Hinweis
1: Überschriften in Rot werden von der der
GOEST-Redaktion formuliert und liegen nicht in der Verantwortung der Autorinnen/Autoren
der Pressemitteilungen. / Hinweis
2: Sätze wie "[xy] sagte" streichen wir - soweit es geht -
, vor allem wenn die Mitteilung von [xy] selbst stammt ,
da dies den Anschein einer Berichterstattung erweckt , in Wahrheit aber nur die
Wiedergabe einer Mitteilung ist. (...) = Kürzungen durch die goest-Redaktion Pressemitteilung
Stadtverwaltung 21.5.13 Maschmühlenweg zwischen
Güterbahnhofstr. und Berliner Str. gesperrt Ab Mittwoch, 22.
Mai 2013, beginnt der zweite Bauabschnitt der Radwegverbreiterung entlang der
Berliner Straße. Der Schwerpunkt der anstehenden Arbeiten liegt im Umbau der Einmündung
des Maschmühlenweges. Während der rund vierwöchigen Bauarbeiten wird der Maschmühlenweg
ab der Güterbahnhofstraße für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt. In der Zeit
der Umbauarbeiten können Behinderungen aufgrund einer zeitweise einspurigen Verkehrsführung
in der Berliner Straße auftreten. Die Verkehrsteilnehmer/innen sollten den Bereich
mit erhöhter Aufmerksamkeit anfahren. Die Verbreiterung des Radweges hatte die
Stadt bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Die Gesamtkosten der Investition
belaufen sich auf rund 130.000 Euro. Pressemitteilung
SPD-Abgeordnete Dr. Andretta (Mdl) und Schminke (MdL) 20.5.13 "Aufklärungsbedarf"
wegen Asklepios-Kliniken Göttingen und Tiefenbrunn „Es gibt erheblichen
Aufklärungsbedarf“, erklärten die SPD-Politiker Gabriele Andretta, Ronald Schminke
und Jörg Wieland nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Betriebsrat der Asklepios-Klinik
Göttingen. Nachdem Medien immer wieder kritisch über Arbeitsbedingungen der Beschäftigten
und Mängel in der Patientenversorgung berichteten, hat der Asklepios-Konzern mit
Unterlassungsklagen reagiert. Eine Aufklärung der von Mitarbeitern, Patienten
und Gewerkschaft erhobenen Vorwürfe hat bis heute nicht stattgefunden. Die beiden
Abgeordneten Andretta und Schminke machen die Beschwerden über Missstände in den
Kliniken nun zum Thema im Landtag. In einer Anfrage an die Landesregierung wollen
die Abgeordneten wissen, ob der Landesregierung Erkenntnisse vorliegen, die die
gegenüber den Asklepios-Kliniken Göttingen und Tiefenbrunn erhobenen Vorwürfe
bestätigen. Weiter wollen sie Auskunft darüber, in welcher Höhe der Asklepios-Konzern
sich dem Land gegenüber zu Investitionen in den Kliniken verpflichtet hat und
ob diese Zusagen eingelöst wurden. Schließlich wollen die Abgeordneten eine Antwort
auf die spannende Frage, ob im Kaufvertrag eine Rückübertragungsoption für das
Land sowie den Käufer vereinbart wurde. „Die Privatisierung der Landeskrankenhäuser
war ein klarer Fehler. Schlimm genug, dass die damalige CDU/FDP-Landesregierung
beträchtliches Landesvermögen verschleudert hat. Unverantwortlich und nicht hinnehmbar
wäre aber der Versuch des Konzerns, Profitmaximierung auf dem Rücken der Mitarbeiter
und Patienten durchzusetzen“, erklären Andretta und Schminke, „alle Fakten müssen
jetzt auf den Tisch.“ Jörg Wieland, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, hat
dem Betriebsrat ebenfalls seine Unterstützung zugesagt. Im Juni soll eine Resolution
in den Kreistag eingebracht werden, in der die Landesregierung gebeten wird, die
Vorwürfe gegen die Asklepios-Kliniken Göttingen und Tiefenbrunn zu überprüfen.
Pressemitteilung
Roma-Center Göttingen 21.5.13 Forderungen an die
Innenministerkonferenz PRO ASYL, der Flüchtlingsrat Niedersachsen,
Jugendliche ohne Grenzen und das Roma-Center Göttingen fordern Einreiseerleichterungen
für syrische Flüchtlinge ein Bleiberecht für Geduldete gesellschaftliche Teilhabe
für Schutzsuchende vom ersten Tag an. Die Innenminister von Bund und Ländern haben
sich darauf verständigt, 5 000 Flüchtlinge aus Syrien einreisen zu lassen. Angesichts
der 1,5 Millionen registrierten syrischen Flüchtlinge ist dies ein wichtiger,
aber unzureichender Schritt. Die NGOs appellieren an Bundesregierung und Länder,
syrischen Flüchtlingen mit Verwandten in Deutschland die Einreise unbürokratisch
zu ermöglichen. Viele der in Deutschland lebenden rund 40.000 syrischen Staatsangehörigen
bangen um das Leben von Familienmitgliedern und versuchen verzweifelt, ein Visum
für sie zu bekommen. Diese Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit darf nicht
länger durch bürokratische Engherzigkeit verhindert werden. Die Zahl der Geduldeten
in Deutschland ist mit mehr als 85.000 konstant hoch. Rund 36.000 von ihnen leben
seit über sechs Jahren im Bundesgebiet. Dazu kommen noch über 33.000 als ausreisepflichtig
Registrierte ohne Duldung. Ein Viertel der Geduldeten sind Minderjährige. Wir
erwarten von den Innenministern, dass sie sich öffentlich für eine unbürokratische
gesetzliche Bleiberechtsregelung aussprechen und damit ein Signal dafür setzen,
dass die Praxis der Erteilung von Kettenduldungen endlich beendet wird. Dies gilt
insbesondere auch für Roma-Flüchtlinge aus den Balkanstaaten. Viele von ihnen
leben schon jahrzehntelang in Deutschland – und sollen nun in Länder abgeschoben
werden, in denen ihnen ein menschenwürdiges Leben und ein Schulbesuch ihrer Kinder
oft nicht möglich ist. Der niedersächsische Innenminister und derzeitige Vorsitzende
der Innenministerkonferenz, Boris Pistorius, hat öffentlich einen Paradigmenwechsel
in der Flüchtlingspolitik gefordert und für Niedersachsen in Aussicht gestellt.
Wir freuen uns über dieses Signal, erwarten aber auch in dieser Richtung weitere
Handlungen: Flüchtlinge sollten – wie z.B. in Schweden – vom ersten Tag an einen
uneingeschränkten Zugang zu Sprachkursen und Qualifikationsangeboten erhalten.
Auf Länderebene sollte die Lagerunterbringung beendet und eine frühzeitige Einbeziehung
von Flüchtlingen in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ermöglicht werden.
Pressemitteilung
Stadtjugendring 15.05.2013 Stadtjugendring Thema im
Jugendhilfeausschuss Dorothee Ammermann und Felix Rosenkranz vom
Vorstand des Stadtjugendring Göttingen (SJR) stellten die umfangreiche Arbeit
der letzten beiden Jahre vor und bekamen dafür von politischer Seite viel Lob
und Anerkennung. Trotz Hinweises auf die bedrohliche Finanzierungssituation, beschäftigte
sich die Diskussion in weiten Teilen mit Zukunftsaufgaben wie Inklusion, den Mitwirkungsmöglichkeiten
für junge Menschen mit Migrationshintergrund oder die wegen fehlender Finanzierung
vorläufig eingestellte Mitarbeit des SJR bei der Umsetzung des Rahmenkonzeptes
Offene Jugendarbeit. (...) Auch die anwesenden VertreterInnen aus den Einrichtungen
der Offenen Kinder und Jugendarbeit schätzen die Fachlichkeit des SJR und wünschen
sich, dass er über seine Kernaufgaben im jugendverbandlichen Bereich hinaus gut
aufgestellt wird, um die Umsetzung des Rahmenkonzeptes wieder mitgestalten zu
können. Die Jugendverwaltung kündigte an, erneut mit dem SJR sprechen zu wollen.
(...). Die Vorschlagslisten für die Jugendschöffen der Gerichtsperiode 2014-2018
wurden einstimmig für gut befunden. Lediglich die Ausschussmitglieder, die selbst
auf der Liste standen, enthielten sich. Bei den Plänen für den Neubau des Jugendhauses
Grone Süd führte die Verkleinerung der Fläche der Einrichtung zu der Anregung
aus dem Ausschuss bei den weiteren Bauplanungen auf mögliche Erweiterbarkeit zu
achten. >sjr Pressemitteilung
der Aktion "Rassismus tötet" 16.5.13 Asylrecht
faktisch abgeschafft Am
heutigen vormittag um ca. 11 Uhr fanden wir uns mit ca. 200 Aktivist*Innen (nach
eigener Schätzung – Polizeischätzungen können abweichen) am neuen Rathaus in Göttingen
ein um zeitnah auf die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl zu reagieren!
Wir haben ein lautstarkes, entschlossenes Zeichen gesetzt gegen den rassistischen
Normalzustand, institutionellen Rassismus und Behördenwillkür. Mir Parolen wie
„Scheißverein!“, „Für die Grete, für den Hans, für mehr Massenmilitanz!“ und „Wa-
wa- Wasserkocher!“ konnten wir unsere Wut für die Mitarbeite*Innen der Ausländerbehörde
gut hörbar machen. Trotz der kurzen Mobilisierungszeit von nur 20 Jahren hat die
Göttinger Linke Stärke bewiesen und eine Kundgebung von nie da gewesener Größe
auf die Beine gestellt. Trotz des massiven Polizeiaufgebots (auf zwei Demonstrant*Innen
kam ein Beamter!) konnte durch die gezielte Absperrung und unserer Lautstärke
der Abschiebeapparat kurzzeitig außer Kraft gesetzt werden. Siegfried Lieske,
Stadtrat und Dezernent für die Fachbereiche Jugend, Schule und Ordnung zeigte
sich vor allem interessiert an der für ihn neuen Erkenntnis, dass die hiesigen
Behörden von Rassismus durchdrungen sind (sinngemäß Lieske: „Welche Behörde meinen
Sie überhaupt?“). Anschließend lud er uns zu einer Diskussion bezüglich unserer
Rassimusdefinition ein und um zu klären, wo Rassismus denn überhaupt beginnt.
(...) Pressemitteilung
Basisgruppe Geschichte / Uni Göttingen 14.5.13 Militär-Veranstaltung
an der Uni verhindert Am Abend des 13.05.2013 hat eine Gruppe von
engagierten Anti-Militarist_innen durch Sprechchöre und lautes Klatschen für den
vorzeitigen Abbruch einer Veranstaltung des örtlichen Ablegers des Bundesverbandes
Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) gesorgt. Der BSH ist hervorgegangen aus
der Bundesarbeitsgemeinschaft studierender Reservisten und agiert als eine Vorfeldorganisation
der Bundeswehr an den Hochschulen. Eingeladen für den Vortrag war der ehemalige
Fallschirmspringer Johannes Clair. Die Aktivist_innen protestierten mit ihrer
Aktion gegen das Vordringen der Bundeswehr in den universitären Raum. Es war bereits
die zweite Veranstaltung des BSH in diesem Jahr in Göttingen, die durch Proteste
verhindert wurde. Als der Referent den Vortrag um kurz nach 18:00 Uhr in einem
Hörsaal des Zentralen Hörsaalgebäudes auf dem Campus der Uni Göttingen eröffnen
wollte, hinderten ihn frenetischer Beifall und Protestrufe am Weitersprechen.
