschließend."
Für die SPD Tom Wedrins , Für die GÖLinke Rolf Ralle)
Pressemitteilung der Initiative
"ArbeiterKind.de" SchülerInnen aus nicht-akademischem
Elternhaus zur Aufnahme eines Studiums ermutigen Ab
dem 1. September bietet die bundesweite Initiative ArbeiterKind.de auch
in Göttingen eine wöchentliche Sprechstunde an. Immer donnerstags von 17 bis 18
Uhr stehen in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in der Kurzen
Straße 13 die Mentorinnen und Mentoren für Fragen rund ums Studium zur Verfügung.
Ziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schülern aus nicht-akademischem Elternhaus
zur Aufnahme eines Studiums zu ermutigen und sie als Studierende weiter zu unterstützen.
Durch die Sprechstunde können alle Ratsuchenden nun persönlich und nicht nur per
E-Mail oder Telefon mit uns in Kontakt treten. (...) Seit der Gründung von Arbeiterkind.de
im Jahr 2008 wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet und es entstanden bundesweit
ca. 80 lokale Gruppen, in denen sich derzeit über 3.000 Ehrenamtliche engagieren.
Wir würden uns in Göttingen über weitere Helfer freuen, damit wir unser Angebot
auch zukünftig ausbauen können. ( goettingen@arbeiterkind.de und www.arbeiterkind.de)
Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen 22.8.11 Gegen die letzten Bastionen
der Studiengebühr-Länder: Bayern und Niedersachsen Vom 19. bis
21.8.2011 fand die halbjährliche Vollversammlung des bundesweiten Aktionsbündnis
gegen Studiengebühren (ABS) in Göttingen statt. Der AStA der Uni Göttingen stellte
dem Bündnis hierfür seine Räumlichkeiten zur Verfügung und begrüßte die zahlreichen
Bündnispartner*innen. Das ABS führt seit 1998 den Kampf gegen Studiengebühren
und fordert ein bundesweites Verbot. Dem breiten Bündnis gehören u. a. Studierendenschaften,
Hochschulgruppen, Gewerkschaften, Fachschaften, Initiativen, Parteien, Verbände,
Dozent*innen und Einzelpersonen an. Unter anderem wurde in der Vergangenheit die
Abschaffung der Studiengebühren in Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg
durch erfolgreiche Kampagnen begleitet. Auf der Vollversammlung am Wochenende
wurde beschlossen, nun den Kampf gegen Studiengebühren in Niedersachsen und Bayern
zu forcieren. Nach der Zurücknahme der Gebühren in vielen Bundesländern, werden
ab 2012 lediglich in diesen beiden Bundesländern allgemeine Studiengebühren erhoben.
Zentral für diese Arbeit wird die Vernetzung zwischen bayrischen und niedersächsischen
Studierenden sein, die durch das Treffen intensiviert werden konnte. (...) Derweil
wächst die Unzufriedenheit der Studierenden mit den gesetzlich erhobenen Studiengebühren.
Laut dem Gebührenkompass, einer Studie zur Akzeptanz von Studiengebühren, lehnen
sie 82% der niedersächsischen Studierenden ab. Pressemitteilung
der ver.di Region Göttingen 22.8.11 Trotz Zusagen zu
Verbesserungen - Probleme bestehen weiter bei Netto Nach bundesweiten
Berichten und einer Kundgebung vor der Göttinger Netto-Filiale in der Prinzenstraße
erklärte Netto sich diesen Sommer zu drei Verhandlungstreffen mit ver.di Kolleg/innen
von Netto bereit. Im Fokus der Forderungen standen die korrekte tarifliche Eingruppierung
der geringfügig Beschäftigten, Einhaltung der Arbeitsschutzgesetze, des Arbeitszeitgesetztes
und die Bezahlung von Überstunden. Beim bisher und vorläufig auch letzten Gespräch
mit dem Netto Management am Montag, den 15. August 2011 in Göttingen teilte dieses
mit, sie hätten die ver.di Forderungen umgesetzt. Diese „Umsetzung“ wird nun von
den ver.di Kolleg/innen der rund 20 Filialen in der Region Göttingen- Südniedersachsen
scharf kritisiert. „Bis auf einige wenige Einzelfälle wird weiterhin keine ununterbrochene
Pause gewährt, der Arbeitsdruck ist enorm, Vor-und Nacharbeitszeiten bleiben meist
unbezahlt“ (...) „Mit nur 2 Beschäftigten pro Schicht und einer ungeheuren Warenmenge
ist die Arbeit ohne unbezahlte Mehrarbeit nicht zu schaffen“. „Auch Pausen können
so schwerlich gewährt werden“,(...) Von eingestellten Mobbing- Attacken und
einigen, wenigen Verbesserungen abgesehen fühlen sie sich hingehalten und abgespeist.
