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AKW-Mahnwachen
" Atomkraftwerke abschalten - Sofort !" >
Berichte
zu den vorhergehenden Anti-AKW-Aktionen und Mahnwachen
Oktober
2011 : Anti-Atom-Mahnwache von wöchentlich auf monatlich
Im
Mittelpunkt stehen
am Montag, 10. Okt die
hohen Gefahren, die vom 66 km dichten Atomkraftwerk Grohnde ausgehen. Besonders
eingegangen – auch mittels eines eingeübten (Ab)Gesangs – wird auf den katastrophalen
Mangel an Katastrophenschutzplänen für diese Region. Letztes Wochenende im Anschluss
an die von der Anti-Atom-Initiative Göttingen ausgerichteten bundesweiten Anti-Atom-Herbstkonferenz
hier (Abschlusserklärung im Anhang) haben bis zu 1000 Atomkraft-Gegner/innen am
AKW Grohnde demonstriert und es im Anschluss zeitweise de-facto blockiert, wozu
es auf der Mahnwache auch Berichte und Eindrücke zur Blockade geben wird . Ein
weiterer Programmpunkt der Oktober-Mahnwache bestreitet Professor Dr. Christian
Jooß von der „Bürgerbewegung Kryo-Recycling & Kreislaufwirtschaft“, der vom bundesweiten
Umweltratschlag an diesem Wochenende berichten wird, insbesondere von den Erlebnissen
eines japanischen Wissenschaftlers, der Fukushima hautnah erlebte. Prof. Jooß
bringt einen Gast aus den USA mit – die Amerikanerin Patricia de Marco vom Rachel
Carson Institut in Pittsburgh wird über die Anti-Atom-Protestbewegung in den USA
berichten. Der ehemalige Auslandsbischoff und Superintendent Rolf Koppe wird insbesondere
von seinen Begegnungen mit Japanern berichten. Es folgen Zusammenfassungen von
schlagzeilenträchtigen Veröffentlichungen von Foodwatch und IPPNW über die willkürliche
Heraufsetzung der europäischen(!) Strahlen-Grenzwerte für Nahrungsmittel nach
dem Fukushima-SuperGAU sowie die Wahrheit (entgegen Darstellungen der Atomlobby)
über Import und Export von Atomstrom. Wie immer wird die Mahnwache mit einem Offenen
Mikrofon beendet, wo Göttinger Bürgerinnen die Gelegenheit haben, über ihnen wichtige
Anti-Atom-Themen zu reden (so wie es am ja eher versteckten abgelegenen Speakers
Corner vorgesehen ist). Text der Arbeitsgruppe „Mahnwache“ in der Anti-Atom-Initiative
Göttingen Fortsetzung
der Anti-AKW-Mahnwachen am 22.8.11 nach der Sommerpause 23.8.11
/ Text und Fotos Stephan Knoblauch Es waren ca. 90 Menschen auf der Mahnwache.
Es gab Redebeiträge von dem Physiker C. Joost, der beschrieb, wie die Situation
in Fukushima heute ist. Es wurde berichtet von einer Aktion am Kernkraftwerk Grohnde,
wo einige Aktivisten das Tor dadurch geschlossen hielten, indem sie sich an das
Tor angekettet hatten. Dann wurde gesagt, das es einen Fragebogen an den amtierenden
Landrat und die neuen Landratskandidaten/innen geben würde, indem Fragen zu einem
eventuellen Atomkraft werkstörfall gestellt werden. Die Musikgruppe Sambatida
spielte 2 Sambastücke. Das offene Mikrophon wurde für Beiträge genutzt und es
gab eine Schredderaktion von Formularen. 