Sobald er erneut zum Reden ansetzte, wiederholte sich die Reaktion aus dem Publikum.
Nach etwa anderthalb Stunden gaben die Veranstalter_innen entnervt auf und erklärten
den Vortrag offiziell für gescheitert. Der BSH verfolgt nach eigenen Angaben das
Ziel „in allen Fragen der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik an Hochschulen
und im politischen Raum Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und den sicherheitspolitischen
Diskurs im akademischen Umfeld zu fördern.“ (...) Der eingeladene Referent Johannes
Clair fügt sich in diese Strategie nahtlos ein. Er nimmt für sich in Anspruch
die vermeintlich unpolitische Sicht des „einfachen Soldaten“ zu präsentieren.
Unter diesem Label betreibt er allerdings kaum verhüllte Kriegspropaganda und
versucht Angriffskriege unter deutscher Beteiligung als Hilfseinsätze darzustellen.
(...) Pressemitteilung
Landkreis 13.5.13 Fairtrade-Kommunen Die
Stadt und der Landkreis Göttingen bewerben sich als „Faitrade-Kommunen“. Oberbürgermeister
Wolfgang Meyer und Landrat Bernhard Reuter unterzeichneten heute, Montag, 13.
Mai 2013, gemeinsam im Neuen Rathaus die Bewerbungen. Der Verein TransFair e.V.
vergibt nach Erfüllung von Kriterien zur Verbreitung des fairen Handels die Titel
„Faitrade-Town“, “Fairtrade-Kreis“ oder „Fairtrade-Gemeinde“. Die weltweite Kampagne
vom TransFair hat zum Ziel, gerechte Preise und verbesserte Arbeitsbedingungen
für Produzenten in Lateinamerika, Afrika und Asien zu erzielen und damit einen
Beitrag zum gerechteren Welthandel zu leisten. „Mit der Bewerbung will Göttingen
seinen Anteil an einem fairen Austausch zwischen Kunden und Produzenten leisten“,
erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer. In den Rats- und Ausschusssitzungen
und im Büro des Oberbürgermeisters der Stadt Göttingen werden bereits Fair-Trade-Kaffee
und -Produkte verwendet. Daneben bieten in der Stadt aktuell 45 Geschäfte sowie
20 Cafés und Restaurants Produkte aus dem fairen Handel an. Damit wird die Vorgabe
von 23 Geschäften und zwölf Gastronomiebetrieben, die mit fairen Produkten handeln
sollen, übertroffen. Außerdem beteiligen sich das Hainberg-Gymnasium, die Geschwister-Scholl-Gesamtschule,
die Käthe-Kollwitz-Hauptschule, vier Kirchengemeinden, die Bildungsgenossenschaft
Südniedersachsen und der Bildungsverein „Arbeit und Leben Niedersachsen“ an der
Kampagne. Die lokalen Aktivitäten werden von der Steuerungsgruppe für städtische
Aktivitäten beim Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ) initiiert
und koordiniert. Unter anderem warben die Beteiligten mit der „Woche des Fairen
Handelns“, einer Graffiti-Aktion am Grotefend-Wall sowie mit einem Krimi-Dinner
für Gerechtigkeit im internationalen Handel im Sinne nachhaltiger Entwicklung.
Allein in Deutschland wurden bereits 140 „Fairtrade-Towns“ ausgezeichnet. Die
weltweite Kampagne wird vom gemeinnützigen Verein Transfair e.V. koordiniert.
(Siehe auch >goest-Artikel zur Frage ob in
fair-trade-Läden fair mit MitarbeiterInnen umgegangen wird) Pressemitteilung
Stadt Göttingen 13.5.13 Abriss Godehardhalle und
ehemaliges Tierärztliches Institut Der Abriss zunächst des
ehemaligen Tierärztlichen Instituts der Universität Göttingen auf dem Grundstück
am Groner Tor (Berliner Straße / Groner Landstraße) und anschließend der Godehardhalle
am Rande des Schützenplatzes steht nun unmittelbar bevor. Mit der Baustelleneinrichtung
wird am Montag, 13. Mai 2013, begonnen. Mit dem Abschluss der Arbeiten, die insgesamt
voraussichtlich rund 350.000 Euro kosten werden, ist Ende Juni dieses Jahres zu
rechnen. In den vergangenen Monaten sind für beide Gebäude bereits die notwendigen
Vorarbeiten geleistet worden. Die beinhalten Untersuchungen zu Fauna und Flora,
Asbestentsorgung, Entrümpelung und Freilegung. Für das Grundstück am Groner Tor
strebt die Stadt nach wie vor die Ansiedlung eines Hotels an. Die besondere Eignung
des Areals war gerade in der Vorwoche bei der Vorstellung eines von der Stadt
in Auftrag gegebenen Hotelgutachtens bestätigt worden. Das Grundstück der Godehardhalle
ist planungsrechtlich inzwischen als Gewerbefläche ausgewiesen. Ziel ist deshalb
die Vermarktung für eine gewerbliche Nutzung. Entsprechende Aktivitäten sollen
nach dem Abriss intensiviert werden. Pressemitteilung
Rats- und Kreistagsfraktion Die Grünen 8.5.13 ...stellt
sich die Frage nach Rückabwicklung der Privatisierung „Statt
sich kritische Pressestimmen und lästige LeserInnenbriefe mit Unterlassungsklagen
und Schadensersatzforderungen vom Leibe zu halten, erwarten wir von der Leitung
der ASKLEPIOS-Klinik eine glaubhafte Entkräftung der öffentlich geäußerten Kritik.
Wenn im Vertrag festgeschriebene Investitionen nicht umgesetzt wurden und die
Berichte über fragwürdige Instrumente der Personalpolitik und zunehmende Missstände
bei Betreuung und Pflege zutreffend sind, stellt sich für uns ernsthaft die Frage
nach einer Rückabwicklung der Privatisierung.“ (...) Die Personalschlüssel haben
sich teilweise verschlechtert und zumindest in einigen Bereichen werden Fachkraftquoten
nicht eingehalten. Examinierte MitarbeiterInnen wurden durch Hilfskräfte ersetzt.
Reinigungspersonal wurde entlassen und zu niedrigeren Löhnen wieder eingestellt.
In welchem Ausmaß dies geschieht, lässt sich von außen allerdings nur schwer einschätzen.
„Zu befürchten ist, dass der Abbau der Qualitätsstandards erst begonnen hat“ (..)
, „Nach unseren Informationen möchte der Eigentümer, Bernhard Broermann aus Hamburg,
dass die Klinik nach Ende der fünfjährigen Veränderungssperre 15% Rendite (EBITDA)
abwirft, also rund 8,5 Mio.€, etwa doppelt so viel wie bisher.“ „Eine Gewinnentnahme
in dieser Höhe ist moralisch nicht zu rechtfertigen“, (..)„Solche Gewinne sind
nur realisierbar, wenn bei Betreuung, Pflege und Personal die Schrauben angezogen
werden und auf Kosten der medizinischen Versorgung gespart wird.“ Die GRÜNEN in
Stadtrat und Kreistag haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie den von
der CDU/FDP-Landesregierung im Jahr 2007 erzwungenen Verkauf des LKH, der sich
zunehmend zum Skandal entwickelt, von Anfang an für einen politischer Fehler gehalten
haben. „Schwarz-Gelb hat die Klinik weit unter Preis verscherbelt, dabei schwere
handwerkliche Fehler gemacht und die Qualität der psychiatrischen Versorgung unzureichend
vertraglich abgesichert“, kritisiert Linne. „Der private Betreiber nutzt nun die
Lücken im Vertragswerk, um Profite zu maximieren, und nimmt dafür Einschnitte
bei den Qualitätsstandards der Patientenversorgung in Kauf“, so Becker. Einen
politischen Hebel für die Rückabwicklung sehen beide Fraktionen allerdings nur,
wenn ASKLEPIOS trotz des Stümpervertrags vertragsbrüchig geworden ist: „Das werden
wir in den kommenden Wochen prüfen.“ (Zitiert werden Rolf Becker, Vorsitzender
der Ratsfraktion und Dietmar Linne, Mitglied der Kreistagsfraktion) Pressemitteilung
Stadtradio Göttingen Sendelizenz bis 2021 verlängert Die
Sendelizenz des "StadtRadio Göttingen 107,eins" ist um weitere sieben Jahre bis
zum 31. März 2021 verlängert worden. So hat die Versammlung der Niedersächsischen
Landesmedienanstalt am 25.April der Verlängerung der Bürgerrundfunk-Zulassungen
von insgesamt acht Bürgersendern zugestimmt. Über die Verlängerung bei weiteren
fünf Sendern wird demnächst beraten. Die aktuelle Studie „Hörfunklandschaft Niedersachsen“
zeige, dass die redaktionellen Leistungen der Bürgerradios seit 2005 kontinuierlich
gestiegen seien und sie sich bei den Hörern bewährt hätten (...) damit könne das
StadtRadio nun auch weiterhin mit einem werbefreien Programm aus der Region berichten,
seine erfolgreiche medienpädagogische Arbeit fortsetzen und im ehrenamtlichen
Bürgerfunk zugangsoffene Sendungen ermöglichen. "Wer daran interessiert ist, seine
eigene Radiosendung zu produzieren, kann das bei uns, beim StadtRadio tun. Diese
Möglichkeit gibt es in Niedersachsen nur bei den Bürgersendern" Das StadtRadio
ist seit dem 1. April 1997 auf Sendung. (Zitiert
werden die Vorsitzende der Versammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt:
Ortrud Wendt und Geschäftsführer des StadtRadio Dr. Ulrich Kurzer) Pressemitteilung
ver.die 7.5.13 1.000 Beschäftigte der Uniklinik fordern
genug Personal in Krankenhäusern Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di) macht vor der Bundestagswahl Druck für eine bundesweite gesetzliche Personalbemessung
in Krankenhäusern und für den Erhalt der entsprechenden Regelung in den Psychiatrischen
Kliniken. Dazu hat ver.di jetzt die Göttinger Bundestagskandidat/innen von CDU,
SPD, Grünen, Der Linken, F.D.P und den Piraten aufgefordert, sich nach der Bundestagswahl
dafür einzusetzen und sie will deren Antworten in den Krankenhäusern bekannt machen.
Der Personalmangel gefährdet nach Erkenntnissen der Gewerkschaft immer häufiger
die Patientenversorgung. Die Zahl der Gefährdungsanzeigen der Mitarbeiter/innen
habe in den letzten Jahren erheblich zugenommen. „Es muss eine gesetzliche Regelung
her“ sagte Marika Küchler, Sprecherin der ver.di Aktiven in der UMG. „Mehr Geld
für Krankenhäuser ist dringend notwendig, es muss aber auch an der richtigen Stelle
eingesetzt werden!“ In einer Aktionswoche vom 15. – 19. April 2013 hatte die Gewerkschaft
in der Göttinger Uniklinik mit den Beschäftigten über die Personalsituation diskutiert
und dabei große Zustimmung zur Forderung nach einer gesetzlichen Personalbemessung
erfahren. Innerhalt nur einer Woche unterzeichneten über 1.000 Beschäftigte eine
Petition für eine gesetzliche Personalbemessung. Unter den Beschäftigten der Krankenhäuser
in Göttingen und Umgebung wächst die Unruhe wegen der stetig wachsenden Arbeitsbelastung.