„Gemeinsam mit unseren Pat/innen (lokale und regionale Persönlichkeiten) planen
wir für den Herbst weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen, um die Kund/innen
über diese Missstände zu informieren“ Pressemitteilung
Frauen-Zimmer e.V. 15.8.11 Verein beschließt Ende
des Zweite Hand Kleider - Beschäftigungsprojektes In
der Zweite Hand Kleider - Beschäftigungsmaßnahme bietet der Verein Frauen-Zimmer
seit 2009 für erwerbslose Frauen ein Arbeitstraining an. Frauen, die wenig Chancen
auf dem 1. Arbeitsmarkt haben, werden dort im Rahmen eines 1-€-Jobs intensiv angeleitet
und sozialpädagogisch begleitet. Der Kooperationspartner, die Beschäftigungsförderung
von Stadt und Landkreis Göttingen stellt die Finanzierung sicher und weist die
Teilnehmerinnen vom Jobcenter aus auf die Qualifizierungsplätze zu. Auf diese
Weise können Fachkenntnisse und Schlüsselqualifikationen, die der Arbeitsmarkt
erfordert, erworben werden. Viele Frauen haben bereits mit gestärktem Selbstbewusstsein
die Maßnahme abgeschlossen. Einigen Teilnehmerinnen ist es sogar gelungen, den
Schritt in eine Ausbildung zu machen. Das Projekt mit dem schönen Ambiente in
der Langen Geismarstr. 77 wird auch von den Kundinnen sehr geschätzt. Erst die
reichliche Kleiderspende vieler einzelner Kundinnen ermöglicht den Teilnehmerinnen
die Beschäftigung - eine Konzeptidee, die aufgeht. Dennoch muss der Laden zum
31.08.11 schließen. Frauen-Zimmer e.V. hatte mit diesem Projekt vor allem die
Frauen erreichen wollen, die einen hohen Bedarf an Förderung und Unterstützung
brauchen, um Arbeitsfähigkeit (wieder) zu erlangen oder zu steigern. Die Veränderungen
in der Beschäftigungspolitik der Bundesregierung seit Anfang des Jahres haben
leider bewirkt, dass die Anleitung und pädagogische Begleitung der Teilnehmerinnen
von einer kleinen Einrichtung wie Frauen-Zimmer nicht mehr in der bewährten Qualität
zu leisten sind. Die Teamfrauen des Vereins Frauen-Zimmer bedanken sich recht
herzlich bei allen Spenderinnen, Kundinnen und allen anderen, die das Projekt
unterstützt haben. Trotz der bedauerlichen Schließung will sich der Verein weiterhin
für Frauen mit geringen Voraussetzungen für die Teilhabe an Beschäftigung
und Arbeit engagieren.
Pressemitteilung
"Grüne Jugend" 19.8.11 Facebook-Fahndung
der Polizei Polizei macht Politik: Stimmungsmache gegen Links vor
der Kommunalwahl "Wir kriegen sie alle", so lautet der Kommentar eines Facebooknutzers
anlässlich der Festnahme eines "linken Gewalttäters" nach Öffentlichkeitsfahndung
über Facebook. Mit einem "Täterfoto" wurde gefahndet, die eigentlich obligatorische
Unschuldsvermutung scheint in diesem Fall nicht zu gelten. Auch das Göttinger
Tageblatt hatte in seiner Ausgabe vom 13.08.'11 in einem unkritischen Artikel
mitsamt Farbfoto auf die öffentliche Fahndung der Polizei hingewiesen. Die öffentliche
Aufmerksamkeit wird auf den angeblichen "linken Gewalttäter" gelenkt, während
hingegen das massive Fehlverhalten der Polizei im Zusammenhang mit den Geschehnissen
nach der antifaschistischen Demo am 22.5.'11 in Northeim gegen den Landesparteitag
der NPD außer Acht gelassen wird. Gegen die von der Polizei erzwungene Demonstration
liegt mittlerweile Strafanzeige vor. Unabhängig von der Schuld des "Täters" reiht
sich die Fahndung und der Aufruf an die Öffentlichkeit, mitzufahnden, ein in die
Bestrebungen staatlicher Organe den öffentlichen Diskurs im Bezug auf linke Meinungen
und Menschen zu bestimmen und in die gewünschte Richtung zu lenken. Schon der
jüngst veröffentlichte Verfassungsschutzbericht ist ein offensichtlicher Versuch
der politischen Meinungsmache und wurde in dieser Hinsicht viel kritisiert. Besonders
kurz vor den am 11. September anstehenden Kommunalwahlen halten wir diese Form
der Meinungsmache für höchst problematisch. Offensichtlich soll, auch aus wahltaktischen
Gründen, ein Klima der Hetze gegen Links geschaffen werden. Die Polizei betreibt
hier als staatliches Organ Politik - eine Aufgabe, die ihr nicht zusteht. Wir
fordern alle selbständig und kritisch denkenden Menschen auf, diese Indoktrination
nicht hinzunehmen und sich in ihren Überzeugungen und Ideen nicht manipulieren
zu lassen.
Pressemitteilung Landschaftsverband Südniedersachsen 3.8.11 Zuschussvergabe
2011 abgeschlossen
(...) Mit dem Geld der kommunalen Mitglieder, des Landes Niedersachsen und einer
regelmäßigen Spende der VGH Versicherungen stehen dem Verband jährlich etwa 400.000
Euro zur Verfügung, um kulturelle
Projekte und Einrichtungen zu fördern. Im letzten Jahr kamen 99 Zuschüsse zur
Auszahlung, die in der Regel zwischen 1.000 und 10.000 Euro betragen. Solche und
etliche weitere Zahlen gehen aus dem Doppel-Jahresbericht des Landschaftsverbandes
für 2009 und 2010 hervor, der seit kurzem vorliegt. (...) Detailliert wird der
Aufwand nachgewiesen, der etwa für die Bearbeitung eines einzelnen Förderverfahrens
entsteht (833 Euro). Bei den abgelehnten Förderanträgen recherchiert der Verband,
was aus diesen Planungen geworden ist (etwa drei viertel der Projekte finden trotzdem
statt). Mit einem eigenen Forschungsprojekt wurde ermittelt, dass über 60 % der
südniedersächsischen Bevölkerung wenigstens einmal im Jahr eine Kultureinrichtung
besuchen, 16 % tun dies sechs Mal oder häufiger. Auch für 2011 wurden jetzt erste
Zahlen vorgelegt, die Entscheidungen über die Zuschussvergabe sind in diesem Jahr
weitgehend abgeschlossen. Für 96 Projekte und Einrichtungen wurden insgesamt 393.730
Euro Zuschüsse zugesagt.(...) Trotzdem sind im Kulturleben aber die zentralen
Probleme der Region schmerzlich zu spüren: Bevölkerungsrückgang, Finanzknappheit
der Kommunen, geringe Wirtschaftskraft.“ Das Publikum sei sehr aktiv, werde aber
älter. Die Städte kürzen ihre Kulturzuschüsse. Und es mangele an Unternehmen,
die sich im Kultursponsoring engagieren...".
