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Allgemeine
Infos über das Theater
Allgemeine Infos über das Theater Der
Vorführraum des ThOP ist ein ehemaliger Lehr-Operations-Saal mit den eng
übereinander hochragenden Sitzreihen. Die unmittelbar bis an die ersten Sitzreihen
heranreichende Bühne und enge Staffelung der weiteren Sitzreihen stellt einge
große Nähe zwischen Publikum und SchauspielerInnen her und intensiviert das Erleben
der Aufführung. Das ThOP nimmt zunehmend die Rolle eines weiteren Theaters in der Stadt wahr, ist also nicht mehr nur ein reines Studententheater. Bei den 12 bis 14 inszenierten Stücke im Jahr sind rund 150 Laien-Schauspielerinnen und Schauspieler beiteiligt, die kein Geld erhalten würden. Lediglich die rd. 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters erhalten eine geringe Aufwandsentschädigung. Inzwischen spielt das ThOP im Käte-Hamburger- Weg (**) seit nunmehr 20 Jahren. Zum Jubiläum im November 2004 ist geplant, Gastspiele mit Schauspielern aus Göttingen und der gesamten Bundesrepublik aufzuführen. Weiterhin wirde im Audimax eine Ausstellung über das ThOP mit Fotos, Skripten, Arbeitsmaterialien, etc. geplant. (** Käte Hamburger (geb. 21. Sept. 1896 in Hamburg, gest.8. April 1992 in Stuttgart.) 1934 bis 1956 offenbar in Schweden als Jüdin emigriert, von 1957 bis 1976 lehrte sie allg. Literaturwissenschaften an der Uni Stuttgart.)
Finanzprobleme gelöst - Verschiedene Fakultäten legen zusammen |
"Brainstorm" "Unser Gehirn ist ein Profi. Aber kein Genie. Wir sind gezwungen in Mustern zu denken, in vorgefertigten Bahnen. Der Ansturm von Informationen auf unser Gehirn wird sonst zu groß. Unser Unterbewusstsein entscheidet, welche Informationen wichtig sind und serviert uns eine bekömmliche Auswahl. Meistens ist diese Auswahl sehr klug zusammengestellt. Aber : Wahrnehmung kann getäuscht werden und Gedanken sind manipulierbar. Lassen Sie sich in der Bühnenshow "BRAINSTORM" gekonnt täuschen, überraschen, faszinieren! Florian Beyer ist Schauspieler am Staatstheater Meiningen und beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Zauberkunst und den Methoden der Wahrnehmungstäuschung. Nun tourt er mit der ungewöhnlichen Bühnenshow "BRAINSTORM". Die Schranken unseres Denkens werden zum Erlebnis eines Mysteriums". Dieses Gastspiel ist am 12. Februar 2012 im Theater im OP zu sehen. Kartenreservierung über: www.thop-online.de oder 0551 / 39 70 77 |
Eine Eigenproduktion
des ThOP , Inszenierung: Victoria Fitz, Barbara Korte, Antonina Nagle, Klaus-Ingo
Pißowotzki, Mini von Platen, Selen Pfändner
Käte-Hamburger-Weg
3 (Einlass über den Zuschauereingang im Heinrich-Düker-Weg) Einlass
bei Abendvorstellungen ab ca. 19.30, bei Nachmittagsvorstellungen ab ca. 15:15
Uhr, |
Die massive Kraft, die der erträumte Gewinn durch Öl auf menschliches Bestreben auslöst wird eingewoben in die massive Kraft, mit der sich menschliche Beziehungen und Existenzen zerstören. Text-Auszüge
/ThOP: "...., jene Kraft, die Welten errichtet und zerstört, Menschen dreimal
über alle Ozeane treibt und in die Hölle schickt, Mütter ihre Kinder verstoßen
lässt, Freunde zu Verrätern macht, Armeen zerschmettert, blühende Gärten in öde
Wüsten verwandelt, kurz, die heilige, ewige Gier nach Geld."Dallas
1963. Saudi-Arabien 1975. Köln-Lindenthal 1977. Persischer Golf 1988. New York
2001. Beryok 2011. Menschen hinter Krisen. Krisen im Menschen. Ein Ehepaar in
der Fremde, eine Haushälterin, Einheimische und ein Phantom? Herbert Kahmer sucht
nach dem schwarzen Gold, Eva Kahmer nach sich selbst. Sie wartet, trinkt, terrorisiert
und versucht dabei die Welt zu lenken. Eingesperrt im eigenen Haus, da die Nomaden
vor der Tür harren, wird sie des Wartens überdrüssig und alle müssen mit den Folgen
leben... Es
spielen: Catharina Bonnemann, Jennifer Traum, Daniela Papenhagen, Yannick
Gerry Eller und Baltasar Rüchardt Regie: Ilka Daerr |
La Cittadella - Eine Collage nach Motiven von Heinrich Mann Text/ThOP: "Die Schwiegermutter hat Sodbrennen.....Naja, es wird am Schatten liegen. Was soll man tun, wenn dieses verdammte Schiff Verspätung hat? Denn schließlich - sagen wir nur die Wahrheit - die Stadt steht vor Ereignissen, die.... Ein verschlafenes Nest im ländlichen Italien, ganz wie man es sich vorstellt: La Dolce Vita, Meer und schöne Frauen. Der Priester Don Taddeo, der mit strengem Auge über das Seelenheil seiner Schäfchen wacht. Doch hinter der biederen Fassade brodeln unzählige Affären, Neidereien und geheime Sehnsüchte. Als eine Operntruppe in das malerische Städtchen einzieht, kochen die Leidenschaften über und das ruhige Leben der Bewohner wird aus den Angeln gehoben. Mit ihrer an Heinrich Manns Roman "Die kleine Stadt" angelehnten Inszenierung bringen die Regisseure Klaus Berg und Peter Schubert ein explosives Gemisch auf die Bühne. .... " Premiere: 30. Juli, 20:00 Uhr Weitere Aufführungen: 3.08; 5.08; 6.08; 9.08; 10.08; 12.08; und 13.08 um jeweils 20:00 Uhr.