| Anti-AKW-Mahnwachen
am 22.8.11 am Gänseliesel 
|
Aufruf
des AntiAtomPlenums Göttingen: "Solidarität
mit den Angeketteten vom AKW Grohnde! Am Sonntag, 10. April 2011, ketteten sich
6 Aktivist*innen für über 2 Stunden am Haupttor des Atomkraftwerk Grohnde bei
Hameln/Hannover an. Ihre Forderung: Sofortige Abschaltung aller Atomanlagen, bei
uns und überall! Inzwischen ermittelt das Ordnungsamt Hameln gegen alle bei der
Aktion Anwesenden wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Die Betroffenen
haben inzwischen Anhörungsbögen erhalten, auf denen sie aufgefordert werden, sich
zur Sache zu äußern. Wir finden aber, dass nicht der Widerstand gegen Atomenergie
kriminell ist, sondern der Weiterbetrieb der Kraftwerke bis mindestens 2022 (Grohnde
soll sogar noch länger laufen als ursprünglich vorgesehen). Gemeinsam können wir
Druck auf die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung machen, das Verfahren
einzustellen. Schreibt den Verantwortlichen Briefe, ruft an, schreibt Leserbriefe
an die örtlichen Zeitungen! Die Adressen dafür sind: Landkreis Hameln-Pyrmont
Der Landrat – Rüdiger Butte Süntelstraße 9 31785 Hameln Landkreis Hameln-Pyrmont
Fachdienst 25 Ordnung Süntelstraße 9 31785 Hameln Fon: 05151 / 9032519 Fax: 05151
/ 90362519 Gemeinsam gegen Repression, bis alle Atomkraftwerke stillgelegt sind!"
Göttinger
Grüne gegen Atomkompromiß ? 24.6.11
Kommentar: Es ging darum, dass die Grünen Delegierte wählen,
die bei der nächsten Bundesdelegiertenkonferenz gegen den Laufzeitenkompromiß
und damit gegen den Antrag des Bundesvorstandes stimmen. Die sorgfältige,
ruhige Prüfung und Festlegung der Delegierten auf eine Ablehnung war im Chaos
der öffentlichen Mitgliederversammlung nicht in dem Maße möglich,
wie es wünschenswert gewesen wäre. 

| Vor
dem Gebäude in der Langen Geismar Str. in dem u.a. auch die Bildungarbeits-gemeinschaft
Arbeit&Leben untergebracht ist befindet sich das Büro der Grünen
und das Wahlkreisbüro von Jürgen Trittin. Die Büroräume innerhalb
des Gebäudes nennen die Grünen "Grünes Zentrum" Beim
Betreten des Gebäudes nahm Trittin einen Hintereingang, Korrektur:
Das war eine Annahme und ist nicht richtig, vielmehr ist er schon unerwartet früh
in das Gebäude gekommen - vermutlich aber dies auch aus dem Grund,
dann nicht durch das Spalier
der AKW-GegnerInnen vor dem Gebäude gehen zu müssen. |
23.6.11
Göttinger Grüne, so die Einschätzung, sind mehrheitlich für
schnelleren Ausstieg - Entscheidung bei der Delegiertenwahl - Trittin will Regierungsentwurf
unterstützen. Initiativen protestieren Dass
die SpitzenvertreterInnen der Grünen dem Vorschlag weiterer 11 Jahre Laufzeit
von Atomkraftwerken zustimmen wollen trifft auf entschiedene Kritik bei Anti-AKW-Initiativen
aber auch innerhalb der Göttinger Grünen. Auf einer Bundesdelegiertenkonferenz
der Grünen wird demnächst über die Frage Zustimmung oder Ablehnung
entschieden.Wenn nun Protestkundgebungen an der Geschäftsstelle der Grünen
stattfinden, so stehen die Initiativen gemeinsam mit der Mehrheit des Kreisverbandes
gegen die Befürwortung, die Jürgen Trittin dort verkünden will.
Die Grüne Jugen hat bereits vor der Mitgliederversammlung am 23.6.11 erklärt:
"Ein Atomausstieg bis 2017 mit erneuerbaren Energien statt Kohle ist möglich.
Die Ideale müssen vor eventuelle Koalitionsspekulationen im Bund gehen. Die GrüneJugend
Göttingen fordert sowohl die Göttinger, als auch alle anderen Grünen dazu auf,
den schwarz-gelben "Atomkonsens" abzulehnen und daher gegen den Leitantrag des
Bundesvorstands der Grünen auf der bevorstehenden Bundesdelegiertenkonferenz zu
stimmen." 
Mahnwache
am 20.6.11 Am
20.6.11 kurz nach dem Bekanntwerden des Laufzeiten-Kompromisses waren diesmal
zur montäglichen Anti-AKW-Mahnwache wieder 80-100 Menschen gekommen. Dem
von der Regierung geplanten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke wurde die Forderung
zur sofortigen Abschaltung aller Atomkraftwerke entgegengestellt.  Mahnwache
am Gänseliesel, 20.6.11
 Kühltürme
in Grohnde am Tag des Infocenterbesuchs | Es
gab Berichte über die Blockade vor dem AKW Brockdorf sowie der Aktion InfomationsSchluss
in Grohnde. Dort hatten am Sonntag einige Aktivisten das Infozentrum des Atomkraftwerkes
besucht, um vor dem Hintergrund des erschreckend bröckelnden AKW-Kühlturm
viele Desinformationen richtig zu stellen. Das hatte die AKW-Leitung so erschreckt,
dass die Öffnungszeit am Nachmittag ausfiel, DesinformationsSchluss also.