Pressemitteilung AStA Uni
Göttingen 2.8.11 Campuszeitung Augusta mit neuem
rechtlichen Rahmen Seit 2008 wird die Augusta Campuszeitung regelmäßig
von Studierenden erstellt und kostenlos an der Universität verteilt. Sie wird
mit dem Anspruch herausgegeben, unvoreingenommen und politisch unabhängig - von
Parteien, den politischen Hochschulgruppen und auch dem AStA - zu berichten. Finanziert
wird dieses Projekt vom AStA.(...) Die Augusta wurde bisher von einer UG betrieben,
an welcher der AStA und der Trägerverein Augusta Campuszeitung e.V. jeweils einen
Anteil von 50% halten. Bei der Gründung der UG durch den damaligen AStA wurden
fatale formale Fehler begangen, die das Präsidium der Universität vor einigen
Monaten dazu veranlasst haben, die Anordnung zur Kündigung der Beteiligung der
Studierendenschaft am Unternehmen anzukündigen. Dieser Maßnahme ist der AStA nun
zuvorgekommen.(...) Eine nun erfolgte Überprüfung seitens der Rechtsabteilung
zeigt, dass den Einnahmen der UG fast das 2,5-fache an Ausgaben gegenüberstehen.
Das Defizit trägt der AStA.(...) "Die Augusta müsste zu zwei Dritteln aus Werbeanzeigen
bestehen, um das zu ermöglichen. Aber ein wirtschaftliches Unternehmen zu unterhalten,
ist überhaupt nicht das Interesse des AStA. Wir wollen mit dem Projekt Campuszeitung
in erster Linie ehrenamtliches Engagement von Studierenden fördern, die in ihrer
Freizeit für Kommiliton*innen eine Zeitung erstellen. Erwerbswirtschaftliche Motive
stehen hier nicht im Vordergrund", (...) Ein ehrenamtliches Projekt und eine kostenlose
Zeitung sind nicht profitabel, sondern eine Bereicherung für viele Studierende
und eine kritische universitäre Öffentlichkeit",(...) In Zukunft wird der bereits
bestehende Trägerverein die Zeitung herausgeben.(...)"Über die Gestaltung der
Zeitung und die Redaktion werden ab sofort diejenigen entscheiden, die am Projekt
mitwirken. Wir stellen lediglich die nötigen Ressourcen bereit"(...) "Zukünftige
ASten werden es schwer haben, sollten sie versuchen, durch ihre Position als Geldgeber*in
Einfluss zu nehmen. (...) Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe im Oktober",
Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen 26.7.11 Zum Skandal um Jesuitenpater
Schneider Anfang des Monats wurde bekannt, dass der ehemalige
Direktor des Aloisiuskollegs in Bad Godesberg, Pater Theo Schneider, zum Leiter
der Jesuiten-Kommunität in Göttingen ernannt wurde. Laut Medienberichten soll
er zukünftig auch in der Katholischen Hochschulgemeinde mitwirken. Erst im vergangenen
Jahr trat Schneider von seiner leitenden Rolle als Rektor des Kollegs aufgrund
von Missbrauchsvorfällen zurück. Die selbstorganisierte Anlaufstelle „Eckiger
Tisch“, für Betroffene von sexueller Gewalt und Missbrauch innerhalb der katholischen
Gemeinde und des Jesuitenordens, fordert den Bischof von Hildesheim auf, seine
unverantwortliche Entscheidung, Schneider zu benennen, zu überdenken. Den damaligen
Rektor erneut in eine leitende Position zu setzten, sei höchst fahrlässig, wie
sich aus den ungeklärten Fragen der Organisation zu den Vorwürfen ergibt. So habe
ein unabhängiger Untersuchungsbericht von Frau Prof. Zinsmeister ergeben, dass
Schneider als Rektor des Kollegs die Übergriffe seiner Kollegen bekannt waren.