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Zum Parteitag Bananen Text/Thop: "Grenzen verwischen. Mit dem Fall der Mauer scheint alles möglich. In der neuen Ordnung, die aus dem anfänglichen Chaos entsteht, finden alle, wonach sie suchen: Freiheit, kleinbürgerliche Sicherheit, Religiosität, Stolz, Glanz, Rassismus sowie erste Autos und neue Fernseher. Der Traum für viele vom Reihenhaus und vom Kinderkriegen wird für eine junge Frau unerträglich. Ein junger Mann schmeißt die Schule und fährt durchs neue Deutschland. Anpassung, Ordnung und die Anderen werden diesen beiden zur Last. Ihre Wege kreuzen sich. Gemeinsam wollen sie ihre Idee von der Freien Deutschen Jugend verwirklichen: Bumsen und besoffen sein statt Abitur, Job und Karriere. Dann trennen sich ihre Wege. Zufällig begegnen sich die Beiden 20 Jahre später. ZUM PARTEITAG BANANEN ist das zweite Theaterstück von Oliver Kluck. Seit dem Berliner Theatertreffen 2009 gilt er als einer der begehrtesten Nachwuchstheaterautoren. Ausgezeichnet mit dem 'Nachwuchspreis für Junge Dramatik' 2009 und dem 'Kleist-Förderpreis' 2010 ist Kluck derzeit als "Außer-Hausautor" am Nationaltheater Weimar tätig. Jetzt zeigt das Theater im OP (ThOP) ZUM PARTEITAG BANANEN von Oliver Kluck unter der Regie von Heiko Matthias." Premiere: Dienstag 10.05.2011 um 20.15 Uhr Weitere Aufführungen: 11.05., 13.05., 14.05., 17.05., 18.05., 20.05., 21.05., 24.05., 25.05., 27.05., 28.05.2011 Beginn jeweils um 20:15 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr Im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen (Einlass über den Zuschauereingang im Heinrich-Düker-Weg) Karten unter 0551 / 39 70 77 oder www.thop-online.de Vorverkauf: Mo. - Sa. 12:00 - 14:00 Uhr im ZHG der Universität Mo. - Sa. 10:00 - 18:00 Uhr im Alten Rathaus |
ThOP Ankündigungstext: Am 6 .April 2011 kommen die 70iger Jahre zurück ins Theater im OP Göttingen, denn es findet um 20.15 Uhr die Premiere der Screwball-Komödie "Man lebt nur einmal" statt. Alice Sycamore, der jüngste Spross der Familie, möchte heiraten. Doch nicht irgendjemanden, sondern den Juniorchef der Firma Kirby & Co., in der sie als Sekretärin arbeitet. Ansich sollte das kein Problem darstellen, wäre da nicht Alice's Familie: Der Großvater von Alice betreibt im Wohnzimmer eine Schlangezucht, ihre Mutter versucht schon seit Jahren als Schriftstellerin berühmt zu werden, ihr Vater lässt keine Minute vergehen, in welcher er nicht mit Sprengstoff experimentiert, der Schwager kann es nicht lassen auf seinem Glockenspiel rumzuhämmern und ihre Schwester träumt von einer Karriere als Prima Ballerina. Eigentlich eine lustige Familie, doch was passiert, wenn diese Familie auf die Familie von Alice geliebten Tony Kirby trifft, die Familie eines Wallstreet-Bankiers? "Mal lebt nur einmal" basiert auf dem, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten, Werk "You can't take it with you" von George Simon Kaufman und Moss Hart, welches 1936 erstmals aufgeführt und 1938 unter dem Titel "Lebenskünstler" mit James Stewart verfilmt wurde. Die Premiere findet am 6.April um 20.15 Uhr statt. Weitere Termine sind am: 8.; 9.; 12.; 14.; 15.; 16.; 19.; 21. und 23. April 2011, Beginn ist jeweils um 20.15 Uhr. |
Ars Ex Machina – Die Kunstmaschine Unter Blitzlichtgewitter greift der Maler ein letztes Mal zum Pinsel. Es ist Japser Dacks, der King Kong der Kunst. Seine Karriere ist am Ende, er selbst nur noch das Marketingprodukt seines skrupellosen Agenten. Nur Theodor Bauser, der geheimnisvolle Kunstterrorist, kann Jasper vor der letzten Konsequenz bewahren. Mit seiner Hilfe bricht der einstmalige Modern Art Superstar auf zu einer neuen Form des Menschseins. Unterstützt von einer surrealen Atmosphäre aus Klang und Licht erzählt Die Kunstmaschine die Geschichte eines gescheiterten Künstlers und eines Gottes - Prometheus’ letzten Abgesang auf die Menschheit. Wir werden überwältigt werden, ehrfürchtig uns nieder knien. Wie schmerzvoll ist es doch, ein Mensch zu werden. Man muss bis zur Vollendung gehen. Auf diesem Weg gibt es kein Zurück. Sag’ der Menschheit, dass ich bald komme. Sage ihr, dass ich sehr bald komme. Zu sehen ab dem 9. März im Theater im OP (ThOP). Ars Ex Machina – Die Kunstmaschine (UA) von Serdar Sezenoglu im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen Kartentelefon: 0551 - 39 70 77 Online-Kartenvorbestellungen: www.thop-online.de Aufführungen: 9., 11., 12., 15., 16., 18., 19., 22., 23.,25., 26. März 2011 Einlass ab 19:30 Uhr Beginn: Jeweils 20:15 Uhr Regie: (UA) von Serdar Sezenoglu |