Patient/innen werden immer öfter unzureichend versorgt. Pressemitteilung
Bündnis "Extrem daneben" 7.5.13 Kundgebung
zum Beginn des NSU-Prozesses 200 Menschen auf Kundgebung zum NSU-Prozess.
Spontandemonstration im Anschluss mit etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Auf einer Kundgebung zu der, neben anderen Initiativen, auch das Bündnis Extrem
Daneben aus Göttingen aufgerufen hatte, sind am Montagnachmittag etwa 200 Teilnehmer
und Teilnehmerinnen gekommen. In verschiedenen Redebeiträgen wurde auf den institutionellen
Rassismus verwiesen. Das Bündnis forderte unter anderem die sofortige und ersatzlose
Abschaffung des Verfassungsschutzes. Dabei wurde ebenfalls auf die Rolle des Inlandsgeheimdienstes
bei den NSU-Morden verwiesen und die Extremismusformel kritisiert, weil diese
Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus verharmlosen würde.(...) Im Anschluss
formierte sich eine Spontandemonstration mit etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern,
die mit Parolen wie „Nazis morden, der Staat schiebt ab “ durch die Innenstadt
zog. „Dass die Polizei massiv in der näheren Umgebung aufgefahren ist und sogar
eine Hundertschaft an der Stadthalle abgestellt hatte, macht erneut deutlich,
wie irrational der hochgerüstete Polizeiapparat unter Robert Kruse agiert und
dass nach wie vor versucht wird, linke Politik zu kriminalisieren. (...) Pressemitteilung
Stadt Göttingen 6.5.13 Städtische
Haushalte für 2013 und 2014 Der
erste Doppelhaushalt der Stadt Göttingen für die Jahre 2013 und 2014 ist genehmigt
worden. Das hat jetzt das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport mitgeteilt.
Die Genehmigung bezieht sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf ein Volumen
an Erträgen und Aufwendungen von jeweils 353,3 Millionen Euro in diesem und von
jeweils 359,4 Millionen Euro im kommenden Jahr. Das Innenministerium würdigt in
seinem Schreiben, dass die ersten beiden auf den Abschluss des Zukunftsvertrages
folgenden Etats in der Planung ausgeglichen werden konnten und kleinere Überschüsse
ausweisen – möglich geworden durch die Umsetzung von Maßnahmen des Entschuldungshilfeprogramms
(EHP) mit einem Umfang von rund 5,5 Millionen Euro in 2013 und 6,5 Millionen Euro
in 2014.Der vom Rat beschlossene Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen
wurde für beide Jahre uneingeschränkt genehmigt, heißt es in einer Mitteilung
der Stadt. Damit seien gleichzeitig Investitionen in Höhe von rund 31,4 Millionen
Euro für 2013 und rund 25 Millionen Euro für 2014 frei gegeben worden. Oberbürgermeister
Wolfgang Meyer bezeichnete die Genehmigung der Haushaltssatzung für zwei Jahre
als gutes Zeugnis für die solide Etatplanung der Stadt auf der Basis von Zukunftsvertrag
und EHP, wenn auch noch nicht alle Rahmendaten für das zweite Genehmigungsjahr
abschließend geklärt seien. Das betreffe vor allem für 2014 die Verhandlungen
mit dem Landkreis über eine neue Finanzvereinbarung. Zu den vier aus Sicht der
Stadt völlig unproblematischen Nebenstimmungen des Innenministeriums für die Haushaltsgenehmigung
zählen der Verzicht auf die längerfristige Aufnahme von Liquiditätskrediten, die
das Ministerium im übrigen erstmals nach vielen Jahren wieder genehmigungsfrei
gestellt hat, die Vorlage der Beschlüsse zu den Jahresrechnungen 2010 und 2011
und zur Entlastung des Oberbürgermeisters bis Ende dieses Jahres, die Ausweisung
der gewährten Entschuldungshilfe des Landes im Jahresabschluss 2013 und eine Darstellung
zum Defizitausgleich des Eigenbetriebes Stadthalle. Pressemitteilung
IGMetall Warnstreiks am 7. Mai bei Sartorius, Mahr, Novelis
Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie haben sich nach Ende der
Friedenspflicht in Süd- Niedersachsen sowie im Harzbereich bereits knapp 1.600
Beschäftigte aus 17 Betrieben an ersten Warnstreiks und Aktionen beteiligt. Damit
wollen die Beschäftigten ihrer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld Nachdruck
verleihen und gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber protestieren. "Die
Belegschaften zeigen mit ihrer großen Beteiligung am Warnstreikauftakt in Süd-Niedersachsen,
was sie vom Arbeitgeberangebot halten: Es reicht nicht. Die IG Metall erwartet
einen Vorschlag, der eine Einigung ermöglicht. Deshalb werden wir den Druck aufrechterhalten",
sagte Manfred Zaffke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz.
Dazu rufen wir am 07. Mai 2013 weitere 11 Betriebe zu Warnstreiks auf. (...) für
den Bereich Göttingen: Novelis Deutschland GmbH, Göttingen gemeinsam mit Sartorius
C.A. GmbH, Göttingen und Sartorius W.T. GmbH, Göttingen Treffpunkt zum Warnstreik:
10.00 Uhr vor dem Werkstor Novelis „Süd“ Mahr GmbH, Göttingen: Treffpunkt zum
Warnstreik: 09.30 Uhr vor dem Werkstor Sartorius Stedim Biotech GmbH,
Göttingen Treffpunkt zum Warnstreik: 13.30 Uhr vor dem College / (Am
8. Mai werden weitere 4 Betriebe Warnstreiks durchführen) Pressemitteilung
KUNST e.V. 6.5.13 Büchertag im Albaniviertel
Das Wetter und die Stimmung konnten nicht besser sein: beim 2. Büchertag im Albani-Viertel
schlenderten Tausende durch die Straßen des Viertels und wühlten an den 100 Büchertischen
nach Schnäppchen oder Ausgefallenem. Die zahlreichen Lesungen in den Geschäften
des Viertels waren alle gut besucht; manchmal reichte gar der Platz nicht aus.
Ob Sience Fiction oder Historisches, ob Lichtenberg oder "Radio Pflasterstein",
immer war das Interesse der Zuhörer groß und die Bemühungen der Geschäftsinhaber
um eine gute Atmosphäre bewundernswert. Auch die 3 Ausstellungen zur Geschichte
Göttingens und speziell des Albani-Viertels waren den ganzen Tag gut besucht.
Besonders die Foto-Ausstellung mit Bildern aus den letzten 150 Jahren lockte viele
Anwohner an. Viele erkannten die alten Häuser wieder, so mancher schmunzelte und
konnte berichten, dass er oder sie in diesem Haus gewohnt habe. Wer sich zwischendurch
entspannen wollte, konnte das umfangreiche Bühnenprogramm in der Oberen Karspüle
bewundern. Neben Schüleraufführungen des MPG, der IGS und der Albanischule oder
Musik von Anjana und Souffleur gab es Lesungen des Deutschen Theaters und von
Frank Limbach und einen Ausschnitt aus "Fridas Weg" von der Theaterwerkstatt Göttingen.
Wer mehr über die Geschichte des Viertels wissen wollte, konnte sich bei professionellen
Führungen z.B. mit Prof. Peter Aufgebauer über die Ursprünge Göttingens oder mit
Frauke Klinge von der Geschichtswerkstatt über das Albani-Viertel in der Zeit
des Nationalsozialismus informieren. Zahlreiche Menschen schlossen sich den Führungen
an oder nutzten die Gelegenheit, sich die Albanikirche oder die Aula am Wilhelmsplatz
mit dem alten Karzer zeigen und erklären zu lassen. Für Kinder war der Albanischulhof
zum Bücherflohmarkt umfunktioniert worden. Dort fand auch ein spezielles Kinderprogramm
des runden Tisches Leseförderung statt. Für Kinder und Eltern gab es einen von
der Albanischule organisierten Bratwurstgrill; die Würste fanden reißenden Absatz.
Auch die Gastronomen des Viertels hatten spezielle Angebote für die Besucher des
Büchertags. Trotz des wunderbaren sonnigen Wetters fanden viele Besucher den Weg
in die dunklen Kinoräume des MPG, um sich die Filmreihe des Göttinger Tageblatts
über die 50-iger, 60-iger, 68-iger und 70-iger Jahre anzuschauen. Aber auch die
Filme über Göttingen in der Nazi-Zeit, über die Bücherverbrennungen oder das Leben
der Dorothea Schlözer waren sehr gut besucht. Mit der Performance über das Leben
einer Straßendirne in Göttingen, aufgeführt in der Albanischule, und der großen
Abschlusslesung mit Bodo Kirchhoff im MPG am Theaterplatz endete ein so umfangreiches
Programm, dass viele Besucher traurig waren, nicht noch mehr der vielen parallelen
Programmpunkte miterleben zu können. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer hatte als
Schirmherr den Büchertag vormittags eröffnet und den vielen ehrenamtlichen Helfern
und Organisatoren gedankt. Er wünschte gutes Gelingen und dass die Atmosphäre
wieder so ungewöhnlich schön wie beim 1. Büchertag sein möge. Am Ende des Tages
waren sich die Organisatoren, die Helfer und die Besucher einig: es war wieder
ein wunderbarer Büchertag - vielleicht sogar noch schöner als beim ersten Mal!
Pressemitteilung
Kreisverband "DieGrünen" und "Grüne Jugend" 1.5.13 Aufruf
gegen "Nationalen Kundgebungstag" in Leinefelde
Für den 4. Mai 2013 plant der Neonazi und NPDler Thorsten Heise in Leinefelde
den "Nationalen Kundgebungstag". Schon in den letzten zwei Jahren fand diese neonazistische
Veranstaltung statt unter dem Namen "Eichsfelder Heimattag" bzw. "Eichsfeldtag".
Für die Veranstaltung sollen Konzerte von rechten Bands wie etwa "Sleipnir" Nazis
aus dem ganzen Land anziehen, 2012 kamen fast 1000 Besucher*innen. Leinefelde
fungiert so als Vernetzungsort für die überregionale Naziszene. Wie bei solchen
Veranstaltungen üblich, ist es ein weiteres Ziel, sich als möglichst harmlos darzustellen
und die lokale Bevölkerung für sich zu gewinnen. Friedliche Festatmosphäre soll
für die Akzeptanz der Naziszene und der durch sie vertretenen menschenverachtenden
Positionen führen. Zwei antifaschistische Bündnisse - das Eichsfelder Bündnis
gegen Rechts und das linke Bündnis "Noheimat" organisieren die Gegenaktivitäten.