Im Göttinger Tageblatt vom 22.07.2011 äußerte sich auch der Vorsitzende des Göttinger
Pfarrgemeinderats St. Michael und Professor am Seminar für Slawische Philologie
Matthias Freise. Dieser nennt die Bedenken "unmenschlich" und spricht von einer
Hetzkampagne gegen Schneider. Schneider solle in Göttingen aufgenommen werden,
damit er "segensreich wirken kann". Der AStA der Universität Göttingen bedauert,
dass sich Mitglieder der Universität in der Öffentlichkeit derart diffamierend
über die Einwände der Betroffenen hinwegsetzen. "Der Vorwurf der Unmenschlichkeit
gegenüber den Betroffenen ist höchstgradig geschmacklos und verletzend", so Sina
Rohde, Genderreferentin des AStA. Vielmehr gelte es aus den vergangenen Missbrauchsskandalen
zu lernen und endlich auch die Perspektive der Betroffenen von sexueller Gewalt
und Missbrauch ernst zu nehmen und in den Mittelpunkt zu stellen. Der AStA unterstützt
die Forderungen der Betroffenen. „Es ist mehr als unverantwortlich, diese Entscheidung
zu treffen, wenn es innerhalb der Gemeinde klar formulierte Vorbehalte gibt“,
so Rohde. „Außerdem ist es den Betroffenen des Aloisiuskollegs gegenüber nicht
tragbar, Schneider erneut mit einer verantwortungsvollen und einflussreichen Position
mit seelsorgerischen Aufgaben zu betrauen.“ Pressemitteilung
Jungsozialisten und SPD-Stadtverband Göttingen 23.7.11 Anschläge
in Norwegen Folge fremdenfeindlicher Neonazi-Propaganda „Das Ausmaß
der Tat ist unfassbar. Dieser kaltblütige Anschlag auf viele junge, multikulturell
eingestellte Menschen stellt eine ganz neue Qualität von rechter Gewalt dar.“
Rechtsradikale Ideologien dürfen nicht verharmlost werden. Die Ereignisse zeigen,
dass Rassismus eine Gefahr für die Demokratie ist, der man mit aller Entschlossenheit
entgegentreten müsse. Als verabscheuungswürdige und menschenverachtende Tat bezeichnet
der SPD- Vorsitzende Horst Reinert den Anschlag auf die Norwegischen Jusos. „Auch
wenn es sich um einen Einzeltäter handeln sollte, so zeigt es doch, dass hier
die fremdenfeindliche und antidemokratische Saat der Neonazis auf fürchterliche
Weise aufgegangen ist.“ Als besonders erschreckend empfindet es Reinert, dass
sich in diesem Fall offenbar rechtes Gedankengut mit religiösem Fundamentalismus
gepaart hat.(...) Pressemitteilung
Stadt Göttingen 18.7.11 Verdacht: Sachbearbeiter
zweigt Sozialhilfe in die eigene Tasche ab Wegen des Verdachts der
Untreue hat die Stadt Göttingen mit einem Mitarbeiter der Sozialverwaltung einen
Auflösungsvertrag geschlossen. Dem ehemaligen Beschäftigten wird vorgeworfen,
seit mehreren Jahren als zuständiger Sachbearbeiter Geldzahlungen nach dem Sozialgesetzbuch
II (SGB II) zu Unrecht auf Konten seiner Ehefrau sowie eines Bekannten überwiesen
zu haben. Dazu nutzte er sogenannte „inaktive Fälle“, die allerdings noch nicht
endgültig abgeschlossen waren. Der entstandene Schaden kann sich nach bisherigen
Recherchen auf über 50.000 Euro belaufen. Ausgelöst wurden die verwaltungsinternen
Untersuchungen durch einen anonymen Hinweis in der vorvergangenen Woche. Der Mitarbeiter
wurde daraufhin am Donnerstag, 7. Juli 2011, vom Dienst frei gestellt. Am letzten
Mittwoch (13. Juli) wurde bereits der Auflösungsvertrag geschlossen. Die Stadt
hat Strafanzeige erstattet. Die weiteren Ermittlungen liegen in den Händen der
Staatsanwaltschaft Göttingen. Die städtische Sozialverwaltung kümmert sich im
Rahmen des SGB II zurzeit um rund 6.800 Bedarfsgemeinschaften. In diesem Jahr
werden dabei rund 35 Millionen Euro zur Auszahlung kommen. Pressemitteilung
der "BürgerInnen beobachten Polizei und Justiz" 15.7.11 Schon
wieder falsche Beschuldigungen durch die Göttinger Polizei In einer
Pressemitteilung beschuldigte die Polizei am 4. Juli 2011 nach dem Freispruch
im Böllerwurf-Prozess einen Jugendlichen, einen Beamten zu Boden gerissen und
diesen dabei verletzt zu haben. Außerdem werde wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte
und eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Bei genauerer Betrachtung
lässt sich feststellen, dass keiner der Vorwürfe zutreffend ist. Was die Polizei
rhetorisch als gefährliches Hantieren mit Sprengstoffen aufzubauschen bemüht ist,
stellt sich in der Realität heraus als ab 12 Jahren frei verkäufliches so genanntes
Jugendfeuerwerk (Klasse I), als Spielzeug, das ganzjährig verwendet werden darf.
Uns gegenüber haben mehrere AugenzeugInnen versichert, dass sich der Vorfall mit
dem verletzten Beamten genau anders herum zugetragen hat: Der Beamte stellte sich
dem 16-Jährigen in den Weg, als dieser gerade die spontane Demonstration verlassen
wollte. Der Jugendliche wich zurück, wurde aber vom Beamten gepackt, dieser stolperte
und ging mit dem Jugendlichen zu Boden. Hier liegt also vielmehr ein körperlicher
Angriff durch den Beamten auf den Jugendlichen ohne jeden Anlass vor. Der dem
Angegriffenen vorgeworfene "Widerstand" reiht sich ein in die in der Vergangenheit
vielfach beobachtete und kritisierte Polizeipraxis, Leuten, die von BeamtInnen
angegriffen oder verletzt wurden, diesen "Universal-Präventivvorwurf" anzuhängen.