"Dr.med.Hiob Prätorius" von Curt Goetz Ein Verkehrsunfall auf einer einsamen Landstrasse. Opfer: Dr. med. Hiob Prätorius und Frau. Wie es dazu kam, erklärt uns Dr. Watson. Und wir würden seinen Ausführungen folgen, wenn da nicht noch ein gewisser Sherlock Holmes wäre, der sich nicht mit dem Offensichtlichen zufrieden gibt. Aber lernen wir zunächst Prätorius in einer Rückblende selbst kennen, den meistgeliebten Narren seiner Patienten und zugleich der meistgehasste seiner Kollegen. Prätorius soll sich vor einem Ehrengericht erklären, denn in seiner Vergangenheit vermutet man dunkle Punkte, genährt durch die bloße Existens seines Faktotums Shunderson. Liegt hier der Schlüssel? Nun, immerhin hat sich Holmes des Falles angenommen, und es wäre doch gelacht - apropos gelacht -, Prätorius war immer auf der Suche nach der Mikrobe der menschlichen Dummheit, er hielt sie für ansteckend ... 1949 in Göttingen verfilmt, behauptet der Autor, sich über den Ort der Handlung nie klargeworden zu sein - hätte er bloß das Theater im OP gekannt ... Zweite Szene, Hörsaal der Anatomie und Sie, wertes Publikum, in der ersten Reihe. Premiere am 01.09.2010 um 20.15h im Theater im OP. Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen. Weitere Aufführungen am 03., 04., 07., 08., 10., 11., 13., 15., 17. und 18.09.. Beginn jeweils 20.15h. Karten unter 0551/397077, am ThOP-Stand in der Zentralmensa, Mo-Sa, 12-14h oder im Internet: www.thop-online.de |
„Happy“
von Doris Dörrie "Hat es etwas mit Liebe zu tun, wenn man seinen Partner im Dunkeln erkennt? Das Theaterstück „Happy“ der renommierten zeitgenössischen Autorin und Regisseurin Doris Dörrie setzt sich unter anderem mit dieser Frage auseinander: Drei seit langem befreundete Pärchen, die mittlerweile sehr unterschiedliche Lebensstile führen, kommen zu einem Abendessen zusammen. Ein Abklatsch auf gute alte Zeiten soll es werden, aber unterschwelliger Neid auf das vermeintliche Beziehungsglück oder das zur Schau getragene Geld der anderen prägt die oberflächliche Partyatmosphäre. Als sich dann die scheinbar harmlose Wette entspinnt, die lang liierten Pärchen würden einander im Dunkeln nicht einmal am Tastsinn erkennen, fallen jedoch die Fassaden, und die Figuren stehen nicht nur im wörtlichen Sinne nackt voreinander: In der Tragikomödie „Happy“ geht es darum, was Glück und Liebe wirklich ausmacht, um die Demaskierung von Oberflächlichkeiten und Lebenslügen und die Entlarvung manches scheinbar allzu glücklichen Lebens. Der Stoff ist auch bekannt geworden durch Dörries Film „Nackt“ von 2002. Im stimmungsvollen, intimen Ambiente der Notaufnahme des Theaters im OP (Achtung: Zuschauerkapazität nur 30 pro Abend) wird der Zuschauer an sechs Abenden im September unmittelbarer Zeuge des emotionalen Geschehens auf der Bühne. Premiere: 20. September 2010 20.15 Uhr Weitere Aufführungen: 22. September 2010 20.15 Uhr 23.September 2010 20.15 Uhr 24.September 2010 20.15 Uhr 25.September 2010 20.15 Uhr 26.September 2010 20.15 Uhr |
Scherenschnitt oder der Mörder sind Sie! Ein interaktives Kriminalstück nach Paul Pörtner Schnipp-Schnapp! Erleben Sie Mord in Göttingen! Ein Friseursalon, eine Leiche und vier Verdächtige. Werden Sie Zeuge eines äußerst mysteriösen Geschehens, das viele Fragen aufwirft. In dem Kriminalstück "Scherenschnitt" setzen wir auf Sie! Nehmen Sie die Verdächtigen ins Kreuzverhör, denken Sie nach, stellen Sie Fragen, und bringen Sie Licht ins Dunkel. Jetzt heißt es aufgepasst und mitgedacht - Victoria Fitz inszeniert diesen Mit-Mach-Krimi so, dass jeder Zuschauer mittendrin ist. Hier werden SIE zum Richter! Bestimmen Sie, wer am Ende für seine Missetaten bestraft wird. Nur das Publikum, also Sie, entscheiden, wer der Mörder ist. Di. 20.07., Do. 22.07., Fr. 23.07. und Sa. 24.07. Einlass ab 19:30 Uhr im Theater im OP |