Das zentrale Ereignis ist eine gemeinsame Demonstration am 4. Mai 2013 um 16 Uhr
in Leinefelde. Der Kreisverband von Bündnis90/DieGrünen Göttingen und
die Grüne Jugend Göttingen rufen zu lautstarken Protesten auf! "Wir
begrüßen ausdrücklich die Zusammenarbeit der beiden antifaschistischen Bündnisse
und die gemeinsame Durchführung der zentralen Gegendemonstration. Eine Spaltung
der Proteste in "gute" und "böse" Gegendemonstrant*innen, wie 2012 durch Medien,
Polizei und örtliche Politiker*innen herbeigeredet, wird es 2013 nicht geben.
(...) Pressemitteilung
AK Asyl 26.4.13 Auch unter der neuen Landesregierung
gehen Abschiebungen ins Kosovo weiter! (...) Am 7. Mai diesen Jahres
sollen die beiden Familien K. In den Kosovo abgeschoben werden. Die beiden Familien
des Geschwisterpaares K. reisten Ende der 90er Jahre auf Grund des Krieges und
der Verfolgung von Roma im damaligen Jugoslawien nach Deutschland. Inzwischen
leben sie seit 15 Jahren in Göttingen. Lediglich eines der Kinder wurde im Kosovo
geboren und erlebte die Flucht als 3 Monate altes Kind. Alle anderen Kinder wurden
in Deutschland geboren. Sie sind zwischen 3 und 15 Jahre alt und besuchen in Göttingen
den Kindergarten bzw. die Schule. Die älteste Tochter steht kurz vor dem Schulabschluss.
Keines der Kinder spricht Romanes geschweige denn albanisch. Sie kennen den Kosovo
nicht, waren nie dort und haben keinen Bezug zu dem Land, aus dem ihre Eltern
einst fliehen mussten. Im Kosovo leben auch keine Verwandten mehr. Auch sie sind
vor dem Krieg geflohen und Leben größtenteils in Deutschland und anderen Ländern
der EU. Das Haus, welches die Familie vor dem Krieg bewohnte, ist inzwischen niedergebrannt
worden. (...) Die beiden Väter haben schon seit einiger Zeit einen unbefristeten
Arbeitsvertrag zum 1.Mai. Sie wären damit in der Lage, für ihre Familie aufzukommen
und müssten keine staatlichen Hilfen mehr in Anspruch nehmen. Die 12jährige Tochter
A. ist seit längerem fester Bestandteil des Theaterprojektes „Boat People“, das
mit dem Stück „Rosenwinkel“ bereits 10 mal in Göttingen und bei bundesweiten Gastspielen
auftrat. Ein weiterer Auftritt im Juni in Berlin steht schon fest. (...) Wie in
vorangegangenen Fällen wird von Seiten der Ausländerbehörde mit der mangelhaften
Integration der Familien argumentiert. Wo aber, fragen wir, sollen Kinder besser
integriert sein, als in dem Land, in dem sie geboren und aufgewachsen sind. Und
welche Form der Integration soll mit der Abschiebung in ein Land gewonnen werden,
in der Roma nachweislich desintegriert, ja ausgegrenzt werden? (...) Sie werden
dort aufgrund ihrer Minderheitenzugehörigkeit nicht nur noch schärfer ausgegrenzt
als in Deutschland, sondern zum Teil auch körperlich bedroht oder angegriffen.
Die Politik, Roma in Lagern zu ghettoisieren, wie es z.B. in Serbien gängig ist,
zeigt vielerorts ein noch schlimmeres Gesicht als hierzulande. Antirassistische
Initiativen mobilisieren derweil zu einer großen Begleitung zur Ausländerbehörde
am Montag dem 29.April um 10 Uhr vor dem Neuen Rathaus Pressemitteilung
Dr. Gabriele Andretta (MdL) Nachtrag vom 10.4.13 (18.4.13) Göttinger
Gesamtschulen bleibt Turboabitur erspart Rot-Grün
bringt Gesetzesänderung in den Landtag ein Den Schülerinnen und Schülern an den
beiden Gesamtschulen in Göttingen bleibt das Turbo-Abitur erspart. Die Göttinger
SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta kündigt bereits für die April-Sitzung
des Landtages in der nächsten Woche einen entsprechenden Gesetzentwurf der rot-grünen
Landtagsmehrheit an: „Damit schaffen wir schnell Klarheit für Schüler, Eltern
und Lehrer in dieser Frage und lösen zugleich ein Wahlversprechen aus dem Landtagswahlkampf
ein. Die von CDU und FDP in der letzten Legislaturperiode beschlossene Einführung
des G8-Abiturs auch an Gesamtschulen muss dann gar nicht mehr umgesetzt werden.
Die abgewählte Landesregierung hatte die Änderung nur betrieben, um den Zulauf
zu den Gesamtschulen zu bremsen. Pädagogisch gab es keine Begründung dafür.“ Andretta
erinnert an den jahrelangen Kampf der Eltern, Schüler und Lehrer der IGS, eine
Sonderregelung für ihre Schule zu bekommen – ohne Erfolg. „Die IGS kann jetzt
aufatmen, auch in Zukunft wird die IGS weiter nach ihrem erfolgreichen, mit dem
Schulpreis 2011 ausgezeichneten Konzept arbeiten können,“ Andretta rechtfertigt
zugleich das von CDU und FDP kritisierte Tempo, mit dem die Änderung jetzt angegangen
wird: „Die Eile ist geboten. Andernfalls hätten die Schulen für eine Übergangszeit
doppelt planen müssen. Diesen unnötigen Aufwand wollen wir ihnen ersparen.“ Pressemitteilung
Ratsfraktion der WählerInneninitiative GöLinke 17.4.13 "Zukunftsvertrag"
gefährdet Zukunft der Kinder in Kitas Einschränkungen
für die freien Träger der Kitas. Wie zu erwarten war und gegen die Aussagen der
Mehrheitsparteien im Rat der Stadt Göttingen zeigen sich immer deutlicher die
Auswirkungen des EHP für die Göttinger Bürger_innen. Deutlich wurde es wieder
im letzten JHA [=Jugendhilfeausschuss Anmerkung goest] am Donnerstag dem
11.April. Eine Arbeitsgruppe mit 3 Vertretern der großen Parteien und zwei weiteren
Mitgliedern des JHA hatten einen Entwurf für die Änderung der Leistungs und Budgetverträge
mit den freien Trägern von Kindertagesstätten vorgelegt. In der Diskussion zeigte
sich von Beginn an sehr deutlich, dass die beiden parteilosen Vertreter mit den
Vereinbarungen nicht einverstanden waren, weil zu hohe Belastungen für die freien
Träger entstehen würden. Es entstand eine Diskussion, wie sie im Ausschuss hätte
geführt werden müssen. Die Einwände wurden mit redaktionellen Veränderungen abgewiegelt,
ohne dass die inhaltlichen Bedenken berücksichtigt wurden. Bei der Abstimmung
gab es dann auch nur eine ganz knappe Mehrheit durch die Mehrheitsparteien. Der
Antrag wurde mit 6 JaStimmen, 2 NeinStimmen und 5 Enthaltungen angenommen. Mit
dieser nichtqualifizierten Mehrheit ging der Antrag in den Rat und wurde dort
selbstverständlich, weil nur Ratsmitglieder abstimmen, mit einer großen Mehrheit
angenommen. "Das erschreckende an diesem Vorgehen ist nicht nur die Veränderung
einer nicht vorhandenen Mehrheit im Ausschuss in eine deutlich Mehrheitsabstimmung
im Rat, sondern vor allem, dass der Ausschuss, der den Vorschlag erarbeitet hat
nach der NGO überhaupt nicht zulässig ist und dass in dem sogenannten Ausschuss
die Betroffenen mit ihren Bedenken übergangen werden", so Rolf Ralle, Mitglied
für die GöLinkeRatsfraktion im Jugendhilfeausschuss. Dies sei ein Beispiel für
vorgetäuschte Demokratie zur Durchsetzung von Parteieninteressen gegen die ca.
90 freien Träger in der Stadt Göttingen, die finanzielle Beschränkungen umsetzen
müssten. Dies wird eine Qualitätsverschlechterung in den Kitas zur Folge haben,
was öffentlich immer bestritten wird. Pressemitteilung
Landkreis Göttingen 17.4.13 Kreisausschuß
einstimmig gegen den Eichsfelder Heimattag der NPD in Leinefelde Der
Kreisausschuss hat am 16.04.2013 auf Initiative der Gruppen SPD/Bündnis 90/DIE
GRÜNEN und CDU/FDP, sowie der Fraktionen von FWLG und DIE LINKE und des fraktionslosen
Kreistagsabgeordneten Herrn Andreas Schelper (Piraten) folgenden einstimmigen
Beschluss gefasst: „Der Landkreis Göttingen ruft die BewohnerInnen auf, sich an
den Protestaktionen gegen den „Eichsfelder Heimattag“ der NPD am 4. Mai 2013 in
Leinefelde zu beteiligen. In Verantwortung vor der deutschen Geschichte und den
bekannt gewordenen Morden an neun ausländischen MitbürgerInnen und einer Polizistin
durch den National-Sozialistischen-Untergrund (NSU) müssen alle gesellschaftlichen
Gruppen jeglichen Aktivitäten rechter Gruppierungen entschlossen entgegentreten.
Leinefelde liegt keine 35 Kilometer Luftlinie und keine Stunde Fahrzeit von Göttingen
entfernt. Wir unterstützen den Widerstand gegen die zweitgrößte Musikveranstaltung
der rechtsextremen Szene in Deutschland. Es ist davon auszugehen, dass die Veranstaltung
auch von RechtsextremistInnen aus Göttingen maßgeblich mitorganisiert wird. Bund
und Länder streiten derzeit über ein Verbotsverfahren gegen die NPD vor dem Bundesverfassungsgericht.
Von diesem Verfahren wird abhängen ob sich die NPD auch weiterhin als Partei auf
das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland berufen kann. Davon unabhängig
gibt es nachweislich Verbindungen zwischen der rechtsextremen NPD, rechten Kameradschaften
und den für mindestens zehn Morde verantwortlichen Mitgliedern der NSU. Die NPD
ist daher – unabhängig von ihrem Rechtsstatus – in jedem Fall als Teil der gewaltbereiten
rechten Szene anzusehen. Sie propagiert nicht nur in unerträglicher Weise Rassismus
und Fremdenfeindlichkeit, sondern stellt für viele Menschen eine ernsthafte Bedrohung
dar. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese gewaltbereite rechtsextreme Szene in
unserer Region stärker Fuß fasst! Der Landkreis Göttingen bittet daher die EinwohnerInnen,
die Mitglieder des örtlichen Bündnisses gegen den Eichsfelder Heimattag in ihrem
Bemühen gegen diese Veranstaltung zu unterstützen.“ Pressemitteilung
Anti-Atom-Initiative Göttingen 3.4.13 Umweltminister
Wenzel soll MOX-Einsatz atomrechtlich überprüfen Göttinger
Atomkraftgegner mit ihren japanischen Gästen wollen am heutigen Mittwochvormittag
( ca. 11.30 Uhr) dem Umweltminister Wenzel vor dem niedersächsischen Umweltministerium
eine 16-seitige >>"Denkschrift
gegen den Einsatz von MOX-Brennelementen" überreichen. In der Denkschrift
weisen die Atomkraftgegner auf die zahlreichen Argumente deutscher Reaktorexperten
gegen den MOX-Einsatz und auf Erfahrungen aus dem Reaktorunfall von Fukushima
hin.(...) Die im deutschen Atomgesetz verlangte zusätzliche Vorsorge gegen Gefahren
gegenüber der Allgemeinheit (§7d) gebietet es daher, den Einsatz von MOX-Brennelementen
zu unterlassen bzw. zu untersagen. (...) Der Hamelner Stadtrat und Kreistag hatten
sich im Oktober letzten Jahres gegen den Einsatz der MOX-Brennelemente ausgesprochen.