Man kann nicht anders, als diese erneuten Falschbeschuldigungen als politische
Repressionsmaßnahme zu werten. Denn sie erfolgen vor dem Hintergrund einer ganzen
Kette vorangegangener Beschuldigungen im Umfeld des Kreishausbrands. Alle diese
Ermittlungen stellten sich als unhaltbar heraus und brachen wie ein Kartenhaus
in sich zusammen. Das einzige Strafverfahren, das in diesem Zusammenhang vor Gericht
verhandelt wurde - eine unterstellte Körperverletzung durch einen Böllerwurf -
endete mit einem Freispruch. Doch die Polizeiführung zeigt sich unwillig daraus
zu lernen. Stattdessen unterstellt Polizeipräsident Robert Kruse der Regionalpresse
in einer weiteren Pressemitteilung am 7. Juli, sie bagatellisiere und rede "rechtsfreien
Räumen" das Wort. Dem gegenüber konnten wir bei einer Vielzahl von Versammlungen
in Göttingen nicht wenige Rechtsbrüche seitens der Polizei beobachten, so z. B.:
- Wenn körperliche Angriffe von Polizeibeamten ohne jeden Anlass begangen werden
- wie im hier geschilderten Fall. - Wenn von Polizeibeamten falsche Beschuldigungen
erhoben werden - ebenfalls wie im geschilderten Fall. - Wenn Versammlungen
verdeckt durch Zivilbeamte des politischen Kommissariats überwacht werden, wie
z.B. sämtliche Anti-Atomkraft-Mahnwachen, eine studentische Demo gegen Studiengebühren
und sogar eine Kundgebung von ver.di gegen Lohndumping. Diese Praxis ist spätestens
seit dem 1. Februar rechtswidrig, denn seither bestimmt das Niedersächsische Versammlungsgesetz
in §11 unzweideutig, dass sich anwesende PolizeibeamtInnen der Versammlungsleitung
erkennen zu geben haben. - Wenn Demonstrationen von Anfang bis Ende auf Video
dokumentiert werden mit der etwas fadenscheinigen Begründung, einzelne Personen
seien rechtswidrig vermummt. Nach §12 NVersG ist diese Dokumentation aber nur
bei erheblichen Gefahren für die öffentliche Sicherheit zulässig, was aber bei
einer kleinen Anzahl unkenntlicher Personen nach einschlägiger Rechtsprechung
nicht der Fall ist. Herr Kruse hat allen Grund sich mit Falschbeschuldigungen
und Pressebelehrungen zurück zu halten. Er wäre in dieser Situation gut beraten,
seine Hausaufgaben zu machen und in seinem eigenen Haus für die Einhaltung der
gesetzlichen Bestimmungen zu sorgen. Pressemitteilung
Stadt Göttingen 12.7.11 Neue Verwaltungsdirektorin
für das DT Göttingen Der
Aufsichtsrat der Deutsches Theater in Göttingen GmbH hat in seiner Sitzung am
11. Juli 2011, die Kaufmännische Geschäftsführerin des Theaters Erlangen, Bettina
Reinhart, zur Verwaltungsdirektorin für das Haus am Wall gewählt. Bettina Reinhart
folgt Claudia Schmitz nach, die zum 01.Oktober 2011 als Verwaltungsdirektorin
an das Staatstheater Braunschweig wechselt. Reinhart studierte zunächst Verwaltungswissenschaften
mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt. Neben ihrem Magisterstudium Kulturmanagement
war Bettina Reinhart am Theater Heilbronn tätig. Von 2005 bis 2008 schloss sich
hieran die Tätigkeit als Verwaltungsleiterin am Theater der Stadt Aalen an. Seit
Beginn der Spielzeit 2008/2009 ist sie Kaufmännische Geschäftsführerin am Theater
Erlangen. Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Katharina Lankeit betonte,
dass mit dieser Entscheidung ein reibungsloser Übergang an der Verwaltungsspitze
des DT gewährleistet sei: „Bettina Reinhart verfügt über einschlägige Erfahrungen
und hervorragende Fähigkeiten für diese Aufgabe.“ Pressemitteilung
GöLinke Fraktion im Rat 6.7.11 „Kürzung beim Personalrat
der Stadt Göttingen“ Die GöLINKE spricht sich erneut entschieden
gegen eine „Verkleinerung“ des Personalrates der Stadt Göttingen aus. Als einzige
Fraktion stimme sie gegen die im Personalausschuss beschlossenen Kürzungen beim
Personalrat. U.a. wurde aus diesem Grund auch das Haushaltssicherungskonzept (HSK)
abgelehnt. Die Stadt spart zum wiederholten male am falschen Ende. Die Qualifizierung
der geplanten Maßnahme wird von der Verwaltung als „Aktualisierung des Gesetzes“
bezeichnet. Sie ist ein Affront gegen den Gesamtpersonalrat. Die vorgelegten Begründungen
können in keiner Weise nachvollzogen werden und überzeugen. "Solch einschneidende
Maßnahmen im Personalrat, welche auch die Arbeitnehmerrechte immer mehr schwächen,
können wir nicht mittragen." sagte Torsten Wucherpfennig, Mitglied für die GöLINKE
im Personalausschuss. Die Verwaltung spricht von Einsparrungen in Höhe von 120.000
€. Die Folgekosten, die durch den erheblichen Mehraufwand der ehernamtlichen Mitglieder
und den dadurch bedingten Arbeitsausfall entstehen, werden aber nicht berücksichtigt.