Die
Mrozek-Theater-Revue Zwei
Männer werden in einen Raum geworfen und von einem menschengroßen Händchen dazu
gezwungen, sich ihrer Kleider zu entledigen, zwei Damen und zwei Herren haben
in einem Café ihre ganz persönliche Begegnung mit dem Tod und über die Familie
O'Hey bricht das Schicksal herein, als sich herausstellt, dass sich in ihrem Badezimmer
ein schrecklicher, menschenfressender Tiger eingenistet hat. Die drei Einakter
"Striptease", "Die Witwen" und "Das Martyrium des Pjotr O'Hey", die auf den ersten
Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, beweisen bei genauerer Betrachtung,
dass sie durch viele Elemente miteinander verwoben sind. Da wäre zum Einen ihr
Autor - Slawomir Mrozek, der polnische Großmeister des absurden Theaters, der
in diesen drei kurzen Stücken einmal mehr seinen scharfen Blick für gesellschaftliche
Missstände und zwischenmenschliche Beziehungen unter Beweis stellt. Darüber hinaus
kreisen alle drei Einakter immer wieder um die gleiche Frage: Wie verhält sich
der Mensch, wenn er auf sich alleine gestellt mit einer Extremsituation konfrontiert
wird? Verschiedene Lösungsansätze werden dabei zur Verfügung gestellt. am Ende
zeigt sich jedoch in typisch Mrozekscher Manier, dass alle Versuche, dem Schicksal
zu entrinnen, von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Nach der erfolgreichen
Interpretation von Mrozeks "Tango" im Frühjahr 2009 in der Notaufnahme des ThOP
zeigt das Schauspielensemble des Slavischen Seminars der Universität Göttingen
dieses Jahr erneut Werke des polnischen Dramatikers, allerdings in einer völlig
neuen Bearbeitung und Zusammenstellung. Im Stil einer Theaterrevue der 20er und
30er Jahre reihen sich die drei Stücke aneinander und werden durch Tanznummern
miteinander verknüpft. Ganz der absurden Metaphorik der drei Stücke entsprechend
reicht die Bandbreite der tänzerischen Elemente von klassischem Charleston, über
Tango Argentino bis hin zu einem burlesken Stuhltanz. (Veranstalter-Text)
Slawomir Mrozekwurde 2006 mit dem >> Samuel-Bogumil-Linde-Preis der Partnerstädte Göttingen und Thorn ausgezeichnet. (>> Laudatio) |
Das
Göttinger Rezitationsensemble liest Brechts "Hauspostille" Bertolt Brecht, Kind begüterter Augsburger Bürger, gerade alt genug, um nach einem Notabitur im letzten Kriegsjahr 1918 noch zum Sanitätsdienst herangezogen zu werden, hat mit seiner Hauspostille, in der ein Großteil seiner frühen Balladen gesammelt ist, Zeugnis abgelegt von einer radikalen Umwertung aller der Werte, die das schon beachtliche Schaffen des Gymnasiasten geprägt hatten. Der in christlich ausgerichteten Konventionen Aufgewachsene war ein leidenschaftlicher Gegner der diesseitsfeindlichen Jenseitsbezogenheit des Christentums geworden. Ein waches Bewußtsein für die Ungerechtigkeiten der Gesellschaftsordnung, die ihn privilegierte, und ein tiefempfundenes Mitleid für die Schwachen, Armen und Unerdrückten paarte sich mit der radikalen Ablehnung überkommener Konventionen. Der Außenseiter, der outlaw, die Opfer der Gesellschaft, die "armen" Mörder, die Piraten, die anarchischen Lebenskünstler sind die neuen Helden seiner Balladen, die heute zum festen Bestand deutscher Lyrik-Anthologien gehören. Ihre Sammlung in einer Hauspostille, einem beliebten Typus des christlichen Lehr- und Erbauungsbuches, ihre Einteilungen in Bittgänge, Exerzitien und Tagzeiten zeigen den neuen Anspruch an die Lyrik, nicht mehr Stimmung zu vermitteln, sondern "nützlich", z.B. belehrend zu sein. dass Brecht diese Absicht nicht predigend, sondern in eindrucksvollen Bildern, Gleichnissen und chronikalischen Berichten von großer Sprachgewalt und zuweilen ungemein poetischer Schönheit verwirklicht, macht nicht zuletzt den Reiz dieses faszinierenden Dokuments der frühen Phase des Brechtschen Gesamtwerks aus.