Bereits bei der ersten Genehmigung von MOX-Brennelementen 1986 hatte die Stadt
Hameln und auch der Landkreis Holzminden zusammen mit über 500 BürgerInnen gegen
den Einsatz von MOX-Brennelementen Einwand erhoben. Der Dipl-Physiker und später
langjährige Abteilungsleiter "Radioaktivität und Umwelt" des Bundesamtes für Strahlenschutz
(2001-2012) Gerald Kirchner hatte die Stadt 1986 beraten und eingewendet, dass
die Kritikalitätsberechnungen nicht nachvollziehbar seien und nach seinen Berechnungen
die Grenzwerte überschritten würden. Weiter bezweifelte Kirchner, der heute das
Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung
(ZNF) der Universität Hamburg leitet, dass die Schnellabschaltung des Reaktors
beim MOX-Einsatz genauso gewährleistet sei. Auch hatte Kirchner vor einer ungewollten
Kettenreaktion im Abklingbecken gewarnt, wie sie in Fukushima eingetreten ist.
Auch der Göttinger Professor Rolf Bertram kritisiert den MOX-Einsatz, insbesondere
dass durch die erhöhte Neutronenstrahlung beim Einsatz von MOX-Brennelementen
die Versprödung des Reaktorstahls begünstigt und damit die Stabilität herabgesetzt.
Die Atomkraftgegner fordern daher vom Umweltminister Wenzel als Leiter der Atomaufsicht
des Landes, den Einsatz von MOX-Brennelementen so schnell wie möglich zu verbieten.
Weiter muss er über 20 Berichte zum MOX-Einsatz im AKW Grohnde kritischen Wissenschaftlern
zur Begutachtung vorlegen. Pressemitteilung
Landkreis Göttingen 21.3.13 Mietgutachten: "Umzug
nur, wenn tatsächlich freie Wohnungen vorhanden sind" Landrat
Bernhard Reuter sieht Vorteile bei neuen Mietobergrenzen „Das traditionell hohe
Mietniveau in der Stadt Göttingen wird durch die neuen Mietobergrenzen nicht weiter
steigen, (...) Allein für die Ausgaben bei den Kosten der Unterkunft und Heizung
sind rd. 44 Mio. Euro eingeplant, nur rd. 11 Mio. Euro werden durch den Bund erstattet.
Manche Groß-Vermieter nutzen gar die Zwangslagen von Leistungsberechtigten aus
und verlangen pro Quadratmeter einen Mietpreis von 17 Euro, die der Landkreis
bisher habe zahlen müssen, erklärte Reuter. Dies würde letztlich vom Steuerzahler
finanziert. Steuermittel seien aber nicht dazu da, Vermieter zu subventionieren.
Deshalb sei es gut, dass nun ein unabhängiges Fachgutachten anhand der tatsächlichen
Gegebenheiten realistische Grenzen ermittelt habe. (...) Eine Umzugswelle ist
ohnehin nicht zu befürchten. Umziehen müssen die Betroffenen nur, wenn auch tatsächlich
freie Wohnungen vorhanden sind“, stellte der Landrat klar und warnte gleich-zeitig
vor Panikmache. (...) Der Landrat warnte zudem vor Schnellschüssen in der Bewertung
des Fachgutachtens und vor ungerechtfertigter Kritik. Von 18.300 Datensätzen seien
weit über 10.000 Datensätze aus der Stadt Göttingen gekommen. „Damit werden die
real existierenden Mietverhältnisse und der Wohnungsmarkt auch in der Stadt gut
abgebildet. Die Einbeziehung von Mietpreisen der Gemeinden Rosdorf und Bovenden
in einen gemeinsamen sog. Wohnort mit der Stadt Göttingen ist absolut vertretbar“,
sagte der Landrat. „Im Hauptort Bovenden sind die Mieten teilweise höher als in
der Stadt. Außerdem gehören zur Stadt auch Ortschaften wie Esebeck oder Roringen.“
Seitens der Verwaltung werde weder ein Umzug aus der Stadt Göttingen in andere
Gemeinden mit einer geringeren Angemessenheitsgrenze wie beispielsweise Friedland
oder Adelebsen verlangt noch sei ein freiwilliger Umzug beispielsweise nach Duderstadt
oder Staufenberg ausgeschlossen, so Reuter. Pressemitteilung
von "Pro Nonnenstieg" vom 21.3.13 Mitsprache
bei der Bauplanung für das ehemalige IWF-Gelände gefordert (...)
. Man wollte den Anwohnern seitens der Stadtverwaltung zwar mit einer Herabsetzung
der Geschossflächenzahl (GFZ) und entsprechender Modifikation der Planung entgegenkommen.
Diese nur sehr leichte Veränderung ist für Anwohner und Nachbarn aber aufgrund
der Geringfügigkeit nicht akzeptabel: Letztlich soll an der von Grund auf fehl
gelaufenen Planung festgehalten werden. Da hier das gesetzlich vorgesehene Prozedere
auf den Kopf gestellt wurde, ist es jetzt erforderlich, dass das gesamte Verfahren
vollständig neu und für die Bürger/innen transparent durchgeführt wird. Dieses
Mal muss die Öffentlichkeit von Anfang an einbezogen und Umwelt und Naturschutzgutachten
bei der Aufstellung von Kriterien berücksichtigt werden. So sieht es auch das
Baugesetzbuch (BauGB) vor! Der Einwohnerantrag ist ein weithin unbekanntes Instrument
der direkten Demokratie. Das bekanntere Bürgerbegehren darf in Niedersachsen bei
Bauleitplanungen aber nicht gestellt werden! So bleibt der Bürgerinitiative Pro
Nonnenstieg nur diese Möglichkeit der demokratischen Einflussnahme. Ein erfolgreicher
Einwohnerantrag verpflichtet den Rat der Stadt dazu, sich in einer öffentlichen
Sitzung mit dem Antragsinhalt auseinanderzusetzen. Er ist eine Unterschriftenliste
mit besonderen formalen Bedingungen. Diesen müssen mind. 2,5% der Göttinger/innen
unterzeichnen. Für einen erfolgreichen Einwohnerantrag sind also beinahe 3500
gültige Unterschriften notwendig! (...) Pressemitteilung
GöLinke 21.3.13 "Reine Beschönigungs- und Beschwichtigungstaktik
des Landrates statt klarer Worte" Wie kann man bei einer sozialunverträglichen
Hartz-IV-Gesetzgebung überhaupt von einer sozialverträglichen Umsetzung der des
Mietgutachtens reden? "So kann man die Realitäten auch verkehren", so Gerd Nier
für die Göttinger Linke Ratsfraktion. Man stellt Quadratmetermietpreise von 17
Euro für sog. Leistungsberechtigte in den Raum und proklamiert dann den Schutz
der Steuerzahler vor einer überbordenden Subventionierung der Vermieter. Gegen
Mietwucher dieser Art gibt es immer noch die Möglichkeit des rechtlichen Vorgehens.
Dass sich die Mieten im Stadtgebiet auf einem höheren Niveau als im Umland bewegen,
ist kein Geheimnis. Dass sich bei Nichthandeln ein Verdrängungs-wettbewerb ergeben
wird, ist zu befürchten. Gerade diesen Tatsachen und Tendenzen muss gegenüber
den Anspruchsberechtigten Rechnung getragen werden. Eine Mietminderung in der
Stadt z.B. von 435 auf 381 Euro für eine Bedarfsgemeinschaft von zwei Personen
ermöglicht es aber selbst nicht mehr, eine der nur noch wenig vorhandenen Sozialwohnungen
anzumieten.. Anstatt "Nebelkerzen" zu werfen und Beschwichtigungsparolen auszugeben,
sollte sich Landrat Reuter klar positionieren und sich an der Forderung seiner
SPD-Parteifreunde vom Stadtverband orientieren. Die warnen vor "einem sozialpolitischen
Irrweg" bei Umsetzung des Gutachtens und fordern mehr Sensibilität im Umgang mit
Hilfeempfängern und Menschen in finanziell bedrängter Lebenslage ein. Das eigentlich
Unverzeihliche an der durch den Landrat und die Kreisverwaltung geschaffenen Situation
ist schon jetzt jedoch die erhebliche Verunsicherung vieler potentiell betroffener
Menschen in der Stadt. Ihnen sollte Herr Reuter wieder Sicherheit geben mit einer
eindeutigen Aussage in der Richtung, dass zumindest die zurzeit geltenden und
anerkannten Sätze der Kosten zur Unterkunft (KdU) Bestand haben werden. Leider
jongliert er aber in alter Tradition des Landkreises mit der KdU hin und her und
ignoriert die Erkenntnisse der städtischen Sozialverwaltung und selbst der Wohnungsbaugesellschaften
völlig. Herr Reuter will nichts verlangen, aber auch nichts ausschließen, wie
er so schön in seiner Stellungname betont. "Besser kann man Unverbindlichkeit
nicht ausdrücken", so Gerd Nier abschließend. Pressemitteilung
WählerInnenInitiative GöLinke 19.3.13 Verkauf
der Baptistenkirche und Voigtschule soll dem Gemeinwohl dienen (...)
Um den Initiativen, die vorwiegend ehrenamtlich tätig sind, die Möglichkeit zu
geben, tragfähige Konzepte zu entwickeln und ein seriöses Kaufangebot zu erarbeiten,
ist es dringend erforderlich den Zeitpunkt zur Einreichung von Kaufangeboten von
Mai 2013 auf September 2013 zu verschieben. (...) Wir können jedoch nicht verkennen,
dass sich eine große Mehrheit des Rates in Verbindung mit der Verabschiedung des
EHPs für eine Veräußerung auch der Gebäude Bürgerstraße 13 und 15 ausgesprochen
hat. Jetzt geht es darum, bei dem anstehenden Verkauf möglichst dafür zu sorgen,
dass sinnvolle und dem Gemeinwohl dienende Initiativen vor Investoren mit rein
privatwirtschaftlichen Interessen die Möglichkeit zum Kauf und zur Nutzung mindestens
eines der Gebäude erhalten. Unsere Stadt verdankt ihre Lebendigkeit und ihre kulturelle
und soziale Vielfalt u.a. auch dem Engagement und der Arbeit vieler aktiver Initiativen,
deren Mitglieder überwiegend ehrenamtlich tätig sind. (...). Musikuss e.V., die
Filmkunstfreunde, die Deutsch-Russische Gesellschaft und insbesondere auch der
neu gegründete, genossenschaftlich orientierte Kulturbund, dem zwischenzeitlich
mehr als 20 Initiativen angehören, belegen einerseits einen deutlichen Raumbedarf
und anderseits das Engagement sich im Non-Profit-Bereich für diese Stadt und ihre
Menschen einzusetzen. (...) Für das Gebäude der ehemaligen Voigtschule regen wir
an, mit der städtischen Wohnungsbau GmbH Kontakt aufzunehmen, um die Möglichkeit
zur Einrichtung von Wohnungen insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen
zu prüfen. Pressemitteilung
SPD-Stadtverband 15.3.13 Gegen Kürzung der Mietkostenerstattung
für Sozialhilfe und Langzeitsarbeitslose
Der Landkreis Göttingen als der örtliche Träger der aus dem Sozialgesetzbuch II
resultierenden Leistungen hat ein Gutachten zu den Mietobergrenzen für Hartz-IV-bzw.