Laut Gesamtpersonalrat sorgt diese Mehrbelastung sogar zu einer Kostensteigerung
von über 100.000 € jährlich. Die geplanten Maßnahmen, die sich in die Kette der
Einsparungen der letzten Monate und Jahre einreihen, werden das Klima bei den
Angestellten der Stadt Göttingen verschlechtern. „Ich sehe die Gefahr, dass zukünftig
immer weniger Beschäftigte bereit sein werden, unter diesen Bedingungen sich für
die Personalvertretung zu engagieren. Vielleicht ist das so gewollt, für die Motivation
ist das jedoch schädlich.“ so Wucherpfennig weiter. Ein modernes Personalvertretungsrecht
muss die Zusammenarbeit der öffentlichen Arbeitgeber und der Interessenvertretung
der Beschäftigten stärken, das Gegenteil ist bei diesen Kürzungen zu erwarten.
Pressemitteilung
Rechtsanwalt Sven Adam 4.7.11 Böllerwurf, DNA, Anschlag:
Alles heisse Luft - Freispruch! * Das
Amtsgericht Göttingen hat heute einen 21-jährigen Auszubildenden von dem Vorwurf
der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft Göttingen
hatte dem Mann vorgeworfen, auf einer Demonstration im Januar 2010 einen Böller
auf einen Polizisten geworfen zu haben. „(...) Bereits am ersten Verhandlungstag
war von einem Böllerwurf keine Rede mehr gewesen. Statt dessen soll ein Demonstrationsteilnehmer
einen angezündeten Knallkörper auf den Boden fallen gelassen haben, hatten die
als Zeugen geladenen Polizisten ausgesagt. Auch den 21-jährigen Angeklagten konnten
die Beamten nicht als denjenigen identifizieren, der den Knallkörper gezündet
hatte. Noch im November 2010 hatte sich das anders angehört: der jetzt zurück
gewiesene Vorwurf musste als „Straftat von erheblicher Bedeutung“ dafür herhalten,
dass die Staatsanwaltschaft Göttingen eine DNA-Entnahme bei dem Auszubildenden
anordnete. (...) Zu Recht hat der Gesetzgeber in § 81g der Strafprozessordnung
hohe Anforderungen an eine zwangsweise DNAEntnahme gestellt. Die Staatsanwaltschaft
hat hier die eigenen Befugnisse über die gesetzlichen Regelungen hinweg ausgeweitet,
ohne Beweise für eine Schuld des jungen Mannes in der Hand zu haben. Ein laufendes
Verfahren sollte offenbar genutzt werden, um die dauerhafte Speicherung des Mannes
in einer Verbrecherkartei zu rechtfertigen. Der heute 21-jährige war der Polizei
von Demonstrationen der linken Szene bekannt und tauchte in einem inzwischen eingestellten
Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion
namentlich auf. Weil die Polizei in dem Verfahren wegen eines Brandes mit Verpuffung
im Göttinger Kreishaus keine Beschuldigten vorweisen konnte, hatten die Ermittler
angeregt, andere Verfahren zu nutzen, um DNA-Proben nehmen und sie mit Spuren
aus dem Kreishaus vergleichen zu können. Der Freispruch des Amtsgerichts zeigt,
dass die DNA des jungen Mannes im Januar 2011 ohne juristische Grundlage entnommen
worden ist und deshalb sofort aus der Kartei gelöscht werden muss. „Auch die Staatsanwaltschaft
hat aus der Probe offenbar keine neuen Erkenntnisse gewonnen – warum sonst liegen
fünf Monate nach der Entnahme noch immer keine Ergebnisse vor?“. Pressemitteilung
Kultur Unterstützt STadt e.V. 27.6.11 Kritik an
der Prekarisierung der Kultureinrichtungen * KUNST e.V. fordert
mindestens 3-Jahres-Verträge für die Kultureinrichtungen! Die Mitteilung der Verwaltung
und mehrerer Fraktionen des Rates in der letzten Kulturausschusssitzung, den bisher
mit 5-Jahres-Verträgen ausgestatteten Göttinger Kultureinrichtungen nur noch einen
1-Jahres-Vertrag anzubieten, stößt beim Verein KUNST auf Unverständnis und heftige
Kritik. Noch bei der 10. Jubiläums-Gala des Vereins KUNST e.V. im März hatte der
Oberbürgermeister Wolfgang Meyer den Kultureinrichtungen wieder 5-Jahres-Verträge
in Aussicht gestellt. Auch sind alle Einrichtungen zu einem Gespräch mit der Verwaltung
am 5. Juli über "5-Jahres-Verträge" eingeladen. Daher ist der plötzliche Rückzieher
umso unverständlicher! Mit dem Göttinger Symphonie Orchester und dem Deutschen
Theater sollen 3-Jahres-Verträge abgeschlossen werden. Der Kulturausschuss hat
diesen Verträgen bereits zugestimmt, da hier mit dem Land und dem Landkreis noch
andere Zuschussgeber eingebunden sind. "Es gibt keinen Grund, nicht auch weiterhin
alle Kultureinrichtungen gleich zu behandeln" erklärte der KUNST-Vorsitzende Nils
König. "Nachdem die Verwaltung vor 4 Jahren eingesehen hat, dass nur mit mehrjährigen
Verträgen Planungssicherheit für die Einrichtungen besteht und damit eine vernünftige
Kulturarbeit möglich ist, darf dieser Weg jetzt nicht verlassen werden! Zumindest
3-Jahres-Verträge wie mit GSO und DT sind nötig, um Sicherheit zu schaffen!" Die
Mitglieder von KUNST e.V. fragen sich, was die Aussage des Oberbürgermeisters
noch wert ist, wenn sie so schnell ins Gegenteil verkehrt wird. Droht hier die
längst überwunden geglaubte Spaltung zwischen den "großen" und "kleinen" Einrichtungen
erneut? Oder soll der Weg für Streichungen im Kulturbereich offen gehalten werden
für die Diskussion mit dem Land um einen Zukunftsvertrag? Wenn aber 85 Prozent
des Etats für die Kultureinrichtungen auf 3 Jahre gebunden sind, ist es für die
Mitglieder von KUNST e.V. nicht nachvollziehbar, wieso dann die restlichen 15
Prozent um den Preis der fehlenden Planungssicherheit bei den anderen Einrichtungen
flexibel gehalten werden sollen. (...) Pressemitteilung
Fraktion der Partei DieLinke im Niedersächsischen Landtag Geringere
Wohnkostenpauschale anstelle der wirklichen Kosten für Hartz 4 ?! "Wohnkosten-Pauschalen
für Hartz-IV-Empfänger müssen verhindert werden. DIE LINKE im Landtag hat ihre
Kritik an der jüngsten SGB-II-Reform erneuert und vor Wohnkosten-Pauschalen für
Hartz-IV-Empfänger gewarnt. Demnach soll das Land künftig die Kommunen dazu ermächtigen
können, anstelle der tatsächlichen Kosten der Unterkunft Pauschalen auszuzahlen.