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"Nightfall with Edgar Allan Poe"
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Liebe ist Krieg! Auf diesem Schlachtfeld wird anders gekämpft: mit Blicken statt Bomben, Gesten statt Gewehren und Worten statt Waffen. Auch hier werden Schlachten geschlagen, Allianzen geschmiedet und Kollateralschäden in Kauf genommen. Hier bluten nicht die Körper, sondern die Herzen: Auch diese Verletzungen können gleichwohl tödlich sein! Ab Ende April zeigt das Theater im OP Choderlos de Laclos Briefroman "Gefährliche Liebschaften" in der Bearbeitung von Christopher Hampton. Die Marquise de Merteuil und Vicomte de Valmont schließen aus Rache und Langeweile eine Wette ab: Wenn Valmont es schafft, die blutjunge Cecile und die fromme Madame de Tourvel zu verführen, steht die Marquise ihm für eine einzige unvergessliche Nacht zur Verfügung. Wie diese kleine gemeine Wette die beiden Protagonisten zu erbitterten Gegnern macht, die alle um sie herum mit in ihr Unglück reißen, zeigt das Theater im OP ab dem 29. April. Premiere ist am Donnerstag 29. April 2010 um 20.15 im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3, weitere Vorstellungen finden am 1.Mai, 4. Mai, 7.Mai, 8. Mai, 9. Mai, 11.Mai, 12. Mai, 14 Mai und 15. Mai jeweils um 20.15 Uhr statt. Karten können unter der Nummer 0551/397077 oder über das Internet vorbestellt werden
- ein Kriminalstück frei nach Motiven eines Hörspiels von André Picot - Ein Geburtstagskind. Fünf Gäste. Eine Prophezeiung. Die Feier wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Die Räumlichkeiten der Notaufnahme des Theaters im OP bieten die perfekte Kulisse für die Verbrechen, die ab Dienstag, den 23. Februar 2010 um 20:15 Uhr in dem Stück "Der Albtraum" begangen werden.Eine dunkle Nacht, ein behaglich eingerichtetes Wohnzimmer, Pfefferminzlikör, Cognac und ein Kuchen - Grace Miller feiert mit Ehemann und Freunden ihren Geburtstag im kleinen Kreise. Doch das anfänglich fröhliche Beisammensein schlägt augenblicklich um, als der offenbar verrückte Traum eines Gastes Wirklichkeit wird: Ein plötzlich auftauchender Fremder prophezeit den baldigen Tod der Anwesenden. Und schon gibt es den ersten Toten, und was eben noch als das makabere Spiel eines Wahnsinnigen angesehen wurde, wird immer mehr zur grausamen Wahrheit. Im stimmungsvollen Ambiente der Notaufnahme können sich die Zuschauer durch dieses humorig-gruselige Kriminalstück nach dem Hörspiel von André Picot von der Spannung eines perfiden Mordplans anstecken lassen.Inszenierung: Dorothee Emsel und Selen Erdogmus . (VeranstalterInnentext) ,
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Text: ThOP / 1.9.09 / Eine morbide und komische Welt "Unschuld" von Dea Loher im Theater im OP "Wir wären alle gern unschuldig", stellt Frau Habersatt fest. Die verzweifelt-komische Frau bittet wildfremde Menschen um Vergebung - für Verbrechen, die sie gar nicht begangen hat. Unschuldig wären auch gern Fadoul und Elisio, zwei illegalisierte Migranten. Die Angst vor der drohenden Abschiebung hielt sie davon ab, einer Frau das Leben zu retten. Aber woher soll die Vergebung kommen? Während Fadoul den Gott aus der Tüte beschwört, macht sich Elisio auf, um die Geschichte der ertrunkenen Frau zu erfahren. Dabei trifft er auf Franz, einen Versorger von Verstorbenen und seine Frau Rosa, die aussieht wie eine Tote. - Doch auf der Suche nach Liebe und Vergebung scheitern sie alle an der Unzuverlässigkeit der Welt. Dass die Welt in der wir leben keine Sicherheiten bietet, weiß auch die blinde Tänzerin Absolut, deren Lebensbejahung ansteckend und verwirrend zugleich wirkt. Ein Lichtblick in einer seltsamen Welt, in der immer mehr Menschen freiwillig den Tod suchen. Dea Loher ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. In "Unschuld" zeichnet sie das Leben von neun Menschen, die sich alle zugleich - und dennoch allein - mit den großen Fragen und den kleinen Alltäglichkeiten des Lebens konfrontiert sehen. Immer wieder verschwimmen dabei die Grenzen von Wirklichkeit, Wahrnehmung und Zeit. Der Zuschauer bewegt sich mit den Figuren des Stückes, durch eine traurige und groteske, morbide und komische und vor allem unzuverlässige Welt. Diese Welt ist ab dem 3. Oktober 2009 im Theater im OP zu bestaunen. Weitere Aufführungstermine sind der 6., 8., 9., 10., 13., 15., 16., 17., 22., 23. und 24. 10. 2009, jeweils um 20. 15 Uhr im ThOP, Käte-Hamburger-Weg 3 in Göttingen. |
Veranstaltertext: "Am 6. August 2009 präsentiert das Theater im OP (ThOP) um 20.15 Uhr erneut in der ehemaligen Notaufnahme des Alten Klinikums das Stück "Das letzte Band" von Samuel Beckett. ...