Hierzu wurde während der Mahnwache wurde eine Grohnder Erklärung verlesen
die bei dem Besuch der AktivistInnen in Grohnde entstanden war.. |
Proteste
zur Mitgliederversammlung der Grünen angekündigt Während
der Mahnwache wurde darauf hingewiesen, dass Jürgen Trittin bei der Mitgliederversammlung
der Göttinger Grünen seine Zustimmung zu weiteren 11 Jahren Atomkraft
begründen will. Auf dieser Versammlung werden auch die Delegierten für
einen Sonderparteitag der Grünen gewählt bei dem über dieses Thema
abgestimmt werden soll.  Plakat-Überklebung
an der Geschäftsstelle der Grünen | Daher
zogen nach der Mahnwache 30 Menschen unter dem Motto "Never forget where
you´re coming from" zum Grünen Zentrum. Dort
haben VertreterInnen Göttinger Anti-Atom-Gruppen am Montagabend einen offenen
Brief an Jürgen Trittin abgegeben und die Fahne der Grünen mit dem Zusatz
"Atomkraft jein, danke!" ergänzt. Am Eingang brachten sie Bilder mit Merkel
und Trittin und Aufkleber "Atomkraft jein, danke!" an. |
Die Anti-Atom-Initiative Göttingen und das Göttinger Anti-Atom-Plenum
rufen zu einer Kundgebung auf am Donnerstag, 23. Juni, 18 Uhr vor dem Grünen
Zentrum, Lange-Geismar-Straße 73 Um 19 Uhr beginnt im 3. Stock des Gebäudes
die öffentliche Kreismitgliederversammlung der Grünen. Dort will
Trittin für die Zustimmung für weitere 11 Jahre Atomkraftwahnsinn
werben. Der
Kreisvorstand der Grünen schrieb im Vorlauf der Mitgliederversammlung:
10.06.2011
/ "Es war richtig das die Grüne Partei beschlossen hat, kurzfristig
zu einer Bundesdelegiertenkonferenz einzuladen. Bei einem solch wichtigen Thema
sollten Grüne Kreisverbände einbezogen werden,. (...) Unter
dem Motto "Kein schnelles Ja und kein einfaches Nein" werden derzeit
vom Bundesvorstand und der Bundestagsfaktion die Gesetze der Schwarz-Gelben Bundesregierung
analysiert. Dies Ergebnis wird dann vorliegen und soll im Rahmen der Versammlung
diskutiert werden. An
der Mitgliederversammlung wird der Göttinger Bundestagsabgeordnete, Jürgen
Trittin, Vorsitzender der Grünen Bundestagsfraktion, teilnehmen. Zu der öffentlichen
Versammlung sind alle Interessierten, selbstverständlich auch Interessierte,
die nicht Mitglied der Grünen Partei sind, herzlich eingeladen. Wenn
Frau Merkel jetzt bis zum Jahr 2022 aus der Betrieb der Atomkraftwerke aussteigen
will, so ist dies der Katastrophe in Fukushima und dem öffentlichen Druck
der Anti-Atombewegung geschuldet. Wir Grünen habe ein Konzept vorgelegt,
das einen Atomausstieg bis zum Jahr 2017 ermöglicht, verdeutlichte Ute Haferburg." "Offener
Brief" der Göttinger Anti-Atom-Gruppen an Jürgen Trittin 21.6.11
Nicht in
unserem Namen! Offener Brief an Jürgen Trittin Herr Trittin, ungeachtet
der sich täglich ausweitenden Atomkatastrophe in Japan setzt die Bundesregierung
weiter auf Atomkraft. Neun große Reaktoren sollen noch bis zu elf Jahre
Strom und Atommüll produzieren. Allein die in dieser zusätzlichen Zeit
verbrauchten Brennelemente werden rund 300 Castorbehälter füllen. Sie
wissen selbst, dass der angebliche Atomausstieg eine große Mogelpackung
ist und die sechs vorgelegten Gesetze zur Energiewende völlig unzureichend
sind. Neben viel zu langen AKW-Laufzeiten zementieren sie die Macht der großen
Stromkonzerne und verhindern die notwendige Umkehr zu einer dezentralen Energieversorgung.