„Einige Hartz-IV-Empfänger werden dann vor der Wahl stehen: Entweder Geld zum
Wohnen vom ohnehin viel zu geringen Regelsatz abzuknapsen oder aber in eine Wohnung
umzuziehen, die bisher als unzumutbar galt“, sagte Patrick Humke, der sozialpolitische
Sprecher der Linksfraktion. Gerade in Städten mit Wohnraummangel könne das Vorhaben
negative Folgen haben. Der Bund soll künftig einen höheren Anteil an den Kosten
der Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger übernehmen, gleichzeitig sollen die Kommunen
das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket bezahlen. „Ein großer Teil der Hartz-IV-Empfänger
sind Kinder. Es darf nicht sein, dass sie die wenigen Hilfsleistungen aus dem
Bildungspaket damit bezahlen, dass sie mit ihren alleinerziehenden Müttern in
eine Wohnung am Stadtrand umziehen müssen“, so Humke. Da es Sache der Länder ist,
über die Möglichkeit von pauschalierten Wohnkosten zu entscheiden, werde seine
Fraktion eine Anfrage in das Juni-Plenum einbringen, um die Landeregierung zu
einer Positionierung zu drängen. „Sollte sich die Landesregierung für Pauschalen
aussprechen, müssen wir im Parlament gegensteuern“, so Humke." Pressemitteilung
Pressegruppe der Anti-Atom-Initiative Göttingen 19.6.11 AKW-GegnerInnen
im Desinformationszentrum AKW Grohnde aktiv "AtomkraftgegnerInnen
decken Propaganda-Lügen im Grohnder AKW-(Des)-Info-Zentrum auf Hameln. Zur Zeit
decken AtomkraftgegnerInnen im Desinformationszentrum des AKW Grohnde bei Hameln
Propaganda-Lügen des Betreibers E-On auf. Wie die Göttinger Anti-Atom-Initiative
mitteilte, stießen ein Duzend Anti-Atom-Aktivisten im Infozentrum des AKW Grohnde
unter anderem auf die Lüge, Atomenergie würde kein CO2 freisetzten. Dabei ist
besonders die Urananreicherung ein Stromfresser, Strom, der nicht CO2-frei zu
haben ist. Weiter wird in Info-Broschüren der E-ON-Kernkraft behauptet, die Brennelemente
seien gasdicht verschlosssen. Dabei sind es gerade erst im März bei Brennstabschäden
radioaktive Gase frei geworden. Auch zum Sumpfsiebproblem, Katastrophenschutzpläne
und den Gefahren durch MOX-Brennelemente, die bald wieder im AKW Grohnde eingesetzt
werden sollen, ist in den Infobroschüren kein Wort zu lesen, beklagen die AtomkraftgegnerInnen
und kündigen die Erstellung eigener Broschüren an." Pressemitteilung
Erster Kreisrat des Landkreises Göttingen 15.6.11 Einführung
von "Bürgerarbeitsplätzen" Bürgerarbeit
– landkreisweite Informationsveranstaltungen - Beantragung von Bürgerarbeitsplätzen
noch bis Mitte September möglich. In der kommenden Woche informiert die Kreisvolkshochschule
in Kooperation mit der Beschäftigungsförderung im Auftrage des Landkreises
Göttingen zum Thema Bürgerarbeit. Herzlich eingeladen sind gemeinnützige
Träger, eingetragene Vereine und Einrichtungen in kommunaler, städtischer
oder kirchlicher Trägerschaft, die Interesse an der Einrichtung eines Bürgerarbeitsplatzes
haben. Informationsveranstaltungen werden sowohl in Hann. Münden (20. Juni),
als auch in Duderstadt (21. Juni) und Göttingen (22. Juni) durchgeführt.
Dezernent Franz Wucherpfennig erhofft sich eine rege Beteiligung und erklärt:
"Bürgerarbeit ist für alle Beteiligten gut. Gemeinnützige
und öffentliche Einrichtungen leisten einen professionellen und sozialen
Beitrag für Langzeitarbeitslose. Zukünftige Bürgerarbeiter leisten
einen Beitrag zum Wohle der Allgemeinheit und verbessern ihre Chancen auf eine
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt." Auf der Informationsveranstaltung
erfahren die Teilnehmenden wichtige Details über das Modellprojekt Bürgerarbeit.
Zusätzlich wird das Verfahren und der Ablauf der Antragstellung vorgestellt.