... Ingo Mesche spielt in der eindringlichen Inszenierung den zynischen alten Krapp, der im Dialog mit den Tonbandaufnahmen seines früheren Ichs die beklemmende Einsamkeit und Leere in seinem Leben zu überbrücken sucht."Das letzte Band" gilt als eines der emotionalsten und intimsten Bühnenstücke seiner Zeit. Der mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete Samuel Beckett erzählt auf bewegende Weise die Geschichte des gescheiterten Schriftstellers, der zugunsten seiner Karriere auf die Liebe verzichtet hat und nun, Jahrzehnte später, von den wenigen erfüllten Momenten seines Lebens zehren muss. Die Inszenierung möchte mit seiner Interpretation der Einsamkeit und zum Teil selbst gewählten Isolation im Zeitalter von Fernseher, Handy und Internet Rechnung tragen, indem er die gestörte menschliche Kommunikation und den Rückzug ins Private thematisiert." Weitere Termine: 12. August, 9. und 17. September, 5. und 7. Oktober, 12. November, 2. und 4. Dezember jeweils um 20.15 Uhr, am 12. Dezember um 21.00 Uhr |
"Bilder einer Ausstellung - SEHEN, HÖREN, FÜHLEN" >
Premierenbericht mit Bildern Veranstaltertext: "Bilder einer Ausstellung - Sehen, Hören, Fühlen" ist die erste reine Tanztheaterproduktion in 25 Jahren ThOP und das erste Projekt seiner Art in Göttingen. Bilder malen ohne einen Pinselstrich: Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" Theater spielen ohne Dialoge: Sehen - Hören - Fühlen. Die Idee, Mussorgskys Bilder tänzerisch auszudrücken bildet die Grundlage. Die Szenen bilden keine romantischen Tongemälde ab, sondern aktuelle Themen im zeitgenössischen Stil, ausgedrückt in Schauspiel, Tanz und Musik, Jazz, Ballett und Videokunst. Das multimediale Tanzstück ist der Versuch, die Grenzen der Programmmusik Mussorgskys zu überschreiten und neue Wege zu ebnen - vom 19. direkt ins 21. Jahrhundert.Idee, Regie und Choreografie: Selen Erdogmus
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Nachwuchsdramatikerwettbewerb 2009 23.2.09
/ Text Pressemitteilung ThOP / Das Theater im OP ) schreibt 2009 zum vierten Mal
einen Dramatiker_innenwettbewerb aus. Hier haben junge Bühnenautor_innen, die
bisher noch kein Stück veröffentlicht haben, eine Chance, mit ihren Dramen uraufgeführt
zu werden. Das diesjährige Thema des Wettbewerbs lautet: "Dramen aus der Yucca-Palme
- Morbides, Komisches und Banales urbaner Mythen". Formalitäten für die Ausschreibung : Das vorgegebene Thema muss klar erkennbar sein. Umfang: 10- 20 Seiten im Format DIN A4 Schrifttyp: Times New Roman, Arial oder Courier New Schriftgröße: 12 Zeilenabstand: 1 1/2-zeilig Dramatischer Text - Das Drama muss ein Einakter sein. Die Rechte am Text müssen beim Autor / bei der Autorin liegen. Das Stück darf noch nicht aufgeführt worden sein. Der Text muss in 6-facher Ausfertigung und in digitaler Form eingesendet werden (die Texte können leider nicht zurückgeschickt werden). Das ThOP übernimmt keine Vervielfältigungs- und Versandkosten. Honorare und Tantiemen können ebenfalls nicht bezahlt werden. Den Texten ist ein Schreiben, auf dem Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse des Autors, sowie eine maximal halbseitige Kurzbiographie vermerkt sind, beizulegen. Dem Text muss ein maximal 10-zeiliges Dossier über den Inhalt vorangestellt werden. Einsendeschluss ist der 15. August 2009 (Poststempel) Anschrift: Theater im OP z. Hd. Julia Fischer / Jonas Hennicke Stichwort: ThOP-NDW Käte-Hamburger-Weg 3 37073 Göttingen E-Mail: ThOP-NDW@gmx.net Telefon: (++49) (551) 39 221 77 Website: www.thop.uni-goettingen.de
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Reihe Poetry Slam Slam Special-Reihe mit den bekanntesten Slammer_innen der Szene - aber nicht nur mit ihren Texten und Stimmen, sondern außerdem mit Livemusik: Spoken Word, Rap, Stories zu Beatboxing, Elektro- und Akustik-Sounds - all das kann beim Slam Special erlebt werden! Die Veranstaltungsreihe wird mit einer Veranstaltung pro Semester fortgesetzt. |
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Szenen
aus dem Regiekurs des ThOP Veranstaltertext: "Collage aus Szenen, Aus dem Regiekurs des ThOP unter der Leitung von Helle Körner sind im Wintersemester 06/07 acht "Nachwuchsregisseure" hervorgegangen, von denen sich jeder eine Szene ausgesucht hat, die bei fünf Aufführungen im Juni präsentiert werden. Vier Regisseure haben ihre Szenen selber geschrieben, vier haben sie aus literarischen Stücken ausgewählt. Was allen Szenen gemein ist, ist eine gewisse Melancholie, sie alle haben mit verschiedensten Facetten von menschlichen Abgründen zu tun. Sei es der Abstieg eines jungen Mannes vom Betriebswissenschaftler zum Müllmann, der den Abfall von VIPs entfernt, oder eine Frau, die sich durch den Misserfolg ihres Theaterstückes zum Selbstmord getrieben fühlt. Sei es eine verheiratete Frau, die, um mit ihrem Liebhaber zusammen sein zu können, Intrigen spinnt, oder der Marquis de Sade, der in einer Badewanne ermordet wird. Alle diese Szenen handeln von Menschen, die sich dem Abgrund nähern, sich gar darin verlieren. Trotz der Melancholie zieht sich durch die Szenen eine Spur schwarzen Humors. Alles in allem reißen die Szenen jeden Zuschauer mit und werden keinen unberührt lassen."