SGB-II-Empfänger im Kreisgebiet in Auftrag gegeben. Nach dessen Ergebnissen müssten
die Mietobergrenzen der Betroffenen im Stadtgebiet Göttingen fast durchgehend
gekürzt werden. Mehr als 2.500 betroffene Familien würden danach aufgefordert
werden, ihre Mietkosten zu senken, d.h. sie sollen sich eine preiswertere Wohnung
suchen. Denn laut Gutachten dürfe für beispielsweise eine Bedarfsgemeinschaft
von zwei Personen in Zukunft nur noch eine Höchstgrenze von 381 statt bislang
435 Euro anerkannt werden. Verursacht wurde dieses Ergebnis im Gutachten durch
die Einbeziehung von Mietpreisen ländlicher Gemeinden im Flecken Bovenden und
in der Gemeinde Rosdorf. Das traditionell hohe Mietniveau in der Stadt Göttingen
bleibt hierbei unberücksichtigt – aber gerade hier werden die Mieter von diesen
Konsequenzen getroffen. Solch preiswerte, freie Wohnungen stehen im Stadtgebiet
überhaupt nicht zur Verfügung. Das gesteht sogar der Gutachter ein. In Göttingen
herrscht derzeit ein sehr angespannter Wohnungsmarkt, insbesondere durch die Zunahme
der Studierendenzahlen. Die SPD Göttingen fordert den Landkreis Göttingen auf,
das vorliegende Gutachten nicht anzuwenden, da der zumutbare und billige Wohnraum,
in den zahlreiche Familien umziehen sollen, schlicht nicht existiert. An solchen
Wohnungen mangelt es an allen Ecken und Enden. Manche Groß-Vermieter nutzen die
Zwangslagen von Bedarfsgemeinschaften ohnehin schon rücksichtslos aus, indem qualitativ
unzumutbare Wohnungen, die aufgrund ihres Zustands oft jahrelang leer standen,
bei einem Minimum von Eigentümer-Investitionen zum Maximum der Miet-Höchstgrenze
angeboten werden, weil die soziale Zwangslage ihnen die Mieter und das Gesetz
die Mietzahlung garantiert. Solche Praktiken würden sich ohne Zweifel noch erheblich
ausweiten, wenn das Gutachten zum Tragen kommen sollte. „Die denkbar schwierige
Situation von Sozialhilfeempfängern und Langzeitarbeitslosen wird durch diese
neuen Mietobergrenzen weiter verschärft. Da der benötigte Billigwohnraum nicht
vorhanden ist, werden die Betroffenen die gekürzten Beträge aus eigener Tasche
aufzubringen haben. Der Mehrbetrag wird dann am Familienunterhalt eingespart –
bei der Ernährung oder Kleidung. Die Kinderarmut wird sich weiter verschärfen,“
sagt Dr. Klaus-Peter Hermann, Vorsitzender des Sozialausschusses der Stadt Göttingen.
Ein weiterer Effekt ist die fehlende Harmonisierung der neuen Mietobergrenzen
durch den Landkreis mit den Kostenmieten im sozialen Wohnungsbau. So werden sich
künftig Hartz-IV-Empfänger Mieten im Göttinger sozialen Wohnungsbau nicht mehr
leisten können. Das ist ein sozialpolitischer Irrweg. Der soziale Wohnungsbau
ist ja gerade für die breiten Schichten der Bevölkerung vorgesehen. Der Stadtverbandsvorstand
der Göttinger SPD fordert die Kreisverwaltung, den Kreistag und den Kreissozialausschuss
dazu auf, das vorliegende Gutachten nicht zur Grundlage einer weiteren Verarmung
werden zu lassen und es zu überarbeiten. Der Vorsitzende Horst Reinert sagt: „Wir
werden uns mit allen politischen Kräften dafür einsetzen, dass der Status quo
bei der Wohnraumsituation von Sozialhilfeempfängern und Langzeitarbeitslosen erhalten
bleibt." Pressemitteilung
WählerInneninitiative GöLinke 12.3.13 FDP-Abgeordneter
Sprachrohr der Betreiberfirma TenneT Für wen spricht Knopek eigentlich?
Göttinger Linke kritisiert die einseitige Positionierung zugunsten von TenneT
Es ist schon ein merkwürdiges Verständnis von Beweislast, was der FDP-Bundestagsabgeordnete
Knopek an den Tag legt. Geht es nach ihm sollen Bürgerinitiativen und Kritiker
die von ihnen befürchteten Emissionsbelastungen belegen und nicht der Betreiber
die Unbedenklichkeit beweisen. Wie deutlich sich Herr Knopek zum einseitigen Sprachrohr
von TenneT macht, wird aus seinen nun fast täglich erscheinenden Verlautbarungen
offensichtlich. Forderungen nach Offenlegung des gegenwärtigen Planungsstandes
an TenneT, Fragen und Bedenken der Bürgerinitiative und der Anwohner der "westlichen
Dörfer" werden mit keinem Wort aufgegriffen. Zur Akzeptanz der von allen Seiten
vielbeschworenen Energiewende gehört es aber auch, die Menschen mitzunehmen, ihre
Fragen und Bedenken erst zu nehmen und sich gegen die Verlagerung von Kosten und
Risiken auf die Allgemeinheit zu wenden, so Gerd Nier für die Ratsfraktion der
Göttinger Linken (Siehe auch goest-Seiten zu >Knopek
und >Höchstspannungsleitung
) Pressemitteilung
Kreistagsfraktion der Partei DieLinke 4.3.13 Gutachten
zu Angemessenheitsgrenzen bei Mieten eine Farce "Allein
die Tatsache, dass angeblich nahezu ein Drittel der Betroffenen in zu teuren Wohnungen
leben ist schon ein Hinweis darauf, dass die ermittelten Angemessenheitsgrenzen
nicht stimmen können", so Andreas Gemmecke, sozialpolitischer Sprecher der LINKEN-Kreistagsfraktion.
Wenn es in nennenswertem Umfang günstigeren Wohnraum gäbe, müsste sich dies demzufolge
in einem gewaltigen Überangebot an preiswerten Wohnungen auf dem hiesigen Wohnungsmarkt
niederschlagen. Auch die Tatsache, dass die Stadt Göttingen gemeinsam mit den
Gemeinden Rosdorf und Bovenden einschließlich aller Dörfer in einen Topf geworfen
werde, führe zu Zahlen, die mit der Realität auf dem Wohnungsmarkt nichts mehr
gemein haben. Zudem sei es kaum glaubhaft, dass es angesichts einer starken Nachfrage
etwa durch den doppelten Abiturjahrgang nicht zu Preissteigerungen sondern zu
einer gegenläufigen Entwicklung gekommen sei. Die Ankündigung des Landrates, nach
der die neuen Erkenntnisse sofort zur Anwendung kommen müssten, betrachte DIE
LINKE als ein Zeichen dafür, dass sich in der SPD die Haltung zur Agenda-Politik
nicht geändert habe: (...). Die Ansage, nur schrittweise und zuletzt bei Alleinerziehenden
und Schwerbehinderten vorzugehen, sei dafür bezeichnend. Diese Menschen seien
auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen, stattdessen werde nur angekündigt,
diese als letzte drangsalieren zu wollen. (...) Pressemitteilung
Fraktion DieGrünen im Ortsrat Weende 4.3.2013 SPD
und GRÜNE im Weender Ortsrat begrüßen Freibad-Konzept der GoeSF (...)
“ Das neue Konzept ermöglicht beispielsweise weiterhin das sportliche Bahnenschwimmen
auf einer 25m-Bahn mit einer Wassertiefe von 1,80m. Vorgesehen sind ein Wellnessbereich
mit Massagedüsen, ein weiterer Beckenbereich z.B. für Fitnesskurse und ein flacher
Nichtschwimmerbereich für die Jüngsten. Ein Strömungskanal und eine Rutsche laden
zum Toben ein und der Strand bietet Möglichkeiten zum Liegen und Erholen. „Es
ist zwar bedauerlich, dass der Sprungturm zukünftig allenfalls als Kletterturm
genutzt werden kann, aber insgesamt halten wir das Konzept der GoeSF für sinnvoll
und tragfähig. (...) Nicht zuletzt Sicherheitsbedenken seitens der GoeSF - der
Nichtschwimmerbereich mit einer Wassertiefe von 0-80 cm grenzt unmittelbar an
die Sprunggrube mit einer Wassertiefe von 4,50 m - lassen den Weiterbetrieb des
Sprungturms nicht zu. Beide Fraktionen appellieren daher an den Stadtrat, der
Neugestaltung des Weender Freibads nach den Vorschlägen der GoeSF zuzustimmen.
„Das Konzept der GoeSF ist wichtig für die Zukunftsentwicklung des Stadtteils,
so dass wir die Umsetzung für absolut gerechtfertigt halten. Uns bietet sich hier
die einmalige Möglichkeit, ein wichtiges Ortsteilzentrum zu schaffen und wichtige
Wohngebiete im Norden Göttingens, z.B. Weende-Nord und Stumpfe Eiche sowie das
Altdorf und das Neubaugebiet auf dem alten Huthamaki-Gelände auf sinnvolle Weise
städtebaulich miteinander zu verknüpfen. (...)