Beispiele bisher genehmigter Bürgerarbeitsplätze im Landkreis werden
illustriert. Alle Beteiligten haben die Möglichkeit mit den Projektmitarbeitern
in Kontakt zu treten. Im Anschluss können persönliche Beratungsgespräche
vor Ort vereinbart werden. Eine Beantragung von Bürgerarbeitsplätzen
ist noch bis zum 15. September dieses Jahres beim Landkreis Göttingen
möglich. Seitens des Landkreises Göttingen wird um Anmeldung gebeten
unter: paare@kvhs-goettingen.de
oder Ines Paare, Tel. 0551/525-521 oder Anke Hildebrand, Tel.0551/525-873. Im
Rahmen des Modellprojektes "JOB Assist – Bürgerarbeit" können
bis zu 200 Bürgerarbeitsplätze landkreisweit geschaffen werden. Bürgerarbeitsplätze
müssen zusätzlich und im öffentlichen Interesse sein. Sie gefährden
deshalb keine regulären Stellen und verzerren nicht den Wettbewerb. Für
interessierte Institutionen schafft die Einrichtung einer Bürgerarbeit die
Möglichkeit, einen zu 100 % geförderten Arbeitsplatz für bis zu
drei Jahre (auf 30- bzw. 20-Std.-Basis) zu initiieren und erfolgreich umzusetzen. Pressemitteilung
der Partei DieLinke Fraktion im Niedersächsischen Landtag 15.6.11 Erneueter
Justizangriff auf den Landtagsabgeordneten Patrick Humke "Der
LINKE Landtagsabgeordnete Patrick Humke wurde heute vom Amtsgericht Hannover zu
einer Geldstrafe wegen Widerstands gegen Polizeibeamte im Rahmen einer Demonstration
verurteilt. Humke erklärte zu der Entscheidung: „Wie es zu diesem Urteil kommen
konnte, ist mir schleierhaft: Sowohl der Staatsanwalt als auch der Richter haben
während der Verhandlung anerkannt, dass ich auf der betreffenden Demonstration
schlichten und Gewalt verhindern wollte. Frühere Zeugenaussagen, wonach ich Beamte
geschlagen hätte, ließen sich in der heutigen Beweisaufnahme nicht erhärten –
es hat diese Schläge nämlich nie gegeben. Entsprechend waren auch auf dem Polizeivideo,
dass die gesamte Situation dokumentiert, keinerlei strafbare Handlungen zu erkennen.
Am Ende blieb übrig als Tatvorwurf übrig, ich hätte, während ich von der Menge
gegen die Beamten gedrängt wurde, im Willen zu schlichten die Arme eines Polizisten
heruntergedrückt. Mit dieser Verurteilung kann ich mich nicht abfinden und werde
daher Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen.“ Pressemitteilung
Naturkost Elkershausen 10.6.11 Erklärung zu EHEC
"Auch bei dem in Göttingen ansässigen Naturkostgroßhändler Naturkost Elkershausen,
der Bioläden bis hin zu den nordfriesischen Inseln mit einem Vollsortiment an
Bioprodukten beliefert, war EHEC und die Sorge der Kunden bezüglich der Infektionsgefahr
durch Obst und Gemüse das beherrschende Thema der vergangenen zwei Wochen. Schon
bei Ausbruch der Epidemie hat Naturkost Elkershausen von allen regionalen Erzeugern,
deren Produkte der Großhändler vertreibt und mit denen in allen Fällen bereits
eine langjährige Zusammenarbeit besteht, Informationen zu ihren Produktions-,
Anbau und Düngemethoden angefordert und auf seiner Homepage unter www.naturkost-elkershausen.de
zur Einsicht veröffentlicht. Seit Beginn der EHEC-Problematik hat der Großhändler
für sämtliche für EHEC-Infektionen in Frage kommenden Produkte mikrobiologische
Analysen durchführen lassen. Von jedem regionalen Anbaubetrieb, dessen Gemüse
über Naturkost Elkershausen gehandelt wird, wurde mindestens eine Probe jedes
in Frage kommenden Produkts wie Gurken und Salate eingeschickt. Darüber hinaus
wurden Biotomaten aus Italien und Spanien sowie Biogurken aus Spanien untersucht.
Sämtliche Tests, sowohl die der regionalen Erzeuger wie auch die aus internationalen
Anbaukooperativen, ergaben negative Ergebnisse, waren also frei von EHEC-Erregern.
Experten, wie beispielsweise Professor Alexander Kekule´ vom Institut für Medizinische
Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle und Professor Rolf Stahl vom Universitätsklinikum
Hamburg, warnen vor Hysterie. Ihrer Meinung nach kann man Gemüse ohne Bedenken
kaufen und verzehren, wenn man weiß, wo und wie sie angebaut wurde. Um ganz sicher
zu gehen, ist es dennoch ratsam, Gemüse, das als Rohkost verzehrt werden soll,
vorsichtshalber gründlich zu waschen oder zu schälen. Informationen dazu finden
sich auch auf der Homepage von Naturkost Elkershausen unter www.naturkost-elkershausen.de/Aktuelles/EHEC:
Sind Bioprodukte sicher?. Insofern ist kein Verzicht auf Tomaten, Gurken und Salate
vonnöten. Die frische Bioware von Gärtnern aus der Region, aber auch die überregionale
Ware, die auf dem Göttinger Wochenmarkt oder in den von Naturkost Elkershausen
belieferten Bio- und Naturkostläden feilgeboten wird, kann bedenkenlos und genussvoll
verzehrt werden!" |