Sie ermöglichen den Bau neuer Kohlekraftwerke und behindern die Entwicklung
regenerativer Energieformen. Sie wissen, dass auch diese Gesetze die Folgekosten
und die Risiken der Atomkraft der Allgemeinheit und den künftigen Generationen
aufbürden, während die Konzerne noch jahrelang fette Gewinne mit Atomkraft
machen und sich zugleich ihre Dominanz auch bei der künftigen Energieversorgung
sichern dürfen. Umweltverbände und Organisationen aus der Anti-AKW-Bewegung
haben die Grünen nachdrücklich aufgefordert, diese Gesetze abzulehnen.
Sie, Herr Trittin, haben stattdessen im Leitantrag für den Sonderparteitag
ihrer Partei empfohlen, den Atomplänen der schwarz-gelben Bundesregierung
zuzustimmen. Das kann nicht verwundern. Denn was die Regierung jetzt als Atomausstieg
anpreist, entspricht weitgehend dem, was Sie, Herr Trittin, uns schon vor zehn
Jahren als Ausstieg verkauft haben. Es war die rot-grüne Bundesregierung
mit Ihnen als Umweltminister, die damals den AKW-Betreibern Reststrommengen zubilligte
statt feste Abschaltdaten vorzugeben und die auf diese Weise die Stromverschiebe-Tricks
der Industrie begünstigte. Es war Ihre Politik, die grade nicht zur Stilllegung
einer nennenswerten Zahl von AKWs führte und mit einer Laufzeitverlängerung
endete. Sie und wir wissen: Die Gesetzesvorschläge der Regierung haben
mit einem Atomausstieg nichts zu tun. Für diesen "Atomausstieg"
sind wir nicht jahrzehntelang auf die Straße gegangen. Wir haben nicht dafür
demonstriert und blockiert, dass die Bedrohung durch Atomkraftwerke noch zehn
bis elf Jahre weitergehen soll. Wir wollen eine Abschaltung der Atomkraftwerke
jetzt und einen Atomausstieg, der diesen Namen auch verdient. Herr
Trittin, wir verlangen von Ihnen: Berufen Sie sich in Ihren Reden und taktischen
Überlegungen nicht auf die Anti-AKW-Bewegung! Wenn sie trotzdem den Gesetzen
zustimmen oder es bleiben lassen: Sie handeln nicht in unserem Namen!
Anti-Atom-Initiative Göttingen und Anti-Atom-Plenum Göttingen |
Am
23.6.11 wurde vor der Mitgliederversammlung die Antwort von Jürgen Trittin
bekannt in der es u.a. heißt: "Nach
der Katastrophe von Fukushima hat die GRÜNE
Bundestagsfraktion drei Gesetzentwürfe eingebracht: 1. Rücknahme
der Laufzeitverlängerung 2. Sofortige und endgültige Stilllegung
der 7 ältesten Atomkraftwerke undKrümmel 3. Begrenzung der Laufzeiten
auf 28 Kalenderjahre samt Ende der Zockerei mit den Strommengen, samt schrittweiser
Stilllegung der Anlagen Die Katastrophe von Fukushima, die Niederlage bei den
Wahlen, insbesondere in Baden-Württemberg, und der anhaltende Protest der
Anti-AKW-Bewegung von GRÜNEN wie der SPD haben Frau Merkel zu einer 180-Grad-Wende
ihrer Atompolitik gezwungen. Dies ist ein historischer Sieg all jener, die
seit Jahrzehnten für den Ausstieg streiten. (...) Wenn also am Donnerstag
darüber abgestimmt wird, -- ob Atomkraftwerke bis über 2040 oder
bis 2022 laufen dürfen, dann werde ich für 2022 und gegen 2040 stimmen
-- ob die Hälfte der deutschen Atomkraftwerke, nämlich diejenigen, die
keinen Schutz gegen einen Flugzeugabsturz haben, sofort und endgültig vom
Netz gehen, dann werde ich für deren Stilllegung und gegen ihren Weiterbetrieb
stimmen -- ob der Pannenreaktor Krümmel oder der Störfallkönig
Brunsbüttel, ob das hochwassergefährdete AKW Unterweser vom Netz kommen,
dann werde ich für ihre endgültige Abschaltung stimmen -- ob weiter
mit Reststrommengen gezockt werden darf und es ein definiertes Ende für jedes
Kraftwerk gibt, dann werde ich dafür stimmen."
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