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| "Der
Engel mit dem goldenen Schnurrbart" Text:
goest-Korrespondentin Awi Roya / Fotos + Fototexte: goest
Die Schriftstellerin Christa Kozik feierte
erste Erfolge in der ehemaligen DDR und ist u.a. Trägerin des Nationalpreises
für Kunst und Literatur, sowie des Kinderbuchpreises der Akademie der Künste
Berlin.
Doch dieser Engel, der schon im himmlischen Paradies als schwarzes Schaf galt, will sich nun auch auf der Erde nicht einfach anpassen. Vor allem will er das Fliegen und seine Religion nicht aufgeben. Fragen um Freundschaft, Toleranz und Andersartigkeit werden, trotz vieler wunderbar heiterer Szenen, in diesem Stück mit großem einfühlsamen Ernst und doch kindgerecht auf die Bühne gebracht. Lilli, die ihren neuen Freund gerne bei sich behalten möchte, versucht ihn zur Anpassung an die Menschen zu bewegen, damit er gemeinsam mit ihr den Alltag erleben und bestehen kann.
Aber was ist ein Engel der nicht fliegen darf und ohne Religion auskommen soll? Als Lilli schließlich versucht, ihm heimlich die Flügel zu stutzen, weiß er sich keinen anderen Rat mehr, als sie zu verlassen. So endet die Geschichte um Lilli und Ambrosius traurig.
Als B. Schekauski vom MDR Figaro der Christa
Kozik einmal fragte, warum sie diesen Schluß der Geschichte gewählt
habe, bekam von ihr folgende Antwort:... "Ich glaube, weil es so viele Geschichten
mit Happy-end gibt. Kinder müssen soviel an Ängsten erleben - Krankheit,
Sterben, Trauer, Tod - so dass man ihnen doch einiges zumuten kann. Und hier ist
es auch dialogisch erklärt. Sie beschneidet ihm die Flügel. Damit hat
sie ihn verloren!" Dem Ensemble des TOP sei für seine engagierte und rundum gelungene Inszenierung gedankt, mit der sie eine im Westen weniger bekannte Autorin in ihrem so wichtigen Anliegen unterstützt haben.
Weitere Bücher von Christa Kozik sind: Ein Schneemann für Afrika, Gritta von Rattenzuhausebeiuns Moritz in der Litfaßsäule, Philipp und der Katzentiger, Der verzauberte Einbrecher, Tausendundzweite Nacht (Gedichte), Tausendunddritte Nacht (Gedichte), (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
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| Trois versions de la vie - Dreimal Leben 14.1.06 (überarbeitet 20.1.) Über
die Aufführung eines Stückes der französischsprachigen Autorin
Yasmina Reza im ThOP Text
, Goest, G. Schäfer / Die
Inszenierung am ThOP reichte jedenfalls aus zu erkennen, wie die Worte und Sätze
ihres Buches die Psychostruktur der jeweiligen Situation und die darunterliegenden
dauerhafteren Strukturen entlarven. Und allein in der Dialogstruktur ist Melodie
und Rythmus zu spüren, wenn ein Ehepaar in Wortgefechten über Kindererziehung
streitet und Argument und Gegenargument, Vorschlag und Gegenvorschlag sich in
schneller Folge abwechseln, um dann in einer Pointe zu gipfeln, die die ernsthafte
Peinlichkeit des Dialogs für das Publikum in Lachen auflöst. Es wurde
oft gelacht bei der Aufführung im ThOP am Samstag den 14.1.06 Um
Machtgefälle und herrschaftsgeprägte Beziehungen darzustellen, wählte
die Autorin einerseits den Ehefrau-unterdrückenden Ehemann Fidori ("misch
dich nicht ein" bis "halt die Klappe") und andererseits den Wissenschaftlerkollegen
unterdrückenden Fidori, zwei Männer einer Wissenschaftsdisziplin, bei
der der eine seine gehobenere Stellung dem anderen gegenüber ausspielt. Immer
wieder überrascht die schauspielerische Leistung in einem Theater, das sich
"Laientheater" nennt.. Allerding: der Eintrittspreis im Thop hat sich
mit 9 Euro auch bereits einer Höhe angenähert die kein Laienspiel mehr
zu bieten erlaubt. Besonders der Darsteller des Findori überzeugte mit hervorragendem
souveränem Schauspiel, bei dem auch Nuancen strahlend klar deutlich wurden.
Der Darsteller des Henri fiel vor allem durch seine durchgehend laute, fast immer
geschrieene angestrengte Stimme auf und konnte daher nur bei den Szenen überzeugen
bei denen er auch Aufregung darstellen sollte - man möchte ihm rückmelden,
dass man im Thop auch die etwas leiseren Töne auf den Bänken noch versteht.