Pressemitteilung ver.di
4.3.13 Warn-Streik an der Uniklinik – Notdienstvereinbarung
abgeschlossen Öffentlicher
Dienst der Länder: Zentrale Streikversammlung am 5. März in Hannover Die Gewerkschaften
des öffentlichen Dienstes ver.di, GEW, GdP und dbb rufen die Länder-Beschäftigten
in Niedersachsen und Bremen am morgigen Dienstag, 5. März, zu einer zentralen
Streikversammlung in Hannover auf. Nachdem die Arbeitgeber auch in der zweiten
Verhandlungsrunde am 14./15. Februar kein Angebot vorgelegt haben, wollen die
Beschäftigten nun vor der dritten Runde am 7./8. März den Druck auf die Arbeitgeber
der Länder erhöhen. Die Gewerkschaften fordern unter anderem, die Entgelte um
6,5 Prozent mit einer sozialen Komponente zu erhöhen und den Urlaubsanspruch zu
sichern. Die Gewerkschaften rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern am ganztägigen
Warnstreik. Aus dem südniedersächsischen Raum werden Busse für die Streikenden
eingesetzt. Aus Göttingen sind Beschäftigte des UNI-Klinikums, der Universität,
der HAWK sowie der Straßenmeistereien am Streik beteiligt. ver.di-Sprecher Lothar
Richter aus Göttingen rechnet mit 300 Streikenden, die um 9:00 Uhr nach Hannover
ab Klinikum bzw. ZOB/Zoologisches Institut abfahren. Am UNI-Klinikum ist mit ver.di
eine Notdienstvereinbarung getroffen worden. Es ist damit sicher gestellt, dass
Notfalloperationen auf jeden Fall ausgeführt werden können. „Den Kolleginnen und
Kollegen aus dem UMG und UNI-Bereich legen großen Wert darauf, dass auch in der
Frage der befristeten Arbeitsverträge und beim Urlaub Vereinbarungen getroffen
werden, neben der monetären Forderung nach 6,5 %“, so Patrick von Brandt, Fachsekretär
von ver.di. Inzwischen sind in der Universität über 50% der Arbeitsverhältnisse
befristet.(...). ver.di kritisiert weiter, dass in diesem Bereich neu eingestellte
Beschäftigte außerdem nur noch 26 Tage Urlaub erhielten, im Gegensatz zu den „Altbeschäftigten“
die 30 Tage erhielten. (...) [siehe auch >goest-Seite
zu ver.di] Pressemitteilung
der Universitäts Medizin Göttingen UMG 4.3.13 Warnstreik
an der UMG: Notfallversorgung im Universitätsklinikum ist gesichert Tarifauseinandersetzung
im Öffentlichen Dienst: Universitätsmedizin Göttingen am Dienstag, 5. März 2013,
von Warnstreik betroffen. Versorgung der Notfallpatienten ist gewährleistet. (umg)
Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wird im Rahmen der Tarifauseinander-setzungen
im Öffentlichen Dienst am Dienstag, 5. März 2013, von einem Warnstreik der Gewerkschaft
ver.di betroffen sein. Die UMG hat dazu mit der Gewerkschaft eine Not-dienstvereinbarung
abgeschlossen. „Die Versorgung unserer Patienten während des Warnstreikes an der
UMG bleibt sicher und hat höchste Priorität“, sagt Dr. Martin Siess, Vorstand
Krankenversorgung an der UMG. „Die Notfallversorgung unserer Patienten am Streiktag
ist gewährleistet, ebenso wie die der bereits aufgenommenen Patienten.“ In einigen
Bereichen der Patientenversorgung, wie beispielsweise im Zentral-OP und im Pflegedienst,
kann es am Dienstag zu Verzögerungen und Terminausfällen kommen. Der Vorstand
der UMG empfiehlt deshalb allen Patienten, die am Dienstag in der UMG Termine
für Behandlungen erhalten haben, vorher in den behandelnden Kliniken anzurufen,
ob der Termin stattfinden kann.
Pressemitteilung Stadt Göttingen 25.2.13 Straßenumbenennungen
nicht von der Stadt Bei einem in Göttingen kursierenden Schreiben,
indem die Umbenennung der Hermann-Rein-Straße und des Rudolf-Stich-Weges angekündigt
wird, handelt es sich um eine Fälschung. Der Brief stammt nicht von der Stadt
Göttingen. Es wurden keine Umbenennungen der in dem Brief genannten Straßen beschlossen.
Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner brauchen sich daher keine Sorgen bezüglich
anstehender Änderungen zu machen. [Anmerkungen goest: >>Rudolf
Stich Nationalsozialist , >>Hermann
Rein unterzeichnete das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten
und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat. Rein trat
zwar nicht der NSDAP bei, wurde aber 1934 förderndes Mitglied der SS und schloss
sich dem NS-Fliegerkorps an.] Pressemitteilung
SPD Stadtverband 21.2.13 Forderungen an Niedersächsischen
Innenminister (SPD) : Wertgutscheine abschaffen! Der
SPD-Stadtverband Göttingen hat auf Antrag des Ortsvereins Göttingen- Leine auf
seiner Delegiertenversammlung einstimmig vom Bundesgesetzgeber gefordert, das
Asylbewerberleistungsgesetz abzuschaffen. Asylbewerber sollen künftig in das bestehende
Leistungssystem nach dem Sozialgesetzbuch II einbezogen werden. Etwaige Mehrkosten
der Kommunen müßten durch den Bundesgesetzgeber ausgeglichen werden. Im Vorgriff
auf diese Abschaffung fordert die Göttinger SPD den niedersächsischen Innenminister
auf, den Kommunen den nötigen Ermessensspielraum zu geben, um endlich auch Bargeld
statt Wertgutscheine ausgeben zu können. Die Stadt Göttingen führt seit langem
einen Kampf gegen die vom bisherigen niedersächsischen Innenminister per Verfügung
aufgezwungene Gutscheinpraxis. "Die Einbeziehung in die bestehenden Sozialsysteme
soll Asylbewerber mit Grundleistungsempfängern gleichstellen, sie würden gesetzlich
krankenversichert, die heutige Einschränkung auf eine medizinische Notfallbehandlung
ist aus ethischen Gründen abzulehnen", so Dr. Klaus-Peter Hermann vom Ortsverein
Leine zur Begründung des Antrags. Für den SPD Stadtverbandsvorstand führt Dr.
Dagmar Schlapeit-Beck aus: "Durch eine Einbeziehung der Asylbewerber in das Sozialgesetzbuch
II entfiele zudem das Arbeitsverbot, von dem es heute nur dann Ausnahmen gibt,
wenn eine Stelle nicht durch eine/n Deutsche/n zu besetzen ist. Im Gegenteil,
Asylbewerber würden Vermittlungshilfen auf dem Arbeitsmarkt und eine entsprechende
Sprachförderung erhalten. Nur dadurch kann Integration in die Gesellschaft wirklich
gelingen. Letztlich fällt dann auch die Residenzpflicht, so dass sich Asylbewerber
freizügig bewegen könnten." Pressemitteilung
der Gutscheingruppe Göttingen 14.2.13 Nicht reden: Bargeldauszahlung
an Flüchtlinge JETZT sofort umsetzen Am
gestrigen Mittwoch hat die designierte Niedersächsische Landesregierung ihren
Koalitionsvertrag veröffentlicht. Zur Frage "Bargeld oder Gutscheine" für Flüchtlinge
heißt es darin unmissverständlich: "Die rot-grüne Koalition wird (...) die diskriminierende
Wertgutscheinpraxis beenden und durch Bargeldauszahlung ersetzen." [1] Die ohnehin
zweifelhafte Rechtsauffassung der scheidenden Landesregierung wird somit nicht
weitergeführt; der umgehenden Umstellung der Leistungen auf Bargeld steht nichts
mehr im Wege. Die bisherige Landesregierung hatte immer behauptet, die Gutscheinausgabe
stelle die einzig rechtskonforme Art der Leistungsgewährung nach §3 Asylbewerberleistungsgesetz
(AsylbLG) dar. Dem hatten sich die Verantwortlichen in der Stadt und im Landkreis
Göttingen stets gebeugt und entsprechenden Beschlüssen ihrer Regionalparlamente
die Umsetzung verweigert. Bezogen auf Nachzahlungen nach dem AsylbLG waren die
Göttinger Kommunalverwaltungen sogar über die Vorgaben der bisherigen Landesregierung
hinausgegangen. Dieses Vorgehen wurde durch ein Urteil des Sozialgerichts Hildesheim
im Dezember nachträglich für rechtswidrig erklärt. Die Gutscheingruppe fordert
die Stadt und den Landkreis Göttingen auf, die Leistungausgabe ab sofort auf Bargeld
umzustellen. Nach der "peinliche[n] Niederlage vor Gericht" [2] vom Dezember wäre
dies ein klares politisches Signal und richtungsweisend auch für andere Kommunen
des Landes. Unabhängig vom Wechsel der landespolitischen Rahmenbedingungen läuft
die rechtliche Auseinandersetzung bezüglich der Gutscheinausgabe weiter. Der Kerngedanke
des BVerfG-Urteils [3] zum AsylbLG, wonach die Sicherung des Existenz-minimums
nicht migrationspolitisch relativiert werden darf, gibt dabei die Richtung vor.
Bei einer Erörterung der Rechtslage in einem der Verfahren hat das Gericht denn
auch erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Gutscheinvergabepraxis durch
Stadt und Landkreis Göttingen erkennen lassen. Die Hauptverhandlung ist nun für
den 25.02.2013 angesetzt. Das Sozialgericht Hildesheim tagt dazu in Göttingen
und zwar ab 9.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Verwaltungsgerichts. Wir wünschen
den Klägerinnen viel Erfolg!
###################################################################### Archivierte
PMs Pressemitteilung
H + G Göttingen e. V. 14.2.13 Kritik an der neuen Winterdienstgebühr
Stadt
und Planung Göttingen e.V. (BI für Öffentlichkeit in der Stadtentwicklung) 30.1.13 Mehr
Transparenzbei Baugebietsausweisung - Zu hoher Flächenverbrauch en
der Bevölkerung, denn mit jedem Zuwachs steigt auch der Unterhaltungsaufwand!
Pressemitteilung
Fraktion WählerInneninitiative GöLinke 30.1.13 Privatisierung
der Wasserversorgung verhindern PressemitteilungRechtsanwalt
Sven Adam 24.1.13 Angemessenheitsgrenzen für Unterkunftskosten
nicht korrekt
Pressemitteilung
Kreistagsfraktion der Partei DieLinke 24.1.13 Gutachten
zu Kosten der Unterkunft wird weiterhin verschleppt Pressemitteilung
Ratsfraktion Die Grünen 24.1.13 Neustart für Planungen
am Nonnenstieg
Pressemitteilung:
Grüne Jugend (Jugendorganisation der Grünen) 24.1.13 Rassistische
Asylgesetze in die Tonne - Spielräume nutzen und ausweiten!