Die beiden Frauen spielten durchaus angenehm fielen aber gegenüber dem Findoridarsteller
doch deutlich ab. Dem ThOP ist zu danken dafür, dass es mit der Aufführung
auf diese Autorin aufmerksam gemacht hat. Yasmina Reza (Foto): "Drei Mal Leben" im Theater im OP (Käte-Hamburger-Weg 3) Premiere: Donnerstag, 12. Januar 2006 um 20:15 Uhr, Weitere Aufführungen: Fr., 13.1 / Sa., 14.1 / Mo., 16.1 / Mi., 18.1 / Fr., 20.1 / Sa., 21.1 / So., 22.1 jeweils um 20:15 Uhr Inszenierung:
Andreas Haase (Ensemblemitglied im Schauspiel Frankfurt seit 2004/05 , vorher
Schauspieler am Statstheater Kassel |
ThOP-Dramatiker-Wettbewerb 2004 - Thema "Studentenleben" Zum "Studentenleben"
nur unpolitische Ideen?
24.11.04 / Theater im OP (ThOP) in Göttingen hat in diesem Jahr zu seinem zwanzigjährigen Jubiläum einen überregionalen Dramatiker-Wettbewerb zu dem Thema "Studentenleben" ausgeschrieben. Die 23 Einsendungen aus vielen Bundesländern sowie aus der Schweiz und Österreich gingen zwischen April und August 2004 ein. Eine fünfköpfige Jury hat nach dem Einsendeschluss vier Gewinner des Wettbewerbs bestimmt. Die Jury-Mitglieder waren: Prof. Dr. Simone Winko, Leiterin des ThOP (Seminar der Deutschen Philologie, Universität Göttingen), Bernd Kaftan, Schauspieler (Deutsches Theater Göttingen), Markus Ciupke, Lektor (Wallstein Verlag, Göttingen), Verena Leidig, freie Journalistin und Fabian Hebestreit, freier Autor, Theaterregisseur und Journalist. Teilnahmebedingungen waren: deutschsprachige Theaterstücke, die sich mit dem Thema des Wettbewerbs beschäftigen. Die Stücke durfen nicht bereits veröffentlicht sein. Jeder Teilnehmer durfte nur ein Stück einreichen. Die Dauer des Stückes sollte nicht unter ca. 1,5 Stunden liegen und 2,5 Stunden nicht überschreiten. |
![]() | Vorführung von Ausschnitten aus "Paraneuerdings" das 2001 im ThOP aufgeführt wurde auf der KUNST-Gala 2003. Mit Marita Schultz, Anja Kütemeyer, Johanna Teckemeyer und Tanja Weidner sowie Pianist Dirk Böther. Chansons von Friedhelm Kändler (Musik: Andreas N. Tarkmann).
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| Hamlet
(2002) Alles was evtl. an Kritik gegen die Vorstellung im folgenden gesagt werden mag, kann nicht das Gesamturteil ankratzen: für ein Ensemble das ohne ausgebildeten Schauspieler/innen auskommt war das eine hervorragende Leistung, man mag wirklich nicht mehr von Laienschauspiel reden. (Regie: Vahagn Maloyan). U.a.: Winfried Goos als Horatio, Wiebke Schwarzrock als Königin, Timo Egemann als Hamlet, Alexander Rahm als Bernardo Doch mit der Werkstreue hat man es wirklich nicht sehr ernst genommen. Da wird am Ende gar ein völlig anderer Schluß gezaubert, die Leichen der Tragödie erstehen wieder auf und machen einen Totentanz. Ebenso sucht man im Werk vergeblich die Szene in der die Interpretation der gesamten Handlung gekippt wird: Horatio der Freund Hamlets entpuppt sich als Verräter der hinter allem gesteckt hatte. Das geht weit über das hinaus, was die im Programmheft zu findende Formulierung "modernisiert" erwarten lässt. Modernisierungszenen hingegen waren ok. ..., eine Rap und Hip-Hop-Einlage nach dem Schauspiel im Schauspiel, eingeleitet durch Hamlets Aufruf "Los Premieren-Party". In
einigen Teilen wird die Tragödie als Komödie inszeniert und das läßt sicher auch
einige Inhalte über die Wupper gehen. Diese Teile könnten überschrieben sein mit
"Es braucht kein Geist vom Grabe herzukommen um das zu sagen" (Horatio
zu Hamlet). Einerseits hat Shakespeare zwar die Unehrlichkeiten und das höfische
Getue, die Hinterhältigkeit und Intrigenhaftigkeit durch scharfzüngige Bemerkungen
Hamlets enttarnt, hinter diesen Schmunzel-Szenen jedoch steht auch immer die ironische
Sicht auf die Grenze jeglichen Spiels, den Tod. Der Ernst der Sache, der Tod,
ist kein Spiel , auch wenn er spielerisch dargestellt wird und Totengräber sich
darüber lustig machen. Shakespeare war sich der armseeligen menschlichen Eigenschaft
des Sterbenmüssens hellsichtiger bewußt als andere. Ein
Schuft wer Arges dabei denkt: "Schwäche, dein Name sei Weib". Die Worte
wohl gesetzt, kein Ton im Publikum zu hören - auch nicht von Frauen, die emanzipiert
sich dünken. An andrer Stell: ein starkes Spiel des Hamlets - ein Springen, Schreien,
Leisesprechen - mal ernst mal zynisch und gemein, mal mit den Freunden - dann
allein. So springt der Bursch´ mit einem Satz auf die Armierung, die Publikum
und Bühne trennen soll, schreit dann hinein in der verschreckten Leute Ohren -
sein Elend. 2.8.02 , G.Schäfer |
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