Pressemitteilung
AStA 22.1.13 Gespräch zu studentischer Wohnraumproblematik
in Göttingen
Pressemitteilung
Stadt Göttingen 18.1.13 Ermittlung wegen Krebsfällen-Häufung
eingestellt
Pressemitteilung
Stadt Göttingen 17.1.13 Schusswaffenregister
Pressemitteilung
"BürgerInnen beobachten Polizei und Justiz" 13.1.13 Polizei
nimmt Bedrohung durch Rechtsradikale nach wie vor nicht ernst
Pressemitteilung
Antifaschistische Linke International A.L.I. 11.1.13 Nach
Anti-NPD-Protest - Nazis greifen Demonstranten tätlich an
Pressemitteilung
Landkreis Göttingen 2.1.13 Bürgerbegehren zur Kreisfusion
gescheitert Pressemitteilung
Stadt Göttingen 2.1.13 Zahlungen zur Belohnung für
Sparpaket Pressemitteilung
des Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V. 16.12.12 Betroffene
von NSU in Göttingen
Pressemitteilung
Landtagsfraktion der Partei DieLinke 13.12.12 NSU-Spuren
in Niedersachsen
Pressemitteilung
der Katholischen Kirche im Dekanat Göttingen 13.12.12 Gefängnisseelsorger
Werner Hohmann verlässt Göttingen Pressemitteilung
der Stadt Göttingen 4.12.12 "Mutmassliche
Häufung von Krebserkrankungen in Gross Schneen"
Polizei
Verkehrsmeldung 30.11.12 Autobahn A7 Vollsperrung
Pressemitteilung
AStA 29.11.12 Umstrittener Jesuitenpater Schneider bei
der „Nacht des Wissens“
Pressemitteilung
"Göttinger Bündnis Volksinitiative" 24.11.12 Demonstration
für besseren Personalschlüssel in Kitas
Pressemitteilung
Gesundheitsamt für die Stadt und Landkreis Göttingen 23.11.12 Häufung
von Krebsfällen in Groß Schneen (Landkreis Göttingen) Pressemitteilung
Stefan Wenzel MdL 23.11.12 Anfrage
Krebsfällen in Groß Schneen / Friedland Pressemitteilung
DITIB Göttingen 22.11.2012 (digo) Nazi-Werbebanner und
Graffiti an der Moschee
Pressemitteilung
des SPD-Stadtverbandes und Andretta (Mdl) 23.11.12 Entsetzt
über NPD-Transparent an der Moschee
Pressemitteilung
Fraktion WählerInneninitiative GöLinke 22.11.12 Sozialhaushalt
zeigt die negativen Folgen des "Zukunftsvertrags Pressemitteilung
Stadtverwaltung 21.11.12 Kündigungen im JobCenter / Stellungnahme
der Stadtverwaltung
Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen 21.11.12 Open Uni - Drei Tage
Uni für Alle
Pressemitteilung
Grüner Kreisverband (Nachtrag vom 16.11.12) Grüne
für Abschaffung der Studiengebühren evtl. erst in 5 Jahren
Pressemitteilung
Ratsfraktion WählerInneninitiative GöLinke 19.11.12 Kommentar
zu : Stadt feuert Personalrat
Pressemitteilung
ver.di Göttingen 16.11.12 Stadt feuert Personalrat
Pressemitteilung
Jürgen Trittin 13.11.12 Existenz der DLR durch
Steuerforderungen bedroht
Pressemitteilung
Ratsfraktion der WählerInnenInitiative GöLinke 9.11.12 Bauausschuß
beschließt Zerstörung des Parks am Asklepios Pressemitteilungen
der Stadt Göttingen / Fachbereich "Jugend und Ordnung" 23.10.12 Cheltenhampark:
Präventionsrat organisiert Treffen von ParkbesucherInnen und AnwohnerInnen
Pressemitteilung
Stadtvorstand Die Grünen 24.10.12 Gleichstrom-
und Erdverkabelung für die Hochspannungstrasse
Pressemitteilungen
der Universität Göttingen 22.10.12 Es fehlt Wohnraum
für Studierende
Pressemitteilung
Ratsfraktion der WählerInnengemeinschaft GöLinke 19.10.12 Bühlstraße
28 bleibt für studentisches Wohnen erhalten
Pressemitteilung
WählerInnengemeinschaft GöLinke 17.10.12 13,8 % Dispokredit-Zinsen
bei der Sparkasse ein Unding
Pressemitteilung
Stadt-und-Planung e.V. 10.10.12 Neubauten auf IWF-Gelände,
Nonnenstieg
Presseerklärung
des 'Göttinger Bündnis Bleiberecht für Roma 9.10.12 Demonstration
gegen Abschiebungen ab Rosenwinkel Pressemitteilung
Grüne Jugend 9.10.12 Abschiebung verhindern!
Pressemitteilung
Stadt Göttingen 27.9.12 Rat fordert: Vermögenssteuer
jetzt!
Pressemitteilung
Stadt Göttingen 25.9.12 Intendant des DT gekündigt
Pressemitteilung
WählerInnengemeinschaft GöLinke 21.9.12 Bauplanung Leinebergpark
- Aussagen von heute widersprechen denen von gestern
Pressemitteilung
Interessensgemeinschaft Weender Vereine und Organisationen 7.9.12 Ende
für das Weender Freibad
Pressemitteilung
GöLinke 3.9.12 Keine Zeit für Japaner am Hiroshimaplatz
Pressemitteilung
Greenpeace 1.9.12 Protest vor Shelltankstellen gegen
Ölbohrungen in der Arktis
Pressemitteilung
Ratsfraktion DieGrünen 23.8.12 Keine Videoüberwachung
in der Nikolaistraße!
Pressemitteilung
Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. 22.8.12 Sorge
um die Situation von Jetmir nach seiner Abschiebung
Pressemitteilung
ver.di Göttingen 20.8.12 Vom Arbeitgeber gesteuerter
Betriebsrat arbeitet gegen ver.di Mütter und Väter, die keine Kinderbetreuung
haben, können weiterhin nicht teilnehmen. Pressemitteilung
Haus und Grund 16.8.12 Gesundheitsschäden durch Verkehrslärm
Pressemitteilung
Ratsfraktion DieGrünen 17.8.12 Ergebnisse der Lärmkartierung
müssen Konsequenzen haben! Pressemitteilung
Ratsfraktion GöLinke 9.8.12 Fraktion verlangt von
Ausländerbehörde Akteneinsicht zum Fall Jetmir
Pressemitteilung AK Asyl 7.8.12
(Auszüge) Zur Abschiebung
von Jetmir
Allgemeiner
Studierender Ausschuß (AStA) Uni Göttingen 23.7.12 Studiengebühren
führen zu Abwanderung
SPD-Ortsverein
Göttingen Südstadt 22.7.12 Netto-Filialschließung
im Stadtteil schafft Probleme für BewohnerInnen
Pressemitteilung
ver.di 22.7.12 Mit dem Web 2.0 gegen Netto - www.neulich-bei-netto.de
Pressemitteilung
Verdi 13.7.12 Erstmal keine weiteren Filialschließungen
Pressemitteilung
antifaschistische linke international >A.L.I.< 7.7.12 Demonstration
mit Autos und zu Fuß gegen Angriff auf Taxifahrer 7.7.
Pressemitteilung
Stadt Göttingen 6.7.12 Zeichen für eine Welt
ohne Atomwaffen
Pressemitteilung
Antifaschistische Linke International A.L.I. 5.7.12 Zur
Demonstration gegen Alltagsrassismus Kreistagsfraktion
der Partei DieLinke 28.6.12 Nahverkehr den privaten Unternehmen
entziehen
Pressemitteilung
der Piratenpartei Göttingen 28.6.12 Protest gegen
GEMA
Pressemitteilung
der Partei DieLinke im Landtag 28.6.12 Mitarbeit in der
Härtefallkommission für Flüchtlinge macht offenbar keinen Sinn
mehr Pressemitteilung
Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV 27.6.12 Neue
Härtefallregeln keine Erleichterung für langjährig geduldete Flüchtlinge
Pressemitteilung
Stadt Göttingen 8.6.12 Auftrag an private Firma
- Mängel sollen dort gemeldet werden
Pressemitteilung
Stadt Göttingen 8.6.12 Meldung mit Cannabis und
Humor
Pressemitteilung
Bündnis lebenswertes Göttingen 3.6.12 Zukunftsvertrag
und "zahnlose Resolutionen gegen ihre eigene Parteien"
Pressemitteilung
ver.di Göttingen 25.5.12 Krankenhaus Northeim:
40 MitarbeiterInnen gekündigt
Pressemitteilung
GöLinke Ratsfraktion 23.5.12 113
statt 140 Mio sind erst recht kein Grund zum Feiern
Pressemitteilung
Dr. Gabriele Andretta Andretta MdL (SPD) 22.5.12 Landesregierung
kümmert sich nicht um wertvolles Erbe des IWF
Pressemitteilung
Veterinäramt 7.5.12 Warnung vor der Viruserkrankung
Staupe bei Füchsen : Gefahr für Hunde
Pressemitteilung
der Partei DieLinke im Kreistag und Ratsfraktion der GöLinke 28.4.12 Fusion
von Landkreisen "gewaltiger Einschnitt"
Pressemitteilung
ver.di 25.4.12 Bankbeschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen
Pressemitteilung
AStA Göttingen 24.4.12 Studiengebühren abschaffen!
- Gespräch mit Ministerin abgelehnt Pressemitteilung
Ratsfraktion DieGrünen 19.4.12 Grüne Ratsfraktion
kündigt Zustimmung zum Sparprogramm an
Pressemitteilung Piratenpartei und WählerInnenInitiative GöLinke 17.4.12 Gemeinsame
Veranstaltung zum "Zukunftsvertrag"
Pressemitteilung
Ver.di Landesbezirk Niedersachsen Bremen Telekom: Ab
Montag bundesweite Warnstreiks bei der Telekom
Pressemitteilung
Ratsfraktion GöLinke 14.4.12 Es soll Licht ins
Dunkel der Sparkassengewinne gebracht werden
Gesammelte
Pressemitteilungen zum Abschiebeskandal des Landkreises GöttingenPressemitteilung
Niedersächsischer Flüchtlingsrat 11.4.12 Fragwürdige
Abschiebung durch Landkreis Göttingen
Pressemitteilung
Fraktion der Partei DieLinke 12.4.12 Abschiebung eines
27jährigen Studenten rechtswidrig
Pressemitteilung
Grüne Jugen 11.4.12 Verschleppung verunmöglichen
Pressemitteilung
Landkreis 11.4.12 Abschiebung konnte angeblich nicht
mehr verhindert werden Pressemitteilung
Fraktion der Partei DieLinke im Landtag 11.4.12 Widerrechtliche
Abschiebung
Pressemitteilung
MdL Stefan Wenzel , Die Grünen 12.4.12 Wenigstens
vor der Abschiebung informieren (Anmerkung/Kommentar goest: das
ist eine enttäuschend schwache Stellungnahme zur Abschiebung.) |
Ratsfraktionen SPD, GRÜNE und CDU/FDP 12.4.12 Entschuldungshilfeprogramm
und Zukunftsvertrag wird durchgezogen
Pressemitteilung
'Göttinger Bündnis Bleiberecht für Roma', 22.02 2012 Göttinger
Ausländerbehörde widersetzt sich dem Willen des Stadtrats
Pressemitteilung
WählerInnenbündnis GöLinke 20.2.12 Strukturelle Veränderungen
statt Flickschusterei
Pressemitteilung
DGB-Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt 20.2.12 Kolpingwerk
und DGB gemeinsam für Mindestlohn
Pressemitteilung des Grünen Kreis-und Stadtverbandes 8.2.12 Landvolktag
bietet Werbebühne für Genmanipulation
Pressemitteilung
ver.di 9.1.12 Betriebsrätin setzt sich für
KollegInnen ein - Firma will sie jetzt kündigen
Pressemitteilung
Landrat Reuter 27.12.11 "Rosinenpickerei" der
Privatfirmen im ÖPNV verhindern
Pressemitteilung ver.di 22.12.2011 Krankenhäuser
sind seit November mit Gehaltszahlung im Verzug
Pressemitteilung
Kreistagsfraktion der Partei DieLinke 2.12.2011 Keine
Regionsbildung gegen den Willen der Bürger
Pressemitteilung Ratsfraktion DieGrünen 22.11.11 Hakenkreuzschmierereien
nicht mit Gaffitikritik in einen Topf werfen !
Pressemitteilung ver.di 15.11.11 Arbeitsbedingungen
im Altenheim der Diakonie Northeim
Pressemitteilung
Stadtverband SPD 4.11.11 Persönliche Schreiben
an die Konzernleitung von EDEKA
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